Nro. isz- Lorlsruher Frey tags » 8 Pag. 9V. Zeitung. den r. Decemöer. 0 2 . Mit HochfürWch Markgräflich Badischen gnädigsten Privilegs ^ L L L ^ L k L k L K. 0. > Rlaufenburg, vom y. Nov. ^ Dan allen Griten laufen die kläglichste« Berichte z öder das am 26 Oke. gewesene Erdbeben ein. I« Hidbcg, ««weit Kror statt, ist das schöne Kastell des ^ Grafen Adam von Nemcs durch die Erschütterung i Hans zertrümmert, und z Personen habe« dabey ihr ^ Leben im Schutt etngebüßt. Ulm, vom 24 Nov. Hier ist folgendes bekannt gemacht worden: Da Ec kurfürstl. Durchlaucht von Pfalchaiern aus besam dcrs höchstem Wohlwollen gegen die Stadt Ulm gnädigst beschlossen haben, sowohl jezt Höchkdcro kurfürstl. General. Landcskommiffariat, als für die Zukunft dir b yden obersten Instizsteüe« für den Höchstirncn , zufali-nken Theft SchwaSens, nämlich das Revisions, dderOberapsrlgljvasgericht und bas Hofgcrichttn hiesige L>radt zur Erbödong ihres Wohlstandes zu verle» gen, so werden hiemil die Bü-rger und Einwohner, deren Vermögrnsumftäkide und Hauser es erlauben, auf- gefordert, m ihren Häusern in Zeiten solche Einrichtungen zu treffen, laß das zu obigen Dikasterien ge» hörige Pcrfgneir und dessen Familien anständige Wohnungen finden mvAN, und die gnädigste Absicht Sr» kurfürstl. Durcht. zum Besten hiesiger Stadt erreicht werden könne re. — Auf diese unerwartete Bekanntmachung herrichk hier natürlich eine große Freude unter allen Bürgern und Häuft! besitzern. Die hier liegenden Pfalzbairifchen Truppen, so wie Aas Mmrr Militär, haben Befehl erhalten, sich in bk» rcttlchast zu siezen, daß sie stündlich ausmarschiren können. Man verwurhec, daß es auf die Besitzung eines nicht sehr rlttftriltt,'. Landesdismkts angesehen scy, der dem Kurfürst n k^aft einer neuen Konvention zufall«. Regensburg, vom 26. Nov. In der gestria n gl Depu alronssitzung kam unter an- Lern folgendes vor: Direktorium: 8ub äiäi. d. i-. d. lege rer regierende Hr. Fürst Heinrich XIII. von Reuß die Gründe vor, aus welchen er um eine Virilstim- me im Fürstenrach ansuche. Konklufnm, wie dcy Löwcnstcin und andern. — Direktorium: 8ab äiöb. den 22 bitte der Fürstbischof von Chur um Bestimmung , daß sein Unterhalt eben so, wie alle» ander» deutschen B,schössen, fixirt werden mö ,e. Konklufnm. Daß den Herren Ministern der verminenden Mächte dies« Vorstellung miczurheilen, und sie um Verwert» düng bey der helvctilchen Republik für den billi,.mäst» gen Unterhalt des Herrn Fürstbischofs zu Chur z» ersuchen, worüber der herkömmliche Erlaß an die kat- srrl. Pienipotenz zu cxpediren jcy. — Direktorium r 8ut> eoä. äiöb beschwere sich der fürstl. Oeningen» Wallersteinische Herr Bevollmächtigte, daß die Oettme gen - Spielbergische Vormundschaft Parzellen vo» Klöstern, welche dem fürstl. Oettingen. Wallersteinische» Hause als Entschädigung zugewiestn worden, wegen Prätcnsionen in Best; genommen bade, u. dure daher dieselbe zur Evakuatlvn dieses Besitzes und zur Er» ledigung ihrer Prärevsivn aus tag n. Prinzip §. Z4- des Generalplans zu verweisen ,auch demHerzo- ge von Würkemberg die Marmrenenz auszukrage». Konklusum: Daß dem fürstl. Oelmgen - Sxielbergi» schen Partikmarabgeordnetcii per Direktorium zu bedeuten sey: «S habe Oeningen Spielberg alsbald vo« dem erariffeven Befiz abzufleben, und solchem an Oer« ttngen Wallerstein zu überlassen; sodann ihre Prmen» sioncn »ach dem §. Zg. Nr. n. des Generalplans z» verfolgen, damit die Deputation widrigenfalls nicht bemüsigei werde, auf wettere Anzeige den Herzog vo» Würkemberg zu dessen Vollziehung aufzuruftn. — Direktor. 