Nac.«l Nr. ?r. u, vSs stl chi.1 lmmirf ütSNtagS Raih.j ttschch en M flke/chLl emch Pag. z6l. Zeitung. den !Z Iuny 9 r Mi Hschfürstlich » Markgräfllck ' Badischem gnädigstem privUegis. Ülkil P»schan in Ungarn , vom iz Nay. kiU wurden 2 Personen, wolckH schon im ver. snin, Jahr Zwietracht in diesem Königreich aus- Sudti. suchlt», hier gefänglich eingezogen. Man H K» Air,h„c„ ichgn einige Z.->k auf der Spur »nd arre- " N An ßr als Koutrrbandicrs und fand bu) ihnen an eben» jMimKcid 6ysy; Küst en und äuscrst wichtige Schrif- '"""r,, tic sie zu veriuchiigen nicht mehr Zew hatte», t. Tie höchsten Tridunalgcrichte haben an den Lömg und tie Stände Depurirte geschickt, mu ihre tztgedechcic und Treue für die neue Kouffitulion er- d> ncn!>! geben. Briefe aus der Ukraine stich mit der Hrflmig angefulit, bald die dortigen Gegenden inst äanniiev welche sich zur Hierübcrkunft aufSpcv. ka uni Moldau anschicken, mehr bewohnt zu sehen. Die nrc , Mmisier haben dem König für ihre Erncn, mirg Dank adgistatlcl. In der letzten RcichstatzSsi. Hai »a> über verschiedne auf einigen Staro- stiye» haftwde Lummen debattirt, von welchen kini- hauvr, Art n A id ck ls llk» rlasieit )b « chiiil- hat einem linde, von orsitt der ohne in za t da» ge beobehaltcn andre verworfen morde» Hiedurch kam« men verschone ins Gedränge, welche 177z ihrWü k gemacht halten. Gestern sind die iogenannten Maiorale ziemlich angegriffen mo>dcn. Das vom verstorbnen Fürsten August Suikowsky gestificte har crwaS gestrren. Alan nahm ihm eine Srarostey von 82200 Gulden E nki'mfien ims von dem übrigen kann nun der Brudc» desselben, Fürst Anton, Woywob von Posen, so viel verkaufen, alS er zur Mdezahlung semer Schulden nölhig hat. Uebcr das ebenfalls angegriffne Majorat des Fürsten Ra'zivill ist noch mchrS enischie, den. Man sucht, eine gröftre Gieechheil einzu- führcn und man wricht an.h vonAbschiff-ng terMal- kheser Ritter. Die neue Konstirurisn erhält itzt durch die gesetzgebende Macht noch verschiedne Adäadrun^en, die aber das Wrfe» derselben nicht betreffen. DrrKrongroekanzlcr ist hier wieder erngelroffen. Der Herzog von Kurlaiid hat den Landtag, welchen die Stände Hütten wollen, dis auf den Julius mnikirt. Hinüber ist Klage erhoben rmö dem König die Ent, scheckung übertragen worden. Es sind 1002 Dnka« ten zu den Kosten angewiejon, die bey der Versamm» lang des griechischen Synvds zu Pink verfallen könu, ten. Zugleich si:tto Truppen beordert, diese Versamm» I'.iv.g zu decken. Dem Fürsten Radziwill ist befohlen, daß er sogleich einen gewissen Dmzykewsky, den er aereurcn lassen, wieder losgeden soll. Die polnische Armee erhält nun nach der neuen Konstitution mehr Ordnu, g und man sieht täglich Vorladungen , worirm dre beurlaubten Officiers zu ihren Fahnen zurückderu- fen werden. Man spricht von neuen Cwilgeützen und von Verkürzung der Prozesse. Es sind in diesen Tagen hier 8 Famiiien aus Frankreich angekommen, die aus vermstednen Künstlern und Proftssiouisten be, stehen, welche der littlMische Grosfeldherr O-msky, « » » a k» -- - ^ ( 362 gleich aus seiner Herrschaft «»gestellt hat. Die Her- zogjun von Kurland ist den 20. dieses von hier nach dem Bad adgcgangcn. Der König hat dm lilthaui, schm Unterkanzler von Chrcptowitz, der ein Glied des Raths, oder der Wache des Gesetzes ist, zum Mini, ster der auswärtigen Angelegenheiten ernannt und der Monarch wird blos mit diesem Minister in diesen An. gelcgenheiten arbeiten. Man sage, daß die Skaro. steien künftig gegen eine gewisse jährliche Abgabe ver. kaust werden sollen. Paris, vom zi May. In der itzigen Resormirlen Kirche des heiligen Ludwigs von Louvre befindet sich das prächtige Gradmahl des Cardinais Fleury, Ministers Ludwigs XV. Wien, vom i Iuny. Den 29tm May Nachmittags kam der so längst erwünschte Eilbote aus Szistow mit der Nachricht hier an, daß die Friedmsunterhandlungm wieder ihren Anfang genommen hätten. Den iZtcn war daselbst eine dcsondrc Confercnz, zu welcher der türkische Minister nicht gezogen wurde und in derselben kommmncir- tm die österreichischen Gesandten den übrigen bas Projekt von einem Friedenstraktat zwischen Leopold dem Zweyicn und Sclim dem Dritten, das ste nach den Instruktionen ihres HofS aufgesetzt hätten. Ohngc- achtet die Gesandten der vermittelnden Mächte vieles in denselben fanden, was ihnen nicht angenehm seyn mußte und sogar unerwartete Prätmsionm, so wurde dennoch beschlossen, daß man dieses Projecr den folgenden Lag in der ersten Generalkonferenz in Gegen, wart des türkischen Gesandten verlesen wolle, welches auch geschah. Dieser Gesandte äusserte das größte Erstaunen, weil er sich eingebildet halte , daß über. .Haupt keine Rebe von Länderabtretung an das Haus Oesterreich fty