Nro. r. Karlsruher Freytags i 8 W«iLlr MS Pas. i. Zeitung. den rJanuar. 0 I. Mit Hoä I des Geheimen-Raths CH. E. Hauber I_an das Lyceum zu Karlsruhe. 1827. Privilegs k L I. X r ^ k u r u u 0. Zum neue» Jahr. Friedens-Präliminarien und baldiger Friede. dieses ist wohl das beste Geschenk welches wir unfern geehrtesten Lesern am Anfang dieses neuen Jahrhunderts geben können. . ^ ^ Alle seit gestern und heute von Kempten, Stuttgart, Augspurg, München re. durch Kounere eingetroffene Berichte sagen: Am rZten Dec- wäre zu Stein französischer Seits vom General Lahorie, Oesterreichizcher Seit- vom Generalmajor Graf Gräne und dem Obristen Weirotter eine neue Waffenstillstands Convention zwischen beydcn Armeen geschloffen worden. Die wesentlichen Bedingungen desselben sind nach jenen Berichten folgende. ^ , . Die Demarkationslinie der Augereauschen Armee soll bis Baiersdorf noch von den beiderseitigen Heerführern bestimmt werden, von Baiersdorf an passirt aber die Linie, für die Rheinarmee, über Erlangen , Nürnberg , Neumark, Parsberg, Giabern, Stadt am Hof und Regensburg, wo sie über die Donau geht, und langst des rechten Users derselben bis an die Quellen der Erlass sortgezogen wird; von hier passirt sie über Marktgemming, Vogclbach, Gößlingen, Hammer, Mendlingen, Leopoldstein, Eisenärzt, Vordernberg, Leoben, am linken Ufer der Muer, bis an den Punkt, wo dieser Fluß die Straffe von Salzburg nach Klagensurt durchschneidet, (zu St. Michael), dieser Straffe folgt die Linie bis Spital, zieht sich dann auf der Straffe nach Verona über Lienz und Brixe» bis Bozen hinauf, passirt von da über Merane, Glarus u St. Martin u. endigt über Bormio im Beltlin, wo sie sich an die stanz Armee in Italien schließt; — die Cttadelle von Wirzburg, Braunau, Kufstein, Scharning, und überhaupt alle befestigten Punkte in Tirol, werden als Unterpfand der stanz. Armee übergeben, und sollen bei Abschlieffung nnd Ratifikation des Friedens im ncmlichen Zustand wieder erstattet werden, wenn nemlich, wie es ausdrüklich heißt, der Friede ohne neue Feindseligkeiten Statt hat, das Schloß von Wirzburg wird den 6. Jan. Braunau den 144 und die tiroler Plaze den 18 geräumt, auch die festen Passe, wie Finstermünz, Räubers u s.w. werden den Franzosen übergeben, die k. k. Truppen raumen Tirol, wo dag innere Land von keinem der beiden Theile besezt, und die Laiidesbewaffnung auseinander gelassen wird, innerhalb der Demarkationslinie sollen keine k. k. Truppe» bleiben, ausser etwaige Sauvegardcn und Polizeiwachen im Innern von Tirol, worüber eine besondere Uiberemkuust Statt finden soll, alle in Graubündcn, Tirol, Karnthen, befindlichen k. k Truppen müssen sich sogleich auf der Strasse von Klagensurt zur Armee in Deutschland begeben, der sranz. Obergenerai ist bevollmächtigt, sie durch einen Drlegirtcn bis Bruck begleiten zu lasten, um versichert zu sepn, daß von diesen Truppen keine nach Italien ziehen, die stanz. Armee wird alle Punkte der Demarkationslinie ausschließlich besezcn, nud überdcm auch einen zusammenhängenden ^wisälemanm zwischen beiden Armeen sczen können, die der K K. Armee gehörigen Magazine in den, kraft dieser Konvention von den Franzosen besetzten Landern bleiben zur Disposition jener Armee! der stanz. Ober - Gen. verspricht auch die Einstellungen der Feindseligkeiten in Italien, wo aber ein eigner Waffenstillstands Vertrag Vorbehalten wird Der Waffenstillstand ist auf