Nro. ?2. Karlsruher Montags » 8 Pag. ns- Zeitung den 24. Februar. Mit Hochfürstitch . Markgräfitch. Sadtschem gnädigsten Privileg!«.. Prag, vom io. Febr. Den 6. dieß marschirte die letzte russische Trnppenabtheilung hierdurch. Der Marsch der ganzen Armee geht in 2. Kolonnen un- avsgcfttzk nach der rnssuchen G'änze fort. Wien, vom 12 Febr Alles kündigt an, daß der Feldzug bald eröffnet werde, alle östcrr. Truppen haben Befehl, sich marschfertig zu halten, mehrere Regimen» ter haben bereus angefangcn, aus der Lombardie u. dem Piemontesischen gegen Aleffandria u Aequi 1» defiltren, wo sich ein zahlreiches Armeekorps per» sammeln wird. Pnvatbriefe zufolge haben die Engländer u Russen auf der Intel Korsika gelandet. Die Bchättigung dieser Nachricht wird erwartet. Wien, vom ,4 Febr. ES ist gar nicht z» zwei» sein, das Buonapane die Friedensunterhanklimgen bey den Alliirten eifrig scrtsttzt. Indessen behauptet man daß England sich erklärt hake, die Integrität DeitschlandS, die vorige V»rsassung Hollands »urd der Schweiz zur Grundlage der Präliminarien anneh» wen zu wollen. Auch an unser Kabinet sind seit eint er Zeit mehrere fratiz Depeschen gekommen, deren Jnnhatt man aber sehr geheim hält. Aus Schwaben, vom ,6. Febr. Die z. emi- griricn Sameizcrregimentcr erbauen täglich einen grossen Züwachs von ihren Landsleuten aus der Same tz, voizüalich ron der helvetischen Legion, die kürzlich nach Muyiiz n.arichreren mußte. In der Ge« geiic von Ba el deserlirken ganze Kompagnien der« selken. Wien, vom 18 Febr. Am 8 diß ist hier einer der verdienteste» K. K. Krieger der Genemfeldzeug- meister Baron Terzy, Jnnhaber eines Infanteriere- gimentS und Vicekommandant von Wien, 70 Jahre alt gestorben. Rölin, vom r8 Febr. Diesen Nachmittag ist das ne Bataillon des MaaSdeprrtement nebst emer Abthetlung der 5 um Halvbrigade hier anqekommen. Bryde werden morgen ihren Marsch nach Mainz sortsetzen. Wederrhein, vom 18 Febr. Nicht allein der Russische Gesandte Graf Siackelbcrg reiste den i Febr. sondern auch der englische MriUster Wickham den gten von Prag aus dem Fürsten Italskoy nach Mähre» nach. Rach verschiedenen Berichten soll sich der König vos Dreuscn auf Ansuchen der französischen Regierung für die Neutralität der Schweitz bey dem Wiener Hof verwendet haben. Die Franzosen sollen dabey die ganze Unabhängigkeit der Schweitz bis zum allgemeinen Frieden, und Pie völlige Räumung von allen Truppen beider Theile in Vorschlag gebracht haben. ^Die jungen Leute desmircn ausserordentlich in der Schweiz nach der deutschen Gränze, viele nehmen aus Enthusiasmus, die meisten aber aus Mangel anBrvd Dienste unter dem Schweizerkorps, welches in engli, sichern Sold steht. Nach Sirasburger Berichten gehen die politisch« Unterhandlungen von Frankreich nach Wien, durch die Hände des General Moreau, der sie über Kehl an die Ostreichischcn Vorposten abgeben läßt, wo sic dann durch den General Grafen Meerfeld in das Hauptq lartier Se. königl. Hoheit des Erzherzogs Karl befördert werden, --( 140 Aus dem Haag schreibt man unterm 12 dieses, daß man aus sicherer Quelle wisse, wie der preußische Minister in Landen Baron von Jakobi den 24 Jänner die von rer französischen Regierung an England gemachte Friedenövorfchläge kräftig unterstützt habe. Der Erfolg soll über Erwarten günstig ausgefallen seyn. Die Konsuln sollen schon unmittelbar durch diesen Herrn Gesandten Nachrichten erhalten haben, und man vcrmutyer, daß auf die>em Weg unter preußt. scher Vermittlung der Friede mit England unterhandelt werde, wovon man sich den besten Erfolg verspricht. Die Hoffnung zum Frieden steigt täglich. (A. d. N, Z.) Niederrhetn, vorn 19 Fedr. Nach Berichten aus Banibcrg soll nächstens daselbst ein Coadjutor gewählt werden, der k. k. Gesandte. Graf von Schlick wird daselbst erwartet , um der Wahl als k. k. Com- lmss.'