Nro i;i Pag Larlsrvber Freytags » 7 Zeitung. den iz D e ce mb e r. 9 9 Mit Hochfürstlich - Markgräflich - Badischem gnädigsten Privilegs. F. Wien vom 4 Dec. Die heutige Hoszeitnng enthält folgende Kriegsbegebenheiten: Wie Se. König!. Hoheit der Erzherzog Karl ans Dvnaueschingen mttcrin iy Nvvem. anzeigten, hat der Feind, nachdem er vorher eine Verstärkung von einer ganzen Division ans dem Luxemburgischen erhalten hatte, den r6. die Stellung des F. M. L. Prinzen Karl v. Lothringen bey Bruchsal in drei) Kolonnen, und zu gleicher Zeit jene der Generale Fürsten v. Hohenlohe und S. Kcresty, bey Sinzheim und Lömnfeld in 4 Kolonnen angegriffen. ... Dieser entschiedenen Uebermacht wichen zwar unsere Truppen nach einem durch längere Zeit muthvoll geleisteten Widerstand, sie zogen sich aber in bester Ordnung, immer fechtend und ohne sehr beträchtlichen Verlust zurück, der F. M. L. Prinz von Lothringen, nahm seine neue Stellung an der Enz, und die Vorposten des unter ihm stehenden General Görgers, wurden bey Pforzheim und Knittlinaen ausgestellt, der General Fürst v. Hohenlohe pvstirtc sich bey Fürfeld, der General S. Kercsi» bey Offenau, und der Churpfälzische Oberste Wrede bey Helmstädt. Da durch diese feindliche Vorrückung die Festung Philippsburg neuerdings berennt ist, so sahen Se. König!. Hoheit durch alle diese Umstande sich bewogen, ein Korps von Infanterie und Kavallerie, unter dem Kommando des F. M. L. Grasen Sztarray von der Armee aufbrcchen, und in jene Gegend abrücken zu lasten. Nach einer weitern Meldung Sr. Kön. Hoheit vom 22. hat der Feind seit dem obgedachtcn Angriff vom 16. nichts weiters unternommen, und dir von »nsern Truppen genommenen Stellungen sind noch die nämlichen. Nur von Alt - Vrcpsach aus sind vom Feind einige kleine Plündcrungs-Streisereyen versucht, dabey aber ihm durch die Vorposten des Generalen Grasen Giulay mehrere Gefangene abgenommen worden. Nach den von dem Generale» der Kavallerie v. Me- las aus Borgo S. Dalmazzo vom 19 bis 22 Nov. erstatteten Anzeigen, haben die in diesem Zeitraum sich ercigneten feindliche Vorfälle, aus bloste Postengefechte sich beschränkt. Jene feindliche Truppe, die sich bey Ormca an der Zahl von 12000 Mann gesammelt hatte, nachdem ihre Kavallerie voraus in das Genuesische abgezogen war, hat auch diesen Posten verlassen, und der Generalmajor Gras von Bellegarde hat selben besetzt, und seine Vorposten bis Ponte di Nave, und Montariolo vorgeschickt. Der General Sommariva hat mehrere Streifkvmman- di in das St. Annen-und Vraithal abgeschickt, im An- nenthal stieffen selbe bey Jsola auf den Feind, und vertrieben ihn aus diesem Orte: im Vraithal rückten sie bis über Chateau-Dauphin, und la Chenale an den Fuß des Col d'Angelo, ohne auf einen Feind ;» stoffen. Die vor Suza gestandene feindliche Abcheilung, hat der Major Mcsko des 7ten Hustareurcgimcnts am 19. angegriffen, und si» bis hinter Suza in ihre vorige Stellung zurückgeworfen. Der General Gras Klenau hat den 16 den Feind in Toreialia angegriffen, und ihn aus diesem Posten, so wie ans Scaftera vertrieben, bey welcher Gelegenheit er dem Feind 7 Offiziere, und 202 Mann als