Mo. z;' Tarlsruber Sonnabends i 8 WLMW . KLlz.! KlMMW Zeitung. den s. M e r z, Pag. 141. Mit Rurfürstltch Badischem gnädigstem privilegto. Annhalt Wien; Nclchshosräthliches Conelusum in Betreff Kurwürtemberg.. Frankfurt;. Fortsetzung und Ende des Traktats zwischen Nassau - Oranten und Datavic». ulm; Verordiumg wegen Reisepässen nach dm > stanz, westl. Küsten. Regensburg. Paris; Kaiser NaMeön reißt näch Miicn. ' HaagZurückkunst des Bot» schafters Schimmelpemiink. Messina; Admiral Nelson sucht die Touloner Flotte. Livorno. London; Gerüchte ' vom Eiiilaust» der stanz. Flotte von Rochefort in Brest und dem To- des Friedensfürsten un Spanien. Stockholm; Medaille aus die Rückkunft Ihrer Majestäten. Petersburg; gutes Vernehmen mit China. Madrit; eine engl. Brigantine verunglückt. Der stanzös. Botschafter bet der Pforte, Marscßall Brüne, soll zwischen heute und morgen mit einer gro« Deutschland. VVien, vom 2v Febr. Es ist nunmehr ein reichshofräthlichcs Conelusum sen Suite hier eintrcffen; so wie man sagt,, bringt erschienen, in Betreff der MißPlligkeiren, welche zwischen derselbe iZv Stück Pferde mit ^ welche gröstenthcils sehr Sr kurf. Durchl.dcm Kurfürsten von Würtemberg, schöne arabische Hengste waren, und ihm von demGros- und dessen kandständen obwalten. Der Zweck dieses Herrn ,' dem G osvesser und andern angesehene» türkst Conelusums ist: die gegenseitigen Anspruch, zu beseili- sehen Staatsbeamten verehrt worden. gen re. re. Ueberdieß werd n die Lw dstäude angewiesen, um verzügiich dem Verlangen Sr. kurf. Durch!, zu ent« Frankfurt , vom 23 Febr. Fortsetzung und Ende des Tractats zwischen Rassaw s; ech n, rückfichtlich des Vertrags zum Unterhalt des Militärs. — Oranien und Batavien. Die Reise Ihrer k. k. Majestäten nach Italien ist . Art. 12 bis iü. Zur Vollziehung des y. Art. des nicht abgesagt, wie man vor einigen Tagen behaupten Traktats vom 2z. May l-8?r soll zur Norm angc- wollte, sondern nur auf unbestimmte Alt verschoben, nommen werden; daß solches Eigenthnm und Effecten) doch wird sie spätestens im Juuius statt hab.n. welche die. Glieder des Hauses Oeanie» uoch.in Besitz Ein engl. Kurier soll dem Gesandten, Lord Paget, haben, ihr Eigenthum verbleiben, solche aber, die m die Mittheilung der stanz. Friedensanträge überbracht Händen des Gouvernements der Repubück gefalle» haben. sind, letztrer verbleiben sollen. Die rückständigen In» ..Der regierende Fürst von Lichtenstein ist bedenklich tereffen sollen längstens r Monate »ach der, Ratißka- krank. tion abbezahlt seyn, und sogleich !jedes Verbot der Ausbezahlung aufgehoben werden. Längstes in 4 Monaten sollen alle (vom 23. Mer; 1802 an) rückständige Leibrenten an alle Mitglieder des durchlauchtigsten Hauses bezahlt werden. Auch die an einzelne Städte zu fordern habende Leibrenten sollen bezahlt werden. Art. 17. Ucbrigens renunzirt der Prinz auf ein sehr ansehnliches Kapital in Obligationen, an Zehenten und Hausern, welche zu einem Erziehungshaus für Kinder der iUnterossiziere, Soldaten und Matrosen be° stimmt waren, unter dem Beding, daß die Einkünfte davon zumUnterhalt der Militärwaisen verwendet werden. Art. l8> Renunziren alle Mitglieder des Oranischen Hauses auf die vor 1502 rückständigen Leibrenten, Art 19. Ferner aus alle i;- die Hände des batav. Gouvernements gesallne Obligationen, Effecten und Forderungen , namentlich aus rückständige Besoldungen re. Art. so. Endlich auch auf alle imLraktat von 1802 nicht ausdrücklich benannten Gegenstände, Menbles, Gemälde, Bücher, Seltenheiten, Weine re. wobep jedoch das ba« lav. Gouvernement sich gegen gütliche Uebereinknuft geneigt finden lasten wlrd, solche Sacht» zurückzugeben, die ein Prätium Affekcionis