Nor'. Z0. Larlsrvher Sonnabends i 8 Pag. -z;. Zeitung. de n so Februa r. 0 2 . Mit Hschfürstkich » Markgräflich - Badischen gnädigsten prlvilegio. K L I. L ^ ^ k L k L k. 0. . . . .. ' m . Prag, vom L Febr. Der berühmte Adbe Vogler, Professor der Ton- Wissenschaft, musikalischen Aesthcttck und Akustick, hat gcssrn von der vortrefflichen Wirkung feines nach akustischen Grundsätzen ncugcbauten OrchestrtonsaaleS einen öffentlichen Beweis geliefert. Wir werden nächstens eine nähere Nachricht darüber erihrilcn. Wien, vom io Fevr Se. Kaiser!. Majestät haben den bisheriges Kon- kommiffariuS in Regensburg, Frcytzerrn von Hügel (nicht wie einige wißen wollen, zum Kaiser!. Kom» miffair, sondern) zum Kaiserlichen Bevollmächtigten, zu dem bevorstehenden Reichsentschädigungs. Kongreß ernannt. Zur Abhaltung solche) Kongresses, ist zwar noch kein Ort bestimmt und obgleich Berlin, Dresden und andere Städte dazu vorgcschlagen ss- d. so glaubt man doch, daß solcher in Regcnsburg gehalten werde, vorzüglich auch darum, weil die Neichsstände ohnehin daselbst ihre Gesandschasten unterhalten. Ein vorgestern hier eingetrossner Kourier aus Paris hac nebst mchrern Depeschen an die StaatSkanzley- auch vcrschiedne an den ftanz,. Botschafter Champag- t»y übergeben. Oe streich , vom ro Kbr. In einer jüngsthin zu Wien hcrauSgekommenerr Schrift: Streifzüge durch Inneröstreich, Triest, Venedig rc. kommt unter andern auch Folgendes vor. Im Jahr 1797. ließ ein feindlicher General den Bischof von Laybachder sich beym Anrücken der Franzosen entfernt hatte , um seinen Postzuq,> fein Sil- kerservice, und ftinenKoch ersuchen. Doch jener ant- Worte,'«. Den ersten braucht er selbst? weil er kraut sey, das Mytr habe er is die Münze geschickt,, des drit-- ten wolle er als einen freyen Menschen nicht zwingen, ihn zu verlassen, und der französische General werde es hoffentlich seinen Grundsätzen nach, auch nicht thun. — Eben dieser Bischof schickte einem andern französischen General, der aus seiner Bibliothek 14 Bände von Friedrichs des Grossen Werken entlehnt harte, den i-> nach Mine, damit das Werk nicht unvollständig bleibe. —Die Quecksilber-Bergwerke bcyJbria in Kratn sind jezt die reichsten in Europa, sie liefern des IahrS im Durchschnitt 12,000 Zentner Quecksilber, und 1822. Zentner Zinobrr. — Von Tnest wirb folgendes gesagt. Im Jahr 1719. war die Bevölkerung dieser Stadt kaum t>oao. Menschen, fezt steigt sie wett über 20,01:0. Durch Vorschub reicher Kauf, leute wird daselbst ein grosses Theater mit 6 Etagen von Logen gebaut, das 250,002 Thaler koken dürfte. Nur die Kaufmannschaft gilt dort etwas, nicht einmal ei» Gymnasium sinder man in Triest. — In Venedig haben die Klöster durch die Franzosen einen grossen Theil ihrer Schätze verlohn«. Das Kloster von Giorgio Maggiore schlägt seinVerlustallein auf 6 Millionen Gulden an. — Zu Pavua nahmen die Franzosen allein in der Kirche des heiligen Antonias 7» si bcrne, und I goldene Lampen mit. Die Gebeine des hctligmAmomuS hatten die Paöuaner mrt 40,00a Livres qetößr. Die Zahl der dort Studierenden belauft sich auf 2000. die Professoren habe» jährlich 