Nw. 46» Pag. 2Z5. Larlsru-er Zeitung. 8revtag6denrs. Aprik 1791. Mit Hochfürstlich - Markgräflich - VaLischem gnädigst«» prlvilegio. selbst feier- Liener chttten in d« ch'cdi. «eine» in«/?» Wie, cr d:e lrc«d- nm Vastia, vom iz Merz, durch Auf unsrer Insel ist es im allgemeinen genom- a»zu. men, ruhig, und man genieße der französische» Frey« rrnck HM nur manchmal wird die Ruhe durch diejenige es -Mn, die für die korsische Freiheit eingenommen über, sind. Korsika erhalt jährlich über eine Million zu Er. !>l er. haimng seiner Geistlichen und Möüchc; dagegen wer- n tn j,en die geistliche Güter verkanst. Die Einrichtung greis, der §ivil, Konstitution der Geistlichkeit und der Bür« wfern g,rcyd, den die Geistliche schwören sollen, ist auch auf >n d/< unsrer Insel, so wie in ganz Frankreich, vielen Schwie- I hr rigkeilm unterworfen. Es werden mm in kurzem ver- wud, sthiedne öffenrliche Arbeiten unternommen werden; yserl. vnter andern wird man mehrere Salinen aylsgen, be, ittcu,. /anders in dem Golfo von St. Florenz, wo nemlich mal uu Sumpf ausgelrocknet werben soll, welcher die Luft sE taselbst ungesund macht. General Paolj lcöt immer "lich «och einsam, ohne sich anders alS etwa durch Rath- "üt- Wäge, die er Hm und wieder erthcilt, in öffentliche """" Geschäft« zu mischen. Warschau, vom 24 Merz. ", versammelten Reichsstanden ist ein Schreiben E, des Königs von Frankreich vorgeleftn worden. Es rut» all n die freundschaftliche Anzeige, daß nächstens rm ,E/ ftanzös,scher Gesandter nach Pohlen komme» werde. E'i Die Deputation zur Untcrstichung der lillhauischen wa Echatzkvmmisston hat angezeigt, daß ihre Ausgabe sich o. vm eine Million höher belaufe, als ihre Einnahme ^ i und daß es durchaus nsthig fcy, gewiß« Einschrän- > kungen zu machen. Die Konferenzen mit den drittischen »nb nicderländisthen Ministern werden itzt sehr - haust,,. Der erste hat versichert, daß 40 Linienschiffe in die Ostsee und 12 ins schwarze Meer bestimmt sind, , «ofrrn Rußland arff der Fortsetzung des Krieg- bestem ! ter. svllie. x, Warschau , vom 26 Merz. , wo Briefe von der Grenze vom 2otcn dieses ent« Hg, Mm, daß die Russen an dem Ausfluß der >ictM stelle' Prag, vom r April. AU Hier wird, wie bekannt, bey zukünftige'' Krörntz rusch «in prächtiges Touruier ganz im alten Geschmack zc reils hatten werden. Man sucht aus de» Archiven M 8 S hervor, was zu diesem Enezweck gehört und will«, vom gemein delikat in der Auswahl derjenigen Ritter sc«,, ncn. welche hierbey kämpft« dürfen. Ein bewährter Am Groc Rixncr, hat alle Erfordernisse in Reime gebracht. Si beyst lauten folgendergestalt: Koni Wer ketzerischen Glauben hat, ren Verachtet Kayserlich Mandat, des ! Wer Frauen schändt, schwächt eine Maid, den Wer Siegel fälscht und schwört Meineid, diese Wer Feld fleucht, läßt den Herrn in Nöth, zuw« Wer seinen Bettgenoß ertödt, bis Wer bestiehlt Kirchen, Wittwen, Waisen, Mci Wer unabgesagt thut kriege» und reisen ; meh Wer neue Zölle, Meut und Beschwerb aufricht, doch Wer ohne Ehe sitzt und Ehe bricht, See Wer Fürkauf, Wucher, Wechsel treibt, vers Wer nicht in edlen Stammin bleibt, ard, Mit Heyrathen, oder sein Geschlecht Ply Nicht von vier Stammen edel brächt» nach Das scind die Turnier Stück, zeig, Die der Kayser ordnet mit Glück. abg, Herrlich wird alles werden. Die Rüstungen N den alle neu verfertigt und unsre streitbaren Prag« ( nen freuen sich schon auf den Mmnesold, den Pi der c 237 ) sitzt, )it fremden Ritter zollen werden. Dieses Ritterspxl einen