.ir beyzuwohnen. (Der itzt regierende Bischof, rin Frcvbcrr von Buseck ist 74 Jahre all und erst den 7. April 1795 erwählt worden.) Der in mehreren Blättern eingerückten Nachricht von Regensburg , als ob die rußischen Truppen im östreichischen Schlesien Halt machen und der Feld- marschaü Fürst Jtalskoy in Olmütz sein Hauptquartier nehmen sollte, wird itzt durch Privatnachrichren aus Prag vom io. dieses wiedersprochen. Die Armee wwd ihren Marsch ununterbrochen nach Gallizien fortsetzen, wo sie gegen Anfang des Merz ankommen wird. Gestern sind vhngesähr 1200 Mann ftanz. Truppen, welche aus den Niederlanden kam-cn, in Andernach und in der umliegenden Gegend emquartirt worden, es sollen , wie es heißt, noch 8 bis 90«, Mann Nachkommen, welche alle nach dem Oberrhein bestimmt sind. Die niederrheinischen Departements werden nur wenige Truppen behalten, hingegen soll die batavische Republick ihre Truppenkorps an der batavischen Grenze vermehren, um im erforderlichen Fall und auf Verlangen der stanz. Regierung auch nach Brabant marschiren zu können. Auch soll nach holl. Nachrichten noch ausser diesem baravischen Trnppenkorps ein andres an den Nkedcr- rhein zu stehen kommen. Augsburg, vom 19 Febr. Ist Batavia wirklich von den Engländern genommen, so ist diese Eroberung «in Gegenstand von mehreren Millionen Pfund Sterling. ES sollen sich dasttbst seit 5 Jahren allein 20 Millionen Pfnnd Java Caffee befinden, die man aus Furcht vor den Engländern nicht nach Holland verführen konnte. Ulm, vom 19 Fedr. Unter der Armee des Erzherzogs Karl bemerkt man eine starke Bewegung. Ein Theil derselben rückt gegen Basel vor, Auch marschi« ) ren noch einige Regimenter nach Mannheim. Das hier gelegene kai e.l. Mlttair ist me,st ausmarschirr, und durch Kreislruppen ersetzt worben. Frankreich. Paris, vom iz Febr. Gestern hat die hiesige Cenmllvcrwattuiig in allen Geimrnecn des Seineve- parremenlä einen Beschoß des Gen. Lefedre, in Betreff der Konserlbitten, dre sich noch nicht an ihren Pojten begeven haoen, anschlagen lassen. Der, ehemalige Revacreur sagt heuce: Das Schicksal 'Rapper Tandy'S und seiner Unglücksgefährttn hat auch ore Aufmerksamkeit einiger monarchischen Staaten auf sich gezogen. Man ließt in der Zeuung von Madrio, daß das spanische Ministerium die Verwendung des Königs von Preussen, als Beschützers der Nemralual des nördlichen Deutschlands, rekiamird und «2e. preuß. Maj. die bis dahin keinen Au- theal an dieser Sache genommen halten, seitdem ihren Minister zu Londen angewiesen haben, die nöthi- gen Schritte bey der englischen Regierung zu thun, um das Schicksal der in Frage stehenden Individuen zu imidern und jeder Entscheidung vorzubeugen, die nicht mehr gut zu machen wäre. Drey Schiffe mit einer großen Anzahl aus Neapel verbannter Patrioten sind in dem Haven von Toulon angekommcn. Man sagt, daß unverzüglich ein Rcftrvclager von iv,000 Mann aus den neu aufgcnchkelen Bataillons unter die Mauern von Besancon zu sichen kommen werde. Paris vom 16. Febr. Die Hosnung eines nahen Friedens mikOcstreicy, schien gestern sehr aUredittrt, sagt berFreund berGcletze. —Das Gerücht, sagtet»anderes Journal, verbreitet sich, besonders seit gestern, daß die Friedenspräliminarien mit Oestreich uulerzeichnec seren. Man erwartet mit größter Ungeduld einige Gewißheit über eine Nachricht von ,olehcr Wichtigkeit. Seit einigen Tagen befinden sich mehrere von den Chuanscheft, die sich unterworfen haben, hier. Auch sind wieder verschiedene zurükberuftne Deportirlen hier angekommcn, unter andern Portalis, Dumas, Quaire. mere, Andre und Suard. Der königl. dänische Minister, Baron von Dreyir, ist gestern von hier abgereift. Man sagt, daß er mit Urlaub