und daß man noch weniger die Unter, drückung vcrschiedner in den ältern Traktaten enthalt, nm Artikel verlangen würde. Es entstunden einige Debatten; die österreichischen Gesandten erklärten, daß sie Beseht hätten, von den so eben vcrleßnen Artikeln nicht abzugehm und die übrigen Gesandte» wurden genölhigt, den Weg an ihre Höfe einznschlagm indem sie es nicht auf sich nehmen könnten, weder ihre Einwilligung zu dm Arlickeln zu ertheilen, noch den Kongreß aufzuhebm. Die Gesandten schickten demnach noch an dem nervlichen Tag ausserordentliche Depeschen an ihre Höfe und es ist nun leicht zu ermessen, daß noch lange Zeit vorbeygchen werde, bis die Antworten wieder in Szistow cintrcffen. Die Hauplartikel obgedachrm Projekts sollen folgende seyn: Das österreichische Haus versteht unter dem ange- ) tet m eine k rigen nach kunft schm noch M°' sein« wie gen nat Pc' De nommnm strickten Status quo denjenigen §!L wie er nach den mit der Pforte eingegalMch tionen seyn sollte und nicht denjenigen , «,!.> dem Ausbruch des Kriegs war. DiesemNtzi, die Grenzen berichtigt werden unv Ocstemj' langt den Districkt dis an die Unna und dn>^ von Altorsowa , welcher demselben vcrmög grader Friedens zugchörm sollte. Es vn!« Freyheit, auf seinem Gebiet Festungen anlG fm, eine Freyheil , die dem natürlichen M Nation zustcht und die in die Traktaten m- Witz und Belgrad gewaltsam eingerücktc Ari>!is aufgehoben werden. Die ottomannijche U die nöthigm Summen zu Enischädigung der esc', schm Unterthanm, welche schon vor dem Ä des Kriegs Klage führten, bezahlen. Die?- Choczim und die Wallache» bleiben so lanz, Händen der österreichischen Truppen , bis kn zwischen den Türken und Russen geendigt st«, Hindernisse, welche bisher die erhabne Pforte kr reichischm Schiffahrt und der Handlung sm Wasser als zu Land in den Weg gelegt hat aufgehoben werden. Die übrigen Artikel mindrer Wichtigkeit. Es werden also wahch noch die z Sommermonate verstreichen, ohne s alles ins Gleiche gebracht seyn wird. Von » längerung des Waffenstillstands weiß man netz Man hat dem Monarchen einen Vorschlag j auf Pferde, welche nicht zum Erwerb, sonke zum Luxus und Vergnügen dienen , eine Ah., legen und zwar für 2 Kutschmvfccde jähiul. und für ein Reitpferd 25 st. Der eiiigehcikez soll zur Erhaltung und Verbeßrung der S'rch sonders aber zur Abwendung des den Fuß:;«,- beschwerlichen und schädlichen Staubs verwM-. den. Man zählt gegenwäreig hier in Wien ker, 400 Sladtlehnwäge» und z8oo fürstlich«,»ik> che, adellche und bürgerliche Equipagen, «- unzählichen Reitpferde. Daß man in U>M > Kadinetssekcetair einer gewissen Macht, nckh'i Concixistcn arretirl habe, weil man sie all x Spionen und Aufwiegler ertappt, ist ein WH Berlin, vom i 3 »ny. Der König hat befohlen , daß die Befestig!» beiten in Prmssm unv Pommern fortgesetzt» sollen. Der Arkillerieoberste von Tempelhojf« völlig mit seinem Gesolg mobil gemachi, arm- Feldetat gesetzt und wird, wie verlautet, ehest« hier nach Prmssm adgchen. Die Russen rG gewaltig gegen uns und scheinen von Seitens 1 dens nichts feindseliges zu vermulhm. Auch ist An s- s« L' j- ol ic S s' c 36z ) m Ctt sie er ich nck reich >1 Di-: des?i clangl en zvrj echt ui on L ile! st, )sv«c z . >stinr,»« ÄUÄ!,^ e FcÄ !g ilN.i - c» »:! ^gati. h ,-,: . e Zu: / Di,: . ingm - Mir, i ä-8,! .! t'/gri ob»e: >r» eik l »eiiic - gehe: )rcheü, i glniji: >ve i^I aus in ck'üSft üsten - K man mit Wahrscheinlichkeit, daß Schweden blos M bewaffnete Neutralität beobachten würde. V-o. rigen Freytag ist, wie verlautet/ der letzte Eilbote »ach Rußland abgeschickc worden und seine Zurück- klinst soll mit Zuverlässigkeit Krieg oder Frieden entscheiden. Der Bau der schwimmenden Batterie wird noch immer hier fortgesetzt und nur Zufriedenheit des Monarchen ausgesührt. Prinz Ferdinand / nebst sicher Gemahlinn und seinen Prinzen undPnnzeßinnen, me auch dessen ganzer Hofstaat/ reißen m wenigen Ta- W nach Spaa ins Bad und werden sich über 4, Monat! kastldst aufhalten. DaS Gefolg besteht in 55 Personen und y Wagen. Die Reiseroute geht üver Dessau, Beaunschweig und Hannover nach Spaa. Aa einem jeten der genannten Oerter werden sich die« se hohe Herrschaften einige Tage aufyalren. Wien / vom 2 Iuiiy. No« dem Luftschissec Blanchard sind noch einige '.Imstande in Rücksicht seiner izigcn unglücklichen Versuche iiachzuholcn und zu erläutern. Bey feiner lezten Mreife zu Prag Überwurf und trennte er sich von MM der Physick und Chemie kundigen Erjefuilen/ oder Abbe, weicher ihm b-.