Gefangene abgenommen hat. Augsburg vom 7 Des. Heute Nachmittag würde der Herr Schultheiß von Steiger vonBern mit militairischen Generals Ehren allhier zur Erde bestattet. Das m der Nähe liegende Bataillon der Schweizer Legion von ( 739 ) Rovcrea mit dem Kommandanten an der Spitze, gicng der Leiche voran. Hieraus folgten mehrere der angesehensten dermalen sich hier befindlichen rußjsch-kaiserlichen und k. k. Herren Offiziere, der englische Gesandte Herr v. Wiclham, General Schweykowski auch sämmtliche Herren Offiziere der hiesigen Bürger Miliz, re. Auf dem Kirchhofe formirten, nebst dem Schwcizerkorps noch i Bataillon rußischerGrenadiers und 3 Escadrons Dragoner ein Quadrat und machten ein dreymaliges sehr schönes Lauffeuer, welches mit zweyen zugleich ausge- psianzten Kanonen beantwortet wurde. Ukainftrom, vo>n 9 Dec. Das gestern und vorgestern unter dem Divisionsgencral Roget bis an die Goldbach bey Hattersheim angcrückte sehr ansehnliche Korps franz. Truppen hat sich heute eiligst wieder nach der Festung May«; zurückgezogen. Man sagt, die von Seiten des Herrn Erzherzogs Karl K. H. geschehene Nicht - Annahme dech Waffenstillstandes habe die Veranlassung zu diesem Rückzug gegeben. Augsburg vom 9 Dec. Gestern und heute sind abermals bey 4000 Mann russischer Infanterie, und einige hundert Kasacken durch hiesige Stadt und Gegend über den Lech passirt. Heute kam auch ein grosser schwerer Artillerie-Zug nebst vielen Munitionswagen. Stuttgart vom ,o Dcc. Gestern früh kam hier die Nachricht aus Heidelberg an, daß der Erzherzog Karl den Waffenstillstand nicht bestätigt habe und vorgestern Mittags die Feindseligkeiten wieder angc- fangen haben. (Unverbürgte Briefe aus Bruchsal sagen, der Erzherzog habe zur vorläufigen Bedingung verlangt, daß die Franzosen nicht nur Mannheim und die Neckarau, sondern auch Kehl raumen.) Mannheim vom io Dec. Der K. K. Hr. F. M. L. Gras Sztarrai ist gestern Abends von hier nach Heidelberg, woselbst sich das Hauptquartier befindet, zu- rükgckehrt. Eben dahin ist das psalzbaierische Bataill. unter Hrn. Obersten v. Wrede aufgcbrochen. Der k. k. Hr. Gen. Mas. von Mylinshat das Kommando hier. Mannheim vom i« Dec. Folgendes ist der nun bekannt gewordene wörtliche Jnnhalt der zwischen dem K. K. F. M. L. Grafen von Sztarrai und dem französischen Oberbefehlshaber Lccourbe geschlossenen, vvnSr. König!. Hoheit dem Erzherzog Karl aber nicht ratificir- tcn Ucbereinkunst. 1) Die französische Nheinarmce, welche vor Mannheim steht, wird des Tags noch den Truppen Sr. Mas. des Kaisers und Königs die Stellungen, welche sie gegenwärtig besetzt halt, abtreten und überlassen, um sich aus nachbczeichnete Punkte und Linie zurückznziehen. 2) Der rechte Flügel der französischen Armee wird sich an den Rhein anlehnen und sich auf der Straße, welche von Mannheim nach Schwetzingen führt, 600 Toisen vorwärts der Neckarbrücke, aufstellen, der linke Flügel wird an der Keffeethaler Ziegelhütte am Rhem ansangen und sich in einer Linie diesseits dieses letzter» Dorfes, bis und mit Innbegriff des Dorfs Feudenheim, erstrecken und überdieß die Ziegelhütte unter Ilbesheim, 800 Toisen rückwärts von Seckenheim, einnchmen. 