r dem sic im > edcr.I ksam- ad ge, r vor. gehi- rdung Ische» oder utter- u se. aüilr ! für! usrü. j »glich l nim .rieh» nie, ; so iaui- ftn, scils ge. 6er« hin- ach- tzra Nr. irz. Karlsruher gen Montags Pag. 672. » Zeitung. den 24 Octob. 9 r. Mit Hochfürstlicb . Markgräflich « Badischem gnädigstem privilegls. Frankreich. Nationalversammlung der zweytcn Legislatur. Sizzung vom tZten bis 19. (Der. Forts tzung des adgrdrochneu Artickels der Lomite's betreffend. 5) Finanzcomite. Es wurde , gleich bey seiner Entstehung , in mehrere Scctionen ver« theilt. Eine der wichtigsten war diejenige, welche alle Woche nvt dem Finanzmimster über die Fonds «nd Ausgabe» des Schatzes conferirle. In der Folge entzog man diesem Comite mehrere Arbeiten, 1- B. die Liquidation der Staatsschulden, die Fadri- cativn der Assignatc, die Aufstchl ss'er die Casse des Außerordcnilichen u. s. w., so daß es nur dicjenig«» Parthien dcvbchicll, welche den Staatsschatz und du ordrnVichcn Ausgaben betreffen. b) Lom- missarien für die Inspecrion der Lasse des Austercrdemiichrn. Im October 1790 ernannte die Nationalversammlung vier Commissarien, um die Organisation dieser Casse zu projecliren; dieses geschah, und sie behielten hernach die Aufsicht über dieselbe fort. Es ist nvlhwcndlg, diese Arbeit fonzu. sezen. 7) Aüfteher über die Verfertigung der As- signake. Die Wichtigkeit dieser Arbeit hat die constj. lmcntr Nationalversammlung bewogen , diese Aufseher zu berechtigen, sie forrzusetzen, bis die Legislatur ihre Bchfolgcr wird ernannt haben. Ihre Arbeit ist in kn schönsten Ordnung und die Aufsicht erstrecke sich öbir alles mögliche Detail. 8) Lomile der Aust», gen. Seine Arbeiten sind geendigt, aber können vervollkommnet werden und erheischen elN^bcständigeAuf- ßcht. Dieses Comite empfiehlt der itzigen Legislatur Mi besonders dir Verzrichniffr und Tabellen, welch e bas Resultat der Arbeiten über die Grund und Modil'arsieuer von 1781 enthalten. Sie sind die Furcht einer ungeheuer» Arbeit. 9) Lomire für die Penss« dnen. Im Jahr 1792 war es lehr beschäftigt, weil cS der Nationalversammlung alle Mißbräuche und Ver chwcnbungen der alten Regierung unter die Augen legen und die Decrett, um ihnen adzuhelfen, Vorschlägen mußte. Diese Arbeit ist geendigt und das Comite Hai weiter nichts zu thun, als die Forderungen derjenigen zu untersuchen, welche Pensionen vom Staat ziehen oder begehren. In dieser ausserordentlich langen und beschwerlichen Arbeit ist es bis auf dieienigen Pensionisten gekommen, welche im Jahr 1721 geboh- ren sind. Die constituircnde Nationalversammlung hat wegen der »olhivendigen Langsamkeit dieser Untersuchung verordnet, daß alle diejenige», welche bisher eine Pension von 1022 L>v. gehabt haben, sie vorläufig genießen sollen; wofern sie fünfzig Jahre alt find, soll ihnen überdiß noch das Quart des Ueberschusses, den sie genossen, bezahlt werden. Das Comite hat nur wenige Papiere hinierlassen, weil eS alleMemoires an das Liquidakionscomite geschickt hat. io) Liqui- dationscomite. Es wurde im Jenner 1792 errichtet und ist eigentlich eine Abtheilung der Finanzcomite. Der Gegenstand seiner Untersuchung war der Betrag der Schuldscheine. Es war in mehrere Sectionen gelheilt. Seit Errichtung des folgenden Comite haben seine Arbeiten fast ganz aufgehört. 11) Lenrral « Liquidarionscomite. Seine Errichtung aus allen Llqullarionscolnitc's beschleunigte diese Arbeit auf eine ausserordentliche Weise. Seit dem Monat Januar bis zu Ende Septembers, hat cs zz Liquibati- oiisdccrete oorgeschlagcn, deren jedes aus einigen hun. derc Artikeln besteht. 12) Lomitefür Akkerdau un- Handel. Seine Arbeit hat sich über mehrere Gegen- ^ ' r 67z > Saud« erstreckt, als semNamr enthalt; es Hatz. B.alle Rapporte üde»dicPostwagen(Messagericn) undBergwer- ke gemacht. Seme Carcons enthalte» eine Menge der wichtigsten Papiere über Ackerbau/ Künste und Handel. Die Ordnung, die es in seiner Corrcsondcnz beobachtet hat/ kann als ein Muster angepriesen werden. iZ) Feudalcomike. Seine Arbe-len sind gern, digr. 14) Militaircomire. Seine Arbeiten sind geendigt. Vermbg des Dekrets ovm 21. Sevl. sollte «in Theil seiner Papiere dem Minister übergeben, ein Theil aber im Archiv niedergeicgc werken. Aber als man in das Comite kam, um dieses Dekret auszuführen , zeigten die Buralisten eine Berazhschlagung dieses Comire's/ des Innhalts vor: daß cs keines dieser Papiere ins Archiv geschickt habe / weil es glaube, daß sie sämmkiich dem Minister zu übergeben seyen. Der Archivar hat sie alle liegen lass.n und den Schlüssel zu sich genommen. Die Nationalversammlung muß nun die Papiere untersuchen, um zu entscheiden, rz) Lomire für das Seewesen. Seine Arbeiten sind fast ganz geendigt und seine Papiere nicht zahlreich. Judikatur-Lomire. Seine Verrichtungen betrafen die Liquidation der gekauften Stellen. Seine Papiere sind nicht zahlreich und man kann es sehr leicht mit dem Pensionen,Comike vereinigen. 