Nro. sr. Karlsruher Montags r 8 >L-L Pa-> 427. eitu vr n 7 I u n O 2^ Mt Hochfürstlich . Markgräflich Badischen gnädigsten privilegioz k L L L ^ L L r L kd 0^ UAtz . .. > > ««»MM«»» ...--..- . > . .— .... Av' München, vom iy May. Fortsetzung des in No. 90. dieser Blätter befindli- chcn Kurpfalzbairischen Vertrags mit dem Kaiser Paul wegen der Baierischen Malteser«Ordensjunge. 7) Diejenigen, weiche der Landesherr wegen Um tauglichkeit ober Unfähigkeit, wegen Mangel a» Kenntnissen oder Drenstgenauigkeit ausser Thärigkett setzen wird, sollen vor eine Kspitularversammluüg gezogen werden, welche deren Aufführung nach aller stolmenmäflgen Schärfe zu untersuchen hat, und da jedes Verbrechen oder Nachläsigkeit im Staatsdienst als eine Verletzung der Ordensdisciplin angesehen wird,« st> soll auch der Angeklagte nach den Gesetzen des Ordens seihst geuriheill, von dem Kapitel mit der hierauf festgesetzten Strafe belegt und sodann Sr. churfürstl. Durchl. sowohl, als des Hr«. Grosmeisters Tmineoz, «ach dem erste» Statute von Verboten und Straft«, Hievon Nachricht gegeben werde«. Es versteht sich von fettst , daß die in diesem Paragraph enthaltenen Verordnungen die gesetz. iichrn Richte , die der Landesherr über seine Diener hat, Nicht im Mindesten «bändern können, so, daß kiese, wie alle andere mrmhanen den vermali- gen oder kün fugen Landes Gesezen und den hierum ftstgesezte» Formen unterworfen seyn müssen. Und da es endlich Verbrechen girbt, welche ihrer Narur nach, oder wegen der bev den Proceduren vorlommcnden Umständen sich nicht wohl öffentlich bekannt Machen lassen; so wird der Souverain nur das Resultat der Untersuchung, und den erfolgten Rechts Spruch dem Kapitel mittheilen , welches sodann nach seinen Ge» Htzen die Straft auSsprechen soll» ' ' 8. Die gegenwärtigen Verordnungen sollen keine zurückwirkende Kraft haben, und die Ritter, welche bereits der General - Orbenslabelle einvericibt sind, nicht daran gebunden seyn. Man wird es jedoch als einen Beweis von Patriotismus und besondrer Anhänglichkeit an den Landesherrn ansehen, wenn diejenige», dif noch nicht z-, Jahre haben, und ohne Dienst sich befinden, nach obigen Bedingnisscn , besonders im Militair zu dienen sich bestreben werden. 9. Es soll, soviel es sich thmi läßt, besonders irr Friedenszeiren, den präbendirtcn Rittern alle Jahre ein Url ub von 3 Monaten mheilr werden, um sich nach ihren Commenden begeben, auf deren guteVer. waltung ein wachsames Aug haben und den Kapitels- Versammlungen bcywvhncn zu können. io Das Kapitel soll über die genaue Beobachtung' der m den vorhergehenden Artikeln rnthalrnen Verordnungen und überhaupt über alles dasjenige sorgfältig wachen, was die Diseiplin und gute Aufführung der Prioratsglieber betrifft. Dasselbe soll auch' mit äußerster Strenge und ohne alle Ausnahme und' individuelle Rücksicht Me Gesetze und Statuten i«r Vollziehung bringen, welche auf die beste Verwaltung, des GroSpriorals im Dinglichen sowohl als im Persönlichen abzweckeN'. (Die Fortsetzung folgt.) Regensburg, vom 31 May. Der karköllnische Gesandte, Baron von Leykan»' har nachstehendes unter den Gesandschasten zirkulirew lassen. Von Seiten der kurkölnischen Gesandtschaft har man die Ehre, zur Kenntniß der hochlöblichrn all. g-ürieilftn Reichsversammlung zu briiMp, daß, aus c 423 ) Veranlassung Sr. pabstl. Helligkeit, «ach de« Vey- splclich der. hohen Erzstifter Main; und Trier auch auf die Erzstiftköllnische Metropolitan > und Diöze- savgerechtsame auf der linken Rheinseike die einzig durch de« Drang der Umstande abgemüßigte Enria- gung erfolgt und hievon bereits Sr. Kaiser; Majestät als Merhöchsten Reichsoberhaupt, die allernnterlhänig« ste Anzeige gemacht worden. Gaildorf bey Schwäbischhall, den i Iuny. Die Frau Fürstinn zu Leiningen Daxburg, gebohr« ne Gräfin« zu Solms re. mitregierende Gräfin» zu Limburg « Gaildorf haben ihren Lim- purg . Gaildorfischen gemeinschaftlichen Untertha- nen zu Erleichterung der denselben aufgelegenen unerschwinglichen franz. Kriegslasten ein Kapital von 2020 fl. Rhn. in der Maase gnädigst vorgeschosscn, daß solches auf ihro Lebenszeit jährlich landläufig vcrzinußr werden, auf ihren erfolgenden tödtlichen Hin- tritt aber dem Land geschenkt sey» solle. Diese milde Freigebigkeit war zugleich yon der Versicherung bcglei- tet, daß die Frau Fürstinn in kurzem noch einen ferneren, eben so starken Vorschuß zum Besten ihrer Un. ttrchaneri auszahlen lassen wollen. Gewiß ein rühm, voller Beweiß der Theilnahme an unverschuldeten Lei. den, der aber auch von denen, welchen er zu gut kommt, mit dem lrbhafksten schuldigste» Dank erkannt wird. Mainz, vom 2. Juni. In der hiesigen Zeitung