8ub eoä. stellten die Herren Grafen vo» Leiningen Guntersdium und Hrioesheim ver: daß die ihnen zugedachte Entschädigungen viel zu . ering aus. gefalle« ftyev, und bäte« beyde daher um deren Ver < 94 ° ) inchrtitig, imb zugleich auch , daß flch die Deputation «N Aufhebung des auf ihre jenseitigen Drtvatgüter sclegken Sequesters perwenden möge. Konklusum: Die kaiserl. Plenipoienz ,ey zu ersuchen , diese Vorst,llung Len Hrn. Ministern der Vermittelnden Mächte milzu- »heilen. Bruchsal, vom 28 Nov. Hier liefern wir folgendes Schreiben, worinn das Reichörilterstifl Odenheim seine Unlerchanen und Be. «mte ihrer bisherigen Pflichten gegen Laste be «nlle- digk. Die Stunde nahet heran, wo die Ritterstift' Oden- heimische Herrschaft sich von ihren geliebreu Unter« lhanen trennen soll. Läge irgend eine Schuld auf der Herrschaft, ober auf den Unterthanen, wodurch diese so unerwartete, ausserordentliche Veränderung hcrbeygeführt worden wäre; so würtrn sich bcyde Theile den trostlosen Vorwurf zu machen haben, daß entweder die Herrschaft ihre gute Ualerthauen, oder die Unterthanen ihre gute HerrOi.fr von sich geflossen hätten. Allein dieß war auf keine Weise der Fall. Herrschaft und Unterthanen lebten in einer zufriednen, vnd so weit es die Verhälinißr erlaubten, vertrauli« «hrn Verbindung, welche bey einer väterlichen Re« «ierung, und bey einer kindlichen Anhänglichkeit der Unterthanen jeden The;r so glücklich gemacht Hat e, Als es Zeit und Umsmüde gestatteten. Diese Zeiten und diese VerdäUniße sind nicht mehr: «in höheres und mächiigcs Derhältruß hat durch den Geist der Zeit des Zeitalters eine Umwand ung gestiftet, die andre weit stärkere Staaten mit gleichem Schlag, wie das Reichs-Mtcrstift getrosten hat. Gleich wie nun eure bisherige Herrscbaft Sch in den unergründlichen RakhflHluß der ewigen Börse« hung und in die Verfügung der «echtltchen Obergewalt des deurchen Reichs zu schicken, dem Schicksal nachzugeden , und seine durch Jahrhunderte besessene Vortheile dem allgemeinen Besten «uftuopfern bereit ist, also Hofft sie auch mit tzuverfichtüchem Vertrauen, daß ihr Urem Beysprel folgen, «uern neuen Landeöherrn mit Bereitwilligkeit annehmen, Ihm mit unverbrüchlicher Treue, mit pünktlichem Gehorsam, und vordrrsamst mit kindli« «her Liebe, die alles erleichtert, ohne Rücksicht anhangen , und eben dadurch euch Höchstdcmselbm geneigt — sofort Ihn und euch glücklich machen werdet. Wir halten um so mehr Uns, von euch dieses zu erwarten, berechtigt, weil Wir euch aus Unser» Händen in die Hände eines Rcichsfürsten übergeben, der eben so »Zierlich zu reg eren gewohnt ist, als Wir eS waren, der seine größre Macht nur verwendet, um größere Wohlthaten unter seine Unterthanen zu vcr« breiter», dessen allgemeiner Ruhm einer Billigkeit — und liebevollen Regierung durch «ine vierjährige Ml- ge Erprobung bewährt ist, und welchen ihr selbst, wäre es in eurer Wahl gestanden, wie Wir es aus euren mehrfälttgen lauten Aeossrungen sicher wisse», selbst gewünscht, und gewählt haben würdet. Hierin grüntet sich auch unser Stolz, daß ihr den Verlust eurer alten Herrschaft nur mit der tröstlichen MS, stcht vergüte! glaubt, daß euch ein gleich gütiger, gleich väterlicher Regent zu Tdeii werden werde. Auch Ulis bleu t tte mmliche Zuversicht, und dies« bewürtt, daß Mr »uch nun wenig von eucrn Unter- lhanen - W ehren entbinden und entlassen. Wir spre. chen tuch diestmuach von dar Schnldig e r fr y, dem Rüttrstift Oteuvkim l-ntttthäntg, treu, hold und gewärtig zu scyn, uvd über affen euck-Sr. Hochfürst« lichm Durchlaucht dem Herrn Fürsten und Mark« graftki von Baken als Angehörige und Unterthanen, in der besten Form, wte vieles nach Herkommen und Gesetzen geschehcn kann und mag; Wir erkennen zugleich mit Rührung von Dankbarkeit euer bisheriges Bestreben , womit ihr Uns zugethan und ergeben wäret, den herrschaftlichen Nutzen befördert, Schaden abgewendkt, und >m Ganzen Uns jene Achtung und Folgsamkeit bezeugt habt, wodurch sich rechtschaffen« Unlerlhonkn vor andern zu unterscheiden pflegen, und Wir werden es Uns zur Schuldigkeit machen , euch eurer neuen höchsten Herrschaft auf das Beste zu em« pfthlcn, dagegen