«mH. Nro. 24. Pag. H 9 » Karlsruher Zeitung. L° Mittwochs den -z. Februar 1791. Mt Hschfürstlich - Markgräflich - Badischem gnädigsten Privilegis. i« also:: Lsnstantinopel, vom 4 Jan. erksE der Anknnst eines Expressen aus dem Lager iich j teS Sroöreuirs ist hier alles in der größten Gährung u,sm- »a! i'vcdst unangenehme Nachrichten eingegangen Iliin« ,st Großsultan noch muthtg genug, das Ä vm die Fortßtzimg des Kriegs mit Strenge anzube- bch'- stll.n, oWch kie Großen des Reichs sich an seine ü e NE gewandt haben, sic zu bitten, sie möchte doch ib"!- ihrim Lohn, dem Kayser, verstellen , wie sehr rck!>r ,e t»r Reich und seine Person in Gefahr setze, wofern au,i>Lc>,r das Vordringen der Russen nicht durch einen e Dtt MmM Frieden zu verhindern suchen wolle, s M Türkische Grenze, vsm 8 Jan. w-u- Als der Messend, , welcher zu Kriegszeiten im l tM H.iux-guar!itt des Grosvcziers eigentlich rcsidiren muß, r E »l>r einigen Tagen in Constantinopel mit Depeschen an» alle Ar kam, gcnech alles in große Gährung. Der Grosherr sich-.^ keß hierauf alle Schenken verschliessen und alle Ver- >ri» "stnnnüuMi i» den Straßen bey Todesstrafe verbieten. ReOi Ramand darf von den Operationen der Russen spce- ld:n und man hat verschiednc ohne Barmherzigkeiten de See geworfen, welche erzählt hatten, daß die Tür- Rss: kra von den Russen geschlagen worden. Fürst Porem- m. t -ni> stll dem Grosveuer haben sage» lassen, er werde se l» mg emrm Korps d'Armee auf ihn lvsrücken, wofern er ck !u: sir zinzer weigern würde, den Frieden ohne alle rinnt! Mediation zn Mterzeichnen. Die Russen können in r wies Ta.-.m von Jwrschi nach Schiumla, wo der Grosve- n alle n« suhl, marsch,«n, nach welchem letzter» Ort der hall Rn'iffendi wieder von Constantinopel jurückgcschickt ind; -n .rtcn. Auch aus Aßen hat die Pforte die unange- ivud.l 'r.ine Nachricht erhallen, Laß die Russen den Baital- ildisb:. d!,->a,a a schlagen haben und die Stadl Anave in Ge- nisten- ,:hr sey Der Grosbrittanischc Gesandte zu Constantinopel lidM'hen> ans Befehl seines Hofs, seinen ersten Doümet- en m stn, Mni, nach Szistowe schicken müssen. Die , snr haben im Archipel das Algieruche Schiff weg. kufßfi worauf sich die Geschenke befinden, welche st so,: dir dem Grosherrn schickt, auch eine ansehnliche Sn m für die Ofsiciers und Equipage der Algieri« ßlani jchen hi>> s.Eskadrc. Das Volk in Constantinopel «st leer g gcn den Sultan aufgebracht und man fürchtet täglich Aufruhr re. Lemberg, vom 2Z Jan. Für bst nun aufzelößlr gallitztschr Garde läßt der Kayser den getreuen Ständen eine weit größre Wohl, that angedelhen. Alle Offiziers, die dermalen bey der Garde dienen, werden mit Beförderung in die Regimenter der Armee veriheilt; ferner 25 arme Edeüeute in das Kadetcnstift ausgenommen und zu geschickten Offiziers gebildet. So wie einer abqehr, hat die Landsstclle dem Monarchen z junge Edelleuke vorzuschlagen, ans denen Se. Mas. einen für das Kade- tenstist wählen. Aus diesem Kadetcnstift kommen die Gallitzier zuerst zur deutschen Garde und dann nur Beförderung zur Armee. Hat «in Offizier gallttzifcher Nation die Rechte studirt und verlangt, aus dem Milikülr in den Civilfiand überzutreten, so soll er ge. hört und begünstigt werden. Viele von dem Mittlern pohlnischen Adel setzen sich in Bereitschaft, mir ihrem Vermögen nach Gallitzicn zu wandern, um da für ihre Personen und ihr Eigevthum Schutz und Sicherheit zu suchen, weil ihnen die dermaligen Umstände