Rro. 48 > Karlsruher Montags > 7 Mit Hochfürstlich. MS Pag. - 84 . Zeitung. d r n ^2. April 9 9. MEä-ich, »»«schm, goädigftm Prl-Mgi», Wien, vvm ?o April. Nach allen eingehenden Berichten wird brr Erzherzog Carl von seiner Armee wir ein Väter geliebt nnd gefürchtet. Millionen Gr, bete Aeigm zu dem Himmrl empor, daß GOtt sein kostbares Leben in seinen besonder» Schutz nehmen welle. — Srmltner. Nachrichten sagen: Es sey in Buchtest (in der Wallachen) ein Ko-ps von Zb ooo Russen angekommen , das durch Bosvirn gerades Wegs nach Dalmatien warschirk und von da über das adrta, tische Meer nach Italien übttgrichfft werde. Roverebo vom n. April Berichte aus Verona vom y. di'ß Meisen, daß seit dem glorreichen Sieg nvm 5. di,ß Vichts wichtiges mehr vvrgrfaürn sey, daß aber die glücklichen Folgen dirsrs Siegt immer sichtbarer werden. Ja Verona kommen täglich noch fravz. Gefangene und eroberte Munitionswäge» an, Am 8. dieß gimgeo 40 Pontons von Verona zu einer unbekannten Bestimmung ab. Mau glavbt,sie seyen zu cner Schiffbrücke über den Po bestimmt. Am vämiichen Tag kam auch Gen. MeiaS in Verona an, Gen. St. Julien hat sein Haupte, ,artier zu Vaiegglo zwischen Mantua und Prschiera. Gen. Kray hat den ch pfero Tyrolr Schützen durch eia sehr schmeich l af- les Schreibrn sein Wehlgesellrn über ihr numiges Benehmen bezcugr. In hiesiger Stadt sind ebenfalls Ick-ou sranz. Gefangene'avgekommcn. Eben so glücklich, wie das Zentrum der kaiftrl. Armee in Italien, waren auch früher ihre beydro Flügel. Von rem linken Flügel gehen folgende Be» richte eiu: Lagoscuro im Ferrarischen zense'tS des tpo vom 2 April. Die hier befiMichen Franzosen haben aus Furcht vor einem Ueberfall der Kaiserlichen, bis am gegenseitige» Po.Ufrr stehe», mehrere mit Hea vvd Stroh beladene Schifft verbrannt und 2 Kanonierbar. ken versenkt. Unsere ganze Gegend muß die Waffen ergreifen. Occhiobello (Stadt am Po) v. 2 April. Dir OeAe« reicher setzen in unserer Gegend ihre Streifereyr» fort. Von hier aus find sie nach Stellata marschirt, über den Po gegangen und zu Figarolo eingezogro, wo die Muuipalität von dem Volk sogleich abgesetzt und der Frcyheitsbaum umgehauen wurde« Rovigo vom 7 April. Sestern hörte mau hier eine heftige Kanonade und erfuhr bald darauf, daß die Olsterretchrr unter dem Kommando des Generals Klenau eisen Angriff auf die Brücke vou Lagos:»» gemacht haben. Ein Bataillon Kroaten «öffnete den Kampf. Nachdem dir Franzosen geschlagen waren, so rückten die Kaiserlichen weiter vor. Der ObriK Dcrscovich besetzte Mesota, welcher Ort nur noch z Stunden von Ferrara liegt, und eroberte dcsttbS be> trächrliche, von den Franzosen zurückgelasseve Maga. z ne. V ele Fässer Ocl, viele tausend Salzfässer und eine Menge andere Munition sielen in dir Gewalt der Kaiserlichen. Der nämliche Obriste eroberte auch bey Gero auf dem Po 24 Schiffe mit Lebensmitteln und Munition, de ondrrs auch mit Ott, Tabak und Salz, welches alles nach Adria bestimmt war. ES wrrbeo Komm-ssaricn und Schiffe von Venedig er. wartet, um diese große Brut« aufzuzetchnerr und dir Magazine von Mesvla forkzubringem Ueber dir Operationen des rechten Flügels brr 7 »), serl. Armee in Italien haben wir folgenden rWtürn Bericht aus Tyrol «halten: Innsbruck vom rz April» Rach einer HeiM -35 ) von dem hikklands kommandirrvden Herrn F. M. L. Graft» Bev.