Zo. Tage, wahrend der Friede zu Stand kommen soll, unter iztägiger Aufkündigung nach Ablauf der 30 Tage geschlossen. Von beiden Armeen in Deutschland dürfen wahrend des Waffenstillstands keine Detaschcments nach Italien geschickt werden. Für die Civilgeschafte der Regierung wird von den stanz. Behörden die Kommunikation mit Tirol sreigelassen werden. Der Eingang enthalt die wichtige» Worte. Diese Uebcreinkunft werde in Verfolg des Willens Sr. K. K. Maiestat, sofort den Frieden mit der stanz. Nepubiick zu verhandeln, welches auch die Enkschlicffung Ihrer Mitten seyn möge, abgeschlossen. Vinnen 24. Stunden sind mit dieser erfreulichen Nachricht 21. Kontiere nach allen Gegenden hin ab- gefertigt worden. (Diese Konvention befindet sich auch in den Münchner, Augspurger und Stuttgarter Blattern.) Nu» folgen die noch vvrhergegangen Nachrichten. Wien vom 17 Dtt. Die heutige Hofzeitu.ig enrh .lt folgendes von der Armee »n Dcutichiand: Von Sr. köuigl. Hoheit'dein Erzherzog Johann sind Anzeig.n vom y ic>. i i. u. 12. aus dem Hauptquartier Trosdurg, Te scndorf und Salzburg eingclangt. Vermöge Vorsilben hat der Feind den 9 in der Gegend von Ml die Lnnc des Prinz Kondeischen Korps an- -cm de:: Posten Neupeurn überwältigt, und lst uns das rechte Jnnufec vsrgedrungcn.Dadurch fanden sich Se. königl. Hoheit bewogen, die Armee zurük an den Salzafluß zu führen, um daselbst mit mehr konzentrirter Kraft den weiteren Unternehmungen des Feindes zwekmäsigcn Widerstand zu leisten.- Nach den von Sr. königl. Hoheit eingesandten Ver- lusts - Eingaben besteht der seit der Widcrcröfnung der Feindseligkeiten bey dieser Armee sich ergebene Verlust an Tobten in 918, und an Verwundeten in 3,^14 Mann, jener an Gefangenen und Vermißten ward zwar Anfangs auf 5,396 Mann angegeben, dchjedoch von diesen lezrern seither viele schon sich eingcfunden haben, so läßt sich die eigentliche Zahl der Gefangenen noch nicht bestimmt angeben Brünn vom 20 Dec. Aus Egvpten ist zwar schon serk langer Zeit nichts Offizielles bekannt gemacht worden, wenn man aber, (so schreibt manauS Konstantinopel vom 20 Nov.) aus den öffentlichen Anstalten einen Schluß wachen will, so find entweder die Feludseligketten beygelegt, oder der Großvezier findet sich mit seiner Armee stark genug, die Franzosen zu bezwingen. Er verlangt keine Verstärkung mehr, und hat einige Truppen, welche zu ihm stoßen wollten, wieder zurück geschickt, welches Schicksal auch dem Sohn des Baral Bassa begegnet ist, der ein Korps von 7002 Mann nach Egypren füh en wollte. Dieser hat nun Befehl erhalten, gegen den Paßawand Oglu zu ziehen, aber seine Truppen wenden dagegen ein, baß sie sich verbindlich gemacht haben, gegen Franzosen und nicht gegen Türken zu streiten. Indessen stehl der Großvezier bey Ei - Arijcl) und der sranz Gen Menou bey Lralach. Schifflcuke, welche aus Smyrna und den Gewässern von Alexandria in Konstantinopel angckommen sind, versiehe n, daß di« Engländer und Türken die Biokade von Alexandria ausgehoben haben, und daß der Kapitän Bassa mit seiner Flotte auf der Zurückreise begriffen scy. Eriarrg vom 26 Dec. Nach dem Abzug der Franzosen aus Nürnberg rükcen Oesterrochcr und Reichstruppen in grosser Anzahl gegen das rechte Rednizufer vor. Nur langsam und ordentlich wiche» die französisch-baravijchen Mannschaften von der Pcg- niz und Schwabach gegen die Redniz hin mchrmalen unter langen und anhaltenden Gesichten. Forchheim und Bamberg