Nro. 158. Larlsruher Mittwochs i 7 Pag- 77o. Zeitung. den 25 December. 9 9. Mit Hochfürstltch - Markgräflich - Badischem gnädigsten privilegio. Auszug eines Schreibens aus Donaueschingen, vom 17 Dec. Ce. K. H. Erzherzog Carl! befinden sich, Gottlob wohl. Die Armee hat wegen der eingetrettncn kalten Wmenmg enge Kanlonirungsquartiere bezogen, die aber so eingerichtet sind, daß die Truppen auf den ersten Wink schleunigst wieder brysammen seyn können. Das Hauptquartier bleibt vor der Hand hier. Der Mangel, welcher bcy den franz. Truppen in der Schwcitz und im Elsaß rc. herrscht, macht eine doppelte Aufmerksamkeit noihwendig, damit sie nicht, durch die grosse Noth gedrungen, in Schwaben einbrechen. Die Maasregeln dagegen sind vom Erzherzog aufs sorgfältigste genommen worden. Auch sind dem Gen. Grafen Sztarray neue Verhaltungsbefehle zugcgangcn Er wird mu seinem Korps in der Ge- gend von Bruchsal stehen bleiben. — Seit einigen Wochen hat die Desertion der Franzosen nach Deutschland herein, ziemlich abgcnommcn. Sie desertircn dagegen in das Innere von Frankreich zu den Chou- ans und in ihre Heymath. — Nächstens wird im hiesigen Hauptquartier des Erzherzogs eine Deputation des hochl. schwab. Kreiskonvents erwartet, um über die vorwaltenden Gegenstände und Angelegenheiten das Wcttre zu unterhandeln. Schreiben aus Siraubing, vom 18 Dec. Die rußttch - kaiserliche Armee hat ihren Marsch durch Bayern bcy trockner, kalter und also günstiger Witterung in sehr kurzer Zeit gemacht. Es waren aber auch überall die vortreilichsten Anstalten zu ihrem Empfang und weiterem Fortkommen getroffen. Durch Prag ist nach den neuesten Berichten von daher schon rin Theil derselben paßirt. Stuttgardr, vom 20 Dec. Wie unterm ia. Dec. aus Wien gemeldet wird, hgt Gen. Morjin den Auftrag, die aus Deutschland zurükkehrenden russischen Truppen von Oberöstreich an über Brünn zu führen, und bis über Krakau an die östreichisth russische Grunze zu begleiten, die über Prag gehende Kolonne soll durch den Gen. Bender bis an die Gränz'e begleitet werden Auch die Nachricht, daß bcy dem Condeischeu Korps offiziell erklärt w rden fty, es würde nicht über Braunau zurükkehren, soll bloßden Umstand zum Grunde gehabt haben, daß dieses Korps bey seinem Aufbruch aus der Gegend von Landsberg seine Marschroute fürs erste nur bis Braunau erhalten hatte. Maynz, vom 20 Dec. Den 27. dieses sah man hier das erste Eiß und zwar gleich tn so austerordenr- lich großen Klumpen den Rhein hinunter ziehen, dass man es für nörhig fand, noch an selbigem Tag die Rhein brücke abzucragen Gestern und heute stieg hier die Kälte so heftig, daß, wenn es noch 2 Tage s» fort dauert, derRhein ohneZweifel völlig zufrieren muß. Ein Glück ist es bei diesen Umständen, daß das Wasser äußerst klein ist und daher keine so ausserordentliche Ucberschwcmmungcn, wie im vorigen Jahr zu befürchten sind. — Ungeachtet eö immer hieß, daß das Fort Kastei auf den Fall etnes eintremiben heftigen Frostes und dadurch gehemmter Verbindung mit dem Main , auf einige Dekaden mit Lebensmitteln sollte versehen werden, so scheint es doch n cht, daß dieses bis itzt geschehen ist, indem erst heute bey der durch das häufige Eis schon sehr beschwerlichen Schiffahrt eine Menge Schiffe mit Lebensmitteln für die Kasseler Garnison hinüber ziehen. In dem Lai f der gegenwärtigen Dekade ist ein qro, ftr Theil der sowohl diffeits am Oberrhem als jenseits gestandenen Kavallerie in die zunächst am Rhein gelegene Ortschaften der Kantone Qvvenheim, Alzey, Mörstadt, Wölstein rc. verlegt worden, vermutt«. ( 77l ) lich nm auf jeden Fall in der Nähe zu seyn. Unser bisheriger Stadt und Festungskommandant, der General