-garsr ciä. n dieß eiogeiangken Nachricht rückten den 8 dir in Iudicarteu und Sulzberg post rt gewrstkeo Kolonnen der k. k. Truppen, erster« unter Kommando des Herrn Obersten vsn Strauch durch Tonale über Poure di Leguv bis Viove, die zweite uo. lrr Kommando de- Herrn Generalmajors Baron von Vukaftvich über den C'ffaro gegen Roccad'Anfo, Ba zoliao und den Jdersrr vor. Eine Abteilung leichter Tn-pven der ersten Kolonne unter Anführung de« Herrn M jors von Sirzeuftld vertrieb den Fund nach einer harlnakigen Gegenwehr aus Ponte dt Leguv uuö über ViLa bis hinter Dione, ws der Feind sich namhaft verftärkie und versHiedene Angriffe versuchte, aber jedesmal mir beträchtlichem Verlust zurüek geschlagen wurde. Da die dortigen Bergstugr wegen dcs großen Schnees der K. K. Mannschaft sehr beschwerlich waren und der vorgehabte Endzweck beretls erreicht war, wurde solche nach Tonale in ihre vorige Positiv« zurückzefühik. Der Herr General von Vukasovich führt« die Kolonnen der Prinzen Karl und V ckor von Royau an, welche den Feind au« Caffaro und Bagolino zurück geschlagen und bis in seine vrc. schanzte Stellung bey St. Antonio verfolgt und auch aus dieser nach Erstürmung der Schanze, mit dem Bajonett vertrieben haben. Der Feind floh hierauf in Unordnung gegen Rocca d'Anio, wurde aber von der Avantgarde auf der Flucht sehr schnell verfolgt und da zugleich von An» gegen Jvro eine Adlheiluvg K. K. Truppen Verzerrungen war ,md den Feind im Rücken bedroh e- so gerirth er in solche Unorvnunz, baß er, ohne in der vorchrrlhaflesten Brrgsestuog Mocca d'Aufo sich zu behaupten, in größter Eile seine» Rückzug über Vekcne nach Brescia »chm, nacydem der sh, in den Grfechlc» und während der Flucht einen beträchtlichen Verlust an Todlcn und Blcßirken erlitten Hst. D:e K. K. Trupp;« haben sogleich solch« Nergfestung'in Besitz genommen ->rd mit de» Vorposten die OnsHaftcn Vestonr, Trcvjsv, Enno, Ibrs dt Sotto, Fufluc und Laowae besetzt. Zu gleicher Zelt rückte auch der Herr Ob-rste Brvkononch auf der Erraffe von Limo» (am Gardaft.) vor, schlug die feind, llchen Vorposten dry Tonale Perlton und Gardvlo «nd verfolgte sie bis Piovcre, wo der Feil d die dvr, ligen vorthrllhaften L-.Köhrn äußerst hartnäckig vrr. iheldn.ke, dmnoch mit einem bcrrächtlichci« Verlust an Todren und V'.eßirren zmückgesck-lageu wurde. Der Feind zog sich rhciis über das Grdnrg, theils über Gargnano zurück- welcher lctztcr? Thri! von der K. K. Flottille geskng-n aenvAmen wurde. Bey der Kolonne des Herrn Eeneral von Vnkassovich wurde dem Feind eine Fahne M mehreren Gefangenen adgenom- wen, bey jener des Herrn Obersten Brodanovich ein« 3 pfundige Kanone crobt« und elue deträchtllche As. zahl Gefaagincr eingebracht. Unser Verlast an Tod. ten und Bleßircen ist gauz unbtträchtt ch. Freyburg im Breisgau vom 12 April. Die Franzosen haben schall nufer Land geräumt nod Himersich dte Brücke bey Brey ach zum Theil abgetragen. Allein den 6. dieß stellten sie dieselbe wieder her, führten «i. tilge Kanonen herüber und nach und nach fück:en auch wieder «ü ige Bataillons »ach, so daß itzt noch bcy 2 OOo W rm Frar zcftu is der Gegend von Br.ysach stehen, sich vrr.chüvjk» und die brnochdarten Dörfer brandschatzen. In hiesiger Stadt siuo wir indessen ruhig, denn die Franzosen werde», wie es scheint, nicht so geschwind bis zu uns vordringes, weil dir Kayscrl. Armee unter General Sztacray in der Nähe steht. Di.sir Tagen hak man hier 2 fravzösichr Spione «tu. gefangen und ins Hauptquartier abgMickt. Zwischen ÖffenvlUD un- Kehl Keheu noch etwa io.occ> Man» Franzosen, die den Postenlauf aus den unter» Rhein« gegraben ganz und gar hemmen. Auch lassen fie keinen Reisenden durch. Di« von hier adgesührteo s Geisel» stad «sch Neubreysach gebracht worden, wo sie sich noch befinden, der