17) Domänen-Ls« mite. Die allgemeine Gesetzgebung über diesen Puncr ist geendigt; die Anwendung derselben auf mehrere Gegenstände muß noch gemacht werden. Die Papiere dieses Comite's sind alle im Archiv, wo sic zwey besonder Vibliothccken ausmachen. Der Präsident des Cvmtte's, Herr Lapparent, empfiehlt sie der Legislatur, weil sic Beweise und Entdeckungen enthaltende dem Staat vielleicht 2 bis zso Millionen verschaffen könnten. 18) Geistliches Lomire. Seine Papiere füllen lZ9 Carkons. ES Hai seine Arbeiten geendigt, .bis a»f einen einzigen Punct, den cs in Verbindung Mit dem Comile der Veräußrung der Naiionalgüter zu besorgen halte; nemlich die Aufsicht über die Mo, Hillen, weiche sich in den aufgehobnen Stiftungen bei Fnden. Diese Mobilien sind von zweyerlcy Art; ge- Meine Mobilien von geringem Werth und kostbare, als -Monumente der Künste und Wissenschaften, Gemmen, Modelle von Maschinen, Bücher, Maiwjcripie, .kostbare Arbeiten in Silber oder Kupfer. Man hat Lurch die Districle Jnventarien von allen diesen Mobilien verfertigen lassen , um zu wissen, was man Zavon verkaufen könnte und was aufzuheben wä- re. Diese Jnventarien füllen z6 Cartons, worunter einige nichts als Bücher - Verzeichnisse entyal. len. Die gemeinen Mobilien, als Tische, Stühle re. sind verkauft worden. Ueber die andern müssen die Personen entscheiden, welchen dir Organisation der öffentlichen Anstalten übertragen werden wird. Lommiffarien für das Garde Meuble. (Das M bäude, wo die König!. Kleinodien aufbcwahn werden.): Die Nationalversammlung hat entschieden, daß der! König die darinn befindlichen Effecten zu seiner Disvs- sition haben solle: sie hat aber die Vorsicht gebrauch!,! ein Jnvenlarium nnv eine Abschätzung der Diam«»,, Perlen, Statuen und andern Kostbarkeiten verftrlW zu lassen. Der Rapport davon ist wirklich im Druii, 2ad Zehnten Lomire. Seine Arbeiten sind ganz endigt und seine Papiere unter denen des geistlich,, Comile. 2l) Lomire für die Veräußerung de Narionalgüter. Es war in 20 Scciionc» verlheii! jede Sektion hatte einen -Commissaüus, welcher m krry oder vier Departemenrern corresponturte. W die Gesetze über diesen Gegenstand vollendet und ^ völligen Gang waren, trug das Comite selbst dar» an, aufgehoben zu werden. Dieses geschah. M»! man hat bemerkt, daß in den Rechnungen, welche dl» Verkauf an Municipalitäten betreffen, sich Fehler eiis geschlichen haben. Diese müssen verbessert wcrdei. 22> Diplomatisches Lomire. Die UntyätiMtdec Minister bewog die Nationalversammlung, dieses C»< mite zu errichten, um ihr unser Verhaltniß mit den auswärtigen Mächten bekannt zu machen. Sein, Cartons sind nicht zahlreich, aber Hr. Frcteau, Prä,^ dent dieses Comire's, sagt, daß sich sehr wichtige piere darunter befinden. 2z) Lomire für die Ang^ legenheilen von Av>a„on. Es ist itzt unnütze, Avignon dem Reich einverlcibt ist. 24) Loionial Lomire. Seine Akuten haben einen großen M pfang und betreffen nicht bloß die Constitution mistil Colonien, sondern auch ihre Administration, ihm Handel, ihr Interesse re. 2z) Gesundheirs Lomii( Seine Arbeiten hatten die Errichtung der mch,cm sehen Schulen und Hospitäler zum Gegenstand. E; hat 6Ü4 interessante Schriften darüber ins Archiv G liefert. 26) Lomire für die Armenanstalren. M Menge seiner Arbeiten war Schuld, daß die Nation^ Versammlung sie an die itzige Legislatur verwies, ach) dem sie für die. augenblickliche Erhaltung der Ar,» anstallen gesorgt halte. 27) Münz - Lomiee. M ne Arbeiten sind geendigt; was noch in dieser PM zu thun übrig bleibt, gehl die ausübende Gewalt». (Die Fortsetzung folgt.) ! Nachdem die Nationalversammlung, der Menge ke Geschäft, wegen gedrungen wurde, Bildung und Ei« Achtung lhrcr Berichtskammern, (Comite's) dm,) Ausschüsse aus ihren Mitgliedern zu beschleunigen,» beschloß sie, ohne sich vorher zu trennen, dieses HaiOl geschäst zu vollenden und vollendete solches, indem! sie hierzu allgemeine Grundsäzze aufstellte, die Rah« der ? wer« der st M'lg milk' voller Harm Mac! decsp tige wurl ausg von dcre sind wan wär setze 4 b. seyn Pag, sicht zvse> blick Mei wiri war Blc des in < säir len diel on in wü die, sim 1er fra we kli, der che Bl bei Ar rü de' sie re, «e ( 674 ) y) iük Mitglieder , als Ausschüsse in die Berichtskam- Ge- M» ernannte, der Ictztrrn Dauer und Wechslung den.) /tkr Ausschüsse in denselben durch das Loos aus ihre» i der Dlsiliedcr bestimmte und itzt werden in diese Co- »isvo- mie's die Geschäfte veckheilt, vorgearbeitet, hernach acht, Hllcndet werden, so, alles seinen uminkerbrochiun nie», ,krwo>!ischen Gang gehen. — Wegen auswärtiger rlgen Mächte; wegen den Ausgewanderten; wegen den wi- ruch. Uchenstigen Geistlichen rc. wird man denn bald wich, z ge- tige Beschlüsse fassen. — Von dem Kriegsminister ichcn wmte der Natioalvcrsammlung ein Vcrzcichniß der -er achiwandertea Ofstciers übersandt, nach welchem witt; m dcn zu Fuß 1468 fehlten, davon aber 508 wie- mit temfttzt sind; unter der Meuteren fehlten 454. ersetzt Als lind davon, 256; Ueberhaupc sind Officiers ausge- > im waotzerl, 19^2 und davon ersetzt, 7K4. über 1200 irauf ivarmalso, entwich' auch keiner mehr, noch zu er. Mein setzen, der Kriegsminister verspricht aber, daß binnen r den g bzs ; Wochen alle Officiers Stellen, wieder