für das Hans Dramen ha- hO. Art. si bis LZ. enthalten noch einige svcciclle Re- nunziationen. Art. 24. Dafür bezahlt die batav. Republick an den Prinzen von Dramen für ihn und sein ganzes. Haus die Summe von 5 Mill. Gulden, nemlich eine halbe Mill. im Sept. schon und den Rest in Obligationen zu 2 ^ Procent mit den nöthigen Coupons bis zur Vcrfallzcit; hiervon soll halbjährig 200,000 fi. abgetragen werdem Art. 25 bis zo. Das batavische Gouvernement renunzirt seinerseits auf alle Forderungen an den Printen; man.wechselt sich beiderseitig getreu alle nöthige Dokumente aus, Frankreich und Preuffen sollen zu Garants aufgesordert werdnr re. Hieraus ist angehängt: Der im Traktat von Amiens geschloßne Artikel, nach welchem die Entschädigung des Hauses Dramen der batav. Republick nicht zurLast fallen soll, und endlich der 1. und 2. Art. der zwischen Prcusten und Frankreich über dir Entschädigung des Prinzen geschloßnen Konvention, nach welcher 1. der Prinz und sein Haus auf alle in Holland besessene Würben, Rechte, Besoldungen, Vorrechte, Domänen und Grundgüter renunzirt; 2) aber für sich, seine hohe Gemahiinn, KiMr und Erben alle bisher in der batav. Republick besessene perpetuelle und jährliche Renten behält. Mm, vom 2Z Febr. Hier crgicngen folgendeVerordnungen.Men obrigkeitlichen Behörden im Allgemeinen, und den PvlizeiStellen in Schwaben insbesondere, wird hiemit gemessenst untersagt, ReiscPässe nach Bvulogne, Calais, und überhaupt nach denKaiftrlichFranzösischcnScchäftn an dem Kanal, welche von der Französischen Armee besetzt sind, an wen immer, auszusiellen re. — Die Stellung disseitiger Unter« thanen an auswärtige Behörden wegen angeblicher For- nikation wird hiemit im Allgemeinen untersagt. Da ge, gen soll aber jede von Auswärtigen bei der ordentli^. chen GcrichtsBehörde des angeblichen Formkanten angebrachte Alimcntations oder andere Klage gehörig untersucht und verhandelt und eben so schleunige als um parrheiische NechtsPstege gewahrt werden. Regensvurg, vom 23 Febr. Oeffei'tliche Blatt r haben schon den Abschluß der deutschen Konkordats verkündigt. Seit Nükkunst des Herrn Kurerzkanzlers.'zweiselt man aus guter Qnclle, daß die Unterhandlungen in dieser Sache so weit gediehen sMn. Man sagt; der Kurfürst habe die Domkapitel zu Äschaffenbnrg und Rcgensburg aufgefordert, ihre Rechte und Ansprüche ans das neu zu errichtende erz- bischöfliche Kapitel zu deduziren, wo sodann, nach angehörten Rechtsgründen beider Theile, Se. k^rfürsrl. Gnaden einen Entschluß fasten wollten. (A- d> F. Z.) Frankreich. Paris, vom 24 Febr. Dem Vernehmen nach wird der Kaiser zwischen dem 6. und n. künftigen Monats die Reift nach Italien antreten. Se. Maj. werden den Weg durch das ehemalige Burgund und das Juradcpartcment nehmen. Auf Ihrer Rückreise werden Sie die südlichen Departements besuchen Unter mchrcrn kondner Artikeln, welche der Moniteur gestern zum Thcil mit Anmerkungen, gab, w« such folgender: Wir haben die Pariser Journale bis zum 26. Jan. erhalten. Unter verschleimen politischen Nachrichten, weiche die Pariser Journalisten, aus Befehl des Kaisers, sabrizirt haben, befinden sich einer oder Mi, die nicht ohne Interesse sind. Die offizielle Note, in Bestehung auf den östreichischen Truppenkordon an der Etsch, zeigt die Furcht, welche Buouaparte von den Projekten des Wiener Hofs hat. Se. kais. Mas. Napoleon versichern sehr ernstlich, daß die 72,000 Mann bloß in der Absicht jusammellgezo- gcn worden sind, um die Ausbreitung der Epidemie in Toskana zu hindern re. Der Moniteur antwortet hierauf: „ Die Freude der engl. Blätter über den östreichischen Truppenkordon wird von kurzer Dauer seyn. Statt 72,222 Mann waren cs