Nro. 161. Pag. 769. Karlsruher Zeitung. Freytags den 8 . Oktober, r 8 0 2. Mit Hochfürstlich Markgräflich Badischen gnädigsten prtvtlegi». Regeusburg, vom 22 Sept. Fotsrtzung des Prorokolls der sechsten Sitzung der MeichSdeputation vom ist. Sept. Wüttemberg: In Absicht auf daS Vrrhältniß der hochansehnlichcn kais. Pienipotenz, vermögen Sr. her» zogt. Durchs von Würtembcrg nicht, dir von derselben beharrte Aufstellung Platz greifen zu lassen, son- -er» müssen sich sowohl für sich insbesondre, als in Bezug auf gegenwärtige ausserordentliche Ncichsdepu- tartou förmlich dagegen, so wie gegen die daraus herzuleitenden Folgen , verwahren; wir Sie dann durch Ihre Subdrlegalivn demjenigen, was hierüber von Kurbrandcnburg gcanssm worden, vollkommen beyrrercn. Die Hauptsache betreffend, so ist in der Proposition des kais. H. Bevollmächtigten die Bera- thung über die von den vermittelnden Mächten über, gcbne Deklaration, und über die in derselben angr- nomninen EntichäbigungSgrundsätze als das erste Geschäft der Deputation angegeben worden. Nach der Urberzeugung der Mehrheit ist schon aus allgemeinen Gründen Bestimmtheit der Unbestimmtheit, schnelle Festsetzung des Ganzen einer weitläustigen Diskussion, die späterhin jedoch zu demselben Resultat würde ge- führt haben, und endlich ein, Len vermittelnden Mächten alsbald entgegenkommendes Vertrauen der Verzögerung vorgrzogen worden , welche eine entge. grngtsktztr Würkung und beunruhigende Ungewißheit «it sich geführt h>ben würde. Durch die von den erste» Höfen Deutschlands zur Zeit der Fassung deö Konklvst bereits vollführte Besitznehmungen, und durch die längst vorangegangnen Unterhandlungen, welche «eben den geistlichen Landen und Gebieten auch die Reichsstädte t«e Entschädigung bestimmten, sind bol' lcnds alle Bedcntlichkeiten gehoben worden, welch» die Annahme des PlanS im Allgemeinen noch hätte» entfernen können. Auch steht Subdelegalus in voller Ueberzeugung, daß die höchste Verpflichtung dieser ausserordentlichen Reichsdeputanon darinn bestehe, das Wohl des Reichs. als das höchste Gesetz , im Blick auf dir wahre Lage desselben und oen ganze» Zujammenhang aller auf vasse be sich beziehenden politischen Verhältnisse vor Augen zu habe» Es widerspricht auch die obengesagrr Annahme deS Peaus der Zulassung einzelner Modifikationen ganz und gar nicht. Der Plan selbst erwähnt ausdrücklich der Ent- schädiqungsergänzung'n, und er bleibt ln simer Substanz und in seinen wichtigen Bestimmungen bestehe», wenn gleich iu den Enlschädigungsivosen einzelne Veränderungen mit allersittigem Einverständniß beliebt werden. Da sich die kaiscrl. hochansehnliche Pienipotenz in dem Erlaß vom 15 Sept. eine wettere endliche Erklärung Vorbehalten hat, so kann man billig erwarten, daß sie durch die, in den verschied- nen Abstimmungen enlbalrne wichtige und konkludente Gründe werde bestimmt werden, das von einer ausserordentlichen ReichSdeputarion gefaßte Hauptkonklu- sum tn seiner Integrität und ohne Abänderung, auch ohne einen dem ganzen Geschäft «achkheiligcn und vielleicht gefährlichen Zeitverlust, den HH. Minister» der beiden vermittelnden Mächte nmzutheilen. Bep dem Drang der Umstände, wo einerseits die Ruhe und Ordnung im Rerch, so wie das Wohl des Ganzen und aller einzelnen Therle aus die Spitze gestellt ist, und wo die billige Erwar.ung der für das deutsche Reich sich interessrendry v>rmilttlndcn Mächte, zumal nach dt» vo» denselben so «Heu mitgelyeilke» ( 772 ) EcliMrungsnote, nicht larrgrr hingchaltrn werben Dürfte, würde sonst die Mchr eimrelen, sich über die hier drmH Förmlichkeiten in den Weg gelegten Htsberriisse hinweg zu