öher alle seine Ballons füll, tc und deren Steigen ordnete. Hier hatte er 2 mae RaUcnS verfertigen lassen/ einen von izov Ehlen schweren Tastet, die Ehle z» zz Kayftrgroichcn, den andern, von 8aa Ehlen etwas leichtern; Lasset zu r8 KaOrgrofchen; letzterer/ sollte Sonntags den rgien May in Gegenwart der Kayftrinn, des ganzen Hofs, aller andern Grossen und einer M ngc von mehr «is 40,000 Menschen, Fremde die erst kamen nicht niilgercchnc! und welche alle bezahlt hatten und Blan- chard mit ihm Punkt 4 Uhr in die Lust empor steigen; diese Stunde schliig; es wurde Z. 6. 7. Uhr, ohne daß der Ballon sich füllte; alles wurde unruhig srdn murrte; man ließ sich erkundigen woran cs fehlte? Blanchard konnte keine brennbare Luft entwickeln; des Ettherzvgs Franz König!. Hoheit selbst liefen umsonst wegen der langen Zögerung und deren Ursache sich cikuntigcn, nun hieß es: Ein Faß Vitriol (Pr- tciol?)scy m Brandgerüchen und der übrige Vorrach zur Füllung des Ballons nicht mehr hinlänglich; Fürst Aucrsberg «nd Kaufmann Strobel liefen sogleich einige Wagen Vsirivi kommen, der Ballon wollte sich dennoch nicht stillen lasst,.; Verwirrung, Unordnung, Langg-.ii.keit machten das unoerzcylich fehlerhafte der Arstalllcn, Bl nchards völlige Unwissenheit in der Physick und Chemie nur allzu sichtbar, wurde die ivahtt und aan; natürliche Ursache, daß weder Ballon n - Blauet,ard sied empor heben konnte, fein Mentor, s Pyrsillr der Erwinu oder ein andrer hierinnen er- Physiker sch».«, die Volksgährnng wurde ausserordentlich gros; eine ganze Division Kavallerie und 4 Kompagnien, Grenadiers und Musqueriers mußte» um Ballon , Hütte rc. vor dem Zertrümmern zu schützen ein dreyfaches Spalier formire»; um Blan. chardS Person selbst zu sichern und verantwortlich z» machen wurd' er durch 52 Mann Kavallerie gedeckt in bas Polizephaus gebracht. Noch bewacht ein zahlreiches Müstair, Hütte, Ballon und übrige hierzu gehörige Dinge. Seitdem mußte er vor einer niedcrgesttztcn Commißion von erfahrnen Physikern, unter Vorsitz und Leitung des Grafen von Pergen, Regierungspräsidenten von Nicderösterreich sich seiner physischen Fähigkeiten wegen, prüfen lassen, diese Prüfung konnte Blanchard nicht aushalten, er gestund also selbst seine gänzliche Unwissenheit i» Physik und Chemie ein. Mit fremden Federn geschmückt, mit Muth de. waffnct in einen gefüllten Ballon . empor zu steigen besieht also seyn bisheriges Glück und sein groftc Ruhm. Da er jedoch das sonst gute hiesige Publikum zu sehr aufgebracht, es zu befriedigen schuldig ist, beyde Ballons noch neu und gut sind, so soll er sei» getäuscht^ Publikum befriedigen uns vor die grosse» Ausgaben entschä lgen; zu dem Ende hak ihm hiesige Regierung, um ,emc emgestanbne Unwissenheit in der Physik, zu ergänzen, die Herrn Professoren der Physik von Iaqum, Abbe Bacon von Mezburg, Baron von Kienmamr den magern rc. beygegeben, seine Geschieh, te zu untersuchen ihm die wahre Verfahrungs. A.l des Füllens zu lernen, bey ihm gegenwärtig zu seyn und nach nebligen puysis.hcn Grundsätzen alleözu begünstigen ; auf di.se Art wird denn wohl das Publi» kum befriedigt und er selbst 'aus seiner itzigen kriti, scheu Lage wieder hecausgcrissen werden. Es ist Befehl ertheitt werden, daß binnen 24 Stunden das Barkoische Husarcnregiment und die Jnfamccicregimenrer Svlcny und Oroß gegen die Donau marsch.ren sollen; die Infanterie ist schon aufgebrochen und die Kavallerie folgt morgen nach. Die Türken haben bey Silistcia eine Schiffbrücke von 82 Gliedern fertig und wollen sic nun, ohne sich durch die dagegen gemachten Vorstellungen stöhrcn zu lassen, über die Donan schlagen; sie kommen von da täglich mir 5 bis bso Pferden herüber und bedienen sich der Weide diesseits der Donau, auch schlagen sie ordentliche Zelter auf. Da dieses Benehmen den Beding»», gen des Waffenstillstands gar nicht angemessen ist, derselbe auch in einigen Tagen zu Ende gehet, so kommt uns das Benehmen der Türke» um so räth, ftlyastcr vor. In einigen Tagen werden wir nun sehen, wie sich die Türken betrage», falls wie ihnev die Werde diesseits der Donau nicht mehr gestatt«» werden. Da dey uns noch keine solche Anstalten ge» c 364 ) troffen werden, welche unumgänglich erforderlich wä, ren, wofern die Türken feindl che Absichten nach Ver, lauf des Waffenstillstands zeigen sollten; so scheint cs doch, daß die Minister zu Szistow in dieser Rücksicht etwas verabredet haben, aber bekannt ist uns nichts davon. Man gibt es für zuveriäßig aus , daß Fürst Poremkin auf dem schwarzen Meer die Flotte und die Armee kommandiren werde; Graf Suwarow kommandirt die bcyBraila und sonst noch in derMoldau konzentrirtcnTruppcn und die wird schon täglich in die. ser Gegend von Petersburg erwartet. Bis itzt sind die Nützlichen Truppen ganz ruhig gelegen; aber so eben heißt es: Der hiesige Bischof Filarct habe die gewisse Nachricht erhalten, daß die Russen sich bereits m Bewegung setzten