liefet man «inen Auszug aus einemSchreibrn von Regensburg vom 29. May, nach welche« die Nachricht, daß am Ostersonntage im Horel des französ. Geschäftsträgers zu Rcgensburg «ine Messe sey gehalten worden, durchaus ungegrün- der ist; es sey «och kerne Sprache von einer Messe, oder von einem Gottesdienst, der in dem angeführten Hotel sollte «eftyerl werden. ^ Mainstrohmj, vorn 2. Juni. Auf die seit mehreren Wochen angehaltcne trockene Witterung hat sich am 29. v. M. der Horizont auf einmal umwölkt, und der trübe Himmel ließ ein wohirhätiges Gewitter hoffen, allein ein noch in der- selben Nacht gegen i Uhr entstandener fürchterlicher Sturmwind, der wegen seiner Heftigkeit hin und wreder Bäume entwurzelte, zerstreute solches, und glaubwürdige Männer wollen dabey eine leichte Erd. «rschütterung verspürt haben. Indessen stellte sich doch die seegensvolle Folge davon ein, daß wir seitdem die fruchtbarste und gedeilichste Witterung mit öfterm Regen Hal m, wodurch die Getraide. Fluren auf et», mal wiei>-r in den vielversprechendsten Zustand versitzt worden find. Die Früchte, welche eben wegen des Man gels an Regen, zwar etwas im Preiß, hauptsächlich aber durch die Aufkäufer und ihre Manipulationen plötzlich noch höher stiegen, singen daher auch schon wieder an, sehr merklich zu fallen, und die günstigen Aussichten lassen erwarten, daß sie baldigst wieder zu ihren vorigen Prcißen kommen werden. Neuburg, den 2. Iun. Verflossenen Sonnig kam der Churstrstlichr StaalSmrntster Freiherr v. MontgelaS mit dem Ge. Heimen Referenten v. Steiner hier an. Gestern früh war ein prächtiges Hochamt, und nach demselben die erste Versammlung der Stände des HerzsgthumS Neu. bürg in dem LandschafiöhauS unter dem Vorsitz be- Freiherrn von Moncgelas. Frankfurt, vom 4 Iuny. Die Russen, welche noch in und um Köln einguar- tirt lagen, haben endlich am «1 v. M. nzg Man» stark, von Köln den Rückmarsch nach ihrem Vaterland angetrcten. Die Mainzer Zeitung widerspricht der Nachricht, als sey am Ostersonntag im französ. Gesandtschafts. Hotel Gottesdienst gehalten worden. Von eben daher äußerst man sein Befremden über die von einigen öffentlichen Blättern gegebene Nachricht, baß ver. möge eines geheimen Artikels des Konkordats die Juden ihr Bürgerrecht auf dem linken Reinufer wieder verlirhren sollten, welches man um so eher für irrig erklären zu können glaubt, da es der Konstitution widerspricht. Dir Bemerkung einiger öffentliche« Blätter, daß in der Petersb. Zeit, bei der Aufnahme des Frieden» von Amiens der ganze von Malta hanblende Artikel ausgelassen worden sey, ist nicht richtig. In Nr. ;c> dieser Zeitung findet sich ein Auszug dieses Friedensschlusses, worin» auch einiger Verfügungen desselben in Betreff Malta's Erwähnung geschieht. Und in dem neusten Blatt der nämlichen Zeit, vom 14 Mei kieset man einen kurzen historischen Artikel über den Mal« theserorden, worinn unter den Schiksalen, die den. selben in den neuern Zeiten betroffen haben, auch die Errichtung einer neuen malthrsischen Zunge in Gr» folge genannten Friedensschlusses angeführt wird. Frankreich Paris, vom zr May. Ghalcb« Effendi, bevollmächtigter Minister und ausserordentlicher Gesandte der hohen Pforte bey der franz. Regierung, ist in den ersten Tagen des Praireal von Wien abgereist. In diesem Augenblick- ist er za Strasburg angekommen. Der erste Konsul hat, zum Empfang dieses Ministers, den Br. Düpas, Sberad- julanten des RcgierungSpallasts und den Br. Danta» ersten Doilmetscher der franz. Gesandtschaft zu Kon« stantinopel, an die Gränze abgesandt. Die englischen Blätter enthalten öffentliche Nachrichten aus amerikanischen Briefen von der Lage der Dinge auf St. Domiugue. ToussattS Aufenthalt sollte bey Abgang der letzten Briefe iu den Savannen seyn. Im Moniteur vom 28. May findet sich ein Schreiben aus Port Repudlleain vom lZ.Fcdr. Nach demselben hatte die unerwartete Kühnheit, mit welcher die Franzosen gerade in die Stadt gedrungen waren, dieselbe sowohl als die darinn zurückgebliebenen Einwohner gerettet, vorher aber hatten dieSchwar- zen mehr als goc» Weisse aufgehoben und aus ihren Häusern weggcholt, einige wenige von diesen waren LNterwegs ihren Wächtern entsprungen und zurückge. kehrt, die andern aber sollten von den Schwarzen nach Mrd nach ermordet worden seyn. Der Ficken Croix des Bouquets war ganz verbrannt, nebst einigen umliegenden Pflanzungen, von diesen waren mehrere unversehrt geblieben, weil die arbeitenden Schwarzen den Chefs nicht halten beystchen wollen, in dieser Gegend hatten auch einige Mordthalen statt gehabt. Von den Einwohnern in dem Fielen Accahaie, welcher ganz verbrannt worden war, hatte man