4. LiS üooc» Gulden Besoldung. Wien, vom n Fedv. Die Theorie des Doktors Gast, welcher itzt z« Wien für Ausländer Vorlesungen über die Theorie der Hirnschäbel hält, gebt, dahin, zu beweisen, daß und wie man aus dev Gestalt beS GehiruS, michiw ( rZ» ) lk« -er Schädel ein getreuer Abdruck der Oberfläche Des Gehirns ist, aus den Wölbungen des Schädels auf die Fähigkeiten und Neigungen des Menschen, schließen könne. Aus seinen Unreriuchungcn über die Köpft von vielen besonders merkwürdigen Menschen, glaubt neulich Dr. Galt folgern zu können, baß, wenn brr Schädel viele Wölbungen hat, auch viele Fähigkeiten da sind. Grosse Männer haben daher viele und starke Wölbungen, dagegen sehr schöne Menschen , von einem runden Kopf wenig Geist besitzen. Ferner nimmt er einen bestimmten Sitz der Fähigkeiten an, z. B. setzt er das Organ der Beobachtungen rn die Gegend des Gehirns gleich unten an der Stirn. Diese Stelle ist gewölbt bey Kindern, welche bekanntlich diese Gabe in grossem Maaß haben; späterhin nimmt sie ab, baS Organ wird kleiner und nach der Erfahrung auch die Wölbung und entsteht eine Vertiefung ausser bey grosse» Beobachtern. Hieraus schließt er auch , daß durch Frcyheil und Ucbung viele Abwechslungen und selbst Veränderungen des Organs möglich sind. In seiner Sammlung befinden sich itzt die Schädel von Blumauer, Alxin- ger und Wurmftr. An dem letzter» fand er das Organ des MuthS, welches einen Zoll hinter und über dem Ohr liegt. Thierschädct sind ihm ebenfalls eine ergiebige Quelle der Untersuchungen. Das Organ Des Sinnes für Mustek traf er bey den Saugvögcln vnd auch bey grossen Musikern, z. B. öey Mozart, Das der Schlauheit an den Füchsen, Katzen und an de« Menschen, die er als schlau kannte. Darmftadt, vom 12 Febr. Heute wurde unser Erb - Prinz durch die von dem Russischen Kaiser überschütten uns von Demjelben mit einem ausgezeichnet gnädigen Handschreiben begleiteten Insignien des St. Andreas, St. Alexander NcwSky und St. Annen - Orden aus das angenehmste überrascht. Münchm,vom iz Febr. Da das zwischen Ingolstadt, Nencnburg, Schro- Lenhausen und Reichertshausen gelegene, 56002 Tagwerke enthaltende sogenannte Donaumoos durch zweckmäsig angelegte Kanäle und Gräben so entwässert war, baß von dieser Seite einer ordentlichen Kultur nichts mehr im Wege stand, so haben Se. kurfürstl. Durch!, im verwichcucn Jahr einen Kultursvcrsuch auf 15 Tagwerken daselbst vornehmen lassen. Durch Die darüber gemachte Vorlage und ausgestellte Berechnung haben Höchstdieftlbc nicht nur die zwcckmäsige Ausführung mit Wohlgefallen entnommen, sondern auch durch ein höchstes Rescript vom r8. vorigen Msnats gerne diejenige Summe verwilliget, welcher «och zu einer zwei-jährigen Fortsetzung dieses Versuchs erforderlich ist , indem hievon das Zutrauen und die Neigung -e» künftigen Ansiedler -um Lheil abhan.. gen. Nicht weniger hat es nach erwähntem höchste« Rescript Sr. kurfürstl. Durch!, zum Wohlgefallen gereichet, daß der Direktor Kling ( welcher oben erwähneen Versuch unier Beiwirkung des Oberüber- steher E>ictc geleitet hat ) zu Beförderung der Kultur und zur Herstellung