Marescot , so wie aucl, der Chef des General- staabs, General Darnaudat, sind von h-er algegangen. Der General Thüring ist dermalen unser Kommandant. Mannheim, vom 22 Dec. Von allen Seiten gehen Nachrichten ein, daß ehestens ein allgemeiner Waffenstillstand werde bekannt gemacht werden, den man als den Vorboten eines gennßen Friedens ansehen dürfe. Frankreich. Parts, vom 14 Dec. Es kommen täglich Truppen an. Paris soll künftig 40 tausend Mann zur Garnison erhalten. Man muß Vorsicht brauchen. Man sollte heute Abends die neue Konstitution publiziren, das Volk häufte sich von allen Seiten, man spitzte die Ohren, — aber es kam ein Gegenbefehl,, sie wird morgen bey Tageslicht um ii Uhr publiztrt werden. Sieyes sagt noch immer, daß er keine Stelle in der neuen Regierung annehmen werde. Er hat die Direkrorsstrlle bey der vorigen Regierung nur blos angenommen, um das Vaterland vom Sturz zu retten, diese Absicht ist erfüllt, er tritt wieder hinter die Cvullsscn. Ein Pariser Blatt sagt von ihm:- Sieycö har bey jeder unserer Revolutionen sein Amt verrichtet, er hat jede Konstitution getauft und auch begraben. Es ist gewiß, daß Friedensunterhandlungen im Werke sind, vor 14 Tagen ist ein Kourier von der hiesigen spanischen GeMdschaft nach Wien abgegangen, dessen Rückkunft mit Sehnsucht erwartet wird, er soll eine entscheidende Antwort mitdringen. Am ibten wird also die neue Konstitution in Paris prvklamirt. Boullay de la Meurthe hat cie Art und Weise , wie sie demVolkzur Aceeptation oder zur Annahme vorgetragcn werden soll, entworfen. Der Entwurf lauter also: Die Kommißion hat erwogen, daß die Konstitution, die daö jetzige prooisorische Gouvernement ersetzen soll, eine unveränderliche und festgesetzte Grundlage habe und daß sie deswegen auf die kürzeste Art dem Volk zur Annahme angctragcn werden müsse, sie hat also folgenden Schluß gefaßt. Art i)Es werde tn jeder Gemeinde der Republik ein Register zur Aceeptation und Nichtacceptation der neuen Konstitution eröffnet. Die Bürge- werden eingeladen, ihre Stimmen mit Ja oder Nein darinn aufzuschreiben. 2) Diese Register werden in dcn-Sekretartatssälen jeder Verwaltung, in den Stuben jedes Tribunals, bey den Gemeinde Agenten und bey dm Friedensrichtern offen bleiben. Die Bürger können diesen oder jenen Weg wählen, um ihre Stimmen zu geben. 3) Die Zeitfrist, während welcher sich jeder über die Annahme oder Nichtannahme der Konstitution erklären muß , lsivon 14 Tagen, von der Bekanntmachung der Konstitution — nach drey Tagen von der Ankunft derselben in dem Hauptkanton gcrchnet. 4) Die Konsuls der-Republik sind beauftraget, die Oeffnung der Bücher, den Schluß derselben, und die Abiendung und Zurücksendung der Register zu regu- liren. 5) Sie sind ebenfalls beauftragt, das Resultat der Stimmen — der Annahme oder Ntchtannahme zu proklamiren. Paris, vom iü Dec. Heute ist die neue französische Konstitution mir allen Fcycrlichkciten pnblizirt worden. Diese Konstitution nennt den Buonapam zum Ober - oder ersten Konsul, den Cambacercö zum zweyten — beide bleiben ro Jahre — zum dritten de» Lebrun, der nach 5 Jahren erneuert weiden kann. Der erste Konsul hat eine sehr ausgedehnte Macht. Er allein har das Recht, die Gesetze zu prymulgiren. Er nimmt allein die Staamäthe nach seiner Will- kühr an; er hat daS Recht, Gesandte und andere auswärtige Agenten, Konsulcn-alle Officiere ! sowohl bey der Land - wie auch bey der Seearmee , alle Glieder der lokalen Verwaltungen, die Regierung» - Kommiffaire re. zu crncnnm — Er macht aber Criimnel Achter und die Kassation Vorsteher und man kann wirtlich sagen, daß er mit der Gewalt eines souvcrainen Ansehens versehen fey. Man