« s Rw. 42. Pag. 206. » > §arlSr«h" Montag« > 7 Zeitung d e n 8. April 9 9. Mit Hochfürstltch . Markgräflich. Vadischem gnädigsten privtlegtoz Auszug eines Vrivarschreibens aus Feldkirch, vom 2b Merz. Die hartnäckigen Gefechte, weiche den S. und 7. dieses «wische« den Kaisers. Kövigl. Truppen io Verbindung mit den LandeSfchützen und -wischen den Franjvseu vorfisien, find berrttS bekannt. — Deo 22. früh wurde von den Vorposten Herein g«. meldet, daß der Feind anfangr, «io« Schanze aufz«. werfen, von der er unsre vortheilhaste Position bey Feldkirch beschiessen könnte. Der Herr Generalmajor von Jellachich likß sogleich den Feind warnen, von der Arbeit ahzuftehrv; als dieß nichts half, so rückt« «r vor und fand die Französin schon io vollem An. marsch. Da« Gefecht war hartnäckig und dauert« dis gegen Abend S Uhr, wo der Feind einen Trom. peter abschickle und um «inen Waffenstillstand bat. — In der folgenden Nacht vereinigte sich General Mas. sena selbst mit dem bisher gegen Feldkirch gestand«»« Gen. Oadirwt. Ihr vereinigtes Korps belief sich ans 18 022 Manu. Mit dieser Armee rückten sie den uz. früh in 5 Mheitungrn unser« Haupt schanzen «nt. gegen und sachten dieselben zu erstürmen. Im Hin. zerhack stund ei» Korps Kavallerie von 2222 Mann, da«, wenn der Angrff gelänge, unsre Truppe« auf der Flucht vck adS aufretben sollte. Ihr Vorhaben glücke ihnen aber nicht; der brave Jellachich hielt sich mit seinen wenigen Truppen und den LanbeSvrrthettj. gern so tapfer 1 daß der Feind auch nicht den Miudr. sten Vorthül errang. Das Gefecht dauerte ununtrr. drocheu bis Drob« 7 Uhr, wo Generalmajor Zella« ehich einen Aasfoü that, die Franzos"« eine Haide , Stunde weit zurück trieb und dann als Sieger ins Lager zurückkchrte. — Der Verlast auf unsrer Seit« s i« diesen s heissen Tazea belauft sich aas 720 ME ! an Torten und Verwundete». Der Feind schätzt sei. «ea Verlust selbst aus Z202 Mann. Unsre Landrover, iheidtger zeichneten sich besonders den 2z. bey Mirg,. rethrokapf aus, wo sie von einigem Milikair unterstützt, den 4020 Man« starken Feind, ^ bis an die Thore vom Kaps vorgerückt war, gänzi. zurück schien. Den 24. war alles ruhig; den 25. gieng die Nach, richt «io, baß sich der Feind stark zurück ziehe. Mm schickte ihm leichte Truppe« «ad Kavallerie nach, wel. che «och «ine Kanone eroberten. Lindau vom 30 März Verflossene «acht um r, Ahr wurden in der grösten Stille einig« Schiff« von Fussa <» Stunden südlich von Bregenz) «ach Lustenau (bey Hohenems) auf Wägen gebracht, Hstze scheint etwas wichtiges im Schild zu führen. — Gestern war KriegSrath ja Bregenz. Da die Gegenden von lieber, lingrn bis Buchhorn von allem kaiserl MititairrnrbtöZt sind, und doch von einem feindlichen Ueberfali zu Wasser bedroht werben könnten, so ist auf ro Stunden Landeinwärts geboten worden, beim ersten Sturm, läuten der bedrohten Gegend zu Hülfe zu eilen.— Constanz haben die Franzosen gegen Stockach zu, s:hr verschon», auch di« halbe Brücke obgrtragrn und den übrigen Ttzeil mit Pechk.äuzen behängt. Heute Nachmittags hörten wir von Stockach her starkkans,- Viren. Innspruck vom i April. Vermög der heute rin- gelangtrv offiziellen Nachsicht des H rra BriMi r Grafen von Nobili aus Pfunds vom Zite» Merz nur« de der Feind den zoten aus sine« Vorposten dry Schalkl und Finstermünz verrriedeo, welcher ch-iig über den Novell» . Steig, theüs über Räubers sich zurück,oz. Bes brr Versvigung dB Feinds gege« t 207 ) Martivsbruck wurde« auf dem Weg dir feiudllchr« P'qseter vertriebe». D-r besagt« Herr Brtgatttr eröffnet zugleich daß