3) Alles Terrain, welches im Umkreis der 3 erstbesagten Orte liegt, wird ohne Vorbehalt der franz. Armee angehören, deren Fronte in obenbestimnmr Distanz die Straße von Schwetzingen, den Feldbrunnen, die Ziegel- Hütte von Ilbesheim und jene von Kefferchal decken wird. 4) In Erwartung der Ratifikation gegenwärtiger Ucber- einkunft durch Se. K. H. den Erzherzog Karl und die franz. Regierung werden die Feindseligkeiten einer-und andrerseits auf diesem Punkt aufhören. Im Hauptquartier zu Mannheim den 13. Frim. I. 8. der franz. Re- publick. (4. Dec.) Der 2te Parag. des aten Artikels mürd seine Vollziehung und seinen Jnnhalt folgender Gestalt haben: Die linke Flanke der Rheiarmee wird 8vo Toisen unter Seckenheim an dem Neckar, der Mittelpunkt vorwärts und mir Innbegriff des Feldbrunnen ansangen. — An dem linken Neckaruser wird die franz. Armee durch kleine Infanterie - und Kavallerieposten und nur durch Feldwachen die Linie, welche die Ncckarschanzc und die Neckargärcen deckt, besetzen. — Die kaiserl. Armee wird alle ihre Stellungen rückwärts des Galgenbergee, welcher nur durch kleine von ihren Feldwachen gedeckte Posten besetzt werden kann, nehmen. Fusayartretet: 1.) Die Linien der rechten und linken Rheinstire von Philippsburg an mit Innbegriff von Oppenheim werden auch Theil an dem 4. Art. haben, anlangend den völligen Stillstand der Feindseligkeiten auf diesen Punkten. 2.) Der Anfang der Feindseligkeiten wird aus diesen einer - und andererseits bestimmten Punkten nicht Statt haben, als 18 Tage nachdem einer der zwey Generäle den andern wird amtlich benachrichtigt haben. 3.) Der österreichische General macht sich förmlich anheischig, auf dem Galgenberg am rechten Neckaruser kein Befestigungswcrk auszuwersen. 4.) Der gegenwärtige Vertrag wird seine Vollziehung nur in dein Fall haben, als die Zusatzartikel ein - und andererseits angenommen werden. Im Hauptquartier zu Mannheim den 14- Frim. 8. I. der franz. Republick (5. Dcc.) (A- d. M. Z.) Frankreich. Paris, vom 4 Dec. Die Konsuln haben in einem den 29. Nov. gegebenen Dekret den 24ten Artickel des Gesetzes des Direktoriums vom 19. Fruktidor I. Z (5. Sept. 1797) in Betreff folgender Klaffen von Priestern widerrufen: 1.) Diejenige, welche alle Eide geleistet haben, die von den Gesetzen den Priestern vorge- - ( 74S ) schrieben waren, und welche auch solche nie zurück genommen habe». 2.) Die Priester, welche sich verheu- rathei haben. Alle diese dürfen, wenn sie cs beweisen können, von ihren Verrannungsorten, den Inseln Rhe und Oleron, oder, wenn sie der Deportation sich durch die Flucht entzogen haben, von ihren itzigen Aufenthalts- Orten in ihre Heimath zurück kommen. Preußen. Berlin vom zo Nov. Die erfreuliche Nachricht von der Geburt eines Kronprinzen von Schweden wurde hier von dem Köniz!. Schwedischen Minister, Hos- kanzler und Ritter, Herrn von Engeström, mit einem Ball und Souper von 200 Couverts gefeuert, wobey das Hotel des Herrn Ministers iliuminirt, und über dem Pvrtique ein Transparent angebracht war, welcher eine auf diese frohe Begebenheit paffende Allegorie und Ue- berschrist enthielt. Schreiben