waren den 25 noch von ihnen befezt. Alle Brüten über die Redniz auf diesem Wege wur> den den 24 noch von ihren Dctaschemems gegen heftige Angriffe behauptet. In hiesigen Gegenden schar- muzirte man seit voriger Woche täglich, z B den 24 bey Bruk, nicht weit von Erlangen, wo die Franzosen ebenfalls eine Brüte bewachten, dauerte das Feuer über eine Stunde. An eben diesem Tage gieng Graf Klenau durch Erlangen nach Uttenreuth, und gestern war sein Hauptquartier in Trnnenlohe. ASt --------- ( Orte um Erlangen herum sind mit österreichischen oder französisch bayrischen Truppen belegt. Aus der Gegend von G.asenverg Hanen sich lczrcre seit dem ,8. d. zurükgezvgcn, und die Deutschen waren bis zum 22 auf dieier Sette über Cunmth, Geiganz, u. s. w. vorgedrungen. Seitdem hatte die Auge- reausche Armee folgende Stellung: Ihr l ukcr Flügel war den rz noch am rechten Rcdnizuscr von Baicrs, dorf bis gegen zorchheim,das Zentrum und der rechte Flügel stand vsn Baiersdorf über Erlangen am linken Rednizufer Regensburg vom 27 Dec. Gestern Mittags haben d:e Kaiserlichen unsere Stadt verlassen, und sich nach Stadtamhof zurückgezogen. Es zogen hierauf r Kompagnien Grenadiere, und eine halbe Eskadron vom 2 Husarenregiment ein. Der kommandtrende Div. Gen. Sonham ist gleichfalls im v.Dittmarschen Haus einquarurt. Von der neutralen Gesandschafl und von unserm Magistrat sind Deputationen bey dem Gen. gewesen, man hoft eine gute Behandlung. Heute früh ist noch ein Bataillon Füßeliere und eine halbe Eskadron Kavallerie in die Sladt gekommen. Nürnberg, vom 27 Dec. Gestern zog ein K. K. Korps von 2500. Mann hier vorbei) gegen Allersberg zu. Das Hauptquartier des Gen. v. Klemm soll zu Neumarkc und jenes des Gen. Simbschön zu Forih bey Eschenau, 4. Stunden von hier stehen. — So eben sind mehrere franz. Chasseurs hier eingerückt. Stuttgart vom zr Dec. Am 26 Dee. war das franz. Hauptquartier zu Kremsmünster. Seit dem 20 war kern Schuß mehr geschehen. Die franz. Armee stand längst der Ens und Donau, am leztcrn Fluß giengcn ihre Vorposten bis Jxs, am linken Ufer der Ens hatte sic alle Brüten inne Der zuerst eins gegangene Wnssenstillstaud war nur von 48 Stunden, und wie es scheint, bios unmittelbar zwischen den beiderseitigen Hauprarmeen gewesen, während welcher Zeu, wie es hieß, die kaistrl. Resolution wegen Un- tcrzeichnung der Präliminarien erfolgen sollte. Am 22 sollte die Nachricht im franz. Haupkquarncr angekommen styn, daß der Graf v. Kobcnzi die Vollmacht erhallen hätte, die Friedenspräliminarien zu unrer- zerchnen. Die Gen. Meerveld und Bubna waren dreimal im franz. Hauptquartier gewesen, wo man for dauernd den Frieden für beinahe auSaemachk hielt. —Die Gefanacnnehmung von der k. k Arrieregarde hat der Gen. Richepanse ausgesührt. Nach Briefen aus dem franz Hauptquartier, hatten die Franzosen dadurch Zooo. Gefangene, meist Kavallerie, -2. Kanonen, gegen icoo Pferde und mehrere hundert Munition? - und Bagagewägen, in ihre Gewalt be- 3 )-- kommen. — In Steiermark waren die Franzosen W lezr bis Rettelstein vorgedrungen. Mm, vom Zi Dec. Am ,5 Dec rückten hier 2. Bataillone Franz. Truppen rzüo. Mann von der Hz. HaldbrigMe ein, sie kommen von Strasiburg, am 17. marschine 1. Bataillon derselben zur Armee und eines blieb hier. Am 20. Dec. marschi ten z. Kompanien der schon einige Zeit hier gelegenen Franz. Truppen von hier ab zur Armee. Stuttgard, vom ;t Dec. Nach täglich kommen