Nro. 84. Pag. 408 . Karlsruher Montags l - ? Zeitung. !> r n rz Z u l y. 9 9. MI, Hochfiirßli»« Markgräsil» « vadlschnn rnädlzllm piwrezl», ! ^ _ '»i '« Ziengg vom 19 Iurr. Vorgestern erhielt dal hie- ,' istgr katftri. kövigl. Militärkommando sowohl, als dat ! Vlip-rg«amt «tue Estafette, zufolge welcher erster«» > uogewiese» wir-, dem Havbekskaode zu beveuteo, baß ß die Schiffahrt nach den Häfen Neapel, Mrssnarc. ohne ii Bedenken unternommen werben könne, letztere» aber er- I: hielt den Auftrag, tu besagte Häsen die Naturalien auf das >i schleunigste führen zu lassen. — Bereit» feit ro Tagen . wnden von dem kaiserl. kdnigl. Militärfuhrwefru nur » Stückkugeln von -röSem Kaliber htehrrgeführt, diese « werden gleich in Schisse geladen, von hier nach Vene. » »big und dann zur Belagerung »ach Mantna geliefert. Destreich vom 4 I»l. Es ist noch Vicht «nt» schiede«, ob die iu vollem Marsch durch Böhme» < begriffene dritte russische Armee ihren Marsch durch Franke« an den Rhein, oder durch Schwaben nach ' der Schweiz nehme» «erde. Diese Arme« beträgt 36,020 Manu und eben so viele stehen in Italien, Bisher stad also 72 000 Russen gegen Frankreich ' in Bewegung, ohne diejenigen zu rechnen: dir im untern Italien gelandet sind. E» dürften aber bald «och mehrere zum Vorschein kommen. ' Frankreich. - Paris vom H Iuly. Et» Schreibe» de» General DeffoürS au» dem Hauptquartier zu Tvrtona vom sr Jan. meldet, daß bi« den 17 von Genua aufgebrocheue Armee Tvrtona rntsezt habe, daß r» «ach und nach zu verschiedenen Gefechten gekommen, deren Folg« die Vertreibung de» Feinde» au» dessen Positionen von St. Giuliano , Cassini und Spinetta bi» an die Bormida gewesen sry. Die Reserve de» Feindes ist «tvgefthiosseu worden, und er hat 4000 Mann verloren, worunter sooo Gesänge», -»-, Ein anderes Schreibe» des Gen. Massen« gibt Nachricht von einem. hartnäckige« Gefecht, das bey Offenburg statt gehabt hat. Der oäm. licht General weldrt auch, daß den 17. Jan. dirOcst- reicher «in Fest wegen eine» von ihren Armeen in Ika- lien erfochtenen Sieges feierten , und daß er selbst, da er zu gleicher Zeit die Nachricht eine» von der französischen Armer davon getragenen Sieges rrtheilt, Befehl gegeben hatte, auf der ganzen Linie die Kanonen zu löse», um diese» Vorthetl aazukünbtgen. (Auszug eine» offiziellen Artikels.) Es ist rin Beschlag ans all« schwedische Schiff«, die sich in den Häfen der Republik bcsiadeu, wegen brr Erklärung des Königs all Herzog« von Pommer» auf dem Reichstag zu Regensburg, gelegt worden. Der Regtenmgskommtssär Reinhard zu Floren; ist zu» Minister der Republik in Hrlvette« a» Prrvchel» Stelle ernannt worden. Der ehemalige Prinz Karl von Hesse« hat nun auch wieder die Feder ergriffen. Er drnuncirt verschiedene Minister und Generäle, «nd glaubt, daß «ich!» leichter gewesen sry, als Frieden zu machen, und dem ganze» Italien sein« Freiheit zu erhallen. Er ficht den Koa. greß von Rastadt als eine Treulosigkeit an , woselbst mau über die Zerstückelung Frankreichs und di« Rük. kehr eines konstitutionellen Königs gefeilscht habe. Er kündigt an, daß bas greurlvoll« Grhrimntß von Bonni- erS und RodrrjotS Ermordung