aus Berlin, vom 3 Dec. Seit voriger Woche befindet sich der Bürger Durvi Chef einer Brigade der Artillerie und Adjutant des Generals Buonaparte, der aus Paris angekommen ist, hier und logirt in der Sradt Paris. Er ist in der Absicht- hier, um Sr Majestät die neue Regierungsveränderung der Nepublick Frankreich im Namen der Consuls zu notige ren , und hat schon bey dem Könige Audienz gehabt. Die allgemeine Aufmerksamkeit ist aus ihn gerichtet, da er in diplomatischen Angelegenheiten hier ist. - Er ist mit in Egypten gewesen, wo er in einem Treffen eine Wunde erhielt, die hier wieder auszubrcchen schien, da- »her er den hiesigen geschickten Generalchirurgus Görke zu Rath zog. Dieser hat allen bcsorglichen Folgen vorgebeugt. Wenn er ausgeht, sind Neugierige genug um ihn. Mit ihm ist zugleich ein französischer Kou- ricr angekommen, der schon wieder zurückgegangen ist. Morgen fahrt Duroi wieder zum König. Die letzten Tage brachte er die meiste Zeit bey dem Feldmarschall Möllendorf, den Generals Kuhnhcim und Tempelhoff thcils bey Tafel, theils besonders mit dem letztem, in Privat - Unterhaltungen zu. Er ist ein sehr wohlgebildetcr Mann. Einigemalc, da er ausfuhr, ward sein Wagen von einer großen Menge Volks begleitet, welches begierig war, einen Gefährten Bnonaparte's bey dessen Unternehmungen in Aegypten und in Paris zu sehen. Italien. Hauptquartier Borgo Sr. Dalmazo, vom 22 Nov (Offiziell.) Dir 4 Picmvntesischcn Provinzregimenter von Coni, Asti, Mvndovi und Susa sind hier angckommen und von dem kaiserl. Militair mit den größten Ehren empfangen worden. Jenes von Coni ist nach Robilant, jenes von Asti nach Vernate, jenes von Mondovi nach Roccavione abgegangen und jenes von Susa ist noch hier. Gen. Bellegarde ist im Besitz der Brücke von Nava, wodurch seine Position zu Ormea gesichert ist. Morgen wird er wahrscheinlich den Posten St. Benin- do angreifen, wahrend Gen. Ott den Versuch machen wird, den wichtigen Paß Colle die Tcnda zu erobern. Gen. Klenau meldet, daß sein Korps nur noch 6 italienische Meilen (3 Stunden) von Genua stehe. 10 Bataillone, die bereits durch die Lvmbardie im Anzug sind, werden zu ihm stoßen, um die Eroberung von Genua zu beschleunigen. — Susa und Chaumont befinden sich wieder in der Gewalt der Kaiser!. Susa, vom 22 Nov. (Offiziell) Durch die geschickten Demonstrationen des Major Mesko vom 7. Husarenregiment sind die Franzosen, die sich 2600 Mann stark hier befanden, gezwungen worden, sich theils nach Exilles, Salabortrand und Oulx, thcils nach Landsie- burg und auf den Montccnis zurückznzichen. Zu Bri- anson, wo der stanz. Divisivnsgeneral Dühem und unter ihm die Generäle Ballet, Kister und Planta kom- mandiren, arbeitet man mit der größten Thatigkcit an- Verproviantirung dieses Platzes, (welcher übrigens nicht fest ist, aber ein starkes Fclsenschloß besitzt). Diese Stadt ist bereits in Belagerungsstand erklärt. In Fene- sirelle, wo durch die häufigen Truppenmarsche alle Lebensmittel anfgezehrt sind, befinden sich nur noch Z bi§ 620 Franzosen, die an allein Nothwendigen Mangel leiden. Der stanz. Artillerieparck von 24 Kanonen, welcher sich daselbst befand, ist