dev solchen Uwßävdeo der ent. front« Landsturm von Axoms, Ambras, Tbauer, Hall, RkSlrnber?, uud Stubey nach Hauß zurückkehreo möge, der übrige Landsturm aber noch ein paar Tage zur Sicherheit zu verbleiben habe, nur hätten die vor hovdrveo so wie die noch nachrückrnden Schützenkom- pagnicn unaufgehalteu nach Rändert vorzurückiN uud ri.se Gtgrvd gut zu besetzen, welch« nach einem zu- gietch rtngeiaugten Amtsbrricht des Landrichters von Nauvers, Joseph Rangger, von dem Feind den zoten Merz Mittags 12 Uhr wirklich befreyk worden. München vom i April. Vorgestern Abends hat der als Kourier nach Wien gebende kaiserl. königi. Herr Major von Richter v. Wenkheim Sr. Ercellevz dem bi streu K. K. bevvllmächgtigteo Herrn Minister Rrichsgraftu vvn Seilern , die mündliche Rachr cht überdracht, daß am 25 dies die k.k. Armee von brr französischen auf alle» Punkten angegriffen, von Sr. Köo. Hoheit Erzherzog Kar! aber zurückgeschlagen worden sey, vnd Hdchßselbt hierauf gegen Schafhaufen vorzorückrn gedacht hätte». Dir nähern Umstände werden erwartet. Lölln vom 2 April. Der Vortrab der franz. Truppen, im Solde der bataoischeu Republik, welche bestimmt find, den Riederrhrin zu besetzen, war bereits dev 26 Merz zu Kiese und Goch, ein Thril derselben wird jetzo in Düsseldorf angekommen ftyn. Das verschanzte Lager vor dieser Festung, welches duich die Ueberschwrmmuvg au mehrero Stellen war beschädigt worden, soll gänzlich wieder ausgebessert und noch ver. mehrt wirken. — Das vorgestern hier augekommev« ite Bataillon der 7-ten Halbbrigadr ist gestern zur Odservariousarmee adgegavgro, das 2't Bataillon ist heute hier eingetroffen, und wird Morgen zur nämlichen Bestimmurg admarschirrn. Smtrgardt, vom 4 April. Die neusten Requifitiv« vrn der Ksrftrlschin verlangen nun, daß die Lieferungen nach Villmgrn geschehen. Dtß beweißt, daß die- ftibrn wieder vorgerückt sind uud daß fich dir Franzosen in jener Gegend um etwas weiter in das Schwarzwalds - Gtbürge und gegen dessen Thälcr zu. rückzezoqrn haben. — Vorgestern stob ans Pfalzgra. senwrrier, wo einige hundert Franzose» aus Freuden. Habt über Dornstedt angekommen find, 150 derselben in Nagold emAttroffm. Mannheim, vom 5 April. Gestern Abends gegen ie> u -r ist das 20X Jägerregiment zu Pferd hier rivgerückk. Das iote Kavaklerierrgiment ist die, seu Morgen gegen Philippsburg aufgrdrochen.- Mangel au Raum hat uns bls itzt gehindert, folgen. de, schon den 25. Merz erschienene Verordnung des Oberbefehlshabers B roabotte mitzuthei «0: „Brr, vakvttr Oderbefehlshi-ber. Nach Ein,ich der in den Beschlüssen des DirekivriumS enchaltrnro Verfü gonge« vom 5. «od 28. Fcimaire, 2. 7. und 29. Nivose. (25. Nov. iz. 22. und 27. Drc. 1798. und 18. Jan. 1799) Und io der Absicht, dem Willen dessel. den gemäß, den durch dir Gegenwart des Kriegs leidendes Völkern nichts a!t Bryspielr von guter Manns, zochk und Redlichkeit darzubtrtea, befiehlt die Beob, achtuug ftlgender Artickel: 1.) Jrde auf dem rechten Rheinufec ausgeschriebene Rrqeisij,on, welcher Art sie auch sey, die nicht von dem Oserkommissaie. Orden, nateur mit Genehm'gung des Oberbefehlshabers her. rührt, ist nur in so fern gültig, als sie mit dem Visa des kommaodirende» DioisiousgrneraX berschen ist. 2.) Wenn «io Divistonsgeneral in dringrvdeo Fällen einen Kriegttomm ssair zur Ausschreibung einer Re, quifition ermächtigen zu müssen gianbru wird, so hat er sogleich dem Chef des Genrralstaabs, so wie der Kriegskommissair dem Oberkomm ssair, Ortonvateur Nachricht davon zu geben, z.) ES werden den Amt. lroitn ober Bürgermeistern an den Orten, wo die Requisition ihre Wi kunz haben soll, Recipisse für dt« adgelieserteu Gegenstände gegeben werden; diese Re. ceplffr werben den Belrag und die Beschissenheit der rrquirtrt«u Gegenstände» di« Zahl der Mannschaft, für welche die Requisition stakt gehabt hat, die Re, giernog, auf weiche die Requisition ausgeschri den wordra ist, so wir de» Tag der Ablieferung genau angedev; es wird dem Gouvernement Rechenschaft darüber abgelegt werden, damit für die Are ber Wrr, dererstaktung gesorgt werde.