besetzt ein, seysssollen. Die Nationalversammlung will Donner- rden. siags den 20. dieses diese Sache vornehmen. — Um it der t üchs auftuklären, was doch eine so große Anzahl Fran. Co. / >osen bewegen kvnnlc, ihr Vaterland in dem Augen, den blick zu verlassen, wo beynah niemand mehr ftlner ?eine Meinungen wegen an Leben und Eigcnthum bedroht )räst- wird, ist unter andern folgende Hoffnung der Ausge- Pa, wanderten. Abbe Royou, Verfasser des bekannten mge. Blatts für Aristrokraten : ss' ciu ko, versichert: weit des Königs älterer Bruder,Monsieur, würde nächstens ial. in einer allgemeinen Versammlung, welche Frankreichs Um, sämliche Große in Aachen halten würden, zum Regen, nfter len des Reichs erklärt und von allen Poreutalen in ihren dieser Eigenschaft anerkannt werden. Der Constitnli- „ire. on Annahme durch den König, hat, wie er vorgibt, icini- in der Polcnkalen Gesinnung keine Veränderung be. Es wmkt. Er verspricht, wir würden noch vor Ende , ge- dieses Monats über derselben Maasregeln etwas be- Dst stlmmtcs erfahren. Eine Gesellschaft Königlichgcsinn- onal, 1er, welche nicht persönlich dienen könnten, hätten den nach, französischen Prinzen eine Sndscription gesandt, durch men, welche sie sich verpflichteten, ihnen 25 Millionen in Sei- klingender Münze zu liefern, dieses Anerbieten hätten Partie berm die französischen Prinzen angenommen. Sv spre. c an. chen öffentliche , die Rcvolutionsgegncr begünstigende t.) Blätter einstimmig und so finden sie destomehr Glaube der dm. Hierzu kommen denn noch besonder Briefe von Ei», Ausgewanderten, in welchen sie ihre in Frankreich zu. durch rälk gcbliebne Freunde cinladen, ihnen, auf dem Weg m, io dtt Ehre, wie sie es nennen, zu folgen; sie versichern mlipt, sie zugleich, der Augenblick eines Einfalls in Frank- mdem reich sey erschienen; und um bcy ihnen die noch übri- ihmer, srn Zweifel und Bedenklichkeiten zu hebe» , ist alles in Versprechen und Drohen eingewickeir. — Indessen ist all dieses nicht entscheidend; die Waagschaalen finken und steigen, wie Aknen. — Auswanderung und Ein. Wanderung wechseln, je nachdem Theiihabecc, mora, lisch oder politisch , ihre Vorthcilc berechne». Die jüngsten so aufgerufnen ausgewandertcn Officiers, rc- versahen bey den französischen Prinzen, Dienste ge. meiner Soldaten; geläuterte Begriffe, ltedcrblick des Ganzen, überzeugte sie jedoch sogleich, daß bersokünst-» lich entworffne Plan zu einer Könne-Revolution (eine der gesetzlich bestätigten Umwälzung von Frankreich polnisch . oeconomischen Lage entgegengesetzte Umwälzung^ Herstellung in den vorigen verwirrte» band) «naus-. führbar sey und viele praktisch überzeugte, kehrten, um die verlaßnen Dienste wieder anzunehmen, in ihv Vaterland zurück; so wird, gleichsam Ebbe und Fluth. auf diesem politischen Meer abwechseln, bey den ver-- schiednen Einflüssen, welche diese Abwechslungen ecre« gen, durch allgemeine Vereinigung im Centralpiiiikc-' allgemeiner Freundschaft der Liede sich vereinigen, so» der ganzen Nation ein allgemeines unzerstörbares Glück gründen und gewähren.—Daß die ganze Nation, in ih- ren zur Nationalversammlung abgcsandtcn Gliedern? darnach strebt, ist aus folgendem, der itzigen Nationalversammlung gewiß ungemein viel Ehre bringendes allgemein gvtgeheißnes, also beschloßnes Dekret erficht? lich : Aller Naiionen berühmte Männer, welche durchs Weisheit, oder aufgeklärte Begriffe sich vorzüglich- auözeichnen, werden von der Nationalversammlungi der Franken cingeladen, derselben ihre Einsichten, un« die bestmöglichste Gesetzgebung zu Stand zu bringen? mitzutheilen und da der Brüte Jeremias Bingharri? über Frankreichs Gesetzgebung bereits ein Werk geschrieben, so ernennt sie hiermit aus ihren Mitgliedern eine Commiiston, dasselbe zu untersuchen; entspricht ihr' Unheil ihrer Untersuchung, wird es von derselben würdig, anwendbar gefunden, so soll dem Vcnasser? im Nahmen der ganzen Nation, dafür gedankt werden- Uedcrdcm noch beschließt die Versammlung einem allgemeinen Aufruf an alle Franken und Auswärtige,, alle diejenigen, die über Verbeßrung der Civil - Gesetze- und Vervoükommung der öffeinlichcn Verwaltung^ nachgedacht haben , möchten das Resultat ihrer Be-< trachtunge» der gesetzgebenden Versammlung einsenden-. Binnen einigen Tagen wird man über die Auswand.« rer beschlossen. Mehrere Zuschriften, Anklagen, Erklärungen der Gesetze rc. werden angekündigt, wovon ein jedes an seinen Ausschuß verwiesen worden , um die Sachen genauer zu untersuchen: aber die Mitglieder dieser Ausschüsse waren noch nickt alle gewählt; also fühlte man die Nothwenbigkeil, alsbald zu den nölhigen Wah» len zu schreikrn, damit die Maschine in ihren wahre» ( 675 ) Gang komme. Als neuer Präsident ist der bisherige Vice-.Präsident Dücasiel und zum Vice-Präsidenten Vergniau ernannt worden. Paris, vom iz (vct. Die öffentliche Ruhr hängt itzt vorzüglich von Erfolg des Schritts ad, den der König gerhan, um seine Brüder zu bewegen, ihre Plane fahren zu lassen. Kehren sie nach Frankreich zurück; so verschwindet al. lcr Verdacht gegen des Königs Aufrichtigkeit, beharren