nur z Regimenter, welche diesen Kordon bildeten, und nicht ein einziger östreich. Soldat ist an der Etsch erschienen. Die Bewohner des Lloyd'schen Kaffeehauses müssen sich in ihr Schicksal ergeben. Der Landfrieden wird nicht gestört werden. Das Londner Kabinet hat keine Macht verführt, und die gegen die spanischen Fregatte» ak- gcseuerten Kanonen Hallen an allen Höfen wieder und werden noch lange an denselben wiederhallen re. Das Tribunat hat gestern Sitzung gehalten. Der Präsident las darin unter andern die Antwort des Prinzen Eugen Bcauharnvis auf das an denselben, erlassene Glükwünschungsschreilcn ab. Holland. Haag, vom 21. Febr. Unser Botschafter zu Paris, Schimmelpennink, der schon lange mit Ungeduld erwartet wird, ist gestern aus dem batavischen Gebiet angekommen. Der fra»' zöfische Botschafter, Semonviüe wird, dem Vernehme» «ach, in einige» Tagen unsere Nepublick verlassen, und während seiner Abwesenheit, durch den ersten LegationS' Sekretär, Marivault, in der Eigenschaft als Geschäftsträger , ersezt werden. Italien. Schreiben aus Messina, vom zo Jan. (Abends 5 Uhr.) Gestern früh lief eine engl. Brick Mit der Nachricht hier ein, baß die sranz Touloncr- flotte in Abwesenheit des Admiral Nelson unter Segel gegangen sey, und ihren Laus gegen Süden Iscnymmen habe. Nachmittags kam rin Erpresser von dem Kommandanten d.s Faro-Fortes mit dem Bericht an, daß >n den Gewässern der Liparischen Insel» eine zahlreiche Flotte erschienen sc» , deren Flaggen man noch nicht unterscheiden könne. Das Volk gerieth darüber in Unruhe, weii sich sogleich das Gerücht verbreitete» es sey die Toulonerflotte, welche 12,220. Mann ans Land setzen wolle. Eine hier liegende engl» Korvette lief hieraus unverzüglich auf Rekognoszirung aus, und die engl. Transportschiffe Nro. zy, 42, und 41, nebst einigen Malteser Fahrzeugen machten sich eiligst, fegest fertig, um, wenn sich das verbreitete Gcrstcht bestatt tigte, nicht in die Hände der Franzosen zu fallen. Abends gieng auch die Brick in See, kam aber heute früh wieder init der bestimmten Nachricht zurück, daß Admiral Nelson mit 12 Linienschiffen und Z Fregatten bey den Liparischen Inseln erschienen sey, i« der Hoffnung, hier die Toulonerflotte zu finden. Heute Mittags wollte Nelson die Meerenge (zwischen Sizilien und dem festen Land von Italien, Faro die Messina genannt) mit seiner Flotte passiven, allein ein heftiger Südwind hinderte ihn daran, und nun legt er sich so eben bey dem Faro vor Anker. Von der Toulonerflotte hat man nicht die geringste Nachricht. Es ist wohl möglich, daß Nelson bis an die Küste von Aegypten segelt, um sie da aufzusnchen. Sonst ist in Sizilien alles ruhig. Livorno, vom 7 Febr. Die Geschäfte fangen von der Seescite an, wieder einiges Leben zu erhalte», aber von der Landscite bedeuten sie »och beinahe gar nichts, weii unsere Nachbarn noch immer fast alle von hier kommende Waarr« jurückwciscu. England. Landen, vom 15 Febr. Von Plymouth wird unterm 8 - d. gemeldet, daß er» Transportschiff mit 450 Mann von dem irländische« Regiment nach Spithead abgegangen sey, um zu der Expedition, welche bei der Insel sWight vorbereitet werde, zu stoßen. Das Gerücht hat sich verbreitet, daß die feindliche Eskadre von Rochesort am sg v M. in sehr üblem Zustande in den Hasen v»n Brest, eingelaufe» se». (Diese c r44 ) Nachricht ist falsch. Es ist bemerkenswert!), daß, 6 Wochen nach dem Auslaufen der Rocheforter Eskadrr, die Engländer noch gar nichts von ihrer Bestimmung wissen. Die Zeiten sind nicht mehr, wo alle unsere Geheimnisse euch verkauft waren, und ihr die Bestimmung unsrer Flotten kanntet, noch ehe sie ausgelaufen waren. Anmerk, des sranzös.Amtsblattes vom