« (Die Fortsetzung folgt.) Augspurg vom z April. Durch ausserordentliche Gelegenheit gieog heute die Nachr cht rin, daß den zoten Merz bry Verona ein neues Trvffrn vsrgefallen sey. In demselben wurde der grosse Plan der Frao, zsses die Kayserl. Armer von Verona abzuschneiven, vereitelt und fl« mit Verlust zurückgetriebeo. Snmgard vom ü April. Das Orstreichischr Streif- kowmaodo, aus Szekler Husaren bestehend, welches in Kankatt lag, ist gestern von da über Degerloch abgr. gaagrn.-Nach Berichten, die hier etngekommev, hat der linke Flügel der Französ. Armee unter Gen. St. Cyr vorgestern Nachmi'tag seinen Rükzug auS Freudeakadt und der dortigen Gegend durch dir Schwarz, walkgebürge in doS Rhewrhal avgrfavgen. Und man behauptet, daß Freudenstadt gänzlich geräumt sey. Die, se Sradt, so wir jene ganze obere Gegend, hat durch tir viel« Truppen und ihren Anhang so unendlich gelitten, daß ihr« Einwohner höchst unglücklich find. ( 208 ) Mau«« müsse« bas Vieh, da- fl« noch b«halt«n Hab««, schlachte«, weil kein Futter mehr da ist. Aller Wein, alle« Brod, Bier rc. ist aufßejrhrt . Mannheim, vom 6 April. Die schon wthrma. len vom Mtttefch'.rhader Bervadotte angefangne Blo, kade von Phiüppkburg ist abermals aufgehoben wor. dev. Em von b«r Douauarmee kommender dri ter Srgenbrlebl hat ave Anstalten aufhören gemacht, wel, che die b^loige Eroberung dieser Festung zu versprechen schienen. Rastalt, vom 6 April. Gestern wurde folgendes Bulletin hier bekannt gemM'. Aus dem Hauptquartier Sr. Lönigl. Hoheit -es Erzherzogs Larl, Geisingen vom z April. Die Vorposten der Armer gehen auf brr einen Seit« von Pcterzrü über Billigen hinauö and dehnen sich auf der andern bis gegru Neustadt. Nach dev vrussn Rapporten hat der Feind aus den Tiroler. Pässen, in welchr «r eiNLebrungeo war, fich zurückgezogen. Ei» von dem Feldmarschall. L eutnant von Krev so «den eioqehevber Bericht enthält, daß er den Feind dev Lrgnrno geschlagen, — y Kanonen, 2 Havbtzen 2Z Munttionskarrev erobert, — kl en Chef de Brigade, 22 Offeriere, y Sergeanten unb 460 Gemeine j« Gefangenen gemacht habe. Gegen AbenbS kamen Kouriere an die Herren Gra. sen von Metternich und Görz mit der Nachricht an, daß der Erzherzog den General Ferino bey Konstanz gänzlich geschlagen habe. D e fron;. Armer ,st nun fast ganz an rnd scher den Rhein zurück und ihr Hauv qaariier in Kehl. General Ernouf führt das Kommando, bis General Joubert avlangt. Die Franzosen geben ihren b'she. ngen Verlest auf 16000 Mann an Tottcu, Vrwun« beten und Gefangenen an. In Hornberg wurde eiu fravz. General mit 500 Mann aufgehoben. Bey Plittersdorf wird eine Brücke errichtet, um die Commuvitotlon zwi chra hier und Strasburg offen zu Halle«. Jenseitige Bauern arbeiten daran. Ferner erschien folgender Auszug eines Schrei» bens aus Naplandvom 9 Germinal -es 7»en Jahrs, 29 März 1799. Wir find io Toscana einzerückt, um die Engländer vnd Russen, welche di« Küsten bedrohten, am Laude« zu hindern, der General Gauiier hat mit 7000 Mann thetis Infanterie, thcils Kavallerie, diese Expeditwo