setzen, und nach äliecu Vor» gängen jeden Weg und schicklichen Modum zu ergreifen, um nach dem kurbrsnLrubucgischen Antrag durch das vvrcrrjUche Drrikisrmn, die Kommunikation mit den Bevollmächtigtetl der virmtirrluden Machre direkte zu veranstalten. Schließlich hat Sub- dciegakns noch folgende Erklärung »ck prorocoilum Deputation!» zu geben: Se. herzogl. Dmchl. von Wtrrrmdcrg haben nicht ohne tieft Bedauerniß un- innig gefühltes Misöehagcn, zu ers-hen gehabt, me «ine der vortceflichen Gesandtschaften sich veranlaßt g-fundrn, virjenige Abstlmmuagen, welche daö Loa» clusum mszorum 3s»s. III. bewückr habe» - auf eine Art, und in Ausdrücke» bloS stellen zu wollen, welche weder mit der hohe» Würde ihrer Kommittenten, «och mit dem freundschaftlichen und refpeüivs ach- luagsvouen Benehmen zwischen consubeleieLLtis ver- eindarUch ftyen. Sir ekwarten daher Ihres OnS juverflchrlich, baß, wen» auch diffenlirende Meinun. ge» und daraus folgende, steh widersprechende Vor« «»vermeidlich bleiben sollten, solches jedoch auf keine Weise aufs kollegiaitschr und allein das Gute zu be- würken mögliche freundschaftliche Benehmen Etufluß haben werde. Hessenkassel: Tritt in Ansehung -es Verhältnisses der höchstanfthnl. kats. Plenipote»; zu der Reich, de« z-utation der «den vernommnrn Abstimmung von Kurbrandenburg bey. W W daS Materiale berrist , so vermöge Subdelegatus nicht, von dem von der Deputation gefaßten wohlerwogne» Hauptkonkluso vom 8. d. abzugrheo, indem das zweite nur als Folge und in dessen Beziehung besteht, und trage darauf an, daß die höchstanfthniiche Pienipotenz wiederholt und dringend von Deputation- wegen ersucht werde, zu Beförderung des derselben aufgerragucn, zur Beruhigung Deutschlands so dringenden Geschäfts, das benannte Konkiusum, so wie es vorlregt, an Lir HH. Minister der hohen vermittelnden Mächte gelangen zu lassen, da die durch eine längere Verzögerung auf sich ladende Verantwortlichkeit gegen das deutsche Vaterland cs sonst gebietrisch zur Psticht machen würbe, den vorqeschlagnen andern Weg zu erwählen, und trete daher hirrinn dem kurbrandruburgtsche« Vota öey. Kursachsen, interl. Da in den letzten Erlasse» der höchstanfthnl. kais. Plenipoterrz der Ausdruck: Kommission , wieder vorkomme, so «olle SuddelegatuS, wie solches auch mevrmalen zu Rastatt geschehen, dir bissatlstge geziemende Verwahrung der Deputation-. Verhältnisse andurch wiederholen. (Die Forts.folgt.) Regensburg, vom i. Oktober. Bonden Verhandlungen der eilsten Depmakionflzung, vrm zo Sepl. ist vorläufig Folgendes zu bemerken: Dttmonum rügte an, eö habe, was die Vo : » un- gen der Reichsstädte in Schwaben und Franken bcir-ffe, dersprochenermaaßen in den nunmehr abgctegrcu VotiS erjehca, und befunden, daß nach Lage der Vororum vorerst mehr nichts als nächste».nRS beschlossen wer» den möge. — Konklusum: Es scye von den eigenen G.sinnuilgen LerHH.Kur. unoFürsren, weichen Reichsstädte als Entschädigung zu Lhril wilden sollten, zuversichtlich zu erwarten, und diese Reichsstädte ihnen dahin zu empfehlen, daß sie, soweit cS die Organisation ver einzelnen Lande, und lie zutreffenden landeS. herrlichen, aus das Wohlde-Ganzen zu berechnenden, Verfügungen erlaubten, solche Reichsstädte in Hinsicht auf Stadiverftffung und Eigertthum den privilegirtern Muntttpalstädlkn eines jeden Landes gleich behau» dein würden. Insbesondere aber fty diese» Reichsstädten freie Ausübung ihrer Religion und ungestörter Best; ihres Kirchengurs zu versichern. — Direktorium: Der reichsrilkerschastitche General- Bevollmächtigte habe eine gestern Ltkrirtc Vorstellung übergeben, wo-- rinn er hauptsächlich umEntschädigung der auf der ltn, keu Rhein seile beschädigten re>ch-rrttcrschaftiichcn Mitglieder bittet.