mv man gewiß an manchem Hof uachahmen. Y es Lsnben, vom 5 April, diese,! Man hat gestern hier Briefe von sehr guter Hand ^ sein M Holland erhalten, welche melden , dasige Regie. MiS« mng habe der nach dem baltischen Meer handelnden oillen Kvmpazme eröffnet: »Da Grosbcitranien und Preus. ascho sin sich entschlossen , ihre gcsammte Kriegsmacht cinde anlmvenden, um die Kayserinn von Rußland zum oder Frieden mit den Türken zu vermögen, so hätten die i». Vrneralstaaken sich genölhigt gefunden, mit gesagten atzen Mächten , an welche sie durch einen Vertrag gedun. > jie den wären, gemeine Sache zu machen.« Durch die. Ko« se Eröffnung will mau die Kompagnie warnen, keine einer Kauffahrteischiffe nach dem bardischen Meer zu senden, ürdk ohne dieselben zuvor wider die Gefahren des Kriegs sich geßchett zu Haben. Man kann also an dem Ausbruch Vcr- des Kriegs beynah' nicht mehr zweifeln ; nur ist zu Zeii besorgen, scioc Verwüstungen mögtcn sich zu weit aus- iden, dehnen. Man sagt schon, Schweben sey entschlossen, >pid« an Lee Fehde mit Theil zu nehmen. Diese Krone cibnt hat sich zu dem Ende förmlich verbunden, ir Linien, opfr« schiffe und iboov Mann Landtruppen an Rußland zu >rrn« stellen, falls selbiges von Grosbrittanien und Prcuffen mgegriffe« werden sollte. Dieses wäre für die Kay, strinn kein geringer Vortheil, da sie ohnehin 50 Lini, NW enschiffe in See austreten lassen kann , 45 sind Kege« nits völlig ausgerüstet. Unter denselben befinden sich alles z Schisse von z Verdecken, so baß wir den Russen u«> vom baltischen Meer aus nicht gut beykommen kön» cyn, ncn. Weit mehr Schwierigkeiten finden sich, falls nor, Grosbrittanien den Türken in dem schwarzen Meer Sie beyßchen will. Die Fahrt auS der Manche bis nach Kvnftantinopel erfordert 2 1/2 Monat Zeit, nach deren Verlauf die Flotte sich durch die um die Mitte des IMr auf dem schwarzen Meer sehr stark wehen» dm Paffatwmde aufgchalten sehen dürfte. So lang diese Winde Oberhand behalten, brauchen die Schiffe zuweilen 6 ganzer Wochen , um von Konstautinopel bis Varna, eine Strecke von ungefähr 52 bis 60 Meilen, zu segeln und da wäre schon dieses Jahr nichts mehr z» thun. Dem sey wie ihm wolle, so werden doch hier alle mögliche Anstalten zur Eröffnung deS Seezugs gemacht. An Ausrüstung der zu Portsmouth versammelten Schiffe wird mit größter Thätigkeil ge, arbeitet. Man sucht die Bemannung der Schiffe zu Plymouth möglichst zu beschleunigen, damit sie ehestens nach Spilheakh absegeln können. Kurz, alle Anstalten zeige», daß eS im Ernst auf einen Krieg mit Rußland abgesehen ist. Leyden, vom 7 April. erm. Es iß bekannt, daß der dänische Hof auf Ersuchen Mn der dreh Wirken Mächte seine guten Dienste bey der Kayserinn von Rußland eingelegt hak, erm dieselbe zum Frieden mit der Pforte zu bewegen. Eben st» bekannt ist auch, daß die Mitten z Mächte der Kay« serinn zugemuthet, den strickten Statur quo zur Grundlage dieses Friedens anzunehmen, obgleich die Mäfi» gung derselben, da sie wegen des ungerechten Angriff- der Türken allerdings eine völlige Entschädigung von der Pforte zu fodrrn, berechtigt war, so weit gteng, daß sie mit Verzicht auf aüeVcrgrößerung ihrer Staa« ten sich bl»S die Beybehaltuog der Festung Oczakow ausdedungen, um dadurch den Besitz der Krimm zu sichern und dem Frieden mit der Pforte Festigkeit und Dauer zu verschaffen. Von dem Erfolg seiner Ver- Wendungen hat der Hof zu Kopenhagen den Höfe« zu Londen, Berlin und im Haag durch eine Note vom 8- Merz Kennmiß