ausgesührt. Er ist wirklich in Florenz, wo er alle toscavtschen Truppen entwaffnet hat. Alles bieß ist ohne den mindesten Widerstand ge chchev. Der Groß Herzog s ibst hat «tue Proklamation ergehen lassen, um das Volk zur Rahe zu ermahnen. SrankrekA Paris, vom zr Merz. Unter der Rubrick, Kriegs« MtZistrrium, ließt man im ä. l. die ossciell« Nachricht , daß die Franzose« Civita. Brechts erobert habe«. Man erwartet die nähern Umstände d«r Ein- nähme. — E-n Gcaeraladjutaot, der Ach nicht zur bestimmte« Zeit auf seinen Posten begeben hatte, ist vom Direktorium abgesrtzt worden. —Nichten» Moreau , sondern auch K-llerwann kommt in das mi, lilairische Comite bey Dl?ek,oriam. Strasburg, vom 5 April. Gestern Mittag iK der Odergeurral Jsurda« wir seinen Adjutanten und einer Suite hier aogekommcn. Er befindet sich noch in unsrer Stadt und ist kränklich. ES heißt, er reise nach Paris. Auch Ges. Hampoult befindet sich noch in unfern Mauern. Gen. Ernouf führt provisorisch drn Oberbefehl über die Donavarmer, deren Haupt- Quartier fich ,u Off-nbiu-g befindet. — Gen. Grruicr, der einen Tag nach der Ankunft des Gen. Lefebre in Paris von dort adrriß«, hat wichtig« Befehlt vom Direktorium mitgebracht unb dieselben sogleich nach seiner Ankunft in hiesiger Stadt dem Gen. Jourdao Übermacht. Gestern Morgen ist Gen. Srroier selbst ins Hauptauartier der Douauarmee abgrreißt und wird von da nach Jlaüen zurückkehrro, wo er eine Division ksmmaobirt.— Abends um io Uhr. Diese» Abend noch sind mehre« Bataillone, welche aus dem Jauern angekomme» waren, über den Rhein gegangen; ihnen folgte in dt» Nacht noch ein sehr großer Arttlkrieknetn, I t s l i « n. Rom vom 16 Merz. Der Kommlssair Faypoult, der sich seit einiger Zeit hier avfhielt, ist na» Neapel zurückgereißt. — Civilavecchia ist nicht mit Sturm ge. nomwen worbe», sondern hat sich mit Kapitulation ergeben. Deo 7«» siad die französische Truppen tu die Sredt riogerückt. Die Insurrektionen io dem Gebiet unserer Republick find nun größleutheilS ge' dämpft. Der drückende Mangel, den wir hier litten« hat seitdem ziemlich nachgelassev. Di« wieder herge» stellt« Verbindung mit Civttavecchia und mit dem Neapolitanische» hat vorzüglich diese glückliche Wir« kung hervorgebracht. — Ein Schreiben aus Neapel vom zteo d. enthält folgende-: Als verflossenen Milt, rroch einige König!. Fahnen, die mau den Jusurgen. ten von Nocera abgenommen hatte, in die Sradt ge» bracht worden, verbreitete fich unter den Lazzarooi das G rücht, der König sey zurückgekommeo, schon firogeu sie an, es lebe der König zu schreien nnb machen Au, sta ten, über die Franzosen herzufallen, als noch zeitig genug dir bewaffnete Gewalt hrrbeyrilte, um oho« Blutvergießen Ruhr und Ordnung wieder her,«stelle«. ( 2VY ) Verona, vom Lk Metz. Den 25 dieß Morgen« «m 4 Uhr donnerten plötzlich die Lärmkouvven auf unfern Kastellro. Sogleich marschirten die hier gelrg. neu Trupprn au- und bald darauf vernahm mau ein heftige« Kanonen, und Muskerrofruer. Alles strömte auf dir Stadtmauern and beym Anbruch de« Hags übersah man da« Schlachtfeld, welchkt sehr nah« bey unsrer Stabt war. Da- Gefecht bauerte am 25. de» ganzen Tag und am 2b. bi« Mittag«. Der Kavv. vendonvrr schwieg und man sah uuo deutlich, wir die Franzosen non den Xatserl. verfolgt wurden. Die vorige Nacht war ruhig, allein heute Morgen« um 6 Uhr griffe» dir Franzosen neuerdings au. Da« Tr, fecht dauerte aber nur 2 Stunden. Die Franzosen zogen sich eiligst zurück, um dem Gen. Kray Wider, stand zu leisten, der mit siegreichen Schrillen gegen Verona hrraufzieht. Es