— Konklusum: So fthranch die aus der linken Rtzeliifttre empfindlich vertierende reicherimr- Ichaftliche Mitglieder zu bcdauren ftpen, so siye doch die Reichsoeputarion ausser Stand, ihnen Enlschädi- gung zu verfassen. Der Freyherr von Leykam hat als kurkölnischer CeMdttr, ncrst Hru. Bigeleben, ein Promemorta übergeben, worin» die Möglichkeit und Rechtlichkeit brr Erhaltung des Kurfürstenthums und Erzdißthums Köln zu zagen gefacht wird. München vorn 4 Oct. FreytagS Nachmicags sind Ihre Hochfürstl. Durchlaucht L.e Frau Erhprinzcss,»» von Badcu auf einen Bejuch bey u.-.fter gnädigsten Fr.m, Iprer Durchs. Tochter, die sich nun im Stande der Genesung befindet , zu Nympyrndurg eingerroffen. Carlsruhe, vorn 7 Oct. Gestern Abend nach yUhr traf von Paris der bey der franz. Nepudttck gewesene bevollmächtigte Minister der hohen Pforte Seide Caleb Esscadi, Bassa von drey Noßschwctfen iu.B-'glcikung des Prinzen Mou- rusi mit seinem ganzen Befolg wieder hier ein, um nach Konstarttinopel zurück zu kehren. Der Gesandt« stieg im hiesigen Gasthof zum Erbprinzen ab und speiste mit noch zweien vornehmen Türttn von seiner Surre, nebst seinem Dollmetscher, einem Dragcmann der Pforte, Nachts bey Hof. Gestern Mittag schon ließ er seine Ankunft durch einen Kvurter anzeigrn, < 77 » ) da zur Fortsetzung der weirern Resse gegen 40 Pfcr- de erforderlich sind. In einem geschlossen«'» Wage»» von seinem Gefolg befanden sich auch 2 Fraucnzim- mer, eine Mohrinn und eine Mnlanin'a, die sich aber nach türkischer Sitte nicht öffentlich sehen ließen. Die» sen Morgen um ir Uhr erfolgte die Abreise. Heute Nachmittag nach 2 Uhr trafen auch Se. Eminenz der Herr Cardinal von Rohau, Fürstbischofs von Strasburg auf einen Besuch hier ein. Sie reisten aber heute wieder nach Ettcnheim zurück. Frankreich. Paris, vom z Oer. Buonapsrte, erster Konstrl der sranz. Republick, Präsident der italienischen Republick, erließ svlgende Proklamation an die 18 Kantone der helvetts.Rcpudl. Stt Cicnd vom zo Sept. Einwohner Heweciens! Seit zwcy Jahren gebt ihr ein trauriges Veyspiel von cn-tgegcngesktzkcn Fakriomn, die sich nach einander der G wali bemeiüert, und ihre vorübergehende Herr, schafr durch ein System von Partrylichkcit bezeichnet haben, was ihre Schwäche und ihre Unfähigkeit am klagte. Im Lauft des I. 10 wünschte eure Regierung, daß die kleine Anzahl sranz. Truppen, welche in Hel» vetiea war, zurückgezogen werden möge. Die sranz. Regierung hat mit Vergnügen diesen Anlaß benutzt, eure Unabhängigkeit zu ehren ; aber kaum war es geschehen, so entbrannten eure verschiedenen Parteien mit neuer Wuth; Schweizerblul floß, von Schweizer- Händen vergossen. Drei) Jahre lang habt ihr euch gezankt, ohne euch za verstehen. Ihr würdet euch noch drey Jahre um» bringen, ohne euch besser zu verstehen, wenn man euch langer euch selbst überließ. Eure Geichichtc bcweißt Äbcrdieß, daß eure innere Kriege nie anders als durch die kräftige Darzwischenkunfl Zrankreichs beendigt wer« den konnten. Ich hatte mir z war vorgensmmen, mich in nichts Kehr zu mischen, was eure Angelegenheiten belüft. Ich mußte immerfort sehen, daß eure verschiedenen Regierungen mich um Rath angiengen, und ihn nicht befolgten, und bisweilen , je nachdem ihr Inttrrcsse oder ihre Leidenschaften eS erforderten, meinen Namen mißbrauchten. Wie kann ich aber, wie darf ich dev dem Unglück, rem ihr Preis gegeben send, unempfindlich bleiben. Ich ändere also meinen Entschluß. Ich will der Ver« mittler zwischen euch seyn, wie oö sich für die großen Völker schickt, in deren