fm Republikanischen viel zu kritisch scheinen. Die Vernünftigen befürchten, daß ans der Uneinigkeit über die künftige Königswahl und Erbfolge noch ein großer uud gefährlicher Streit entstehen möchte. Auch weis man, baß vielen das hitzige Streben nach einer Allianz mit der Pfsrte äuserst misfältt, indem sic glauben, daß eine solche Verbindung die schlimmsten Folgen nach sich ziehen müsse. Danzig, vom 28 Jan. In unfern Gegenden sicht es sehr kriegerisch anS. Man erwartet in der Ostsee 2 britlischc Flotten. Di« Regimenter in Preussen sollen neue Befehle erhalten Halm,, weiter vsrziirücken. Sie werben durch mehrere Truppen verstärkt werden und viel schwere Artillerie erhalten, zu deren Fortbringung, auser den bereits vor. handnen, 22,000 Pferde crfodcrt werden. Berlin, vsm 5 8ebr. Den roten trist der türkische Gesandte hier ein. Cr wird zu Crossen von dem geheimen Lcgationsrath, Herrn von Dictz, empfangen und hieher begleitet. In Köpenick, wo man ein Quartier für ih» zurecht ge- macht und die Küche bestellt hat, ruht er zwey Tage auS und wird alsdann von 2 Königs Kammerherrea mit König!. Equipage und niilitairischcr Bedeckung eingeholt. Es heißt, daß in diesem Monat noch einige Kompagnien Artillerie nach Preussen marschirrn wer» reu. Der gewesne brabanlische General von Schön, c in ) seid ist itzt hier und wird, wie man sagt, in unsre Dienste treten. Der König soll entschlossen scyn, kci- ne Bürgerhäuser mehr bauen zu lassen, sondern die zum Bau bestimmten Gelder zu öffentlichen Werken, Brücken, Kanälen re. zu verwenden. Landen, vsm 8 8 ebr. Die Flotte, welche Lord Howe anführen wird, ist in völlig segelfertigem Stand und kein Offizier darf sein Schiff mehr verlassen. An noch mehrern Zurüstungen wird über die gewöhnliche Zeit gearbeitet. Unsre öffentliche Blätter melden, daß der Hof nur noch einen Boten aus Petersburg erwarte, um zu entscheiden, ob noch eine stärkere Flotte nölhig sey ober nicht. Auch wird versichert, daß eine Vermählung unsrer Prinzeßinn Augusta mit einem ansehnlichen deutschen Prinzen im Werk sey. Laut Nachrichten aus Konstantinopel wolle» die Türken künftiges Frühjahr mit einer fürchterlichen Macht unter Anführung des Grvssullans selbst gegen die Russen zu Feld ziehen. Alle Barbarische Republiken machen mit den Europäern Frieden, um ihre Macht mit der Türkischen zu vereinigen. Wien, vom y 8 ebr. Der bcittische Geschästträger allhier, Stratton, hat gestern durch einen Eilbote« vom RillerKeith, dem Gesandten seines Hofs beym Friedenskongreß in Szistow die wichtige Nachricht empfangen, baß den 27ten Januar die türkischen Bevollmächtigten eingewilligt haben , im Fricdensschluß solle alles der reichendacher Konvention gemäß in denjenigen Stand zurückge, setzt werden, worin» cs vor Ausbruch des Kriegs zwischen dem türkischen und unserm Hof oder vor dem 8 ten Fcbr. 1788. war, daß demnach nicht nur alle Erobrungen, mit Ausnahme Chokzims, als welches bis zum tückisch-russischen Frieden in der Gewalt des hiesigen Hofs bleibt, znrückgegeben werden, sondern auch alle zuvor zwischen dem türkischen und unserm Hof be- standne Traktate in ihre vorige Kraft eintreten sollen, auch der hiesigeHof sich verbindlich macht, an dem fort- daurendenden Krieg des russischen Hofs nie einigen weitern Ankheil zu nehmen. Keith meldet zugleich, daß der tückische Hof ungeachtet des Verlusts der Festung Ismails fest entschlossen ist, nicht eher Frieden ju machen, bis der russische Hof