And bereits eine Menge g«, favgur Franzosen hier ringebracht worden, auch die Katserl. haben mehrere verwundete. Den 27. Abends. So eben geht dir Nachricht ein, daß die Franzosen auch bey Villafrauca vom Gen. Kray geschlagen und gezwungen wurde«, sich nach Peschiera zu, rückzuztehev. Rach Aussage der ältesten Offiziere ist noch nie so hartnäckig gejochten worden. Die Generäle Fröhlich und Latlerman» zeichneten sich besonder« au«. Unter de« Tobten bedauert man den Odriftrn Trafen von Ziozendorf. General Lipray wurde leicht verwun, drt. Unter den Gefangnen bist «den sich viele Pohlen und Cisalpiner. (Privakdrtefe aus Venedig sagen, dir Folge dieser glücklichen Gefechte seye» so «urschet, dend gewesen, daß bereit« Brescia, Bergamo, Pes, chiera und Ferrara in der Gewalt der kaisrrl. Truppen seyen; allein da weder vffeniliche Blätter, noch offizielle Berichte etwas davon melden, muß man hierüber das Nähere vorerst nech erwarten. Rovoredo, vom ZV Merz. Die Feinde, die bis Rivvli/ Chtusa Monirvatva und dis vor dir Thor« von Verona vorgedrungen waren, haben sich auf die Nachricht, daß Gen. Kray von Legnago au« stgreich vorrückte, eiligst wieder zvrückzrzrgev. Anch auf dem Bresciavischeu Gebirge bey Lago d' Jdro zogen sich die Franzosen zurück. Von dev ersten Angriffen dry Legnago rst folgender vff'zrl!« Bericht eingrgausrn; Hauptquartier Legnago vom 26 Merz. Nachts »0 Uhr. Der Feind hat diese« Morgen hier und bey Verona angegriffen. Das Feuer war heftig. Es ist mir gelungen, den Feind wir einem grvßrv Verlust zurückzuschlagrs, Drr sranz, Gen, Devin blieb im Ge« fecht und «in anderer Namens Eartan, soll verwundet srvn. Die bis itziriogedrcch.enGrfanzeaiu bestehe« «us r Bataillonschef, 20 Off cier« und Zw Mann. Wir eroberten iz Kanonen nnd eben so viele MunMons« wägen. Auf dem Platze ließ der Feind 1500 Tobte zurück. Auch wir hatte» einen beträchtlichen Verlost an Tobten und Verwundeten; unter den Torten best«, det sich der Obristlieutcvank Merkantin. Der Feind wurde zerstreut und auf allen Punkten von Legnago an bis Augeri «od Cecera in die Flucht getrieben. Der zu Verona kommandireade General schreibt mir, daß er bis itzt den überlegenen Angriffen des franz. Obrrgenrrals Scherer glücklich widerstanden Hab,; al. lein da ich rs für sehr wahrscheinlich halte, daß der Feind morgen seine Angriffe «neuern werde, so ziehe ich in b-esem Augenblick Gt dem größten Thet! mei. ver Truppen an der Etsch hinauf, um auch dort den Feind zu schlaaeo. Rrav Daß der Plan des Een. Kray volltemmeo gelungen sry, beweißt wohl brr Umstand, daß fich dir Fraozo, sen aus der Gegend von Verona wieder ganz und gar zurückgezogen haben. Schrvei^ Schafhausen, vom - April. Seit Mehrern Tagt« palrouüirro dir Kail«rl,chr» Vorposten bi« an unsere Stabt. Die Franken bestzeo die Thor« derselbe«, ihr« Truppe« liegen jevseit« unserer Brük«. Auf derben Ufern -tnaufwärt« stehen dt« betbersetligr Posten einander gegeüber. Schreiben aus Lasel, vom 2 April. Folgender offizielle Bericht au« dem Hauptquartier von Chur vom zo. Merz enthält die Nachricht von Eröffnung drr Ketodseiigkeiten in Italien. ,, Der Odrrgrnerai eilt der Arme« dir Fortschritt« ihrer Waffenbrüder in Italien bekannt zu wachen. Den 2b. Merz griff drr Obergeveral Scherer die Oestrrreicher tu ihrer verschanzten Posttion zu Pastcm, 40 an. Sir hatten dasetbst 22 Redoureo oder kleine Fort«, welche sie mit dem größten Mulh vertheidig. tro, die aber «ach einem mörderischen Gefecht von 4 Stunden mit dem Bascnet erstürmt wurden. Der Hetnd mußte sich über dir Etsch zurückziehrn