und zur Absicht hätten, gcrad gegen Stlssrria loszugehen, wahrscheinlich um die Vor, tigcn Brückcnsch^ffe zu verbrennen. Ob sich dieses bestätigt und was wegen des Waffenstillstands weiter geschehen soll, wird man nächstens melden können. Schreiben aus Wien, vom 2 Imi. Vorgestern haben griechische Kaußemc Briefe rrhal- ten, nach welchen die Russen zwischen Maczan und Siüstria, in einem Dorf Namens Orsowa, abermals ein Corps Türken geschlagen haben. Es soll ein sehr hartes Gefecht gewesen scyn und die Russen Hielten sich schon für verlohren, als sie noch unvermuthek von einigen Bataillons Unterstützung erhielten. Zu Szistow sind den lyten May die Confcrenzen wieder angefangen worden und alles ist daselbst itzt in der größten Thätigkeit. Sollten inzwischen bis den raten d. die Frikdensunterhandlunge» daselbst nicht vollendet seyn, oder der Waffenstillstand, welcher bis dahin zu Ende geht, nicht verlängert werken, so würde dann der 8ds- tus belli einkreten und die ganze Sache eine andre und vielleicht ernsthaftere Wendung nehmen. Es befinden sich dcy 52 Regimentern Schulen für Soldatenklnder, die durchaus gleich gekleidet sind und die man als die herrlichstcPflanzschnIen guter Un. terosficicrs mische» kann. Der unsterbliche Joseph hat für jede einen Fond von jährlichen Zooe> fl. angewiesen. Paris, vom Z Jur,. Verwichnen Sonntag trug sich folgendes in des Königs Kapelle bey der Vesper zu: Als der ehrwürdi. ge Pater FcuiUartt düs Oomins sich'nm kac (Herr erhalte den König) anstmimtt, ward er auf einmal durch einen Grenadier von der pariser Na- tivualqarde unterbrochen, der mit lauter Stimme noch hinzuzetzle: bft lie^wam, Le Le ftaxffrwm, (und die Kvniüinn) dicies machte den lebhaftesten Eindruck. Die Königin» bcland sich übel, aus Furcht, es möchte von traurigen Folgen seyn. Man ließ den Grenadier aus der Kapelle gehen und verwies iß« Montag seine Unvorsichtigkeit. „ Wahrhaftig antwortete e» Ports:»; zu seiner Rechtfertigung, das gierig mir so ganz ch an den der Fülle meines Herzens.« In Avignon stünden k ftc.komw Sachen auf dem Punkt, auf einmal eine ganz M« <>„ E'.ld Wendung zu nehmen,daher folgender Brief vom 2'.Ms h>e Lord die Wahrheit sagt:« Die rechtschaffnen Leute dich! darauf 1 Stadt, heißt es darinn, sangen wieder an Athem „ D-:r I» schöpfen. Das Volk öffnet die Augen und man HHM aber in Kurzem, die Ruhe wieder hergcstellt zu sihk».jangt. Herr Tournel,dcr Hauptanstistcr unsrer Unruhen will, ke entfliehen; man hat ihn aber ohnwcit der Burg St Andiol angchaltcn. Diesen Abend wirb er hiehcr gr Fürst brach: werden. Herr Lccuver aber ist glücklich mum die wischt. Die übrige Hauptanstifchr werden genau l>».men »» wacht. Heute hat man alles in ihren Häusern verftßi» D > gelt, sic aber melsimthcils leer gefundm. Das Vollen bey ist in Wuth und verwünscht itzr diejenigen, die eNmopcl vorher so sehr erhoben hatte. Morgen werden sich dii Feuerst Distrikte versammeln und sich, wie es heißt, über di! welche Mittel berachschlagen, sich wieder mit dem heil. SlHVorstät aus söhn en. lich seih Landen, vom Z Junp. Die Negierung hat Nachricht erhalten, daß m Die^ Komplvt von ausländischen Mordbrennern uiisr! Aufwai Schlffszimmcrhöft und Zeughäuser in Asche verwalt- -ffe»lln dein wollte. Dem zufolge find die strengsten Befehlt ganze > ergangen die Zimmcrhöfe aufs genauste zu bewache» Depart und keinen Frenitc» zuzulasseu, er habe dann zum Hie V> das schärfste Examen ausgehalten. Man erlaubt sog«-Herr l den Schlffskapitains von her Flotte zu Spiethead nicht Lehe C mehr, nach Sonnenuntergang ans Land zu steigen. Admin Zu Plvmvuth werden die Thsre des Zimmcrhofs nmHerrA um 6 silhr Morgens eröffnet und die Zimmerleute ss, neue I wohl a s andere Arbeiter svrgfälligst adgefrazl. Man ssagte ' setzte den Zisten v. M. zwey Ausländern nach, die lnnlän. erst nach einem scharfen Verhör freigclasscn wurde«; suchten doch ward ihnen eingebunden, die Stadt zur Stunde Geruct zu räumen, welches sie auch chaten. Unsre Stocks sind höher gestiegen, als in Jriedenszeiten gcwöhntlch ist und doch sollte man aus den Vorkehrungen sin unfern Häsen schließen, der Krieg würde zum Ausbruch kommen. Es fehlt unsrer zu Sprechend liegenden Flotte, die ZÜ Linienschiffe ohne die Fregatten aus« macht, nur »och an einer Verstärkung von Matrosen um in die See stechen zu ksnnen. Das Brandschiff VcsuvmL hat Mörser und Bomben an sein Bord genommen, mit dem Befehl schleunigst nach Svicthead abzu, siegeln.ZuDeptfocd liegen iLMit MuüdvorrallmiidKriegs- wunilwn dcladne Frachtschiffe, welche lediglich aufBe- fehl zum Allslaufen zu der grosen Flotte warten. Dt» l»'g sobald Zeiget len. t verain da» >>> den cn euch e für > verdat als »'! den A dekreli ) 3^5 ) »ztag,t>en zoten May, wurden z Erpressen nach l^milh. cwec au den Admiral Roddam, der andre rttn A mi^i Holham und "der dritte an den Ha-' ftnun'ffarius g-fertigk. Vorgestern Nachmittags ist j L:!delc aus Berlin mit Depeschen hier eikgekroffen lchorb FmiviSe sogleich dem König zustcllce. Bald Irans venammeltc sich der Staatsrath und saß lang. JnmMt dieser Dreschen soll wiäwig seyn; es s mchls zur Bekanusschafr des Publikums ge- Wien, vom 4 Juri. Fürst Rtt'nin ist neuerdings inGallatz anKr^ommen , irn du Oorr^iercn dieses Feldzugs wieder vorzuneh- eiill md zu Bukarest verbreitete sich das Gerücht, daß an 7 >,l.i,che!.'M Russen einen VoM-cri über die Tür- len in- ssimm-Vsda erhalten hätte. Aus Constan- j Ml'kl „ultet man unter dein aten ?Ray, daß di« ' Misdrmilie noch fortdauecn und die Verwüstungen inÄt die Flammen in Constantlnopet und in den AM«» Peru und Galala angerichlet, unbeschrnb- si?kn. Paris, vom 4 Jun. Dil Nationalversammlung hatte dekrctirt, das Die zuis >mand dceSMlParis erfoderlichen Gelder aus dem iffMchen Schatz angeschafft werden sollten, bis die Mi Summe der Grund. Mobilarsteuern unter alle LlMlmentc des Königreichs vercheiil wäre. Da nun du AHeiliMz wirklich -geschehen ist, so machte Herr Laniuinais gestern die Motion, das der öffent» bchl Schatz die Zahlung des Aufwands der Pariser» klmuiislcüiioneiustellciisoÜte.Dicftn Vortrag unterstützte HmA>>dtt,m,bgab bei der Nationalversammlung eine me MerochMMg der Konstitutionsfeinbe un. Er l sigie nämlich: in der Nakionalgarde sahen sie eine ' timäiuliche Macht wieder ihre Bemühungen, und suchten bei kiesttMachtFpaltung einzuführcn, ja sogar das Much! mveibreiten,die Absicht der Nalisnalversamm- 1 mg gieug dahin , die besoldete Garde adzudanken, ^ sidald die Konstilu.ivnsardcltcn vollendet seyn.würden. Arget ihnen das Gegchthetl; versichert diese Soldalm. tu der Nation m dem Zeitvru.kt, wo sie ssu- r-rÄi ward, so crspriesliche Dienste gethan haben, tü) sie erkcnnllich seyn werde. Diesemnach mach' ich den Mtrückiichen Antrag, daß euer MilirairauSschuß euch aiiku Lesördcrungs-Entwurf in dem Kriegsdienst für M Soldaten, denen man die Revolution zu verdüiiku, hu, vorlcge. Diese Motion wurde sowohl, als irre trs H rrn Lanjuinais angenommen. — Auf ten Antrag des Herrn v. Bcauharnojs ward auch dtlrtiirt, daß, weil in dem Departement von Korsika keine Marechauffce wäre und das vormalige Landrcgi« ment immer die Dienste gethan hätte, so tollte eine Nationalgendarmcrie ans ten Ober-und Unkertroffizi- reu und Gemeinen gesagten Regimentes oder Limen- truppen errichtet, anstatt 24 Brigaden zu Pferd aber zft zu Fuß ausmachcn, und in Z Kompagnien nnter den Befehlen eines Obersten und 2 OderstlieutnantS vectheilk werden. Paris, vom 5 Juny. In verwichnem Jahr wurde die Abscheu erregende Nachricht bcynah' m allen periodischen Blättern verbreitet. Ein Edelmann in Franche Comke Herr von Mrnay, habe auf seinem Schloß zuO.uinccy vorsctzlich mehrere Personen vermittelst einer angelegten Pulver- Mine in die Luft gesprengt. Nach genauer gcnchlli. chcr Untersuchung ist derselbe an diesem Unglück völlig unschuldig, seine Unschuld auch völlig bargelhan und anerkannt; es ist klar bewiesen, daß dieses Unglück unvorsetzlich durch einige berauschte Dragoner entstanden welche sich unvorsichtig mit einem Licht einem Pulverfäßchen welches sie voll Brandwcin glaubten zu die» sein großen und ihrem eignen Unglück zu sehr nährten, den dieseUnvorsichtigkeit sprengte sie selbst mit in bieLuft. Brüssel, vom ft Juny. Die Feinde der öffentlichen Ruhe, welche die van der Nookische Partey noch heimlich nährt, um Unordnung und Zwist in der Stadt auszudreiten, versprachen sich gestern noch, einen vcrßuchtcn Streich zu spiele». Kaum hatte aber die Polizey von ihren Absichten Wind bekommen, so wurde diesem Vorha. ben gleich vorgebeugt. Man schickte in die „mliegcn- den Dörfer dieser Stadt Mililairwache mit den dazu uöthigen PolizeioffitterS, um in der Gegend herum zu streifen , wodurch auch wirklich die Uedelgeflnnten zurückgehalten und wieder zurecht gewiesen worden sind. In der Stabt war alles ruhig. Dieses ists ebcn,wel, chcs wir der Wachsamkeit des Feldmarschalls Freiherrn von Bender, welcher in diesem kritischen Augenblick seine Sorgfalt verdoppelte, zu verdanken haben. Die Patrouillen gehen heute noch sowohl in der Statt als auf dem Land herum. Fürst von Ligne der Vater, wird als Oberlandrichter der Provinz Haynaull dahin abgehen, den Eid abzulegcn und von dieser Provinz anzunehmcn, welche die souverainen Fürsten beym Antritt der Regierung da zu leisten gewohnt sind. Hanau, vom io Juni. Am letzten Dienstag ward in Gelnhausen das To» desurtyeil an zwei Unglücklichen vollzogen, für