bald bekannt seyn werde. Er klagt die alten Direktoren als Mitschuldige der Herren von Kobevzl nvdMetternich an, die absichtlich Buoaapart« nach Egypten verwiesen, «nd unsere Flott« durch die Engländer hätten zernichte« lassen. Er sagt auch vorher, daß wen» man nicht mit der Psst Hilfe »ach Holland schickt, dieses Land für «ns vrrlv-- < 4°9 r re» sty, daß nur ein Wunder dir Reste unstre Ma« rinr retten könne» indem ihr Heil von Spantrns Red. lichkeit adhävge rc. — Aat Holland bttrssr, io erklärt das Journal, daS neulich unter dem Aritkrl M nten verschiedene Nachrichten aus diesem Lande gegebea hatte, diettidr» nun für durchaus falfch und «rfuucen. Man lieft heule in einem unsrer Journale felgendes; Brizadegeueral Merlin, beschuldigt, Erpressurgen sich erlaubt zu haben, den Befehlen des Obergeurrals der »eapolitasjschro Armer oogchossam und Ursache br< Venusts von Pontremolt gewesen zu ftyn, wird, ei, nem Beschluß ve< Direktoriums zufolge, io Arrestaltons. -«uv gesetzt und nach dem Fort von Aoiibes gebracht werden, io Erwartung, baß vaSKrikgtgeetchl, welches über ihn sprechen soll, vrrjamwrlt fryn wirb. Dieser Merlin ist der nemliche, der schon einem Kriegsgericht übergebe« war, weil er dem io Ehrendreilst'in ringe, schloßorn Feind Lebensmittel hatte zukommen lassen, der aber damals mit Hilfe seines Bruders, des ehe. walrM Deputieren und durch de» Credit ReudeklS losgssvrochen worden war. Paris, vom 7 July. Ei« Schreiben au- dem Heuplquarttrr des Gen. Moreau vom 22. setzt zu deo bereit- bekannten Details über Vas Gefecht vom 20. hinzu, baß der Angriff durch die Di ißoo des Gen. Groucht seaeu de» 15,000 Manu starke» Feind be. gönnen, daß dis uw n Uhr der S«eg zweifelhaft ge. wese»,daß derselbe aber endlich, nach rmGev.Moreau mit dovo Mau» frischer Truppen angrkvwmeo war, sich ür «ns entschieden habe. Dem Pferd des Oder, besthlsh der« würbe der Kopf durch rin» Kavovevku» §ei zer chmettrrt, Moreau Kürzte nvd bekam einige QiEsungkn, dl« ihn jedoch nicht hioderten, ein an. veres Pferd ru besteigen uvd dis in dir Nacht dem K -n vf beyznwvhuen. Mereau's kleive Armer, heißt «S iar Verfolg btrfes Schreibens, zählt nur 15 bis 18000 Manu, man uriheile von den Folge» dieses Lessens, wenn er di« Hälft« mehr gehabt hätte. Im Ganzen gehen unirr Sachen so gut, als sie ge. Heu köoveo; da wir aber keine Verstärkung erhalten, so wird es uns schwer werden, uns gegen den Feind zu behauptm, wenn dicsrr sitz in Masse vereinigt, wie es sicher seine Absicht ist rc. Der Kriegsminister Brrvadoltr sagte an die Armeen: »Soldaten des Vaterlandes! das Direktorium hat Mick zum Minister ernannt. Bios allein die Hoff, nur.g, der feste Vorsatz, euren Drangsalen ein Ende zu machen, haben mich vermocht, diese Ernennung anzunrhmeo. 3 ch habe euer Ungemach mit angesehen; ihr wißt, ob ich es getheklt habe. Vielleicht hat mich eure Stimme zu dem ehrenvollen Posten geführt, den ich itzt begleite. Dieses Bewußtst?» wirb mir Kräfte geben in meiner «euer» Bah». Ich schwöre euch, «ich; eher zu rasten, bis ihr mit Brod, Kleidern und Waffm versehen seyu werdet. Ihr, Kameraden, ihr siy Et, daß wir mit «sander dos Ungeheuer der Koalition zernichten werden. . . Grwiß, wir werden unfern Schwur halten.