gegeben und denselben dieEin, würfe umständlich vorgelrgt, welche die rußische Monarchie dem Ansinnen gedachter z Mächte entgegen setzt. Rußland gesteht, daß es sich in einer mühsamen Lage befände, daß es das Opfer eines unbefugten Angriffs sey , daß eS alle Kräfte aufzubictcn habe, um sich mit Nachdruck zu oerlheidigen, allein zu gleicher Zeit versichert eS, daß eS seine Feinde gar nicht fürchte, daß es ihm vielmehr schmerzhaft sey, mit Mächten zu hadern, die es immer für natürliche Freunde angesehen, denen es oft Beweise seiner Freundschaft gegeben und den Weg zu einem glorreichen Frieden gebahnt, ohne daran zu denke«, baß es die natürlichen Vortheile ihres Waffengiückt ihnen hätte streitig machen sollen. Es sey die größte Ungerechtigkeit, eine Macht, di« ans ungerechte Art angegriffen worden, nach einem glorreich geführte» Krieg zwingen zu wollen, dem angreiffenden Theil alles ohne Ausnahme in dem Stand zurück zu geben, wie es vor dem Krieg war; keine von den vermitteln, den Mächten habe an sich selbst je hievon ein Bcyspiel gegeben; bas Beyspicl eines solchen Verfahrens müsse also eher dazu bienen, ungerechte Kriege zu veranlassen, als solchen vorzubeugen re. venls, vom 8 April. Gestern ist die Nachricht hier einzetroffen', daß bas Regiment deS Generals von Monster von hier auf- brechen und an dessen Stelle das Regiment des Generals von Stockart hier zur Besatzung einrücken soll. Den Soldaten sowohl, alS den Konstablern ist verboten, aus der Garnison herauszugchen: dem ungeachtet nimmt die Desertion überhand und man hak schon verschiedne, so mit Gewehr und Waffen durchgehen wollten, in dem Stadtgraben ersäuft gefunden. Dem Vernehmen nach werden erster Tagen 6 Schiffe mit Kriegsammunition und grobem Geschütz hier rinkrrffen. Was dieses bedeuten soll , weiß man vor d« Hand noch nicht anjugkben, ( -38 ) Portsmouth, vsmio April. An Bemannung der Linienschiffe Formidable, Duke, St. Georg und Jllustricus wird mit aller ersinnlichcn Geschwindigkeit gearbeitet. HcurcNachmiklag hak hier das gewaltsame Matroftnpressen seinen Anfang genommen. Die welche sich verborgen haben , werden vermulhlich bald aus ihren Schlupfwinkeln hcrvorkommen und sich von freye^ Stücken anwerben lassen, um wenigstens der durch eine Königl.Proklamakion versprochnenBclvh- nung nicht verlustig zu werden. Diesen Morgen ist das Schiff Ardcnt nach der Temft unter Segel gegan» gen, um von da Matrosen zurückzubringen. Aus Ply. mouth vernimmt man, daß den rasten v. M. daselbst Zooo Säcke Zwieback für die Flotte zu Spithcad an» gekommen sind. Auch werden daselbst roco Tonnen Vier gebraut, welche vor und nach hiehrr geschickt werden sollen. Auch ist Befehl ertheilt, eine Menge Ochsen zum Behuf des Schiffsvolks zu schlachten; den gesalznen Vorrath aber zu sparen. Admiral King wird seine Flagge auf dem 98 Kanonenschiff St. Georg aufstccken. Fortsetzung -es in No. 45 abgebrochnen Artikels - wegen der Grundursachen des Russisch «Oester- reichischen Türkenkriegs. Man brachte der Pforte nach und solche Gesinnungen Hey, welche dicBeybehaltung desFricdensmilRußland fast unmöglich und den Bruch mit demselben, zur Noihwcudig» keil machten, weil man zuveriäsig wußte, daßKaystrJoftph in Ansehung seinen immer fortdauernden Kriegsrüstun- gcn der Kayserinn von Rußland seiner Alliirlen bey- stehcn würde. Grosbriktanicn war von den Gesinnungen des preufstschcn Hofs überzeugt, daß dieser Hey dem Ausbruch eines österreichisch-türkischen Kriegs, keinen leeren Zuschauer