deren ( 366 ) Verbrechen selbst die Natur erschrickt. Ein Weib dessen Ehegatte noch lebte, verliebte sich in einen Mann, dessen Gattin» ebenfalls noch am Leben war. Die Gattinn des Liebhabers starb und nun keimte in den beiden Verliebten der Gedanke von Möglichkeit auf, sich einander näher durch die Bande der Ehe zu besitzen ; nur lebte noch der Gatte des Weibes, der diesem Durst nach gegenseitigem Genuß, im Weg stund. Sie düngen sich einen Mörder, der den Mann, als er über Feld nach Hauß gieng, erschoß, und ihm am andern Tag, um die Schußwunde unkenntlich zu machen, den Kopf mit einem Steiue zertrümmerte. Die Gerechtigkeit streckte nun ihren Arm über die Verbrecher aus, von denen der Liebhaber im Gcsäligniß starb, und auf einer Schleif« zum Hoch, gcricht geschleppt war, wo man ihn begrub. Das Weib ward enthauptet; der Mörder aber von oben herunter gerädert, und auf das Rad gesiechten. Welcher Griffel zeichnet den verzweiflungsvollcn Jammer ih. rer übrig gebliebnen Kinder? ES hat seinen guten moralischen Werth, Austritte solcher An öffentlich aufzu. stellen, weil selbst der lasterhafteste Wüstling erblaßt, sobald er am Hochgericht steht, und die Schändungen der Menschheit bestrafen sicht. Vermischte Nachrichten. Wie wandelbar die Politick sey, läßt sich allein daraus schließen, daß sich ihre Gestalt, seil des Kay- sers kurzer Abwesenheit, mehrmalen verändert hat. Der große Kaunitz soll neulich lächelnd an der Tafel gesagt haben: »Ich glaube, ich «rieb« noch einen neuen Himmel und eine neue Erde.« Zu Rostock, ist den 2. dieses der Köniz von Schweden cingctroffcn. Man spricht ron einer persönlichen Unterredung Sr. Maj. des Kayscrs mit Sr. Mai. dem König von Preußen, die Statt haben soll, sobald Kayser Leopold aus Italien zurückkommt. Vielleicht wird dadurch die polnische Sache ausgeglichen. Den dritten Königl. preußischen Prinzen nennt man als künftigen Gemahl der polnischen Jnfantinn. Vcrmuthlich ist dieser Gegenstand das Thema der schriftlichen Unterhandlung zwischen Berlin und Dresden, die itzt sehr stark ist. Zwischen Rußland und Schweden, soll eine Allianz geschlossen worden ftyn, worinn Schweden sich verbindet, Rußland aus allen Kräften zu unterstützen, im Fall die alliirten Mächte Rußland den Krieg an, kündigen, so daß derselben Bemühen, den Hof von Stcckholm auf ihre Seite zu ziehen, vergeblich gewesen. Der König von Schweben wird in Zeit von 14 Tagen im Haag erwartet und es heißt, man würde nichts unversucht lassen, um diesen Monarch«» s lig für den preußischen Hof zu gewinne». »en ge -Als der Königl. Grosvrittanische fünfte Prinz;, chngeu gusi Friedrich von Nizza noch Marseille kam/ssi Hvhe v man ihn um seinen Paß, aber er hatte keine» >r Fürstin, sollte sich von rer Munizipalität einen geben läse i»'" ^ „ Wie heissen Sie?« sing der Schreiber. Friedrich.« Haben Sie keine» andern N« Höchst" „'Rein!«Wem gehören sie zu? „Meinem Mir« ^ meiner Mutter.«— Sind Sie vom Deoarreiim s ^ , Mündung der Rhone? „Nein? — Von E ^ , g denn? »Vom Departement der Themse.«—Wich i" Ihr VarerH „ Georg.« Was für ein Geschah er? „Er ist König von England.«— Betroffen«. sogleich der Schreiber dem Hrn. August Fm» dem Sohn Hrn. Georgs aus dem Departement Themse, einen Paß und wünschte ihm glückliche M Zwischen dem Kabinet des Prinzen ErbsiatthsM r und zwischen den Kuhrhöfen, bemerkt man gegem'''E>a rig einen starken Briefwechsel. äVLkDr88eNLr§'r. ^ 2uly Gesunddcitö - Baö LangeusteindgL js, in der Markgrafschaft Laden - Duriach, n« etliche Stunden von der Residenz Larls- gMu ruhe entfernt. , Dieses —wegen seiner ungemein angenehmen ml fanden Lage längst bekannte und besuchte Bad , I jzt in dem neuen Fürstlichen Verwalter Herr einen sehr lhätigen und soliden Mann erhalte«, k chcr bcy Pünktlichkeit und Reinlichkeit, sreundschch billig ist, so den Aufenthalt daselbst angenehm,! schmackooll würzt. Alle Zimmer des Hauptgebäudes sind niedlich, W neu tapezirk; mit Betten und Mcubcln zahlreiche neu, und die Tafel, mit englischen Stein-PorK genugsam versehen. Alle Speisen so herrlich und r, zubereirei, daß auch ein noch so leckerer Gaumen M befriedigt wird. Insonderheit sind die Weine Ä' und gnt und alles so eingerichtet, daß, jeden Ttz» izigec Jahrezeit , eine auch zahlreiche GesellU eine volle Tafel parat gesunden hat und iiA; kurz, man kann feine Einrichtungen Mit M heit empfehlen; beynahe niemand wird »nziiD» Bad, Taft! und HerrnVrrwaltcrNagclc verlassen, chii ftnier Pünktlichkeit und Vorsorge Bcy'all zu schnM Was die reizende Lage dieses Bads noch erhöh!!, find die schönen —auf dem nahe gelegnen lheist M Buschwerk theils mit hohen ehrwürdigen und ii:!