alle Erobrungen zurückgiebt und die Krimm wieder räumt. Unter denen von den Hungarischcn Reichsständen äbgefaßtcn und Sr. Majestät dem Kayser zur Bestätigung vorqelegten 10 Artikel, hat der erste die Ueber- schrift: alle Privilegien und gesetzwidrige Handlungen Laysers Josephs des Zweyren werden für kraftlos erklärt. Auf alle diese io Artikel, erfolgte unterm 10. Jan. eine allerhöchste Resolution, wormn cs unter andern ,m isten Art. also heißt : St. Majestät erkenn. ten zwar, daß nur die Privilegien der gektznL Sä krönten Könige eine gesttzmässtge Kraft haben, Vermag und nach diesem Sinn hätten Allcrhöchstdieslichßischen am Krönungstag Ihre Erklärung den Släni, haben, kannt machen lassen: Allerhöchstdieselben wüiOch Bram auch zugleich, baß diese Verfügung des Getza dieser den Fall des verstorbnen Durch!. Kayscrs mid ier He Josephs des Zweylcn Ihres vielgeliebten Has an l glorreichen Andenkens, mit dem Anstand, tchlernchir dem Andenken dieses Merdurchi. Fürsten schirm schon ausgedruckl werde. Se. Majestät wünscht!,,, den m daß das Gesetz unter nachstehenden Ausdrückiichnen ge die Wünsche der Stände ganz erfüllen, adM-h schon de:DaWeil. bcrAUcrdurchl.Kayser und UngarK *) Sol könig Joseph II. durch den frühzeitigen Tod.eimnisiev wurde, baß er sein feyerlichcs Versprechen Mpegen M gesetzmäsig vorzunehmendcn Krönung nicht ^hmen i konnte, so werken die durch ihn verliehene Pirnem S nur dann ihre gesttzmäsige Kraft erhalten, nMußland durch Se. itzt glücklich regierende Majestät, herrscht l setzmäsig gekrönten König von Ungarn, desiäiinnd Afia den.« Daß aber die Facta und Ebicte des Türken z neu Königs, welche mit den Gesetzen nicht stärkung stimmen, für nichlig erklärt werben sollten, dt ne Sr. König!. Apostel. Majestät zu wenig w Alle ? und auch zur Erhaltung der Rechte des RciMnlaufen nothwendig. Sc. Maj. wünschten also, dWrn Sct Paragraph des enlworsncn Artikels ausgelassen holung 1 Den 2ten Art. im Betreff: daß eine LandlaMnn wc> tion den Plan über die politisch-militairische Lmmig z> schreibung entwerfen soll rc. haben Se. MaH Das gestimmt; den Zlen, von den AusmeffungsMS hcrrj sie nicht gültig seyn sollen rc. aber abgeändri »ige Be g-ten hingegen, von dem Verbrechen der bgdeorderr Reichskonstilulion, gänzlich wibcr'prochen u. s. sind ; in Bekanntlich hat der Kayser in der kurzen K zwingen von einem noch nicht vollen Jahr, von tausci Macht, Sorgen bestürmt, noch vor Beendigung e« aus cm spicligen Kriegs, die Kriegssteuer aufgehoben l und ga bey allen Hof und Staarsämlern die Besold»« beiden höht. Gegenwärtig soll im Anirag seyn, den: Driefc König!. Minister» an fremden Höfen eine melden Zulage zu geben. Dicker Gegenstand war js- hinqege in Behandlung. Die Minister des ersten Hst gedacht Europa waren durch ihre Würde, durch dt» habe, d zunehmenden Luxus großen Ausgaben unw begegne Kavser Franz war ihr eifrigster Fürsprech«, und da Maria Theresia und Joseph ll. wurden in,: «rßhal Kriege verwickelt und der Antrag blieb liegt», auSged pold II. wird nach seiner Güte entscheiden «»> den. den erhabnen Kauniz, von welchem der A»lw Rußlai zig und allein kommen konnte, «st ein frisch« der Fr zweig zu den übrigen Denkmälern seiner GO noch» wng hmgelegt. Oester c rrr > ,ä,H, Schreiben aus Wien, vom y 8rl'r. l kvvü, N«g erhaltene» Beucht aus dem Kaiserlich, b«, »WMn Lager, soll Graf Snw.'ron', Befehl echal, ntcn tOi i idt», dermalen keine weitere Unternehmungen ge« bleu «ItP, tzraWv zu