eines Beispiels lm Grossen, auf seine eigene Kosten ein Grundstük von üo Tagwerken erkauft hat, um auf diesen ohne Kosten bcS Staats eine Landivirrhschaft nach gereinigten und höheren Grund,ätzen herzustclien, und Lieft dadurch Mittelst Bei,pret und Augenschein zu verbreiten. ^ Frankfurt, vom 16 Febr. In hiesigen und andern öffentlichen Blättern liefet man folgendes pädstl. Breve an die französischen Bi- schöffe, welche ihre Entlassung gegeben haben. Pius VII. Ehrwürdiger Bruder, Gruß und apostolische» Segen. Der neue ugd vorzügliche Beweis Ihres steten Eifers und Ihres festesten Willens, ,n Frankreich die Einheit der Kirche zu erhalten, und die Ruhe der kaiholischen Religion wieder herzustellen, Len Sie Uns gegeben haben, ehrwürdiger Bruder, indem Sie auf den Empfang Unsers apostolischen Schreibens freiwillig das Bmyuln niedergelegt, und Ihre Kirche in Unsre Hände abgegeben haben, hat di: Höhe Ih, rer Verdienste bis zu einem bewundernswürdigen Gipfel erhoben, der Ueberlegenheit Ihrer Tugend in de» Augen der ganzen Kirche einen neuen Glanz gegeben, und Ihnen von Seiten des Herrn, AuSspenbers aller Gnaden, die Belohnungen, welche er denen zugcstcht, die nicht ihr eigenes, sondern Gottes Interesse suchen, in vollerem Maaßc verdient. Nun da Sie von alle» Banden befreit sind, welcheSir an JhreDivzcs knüpften, bezeugen Wir Ihnen Unfern lebhaften Dank, daß Sie sich schnell Unfern väterlichen Rarhschlägen gefügt, und Uns, indem Sie Ihren Vortheil dem Wohl der Kwche ohne Zögern aufopferren, in de» Stand geftzt haben, ungehindert für die Bedürfnisse beneiden zu sorgen. Darum fty auf ewig gelobt und gepriesen der Gott der Barmherzigkeit und des Tro. stcs, dem cs gefallen hat, mitten unter den Leiden, von denen das elende L00S der Menschheit nicht frei styv kann, durch dieses neue Beispiel der Größe Ihrer Lügend Uns zu trösten, und Unsre Bckümmeniiß zu lindern, und der durch fttncu himmlischen Beistand die Gemächer Unsrer ehrwürdigen Brüder stärken un- bcfcstlgcn wollte, damit sie ihm dieses denkwürdige Opfer mit so viel Ruhm und Vonhcil für sie und für die Kirche, bringen möchten. Indem Wir also Den Herrn anfichen, baß er Ihnen alle Güter des Himmels wie der Erden, dieSie durch so vieiTugend verdient haben, bewilligen möge, und Ihnen dieVer- sicherung Unsers ganzenEifers fürIhrJntcrcsse erneuern, geben Wir Ihnen zärtlich den apostolischen Segen, zum Pfand Unsrer Gesinnungen und Unsrer väterlichen Liebe. ----- c rzz Gegeben zu Rom, zu St. Maria Maggiore, unter dem Siegel des Fischers, den Jan. des Jahrs 4822, und 2 Unsers PontfikatS. Pius P. P Vll. Nachrichten vom linken Rheinufer zufolge hat der rieve Regierungökommissär, B. Jean Bon St. Andre wegen der nach Hamm abgeführren Personen Erkunde« gnngen cingezogen, und versprochen, sich für ihre Befreiung zu verwenden. Einer derselben, Rasella Ms Marnz ist schon vor einiger Zelt wieder steige- lassen worden. Die Räuberbanden scheinen sich jetzo großentheilS vom linken auf da« rechte Rhrmuftr hcrüberzuziehen. Am s, d ist im Dorfe Gränzhauftn, einige Stunden von Ebrendreitsiein, das Hauß des Schulzen Lurch «inen