französisch« Ktlegekommissair Cachevx treibt von dorr emS ».y unsren Lavdsiävdea auf die Bezahlung dcr rückständigen Koniributivurn und Requisilionev. Dea /len dieß gtevg von hierein« landstänbische Deputation ins Hauptquartier des Erz, Herzogs Carl ab, wo sie sehr gnädig ausgenommen und Schutz uud Brystand ihr verchroche» wurde, worauf sie am y. wieder hictzer zurückkchrke. Dir K. K. Hcmprarmer hat sich gegen dir Schwei; hingrzoge«, wo es itzt schr unruhig aussi-ht. In manche« Gexendca der Schweiz herrscht ei« förmlicher Bürgerkrieg, indem viele Grmeinden, die sich weigern, ms Feld zu ziehe», von andern Gemeizdra mit ten Waffen in der Hand dazu gezwungen werde». Vom Bodenfte, vom iz April. Auf dem deutschen LrtcMhealer ist der Ka-.onrndonurr verstummt und es herrscht >tzl eine SMe, wir vor dem Ausbruch eines schweren UugrDtttns. Mar. schum sich zu dem neue« Feldzug nach der Schweiz zu rüste». Di« Aspekten für dnr Einzug der Kaiserlichen nach der Schweiz scheinen sehr günstig, denn nach Berichte» aus Helvetier» hat sich der ganze Kanton Bern gewrtgett, die W ffm g gen die KarMdchen zu ergreifen, die Stadt Brra N daher mit mrtzrern an. brrn Städten in Brlagrnrugsstrmd erklärt worden. Das neu rivgrsührte Schreckenssiüem uvd die virkn Arretiruuge» sind ebenfalls Umstände, welche den Kay. ftrlichr» den Weg ins Herz der Schwei, bahne». Auf dem Zürcher Berg werden »war die PirschanjungeG ( SZ6 ) ' «och fortgesetzt, allein sie sehe» sehr langsam und schläfrig von statten. Stockach vom 14 April. Gestern lieferten die Kaiserlichen von Mittag an den Franzosen bey Schaf- t hausin eia Treffen, und nahmen, hierauf Abends diese Skrdt mit stürmender Hand rin. Die schöne Rhein« -rücke ist von den Franzosen angezündet, und zerstöhrl worden. — Gestern haben die Kaiserlichen auch bey Pktershsu en (dry Constanz) einen Angriff gkthau, dessen Aasgang man noch nicht weiß, l Hshemrvil vom 14 April. Hier sah mau die ab. ! giwich.ne Nacht über, wir der Brand brr Brücke in Echafyaaseu und de« an dieselbe anstossesdiN Dorfs Feuerkhalen fortdaurrte. Heute passirten mehrere Wagen mit Verwundeten und 34 gefangene Franzosen von Schaf-ausen darch unsre Gegend nach Singen.- Schon seit einigen Tagen hört man immer an dem Bodens« kanonireo. Diß Mg beste früh um 5 Uhr schon wieder an: und da das Wetter sich aufheittr, sah man da« Kavoneuftuer von Konstanz und Pekershausen, diß hörte heute Mittags «np 12 Uhr auf. Sreiburg vom 15 April. So eben wird hieran« gesagt, daß die Stavr Schafhau,en von den kaiserl« Truppen in Best; genommen worden scy, und daß Gen. Hoyr die Franzoftu au der Schweizer Grenze geschla- > gen, und iz Kawuen eroberr habe, das Auksühritche ! hierüder ftp noch nicht bekannt. — Die ersten Nachrichten von dem Betrage« der Franzose« bey Altbrci. sach und in der umliegenden Gegros waren freilich, übettcirbrn, indessen Hai doch eine magistratische Commission, milche eigeudt abgesaadt war, um die leidenden Ortfchasrrn,mach^äsi ch'sowohl als dArichssche, mit Le. ^ benemittelo zu nnrerstüzin, das dortige Elend mit ! traurigen Farben geschildert. Die rochen Hyiaren von d'4ia«poll/s Diviston sind es vornehmlich, die mau in der ganzen Gegend wegen ihrer Crcessr fürchtet.