und ließ uu« im Besitz zweier Brücken üder diesen Flvß. Dir Zahl seiner Tobten lind Verwundeten ist beträchtlich, wir haben 4000 Gefangne gewacht, er Kanonen und 2 Fahnen steten in bi« Hävke der Republikaner. Di« Gen. Delma« und Daleem« wurden verwundet. Drr Geveraiabsutsut, Ch-.f des Geseralstab«: Unterzeichnet Rheinwald. Dem Original gleichlamrvb befunden, der Brigabrgeverat e Unterzeichnet Nouvivv. Gestern ist der Reservepart de« G:n. Ferinv hier durch nach Hüningra gezogen. Er besteht auS b:y, läufig Zo großer« und kleinern Kanonen und mrhrers Munil-onSwag.o. — Mau brciH ek von Scherfhausen, daß dir Franzose« sich aus diestr Stadl hinter de» AWa gezogen Haben. Die Brücke wurde abgrdeckt, und MO» traf dit nöthigeu Anstalten , om sie vöthi. gen Falls zu zerstören. — Das helv. Direktorium hat durch eive Proklamation bekavnt gemacht, daß jeder Kürzer vom Elitrvkorps, der stch weigern würde, da. hin zu marlchtren, wohin er bKm mt iß, soll mit dem Tod bestraft werden. — Aus Italien wird gemeldet, baß dir Revolution in Palermo dem Ausbruch sehr nahe ist. Der König hat sich nach Messina in dt« Festung und die engl. Kaufleute nach Smyrna gcstüch. tet. Der Geist der Einwohner von Palermo hat stch bey der Versteigerung der konfiscirken genurflschen Schiffe sehr deutlich geoffrvbaret. Niemand wollte bas Mindeste bieten. — D:e Unruhen im Kanton Sentis, oder ehem. Appenzeller Land, sollen vvllkom« men gedämpft fern. Et waren etwa 6 Dörfer, wel« che sich empört hatten. Mas hat hinlänglich« Trup« pen dahin gelegt. Zürcher Mannschaft kantouitt bry Et. Gallen, um diese palriolische Stadt gegen einen Ueberfall zu sichern. ES heißt, -eine beträchtliche ftavz Truppenzahl sammle sich im Rheiolhal gegen Reineck zu. Vermischt« Nachrichten. Auch in Sachsen beeifert man sich schon, Zucker und Syrup aus den Ruukrlküben (stets cicla sltWms) zu bereiten. So hat unter andern der Prof. Lampadius in Fre.örrg vor einigen Wochen dem Churfürstrn «inen Hvt wrissen Zucker überreicht, der ganz dem Indischen gleich kommt. Ankündigung. Carlsruhe. Zur Schuldenllquldaliondes ehemaligen Fafchiroen Lieferanten Adam Schnürer zu Eggevsteio werben andrrch alle diejenige, welche rin Eigevthum oder eine Schuld ans der Masse zu fordern haben, vvrgeladrn, ihre Forderungen unter Milbringnvg ihrer Bewrtsurkuvden auf Mirfwoch ^en iteo May bey guter Vorunltagszttt auf drnr Ratthauß zu Eggeusteiu vor der Theilungtcowmissou um so gtNtffer eivzugrden, als widrigenfalls dieselben nachher mit denselben nicht mehr gehört werden würden» Verordnet bey Oberamt Carlsruhe bru 2otcu M.rz 1799. Carlsruhe. Wenn der ausgetretteoe Michael Rretschmann von Spöck oder dessen allenfallsige Let- brSerd u Licht tooerhalb y Mooatheo dahier erscheineu, und da- ihne angefalleve t« —455 st. bestehende Vermögen in Empfang nehmen, so wird solches seinen Geschwistern zuerkaant werden. Verordnet bey Ober« amt Carlsruhe den i, April 1799. Carlsruhe. Wer an den in Gant gerochenen Bür» ger Ernst sriebrich Kirchner tu Koielingen etwas i« fordtrn hat, so« seine Forderung unter Mitbrin. gung der allenfalls in Händen habende« Bcweisvrku« den Mittwoch den 24. April d. I. bey guter Vor« Mittagszeit bey der auf dem Rathhauß daselbst vorge« vommen werbenden Schulden » Liqatdatton vor dem vbrramtlichen Commissarto «tngeben nad liqutdiren, da mau sie bey nicht geschehender Erscheinung mit ihren Forderungen abwetßrn wird. Verordnet bey Oberamt Carlsruhe d. r8. Merz 1799. Carlsruhe. Wer au dir tu Vermögens. Unters«« chong gerathene Schreiner Zacharias Laibachische Eheleute