Trupp von etwa zo Mann ausgeplündm worden. Ein Theil machte vor dem Haufe ciu beständiges Muskclenfeucr, um die Einwohner zuruckzu« schrecken. — Schon im vorigen Monat haue der oberrheinische Kreis auf drey verschiedene Tage eine allgemeine Streifung verordnet, und den bcnachbar« Ml Kreisen Nachricht davon zu gebe« beschlossen. Frankreich. Paris vom 14 Febr. In der Gegend von Rönnen haben Bösewichtcr kürzlich Gebrauch von einer ähnlichen Maschine gemacht, wie diejenige war, durch welche dortiges Jahr dem Leben oes ersten Konsuls nachgestellt wurde. Während mehrere Personen em Opfer deS Bubenstücks geworden sind , sind einige ancere auf eine beinahe wundervolle Att erhalten worden, eia junger Mensch unter andern, der in einem Bene schlief, ist mir diesem durch die Etplosion in dis Höhe geworfen worden, und wieder herabgcsallen, ohne den gerilltsten Schaden zu leiden. Seit langer Zeit hat man hier kein so feicr'iches Leichenbegängnis gesehen, als vorgestern das von Latour d'Äuvergne. Dem mit 6 Pferden bespannten und von Bedienten mir Kerzen umgebenen Trauer- maoen folgten 12 bis iz schwarz ausgejchlagene Kutschen; Md diesen ein zahlreicher Zug in schwarzem Tuch gMidcrer Armen. I kalten. Rom, vom zo Jan. In der vorgestrigen Nacht wurde die Asch« Pabst Klemens des igten, Ganganclli» aus der vatikanischen Kirche in die der 12 heiligen Apostel übersetzt. Dagegen komm der Leichnam des verewigten Pabst Pius des Sechsten, Brascht- welcher nächstens aus Frankreich erwartet wird, in die vatikanische Kirche, wo auf Kosten des Duca Brascht ein prächtiges Grabmahl errichret werden soll. —Pabst Plus der Sechste kere^rinuü -lpostolicun genannt, reiste am 20. Febr. 1798. von Rom ab und traf am » 6 . zu Siena ein, wo er »m Augustinerkloster abstieg. Von da begab er sich wegen eines starken Erdbebens in die Carthav» ft bey Florenz. Aus dieser reiste er am 26. Merz über Parma und Aicssandria, Grenoble rc. nach' Ve- lence in Frankreich ab. Von da sollte er sich nach Dijon begeben, aber wegen seines hohen gebrechlichen Alters erhielt er endlich die Erlaubniß, zu Valeries zu bleiben, wo er auch am r8 August verschied. Sem Leichnam wurde einbolsamirt, und in päbstll- Hem Anzug tu einen zinnernen Sarg gelegt, über den noch em anderer von Nnßbaum kam. Ocit dieser Zeit ruhte die, Asche des verewigten Pabsts io einer. Kapelle der hischöfflichcn Residenz zu Valener, bis der «rstr Konsul Bnoriaparte die Erlaubniß gab, dieselbe «ach Rom abzuführen. Mayland, vom 8 Febr. Gestern gegen 4 Uhr traf hier unser Vicevräsidenk Melzi, aus Lyon, unter dem Donner der Kanonen, zahlreichen Abthctlungen militärischer Musick und ei» -ucm ausserordentlichen Zulauf von Menschen, ein. Der französische Obergcoeral Murar mtt allen f all«- zösischcn und cjsalplntschen Generälen und einer grasen Truppenabthcjlung zu Pferd, ferner der gcsammle RcgrcrungsauSschuß, alle StaatsverwattungSbcamte» und andere hiesige obrigkeitliche Personen vom Civil« und Mtltlärstand, waren ihm vor die Stadt hinaus entgegen gegangen. Von dem Vercellinischcn Thor an waren längst den Straßen aus beiden Seite» Truppen in