veranstalten. lonbern k>ic Truppen solches - ha tnstr Tagen die Winterquartiere beziehen, be- > kcq KM om General aber sich nach Poriaty begeben. Sm-tzGiii a:i dmer so geschwinde» Einstclinng der ferner» c» r:Mtt»ng gegen Braitvw Ursache seyn wag, nach« ldig ii t,m schon viele Lage hindurch täglich von zoooMann :n L «i, tüi rum Sturm erfocberlichen Leitern uns Fall, m Wen geardkilel würbe uns im fertigen Stand wirk« axi U Hch schon waren, ist noch ein Gchcimmß sche Sollte wsyl nicht eine Emrätzslung dieses Ge- ^ uh»j heinuMn in einem Privatschrciden auSWien, das wir ege>>.'e Mangel an Raum in unser Blatt nicht auf- vhmen können, zu finden feyn '? denn es heißt in r'vÄp jtium Schreiben unter anberm: „ Nach einer von -'fern t Iiizläiib unv der Pforte erkannten Nothwendigkeir dem - hrrM bermalen zwischen beiden Parlheien in Europa lugl« unk Wa wirklich Waffenruhe; welchen Stillstand die vttÄ Türkenzu Ausbesserung «hrer großen Zivile und Verübe Mung ihrer Landarmer anweuden rc. «S >r Wien, vom 12 8ebr. anstö- Alle Nachrichken, welche von der Rußischen Armee Hs u> einlause», schildern ihren bey Ismail und sonst erlitt- afi ka „in Schaden so beträchtlich, daß sie viel Zeit zur Er« i M Hölting nöihig habe und daher lange nicht im Stand lSdch- M werde, gegen die Türken eine wichtige Unternrh, Zeei^ mog zu wagen. stai t. PaS Gerücht nahm seit einigen Tagen immer zu: .'len,:. ,s husche bey unser» Truppen in der Wallache» ei- :r!z d in;r Bewegung, man suche die Regimenter zurück zu tll>?p. teordtrn, die doch bis nach Siebenbürgen hin verlegt l ü iM-, man suche die Pforte durchaus zum Frieden zu kegm> gingen. nm se mehr, da man bemerkt, daß eine »M Macht, die ,hr Ans zum Schaz und Leiter gedient hat, «es kr «i."' einmal allen ihren Einfluß bey che verlohcen habe und ganz aiegenscheinlich ein Mißvergnügen zwischen »Mi' buden Machten herrsche. Die lang zurückgebliebnen Karl!- Briefe aus der Wallache», von Buckarest und Kraiova jahrl^ melden von der Bewegung bey unfern Truppen nichts, schon n h,'.izeqen scheinen sie gleichfalls zu bestäügen, baß vor- vfS vr Pdachlc Macht allen Kredit beym Divan verlohrcn i mm ha)e, daß man ihrem Gesanoten mit GleichgüilSgkeit rworsu dia.-zne und aus nichts bedacht fc», als emcn omigen ; alle urd baldigen Frieden mit Oesterreich abzuschließen, schn» «iLhald die Kongreßdepnlirken zu Suüow mit den i. b. auizedehntesten Instruklioncn neuerdings versehen wor« und >. den. Birlleichl schmeichelt sich der D'-van, daß auch wag m Rußland sich alsdann nachgiebiger erzeigen werde und Eck' der Friede zwischen der Pzorte und Rußland, woran zHajlil. nvch.imma »n geheim seyc thatig negoeurt wird, durch Oesterreichs Bccmittluug, ohne Henzulhuung l-^en» einer andern fremden Macht, könne zu Stand kommen. Schreiben aus Wien, vom ir 8ebr. Der Grosbrilkanlfche Eilbote, Herr Slrarton, ist letzte« Mitwoch vonSzistow hier angelangr, halDepeschenvom Freiherrn von Herbert mitgebracht unv ftjte gleich darauf feinen Weg nach Londen weiter fort. Was derselbe als Eilbote und Augenzeige, dann vom Hören« sagen wußte, besteht darinn, daß der Baron Herbert wirklich seil der vierten Sitzung keiner fernen, mehr beigewohnt hat und auf die erhaltne Nachricht- daß Fürst Poremkm nach Petersburg abzugehen gedenke und hiedurch die Fricdensunierhandlungen um vieles erschwert würden, der Grosvezier « ob es der alte oder schon der neue sty, wird nicht gemeldet) eine» Eilboten an ihn abgefendet