hat der Konstitution folgende Proklamation vorausgesetzt. Franzose!!! hier bringt man euch eine Konstitution dar. Sie laßt alle Ungewißheiten über die Regierung verschwinden, die bisher nur provisorisch war. Sie setzt in ihrer Einrichtung die ersten Magistrats- Personen auf die Stelle, die ihnen die rechlmäsige Tha, tigkeit und Wirkungskreiß anweist. , Die Konstitution ist auf wahre Grundsätze einer Repräsentativ-Regierung, auf die heiligen Rechte des Eigenthums, der Gleichheit und der Frcyhett gegründet. Die Gewalten, die sie aufstellt, sind stark und bau- j crhast, so wie sic sey» müssen, um die.Bürger-Rechte und das Staatsinieresse zu garantiren. Bürger! die Revolution ist auf den Grundsätzen, die sie angcfangen haben, festgesetzt. — Sie ist geendigt. Unterzeichnet: Roger - Dueos, Sieyes und Buonaparte. Die zwey Konsuls Sieyes, und Roger DucoS verlassen das Konsulat, und werden als Glieder der Jurys, oder wie man sie nennt, als ConservateurS ernannt. Sie werden mit. den Konsuln zur Ernenn nung der SenatSglieder schreiten, und unterdessen ( 772 ) cs auf die vollkommene Einrichtung der neuen Konstitu. non Mitarbeiten. Der Kourier Universel sagt unter dem Artikel Nizza: Die Generäle Champwnnel und Pouget wollten ei, ne Rekognoscirung gegen Col di Tenda vornehmen; das zte Husarenregiment hat sich geweigert, mttzumar- schirea, weil dir Mannschaft nicht bezahlt worden ist. Von Brest: — Der englische Admiral Bridport kreuzt mit einer starken Flotte vor Brest und ,n den dortigen Gewässern. Paris, vom 17 Dec Gestern wurde hier die Konstitution feierlich proklamier und auf allen Mauern angeheftet. Ausserordentliche Konricre überbringen sie in die Deparlemente. Heute Morgens hat die ganze Militair - Division von Paris den Eid der Treue für die Konsumtion abgelegt. Gen. Moreau reist heute zur Roem > A mee ab. Bnoriaparcc s gte zu ihm : „Braver Moreau, reisen Sie, und gel»n Sie uns bald Gelegenheit, von Ihnen zu sprechen, wie Sie immer von sich haben iprechen lassen. Erfechten Sie uns einige sehr vollständige Siege; denn die besten Reden für den Frieden sind guic Siege.,, Porcher, von der Kommission der Allen, ist als Just izminister ernannt Italien. Tortona, vom 8 Dec. Den 6. d. griff der Feldniarschall-Liclitnaiit Graf von Hohenzollern eine franz. Division von 8022 Mann unter dem General Vatrain , die in - und um Novi herum lag, mir seinem Korps, das in 4 Kolonnen gcthcilc war, dcy Tagesanbruch an, eroberte die Stadt Novi mit dem Vawnet und verfolgte den Femd bis an die Thore der Festung Gavt, deren benachbarte Anhöhen sogleich von den kaistrl. Druppen benetzt wurden, welche bereits bis an die Bocchetta streifen, diese ist noch vom Feind stark besetzt. Der Verlust der Franzosen an diesem Tag an Tobten, Verwundeten und Gefangnen beträgt gvo Mann. In Novi wurde eine beträchtliche B.ute gemacht *) Obige Nachricht wird auch durch andere offizielle Berichte ans Florenz und Mahland bcstäuigt.— Die Belagerung der (genuesischen) Festung Gavi (zwischen Novi und der Bocchetta) dürfte nunmehr unverzüglich vorgcnommeu werden, pc.via, vom ,Z Dec. Die Riviera von Genua wird von einer zahlreichen Englisch-Rußtschcn Flotte gur beobachtet, so baß, wenn die französischen Truppen sich dahin zurückziehen sollten, selbige sich dem Feuer von der Flotte aussctzcn würden. Mit nächstem wird von dieser Seite ein wichiigcr Schlag aus- gefübrt weroen. pemdjg vom iz Dec. Durch den Fall von Coni, dem Hanptschlüssel von Piemont gegen die Seite von Frankreich, ist nun der Feldzug im Jahr i 79 <- für geendigt Müschen. Die Kaiserlichen stehen icbt da wohin im vorigen März unsre kühnsten Hoffnungen nicht rctchien. Damals waren