Namen ich spreche. Fünf Tage nach Notifikation gegenwärtiger Prokla« matlvlk, soll sich der Senat in Bern versammeln. Jede Obrigkeit, die sich irr Bern seit der Kapitulation gebildet har, ist sufgelößc und hört auf, sich zu versammeln und irgend eine Gewalt ausznüben. Die Präfekten begeben sich auf ihre Posten. Alle Autoritäten, welche etwa errichtet worden wären , hören auf, zusammen zu kommen. Die bewaffneten Zusammenrottungen gehen auseinander. Die erste und zweite helv. HalhkrigaLen machen die Garnison von Bern aus. Nur allein die Truppen, welche seit 6 Monaten aufgcrtchttt sind, können als Truppen. Kaps ferner bestehen. Kurz, alle diejenige von den kriegführenden Ai mren, welche verabschiedet werden und itzt bewaffnet sind, sollen ihre Gewehre bey der Munifpaiität der Gemeinde ihres Geburtsorts riitderlegen. Der Senat schickt z Deputiere nach Paris, jeder Kanton kann auch weiche abschickcm Alle Bürger, welche seit z Jahren Landainmänner, Senatoren gewesen sind und nach und nach Stellen in der Cevtralgewalt besessen haben, können rach Paris kommen, um die Mittel anzuzeden, wie tie Eintracht und Ruhe wieder könne herbeygesührt werden und alle Parteyen zu vereinigen sind. Ich, meinerseits, habe das Recht, zu erwarten , baß kerne Stadt, keine Gemeinde, kein Korps wird etwas thun wollen, was den Verfügungen, die ich euch bekannt mache, Hindernisse in Weg legte. Einwohner Heloettenö, faßt Math l Eu.r Vaterland steht am Abgrund, es soll schnell davon zurückgezogen werden, alle rechtschaffne bttre Männer w«r- de» dieses grosmülhige Vorhaben unterstütze». Sollte cs aber, was ich nicht glauben kann , unter euch eine grosse Zahl Leute geben, die so wenig Tugend besäßen, daß sie nicht ihre Leidenschaften und Vorur- thcile der Liebe zum Vaterland anfopferren, so wärest du, helvetisches Volk, sehr von deinen VorfahreR aus. geartet l! ! Kein vernünftiger Mensch wird nicht emsehen, daß die Vermittlung, die ich übernehme, für Hü- vetien eine Wohlkhar jener Proviöenz ist, welche mit- tcn unter so manchen Stößen und Zerrüttungen immer über die Existenz und Unabhängigkeit eurer Na. tion wachte, und daß diese Mttiaktt-» das einzige Mittel ist, die eine und die andere zu retten. Denn cs ist einmal Zeit, daß ihr bedenkt, daß wenn der Patriotismus und die Eintracht eurer Vorfahren eure Republik gründeten, ver schlechte Geist eurer Faktiouen, sie unfehlbar, wenn er fortdauerr, zu Grund richten wird. Es wäre aber schm:r;lich zu denken, daß zu einer Zeit, wo sich mehrere neue Re- c 77- ) Miikeü erhoben habt», «lim der ältesten von dem Schiksat das Ende gesetzt wäre. Unterzeichnet: Buonaparte. Der Staatssekretär, untrrz. H. B. Marek (A. v. Skr. Z.) p r e u ss e n. Schreiben aus Berlin/ vom 28 Sept. Heu» früh ist Sr. Durchlaucht/ der Prinz LouiS »v» Baden/ von St. Petersburg hier angekommen. Er hat vom Kaiser den St. Andreas Orden erhalten und wird in einigen Tagen von hier nach dem Padenschkn wieder abgehen. Schweiz. Sckwiz vom 27 Sept. Henke hat Aioys Neding als Präsident/ nach langt» Revolutionsstürmen, die erste Gemeineidsgenossen- sche Konferenz eröffnet. Es fanden sich dakey Depu- »irtc von folgenden Kantonen ein: 2 von Uri, 4 von Schwiz, 2 von Unterwalden, 2 von Glarus, 4 von Appenzell, z von Graubündlen, i von Solothurn 1 vea Bern (für Bern, Oberland und Aarau, als welche beide leztere wider mit dem ersten als vereinigt «klärt worden sind) 2 von Zug, i von Bafel der Stadt, i von Schafhausen der Stadt , 1 von Ba. den, L von Zürch. — Auch lst bereits ein aus Abgeordneten obiger Kantone bestehender Kriegsrath hier versammelt. Bern, vom 28 Sept. Der Krieg zwischen den Truppen