nach Brianson (Pri^on) zurückgebracht worden. pavta, vom 2b Nov. General Klenau ist ncuer- . dings von Sarzana und Spezzia nach Sestri vorgerückt, um sich an die k. k. Truppen anzuschließen, welche Tvr- riglia und Capenardo erobert haben. Nächstens soll Genna mit vereinten Kräften angegriffen werden. Täglich ziehen frische Truppen hier durch, die aus Oestreich kommen und zur Armee eilen. Gen. Kray hat sein Hauptquartier fortdauernd zu Alessandria, er hat die Truppen, die zu Spinctta und Marengo stunden, nach Ac- qui vorrücken lassen. Die Kommunikation mit Serra- valle ist ebenfalls wieder offen. Die Division des Gen. - Haddick ist d. 2Z. d. nach Asti abgegangen. Venedig vom 27 No». Das Conclave der Kardinale zur Wahl eines Pabstes ist nnnmehro geschlossen und die Feierlichkeiten zur Einleitung derselben sind vorbei), man glaubt, es werde bis zur vollendeten Wahl nicht lange anst.hen. Turin, vom 27 Nov. Die Munitions - und Ar- tillerictranSporte von hier zur Belagerung von Coni dauern unausgesetzt fort. Der größte Th.il der schweren Artillerie ist bereits vor Coni angekommen. Die Einwohner von Piemont strömen häufig herbey, um, dir letzte piemontesische Festung den Franzosen vollends ent- ( l4* ) wissen zu helfen. Von hiesiger Stadt sind bereits über 800 Freywüligc dahin abgegangen. Verona vom zo Nov. Seit -o Tagen treffen hier täglich 800 bis rooo Mann französischer Kriegsgefangener aus Piemont ein, welche sich in den letzten Schlachten und Gefechten an die siegenden Oesierrcicher ergeben haben. — In Genua ist die letzte zu Paris vorgefallene Revolution unter Trommelschlag bekannt gemacht worden. Die vielen unter den Kriegsgefangenen hier ankommendcn sranzösis. Offiziere sind groffcntheils der Meinung, daß Frankreich bald einen konstitutionellen König in der Person des jungen Orleans, der in Holland xrivatisirt, bekommen werde. — Der Aufruf des Gen. Melas an die Piemontescr, zur gänzlichen Besreynng ihres Vaterlandes, und zur Eroberung von Cuneo die Waffen zu ergreifen, hat sehr gewirkt. In Oberpiemont find allein 20,000 Bauern zur kaiseri. Armee marschirt. Doyen, vom 4 Dec. Heute hier cingetroffne neue Nachrichten aus Italien sagen: Daß Cuneo wirklich -übergegangcn sey, nachdem die Belagerer ein entsetzliches Heuer aus diese Festung gemacht und allein 72 große Mörser daraus gespielt hatten. Mehrere Briefe von Mayland, von Trient re. und ein hier durcheilender Könner, welcher mit der frohen Nachricht nach Wien Seht, lassen gar keinen Zweifel übrig. Holland. Brüssel vom 4 Dec. Vorgestern sind zu Antwerpen 3 Bataill. und am folgenden Tag eben so viele angekommen, sie sind zur Verstärkung der Rheinarmec. — Der zum Dclegirtcn in unfern Departements ernannte .Repräsentant Crochon ist zu Mons augekommen, und wird unverzüglich hier erwartet. — Der bekannte von Eupen ist nicht, wie es heißt, tod, sondern befindet sich zu Sch Deny» in Frankreich. Brüssel, vom 5 Dec. Der Trnppenmarsch'durch Antwerpen, welcher seit einigen Tagen nachgelassen hatte , wird nun mit neuer Eilfertigkeit fortgesetzt. Vorgestern kamen ZOoo Mann Infanterie aus Herzogenbusch daselbst an, 2 Bataillone sollten ihnen vorgestern folgen. Diese Truppen gehen theils in das innere Frankreich , theils lösen sie die Truppen an den Seeküsten ab. Aus Holland kommen noch.immer Truppen in hiesigem band an, wovon mehrere Bataillone nach dem Luxemburgischen gehen, um sich der Nhelnarmee zu nähern.