sie aber in ihrer feindlichen Disposition: so wird das Volk seine Zweifel gegen des Königs Aufrichtigkeit nicht leicht fahren lassen und der Monarch, um ihnen dieselben zu benehmen, gezwungen seyn, alle fruchtlosen Schritte, welche Er in Ansehung Seiner Brüder grthan öffentlich bekannt zu machen. Wie viel könnte« also die Prinzen durch Rückkehr in ihr Vaterland zur Wiederherstellung der Ruhe des Staats und dcS Königs beytragen? Die Aristokraten tragen itzt nicht mehr, wie sonst, des Königs und der Köni- ginn Bildnisse auf ihren Ringen und anderwärts. Als der König den zoten Scpc. von der Natlvnatver. sammlung zurück kam, sagte Er: Nun kann sich das Volk wohl nicht mehr über Mich beklagen; sind die Geseze nicht gut, so wird die Nationalversammlung sie verbessern; sind sie gut, so werden die Franzosen glücklich seyn nnd Ich auch: denn könnt' Ich sie im Innersten Meiner Seele lesen lassen, so ließen sie Mir Gerechtigkeit wiedcrfahren, da Ich nie eine andre Absicht hatte, als sie glücklich zu machen. Proclamstion des Königs, die Auswanderungen betreffend, vom 14. Oct. 1791. Da der König vernommen, daß eine grosse Anzahl Franken das Vaterland verläßt und sich auf fremden Boden bezieht, hat Er, nicht ohne die lebhaftesieEmpfindung, eine so starke Auswanderung anfthen können; und ovschon das Gesetz allen Franken erlaubt, aus dem Königreich ungehindert zu gehen, so findet doch der König, dessen väterliche Zärtlichkeit ohne Aufhören füc's allgemeine Beste wacht, für nöthig, diejenigen, die sich von ihrem Vaterland entfernen , über ihre wahre Pflichten und über die Reue, die sie sich vorbercitcn, aufzuklären. Befanden sich einige unter ihnen, durch den Gedanken verführt, daß sie vielleicht dadurch dem König rinen Beweis ihrer Anhänglichkeit geben, so irren sie sich sehr; sie müssen wissen, daß der König diejenigen als Seine wahren, einzigen Freunde anfehcn werbe, die sich mit Ihm vereinigen, um die Gesetze aufrecht zu erhalten, ihnen Ehrfurcht zu verschaffen, Ordnung nnd Ruhe im Königreich wieder herzustellcn und Wohlfahrt aller Arten, wozu die Natur es bestimmt zu haben scheint, darin« zu gründen. Als'der König die Constitution angenonnnen , hak Er der bürgerlichen Zwietracht ein Ziel setzen, baS Ansehen der Gt. DoM setze wieder herzustellcn, mit ihnen alle Rechte der drrve Freyhcil und des Eigenthums sichern wollen. Es dann durste Sich schmeicheln, daß alle Franken feint Ab»! Woh sichten unterstützen würden und doch ist es gerade zu gesetz dieser Zeit, wo die Auswanderungen sich zu vermiß einig ren scheinen. Eine Menge Bürger verlassen itD M,! wür lerland und ihren König und tragen zu fremden Na- Geg tionen jene Rcichlhümcr, die sie ihren bedürftigen M> V bürgern entziehen; gerade in dem Zeitpunkt, wo d« 8 König Frieden und Glückseligkeit und deren Folgen, 2 wieder zurück zu bringen sucht, glaubt man, ihn veo den lassen und die Unterstützung verweigern zu können, mg die er mit Recht von allen erwartet. Es i>! cier dem König nicht unbekannt, baß mehrere Bürg«, höc die Grundbesitzer besonders, das Reich nur vi^ ihr, lassen haben, weil sie in dem Ansehen der Gesetz!! de den Schutz nicht fanden, den man ihnen schuldig was den Sein Herz hat wegen dieser Unordnungen geblWfl S< allein muß man denn den Umständen nicht etwas v«' Ml zeihen? Hat der König selbst nicht Seine Leiden gehabt ! Und da Er sie vergißt, um Sich nur mir dem allgemeinen Wohl zu beschäftigen, hat Er nicht das Recht zu erwarten, daß man Seinem Beyspnl folge? Wie kann der Gesetze Herrschaft aufgerichket werden, so lange nicht alle Bürger sich neben dem Haupt bei! Staats vereinigen? — Wie kann eine sichere, kaiier.j hafte Ordnung enlsichen, die Rnhe znrückkommen, so lange nicht ein icdrr durch Nachgiebiqkeil beyträgl, die allgemeinen Besorgnisse zu Heden? Wie kam endlich das allgemeine Interesse die Stelle des P« vatinteresses cinnehmen, so lange, statt den Partheygch zu unterdrücken, ledcr auf seiner eignen Meynung bk- harrt und sich lieber frcywillig verbannt, als bei allgemeinen Meynung nachgcbcn will. Welche lugend»! hafte Gesinnung, welch wohl versiandnes Interesse' kann also diese Auswanderungen rechtfertigen? De» an allem unsrrm Unglück schuldige Partheygeist, diem nur dazu, cs zu verlängern. — Franken! die iß euer Vaterland verlassen habt, kehrt in seinen School zurück; da nur ist der Posten der Ehre, denn eö giedl keine andre wahre Ehre, als seinem Vaterland zu di,-, nen und die Gesetze zu vertheidigen. Kommt, Mi ihnen den Beystand, den alle gnkc Bürger ihnen W. . big sind; sie werden euch hingegen die Ruhe, daS' Glück gewähren, bas ihr vergeblich in einem fremden Land sucht. Kommt also, damit des Königs Herz nicht mehr zwischen Seinen Gesmnunge/» , die für alle die nämlichen sind, und den' Pflichte« der Königswürde, die Ihn besonders für jene einneh, i men, die dem Gesetz folgen, getheilt scy. Alle sind > verpflichtet, Ihm HkMstehen, sobald Er für tet> die «tl> du ch- ar kl, D ui ch C li L n b l< r e « f < l l Ge. der Ce Ab. e zu neh, Va, Na. Nit. > der > gen, ver- len, ist ger, ver. setze var. M: ver, >bl? llge« echt