Paraoe ausgestellt. Br. Melzi stieg i« dem Pallaß des ehemaligen Fürsten Bclgtojoso ab, wo General M»rat wohnt, der dem Vicepräsidente» ein prächtiges Gastmal gab. Abends begab sich Br. Melzi in das Theater, Las beleuchtet war und ws allgemeiner Jubel ihn empsieng. Morgen sollte, wie bereits gemeldet worden ist, und wie seitdem eine vom bten d. datirtc Proklamation des RcgierungS- Ausschusses ausdrücklich angekündigt hatte, die feyerli« che Installation der kvnstilulloneueu Regierung vor sich gehen, da aber bey dem üblen Wetter die Ans kunst verschtedner Mitglieder derselben sich verzögert hat, so hat heule genannter Ausfthuß, im Einver« ständniß m«t dem Viccpräsidenttu, bekannt mache« lassen, daß diese Feierlichkeit «och auf einige Zeit verschöbe» worden und baß er, sobald alles dazu in Bereitschaft fty, der Tag der unser Schicksal endlich unwiderruflich sestsetzen soll, dem Publikum anzetge» werde, Holland. Brüssel, dom 14 Febr. Briefe aus Amiens vom 10 d. sagen, daß am r engl. Kouriere aus Landen mit Depeschen für de« Lord Cormvallis angekommrn ftyen, baß einer davon sogleich seine Reift nach Paris mit Depeschen dc- brmischrn Ministeriums an die stanz. Regierung fortgesetzt habe, daß bald darauf noch ein andrre7 ( N6 ) Fourier rem engl. Bevollmächtigten Depeschen übcr- brachr habe, welche sehr wichtig zu seyn scheinen. An dem nämlichen Tilge wurde eine ausserordentliche Konferenz unter allen zu Amtenö vereinten Ministern gehalten, welche 4 Stunden dauerte, und nach welcher mehrere Kouriere abgeschickl wurden. Man spricht nun von der nahen Ankunft des Lord Whitwvrth zu Amiens als von einer zuvcrläsigcn Sache, welcher, dem Vernehmen nach, dem allge, meinen Kongresse als engl. Bevollmächtigter beiwohnen soll. Grosdrtttanten. London, vom 9 Febr. Der Kourier de Londres enthält heute folgenden auffallenden Artikel: „ Mitten unter allen den Er- «lgmffen, weiche in Deutschland und in Italien, auf dem Miltelmecr und auf dem Occan, in Afrika und in Amerika, in Europa und in Asien, die Auf» merkfamkctt der Politiker auf sich ziehen, bereitet sich ein Creigniß andrer Art in diesem Land vor. Es ist Mehl mehr von einer blossen Ministertalveränderung die Rede. Die grosse Angelegenheit des Herzogs von Pottland, ietner Entfernung aus dem Staarsralh, oder seiner Versetzung nach Irrland, die Wiederau» kellung des Hrn. Pitt oder die Anstellung der beben« tenstcn Mitglieder der alten Opposition, alles dieses Hnv gegenwärtig nur untergeordnete Gegenstände. Eine erhabne Person, seit langer Zeit an die aufrich- liasten Huldigungen der Licke und der Ehrfurcht ge» wöhnt, ist, wie man versichert, ihrer glänzenden und beschwervollen Lage müde, sie ist gesonnen, an« Hern Händen eine Regierung zu überlassen , welche ihr durch eine Menge von Umständen, die ihren Wün« Ichcn und ihrem Herzen zuwider sind, ermüdend und lästig geworden ist. Dieses Ereigniß beunruhigt zu sehr, als daß wir davon Härten schweigen dürfen. Zu gleicher Zeit ist es aber auch noch nicht klar gc» ring, um umstäadlicher davon sprechen zu können re. Das Abendblatt, ihr Star, harre gestern gemeldet, daß es nach