nicht die mindesten Nachrichten. Es sind zwei Devutirte von Antwerpen hier ange- kommen, um das Interesse dieser Stadt in Rüksicht der ScheldkWffarth zu betreiben, der Maire von Antwerpen ist auch auf dem Weg hieher. Aus einem bekannt gewordenen Schreiben der Ministers des Innern an den Preftkten des Nordde, partement sieht man, daß auch in dortiger Gegend, wie hier, das Gcrraide sehr selten und theuer zn werden anfängt. Der Minister tröstet mit vielen, iheilS schon angckommrnen, thetls noch erwartet werdenden Getraidrschiffen aus Deutschland, Holland und Amerika/und mildem Urberfinß und derWohl- feilheit des Gerraides im westlichen und südlichen Frankreich. Straßburg, vom 4 Iuny. Heute Mittag ist der Bischoff von Straßkurg, B. Eaurine, unter dem Geläute der Glocken, hier an- gekommen, und auf das Feyerllchste empfangen worden. Es heißt, er werde um Pfingstsonntag das Hochamt haken. In der verflossenen Nacht ist hier rin beträchtlicher Diebstahl begangen worden. Erne Diebebande leerte ein wohIrcrsihkncS Seidengcwölbe in der Schlosser- gaffe, von wenigstens 50000 Fr. an Werth, rein aus. Eie kam vermittelst des Kellers in das Haus, Indem sie die eiÄnen Stangen an den Kellerlöchern auswanb. Die wachsame Polizey erhi-lc bald Spuren von der Niederlage des Gestohlenen, und um ) —- Mittag waren zwei von der Bande verhaftet, und geschloffen ins Gcfängmß gebracht. Nun erfährt man allmähligdie nähern Umständedes Erdbebens in Odcritalien. Zu Orztnovi sind vs« zvo Häusern nur ungefähr 100 unbeschädigt geblichen/vorzüglich haben die Kirchen gelitten. Ein Partikularsdni. den dvn dem Schwadronschrf des 7. Dragoner Regiments, in Garnison zu Lodi, vom y May meldet, das Erdbeben sey daselbst so stark gewesen, daß alles in den Häusern umgeworftu wurde, und die Dragoner, indem sie die Treppe hinunter gehe» wollten, über einander sielen. Einige Kamine stürzte» «in, Jedermann kniete aus der Straße und betete. Der Erdstoß kam umio Uhr 40 Min. Vormittags, und dauerte ; Sekunden. Die Stadl Crews ist fast ganz eingestürzt; die Einwohner waren alle aufs ftcye Feld geÄufe», und Niemand zurückgeblieben, als die Jäger des 15. Regiments, um Diedstäle zu verhüten. Der Burgflecken Menguin, wo sich ein schöner See befindet, ist ganz versunken. Niemand hat sich retten können. Man sieht keine Spur mehr davon; der See nimntt seine Stelle ein. Grosdrtttanien. London, vom 25 May. Die gestrigen Verhandlungen des Unterhauses betrafen die Stiergksrchce, welche rin Theil bcs Parlaments abgeschast wessen will. Die zweite Ahlefung der diesfallsigrn Bill ist aus z Monate ajöurnlrt worden. Wir tragen hier noch wörtlich die, in Gcfolg der Debatten im Unterhaus am iz. und rg. über den Frieden von Amienö, auf den Vorschlag dcs L^rds Hnwkesbury, angenommneAdd esse an den König nach. Daß das Haus Sr. Mas. für die gnädig e Mittheilung des Definltivtraktats seinen Dank erstatte, daß «s bereits seine» vollen Beifall bcy den mitzetheiken Präliminarartikeln an den Tag gelegt habe, und überzeugt sey, Laß Se. Majestät im Ganzen weislich das Interesse Ihres Volks in Betracht gezogen, indem Sie einen , auf die Basis jener Präliminarien gegründeten Traktat geschlossen. Daß, obgleich das Haus die unglücklichen Ereignisse, welche während des Kriegs auf dem festen Land von Europa statt gehabt, schmerzlich beklage, eS nicht anders als mildem äussrsten Vergnügen daran denken könne, daß die wrlvcn und zerstörenden Entwürfe, mit welchen daS Vaterland zn Anfang des Kriegs bedroht wurde, wirksam vercitelt worden find. Daß Sr. Majestät Gebiet nicht allein unversehrt erhalten, sondern mit bedeutendem und wichtigen Zuwachs vermehrt, daß unsre Ucbcrlegcvhcit im Handel und zur See erhalten und erhöht worden, und daß wir in dem bestät- ( 4Zo ) «Wen Besitz der Mittel fortfahren , welche, wie die ^Erfahrung des letzten Kampfes mehr als je bewiesen chat, selbst unter Len neuen und beispiellosen Bedräng. Nissen andrer europäischen Nationen, hinreichen, um die Unabhängigkeit dieses Landes zu erhalten, und feine Ehre zck behaupten Daß, von diesen Gefühlen durchdrungen, daSHauS seinerseits eifrig bedacht sey, die Segnungen des Friedens zu pflegen und zu er, höhen, und bey solchen Maasregeln mitzunmken, welche Se. Maj. am geradesten finden mögren, um Anlässe zu Mißverständnissen mit fremden Mächten zu verhüten. Daß es sich auf Sr Maj. bekannte Neigung, mit gewissenhaftester Treue Ihren Ver. pfiichiungen nachzuleben, verlasse ; baß es aber zu gleicher Zeck fest überzeugt fey, Se.Maj. werde nicht ermangeln, diejentge'Wachsamkcil und Sorgfalt, welche der gegenwärtige Zustand Europa's heischt, anzuwenden , und vor allem werde Se. Maj. unausgesetzt