« Parts vom 8 Iul. Nach einem unserer Journal« wirs General Jondert den 8ttn dieses abrrisen, um dev Odrrbrsthl über dir italienische Armer zu über, nehmen. Nach andern öffentlichen Blätter» ist risse» Kommando dem General Chawpiovnet zu gedacht. Des» sen hier erfolgte Ankunft, die man schon vor mehr als 8 Tagen gemeldet hatte, hat erst vorgestern Abends statt gehabt. — Man will hier wissen, daß di« De« portirten auf der Insel Oleron nächstens hierher zurück io den Tempel gebracht werden sollen und daß man ihnen dann Richter geben werde. —VorgeSen; Abends hak das Direktorium «inen Courier von Gw. B-üve äus Holland erhalten. Mau weiß noch nicht, was er mitgevrachk hat, aber was man grwiß weiß, ist, daß wir nur noch 10,000 Mann io Diensten der daravt« scheu Rrpublick haben uvd baß diese kleine Armee fboo srit dem zteo Iuvy Befehl erhalten hatte, Hol- j>od za räumen.-Nach einem umerer Journal« scheint eS, baß rin oeaer Seeminister ernannt worden ses, dessen Namen man aber noch nicht k nnt. E u anderes Journal sucht, unter Anhäufung vtelrr Klagen und Vorwürfen gegen Tallryraud Perigord, zu b-wei« sen, daß auch da-Ministerium brr auswärtigen Ge« schäfte in andere Hände kommen müsse. — Ja einer der letzt verflossesro Nächte ist der Freihnisbaum vor der Thür der neunten hiesigen M-vicivalttät verstüm« m>lt und gänrlich seiner Rtvde beraubt wo-chen. Paris, vom y July. Beschluß des Vollziehung». Dir« orinms vom 5. biefes. » Das Voüz-ehuogs. Dirrklvrium beschließt: Es wird unter dem Nomm Alpeuarmee eine Armee auf deo Gränz:« der Alpen gebildet. Br. Champimkl«, Divistoosgeveral, ist zum Kommandanten dieser Armre unter den Befehlen des Odergenerals der italienischen und Alpenarrree er. nannt.« — Bernadette, Krtegsmtnister, an dm Ge. veral Cbamptvnn«. Das Bollttehungsd «kronum rraennt sie durch seinen Beschluß vom 5. djsses zvm Befehlshaber der Alpeuarmee. Zv 000 Tapfere er. warten sie voll Ungeduld, um unter ihre» Befehlen wieder dir Offensive zu nehmru. Vor ,4 Tage« noch waren sie in Fesseln; der zo. Prairial hat stt befreit und dir öffrutttchr Meinung klagt nur ihre Uo. trrdrizcker ar>. Strasburg vom 9 Jul. Gestern war «in neue- Gefecht auf vrm rechte« Rheinufrr. Morgens um 2 Uhr griffen dir Otstreicher mit Verstärkung einen t 412 ) Thtil unsers rechte» Flügels zwischen Offtüdurg vud Geogrnbach an, unsere Trappt» räumten Offenbnrg und zogen sich i» die Gegend von Sand. Dir Oestrei. cher kehrten hierauf wieder in die Engpässe de- Ktozin- ger Thals zurük. — Seil ein gen Tagen ist eine groß« Aazahl östreichijcher Offzterr aus dem Innern hier aogekommen. Sie werden ausgrwrchselt. Gen. Laroche har aber nun vom Krieg-minister verlangt, man ! möchte keinen Kr-egsgefaogeven mehr durch unsere ! Errozfestuog reistu lassen. Gros brtttanien. London vom 28 Iuny. Man publizirt hier s Bririr, der eine von Burnapane an das Direktorium, Welchen ein lü-kuchrr Koriar aufgefangro und wovon der lürki'che Brsaodk« an uaserm Hof anS Konstmt. «opel eine Abschrift erhalten hak. Der andere Brief ist von einem Offizier des Kriegsschiffs, der Tiegcr vom 8 