rz. Febr.) Briefe ans Gibraltar melden als gewiß den Tod des Frledenssürsten. (Es darf auffailen, mit welcher Leich- tigkeit die Engländer alle Männer, die ihnen mißfallen, lodt machen. Genannter Fürst,. der das Recht, alle Mit Geld behMene Schisse anzuhalten, nicht anerkennt, der die spanische Marine zu heben sucht, und der bald den Ruhm haben wird, zo Linienschiffe zu Kadix, Ferro! und Karthagena auszurüsten, muß freilich sterben, um dem Lvndner Kabinet einen Gefallen zu thun. Anmerk, des nämlichen Blattes) Schweden. Schreiben aus Stockholm, vom 12 Febr. Gestern beehrten Ihre König!. Majestäten die hiesige große Oper mit Ihrer Gegenwart. Höchstdieselben wurden bey Ihrem Eintritt in die Loge mit unglaublichem Enthusiasmus empfangen. Es ward die OperCvra gegeben, und manche Stelle derselben, welche Beziehung aus die Umstande des Augenblicks hatte, aufs lebhafteste applaudirt. Heute geben die Officiers der hiesigen Garnison Ihren Majestäten ein glänzendes Fest, welches mir einem Bai! schließe» wird, wozu 800 Personen eingeladen worden. Unsre verehrte Königin» sicht in kurzem ihrer Entbindung entgegen. Heute haben Se. Majestät das erste Conseil ge. halten. Die hiesige Bürgerschaft läßt zum Andenken der glücklichen Rückkunft Ihrer Majestäten eine Medaille prägen , und die Summe, die sie zum Besten der Armen Anstalten bewilligt hat, betragt 2Z000 Rthlr. Rußland. Schreiben aus St. Petersburg, vom 5 Febr. Das Vernehmen zwischen Rußland und China ist jetzt besser, als cs je gewesen ist. Der Kayser von China hat einen aufferst freundschaftlichen Brief an den Kapser von Rußland geschrieben und es läßt sich nicht zweifeln,daß unsre Regierung dies benutzen wird, um zwischen bcyden Neichen engere Verbindungen anzuknüpsen, die sür den Handel Reißlands die wohlthatigsteu Folgen haben müssen. Der Hofrath und Consul von Bckhmarm zu Frankfurt ist von Sr. Kayscrl. Majestät zum Ritter des St. Annen - Ordens zweyter Classc ernannt woroem » Spanten. Madrid, vom 8- Febr. Der König hat den Don Domingo de Grandalla zum Befehlshaber der Flotte von Ferrol ernannt. Das Departement der Mariae ist einstweilen dem Hrn. Fron- zisko de Lemnoä übertragen worden. 'Man meldet von Kadix, daß eine mit Depeschen nach Gibraltar bestimmte 'englische Brigantine, durch stürmisches Wetter gezwungen worden ist, zur Nachtzeit unter schwedischer Flagge in die dortige Bucht cinzu, lausen. Ais der Kommandant des Morgens dieses Schiss für ein englisches erkannte, schikte er Kanonier- jchaliippen ab, um sich desselben zu bemeistern; der englische Kapitän, so bald er dieses gewahr wurde, kappte die Ankcrtauc, und suchte das Weite zu gewinnen; da aber die See noch lehr unruhig war, wurde er an die Küste von Rota, bei Kadix, gewürfen; drei Mann von der Besatzung kamen um, die übrigen wurden zu Gefangenen gemacht; das Schiff selost hogt man zu retten. Nach den nämlichen Nachrichten ist e n von Vera Crux kommendes, und mit Kolonialwaaren und 452 bis 462 tauf. Piastern befrachtetes spamjches Schiff zn Kadix angekommen. E^Duriacl). Lie.m^ den z. Merz wird in dem großen RathsSaae aNhier, ausdas hohe NahmensfestIpro H.-ch- s,,'.fttichenD u rcht a ucht 0 es H e r r n M ar g g r a v e n Feiedrichszu Baden ein brillante» großes Conzert mit Ball gegeben werben, wozu auch auswärtige Honpratio- rcs höfischst eingeladen werden, von dem Unternehmer, I. F. E. Bauer Musiedirector und Stadtsrganist MÜHIbtlkg. ( ZugPferdeDersteigeiunr. ) Bei der CrappFabrick Mühlburg, werden auf Montag denn. Merz wieder r6 Stück ZugPserde in öffentlicher Steigerung um k lare Bezahlung verkauft werden; wozn sich : Lie. - abere Nachmittag» um 2 Uhr einfindrn wollen. Mühlburg, den 16 Febr. 1805.