habe, Mil dem > Ansinnen da zu bleiben, indem er ihm sogleich einen ansehnlichen Pascha nach Bender oder nach Iassi schicke» wolle, um ihn zu überzeugen, daß die Pforte im Ernst wünsche, den Frieden mit Rußland herzustillen. Uederhaupl habe man schon seit einiger Zeit den türkischen Kommissars in Szistow angemerkt, daß sie an- fiengen, an der pünktlichen Erfüllung der Konvenlion von Reichenbach nnS an der Ausführung der von den vermtttlenben Mächten der Pforte gemachten glänzenden Versprechungen stark zu zweifeln; um so mehr, da sie handgreiflich gesehen hätten, daß Rußland theils mittel - theils unmittelbar den dermaligen Unterhandlungen mit Oesterreich fast bey jedem Schritt solche Hindernisse in den Weg lege, daß es ihnen klar vor Augen liege, es gehöre mehr als die Konvention von Reichendach dazu, um das Friedcnswerk zu Stand zu dringen. Herr Siratton bringt demnach nichts weniger als angenehme Nachrichten nach Londen und bald werden wir vernehmen, daß solche zu St. IameS eine außerordentliche RathsversaMmlung verursacht haben. Bey Viesen Umständen, die sich auf Thatsa- chen gründen, is. leicht einzusehcn, was von den um, gehenden Gerüchten, daß der Friede zwischen Oesterreich und der Pforte schon geschlossen sty, zu halten fty; man führt sie nur deßwegen an, um ihrer Unstatthafligkeit sich aus obigem überzeugen zu können. Madrit, vom r2 8ebr. Verfloßnen Donnerstag hatten wir einen Sturm, der 24 Stunden dauerte, dergleichen man hier noch nicht erlebt hat. Die Ziegel flogen wie Pflaumfedern herum, fast alle Häuser wurden abgedeckt, die Kamine um- geworffen und eine Menge Menschen beschädigt. Von den Fenstern, die gegen Nordwest stehen, wo der Sluun herkam, blieb beynah kern cinziaes ganz und selbst der König!. Pallast ist rin Schauplatz der Zerstörung und in der Schloßkapelle konnte au diesem Tag keme Messe gelesen werben. c rrr ) Berlin, vom rs 5ebr. Der Minister von Heinitz hat auf Befehl des Kö. «igs alle innländische Künstler aufgefordert, Modelle «nd Zeichnungen zu einer Statue des verstorbnen Königs zu Pferd, die in Bronze gegossen werben soll, vorzulcgen. Der gross Friedrich soll ohne alleAlribüten in einer einfachen römischen Friedcnskleidung, mit einem Lorbeer auf dem Haupt, die rechte Hand ausge, sireckt, fein Volk segnend und schützend, auf einem ruhig fortschreitenden Pferd sitzend, dargekeltt werden. Diese Statue soll vor dem Eingang zu den Linden, zwischen Prinz Heinrichs Palais und dem Opern- hauß aufzerichtet werden. Paris, vom 12 8 ebr. Der englische Garten des Prinzen von Conde zu Chantilly, ist den xsten gänzlich verwüstet worden. Der Herzog von Richelieu ist verwich, ncn Sonnabend an den Folgen einer sehr langwührigen Krankheit gestorben ; er hinterläßt nur einen einigen Sohn, der sich gegenwärtig bcy derRnßi. scheu Armee befindet und dem Sturm dey Ismail mit beogcwohnt hat. Daß wir auch endlich wieder an den politischen Angelegenheiten Luropcns Antheil nehmen und uns mit Grosbrittanien, Preußen , Dän- nemark und Holland vereinigen werden, um den Fortschritten der siegreichen Waffen Rußlands ein Ziel zu stecken und den guten Sultan Selm, III. von seinem gänzlichen Untergang zu retten, gehört noch zur Zeit unter die politischen Träume. Paris, vom iz 8ebr. Die Nationalversammlung rücke mit festem Schritt ihrem Ziel, der Vollendung der Verfassung, immer näher. In ihrer Sitzung den Mn behandelte sie einen großen Gegenstand, nemlich die Einrichtung jenes