April. — Buonavartt scheint in jenem Briefe allen Muky verl hren za haben. Er gesteht es «in, daß dir Erfechte rw.t den Äcahera und mit Murat, Boy, dir Beschaffenheit der Levenamittel, da« schlechte Wasser, und die Pcst zu Al-xaudria und Kairo, dir Hälfte sei- uer Armer geschmolzen habe», daß er nur mit Mühe das besetzte Land behaupte, daß die Einwohner, auf dir er rechnen zu können, geglaubt habe, nur aus Furcht unter sein« Fahnen getreten sryrn, daß sie diese wieder derlcssen und dre Arme« plündern, wann sie können, daß lein Einfall in Syrien nur eine Unternehmung ans Verzweiflung gewesen ftv daß er in diesem Laute die Engländer angetrvffev habe, welche ihn zwischen 2 Feuer gebracht haben, daß die Thätigkeit d-s Dgezzar Oglu, welcher 20000 Araber unter seinem Befehlen habe, ihm sogar bir Hoffnung raube nach Ezyotra zu- rückzukehreo. Er beschließt das Gemäldestises Unglücks damit, baß «ine Mine, welche er gegen St. Acre a, gelegt hakte, gegen ihn selbst gespielt und ihm zooo Maun gelödlet habe und daß di« Belagerten diese Begebenheit benutzten, und einen Ausfall wachten, weicher ihm 4000 Mann gekostet bade. — Der Offizier besTyg.rschiffes schreibt, baßBuonaparte in den Gebirgen hemm »rre, ohne Lebrnr mittel, u d von den Ara. brra und von der Armee von Jerusalem umringt, daß Z Tage vorher S>r Sid. Smith den Pascha de. wogen habe, rtoeo Ausfall zu thun, bey welchem er die feindlichen Minen zerstört und viele Gefangene gemacht habe, weiche der Dgezzar alle habe tödkeo lass-o, bi« auf wenige, welche Sir Stdney noch rettete. DrrOf. sizier fügt hinzu, daß der Major Oibfikld vom Kriegsschiff Thestus, und der Kapital« Wllmot von der Allianz geblieben seien. Italien. Pavla, vom 28 Iuny. Endlich haben wir etwas hMurre und zuperläßigere Berichte vo» de» Operationen des G:n. Morea« erhalte«, dir feine« Berel«!, gungsplau m l Macdoaald durch Schnelligkeit aus« führen wollte, dem aber der alte Suwarow durch noch größere Schnelligkeit zuorrkam, denn alsMorea« vorrück e, war Macdvnaid schSii arschlagen. Ec stund auf der Gcdirs«stkc.ßr du ch das Gevuesifche mit Mae. douald iu Verbindung und erfuhr a ss, freyltch durch Umwege und also «was spät, sein glückliche« Vsn- dr ugen über MoSrua, Rergiv, Parma und Piocenzs. Moreau Vrvch also d. 20. Iuny, wo er seine Niederlage d. 19. roch »ich! wiffiN konnte, von Novi gegen Tvrtoüa.auf, um ihm entgegen zu gehen. Ec griff den Geu. B.lle^arke au, der zwischen Aieffanbria uns Novi stuud. Dreier, zu schwach, um Widerstand zu leisten, zog sich zurück und hob die Blokade von Tor« toua und AkiMdüa auf, indem er seine Truppm zusammen zog und eine feste Position bey Sk. Gmliano nahm. Moreau rückte bis Tortoua unv sogar dis Vogycra, 7 Sluv.cn von hirr, vor, wo dir Patris. reo sogleich wieecr den Fuyhntsdaum pflanzten. Viele Familien flüchteten sich bey Annäherung der Franzosen. D>« Festung von Turin Halle indessen gerade zur rechten Zrtt kapitnlirr undTrn. Kheim stieß mit dem Be- lagruugskvrps zu den Truppen des Gen. Bellegarve. Die Feauzosen griffen d. 25. Jury diesen Gen. an, allein fir fanden ihn stärker, als sie vermucheten unv wurde» mit einem Verlust von zooo Manu an