- Die Truppen im Breis««!» verM hrrn sich täglich, dir fran ösi chen Vorposten stehen zu Eiaelringeo jm Ober, amt Rotteln. N. S. Ditieu Augenblick geh! die Nach, rieu een, baß die Franzosen in der Gegend von Breisach io 14 Schffin neuerdings über den Rhein gegangen stad. Ihre Anzahl und Absicht ist noch unbc. kaum. L ndau vrm 16 April. Deo izlen Ließ griffen die Kayserlichen d.e tn der Abt y Perershausen vcr- ! schanzten Franzose-, an und trieben sie über den Rhein zurück, wovey einige Hundert, dir nicht mehr über den Fluß kommen konnten, gefangen geuomDeu wurden. Hinauf forderte Generai Piatschrck die Besatzung von Constanz, die avS Sckweitz rn und Franzosen besteht auf, sich zu ergeben. Als «ine abschlägig« Antwort erfolgte, so fieogeo die Kays.riichr an, die Stadt zu de« schiessen, wobey die Domdechavey ziemlich M. De« i4teu wurde die Besatzung zum zweyrenmal aufgefsr. dert, der Kommandant vrgchttr aber ü Stunde« Be« kenkzeit, weil er erst die Erlanbmß hiezu vom General Oudtnok erhalten müßte. Geste:« wird also Constanz entweder aufs neue beschossen worden ftyn, oder sich ergeben haben. Dir Kayserlichen haben den iz rn ge« geu bo Schweitzerschifft, b:e bey Constanz lagen, durch Kauovrvkugela zertrümmert. Oberst William» li gt mit seiner Flotliüe bey Staad, zwischen Mscsdurg und Constanz Darmftadt, vom 16 April. Zu Folg; der mit dem franz. Gouvernement gttrossaen Uebercinku ft, wodurch den hiesigen Fürst!. Lenden auf den Fast eine freund« schastliche Behandlung zugesichert worden, wenn die im Feld grstandne Truppen ta ihr Vaterland zurück« kehrten, sind dieselbe unter dem Kommando des General» majsr; von Lmdnu gestern dahier eingerückt. Dir zurück« gekommnen Trappen waren in engl. Sold und sollte» zuerst an der Küste von Nubersachea nach England klngeschtffl werden. Da oiß bamalea nicht angievg, so marschirten sie nach Triest. Auch da erfolgte die Einschiffung nicht. Sie lagen eine Zeit lang im Orstrrretchischen, kamen von da zur Retchsrruee am Lech, trennten sich aber von derselben vor elntgen Wo. eprn unv kehrten tn ihre Hrimath zurück. Sruttgard, vom 17 April. Bis fttzo iß von östcrich. Seite noch nichts über einen Angriff bekannt geworden, der am rc> am Bodrnsee stakt gehabt zu haben schien; eben io wenig sprechen auch die Zürcher Blätter diS z8m iz. von einem solchen Vorfälle, und man kan» es daher als entschieden arwehmeu, baß au jenem Tag« nichts wichtiges sich ereignet habe. Rastalt, vom 20 April. Eine Patrouille vo» S-ettrr Husaren kam gestern an hiesiger Stadt vorbei uno streifte längst dem Rhein hlu, wo sie bey Plitters, korf «ne Fahre losschntura und die SHiffieutr (frau- zösische Bruern) zu Gefangenen machten. Diese wur« den aber, wir man hör., sogleich wieder frey gegeben. I zwischen erschien Loch gestern Abend um n Uhr kufts Vorfall; wegen folgende französische Note: Die U-tterzeichaeiea desollAächligie Minister der fta-zrsischrn Repubiick z»r Unterhandlung mit dem deutschen Reich, benaKrichttzcn die Rttchsdrputatlo» von dem Vo full, weicher sich heute an dem rechtes Rö'nuf r, Se-'z gegen über, ereignet Hut, der einzigen UeberfuZrt, die ihnen für ihre Correspsndenz noch übrig bleibe. Dieser Vorfall ist durch dir Depesche bestätigt, welche der Commandant von Sil; an eben diesem Tag au sie übermachr hat und wovon si: der gegen, wattigen Note cmr beglaubigte Abschrift deylegen. Dir Unrerzrichaktko zweifein krtneswegrs, die RrichS« c »37 ) drpMktsa werde lebhaft diese Verletzung des Völker« rechte und des öffentliche» Zutrauens empfinden, welche lbetuahe unter den Augen deS Friedens«Congressrs vorgteng und die wieder gut gemacht werden muß. Rastatt den zoten Germinal, im 7. I. der fcanzösi. Republick. Bonnter. Jean Debry. Roberjot. Selz vom zo. Germinal im 8. 