aus Augspurg Verwundete hier an. — Vorgestern Abend um y. Uhr ist der Kouricr, der am üg.auS Linz, kommend, nach Lüneville durch Kanstadt eilten ans dem Rückweg hier durchpassirt. Gestern Nachmittag 2 Uhr sind 2. Kouriere, ei» Kaiserlicher und ein Französischer von Lüneville kommend, durch Kannstadl paffirr. Man sagt, sie über- bringen für den Frieden günstige Nachrichten. Grosdrtttanien. Londen, vom i y. Dee. Was v Seiten des englischen Ministeriums in Ansehung der Verhältnisse mit Rußland wegen Malta'S geschehen war, ehe das lcztc Embargo ß» Petersburg beschlossen wurde, sollte nach Angabe des Courier de Londres folgendes styn, der Londner Hof hakte dem Petersburger, durch de» Kanal einer dritten Macht, die Einnahme von Mall« notisizircn lassen, sobald dieses Ercigniß in England bekannl worden war, zugleich wurde von dem Kabi- »et von St. James in Erinnerung gebracht, es wäre bedungen worden, daß Malta von der vereinigte» Macht Neapels, Englands und Rußlands angegriffen iverden sollte jeder der drei Souveraine sollte in gleichem Vorhältniß sein Kontingent stellen, Rußland hätte aber dos stinige nicht geschickt, Malta wäre in die Gewalt Grosbritaniens gefallen, und befände sich nun im ausschließlichen Besiz dieser Macht, indessen wollte sie, um den Ungrund der Beichuloigungen, die ihr gemacht worden wären, klar an den Tag zu legen, ungeachtet Rußland uicht durch Stellung seines Kontingents seinerseits die cingegangcnen V rbindlich- keiten erfüll! Härte, dennoch die Vollziehung der alte» Konvention anbictcn, in deren Verfolg Malta blö zum Frieden, wo baS Schiksal dieser Jmel zu bestimmen styn würde, von einer gleichen Anzahl englischer, nea- poni. n scher und russischer Truppen bestzt werden sollte, wenn dieser Vorschlag angenommen würde, s« begnügte sich der Londner Hof, über die drei folgenden Punk e von dem Petersburger Erklärungen zu vcilangen. ,. über das zweimalige Embargo, das zu den r.Fscheu Häsen ( or dem lezten) aur die eng- .itchen Schiffe gelegt »vor -.n. 2 über den aussrsrtdent liehen, und nicht wohl gülstig zu erklärenden, Aufm' --------- , 4 thalt einer russischen Flotte im Bosphorus, z. über den offenkundigen und häufigen Verkehr, der sm einiger Zeir zw-chen Rußland und den Feinden Gros- dritanienk und Europa'ö eingctreteu wäre. Daß Rußland mittelst des Aufenthalts der Flotte des Ad::,. Uschakow, bei Gelegenheit der Konvention wegen der gewesenen venetianischen Inseln, von der Pforre die freie Schiffahrt durch dte Dardanellen, um mit der neuen Republik zu verkehren, erhalten hatte, machte grofts Aufsehen in England, und die Londner Blätter geben zu verstehen, daß man vielleicht von englischer Seite Zwangs Mittel bei der Pforte anwenden würde, um sie zum Widerruf dieser Vergünstiaunq zu bewegen. London, vom ly. Dec. Am letzten Dttnsiag schickte die Admiralität nach Portsmouth die Veredle, baß die engl. Schiffe die Ruffschen ohne Unterschied anbringen sollte. Es bestätigt sich, daß Sir R. Abrrcrombie sich nach Egypten begiebt. Sir. I. Crawford ist im Begriff, nach Hamburg abzuretien, wegen des Vorfalls mir Preußen. Der Hr. Baron v.Ehrcnswäro, außerordentlicher schwebt- scher Gesandter bey unftrm Hof wurde gestern dem König vorgesteüt. Dte Meinung gewinnt immer mehr, Laß durch Vermittlung Schwedens eine Ausgleichung und Beilegung der Differenzen mit Rußland betrie- den werden könne. Em ministerielles Blatt spricht mit Hochachtung