Tod- ten, Verwundeten und Gefangnen gänzlich geschlagen. Sie zogen sich uuo wieder nach Gavt und in die Boc« chetka zurück. Die Kaiser!, besetzten Voghera w'tdec, wo sie die Pflanzer des Frechetrsbauws bestraften und bir geflüchteten Einwohner kehrten wieder in ihr« Hrymath zurück. Suwarow kömmt nun mit schnelle» Schritten dem Gen. Moreau auf den Hais, um ihm den letzten Schlag za geben. DaS K-istrl. Haupt, quartier brfiadrt sich gegenwärtig tu Al'ffaudrja. — Noch haben wir 2 sehr wichtige Berichte erhalte», die zwar für offiziell ausgegebro werden, denen aber Datum und Unterschrift fehlt. Wie theilen sie unser» Lcftrn wörtlich mit , ohne daß w:r für ihren so zim. lich gleich lautenden Jnnhait bürge» könne». Der erste besteht tu einem Prioalschrriden aus Pavia und der »weyte ist eine wörtliche Ueberfttzuug aus der Z:i. tung von Verona. Hier folgen sie beyde: Bologna vom 2 Jul. Am zo JoniuS, Nachmit. tags um l Uhr sind wir endlich von den Franzosen, die ms seit z Jahre» plagten , befrrpt worden. Sie zogen sich nach einem kurzen Widerstand gegen Tos. kqna zu.ück, und gleich darauf rückte ein Korps kaiftrlcher Truppen «in, denen unser Kardinal Erzdifcyrff, die ganze Geistlichkeit, und eine Menge Einwohner entgegen giengen. Adevbt war die ganze Stadt, und alle Theaters illumioirt. Die hiesige» Jakabinrr haben sich mit dev Franzosen entfernt. < 4rr ) Schreiben aus pavla, vom 2 Iuly. Die sieg« -ewohuten vereinigten kaisrrl. Truppen habt» de» Grn. Moreau gävziich geschlageu , yooo Tefaognr gemacht, ^drn wichtige» Posten Bocchetta besitzt uvd marschire» vua »ach Genua, wo sie wahrscheinlich in diesem Augenblick schon «ingerückt sind. Die Zeitung von Verona vom z. Iuly meldet folgendes : Diesen Augenblick kömmt die zuverläsige und offizielle Nachricht von einem vollkommneu Sieg an, den die Deutschen zwischen Tortona usd Ponte biVa. lenza über die Franzosen erkämpft und wobey letz re an Grfaognro uvd Tobte» 12,000 Mann verlohn» haben. Ein andrer diesen Morgen augrkommnrr osfi. Steller Bericht meldet, daß Genua von den Deutschen erobert und besetzt worden sey. Mailand, vom z Iuly. Mehrere Privatbriefe an« Genua melden, daß die engl. Flotte im Angesicht dieses HavenS sey und daß sie die Regierung von Ge. »na unter harten Drohungen anfgefordert habe, die Franzosen aus ihrem Gebiet zu vertreiben. Wirklich fangen die Franzosen au, gegen Nizza zu rrtirire« und ihre Bagage auf Maolthiere weiter zu schaffen, »0» denen aber die Russen bereits viele erbeutet haben. — Feldmarschall Souwarow hat gleichfalls eine Proklamation nach Genua geschickt, worinn er auküobigt, daß er mit seiner Armee im Aozvg sey, um von der Stadt Besitz zu nehmen. Er verspricht die Religion, die Handlung und die Schiffahrt zu schützen uvd Gr. «na vom tyranvischenIoch der Franzosen zu befreyen, falls aber dieStadt sich zur Gegenwehr setzen würbe» so droht er, sie durch seine Kosacken plündern zu las. srri. — Heute früh ist der Gen. Fiorella mit seinem Geoeralstaab und viele» franz. OsfijierS von hier nach Deutschland abgerelst. — Der Herzog von Pwma ist wieder in seiner Residenzstadt angekommev. Rovoredo, vom 4 Iuly. Alt d. 26. Juny bey Mantua