3 « der einen unv untheilbaren Republick. Lolser, Rsmmandant von Selz, an die bevoll« »nächtigte Minister der Republick bey dem Longreß zu Raftalt. Bürger Minister! Ich habt die Ehre, Ihnen auzuzeige», baß diesen Morgen um io Uhr «ine österreichische Patrouille an den Ort kam, wo ich die Rheinüderfahrk veranstaltet habe, daß sie das Seil abschnilt, woran eines unsrer platten Fahrzeuge befestigt war und selbiges den Rhein abwärts schwimmen ließ und daß str endlich zehn Bauern gefangen nahmen, die Pontonterstienste verrichteten, der etlfte fand Gelegenheit, zu entwischen. Dem Original gleichlautend. Lonnier. Jean Debry. Roberjot. Gestern kam der gewöhnliche franz. Kourier mit einer Bedeckung von z Infanteristen hier an; die franz. Minister äußerten aber ihre Unzufriedenheit, daß diese Bedeckung in die Stadt gekommen war. Diesen Morgen kamen auch Kaiser!. Husaren in die Stadt und erkundigten sich nach jener Bedeckung. Die Kanonade, welche mau gestern hier hörte, soll aus dem Oppevauer Thal gekommen seyo, wo die Kaiserlichen sich sehr verstärken. Gestern früh um z Uhr überfielen die Oesterreich», den Flecken Sichern, nachdem fie vorher bas franz. Piket aufgehoben hatten und machten zo Franzosen Nieder, die übrigen entflohen, meist in blossen Hemden. Italien. Venedig vom y April. Dir hiesigen Zeitungen dnthalteo folgendes MsvistA dck Kaiser- an btt von -en Franzosen besetzte Lombardei?: An euch, Völker der Lombardey, wendet sich, nicht euer Souvrraiu, sondern euer aufrichtiger Freund, euer -ähnlicher Vater, der mit eurem susgestaodrnen Elend, wil dem erlittenen Raub und Mißhandlung Mitleidra hat, um euch mit offenen Armen wieder in leinen Schoos aufzunehmen. Er zeigt euch in der ein» Hand den mächtigen Donner feines Geschütz?-, und bietet «euch mit der andern den Ortzweig, mit dem einen will er euch gegen eure Unter'rück-, r schützen, mit -dem andern den Frieden, dir Gerechtigkeit, die heilige Religion Mücke führe». Nehmt, gelickte Kinder, diesen ruern Freund in euren verwüsteten Gefilde» «it Liebe auf, bald wird sich in denselben neu. es Leben verbreiten. Vereinigt euch muthig mit ihm, er öffnet euch deuWeg zum Glück, mit ihm hat sich eine fremde Macht, die nicht geringer als seine eigene ist, verbunden, damit endlich einmal die heilige Religio» über dir entlarvte Bosheit triumphire »e. Die hiesige öffentlichen Blätter liefern ferner folgende Nachrichten. Der Grn. Graf Klenau hat bey Ostlglia eive Schiff, brücke über den Po geschlagen, und ist mit einem Tru- prvkorps über diesen Fluß passirt. — Die östreichischen Truppen haben den 7 und 8 ließ die Anhöhen, welche die Festung Peschiera umgeben, besetzt und errichte» auf der Anhöhe von Cavalcaselle Bakterien, um diese» Platz zu bombarbtreo. — Verflossenen Samstag, den 6 dteß ist der Großhrrzoz von Toskana mit seiner Familie hier angekommen. Er stieg auf dem Markus« platz, in dem Palast der Filarmouici ab, und setzt« am fvlgmben Morgen seine Reise über Mestre nach Wien fori. Venedig vom 10 April. ES ist Vorsehung genommen worden daß den russischen Colonuen, die itzt durchs Venezianische vorrücken, kein Haufe vom französischen Krirgsgesavsenen begegnen möge.-Das Korps des General- Klenau, welches den Po paf. firt hat, durchstreift bas Gebiet von Ferrara auf allen Seiten , es macht grosse Beute, und viele Gefangene. Auch wird es durch viele piemovtesische und cisalpinlschr Deserteurs verstärkt. In Ferrara selbst ist eine ziemlich starke französische Besatzung, und dos Gerücht, baß diese Festung bereits in östreichischen Händen siy, verdient dis itzt noch Kinen Glaube«. — Schiffe, die aus Corfu und Cephalonia hier c - r» kommen, drmgen wiederholt die Nachricht m t, daß dt« russische