-» Dieser Tagen haben sich wieder einige engl, bewaffnete Fahrzeuge an der Mündung der Westschclde sehen lassen^ Man glaubt, daß der Plan der Engländer sey, die Kriegsschiffe, welche die batav. Republick noch in den Häven von Briel und Helvoetsluis übrig hat, auch weg- zunchmen. — Die Nordarmee, welche sich zuerst zwischen Brüssel und Mastrichk, hernach an den Ufern der Maas und dann zwischen der Maas und dem Rhein organisircn sollte, scheint itzo sich am Nicdcrrhein bilden zu sollen, ein Thcii derselben wird Düsseldorf und das Vcrgische besetzen, Truppen, welche aus Holland kommen und die konseribirten Korps werden die Nordarmee aus- machen. Aus jhrr Stellung wird es immer wahrscheinlicher, baß ihr Hauptgcgcustand sey, die preußische Armee unter den Befehlen des General Schladen zu beobachte». Rölln vom 5 Dec. Nach und nach sind vom 26 Nov. an bis jezt 16 Bataillone Infanterie und einige Regimenter Kavallerie ans Holland hier angekommen. Sie sollten sich zur Französischen Armee des Gen. Le- evurbe begeben. Plvzlich aber erhielten sie Gegenbefehl und sie werden nun in die Gegend von Aachen und Jülich verlegt. Unter den mancherlei- Muthmassungen, die man darüber macht, halt man die Hoffnung zum Frieden für die wahrscheinlichste. T ü r k e y. Türkische Grenze vom 18 Nov. In der Türkei ist ein neues Aufgebot im Werk, mittelst welchem die Armee, die gegen die Franzosen nach Egypten gezogen ist, verstärkt werden soll. Die nächsten Berichte aus Egypten werden wichtig seyn: denn der Grosvezier ist wirklich mit seiner Armee in diesem Land angekvmmen. Vermischte Nachrichten. Pariser Blätter vom 4. Dec. versichern, Vuonaparte und Sieyes arbeiteten Lag und Nacht am Frieden. — Italienische Blatter sprechen von einem nahen Waffenstillstand, den die dortige französische Armee der kaiserl. angeboten habe. _ ; A nk ü ir d t g u n g. Karlsruhe. Dcr Burger und Wittwer alt Jakob Werk von Graden tsl VLgra schlechter Haushaltung-. Führung vv» grädustcr Landeshrrrichast für wuodtod erklärt, vod jür ihn der Burger Christoph Ziwwer, wariv voo da zum Pfleger b-chevr vordem Es wird dieses dffenUich um,rem Aneeng bekannt gemacht, daß sich mit getacktem W tt eh.:e Vskvißrn uud G?» vehmizung seines besirlttn Pflr-ers r>j wand In eine» Hanlei kinlasseri, oder demselben etwas borg-» soc, d,y sonstig;; Nchtizkcit des Handels und Verlust der Forderung. Unv da man h ebr? auch für nölhig er. achtet, daß eine förwüchr Lchuldcn. Liquidattou ror, genommen werde, so nird hierdurch noch ferner de« rannt gttm chl daß kirirrige, welche au den Burger alt I kob We k ru G abeu eine Forderung zu habe» glsuven, sich dtt Morttag de» rz. Dec. d. I. zu G:a» den vor tew OderawiUchcu Ccmwiflario unter Mit» bunguvg ihrer Bcwrlßmkundcu bcy Verlust der For» berung «trfi den , und solch« gehörig liquidwev soöev. DecorLnet beh Obrramt Carlsruhr den ib Nmmbrr