entschlossen und geröstet seyu, die grossen Quellen des Reichthums, des Handels und der Seemacht dieses Reichs gegen jeden Eingriff zu vercheldigeu. Daß das Haus vollkommen überzeugt ist, daß Sr Maj. -errcue Unterthanen jederzeit bereit seyn werden, die Ehre der Krone Sr. Mai. die Rechte, Gesetze und Freiheiten ihres Vaterlands , mir eben dem Eifer, dem Nachdruck und dem Muth zu verthcidigcn, wel, che sie während des nunmehr glücklich beendigten Kriegs Unverändert an Tag gelegt haben. Italien. Livorno, vom May. Heute früh ist die Flottille, welche die polnischen Truppen an Bord hatte, aufs neue zu ihrer im Publikum noch immer unbekannten Bestimmung unter Segel gegangen. Bey ihrem ersten Auslaufen war ein dazu gehöriges Transportschiff bey St. Vincencio gestrandet, es befanden sich 284 Mann darauf, wo, von mehrere ertranken. — Gestern kamen 500 Fran, jvftn hier an, die heute gemustert wurden. Schweiz. Schreiben aus Bern, vom 2 Iuny. D. Verninac hat aus die offizielle Kommunikation der neuen Konstitution, die ihm von Seilen des klci- neu Rachs gemacht wurde, an unsere Regierung folgendes Schreiben vom 28 May erlassen. Bürger! Ich werde eilen, den Verfassungsentwurf, «eichen Sie mir am 25. May zuzusenden beliebten , und der dem helvetischen Volk nun zur Annahme vor- gclegt wird, nachdem er die einhellige Zustimmung der Notablen erhalten hatte, ihrem Wunsch gemäß, an den ersten Konsul gelangen zu lassen. Der erste Konsul, Bürger, wird in dem Geist der Eintracht uud der Eiumüthigkett, welcher dir Arbeiten der No» tablcn ausgezeichnet hat, einen glücklichen Vorbote« für die Gründung einer definitiven Reglern! g in Ih. rem Vaterland erblicken. Mochte ich doch bald demselben anzeigen können, das Ende Ihrer politischen Wechsel sey gekommen und das helvetische Volk habe von seiner Unabhängigkeit denjenigen Gebrauch ge. macht, welchen Europa nach dem großen, seit so vie« len Jahrhunderten erworbenen, Ruf seiner W ishcH nie aufhörtt, von Ihm zu erwarten. Ich ersuche Sie, Burger, die Versicherung meiner Hochachtung z» genehmigen. Unterschrieben: Verninac. Im Waadtland ist die Ruhe noch nicht gänzlich her- gestellt. Viele Gemeinden haben sich geweigert, die beiden Beschlüsse des kleinen Raths vom 2l May in ihrem Umkreise anschlagen zu lassen. In an'ern wurden sie sogleich wieder abgerissen. Auch ba en sich in mehreren Distrikten besonders in dem von Cossoney, der an der letzten Insurrektion den thätigsten Amheil genommen halte, wieder bewaffnete Hausen blicken lassen. Das Schloß Orny, dessen Archive beym Anfang des Aufstandes nach Bern gebracht worden waren, ist bedroht worden. Sobald aber die Insurgenten erfuhren, Saß der franz Gen. Serras Truppen gegen diesen Distrikt marschinn lasse, zogen fie sich wieder zurück. Die Bürklische Züricher Zeitung, die einen gegen den franz. Gesandten gerichteten sehr ehre rührigen Artikel aus einem fremden Blakt mit beleidigenden Anmerkungen versehen, ausgenommen hatte, ist vom kleinen Rath verboten worden. Bürkli ist in daS Polizepministerium beschicken worden, um sich zu ver» amworkcn. Die Posten-Administration ist beauftragt, kein neues, aus den Bürklische» Pressen ausgchendet Blatt, durch die Post versenden zu lassen. (A. d. St. Z.) Holland. Haag, vom 27. May. Zwischen dem i. und 16. k. M wird unsere nach Westindiea bestimmreFlotte dahin absegcln. Sie nimmt die Koionialtruppen an Bord, und besieht aus 6. Fregatten und Brigantinen, welche Kapital» BkoyS de Treslong kommandiren wird, und dlc sich mit der schon im Jänner nach St. Domingo abgcgongenen Flotte vereinigen werden. Bekantlich wird diese letztere Flotte vom Admiral Har'ßnk kommandirt, der, nach den zu Flirssiugen eingelauftnen Nachrichten, die am Bord gehabten franz Truppen bereits auf St. Domingo ausgeschifft hat, und hieraus von da nach un. seren westindischen Besitzungen abgegangcu ist, wohis er eigentlich bestimmt war. Amerika. N uyork, vom iz April. Wie aus Philadelphia vom 4. Avril gemeldet wird, ^ hat ein Mitglied des Kongresses,^Hr Gerswold, an. getragen, daß der Staat die Schadloshaltnng der durch stanz Kaper beschädigten amerikanischen Kauf- keilte (welche bekanntlich in Verfolg der Pariser Konvention von Frankreich nicht meyr gefordert werden kann) übernehmen sollte, die Motion wurde aber mit großer Mehrheit verworfen — Die Beschränkungen in der Auf» hme neuer Bürger, welche in Rücksicht auf die Zettumstände unter der vorigen Präsiden; eingeführt worden waren, sind jetzt wieder abgeschast worden; fünfjähriger Aufenhall soll künftig tzinrelchen, um Anspruch aus das Bürgerrecht zu geben. — Ja der Provinz Massachuftt h t sich bey Gelegenheit der Gouveriieurswahl