Flone sich von da nach Sicilien gewendet habe, und roß nur noch eine grosse Trousporiflotte, mit 15000 Russen, dir aus dem schwarzen Meer unter Wegs ist, erwartet werde, um die Franzosen in Neapel anzogrcifcn. Zu dieser Unternehmung werden auch 7020 Engländer Mitwirken, welche in Sicilien angekom« men find. Im Römischen, und in dem von dev Framoseu befttzten Thriides Königreichs Neapel herrscht nichts als Aufruhr unv Verwirrung. Wenn es dev östreichi chen Armee in Verbindung m l kro ,avkom- werden Russen gelingt, im Obern Itclir» weitere Pro, pressen zu machen, so bürslrn die !m mtüern Italien stehenden Franzosen zwischen 2. Feuer kommen. Grosbrittanien. London, vom -9 Merz. Der Zustand Jrrlanb?, sagt eia Schreiben auS Dublin , wlrv mit i dem Tag trauriger, dieses Land scheint wehr von einer arabi. sehen Räuberbande, als von einer civchfltten europäischen Vblkerfthasi bewohnt zu seyn. D» Raub ist an der r 238 ) Lagsorduuug u»d dem Raub geht gewöhnlich der Tod vorher. Aach fängt mau an, nach orientalischer Sit. te, Caravaneoweis ru reiseu. Heute noch gienges tuMch mit der Dilizeoce von Cork 20 andre Wagen ad, ohne dir Personen zu Pferd zu rechnen, und alle Reisende waren bewaffnet , wie wenn sie in« Feld rücken sollten. — Der Lord - Lieutnant wird nächstens alle Korps der Aromen mustern. In der biesfaksigrn Bekanntmachung kommt folgende Stelle vor: Der Lorblteutaant ist überzeugt, daß die Wahrscheinlichkeit, bald zu einer Aktion zu kommen, rin Beweggrund für die Atomen seyn wird , so vollständig bewaffnet und in so guter Ordnung, al« möglich, zu erscheinen. — Zwey Icrländer, die überführt waren, länger von Hau« gediiebcn zu ftyn, als, eS das Marttalgesetz erlaubte, haben d. 23. zu Limerick, der eine 200 und der au« * berr 50 Peitschenhiebe bekommen, und dir« war nur rin Theil der Strafe, die ihnen der Spruch de« Martialgerichts , dem flr übergeben worben waren, auferlegt hakte. Schweiz. Basel, vom 12 April. Seitdem ein kaiserl. Pa« trouille nach Riechen gekommen ist, hat sich»kein Kat- serlichrr mehr in der Gegend blicken lassen. Mau ist bis nach Schopfyeim, 5 Stunden von hier im Bad!« scheu gegangen, ohne einen einzigen Koffert. anzairrf, ftn. Bry Schashausen steht ein franz. Truppcnkorps »och immer auf dem rechten Rhetuuftr. Da« Flick, thal ist hinlänglich besetzt. Kleiudasel wirb befestigt. Seil vorgestern arbeiten täglich 2000 Mann lhci's eWweizer, thrils Franzosen, an den Fo Ufikationen. Heute soll noch für eine Garnison von 9020 Manu, die hier aus Frankreich erwartet wird, Q-arij-r ge. macht werben. — Die Mannschaft für die iZ ovo M. Hstfsturpptn kommt nach «od nach zusammen. Von ico Bürgern jeder Gemeinde marschiren 4 io die Depots, um dieses Truppevkorps zu bitten. — D r Filcken Altdvrf, Hauptort de« rhemal grn Kanton« Uri «ob Gkburtivtt von Wilhelm Tell, ist bis aufhHäu» ser abgebrannt. Tür ky Lonstantinopel, vom 16 Merz. Folgendes ist die Proklamation, welche da« Ministerium der Pforte an dir Generals, Officiers und Soldaten der franz. Armee ln Ezrrmn erlassn hat: ,) Alle« Völkerrechts unetngedenk, hat man euch io Jcrihum verleim und euch wi)er alle Kcicgsgesetze nach Egypten gesandt, nach einem L rnv, welches der Herrschaft der hohen Psorir unterworfen ist, indem mau erch den irrigen G auben brydrachte, a!S wenn die Pforte selbst zu der Invasion ihres eignen Gebiets ihre Be-siimmung gegeben habe. Könnt ihr zweifeln, daß, indem man euch nach dieser entfernten Gegend schickte, man einen andern Endzweck ha"e «!