abgeben werde. Von der Denkungsart des schwedischen Monarchen, versprach sich Grvsoriktonien gleichfalls die Theiln h mungan einem Krieg wider Rußland. Pohlen hielt mag für bas preuflsche Interesse schon so viel als gewonnen, weil es wider Rußland eine eingewurzelte Abneigung hegte. Alles, was Grosbrittar.ien kießfalls zur Anzettlung des nordischen Kriegs unternahm, zielte *uf den Zweck ab, das Erzhaus Oesterreich in feinen Kommerzforkschritten wenigstens auf eine Zeit zu kommen » wo nicht bey dem Ausgang eines unglücklichen Kriegs, die Handrlsvortheile für allzeit zu entreissen. Kayser Joseph kl. und fein in Ausforschung fremder Staatsplane unnachahmlicher Minister Fürst von Kaunitz , entwickelte dieselben schneller, als vielleicht Gros- brittanien, Preusen und selbst die Pforte es vermuthe- trn, welche letzt» der Staatseiferfucht dieser Mächte zum Opfer dienen mußte. Da man dem ErM Oesterreich alle Ausründungrn und insonderheit t Ländertausch erschwerte, so fielen schon bey diisnß^».. iegcnheit unter andern die Acuserungen vor, daß U AH durch das Kommcrz für ganz Deutschland verlohren gehe. Joseph II. ward über diese Acus« sehr aufmerksam gemacht; es hielt ihn nichts nicht' U die Fehde gegen die Pforte zu vollziehen. Vi« würde Rußland mit der Pforie nicht so früh K chen haben, wofern es von den festen Gesinnungen! Kaysers nicht wäre überzeugt gewesen. Oester» fand sich genöihigi, alles anzuwcnden, um durch! Ansehen seiner Macht und Waffen dasjenige zu i, stigen, was es in Ansehung des Kommerzcs ei« veriragsmäsig von der Pforte erworben Hatte. L Kayserinn von Rußland war es um die Ausbreiii eines noch fteyern Handels, in und durch die Län> der Pforte ebenfalls ganz allein zu thun; nach ! Acuserungen des Berliner Hofs nahm man wiß Nr daß dessen Eifersucht dcßwegen Grund Halle» t daß l Preusen gegen den reissenden Strom des österreich schafl und russischen Türkevhandels, den feinrgen nicht rl diese ausbrcilcn und am Ende der pohlnische Handel et die « für Preussen verlohren gehen könntte. käme Der ganze russich und österreichischeKrieg, ist also« «and den angeführten Thatsachcn ein blsscr Hanbelskrü an r Die Ercbrungen sind dem Ansehen nach nur dir M ab. ^ kungcn des Zufalls, «der jener Staatsabsichten, dm Köni dir Zurückgabe der eroberten Lander die HankelM Bure träge desto mehr erweitern und befestigen zu köim Erzhi Man erstaunt über die Ungeheuern Geldsummen, » der ( che Rußland und Oesterreich in wenigen Jahren W Geste den Türkeyhandel gewonnen haben, sobald man all de in nur auf gewisse im Ganzen noch unvollständige ! ganze risse dcS ungarischen Handels, einen Blick wirft. N des h Mangel an Staatskänntnissen konnte das schiefe ' tcsbie theil hcrvordringcn, daß Joseph II. dey feiner zn Cji lichke! son mit der rrisstschen Monarchin» gestifteten nnzcrtm der ( lichen Verbindung, den Krieg auf die Verdräng»! Durc der Pwrte aus Europa festgesetzt habe; von dich liche Krieg hing die künstigeWohlfahrt der österreichische», Sw Kirch ten ab; nicht Erobrungen einiger ausgrfaugten Ä .Ihre scheu Provinzen, sondern die Befestigung des HM spital nach Ser europäisch - und astaiischen Turkey war > ge ei! Grundursache dieses Kriegs. sämn (Die Fortsetzung folgt.) Milte Vermischte Nachrichten. Nach eben erhaltener Nachricht sc^ etlich Tagen in Frankfurt eine entsetzliche Feuersbrunst « Un der Schnurgaß ausgebrochcn, solche jedoch noch D tnit ! kich gelöscht worden seyn. In unsrer künM fragte Montags. Zeitung das Nähere.