nach Varcellona gehe, um die Bäder in der Nachbarschaft dieser Stabt zu gebrauchen. Gen. Brünne hat für die Gemeinde Lorient, die, wie alle Gemeinden des Morbchan, aus. ser der Konstitution erklärt worden war, diese Erklä- rung wieder zurükgenommen, auch derselben die ausgeschriebenen beträchtlichen militärischen Requisitionen großen Theils nachgelassen. . - Der Kriegslninister schreibt den Generalen Moreau Ml Lie sän M> um III ü nur wei Lie Vo den des run den mer sind naa In, die Fra zu pcn Har jens sind sche schc Rai stau fcn öffn im dien schli Reg L von zeict den Pen The and spiel 3 engl Dep ri Ber mir rast ( I4l ) als 18,000 M. Der OSergm. Masiena wurde am und Massena, daß die Hauptbedingnisse der itzi en Lieserungskontrakte folgende sind: i) Daß kein Vorschuß gegeben wird; 2) daß der Dunst des ersten Mo -als durch orn eignen Kredit der L-eferanten gc- niacht werden !oll; z) daß sie Bürgschaften leisten müssen; 4) daß sic das Gildnchc zu Paris, sondern nur bey Len Armeen beziehen können. Die Generäle werden dadurch in den Stand gesetzt, die Treue der Lieferanten genau zu drodachten, und erhalten die Vollmacht, alle Kontrakte die schlecht vollzogen werden- zu kassiren, und die Bürgschaften zum Vortheii des Diensts an,»wenden und zu tonfisciren. Grosbritta nten. Landen- vom 8. Fcbr. Es ist eine Verschwörung auf der Insel Jamaika entdeckt worden, die von den Schwarzen, welche aus St. Domingo dahin kommen, angezettelt worden ist. Mehr als 200 Schwarze sind arretirt worden.-Sir Home Popham ist nach Petersburg berufen worden, um als General, Inspektor der russischen Truppen angcsteüt zu werden, die künftiges Frühjahr im Solde Englands gegen Frankreich agircn sollen. Der neue Befehlshaber der zu Jersey und Gurrnfty befindlichen russischen Truppen, Graf Viomenil, ist vorgestern von Cuxhaven zu Haroich angelangt. Diele Truppen sowohl, als diejenigen, welche der ruisische Kaiser noch schicken will, sind, wie ntcht mehr bezweifelt werden zu können scheint, in Verbindung mit eurem Theil der englischen Landmacht unter dem Kommando des Sir , Ralph Avercrombie zu einer neuen Expedition bestimmt, wozu bereits dir vorläufigen Anstalten getroffen sind und womit wohl der Feldzug in kurzem eröffnet werden dürfte. Für den Scedieiist sind gestern im Unterhaus, nachdem sich dasselbe in einen Subsi- dienausschuß gebildet hatte, 110,000 Mann mit Ein- ^ schluß der auf 22,600 Mann sich belaufenden Marine- Regimenter bewilligt worden. London, vom 9 Febr. Die Einwohner der City von Londen sollen Willens ftyn, durch schon Unterzeichnete Addrcsscn den Lordmajor nm die Zusammen- derusung einer allgemeinen Versammlung zu einer Pctüion um den Frieden zu ersuchen. Der andere Theil von Londen, Westnüuster, so wie mehrere andre Grafschaften und Städre werden diesem Bey- fpsel folgen. Vor einigen Tagen hat die Regierung von dem > englischen Gesandten zu Kvnstantiiwpel, Lord Elgin, Depeschen erhalten. Italien. Mayland, vom 8 Fcbr. Nach zuverlässigen Berichten von der genuesischen Riviera soll die Epidi- mie unter der franz. Armee so viele Menschen wegge. rast haben , Paß sie vermalen nicht stärker ftyn soll, y Jan zu Genna erwartet Dt« Franzosen habenden wichtigen Posten der Boccycua nm Truppen u. Artil- lerie vnsiartt. — Nach einer in Genna pMizirien Proklamation müssen alle genuesische Emigrirren am 18 Febr. zunickgekommcn sehn, sonn werden alle ihre Guter konsivznr, und sie bleiven auf immer verbannt.