ein großes Uedergewicht auf Seiten der föderalistischen Parley gezeigt; die Wahl ist gan; nach deren Sinn ausgefallen. Man will überhaupt bemerken, daß diese Partey, auf Unkosten der Repu- blikanischcn oder Iesstrson'schen Parcey, sich wieder ziemlich zu erheben anfange. Jefferson soll geneigt ftyn, die Präsidcnrenstelle aicdrrzulegen. vermischte Nachrichten. > Nach Berichten aus Constantinopcl will man wisse», daß der Fricdenslrakkat von Amiens auch auf einige Länder des türkischen Reichs und deren Verfassung Einguß haben werde. ! Dir Beys in Egypten machen täglich grössere Fort- j schritte und man befürchtet in Constantinopcl, daß ganz Egypten bald in ihre G-w.att zurück fallen werde. Der Grosvezicr sucht überall um neue Truppe» an, um ' sich zu verstärken. ^ Nach einem bey dem holländischen Konsul in Li- , vorno angckommcnen Bericht, ist zu Algier eine holländische Fregatte augekommcn, um die alte Freundschaft zwischen Algier und Holland zu erneuern. > Der Musiker Trittst in Dresden, glaubt ein Mittel, Saiteninstrumente unverstimmbar zu machen, erfunden zu haben, Sein Klavier ist seit 14 Jahren gestimmt, und nicht eine Saite desselben bisher gesprungen. Er giebk de» Saiten eine besondere Zurichtung. Zu Fürth besteht seit z Jahren ein sehr heilsames Institut. ES werden nämlich wöchentliche Sammlungen von 1. kr. von einer jeden ledigen Person männlichen u. weiblichen Geschlechts veranstalt«, und von dem daraus jährlich erwachsenden Kapital durchs Foos Raken von 1^2. bis 202. fl. gezogen, die einem oder mehreren hrstathdlnstigkti Paaren zur Ansstar- k>ug zufallen. A n k ü n ?> r H U R H. Larlsruhe. In Macklotö HofbuchhaMüNs W eine große Parlhie Franz Pappier Tapecen, BvrLurcr> 8urporten rc. angeksmmcn und düs .Stticr tzlt a -ß. 12 kr. bis zu 5 fl. zu haben. Die Muster.Mp« davon ist immer zu bekommen. I'erner stall stllla kolZsalls neue Müllkasten Lu staben. O^roxvetr Ooncert x>. Planok Osuv. Z9. Z st. 6^rovvet2 Istois 8onates p. ?ianok Oeuv. z st. za kr. 6^cc-WLtL. Notturno p stianok, dl. I — 7>. gelles 2 tl O^rovvecL. 12 ^iiemanlls. p kianok'.. dl. I — 4 gelles 48 kr. !2 Nenners p.. kianok. dl. 1 äe 2 gelles 48 kr. Hampeln 8ept Les p. kianok. Zv kr ttalance. Oranll 'krios p.t kianok z st. 4z kr. ttestmann. Vseist. p kianok. 1 st. Nürkeste von 6^ro^vLt2 Vanstali, leiben Rapstasl Le livLeluLk. k. Llav. geller 8 kr. kieg-1. Irois 8onates p. kianok. 2 st. 8estneiller. T'roi«: 8onates p. kianok. z st. äValtker. s^ir kavorik- varies p. kianok z6 kr. Auch sind daselbst folgende neue Gußefeldsche Karte», welche zu Gaspkri Handb. der Geo- graphie gehören an ekommen und das Stück einzeln st 42 kr. zu bekommen. Südliche und Nördliche Halbkugel der Erde. Oest- liche und Westliche Halbkugel der Erde. Europa.. Der schwäbische Kreis. Der bayrische Kreta. Der österreichische Kreis. Der fränkische Kreis. Der nördliche Theil des obersächsische» Kreises. Der südliche Theil des obersächsischen Kleists. Der nieder- sächsische Kreis. Das Königreich Neapel. Stellten- und Malta. Sardinien und Korsika. Die batavische Republick. Spanien und Portugal!. Portugal!. Gros- britkanien und Jrrland. Schlesien und Mähren. Böhme». Ost und Westgallizicn. Schweden und Norwegen. Island. Das türkische Reich in Europa und Asia. Das rußlsche Reich in Europa und Astc» 2 Blätter. Die Länder am Kaukasus. Amerika. Die iz vereinigten Staaten von Nord-Amerika. Afrika. Nordküste von Afrika, oder die Staaken Marokko, Fez, Algier, Tunis und Tripoli. Südspitze vo» Afrika und die Kolonie vom Vorgebürg der guter» Hoffnung. Der Nilstrom Aegypten und Habesch. Srnegambikn, Ntgritien und Guinea. Nieder- Guinea. Zanquebar die Kaffernküste und die Insel Madagaskar. , Australien. Das schwarze Meer. West- Indien. Ost > Indien in 2 Blättern. China. Larlsruhe. Der Schlosser Christoph Andrea- Martin ist vor einiger Zeit dahier mit Hinterlassung mehrerer, das Actio-Vermögen jedoch nicht übersteigender Schulden gestorben, zu deren smeZwmAbzah- r 4AL r kMg die yinkeMbeue Wittib bey der vorgkgangencn Vermögens Inventur, zcrschiedene Vorschläge gethan, die nun der gestimmten Kreditorschaffr Mittwoch den 9. Juni Nachmittags 2 Uhr auf dem hiesigen Rath« hauß vorgclegt, und deren Erklärung vernommen werden sollen. Da hierbei) auch, eine Liquidation, der sämmlich vorhandenen Schulden Vorgehen wird, so werden alle jene, welche irgend eine An» spräche an die Martinische Vermögens Masse zu ha» den glauben, zur Einreichung derselben in rermin» äicto vor dem Oberamtlichen Commißarro bey Ver. lust derselben andnrch aufgesvrdert. Verordnet beym. Oberamr Carlsruhe den 8-May.rsor. Carlsruhe. Mehrere Umstände erfordern es, daß die