von Ltnkevheim etwas zu fordern habe, solle solches Mittwoch« den i7tm April dieses Jahr- z« Llnkenheim Vormittag« 9 Uhr auf dem Rathhauß bey der Schulden - Liqutdaiioo vor dem Oberamtltchr« Commissatr, unter seines Bewetßes-Mttbrioguug bey Verlust der Forderung eigrbeo. Verordnet Carlsruhe bey Oberamt den i2trn Merz 1799. Srein. Der böslich entwichene ledige Philipp Fahrer von Wößtugen wirb unter dem Präjudiz der Landesverweisung und Vermögens - Confiskalio» nebst dem wettern Anhang edictaliler vorgeladen, daß er sich a dato au binnen z Monaten dahier vor Ober und Amt ohnfehlbar stellen, und wegen seine- Austritts ge, hörig verantworte» solle, alt ansonsten bey seinem Nichterscheinen auch wegen der Schwäugrrungsklage Christin« Aohnin zu Wößtngro rutlone psteriutsti» in contumaciLln das Rechtliche gegen ihn wird aoer« kannt w rdeo. Verordnet bey Ober und Amt Gtri« den 5'rn Merz 1799. Eutingen. Zur Schuldruliquidakion der Gautmäs« sigen Anron Eisseleschen Ehrlkuthe dahier solltL stch alle diejenige, wrlchr esn Eigeoihum ober eine Schuld aus der Masse zu fodern haben , unter Mttkbrtn, gung ihrer Beweisurkunden, auf Dienstag den 7. May d. I. bey Verlust ihrer Rechte und Forderungen, auf dahiestgem Rathhauß eiufiodeu, und dem Recht abwar« teu, wsdey zubemerken, daß EissUr wenig oder kria Vermögen bestze, somit dir Crroitoreo zu Erlangung einiger Zahlung wenig Hoffnung haben können. Ver« ordnet bey Amt zu Ettlingen den 26ken März 1799. Rberg. Mit Landesherrlicher gnädigster Erlaubnis wiro den 2Zteo vächstküufttgen Monats April Nach, mittags 2 Uhr in dem Wirthshaut zum Lamm ta Nemveyer au den Meistbietenden öffentlich verstaigert werden. Eine dem Studien . Fond zu Baden zu« behende von Christian Kolb dermalen besitzende Erb« lehn. Mühl« zu Neuweyer die Mitcelmühle genannt, bestehend io einer jwkvstöcklgleu Bkhaußuvg, zwey» Mahl - und einem Wechsel Scheelgaug, einer Stube und Kammer, Balckevkeller, Scheuer, Stallung, Trodt, «io GraSgarteu mit Obstbäumeu und rin Thauru Matten hinten an der Mühle, gibt in den Studien« Fond jährlich 14 Mertel Korn und zo kr. in Geld. Verordnet bey Oderamt Werg zu Steinbach den 27. Rer, 1799. Höchberg. Zu der Schuldenliquidatton Paul Reinöslds de- Musspacher Wtrths und Burger« im Frrlämk, jollen alle diejenige, welche «in Eigenthum oder eine Schuld aus der Masse ,u fordern haben, unter Mtlbringung ihrer Beweißurkundrn, auf Don« «erjag den uren April K. ->i. Vormittags zu gehö, rige^ Zeit bev Verlust ihrer Rechte und Forderungen, vor der Theilung«. Comwißion in dem Wirkhshaus zu Mubich sich einfinden und dem Recht abwarlen. Vererb, beo O-eramrzuEmmend.d. n.Merz 1799. Hsäbberg. Der Äon über 22 Jahre laug abwe« sende Johann Georg Brand von Königschafhausen, oder bessr^ etwaige Leibeserbeu werden hiermit also vorgrladen, sich binnen 9 Monaten hier zu stellen, baß man nach fruchtlosem Ab'auf dieses Termins des Brands Vermögen dessen nächsten Anverwandten gegen Sicherhttttstrllunq ausfolgen werde. Verordnet bey Oberamt Emmendingen den i9trn Merz 1799. Hochberg. Die Gläubiger des ledigen Fuhrmanns Andreas Peters von Köudrivgen werden hierdurch nochmals uvd bev Straft des Ausschlusses vorgrlaben, ihre Forderungen Montags den 29!«» April b. I. Vormittags bey dem Tbeilungscowmissar io dem Lanowirchshous za Köadringen avzugeden, und dem Recht ab»uwatten. Verordnet bey Oderamt Hoch, drrq zu Emmendiogeu, den 16 Merz 1799. Hochberg. Zur Schulden, LiqMattoa nachbenaua. Irr 4 Bürger von Nimbarg, als : i. Jakob Maier, Schmidt. 