der Helvetischen Regierung, welche nebst dem Wadtlande auch noch Frciburg inne hat, und den Berner Truppen, welchen «ms allen Kantonen viele Bataillone zu Hülse ziehen, iß ausgebrochen und hat auf beiden schon viele Tobte und Verwundete gekostet. Um den Brsiz der Stadt Frctburg ward lang gestritten, und es hatte sich die Gage verbreitet» daß sie v§n den Berner Truppen eingenommen scy. Es hat sich aber dieß nicht bestätiget, sondern diese mußten am 26 Sept. wieder davon abzieden, weil der Helvetische Gen. Andermatt die besten Anstalten getroffen und sich bisher aufs tapferste »arinri gehalten hak. Diese Berner Truppen trafen nm 27 wieder in Bern ein, uud wollten auf weitere Verstärkung warten. Die Helvetische Regierung hat die Kanrone Wadr und Frnburg Nebst der Civilverwairunz derselben sämmrlich dem Militärkommando untergeordnet. Heute früh ist General Bachman« hier angekommen, der das Kommantv gegen die Truppen der Helvetischen Regierung übernehmen wirb. Heute sind wieder mehrere Truppen von Glarus, Schwiz, re. hier «kqckommen. Ein Korps Helvetischer Truppen, in 4 Bat. 802 Mann enthaltend, das aus Luzern kam, und der MsHlvsselM KorivkNtis« gemäs an Bern vorbei zu Gen. Andermatt ziehen wollte, ist, ba man ueuerlich der Konvention eine andre Auslegung gibt, angehalten und großenrhiilS nebst iz Offizieren gefangen genommen worden Ein Theil der Mannschaft hat sogleich unter dem Berner Korps Rsverea Dienst genommen. Am 25 biß haben die Abgeordneten der Kantone Uri, Schwiz, Unterwalden, Glarus, Appenzell, Bünd» teil und Bern einen Beschluß gefaßt, die Helvetische Regierung in Lausanne bis zu ihrer gänzlichen Auflösung oder Vertreibung aus der Schweiz mit bewaf« Er Hind zu verfolgen, uns hierzu alle Kantone, die beitreten wollen, in ihren Bund anfzunrhmen. Hierauf forderten die 2 Generale auf der Marie und Wattewylle, die gesamm'en Mitglieder der Helvetischen Regierung insgesammt, und jeden besonders zu folge obigen Beschlusses auf, ihre Stelle niederza- legen und zu denken, daß alles vergossene Blur zur Verantwortung aus ihre Häupter kommen werde. Auch erließen sie einen Zuruf an die Einwohner des W lbtlandes, wvcinn sie denselben sagen, baß derKrteg nicht gegen sie, sondern nur gegen die Helvetische Regierung geführt werde. Die hier regierende Zehner - oder Standeökommist sion har den David Rudolph Bay zum Statthalter deS Kantons Bern, Oberland und Aargau ernannt. Zürch, vom zo Sept. Gestern früh brach unter dem Kommando des hiesigen Majors Zieglers bas erste Bar. des Zürchtschen Kontingents nach Bern auf. Gestern Abend kam ei. ne starke Kolonne Truppen aus Schwiz, Appenzell u. Bünbten hier an, die ebenfalls nach Bern zieht und in Stäfa im Durchzug den ehemaligen Statthalter Pfenntnger verhaftete und nach Schwiz abfchickte. Vermischte Nachrichten. Ein Kouricr aus Petersburg, mit Br!efscha/ten in Beireff der Stadt Passau, ist am 25 Sept. durch Berlin nach Paris pass.rt. Hamburger Zeitungen sagen, eS sry am xten Sept. zu Paris von den Ministern Talleyranv, Luc» chcsini und Cetto eine Uebereinkm-st abgeschlossen worden, wodurch dem Kurfürsten von Baiern seine alten und neuen Besizuügen, so wie sie nun in Regen- spurg ihm werden zuerkannt werden, mit Einschluß von Passau, von Preussen und Frankreich garantirt «erden sollen: und nach andern Nachrichten soll auch Rußland dieser Uebereinkunfc beigctreten ftyn. Der Kurfürst von Baiern hat dieselbe in München sogleich ratisizirt. Ankündigung. Carisruhe. Einem geehrten Pubttko zeige ich hiermit ergebenst an, Laß künftigen Mittwoch den iztm b. M. das erste Liebhaber Concerr statt finden wird. Darum, Loneertmeister.