Vermögens-Verhältnisse des Posthalter Friedrich Stöbers in Linkenheim nach dessen anderweiter Ver- ehcligung genau möglichst ivwohl ln Ansehung des Aktiöi als Passivi ;ur Fertigung der Eventual Separation ins Klare gesetzt werden. Es ergehet deswegen an alle und jede Stobcriiche Gläubiger die Aufforderung, auf Dienstag d. 22 Juni d. I. vor dem oberamilichen Commissario in Linken« heim auf dem Rathhauß mit ihren Beweißuekunden bei der Liquidation zu erscheinen, unter dem Bedro. hen, daß die AuMeidende sonsten mit ailenfallstgen Schuldklagen nicht mehr werden gehört werden. Ver» »rdnet bet Oberamt Carlsruhe d. 17. Mai i8or. Larlsruhe. Mittwochs den 9. Iuny d. I. Nachmittags 2. Uhr wird eine abermalige und zwar lezke öffentliche Steigerung des Gastwirthehauses znm Darmstädtcrhvf auf hiesigem Rathhauß unter den be» reits vorliegenden annehmlichen Bedingungen vor sich gehen und der Zuschlag dem Meistbietenden ohne den mindesten Vorbehalt, wenn das Gcdott über die Summe von 11200 st. stehen wird, sogleich geschehen. Verordnet beim Oberamt Carlsruhe de» 15. May 1822. Carlsruhe. Wer an den vor einigen Jahren ver- Horbenen Hutmachcr Alexander Knoblauch zu Ruß- Heim eine Forderung zu machen hat, soll solche bey her Mittwochs den zo. Iuny d. I. Vormittags 9 Uhr auf dem Rathhaüs zu Rußheim vergehenden Knob- lochisihen Schuldenliquidation bey Verlust seiner For« Lerung angeben. Verordnet bei Oberamt Carlsruhe d. 26. May iZos. Carlsruhee In Fürst!. Hofapoth ke ist wiederum eine große Parthic fnich an der Quelle gefüllleö in neuen Krügen, doppelt bonchirtes Fachiuger und Selser Wasser angckommen und sowohl hundert weiß als auch einzelne Krüge um billigsten Preiß zu haben. Durlach. Johann Philipp Korn von hier, welcher vor mehreren Jahren als Becker in die Fremde ge» gangen» und diese Zeit über nichts von sich hören last sen, oder dessen Leibeserben, sollen binnen dato und 9. Monats persönlich oder durch gehörig Bevollmäch. tigle dahier erscheinen, sonst wird sein unter Pfleg. Ichajt stehendes weniges Vermögen seinen darum bit. lenden nächsten Verwandten gegen Caution überlassen. Verordnet bey Oberamr Durlach den 11 May 1802. Stein. Der Luncto crimim8 destiLiitütlZ in UN« tersuchung gefallene, vor seiner Arretiruug aber entwichene lesige Matheus Schrast von Aaerbach, wird hierdurch öffentlich unter dem ?iae)uäiclo vorqcladcn daß er um so gewisser innerhalb g Monate dahier bey Oberamr sich stellen soll, als er ansonsten der Hoch, fürstlichen Lande verwiesen, sein Vermögen confeeirr, and sein Name an den Galgen geschlagen werde. Verordnet bey Oberamt Stein den 22ten May 1822 . Stein. Wegen mehreren gegen den Hiutersaß und Fmchthändler Johannes Großer von Wössingen eingeklagt wordenen Schulden, wurde eure Vermd» geiMüikersuchung erkannt und eine Schulden. Liquidation ungeordnet. Alle diejenige, welche daher eine Forderung an obengedachten Großer zu machen haben, sollen Montag den si. Iuny d. I. Vormittags 9 Uhr aus dem Ratbhaus zu Wöstingen vor dem Amt-, lichcn Commissario bey Verlust ihrer Forderung - entweder in Person, oder durch Bevollmächtigte, unter Mubkingung ihrer Beweiß - Urkunden erscheit neu und gehörig liquidiren. Verordnet bey Oberamt Scein den Z. May iFor. Rastadt. Zur Schuldenliquidation der in Vermögen Szerfall gerochenen Mezger Georg Strickerischen Eheleute zu Kuppenyeim, sollen alle diejenige, welche eine Forderung an dieselbe zu machen haben, Mittwochs den zo dieses, Vormittags aus dem Rathhauß zu Kuppenhelm, entweder in Person oder durch Bevollmächtigte erscheinen, ihre Beweise gleich mitbrin» gcu, und ihre Forderungen gehörig liquidiren ode» gewärtigen, nach Verfluß dieses Termins ohne weiters abgewiesen zu werden. Verordnet bey Oberamt. Ra» stadt den 23 May 1822. Laden. Alle diejenige, welche an den in Gannk- geratenen Joseph Gr-ss Burger zu Os zu fordern haben, werden hiermit ein vor allcmahl vorgeladrn, Mittwoch den z >. künftigen Monat Iuny in der Frühe vor dem a») ordnet:» Commissario auf den Rathhauß zu Os, chre Forderungen zu liqudiren, und ihre Beweiß-Mitter zugleich beizubtinqen, oder zu gewärtigen, baß sie darmit von gegenwärtiger Ganntmaße ausgeschloßei: werden. Verordnet bey Oberamr Baden den 29 M iA 1822. Baden. Nachdem die hiesig mwittibte Fräs ( 433 ) Amtschreiber Leinerin ihr eigenthümlich hiesiges in der Hauprgasse befindliches Wirchshauß zur Kronen d. 8. zukünftigen MonalS Iuny Nachmittags um 2 Uhr in solchem Hauß selbst öffentlich versteigern zu lassen/Willens ist; als wird dieses nebstdem, daß der Steigerer zur hiesig bürgerlichen Aufnahme geeigen» schäftet seyn mäße, hiermit bekannt gemacht, damit die Liebhaber sich dabey einfinden