Wie so de- uer» >en, ägt, arm ! Pri- geist ! be. der end, resse Der stenl ihr looS liebt die» istet hul« das iden Herz die hten neh, sind r« -— -- c 6 Soiks Glück arbeitet. Der König begehrt diese Wie- stwereinigung, um Sein Bestreben zu unterstützen, Mit sicScin süssester Trost sey;Er begehrt sie für das Mehl aller; denkt an den Kummer, den ein cntgegcn- zrschtcs Betragen eurem König zubereicen würde; sezt jstmgch Werth darein, Ihm solches zu ersparen; es , mrde für Ihn der schmerzhafteste von allen seyn. G,geben zu Paris im Staalsrath den 14. Oct. 1791. Unterschrieben: Ludwig. Miter unten: Deleffart. Ins Original ist von des Königs eigner Hand geschrie« ini. Auch an alle Commandanlen zurSce erließ der Kö- chben rz. d. und auch d. 14. dieses an alle Genecaloffi« «S und Commandanlen der Landtrupven, wichtige, HW freundschaftliche Ermahnuiiqsschreidcn, treu in ihrem Dienst zu bleiben; den Officiers zur See wurde darinnen es noch mehr ans Herz gelegt, da, um den Seedienst zu erlernen, mehrere Jahre erforderlich, Secofficiers also noch wichtiger, deren Auswanderung mithin dem Staat noch schädlicher sind. Paris, vom 18 si)cr. Mit des Departements Genehmigung, scherte Gott, die vrvlestcmnsch- refocmirtcGemcmbe »1 der ihr bereits icil etlichen Monaten neu geöffneten Kirche von Sc. Louis du Louvre, wegen vollendeter und vom König ange- nommner neuer Reichsconstitutivn, auf welche öffentliche Ruhe und bürgerliche Frcyhcik gegründet ist, ein ausserordentliches Dankfest. Zuhöhrer aus allenVvlks- klasscn und Glaubensbekenntnissen drängten sich hinzu. Maron, ein gebohrner Holländer, trat als Prediger auf mid hielt eine sämtliche Zuhörer hinreißende , erbauliche, allgemeinen Beyfall erhaltnc, höchst zweckmäsige Canzelredc, zu welcher er den Text aus dem Evangelium Johannis Kap. 8. Vers 32. Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frcy machen, gewählt hatte. Er zeichnete die achtjährigen blutigen Kriege und drückenden Leiden seines Vaterlands mit den stärksten Farben der Redekunst, bejammerte, Saß >em Vaterland, dem ungcachler, sich kaum tinenSchalteii vonFrclhciterworben, da Frankreich dagegen binnen drMhaldJahrcn. nach der traurigenLage der französischen reformicken Kirche feil der Aufhebung des Edikts von Nantes, sich zu einem so hohen Grad der Frcvheik geschwungen, welcher kein gebildetes'Volk auf Erden bisher sich habe rühmen können und welche Freiheit auch seinen Glaubensgenossen itzt so frohe-Aussichten gewährte. Ec bewunderte Gottes Leilung, welche, da bey der allgemeinen Umwälzung zleichsam alle gesellschaftliche Bande aufgelößt schienen, das Ganze der Nation und desNeichs nicht zufammcn- zestürzt fty. Daß Vaterlandsliebe alles vereinigen «zöge, war sein wärmster Wunsch, welchen er in ein 76 ) -— treffliches Gebet wickelte und mit gefaltnen Händen emvor zu Gott hob. Vortreffliche Strophen, ausRa- cine's, Rousseau's und andrer Dichter Oden, so wie Stellen aus Vollaire's Triumphgesang , wurden von trefflichen Tonkünstlern von einem herrlichen Orchester, in musikalischen Chören, passend mitbegleitct, das ganze Dankfcst so noch mehr verherrlicht, ftyerlichcr ge» macht und mit der Gegenwart des Mairs und einer Deputation der Municipalttät von Paris auch andern vorzüglichen Männern beehrt; auf alle machte baS Ganze des Dankfests einen so großen Eindruck, daß alle öffentliche Blätter mit ausserordentlicher Wärme nicht uur davon sprechen sondern dasselbe den Triumph der Duldung und Weltweishen nennen. Auf Befehl der Mumcivalitäl sind am Sonnlag den ibten dieses, den nonconsormlstischcn Priestern sieben Kirchen geöffnet worden, um, wie die Münicipaliiäk in ihrem Sckluß sich ausdrückt, das Volk zur Tole» ranz zu gewöhnen. Warschau, vom 12 iVct. Die hier wohnenden Franzosen habe» den 2. dieses in einer der hiesigen Pfarrkirchen ein Te Deum, wegen der von ihre»» König angcnommncn Konstitution, aögesungcn; Abends war die B Wohnung des französischen Ministers mit vcrschiednen Lampen beleuchtet. Es ist auch ein Eilbote aus PorlS hier durch nachPe. kersbiirg gegangen , der dahin die Nachricht bringt, daß der König die Konstitution angenommen habe. Der hier restdirende französische Minister hat von dem Herrn von Montmorin ein Schreiben erhalten, wo» von folgendes ein Auszug ist: „ Ich eile, sie zu be. nachrichtigen , daß der König die Kvnstitu. lion angenommen hat. In dem Königl. Brief an die Nationalversammlung kann man die Gründe sehen, warum er sie angenommen. Der König ist, wie Er selbst sagt, überzeugt , daß die neue Ordnung der Dinge dem Wunsch des größten Theils der Nation gemäß sey und nach diesem Wunsch hat Er Sein Belra« gen eingerichtet. Er will nur durch Frankreichs Glück, wovon Sein persönliches Glück unzertrennlich ist, regle, ren und die angenehme Vorstellung gefällt Ihm, daß Er durch die Aufopferung eines Theüs Seine- Ansehens, und durch keine andere Herrschaft alS durch die der Gesetze dazu beygclragcn habe. Nie hat der König Sein Glück in der Ausübuneiner mehr oder weniger ausgebreiteten Gewalt bestehe» lassen. Se. Maj. würden nichts mehr zu wünsche» übrig