2. Philipp Lopfmann, Schmidt, z. Mathias Joho, und 4. David Rühlin, sollen alle diejrnige, welche etwas an dieselbe zu iordern haben, an folgenden Lägen, ärmlich bey dem ilen MootagS den Ltea May. 2ten Dienstag« dev 7teo Ditto, ztro Mittwochs den rsten Düto. 4teo Donnerstag den 9ien Ditto d. I. Vormittags bey dem Theilungs« Com. missair in dem Wirlhthaus zur Sonne in Marburg unter Mitbringung ihrer Beweisurkuvdeo und bey Strafe des Ausjchlusses sich «ivfindeo und dem Recht adwanen. Verordnet bey dem Oberamt Hochberg zu Emmendingen d. 22. Merz 1799. Badenweiier. Zur Schulörnltqmda'io» des einige Zeit dahier in Müllhetm rtabltrt gewesenen Handel«, mann Johann Philipp Sonntags werden dessen sämtliche Crebttorea auf Mittwoch den 17km April und die Gläubiger des Seiler Anton Häßlers von hier auf Donnerstag den iZten April hiermit aufgc, fordert und öffentlich vorqeladrn, an den gedachten Tagfarlhen bey Fürst!. Revision io Müllhetm ihr« Forderungln mmelft Bkybrin-un- der nbthigen Br« c rn ) .... weise ci",»geben und dem Streit über das Vorzug». - recht abiuwarlen. Verordn-.t bey Oderamt Rüllhemi den 6ten Merz 1799. , Slurrgard». Ein in Skuttaardt auf dem lauge» , Graben, gut eingerichtttes Z Slöckigtes Wohrhaoß, mit einem besonbern gut geaölbten Kelltr, wbrinneu gegen ros Eimer in eisen gebundene Laager Faß befindlich und baS in z Wohoekagen besteht, wovon je, der Steck 4 Piecen nebst Küchen, Spliß und Magd, kammer enthält, auch 2 Bühnen, wovon dir eine mit 4 beschlossenen Kammern eingerichtet rst, auch parterre eine» Ladt« und s Holzställr am Werth 10000 st. Dieses Hauß, das in einer angenehmen Gegend der Stadt stehet, wird mit Herzog!, gegstr. Erlaubnlß tu der i4ien Ziehung der Hrss-n - Darmstäbter Closseo« Lotterie, welche aus 10000 Nummern besteht und den 17:5» Juny v. I. gezogen wird, heraus gespielt werde» und zwar daß der Besitzer des Looses, so die erste herauskommende Nummer jener Lotterie betriff, H dieses Hauß «rSä.'t, das Loos kostet i fl. 12 kr. Die Locße sind in dem Lolkaifthcn Zeitung« - Comptoir uvd bey Herrn Buchdrucker Macklor allhier, dann ^ in Ludwigsburg bey Herr H-fvu«t,drucker Lotta,in ^ Tübingen bey Herrn Buchhändler Lot a, und tn fti Macklols Hofbuchhandlung in Larleruhe zu haben, B Briefe und Geld werden Franko erwartet. F NB Sollrr wieder Verwntheo bis zur obenerwtho. st teo Z ehung, die hinlängliche Loose nicht verschlossen zn sevv, so wird alsdann, durch vorherige Bekarntma. pö chung der hiesigen, Carliruher und Frankfurter Zeilun. . sal gen der verlängerte Termin vabcy bestimmt werden. ric Rastatt. Unter dem ilten Scpt. vorigen Jahr- zw hat ein aoswäriiger Herr einem Einwohner io Ra, statt einen Versatz von 8ü Loch Silber und einer gol« de denen Doße hinterlasse», worauf chmr bießer gegen se n ftz Rttiplsst eine Summe Gelds sorgest eckr hat, da nun tig der Entlehn« seitdem« nichts von sich hat hören las« Vt ftn, sein Aufenthalt auch unbekannt ist, so wird er Lei hierdurch gebeten, obigen Erf tz wieder einzolöße« , Ar oder wenigstens seinen Aufenthalt bekannt zu mache». Fr Rastalt den 4ten April »799. de> In Macktote Hofbuchhandlung in Larlsruhe du ist wieder neu zu haben. ric Büsch. Väterl. Rath für meinen Sohn der sich der Kaufmauuschast gewidmet har. 8. Gießen 799. 24kl. der CakechiswoS, Luthers, mit einer katechet. Erklärung mä von Herder. 8> Wien 798. 20 kr. die Gartenbücher. Der aufr. Baumgartner, ober Auwei. . liur suug, wie man Baume erziehen, veredle» und ver« versetzen soll. 8- Halle 798. 18 kr. < Gebetbücher. Eulers Gebete »cd Andachten, für die ml katol, Jugend. 8. Frkst. 799. 48 kr. «m im