> zen Bäumen vom schönsten Wuchs, nach ng, ljscher Art, schlängelnd eingeebneten Wege, m.l n» La hier c den, Odcw uiöge ges a gefolz L- drusi Sch> suche L>qu ande Gla, ans entn mäü ihre brjn steri Nac ung » völ. fragst nab 'affen. neu? r in,) t d!l lchm hcifk t bat gab rich, - dkk steift ^ !kcrs, war. ( Z67 ) « geräumigen grünen bequemen Ruhepläzen und ciigeii ollen, geschmackvoll verzierten Ruinen auf der He dieses bcrgigten Waldes, welcher auf Befehl lürstln. Rcmkammer - CollegiMS, mit vielen Kosten, M angenehmen reizenden Spaziergang für Badgäste egens so gestaltet worden. Ein Vcrzeichniß seiner Ochsten, hohe» und verehrungswürdigen Badgäste, md er, da es das Publikum wünscht, auf Anrathen dlWden, vonZeit zu Zeit dem allgemeinen Jntelligrnz- Bl-il str sämllich-Fürstl. Badische Lande , einrückcn j„ lasen nicht verfehle». Den nen Iuny 1791. Larlsruhe. Nachdem über das verschuldete Vermögen der beyden Hosraths-Sekretarius Böckischen Eheleute von Fürst!. Hofgericht vermög Rescrtpts vom 2glen d. s. HRN. 1650. der Gannlprozcß erkannt umd/mmKn zu dessen Ir.struicung und Entscheidung dem Unterzeichneten aufgctragen worden, so werden Liiöurch all und jede Credieores, welche an die deyde HMhssecretarlus Bskische Ehclenre etwas zu fordern Hoden, andurchvorgeladen, auf Donnerstag den arten Znly d. I. Vormittags y Uhr auf Fürst!. Hofgerichls- Cilvstey zu erscheinen und ihre Forderungen gebührend zu ligMrrn, oder sich zu gewärligen , daß sie von dieser Gcmntmase gänzlich ausgeschlossen werben. Si- gnaliilii Carlsruhe den azten May 1791. Hschfürstl. Markgräfl. Bad. von 8ürsil. Hof- gerlcht verordnete Commißion. Hsfrath Stößer der 2 lelrere. Larlsruhe. Der bereits feit mehreren Jahren von hier abwesende Albrecht Reusch wird andnrch vorgela- deo, daß er binnen z Monaten sich bcy hiesigem Oderaml stellen und das ihm angefallne wenige Vermöge in Emvfang nehmen solle, widrigenfalls selbiges an seine nächste Anverwandte erga Cautionem aus- gefolgt werden wird. Carlsruhe de» ^rcn Jun. 1791. st)beramt allda. Larlsruhe. Da die Weisgerber Heinrich Arm- brusterischen Eheleute jn klein Carlsrychc, zimlich mit Schulde» beladen und daher» in Vermögens Unter, snchung gekommen sind, so Hai man zur Schulden- L zmdalion Termin auf Dienstag den 16. Julv k. a. mtcraumt und werden demnach die Armdrusterische Wobigerehiemit mit dem Bemerken vorgeladen, Paß aus den gedachten Tag sie bcy Verlust der Forderung mivkdey.in Person, oder durch hinlänglich Bevollmächtigte auf dem allhiesigen Rathhaüs erscheinen, ihre etwa in Händen habende schriftliche Beweise mit« bring!» und h.as weiire, wegen der von der Armbrusterischen Ehefrau auf den Fall eines zu bewilligenden Nachlasses Bedingnißweis ancrbotlnen Schulden-Zah- u«g zu Abgab ihrer Erklärung zu vernehmen haben sollen. Signatum Carlsruhe den 7. Iuny 1791. (vberamt allda. Laxlsruhe. Da über das verschuldete Vermögen der Burger und Schuhmacher Peter Hauchischen Eheleute von Srafforth der Ganntprozeß erkannt und zu Liguidlrung der ?Mvormn Terminus auf Montag den uten Iuly li. a. anberaumt worden; so werden anmit fämmtliche Haurhische Gläubigere vorzeladen, vor dem Oberamtlichen Commissario gedachte» Tag zu Slafforlh in dem^Wirthshauß zur Kannten zu er, scheinen, ihre Fordrungen unter Mitbringung der allenfalls in Händen habenden schriftlichen Beweiße gehörig zu liquidiren, widrigenfalls aber sich der Präclusion zu gewärtigen. Signatum Carlsruhe den L8teu May 1791. (vberamt allda. Carlsruhe.. Der ganntmäsig ausgelrekne Andreas Süß Burger und bisherige Gülherfuhrmann von Graben, wird hiermit vorgeladen, daß er von izt au binnen 6 Wochen, wovon ihm zwey für den ersten, zwey für den andern und zwey für den dritten und letzten Termin anberaumt worden, vor hiesig Fürsis. Overamt erscheinen und über fein heimliches Entweichen und gemachte viele Schulden Red und Antwort geben solle, er erscheine nun oder nicht, so wird dennoch gegen ihn der Ganntprozeß und das weilre Rechtliche erkannt werden. Signatum Carlsruhe den 29ten May 1791. (vberamt allda. Carlsruhe. Montags den roten Jun. dieses JahrS wird die der abgcfchieduen Beck Johann Schmidt!