die Siegesfryer wegen Macdonalds gänzlicher Niederlage gehalten wurde, ließ zu gleicher Zeit Gen. Kray die Festung Mantua auffordero, um sie mit al. len de» Uebeln zu verschonen, di« eine Belagerung her. vorbringt, der fraoz. Kommandant in der Festung ver. langt« 10 Tage Bedenkzeit, «S wurden ihm aber nur S Tag« gewährt. Allem Anschein nach ist jedoch von der Besatzung eine abschlägig« Antwort erfolgt, weil fortdauernd Artillerie und Munition von Verona nach Mantua geliefert wird. Zur Verstärkung des Belage. rongSkorpt von Mantua ist d <2 11,000 Mann starke roß. TruppevkorvS bestimmt, welches von Padua über Legnago gegen Mantua vorrückt, diesem folgen z Re. gimeuter k. k. Truppen und a«S Tyrvl ist noch ein KorpS von 8 bis 10,000 Manu im Anzug, wovon -e. ßern die erste Kolonne hier einzog und .welcher heute ei» großer Artilleriepark und viel« Munition folgte. — Was dir Armee des Gen. Macdonald betrift, so such, t« sich dieselbe noch in den toskanischen Gebirgen zu halten und drückte ihre Vorposten neuerdings bis Mo. deoa vor , wo «S d. 2z. — 24. und 25. Juny noch zu heftigen Gefechten kam, in welchen Modena von den Franzosen dreymal erobert und wieder verlohrra wurde. Di« Franzosen erpreßten während dieser Zeit von genannter Stadt 15,020 Thaler Brandschatzung und hoben 25 Geiseln aas, die sie aber nach einer d. 25. erlittnru Niederlage zurücklieffen und io die genue. fischen Gebirge zmückeilteu. Die Kaiserl. rückten hier, auf bis Bologna vor, schlossen bas Fort Urbano eia und besetzten Bologna durch Kapitulation, wo sie z68 Franzosen sammt dem Gen. Hulin gefangen nahmen. Von da aus wendete» sich die Kaiserl. gegen Florenz, von weicher Stadt ihre Vorposten nur noch einige Stunden entfernt seyn sollen. Bey diesem Verrücken machte Ten. Kleuau eine Menge Gefangne. erbeutet« z mit röm. Geld vollgefüllte Kassen, 400 Munition«» wägen rc. Das unter diesem General stehende Korpt ist iZ,ooo Mann stark. Schweiz. Lern, vom 6 Iuly. Das helvetische Direktorium und der hiesige ftaozvsi che Minister erhielten von Ge« neral Massen« die Nachricht von einem von General Macdonald erfochtenen Sieg uvd der Vereinigung seiner Arme« mit iener des General Moreau. (Sollte sich diese Nachricht bestätigen, so könnte Ar auf die militairische Operationen in der Schweitz brdeutrudru Eiostuß Haber. . (A. d. Z. Z.) An das geehrte Publikum. Larlsruhe. Da uuser bisheriger Zritungträger seit gestern a«S uvftrn Diensten trat «nd sich auS der Stadt entfernt«, so zeigen wir dieses hiermit öffentlich an nnd bitten um gütige Nachsicht, fall» durch de» neu angerommeveo Zeitungsträgrr im Avfarg einige Unrichtigkeiten entstehen sollten. Macklots, Zeliungs - Romptoir. TodesAnz e ig e. Unsre ehrwürdige Tante, Fräulein Christine von Drais, die vorhin io Pforzheim «tablirt war, seit ,784 aber sich zu ihrem Neffen, dem Markgräsi« Badischen Lardvogt uvd Kammerherru von Drais begeben halte, ist den ii. Jaly 1799. io Carlsruhr, im 79sten Lebensjahr, an einim Nachlaß der Natur «vtschiaftn. Wir benachrichtigen hievon ihre Gönner und Freunde, unter ehrerbietiger und hochachtungSvvl« ter Empfehlung. Der Seeligen Bruders, und Schwesterkinder.