mögen. Signatum Oberamt Baden d. i8- Mai 1802. Baden. Einem geehrten Public» wird bekannt gemacht, daß dahier mit landesherrlicher Grnehmi- gung ein neues Badwirchshauß errichtet worden, welches mit einer hinlänglichen Zahl von Radkästen , daun mit schönen geräumigen und ganz neu meubllrten Zimmern versehen ist. Das HauS steht auf der Ebene mitten in der Stadt an den sogenannten Sonnenstaffeln , führt den Schild zur goldnen Sonne, «nd wird sich die Besuche durch gute Bedienung jedermann zu empfehlen suchen. Werg. Zur Schuldenliquidation des in Gant gerathenen Burgers und Werbers Friedrich Reiß zu Bühl ist Dienstag der 22. künftige Monat Iuny an- beraumt; wer etwas an denselben zu fordern hat, so« auf befragten Tag unter Mitbringung seiner Be» weißurklmven in hiesig Fürstl. Amtschreiberey um so gewisser erscheinen, widrigen Falls er nach Verfluß dieses Termins nicht mehr gehört werden wird. Verordnet Bühl bei Oberamt d. 24. May 1802. Werg. Zur Schuldenliquidation des in Gant gerathenen Burgers und Metzgermeisiers Antoni Va. lentin zu Bühl ist Dienstag der 27. künftigen Monats Iuly anberaumt; wer etwas an denselben zu fordern har, so auf befragten Tag unter Mitbringung seiner Beweißurkundcn in hiesig Fürstl. Amtschreiberey um s» gewisser erscheinen, widrigen Falls er nach Verfluß dieses Termins nicht mehr gehört werden wird. Verordnet Bühl bcy Oberamt d. 24. Mai 1802. Werg. Zur Schuldenliquidation des in Gaur gerathenen Bürgers und Kiefermeisters Franz Joseph Röckel zu Bühl ist Dienstag der üte künftigen Mon. Iuly anberaumt; wer etwas an denselben zu fordern Hat, soll auf befragten Tag unter Mitbringung seiner Bcweißurkunden in hiesig Fürstl. Amtschreiberey erscheinen, widrigen Falls er nach Verfluß dieses Ter. mins nicht mehr gehört werden wird. Verordnet Bübl bet Oderamt d. 24. Mai r8oz. Werg. Zur Schulden Liquidation des in Gant gerathenen Burgers und BekermeisterS Xavcri Küst zu Bühl ist Dienstag den 20 künftigen Monat Iuly anberaumt, wer etwas an denselben zu fordern har, soll auf befragten Tag unter Mitbringung seiner Be- weiMuuden i« hiesiger Amtschreiberey um so gewif. ser erscheinen widrigenfalls er nach Verfluß dieses Ter« mins nicht mehr gehört werden wird. Verordnet Bühl bey Oberamt den 24 May 1802. Werg. Der Burger und Oehlmacher Joseph Habich von Alkschweyer ist wegen seiner verschwende- rischen Lebensart für mundtsd erklärt, und ihm der dortige Burger Benedict Meyer zum Pfleger bestellt worden, es solle daßero ohne dessen Vonvis- sen und Einwilligung Niemand mit dem Habich bey sonstiger Nichtigkeit nnd Verlust etwas handeln oder borgen. Verordnet bey Oderamt zu Bühl den iz. May 1822. Badmweiler. Alle diejenige, welche an das ver. chuldete Vermögen deö ChirurguS Georg Franz Panty zu Buggingen einige Forderung zu machen haben , sollen mit ihren zum Beweiß der Schuld und beren allenfallsigcn Vorzugsrechts gehörigen Schriften und Urkunden bis Dienstag d. 15. Iuny d. I. um so gewisser zu Buggingen vor dem Commtssario erscheinen, Md ihre Forderungen Vorbringen und beweisen, als sie widrigenfalls nicht mehr werden an« gehört, sondern abgewiesen werden ; wsdey jedoch nachrichtlich nuverhalten bleibt, daß nach gegenwärtig schon bekanntem Schnldenzustand für die nicht privi- legirte Creditoren schwerlich etwas zur Befriedigung übrig bleiben wird. Verordnet bcy Öberamt zu Müüherm b. ro. May 1802. Höchberg. Alle diejenige, welche an dk Verlas, senschaft des kürzlich verstorvenenHemi Pfarrers Lemb« ke zu Leiselheim Forderung zu machen haben, werden hierdurch aufgcforderl; Donnerstags den ro. Iunyd. I. sich im Pfarrhauft zu Leiselheim bcy Verlust der- selben einzufinden und solche zu liquidiren. Verordnet bey Oberamt Emmendingen Len iz. May 1822. Höchberg. Der schon vor mehreren Jahren böslich ausgetretene Johannes Nieder von Theningen soll sich 2 «lato binnen 3 Monathen dahier stellen nnd seines AuSirittSwegeu verantworten, widrigenfalls er der Fürstlichen Lande verwiesen uns sei» Vermöge» confiscirk wird. Verordnet Emmendingen bei Oberamt den 14 May 1802. Ermnendingen. In die hiesige Stadtschreiberey wird ein Skribent gesucht, welcher im Inventur und Theiluugswesen wenigstens einige Kenntnisse besitzt, aber in Bälde eilmeken kann. Röielii. Diejenigen, welche an Mattiß Flach, Gott, lob Wellin und den verstorbenen Hanns Benz, sämtlich von Lehnacker, tegernauer Vogtey, Forderungen zu machen haben, sollen selbige wegen dem Flach Dienstag den 2y. wegen dem Weltin und Benz aber Mittwoch den Zo künftigen Monats Iuny. früh z. Wx bey der TMungstommigion in Tegernau dtp k 434 > ^ MMflxÄL WrütfeS einzrbr«> dir nöthigen Beweis mitbÄngen und' dem Recht abwarren^ Verordnet dry Ldwamv Lörrach den 20 May 1802.. Aärrwu Zm Ar SchuldenUguidation des entwichenen' PrütschrnwirrH' Förster zu Wiritersweiler loben sich alle diejenige,, weiche eine Schn d oder Eigen« chmw aus der Masse zu fordern haben, dcy Verlust ihrer. Rechte und Forderungen, auf Montag d. -r. Juni r8c>2. bcy dem KommiArlus allda ernfinden, «nd dkiw Recht abwarten. Dabey hat der entwichene Tärster nebst seiner Ehefrau, sich selbst auch zu stellen seinen Gläubigern Red und Antwort zu geben, oder zw gewärtigen, daß, seines Auffcnblcibens ohngeach. Nt, das Rechtliche verfügt werden wird. Verordnet bey Oberamt Lörrach d. 24. Mai 1802. Reh!. Nachdem der währendem Krieg sehr verunglückte und letzthin im Elend verstorbene Johann Fotmaun, ehematliger Burger Beckermeister und Kronenwlrth zu Kehl eine solche Schuldenlast hinttrlassen, daß man zur Zeit nicht weiß, ob Ar Gannlproceß würkkch zu erkennen fty, so werden dessen Gläubiger aufgerufen, ihre Forderungen an die Masse unter Mirbrtngung ihrer BewciSurkuNden den ,8'cn künftigen Monats vor hiesigem Amt anzugeben, oder sich alsdann zuzurcchnen, nicht mehr angehört A, werden. Verordnet bey Amt Kehl den 28° May IZ02. » Werg. Der vor 12 Jahrcss ausser Lands gczvz gen, gewesene hiesige Hintersaß Alois Nibel oder Assen Erden sollen sein bisher unter Psiegschaft gestandenes Vermögen von obngefähr 68 fl. längstens bis 'Sen 15. Febr 180;. dahier in Empfang nehmen, ft„st wird cs seinen nächstes Anverwandten gegen Lautisn ausgcfolgt werben. Pudliciert bey Oberamt den 15. May 1822. Lenzingen. Von dem Magistrat der V. O. Stadt Kenzmgcn wird anmit zu jedermanns W-ssn bekannt gemacht, daß Montags den Z July des JahrsMor- genS 9 Udr auf hiesiger StaLikanzley die hiesige Stadt- Mühle, lammt Reube und Scege an den Meistbietenden versteigert werbe. Diese Gebäude bestehen:' In einer mit 4 Gängen versehenen Mahlmühle , in Hiesiger. Vorstadt an dem Eizßuß gelegen, mit einem Saran liegenden Wohnhauß, welches bis in den ersten - Stock mit Quadrat. Steinen , von da aber, bis unter das Dach mir Mauerwcrk gebaut ist, nebst einer Stallung für Kühe und 4 Psirdte, und 5 Schwein- Men, auch ohngefähr einen halben Sester grossem Krautgarttnr Der beiliegenden steinernen Neuenmüh,- lr, worinN hinlänglicher Platz zu einer Schleift , BiM oder Stampft. Ln einer avsserptb der- Stadt gleichfalls an der Elz gelegenen und mit Ar Mühle verbundnen, von Stein erbaute» Reibe , mit- z Betlern, zwey Scegmühlen, einer Lohstampft, Oehlmühie, erner Behausung für den Reiber und ohogesähr e>U Haid Sester grossen Krautgarten. Die Kauflustigen können die nähern Bcdingnisse hievon in hiesiger Surdtkanzley einsehcn. Lx couL- lio MsAiüratus. Kenzingcn d. IZ. May 1822. Bürgermeister und Rath, Scherer, Bürgermeister Lorhummel Syndikus. Karlsruhe. Der bereits 26 Jahr von hier a8, wesende Johann Siegmund Oßwald von hier wird hierdurch aufgesordert sich binnen 9. Monarhcn rnn so gewisser dahier einzußnden als er ansonsten der diesseitig Fürstl Lande verwiesen, und sein Vermögen seinen nächsten Anverwandte« erzs c-mtionem wird ausgefolgt, werden. Verordnet bei Oberamt Carls« ruhe den -rgten April rzoa. Durkach. Der abwesende — auf seiner Wanderschaft in fremde KriegsLicnstr gctrettcne Friderich- Lüzclburgcr von hier, solle innerhalb z. Monaih dahier sich wegen leincs Austritts perjönllch vorankwor- tcn, sonst wird er feines Untcrthauenrechts verlustig,, und fein Vermögen dem Fürstlichen Ftsco verfallen, erklärt werden. Verordnet bep Obrramt Durlach dm! 8. May 1802. Rastatt. Nachdem dte Hochfürstliche Ilegierung za' Karlsruhe in der Abhandlung des Herrn Dr. Schaff, rsrhs zu Baden, welche sich mir den gestimmten' Gegenständen der Kuhpockcn- Impfung beschäftiget,' eine vorzügliche Veranlassung fand- den Herrn Ver-' fasser Sercniffmo zu rmpfthlett; so haben Sk>- Durchlauchk der Herr Markgraf gnädigst geruhet,den' Herrn Dr. Schaffroch durch den Ltttel und Rang eines Pbysici auszuzcichnen.. Der Beyfall von Seiten einer Hochpreißlichen Re. giLrung , als stiner vorzüglichste» Kompetenz, dann die beglückenden Folgen einer weitern Verbreitung' Ser Schutzveeken- Impfling haben Len Herrn Verfass ftr bewogen, seine'Abhandlung dem Dreck zu über-' geben. Diesen besorgt der llnlerzclchnete und wird von seiner Veite alles bcytragen, was einer, in mancher Hinsicht interressanten Abhandlung die jchncüste Verbreitung verschaffen kann Damit Lusts auch bald geschehen könne, wird der Verleger sich bemühen, das Merkchen bis zu Anfang', längst Mitte des Monats Julius fertig zu bringen- Der Preis dicftr Schrift' wird seiner Zeit Noch besonders angezeigt werben.- Rastatk den 29 May 1802. A I. Sprinziug.