« schen Ehefrau einer gcbohrne Dachrlerinn zugehörige an der laugen Straß der Post gegenüber gelegne gut erbaute Eckbchaussung Nachmittags 2 Uhr auf dem all, hiesigen Rakhhaus öffentlich versteigert werden. Wel, chcö anmit denen Kauflustigen zur Nachricht bekannt gemacht wird. Carlsruhe den 9ten Iuny 1791. (vberamt allda. Eberstein. Joseph Deichler von Forbach ist nach erlernter Chirurgie zu Baken in feinem azten Iahe auswärts gegangen, ohne feit 12 Jahren mehr etwas von sich hören zu lassen. Da nun seine decke Eltern mit Todt abgegangen und ihm dadurch einiges Ver, mögen zugefallen ist; So wird derselbe andurch öffentlich vorgeladen, in Zeit von 9 Monaten entweder persönlich zu erscheinen oder Nachricht von fei, nem Leben und Aufenthalt zu geben, widrigenfalls die ihm angefallene Erbschaft seinen Geschwistcigea gegen Caution verabfolgt werden wird. Gernsbach den 2ten May 1791. (vberamt allda. Rastatt. Der ohne Erlaubnuß ausgeirettene Un- tmhan Andreas Hanns von Wintersdorf wird hier c 368 ) mit dergestalt?» edictMer citirt und vorgelaken, daß er binnen z.Monaten vor hiesigem Ob^ramk sich siet, len und semes Austritts wegen gehörig Verantworten andernfalls aber.gewärtigen soll, daß sin Vermögen confiscirc und er d.es Lands verwiesen werde. Signatum Rastatt den 6. Juny 7791. Gberamt allda. Baden. Der Verschollene 8ranz J-ftph Kuppert von hier, oder dessen rcch'mäsige Leides Erben werben hier mn vorgcladcn, in Zeit 9. Monaten sich hier vor Ober . Amt zu stellen, oder zu melden, und legale Nachricht von ihrem Aufenthalt cinlangen zu lassen, andernfalls sem des 8ranz Joseph Kup, perrs hier bcflndliches Vermögen kessen Schwester Carharma Masten unzicßlich werde überlassen werden. Signatum Baden den zten May 1797. Dberamt allda. Ewmcudiugen. Alle diejenige, so an das ganih- mäßge Vermögen 2 lndreas Kölblins, des Burgers und T'giöhncr in Malcck rcchtmsisige Fordrungen zu haben glauben, sollen dis Doruicnag den zo Juny b. I. zu guter Vormilkagszcit in dem Brulbach'schen Wirlhshaus allda vor dem Commiffarius unter Mit» bringnng ihrer Beweist - Urkunden zur Liguidacivns Handlung und Dscumcnurung des Vorzugsrechts, bey Straft des Ausschlußes erscheinen, und das Wertere adwarten. Emmendrngen den F. Juny ,79,. Gberamt Höchberg. Lörrach. Christian Eudorlin von Blanfingcn, der sich eines Weindtkbstais schuldig und flüchtig gemacht hat , wird hiermit unter dem Bedrohen vorgcladcn, sich -dev Vermeidung der Lands- verweiiuna, Vcrmögcnsenrfttzung, und Echlaznng seines Namens ein den Galgen binnen z Monaten vor hiesigem Pderamk zu stellen. Lörrach den izten May 7791. Gberamt Kötteln. Lörrach. Der abwesende Leonhard Bürgin von Kwchtn wird hiermit vvrgetaden, sich binnen z Monaten vor dahiesigem Obcramt zu stellen oder zu gewärtigen, »aß im Mc! terscheinuncsfull das Rechtliche wegen seines zurückgelassenen Vermögens werde verfügt werden. Lörrach de» Zten Juny 179,. Gberamt Köteeln. Lörracb. Alle diejenige, welche an Claus Hagist BannwarlS - Lohn von Ftschinqen zu fordern haben, werden humir zu der auf Montag den r itcn July 7-9,. anbccaumlcn Schuldenliquidation ins Baad- wirlhshauß nach Fischmgen und zwar bey Straft des Ausschlusses vorgeladen. Lörrach den iten Juny 7791. Gberamr Kötteln. Lörrach. Johann Jacob westermeier, Wz« in Tegernau ist für mundkod erklärt und ihm k« Chirurgns Louis Mir alda, zum Vogrmann HM worden, ohne dessen Lutbe'ßen sich niemand mit ki^v westermcmr IN irgend einigen Handel einlafferi'M^ bey Nichtlgkeit des Handels urtt Verlust" der ZG rung. Lörrach den 2üt.n May '797. Gberamt Kötteln. In MachlctS Hcfbuchhan-lung in Larlsruhr ist wieder neu ar.gckommrn und zrr haben. Gedichte eines Franken am Rhcinstcohm. 8. iA, 7 fl. Gemählde (Philosophisches) der Regierung Lud« des Vierzehnten oder Ludwig der Vierzehnte > dem Richterikryl der Nachwelt. Noch dem Zr zösischen von Kozedue. gr. 8 - 1791. 7 5 - Haßner (F.) Bcyirägc zur deutschen SirlengesM deS Diulttaucrs gr. 8- 7790. 7 fl. 6 kr. Geschichte der Nuntiaturen Deutschlands gr. 8 - tsy 1 fl. zo kr. Glaube <.ter) des Seldstdenkers gr. 8- 45 kr. Gmciner's (F. K.) Kirchenrechl 2 Th. gr. IA i fl. 48 kr. Hallers (H. von) Tagebuch der mcdicinischen Lsttei tuydccJahre 7745 — 7774 herausgegeben von I., Römer und P. Üsteri iln. Bands rlr. Th. gr! 7790. 2 fl. 76 kr. 9 Hofers (F. I.) Lehnatze der praktischen GeburtP die Manualoperationen bttreffevd gv. 8 . 1 fl. Köhler (P. G-) Anleitung zum prakuschen Unter« künftiger Seelsorger gr. 8 . 1789- r fl- Kriege (die) in Boßnien in den Feldzügen 77Z7. iS und 1749. gr. Z. 1789. 1 fl- iZ kr. Lehrbuch der brauchbarsten Wissenschaften für W chen von ressccm Alter und der gesitteten Sl«ü Z Th. gr. 8 . 1789- 6 6 . 15 kr. chexicon Fiedler (C. W.) allgemeines pharriW- tstch chymisth- mineralogisches , oder alphadM Anleitung zum Gebrauch für Apotheker, ChenO» und Mineralogen 2lr. Band gr. 8 . 1790. r i 45 kr. Medicus (F. K.) philosophische Botanik mit krilW Bemerkungen its. Heft gr. 8-1789- r fl- Mystagsg (der) oder vom Ursprung und -Entstehn«! alter Mysterien und Hycoglrwhen der Alken wellt! auf die Freymaurercy Bezug haben gr. 8 - 1 / 89 - 1 fl- Z2 kr. ' ^ , «... Essig-Rrug (»erneuerter) oder die Kunst EW j« brauen und aufzufttz.m von Roftnsiengel. 8- rZ ü- Zu tutior gierer Nach drdat nen. vorh> brech dicje! wirk von des wirk daic gest' von sche run den