die Franzoftn im Besitz von ganz Italien bis an die Etsch herauf und auf dem Rücken des Pofinsses schwammen schon die mit Kanonen und Munition beladenen Schiffe, die hiehcr bestimmt waren, um uns neuerdings von unferm Wohlstände frei zu machen. Und itzt sind die Kaiserl. Meister dcsPostusses von dcssenAusfluS an bis an seinen Ursprung in den Waldenser Thälcrn, eine Strecke Landes, die dem Bette des Po nach gerechnet, über 2Ov Stunden Länge bewägt Die 4 piemoulcsischen Festungen Tortona, Alcssandria, Turin und Coni sind Hauptfcstunge», die den Besitz von Piemont sichern. Das Felscncst Tortona beherrscht die Hauptstraße aus Uittemalien nach Piemont und ist nndezwttiglich, seine Felsen trotzen allen feindlichen Angriffen , nur dem Hunger nicht. Alessandria, durch seme hartnäckige Verthclbigung gegen Kaiser Friedrich I. schon berühmt, der unverrichteter Dinge abziehen mußte, hwß vorher Cesana, und erhielt erst wegen seiner Starte vom Pabst Alexander Hl. den Namen Alessandria. Es beherrscht die Hauptstraße von Genua nach Plemont und Hai sich so wie Tortona durchseine haruiäckige Verlheidtgung gegen die Kaiserlichen in diesem Feldzug berühmt gemacht. Die Festung von Turin, die schon im Jahre l/c6 gegen die Franzosen bey 4 Monatelang sich hielt, und dem Prinzen Eugen Zell verschaffte, mit einer Armee herbey zu eilen und die Belagerer zu schlagen, übertrift alle Piemontesischen Festungen an Starke, und ist mit Coni eine Vormauer für Piemont gegen die Einfälle der Franzosen. Coni endlich, dessen Eroberung Len Heldenthaten der Kaiserlichen in diesem Feldzug die Krone aufsttzt, wurde in den Jahren ibypind 1744 von den Franzosen vergeblich belagert. Da in jenen Zeiten die franz. Ingenieurs die berühmtesten in der Welt waren, wie ryre noch bestehenden Kunstwerke an den alten Gräm zen von Frankreich beweisen, so ist itzt der Ruhm oer Kaiserlichen Ingenieurs um so viel größer, da sie diesen Platz in wenigen Tagen Win Fall brachten. Es ist also nicht nur ganz Italien in diesem Feldzug erobert worden, sondern auch alle die Stützen, welche dleje Eroberung sichern können, befinden sich bereits in den Händen der Sieger. Noch nie ist ein Feldzug in Italien mit,0 entschiedenem Glücke geführt worden, wie dieser. Nur Genua die Prächtige ist den Franzosen treu geblieben, ober hat sich vielmehr noch nicht aus den Ketten derselben losreiffen können. Der Zug der Franzosen nach Egypten zu den Zeiten der Kreutzzüge machte sie reich, denn damals bezahlten dieselben noch ihre völhigen Transport,eheste und ließen sie mit reicher Beute hcimkehren, der Zug der Franzosen nach Egypten in unfern Zetten machre Genua arm, denn sie bezahlten nicht allein die von Genua genommene ( 77 Z ) Transportschiffe nicht, sondern sie behielten sie auch noch in Eegypren als gute Priesen. Prachtvoll kam Genua in die Hände der Franzosen, prachtloö wird cs nächstens aus denselben wieder kommen. (Oeffent. liche Blätter melden, daß am 4tcn und Zten De- eembcr ein Aufruhr in Genua ausgcbrochen sey, rvobey 40 Jakobiner ermordet und nur durch sranz. Truppen die Ruhe wieder hergestcllt worden fty. Wib haben indessen Briefe aus Genua vom z. Dec. die kein Wort von ,einem solchen Aufruhr melden, vielmehr sagen dieselben, daß man daselbst nachdrückliche Vcrtheidigungs-Maßregeln treffe, um allen Angriffen der Kaiser!, zu widerstehen, der Pöbel sey auf Seiten der Franzosen , die »ermöglichen Einwohner §bcr wünschten je eher je lieber die Ankunft der Kaiierl. nur gehe cs ihner;, wie einem Kranken, der: sich nach dem Eingang ins Elrsium sehnt, aber d,e Schmerzen beym Austritt aus dieser:! Leben fürchtet, sie seufzen im stillen: Wenn es doch nur übersiaii. den