haben, falls die, Seiner bisher ausgeübten Gewalt beygefügten Einschränkungen, ven von der Nationalversammlung vor Augen gehabten Zweck crfül. len würde. Ucbrigens hat man d:e Mittel schon vor« her bestimmt, weiche die Fehler verbessern sollen, -re ( 677 ) die Erfahrung in der Constitution wahrnehmcn lassen wirb und man hat Ursach zu hoffen, daß sie ohne neue Erschütterung des Reichs werden angewandt werden können. Es ist, mein Herr! ein Punkt in der Constitution, der die Aufmerksamkeit aller europäischen Mächte vorzüglich auf sich ziehen muß, nemlich daß die französische Nation aller Art von Eroberung entsagt. Die Folgen welche aus dieser Disposition entspringen, find so in die Augen fallend, daß ich sie nicht weiter erläutern darf; sie werden von allen Freunden der allgcmeinenen Ruhe, die künftig der Hauplgegenstand unsers politischen Systems seyn wird, empfunden werben. Montmarin, Minister -er auswärtigen Angelegenheiten. Wien, vom iz. (Der. Wird Oesterreich mit den vereinigten Mächten Frankreich angreifen oder nicht? Ist gegenwärtig hier der allgemeine Gegenstand der Unterredungen. So wichtig und interessant auch die Auflösung dieser Frage wäre, so sind cs doch nur immer blose Mulh- niassungcn, was für und dawider gesprochen wird. Indessen so gefährlich auch die Revolution in Frankreich für ganz Europa zu sevn scheint, so ist es dennoch nicht wahrscheinlich, daß ie ein Angriff gegen dieses Reich geschehen werde. Das Inkerreffe der Mächte ist zu durchkreuzt, die Gesinnungen der Kabinette zu weit von einander entfernt, die Kosten und der Aufwand zu groß, daß Unternehmen zu gefährlich und der gute Erfolg davon zu ungewiß. Was noch mehr dazu dcyträgt, daß kein Angriff gegen Frankreich statt haben werde, ist, daß der König nicht allein Seinen Botschaftern und Gesandten aufgctragen hat, die respektive« Höfe zu versichern, daß Se. Maiestät wohl bedacht und mit freiem, unbeschränktem Willen die Konstitution angenommen haben, sondern man kann auch zuverläßig versichern, baß der König an unfern Monarchen ein eigenhändiges Schreiben erlassen habe, worin» Se allecchristlichste Majestät den Kayscr rührend bitten, das durch einheimische Unruhen ohnehin zerrüttete Frankreich nicht mit Krieg zu überziehen und zugleich andern Mächten Europens ähnliche Gesinnungen bcyzubringen. Man sagt, daß Spanien, Portugal! und Sardinien am meisten darauf bringen, Frankreich zu bekriegen und die östern Konferenzen, welche der spanische Botschafter bey dem Fürstenstaatskanzler hat, sollen blos darauf abziehlcn, unfern Hof zu einem gemeinschaftlichen Angriff zu bewegen. Bey ^ber nun erfolgten Ankunft des Monarchen, dem vorgestern die Herzoge von Laval und Richelieu, welche sich seil einiger Zeit hier befinden, entgegen gefahren waren, wird sichs bald ausklären, was für Gesinnun! Se ! GrM Elsaß all h< gen unser Hof gegen Frankreich hegt, da Herr von Jassire» Noailles sein neues Beglaubigungsschreiben nicht nach um nc Prag geschickt hat, wie man fälschlich vorgab, sonder» von 2 solches hier eigenhändig Sr. Maiestät überreichen will; angekc und ob der Monarch den Herrn von Noailles M Boihschafter des konstitutionsmäsigen Königs derAaii, ken anerkennen werde. Ostende, vom lg (Der. Statt eines russisch . schwedischen Truppenkorpi, das, nach den auswärts verbreiteten Gerüchten, scho»j droht seit so lange hier hätte landen sollen, um einen Zugj rmge! gegen Frankreich zu beginnen, ist nun folgender Be>! mhir fehl von Brüssel bey dem hiesigen Magistrat angekom, phire men und ebenmäsig an alle übrige österreichische Hän man« ven gesandt worden. ^ Gefti Liebe Getreue. j der Nachdem Sr. Mai. der Kayscr, auf Verlangen deft Gott Botschafters Sr. allerchristl. Mai. beschlossen haben, Uchei die ftanzösts. Nationalflagge in dem Umfang Ihrer , base! Herrschaft und Gebiets anerkennen zu lassen; so thun nedü wir euch durch gegenwärtiges jene allerhöchste Entschlieft rer ßung zu wissen, wornach die Polizey und Schiffsosi- ciece sich zu fügen haben sollen. Marie Albert. Van der Velde. Antwerpen, vom iz Oct. Seit gestern haben sich bey uns die Zeiten geändert.! Heul wurde ein Befehl vom Generalgouvernement zu Brüssel bekannt gemacht, baß man die französis. Nationalflagge anzuerkennen hätte. Man wundert sich sehr daß man Viesen Befehl eher in Paris gewußt hat,aIS j dessen Bekanntmachung hier geschehen ist. ' Madridt vom i6 Sept. Seit einem Jahr gieng die gewöhnliche Post von Madridt nach Italien, wegen der Revolution nicht mehr durch Frankreich, sondern durch Postschiffe über das Mittelländische Meer. Allein der Hof und noch mehr die Kaufmannschaft, ist bereits dieser neuen Ein-' richtung sehr überdrüssig, denn diese Schiffe werden! oft einige Woche» lang, durch Sturmwinde hcrumge- jagt, ehe sie an dem Ort ihrer Bestimmung ankom- men können, wozu noch die Gefahr der Schlffbrü- che kommt; man wzrd also wieder den alten Weg ein- schlagen müssen. Unser Hof scheint alle feindselige Absichten auf Frankreich aufzugeden, weil die meiste» Europäischen Mächte keine Lust haben, Geld und Menschen gegen die Franken auf's Spiel zu setzen. Brüssel, vom 17 Occ. Die Anzahl der französischen Officiers und andrer ausgewandertenFranzosen, die unaufhörlich hier ankom- men,istso groß, daß alleGasthöse damitaugefüllk sind, und von Tag zuTag die Logis rarer macht t ohne dem onev sich mit schw selbf derg theil rige sog' tior schr gen gcft Bei da des in« ist öff de> st" an rir vv c 678 > vo» -ach )ern M; als a». Po , wn Zug Je. au, >ä- bes n, rer un Iie- tt. i» !a. hr ilS on Hl »er ch n- en ^e. Ü. N- !