Tribunals, das alle diejenige züchtigen und mit Schrecken erfüllen soll, welche die Nation in einem ihrer Rechte uns Interessen, in ihrer Freyheir und obersten Gewalt , angrcifen oder verletzen würden,-mir der Einrichtung des National - Obergcrichrs. Die Hauptpunkte des darüber ergangnen Dekrets sind, daß dieses Tribunal nur über solche Laster nnd Verbrechen erkennen soll,wovon das gesetzgebcudeKorps sich alsKie». ger da-stellcn wird; das National - Obcrgcr cht w rd erst dann zusammcntrctcn, wofern das gesetzgebende Korps ein Anklagdckcct erlass,,, haben wird; und sum das Tribunal vor den Einflüssen der oft gefährlichen öffentlichen Meinung sicher zu stellen) soll der Sitz desselben wenigstens 15 Meilen von dem Ort, wo die Gesetzgebung ihre Sitzungen Hallen wird, entfernt ssyn und d§s gesitziedcnde Korps wird die Statt bcstim, men, wo das National - Odergericht sich versammlcn soll; das Anklagdekret des gesetzgebenden Korps soll keiner König!. Sanktion bedürfen re. re. An de» fclsigtcn Seeküsten der Niedern Hrp, ^ wohnt ein wildes Volk, welches bey Schiffbck^ 0 nicht damit begnügt, was die Sec den 8*' ** Maaren und Trümmern zuführt, sondern ^ list noch die unglücklichen verirrten Schiß!, lockt und beraubt. Es ist gegenwärtig die Fu sem Greuel der Menschheit auf ein oder l>ii Weise Einhalt zu thun. Ob schon der Mir sammlung angegeben worden, daß bercili Vierlheile der Geistlichkeit sich den bürgerliche tzen unterworfen habe, so ist es doch gewiß, 1 vielen Städten und Bezirken nur sehr wenige ^ Die R> dem vorgeschriebnen Eid bcquemt habe». L»„ppen r ursacht mancherlei) Unordnungen. ,lügen, l Regensburg, vom ig 8ebr. y Galat Den Zi. Merz lassen des Kayssrs Majestät», Sun» Dero Kommissarmm den Herrn Fürsten vo» taxinen , und Taxis, dieHuIdigungvon derStastRegenstzk,it , l nehmen. Der Bischofs hält bcy dieser Gchücn soll sein erstes feyerliches Hochamt. > vorzurü Aachen, vom i6 8ebr. allen sich Durch ein »eu ergangncs reichskamniergerichlWig-mde theil ist die einstweilige Aussetzung der Komch» Braü< sitzungen in der hiesigen bürgerlichen StreitMinacbie „ehmigt und zugleich verordnet worden, daß ü>,„; den Sicherstellung der Ruhe bisher noch zurück^» voll r Dctaschemenr pfälzischer Truppen von hier wstiturr, sei! ziehen soll. steistbiele Aachen, vom ry 8cbr. mildern, Nach eben eingehenden Berich len aus Mrislcuic i laust daselbst das Gericht, daß cs »wischen dcnKtzrhanden Husaren und den Französt chen Dragonern Urkauscn. Flandrischen Grenze zu Fundssligkeilcn gckomm Es soll nemlich ein Transport von 52 Wägen Die G einer Bedeckung von etwa 6o Man« Käufer/. >äll sich s ren, de» Französischen Boden betreten haben, fflukh der dieser Gelegenheit ssy ein Korps Französischer Ihre Aus ner hcrbcygcsprmgt und so mit dem Kayssrl. and Waa schement handgemeng geworden, wovon ein Warten S dileden und die übrigen mir den Z2 Wägen Mnd über vet gebracht worden ssyn sollen. Wir empörten, hierüber Bestätigung. aang soe vermischte Nachrcklen. ,^härl w Der marokkanische Gesandte, der den klEords au Belagrung von Cents unterbrochncn Frieteü verkeil, f Spanien wied«r Herstellen soll ist den 2Z. Jan. jitgehe». drit eingetroffen und in dem Pallast von Mi« Hahr 17k g stiegen. »>< als: Ein König!, preusstscher Oberbaudin kkor h>il gegen uni Kriegsbrücke erfunden, die ganz vortrefflich ss>i"eii hohen Eie >st leicht fortzubcingen, kam, sshr schnstl «Regengüss schlagen werden und gewährt sehr gross VouW.