von dem gemäsigten Verhalten Schwedens und behauptet, daß jede bewilligte Forderung über die geglaubte Beleidigung der schwe. Flagge in Barcellona eine günstige Aufnahme finden, und man sich bemühen werde, den Mißverstand zur gegenseitigen Zufriedenheit aufzukiärrn. Es heißt, daß noch icr neue Infanterieregimente«: errichtet und die Fcnctbler Regimenter verstärkt werden sollen. Zwey preußische Kauffahrcr find zu Plymouth am 4. d. eingebracht worden. Auch am 14 b. wurde ei» Pttuß. Kauffahrteischiff zu Zarmouth aufgebracht. Italien. Mailand, vom 20 Dec. Die Nachricht, daß kaiserl Truppen in Bologna und Modena rtngerückt scycn, hat sich widerlegt. Bologna war zwar stark bedroht gewesen und schon gtengen von da mehrere Bcamien der Repubiick und ausgezeichnete Patrioten ab, als die kaiserliche Truppen veranlaßt wurden, Ach wieder aus Finale und Ccnco, die sie besetzt hat. ten, zurückzuziehen. Ein Korps von 4000 Franzosen, das in Modena eingetrsffe» ist, hat dte Bestimmung, ) die Gegenden von Bologna zu decken. Auch der östliche Theil von Toskana war durch kaiserl. Truppen von Anksna aus bedroht worden, allein Gen. Mioöis sammelte schnell alle seine Truppen aus den toskanischen Städten und brach gegen das Gebiet auf, wo er den kaiserl. Einhalt that. Man erzählt, daß bas Volk von Livorno diesen Augenblick benutzte, sich zu bewaffnen und gegen die Franzosen zu erklä. ren, weswegen die letzter« bey ihrer Rückkehr einige Bomben m diese Stadt geworfen haben sollen, auf jeden Fall ist gewiß, daß sie wieder von franz. Trup. pen besetzt ist. Am 19. wurde die erste Kolonne der Observations- Armee unter Gen. Mural zu Ivrca erwartet. Diese Armee, dir in -Kolonnen über den kleinen Bernhard marschirte, besteht aus n,ooo Manu Infam. 1600 Pferden und zr Artillericstücken. Der spanische Minister m Genua hat im Namen seiner Regierung der ligurischen die Anzeige gemacht, daß aus Veranlassung einiger von Amerika herkom- wenden spanischen Schiffe, welche m:t einem Geschwader von Brasilien vereinig! »m Haven von Lis, saovn rinlirsrn, Admiral Keith die Ordre gegeben' habe, nun auch alle portugirffche Schiffe zu visitiren. Mailand, vom 2z Dec. Das Hauptquartier der frauz. Armee und sie selbst brachen am 18. und ly.d. von Brescia in aller Eile auf, um sich demFeind zu nähren. Der Gen. Brüne begab sich nach Lasten«« dolo gegen Monrechiaro. Di« Kirchen, in welchen die Truppen rinquartiert waren, sind bereits zu Hospitäler eingerichtet. Die Oestreicher sollen den Mittels paffrt, und bey Goito und Castiglione einen Angriff gemacht haben, allein mit einem Verlust von boo Gefangenen zurükgewiescn worden seyn Manerwar- tet, daß es täglich zu einem Haupttrcffcn kommen wird. Die Franzosen sollen vor Pcschiera seyn. Ein sehr großer Auillerimatn paffitte vom 13. bis so. durch Brescia. Hier sind von Toskana zwei Posten ausgeblicben. Es durchkreuzen stch verschiedene Gerüchte. Nach einigen ist von Ankona her ein östreichrsches Korps, samt den Insurgenten, etwa 8000 Mann stark, bis Arez- zo vorget-rungen, und daselbst etngerükt. Den geworbenen Insurgenten sollen vom englischen Minister täglich 5 Liren bezahlt werden. Andere wollen, daß ein beträchtliches englisches Korps gelandet, und bereit- Livorno weggenommen habe. Die Thore von Florenz waren einige Tage geschloffen, weil Gen. Mioüis zu wenig Truppen hatte, dem Feind entgegen zu gehen. Bis izt find dis alles aber nur unverbürgte Sagen,