« euch aus Frankreich zu verbannen, roch m »inen Abarund von Gefahren zu stürzen, und euch alle dem Tod au«, zosetzro! Nein! zweifelt nimt daran. — Egypten aber muß von einem so uogerrmten Uebrrfall difreyt wer. den; zahllose Armeen mar,chnen tu duffem Augenblick und große Furten bedecken schon bas Meer. D»jeni. gen unter euch, sie mögen ftyn, wes Grades fir wollen, dir sich der Gefahr zu entziehen wünschen, weiche sie bedroht, müssen unverzüglich ihre Gesinnungen dea Kommandanten der Land. und Seetruppen der alliir- len Mächte zu erkennen geben. Sir können sich ver. sichert halten, baß mau ßr nach denjenigen Oertrrn führen wird, wohin sie zu gehen wünsche». Auch wird man ihnen Pässe erkhetlen, um auf ihrer Reise von den allitrten Eskadern oder den Kapern nicht be. unrrch'gt zu werben. Mögen sie also bey Zeiten eilen, sich diese wohlwollende Gesinnungen der Pforte zu Nutz zu machen, und mögen sie sie als ein« günstige Gelegenheit betrachten , um sich ans dem schrecklichen Ab. grond zu ziehen, in den sie gestürzt worben.« »Gegeben zu Constanttnvpel, d. n. des Monat« Ramazau, im Jahr der Hrdschra 1213 (den i6.Febr ,799). — Aus der Kaifeft. Druckend zu Hasskeny Vorstadt von Constavtinoptl.« Lonstanrinopel, vom 18 Merz. Die Vorstadt Pera, die bekanntlich von den fremden Gesandten und den sogenannten Franken bewohnt wird, ist der Schauplatz einer fürchterlichen Katastrophe geworden. Den 15. d. gegen Mittag brach in einem Backtzauß mitten in der Stadt Feuer aus nno io einem Au. gendl ck vermittle sich dasselbe auf beiden Setten der Straße mit einer unglaublichen Heftigkeit auS; brr Wind wehte von Norden, und drehte sich dalv östlich, bald westlich, so daß da« Feuer auf allen Seiten um sich griff. . Die von den Türken geleistete H ife war eben so trag, als ungeschickt, und in kaum ir Sinn, den lagen daher 800 Gebäude in Asche. Die engl., spanis. und röm. kaiserl. GesaoLtschastrhäuftr sind no. ter dieser Zahl. Das Vertrauen, das man auf ein angeblich feuerfestes Magazin in dem letztere, fttzte, ist mehr als zoo Personen, die ihre kostbasfte» Habselig. te.tcu Vahm hatten dringen lassen, äußerst verderblich geworben; das Feuer drang m bas Mazaiin und ver. zehrie alles, was sich Darms befand. D.r Verlust des kaiserl. Jnternunttus wird auf mehr als 100,020 ß. geschätzt, und die meiste» zur Gesandtschaft gehörige» Persomn sind ganz zu Grunde gerichtet. — Vorgestern hat der rußffch: Botschafter die offizielle Nachricht erhalten, daß Csrfu sich durch Kapitulation ergeben habe. ( 2Z9 ) AnkünStgung. Pforzheim. Einem geehrten Publtko wache ich an. durch ergeben- bekannt, vaß die unter meiner sorg, fälligen Aufsicht und unermüdrteo Mttwürkvog lauge Jahre her mit bestem Erfolg bestandenen Weltblaiche auch dies Jahr wie gewöhnlich wieder Rohe Tücher »um weis B'.aichrn auvehmen wird, wer also dieser schon lang berühmten Blaiche rohr Tücher, Faden und Garn übergeben will, der darf im Voraus sich des bekannten guten Erfolgs versprechen, in der Gegend um und bey Pforzheim nehme ich die rohe Tü» cher selbst in Empfang, in Carttruhe aber beliebe man sich an Herrn Rühmer Sattlermeister und in Durlach an Herrn RathLverwandten und Handels- mann Daler zu wenden. Die Ehle kostet L kr. Den hin und her Transport überaehme ich auf meine Ko. sten. Pforzheim den raten April 1799. Johann Salom 8aber, Innhaber -er Hochfürstl. Narkgräfl. Badischen privitegirten Hauptblaiche Z« Pforzheim. Lttlingen. Zur Schuldevliquidatiou brr gantwäf» -gen Anton Eiffeleschen Eheleuthe dahier sollen -ch aüe diejenige, weiche ein Etgenihum ober eine Schuld auS der Masse zu sodern haben , unter