einer unverwerflichcn Autoritär ver« -chcrn könne, daß die Bedingungen des Definilivfrie- denö schon seit einer Woche entworfen und angrnom« men scyen und die offizielle Vekanntmacht..cg derselben nur durch den Wunsch der Regierung, das Schick» Bl des Statthalters zu verbessern und rücksichtlich der Schweiz einige Verabredungen zu treffen, verzögert worden fty, eS harre hinzugcfttzt, daß die Haupt- schwicngkeit in der Negotiation auf der Forderung unsrer Regierung, Demerary und Surinam auf z Jahre für Frcihäven zu erklären, beruht habe re. Das haldoffiziclle Journal, True« Brilon «agt heule dagegen r Die gestern vom Abendblatt, the Star, «Wbnr Nachricht fty grundlos, ma» habe indesse» Ursache zu glauben, daß das in Frage sichende Ereiz» niß nicht mehr ferne fty. Bekanntlich ist die Mutter der Madame Bnona- parte auf der Insel Martimck, die noch im engl. Besitz bleibt, biö zum Beschluß deö Dkfinitivfriedens. Diese ehrwürdige Dame (ülsstsmo a«- la Ls^erle) hat von dem franz. Gen. Lacrosse ein Schreiben von Paris erhalten, worinn man ihr meldet , daß man ihr keine direkten Depeschen von Frankreich zuichlckcn könne, weil die Engländer dis zum Definitivfrieden im Besitz der Insel Marlinick bleiben. — Auf solche Art wird das Cap der guten Hoffnung, und andre über Holland eroberte Kolonien ebenfalls bis zum DesiliitlvfrikLcn im engl. Besitz vleibcn. ( A. d. M. Z. ) Vermischte Nachrichten. Der Prinz von Oranien w»o nun nach öffentlichen Berichten, wegen seiner Entschädigung unmtr» telbar mit der franz. Regierung unrerhanbelu, wozu er eine Empfehlung von einem grossen deutschen Hof hat. ' Ä n t ü n d i g u n g. Carlsruhe. In MackloiS Hosduchhaudlung ist s 12 kr. zu habe». Trauerrede auf den Tod des Durchlauchligken Erbprinzen von Baben Carl Ludwigs. Von HerrnOberhvfprcdiger und Kirchcn- rath Walz. > In Emmendinge» bey Hr. Buchbinder Eiscnlopr jun. in Müühcim bey Hr. Buchbinder Wiü,n; in z Lörrach bey Hr. Buchbinder Bögner; in Schopfhciin bey Hr. Buchbinder Seufett; ln Pforzheim bey Hr. Buchbinder Euchelez in Rastalt bey Hrn. Hosbuch» drucker Sprrnzing. Durlach. Zu der Ganth Liquidation des sunr Mathes Baum, hiesigen Bürger und Fuhrmanns sollen sich alle diejenige, welche eine Schuld oder Eigcnthum aus der Masse zu fordern haben, den 25 des- nächst künftigen Monat Februar in Fürstlicher Statt» ! schreibe«» dahier ein finden, ihreForderun gen cingebcn, > die nöthige Beweise mitbringen, und dem Reche ab» warlcn, im Ausbleibungsfall aber des VerlnstS aller ? Ansprache an die Masse und die darinn btsi-dlicheSa« ! chen gewärtigen. Anbcy dient ftboch zur Nachricht, daß alle der Frauen Beibringen nachstehende Gläubiger wegen Unzulänglichkeit der Masse nichts bekommen können. Verordnet bei Oberamt Durlach den- 23 Jan. t8«2. Karlsruhe. Die Gläubiger des in Gannih geratheuen verstorbenen Matheus Schusters von Kleinearlsruh« werden hierdurch aufgrsordert, bei der Montags den 8 Merz d. I. Vormittags y Uhr auf dahistgem Rath- hauß vorgehenden Schuldenliqiudation ihre Fordern». l gen bei svnstigemVerlust einzugcbcn. Verordnet Carls-- ruhe dey Odrramk de» 8. Febr. 1802» >