wäre, denn sie fürchien, der Fand möchte entweder Mildernd abziehen, oder sich m Genua hartnäckig vcrtheidigcn und die Einwohner noch liiigtüct- Uchcr machen, als sie schon sind. Dies, ist der lrauri. ge Jnnhalk der neusten Berichte aus Genna. (A. d. K. Z.) Auszug eines Schreibens aus Venedig, vom rz Dee. Morgen sind eö rg Tage , daß das Konklave ge- tchlesscii ist. Im gelingen Scruiminm fehlten emem gewissen Kare mal nur uech 2 Stliuweu. Allgemein glaubi man, daß die Papstwahl noch vordem Weyh- nachlfest zu Sland kommen werde. — Hier find mehrere Schiffe mir Zucker, Baumwolle re. aus Lissabon angckommen. Schreiben aus Verona, vom iz Dec. Augenzeuge» ei zahlen folgende Aneckoeuc von der Belagerung von Cnnco: Vier und dnygig24 P;ünd- ncr, die immer auf einen Punkt hinzicuen, machten am 2. d. innerhald b Sinne en in eine Bastion eine Bresche von 7 Klaftern. — Hier ho,! man m wenigen Tagen die Nachricht zu crha,ken , daß Genua von den Franzosen geräumt worden ,cy. Die letzlee zur Rettung der liguruchen üttpubl:ck gemachte Requisition von achcoe Paar Sauhcn, 2Z,cn ober» Italien glaubt mau , daß wenn die Franzosen das Genuesische nichl schleunigst verlassen, ihnen der Rückzug über Nizza gänzlich dürste adge- schiittien werden. — Auch ist man der allgemeinen Mcynung,'Gen. MelaS werde eine Wintcrkampaane machen und in die Provence eindrinacn, wo die Wik- tcrung im Wmtcr ohnehin sehr sanft und anmuthlg ist. Gen. Kray dürste gegen die Provinz Dauphine operiren. ES rst zuverläsrg, daß bcy der franz. Ar- mee eine starke Desertion ins Innere herrscht und daß es ihr an allem fehlt. In Genua theilte man an die Soldaten und Einwohner das Brod bereits seit einigen Monaten nur in kleinen Portionen aus. Bey den Bäckern war keines mehr zu haben. (A. d. A. Z.) Innsbruck, vom 18 Dec. Nachdem die siegreiche Kaiftrl. Armee nach der Eroberung von Cuneo einige Tage ausgcruht Hane, so ist nun selbige in 3 Kolonnen vorwärts marschirt, die eine gegen Genua, die andre gegen Nizza und die dritte gegen ^S.Giorgio.DasRegimem Neugcbauer allhicr yatgestern Befehl erhalten, wieder nach Italien zu gehen. Eben so macht sich brcGarnlson von Wien welche ans denRcgimen- lern Wenzel und Joseph Evlloredo besteht n Eilmarscheil durchs Tirol nach I allen auf. Die Truvocn marschieren einen Lag mu. dur andern werben sie auf Wagen gesühtl, ehne daß Rasttag gehalten wird. Alles ist darauf angesehen, den Feldzug von Italien sobald als möglich ganz und gar zu endigen. G eh w e , z. Auszug cmes Schreiben aus Bregenz, vom ,7 Dec. In Gnuidünbcn und in hefiger Gegend ist zwar alles ruhig, allein man ist doch aus seiner Huih, wett die französischen Truppen n dem östlichen Theil der Schweiz einen jo grosfen.Mangcl an allen Lebens- bedurfNisse» lewen, daß am Ende die eiserne Nvlh- wenbigkeil sie auf Gedanken bringen köniue, einen EuiM m Schwaben zu versuchen. — Die brave Vorartbe ger, die sich im verlassene» Frühling durch ihren Mach gegen die wutyenden Aw.-risse des Feindes so rnlMich ausgezeichnet haben, sind bereit, abermals ans den ersten Wink sich an die kaiserlichen Truppen anzuschlicssen Holland Amsterdam vorn 17 Dec. Auch von denen auf den engl. Inseln befindlichen ruß. Truppen. jdie von 17520 Manu b-s au >;coo sich verminderi haben, veruchert man se,t einig n Tagen, baß sie nach ihrem Land juruükeht-cn solle». — Den hiesige» Bürgern werden letzt sie Waffen wieder adgenommcn, welches sie nicht enngehen wollen. — In den Bezirken der Insel Ceylon haben die Engländer bey dem letzten Perleiifang, der sehr reichlich ausgefallen, auch rokhePcr- Icn von ungemeiner Schönheit gesucht. — Auch irr Süd -Carolina -rgssirr cas gelbe Fieber,