« Y N- er n Ken täglich 25-32 ftanzösiftheOfficierS hier drirch, 1, nach Koblenz zu gchkn. Auch General Graf MaiUebois ist von TourNai auch hier ebenfalls „gekommen. Strasburg , vsm 20 Oct. Seit einiger Zeit strönren die ausgewänderten Wlichcn in zahlreichen Heeren wieder in das ehcmal. lWß herein und die Ruhe, welche so zimlich über. ,Mhttgeftel1l schien, fängt wieder auls neue an bedroh, zu werden. Man bemerkt daß die sogenannten UMchlvorncn Geistlichen sich sehr stolz und unter, likhimno zeigen und bas äufte Ansehen einer trium, Maden Parlhie annehmen. Sie erlauben sich an machen Orten Handlungen, welche nicht mit den Wtzen bestehen können. In klein Frankenheim wo der konstitutionelle Pfarrer von Schneershcim den Gottesdienst versieht, hat ein inkonstnutionellcr Geistlicher, Herr Scheck, der mit des ersten Erlaubniß daselbst Messe las, vor der Messe den Altar neu be- tiedieicrk! Zu Bergdicten har der konstitutionelle Pfarrer die Flucht ergreiffen müssen , weil der inkonstitutr- snelle Geistliche die Kommune zusammen berufen und ich monatlich 2. Lvuisdvr's hat versprechen lassen, damit er bcv ihnen bliebe. In Richstätt har der ge, schworne 82iährige Geistliche der schon §2 Jahre daselbst die Pfarrep versieht, sein Amt aus Verdruß nie. tergelegl, theils weil ihm Niemand iu die Kirche kam, theils weil der über denRhcin her neuangekommncvo, rige Vikar ihn verfolgte. An einem andern Ort hat sogar eine Gemeinde, auf Anregung des inkvnstilu- tioncllen Geistlichen gegen Len constjlutionellen schriftlich protestier. Hieraus entstehn Gährün, ge» und Unordnungen, welche der öffentlichen Ruhe gefährlich werben können. Es ist daher aufs neue Befehl gegeben worden, alle Chorherren und Pfarrhcrccn, da wo die letztem ersetzt worden sind, nach Jnnhalt des Dekrets vom 28. Iuly 30 Stunden weit tn das innre Frankreich zu driugen. Die Religionsfreyhett ist allerdings eine herrliche Sache. Sic muß aber die öffentliche Ruhe nicht siöhren. Es ist nicht Jedermann derselben empfänglich. Leute, welche eine Erlaubniß für einen Triumph anschcn und nicht »ur Irrlhümern anhangen, sondern denen, die sienichl haben, mit Geringschätzung begegnen /-find noch nicht reif der Religi- vnsfreyhctt Früchte zu genießen. Sie kann nichl für die, jrnigc gelten, wiche gegen die Landsgesetze prvtestiren, rber gegen dieselbe handeln. Wer weiß nicht, daß Mkonformistische katholische Christen ausser Land Mensen holen? daß einige ihre Kinder lieber ohnactaufc liegen, oder von nonkonformistischen Geistlichen tünfta lassen, als sie,;,. den konformistischen Pfarrherrn zur Taufe bringen? Daß einige nonkonsormistische Geistliche , welche keine Pfarreyen mehr haben und also keine Pfarrverrichtnngcn im Reich mehr für sich vornehmen können, noch Kopulationen vornehmen und sie vald in Kapellen, bald in Privathäusem verrichten?' Diese Geistlichen rhun dadurch den Bürgern, welche sich ansie wende«, den größten Schaden. Denn alle die, ft Handlungen >d ihrer bürgerlichen Würkuug nach null und nichtig, die Kinder aus dergleichen Ehen gezeugt, sind Bastarde und die Bürger können mit der Zeit weder gütige Geburt - noch Todes - noch Hey- ralhs - Scheine erhalten, weil sie nicht in den ordent. liehen Kirchenbüchern der Pfarrcy stehen. Sollte denn Jemand in einem Land wohnen können, ohne sich den bürgerlichen Gesetzen desselben zu unterwerfen? Sollte man die Vorlhcüe einer Konstitution genießen, an allen Rechten und Freyheiren eines Volks Tbeil nehmen und doch die Constitution in einigen Stücken nicht befolgen können? Sehr weißlich hat die Nationalversammlung verordnet, daß, wofern'die Juden die bürgerlichen Rechte in Frankreich genießen wollen, Ke den Bürgcreid schwören, auf ihre Pcatikular - Iu, risdikkion, auf ihre Ausnahmen und Privilegien Verzicht lhun und in allem , blos ihre Religion ausgenommen, sich allen andern gleich stellen müssen. Roblrnz vom 22 (I)ct. Letztem Montag ist ein rußjschcr Eilbote hier einge- troffen , welcher, wiederyoltermalm, Versichrungen von der groftn Katharina an die Prinzen und an die französischen Ebclleute mitgebracht hat. Dieses Schreiben soll nächstens im Druck erscheinen. Am Dienstag sind 26 Wägen voll Ans- wandrer, meistens vom Bürgerstanv, angckommm. Unsre Stadt ist itzt voll, so voll, daß Boden und Keller, so zn sagen, bewohnt sind. Alle Tage kommen neueAuswandree m einer solchen Menge, daß man nicht weis, wie man sie unlerbringen soll. Alle Ortschaften in unsrer ganzen Gegend sind voll Franzosen. Es wird itzt an einem Entwurf gearbeitet: die ausgewandertm Bürger aus Frankreich wollen unter sich und auf ihre Kosten eine Garde Nationale, Royale