Mitlbrio» gung ihrer Bewetsurkuodeo, auf Dienstag den 7. May d. 3 > bey Verlust ihrer Rechte und Forderungen, auf dahieffgem Rathhauß einstodeu, und dem Recht abwar- len, wvbry zu temrrken, daß Eissele wenig o'er kein Vermögen befizr, somit die Credilorru zu Erlangung «iuiger Zahlung wenig Hoffoorg haben können. Der- ordnet vey Amt zu Ettlingen den abten März 1799. Rberg. Dieievigt, welche an den Burger Der. narb, veith von Neuweyer eine Forderung zu ma, chrn haben, sollen dieselbe Montags b. 29 April Vormittags 9 Uhr um 10 gewisser in Fürsti. Amt. schreibrrry Steinbach eingebev, a!S sie nachher nicht mehr damit gehört werden können. Verordnet bey Obcramt zu Steinbach b. iz. Asril 1799. Rberg. Da dem Burg r Bernhard Schell von Stollhofeo der Wegzug ausser Land gnädigst gestattet ist, so sollen alle diejenigen, weiche an denselben eiwas zu fordern haben, unter Mttbringung ihrer Beweisur. künden, dev Uen kündige» Monats May, vor dem TheilungLcsmwiss^riv in S'oührftn erscheinen, ihre Forderung liqutoirer-, und der baareoZahtung gewärtigen. Verordnet bep Oderamt Bühl den 4. April 1799. Rberg. Donnerstag den lüten Man dieses Jahr- Nachmittags um 2 Uhr wtrd die zu .em Bühlerthaler Eistuwrrk gehörige sogenannte Rrnnschmidte auf Herrschaftliche Ratification hin versteigert, welches mit dem Anhang öffentlich bekannt gemacht wirb, baß die vor. läufige Erlaubniß zu Errichtung einer schicklichen Fa. bricke io diesem Gebäude gegeben werde. Die Liebha« habere können dies Gebäude vorher tu Augenschein nehmen, und sich an obigem SiaigerongStag auf dem Plaz eir finden. Verordnet bey Oberamt zu Bühl den 9teu April 1799. Hochberg. Zur Schuldevliquidattou uachbenannter Bürger von Thrviuzen, als i)Lhristian Heß, gewe. jener Waid gesell. 2) Christian Heß, Krämer, z) Michael 8rooß. 4) Michael Jerme, Caspar- Sohn» 5) Marlin Netterer. 6) Jung Jakob Reineker. 7) Michael Baumann sollen alle diejenige, welche eine Schuld oder Eigevlhum aus der Masse zu fordern ha. *drn, bly dem itev Montags den izten, bey dem 2. Dienstags den r^ten, bey dem z. Mittwochs den ez. bey dem 4. Donnerstag- den 16. bry dem 5. 6. und 7. aber Freitag- den 17. May b. 3 . Vormittags za rechter Zeit bey dem Thetlungs . Commtssatr in dem Gasthaus zum Löwe» in Theuingen bey Strafe dr< Ao-fchlusseS unter Mttbringung ihrer Beweisurkunve» fich rinfioden und dem Recht abwartro. Verordnet Hey Oberamt Höchberg zu Emmeud. d. 4. Ap. 1799. Badcnrveil r. Bey dem Schneider Matheis Nönig zu Opfingen ist Montag den 29!«» April und der Dienstag de» zoten Avril bey Michael Guldenftlds daselbst zur Schuldroüquibation bestimmt, wobei die Forderungen nebü dem Vonugsrecht Ver Commi sio» in OchftnwirlhShaus »u Opfingen um so gewisser ein» zugeden fivd, als sonst vir Abweisung von den Gant« Massen zu gewärtigen steht. Erkannt bry dem Oberamt Müllheim den Zten Avril 1799. In Macklors Hofbuchhandlung tn Larlsruhe ist wieder neu zu haben. Kochbücher. Sammlung vieler Vorschriften von aller, ley Koch. und Backverk für junges Frauenrim. wer, von einer Freundin« der Kochkunll in Göp« pingev. 2 Thl Neue vrrbrßerte Auflage. 8-Etuktg. 799. e fl. 48 kr. -Kiestno. Neustes Schwab. Kochbuch enthaltend eine Sammlung vieler Vorschrifeeo von aüerley Koch, und Backwerk, Fasteo p /ßen, Eingrmachtcn, Speißezrttelv und andern dapin eivsch'agevdeo Sa. chen. 8. Stuttg. 79h. ist iz fi> -N-ucS Kochbuch os,r geprüfte Anweißung zur schmackhaften Zudr-etung der Svenen,teS Back« Werks, der Konfekturen, des Gefrornen und Eingemachten, von Löffiertn. Neue Austagt 8. Stutkg. 799 - 2 ff.