— In der Veriassenschast des zu Nizza verstorbenen Generals Cvampio.mel hak man ausser vielen Kostbarkeiten, die er ur Italien zusammen gerast, auch sehr viel baares Geld gefunden. Lczteres wurde, a!S eine Erbschaft der Republik dazu angeweobet, den Soldaten einen Theil der rückständigen Löhnungen auszuzahlen Es Heist, General Melas werde den ro. dicß sein Hauptquartier nach Pavia verlegen; zu Ende dieses Monats dürften die Felndscligketten wieder ihren Anfang nehmen. — Genua wird auf der Seesette streng von den Engländern blockttt gehalten. (A. d. A. Z.) Holl and. Brüssel, vom 12 Febr. Es war an dem daßdcr russische General Herrmaim und die mit ihm in Nord- Holland gefangen genommenen russischen TrupvenauS- gewechselt werden sollten, aber plözlich kamen Schiene- rrgkeken dazwischen, welche dieselbe neuerdings verzögern. Die Russen, die sich schon in Marsch sezen sollten, um sich über den Rhein zu begeben, müssen demnach vor der Hand, bis auf wettern Befehl in den Orten bleiben, wo sie sind. Rotterdam, vom 14 Febr. Seit vorgestern haben alle franz. Truppen die Küste verlassen und nicht nur die Seeseite von der guten Rhede, sondern auch die vom Texrl ist nunmehr mit Holländern besetzt. Es werden von neuem 25,000 Mann Franzosen hier erwartet, um wie man sagt, die Engländer zu be- willkommen, wenn diese wieder eine Landung wagen sollten. Schreiben aus Brüssel, vom rz Febr. Die engl. Kriegsgefangnen, welche bisher in Lille, Anas < Amiens und ValeneienneS gewesen , sind all- mählig nach Dünkirchen abmarschirt, Ivo bereits über 800 seit einigen Tagen nach DouvreS zur Auswechslung gegen franz. Gefangne in England sind einge- schifft worden. Die übrigen engl. Gefangne, welche noch in Dünkirchen zurückgeblieben sind, werden auf 2 Carielschiffen, die hierzu ausgerüstet werden, übergeschifft. Die nemlichen Briefen von dorther berichten, daß neuerdings 250 franz. KriegSgefangne, welche ohne Auswechslung zurückgegeben werden, in Calais angekommen sind. Der engl. Gen. Knox, der als Geisel wegen der Kapitulation zwischen dem Herzog von Vork und dem Gen. Brüne, in Calais zurückge- ------ c -lieben war, ist vorgestern von da nach England ab. geregt. Die 6 engl. Kriegsschiffe, welche an der flandrischen Küste krmtzten, sind wieder verschwunden. Der Di« risionsgeneral Bonnard, Kommandant der 24. Division , hat strenge Befehle ertheilt, darauf acht zu geben, daß der Fernd kein Getraide mehr aus dem »ormakigen holl. Flandern aussühre, oder Kaufmanns- güter ans Land bringe. Decwegen sind auch die Besatzungen von Hulst, Axel und Sas van Gcnr sehr Verstärkt worden. Die franz. Regierung hat den Waffcnfabricken in Lüttich den Befehl gegeben, 60,200 neue Flinten für M Rheinarmee unter Gen. Moreau zu verfertigen, Dieselben sollen binnen einem Monat abgcliefert werden. Vorgestern ist ein französijcher Offizier hierdurch «eldst alles Metall in Requ sirion g gesetzt wurde, um bas ichwere Gc,chutz daraus zn giesieii, so stiegen zu Konsta»tirivp,l alle Preise auf das Acusserste und die Seltenheit oeö baaren Geldes war gröicr als zc.-Neuere Kriegsvorfälle sollten h sich indessen ,cit dem mislungenen Angriff auf Da- , miette zwischen beiden Armeen »och nicht wieder ex- ; eignet haben. e vermischte Nachrichten. f Rach öffentlichen Nachrichten findet ble Frcrlassung ^ des in Frankreich befindlichen kaurrltchdn General ^ Mack, die so nahe zu styn schnn, noch Schwier gker. § tcn Oestnich behauptet, der General Mack käme ( keineswegs als Kriegsgefangener angesehen, und folg- ^ sich auch nicht als solcher auvgewechsslr werden, indem x er gegen das Völkerrecht und ungeachtet der vom Ge- ; nerai' Championner erihetlren Pässe arrerrrt Worte« , sey Die jczigc französi,che Regierung erkennt die,- § vom vormaligen D.rettormm begangene ttngercchklgkcit g als solche an, allen dem ungeachtet verlangt siege en <- den General Mack die Answra ening dreier D.v sio > ^ generale, namcnllrch den General Grouchy und Pmanon. . ^ ^ n (A. d. St. Z.) »r Ein grosser Monarch ist von eu er ntee/t uubedt»- Lenden Unpäßt.chttit besauen wetd»a. -7