aufcichten. Des König- Brüder werden daß Schloß Schöndornslust ver» lassen und in unsre Stadt ziehen. In ihrer Staats» kgnzlcy wird Tag und Nacht gearbeitet. Es ist ausserordentlich wie sich die Geschaffte vermehren. Vermischte Nachrichten. Den i2ten dieses starb zu Berlin die berühmte Dichterin», Frau Karschmn, im by Jahr ihres Alters. Eine sonderbare Ankündigung aus Paris, die man in allen Strassen angehestet, ist folgenden Innhaltsr ( 67Y ) «Hl»! schwärzen Kopf in der St. Honore Straße und in der Vorstadt St. Germaiu sind alle Tage Kutschen bereit, die nach Koblenz abfahren. Man zahlt per Person Z Louisd'or. Mai» fährt itzt aus Paris nach Koblenz wie man vor Zeiten nach Versailles gefahren ist. 2 VLK 1 'I 88 L!VILN'I'. (Karlsruhe. Zu der demnächst vorgehenden Inventur über die Vcrlassenscl-afl des vor einiger Zelt dahier verstvrbenenHrn. Rcnr.tkammer - Kanzlist Wililinsbachs, welcher zwar eine Frau Wittib aber keine Kinder hin, ter'aßen hak; wird hiermit dessen Bruder der entwi, chene ebehunge Amtskcller Wittlinsdach unter dem Anhang vsractaden, daß seines Nichterscheinens unge« achtet, in gehöriger Ordnung mit dem Geschäft werte ro acfahren werden. Sign. Carlsruhr den 24. Aug. 1791. Von Lommissionswegen Sachs Regierungs-Secretair. Larlsrube. Alljene, die an den bey dem Hochfürstl. Badischen Leibreqiment qrstandncn Fourier Seitz was Rechtsgenügliches zu fordern haben, haben sichaufdcn I2ten Nov. d. I. zu meidten, in Debito zu liquioi- ren und das Rechtliche zu -gewärtigen , sich aber da- bey zu benehmen, daß deßcn Verlaßenfchaft sich nicht höher, als auf erlich und zo fl. belauft. Auf Regiment«. Ordre Mennig Auditeur. Pforzheim. Der seil langer Zeit adivesendc Phi. lipp Friedrich Rleinöhlc, Burgers Sohn von hier, wird hierdurch dergestalt vorgcladcn, daß er a dato binnen 9 Monaten vor hiesigem Oberann erscheinen, sein unter Pflegschaft stehendes Vermögen anrretken und wegen seinem Ausbleiben hinreichende Enifchuldi« gung bcydringen, sodann aber , falls weder denelbige, , Nock Jemand in seinem Namen sich einfindet, sich ge. !< wärüqen soll, daß bey seinem ferner» Aussenbleibc» die Abzioße desselben seinen nächsten Verwandten, be. sonders feiner Schwester der Tuchmacher Lurzischen Deiertä dahier werden verabfolgt werden. Sign. Pforzheim den lgten Sept. 7791. Oberamt alldaH La:lsruhe. Da über das Vermögen Andreas Süßen des Burger und bisherigen Gükherflihrmanns von Grabe», der Gannthprozeß per Decreimn vom 7ten h. IVl. erkannt, hieraus aber zu Liguidiruttg der kaftivorum, Derminu«! auf Montag den Ziten Oct. h. s. oestaeietzt worden ist,' so werden anmit sämkl. Süßifche Gläubigere vorgclaken gedachten Tags zu Graben vor dem Oberamtl. Commissario zu erscheinen, ihre Forderung unter Mttbrinaung der allenfalls in Händen habenden schriftlichen Beweise brhörig zu ft- 80t quidircn wiedrigenfalls aber sich der Präclusion zu wäriigen. Signatum Carlsruhe den i2ten Scpt!^ 1791. Oberamr allda Durlach. Bey hiesig gemeiner Statt ist eine thie schöne junge italiämsche Pavvelbäume von ist bis iZ Schuhe lang, zum Verkauf ausgefetzt. W. Haber hiezu können sich bey Hr. Waldmeister Kiifn! melden und das Weüere vernehmen. Von Bürgermeisteramts und Magistrats wegen. l Emmendingen. Alljene, so an den im Pforzhst mrr Zuchthaus befindlichen ehemaligen Grenadier Ist Hann Jacob Dürrmaier von Ihringen Forderung!« Nat zu haben glauben, sollen bis Frcvtaq den ^ken M d. I. zu guler Vormitiagszcit in Ihringen ,m Os,', senwirihshaus, unter Mitbringung ihrer BeweißurW den zur Liguiöationshandlung bev Straft des M schlusses erscheinen nnd das Weitere abwarlen. Ew menbingen den gten Oct. 1791. Oberamt Höchberg, I Müllheim. Alljene, welche an das verschuM rrrjchl Vermögen der Ochftnwirkh Carl Rappusische Che,z^sg« leute zu Haslach etwas zu fordern haben, sollen sich bey der auf Montag den 7!«« künftigen MonaioNoo.pon d- angcstcUlcn Liguivations - und Priorüäts-Handluiiftjchl mit ihren Urkunden um so gewisser zu Haslach, Vokkdnnei mittag um 8 Uhr vor dem Commissano cinfindcn/j„s als man sie d.y nicht geschehender Erscheinung nii! cumei ihren Fordrungcn adweisen »vird. Sign. Müllhmftrmi den 4. Oct. 1791. (Dberamt Badeiiwerler. zgns 1 Lörrach. Der verschollene Georg Mcierlm mlwechs Kirchen wird hiermit vorgelade», sich binnen Z Mowjtzjx ten vor hiesigem Obcramt zu stellen und sein Vermd. Schr gen in Empfang zu nehmem, widrigenfalls solches sei, Da > nen nächsten Anverwandten gegen Sicherheit ausge,! und folgt werden wird. Lörrach den ryien Sept. »791/vor r (Dberamt Rotteln. s Der Lörrach. Der ausgeiretne David Hammerschmied ien l 28) «den , nuugsfalt, sein Vermögen dessen uächste Anverwank-! gen , ten ohne Sicherheitsleistung ausgefolgt werden wist. j zu la Lörrach den izien Oct. 1794. j der Oberamt Röttelr». Mahlberg. Die Gläubiger des hiesigen BuMi Georg Lreper haben sich, zu Liguidirung ihrer Forderungen am Montag den 7ken Nov. in Fürstlich« ^ die Amtschreiberey dahier, bey dem Theilungskommissak ^ den lub poena prsscluü kinjufinden Oer. 1791. die « einlik schick Mahlberg den i 8^^' Ignn Oberamr allda. '"der