Halten Wir Uns auch versichert, daß eure gute Gesinnungen gegen eure alte Herrschaft, so wie das dankbare Andenken an die,elde weder in euch, noch in erero Kindern jemals adstcrden werde. Unfern fümtllchen Beamten und Offizianten erklä« ren Wir hicmit unsere Erkenntlichkeit für ihre geleistete Dienste: Wir Hätten herzlich gewünscht, daß Wir sie, besonders jene, die flch dinch Pünktlichkeit, Anstrengung in thätlgen Amtsverrichtungen, unv Anhänglichkeit an ihre Herrschaft ausgezeichnet Haien, in ihren Kindern hätten belohtien kbnnc»: Da aber das Schicksal Uns die Gelegenheit dazu versagt, s« werden Wir wenigstens leisten, was möglich ist, und sie ihrer -künftigen höchsten Herrschaft auf das Beste empfehlen; Wir entlassen sie also aus ihren Uns ge, lobten Pflichten , und halten Uns versichert, baß sie bey ihrer neuen Landcsherrschaft durch ihren Dienst- Eifer ras Ritlerstift, welches sie an die künftige Herrschaft überläßt, wegen der Wahl ihrer Personen rechtfertigen werben. Bruchsal -ex Ospimlo vom 24. NvV. 1802. ^ > Dechant, Senior und Kapitü res unmittelbaren Rcichsrittev« Stifts Odenheim. Walther, Secmariut. I j i ! » ! I i L 94r ) Mannheim, vom zo Nov. Die Abreise deö Hrn. geh. Nach Cvllon «nd Hie Uebcrgabc der an Leiningea fallenken Tbcile derRhein« pfalz turch denselben, im Nam-nSr. karfürstl. Durchs, von Bainn, haben erst gestern stark gehabt. Bey de« ser Gelegenheit ist von Seiten des H.r.'kl Fürst n von Lei rngev folgendes Patent bekannt gemacht w rden. Lon Gott S Gnaden Wir Carl Friedrich Wilhelm, regierender Fürst zu Lei- ningm re des Sc. HuberruS and -es könizl. preußt- schen großen reihen Adler - Ordens Ritter w. Fügen Hiemit zu wissen: Nachdem Uns für den Verlust Un« serer auf dem link n Rreinuf.r gelegenen Lande nn« rer andern folgende Entschädigung bestimmt und zu- gesichert wurde, d ß wir die beySen bisherigen kur, pfälzischen Oberämler Mos ach und Boxberg mit al- len Zugchörunaen für Uns, Unsere Erb n und Nachkommen erblich besitzen sollen, u.Se kursürstl D. zuP alz« Laiern gnädigst geruhet haben, durch einen verordnclen KommissariuS solche an Uns übergeben zu lassen: Sv ergreifen W-r hierdu ch den förmitchen CivilNcsitz da- von mit vollständiger Landeshoheit, Lehns-und a»ocrn Herrlichkeiten, Zentgerichiöbarke.t, Nutzungen und Rechten, und ermahnen daher alle und rede Vasallen, Einwohner und Anterlhsnen geist.und weltlichen Standes, Uns von itzt an als ihren rechtmäsigen Law des. LehnS.und Zentherrn zu erkennen, auch gehör« fam, getreu und geivärtig zu seyn, und so bald Wir es verlangen, den förmlichen Huldigungseld abz«. schwören, inzwischen aber, was die öffentlichen Be> Hörden, Beamten und Diener belüft, die Erfüllung Ihrer Pflichten Uns m die Hä-de Unsrer Kommissarren anzugelobe». Dadey versichern Wir all« und jede Unsres -landesherrlichen Schutzes und Wohlwollens. So gegeben z« Laubach in der Wctteraa b. 27. Nov. -802. Karl, Fürst zu Leiiiingcn. MahWerg, vom 2 Dec Die Civil Besitzergreifung des dtefseiis des Rheins gelegnen Restes des K-ßihums S-rasdrg, sodann der Z Reichsstädte Offeuburg, Gengenbach und Zell sammt Thal am Hammersbach, mit den Köstern Gengcn» dach, Allerheiligen und Ektenheimmnnstrr für des Herr« Markgrafen zu Baden Hochfmstl. Da chl. ist -un 27.28. 29. u. zo. vorigen Monats vor sich gegangen. Diege- uannre z Reichsstädte haben ihr beönbreS Attachement für ihren neuen Landesherrn nicht unr durch verschiede« ne öffentliche Freudensbezcl'gm'gen, sondern auch über, Haupt durch ei» ungeheuchelkes und offenrS Beneh« inen gegen den Comiwffmum Herrn Gcheimenrath und Landvogr von Roaaenbach an den Tag gelegt, die Reichsstadt Zell Ues folgendes artiges Chronoiogj, «on überreichen. EhrfVr6htsVoI:I. I.egcn Wir Vnste Freiheit in VIe HäMe Vasrrs gnävlgsten 'eVelscsten FVersten. Frankreich Paris, vom 26. Nov. Das offizielle Blatten.hielt gestern folgendes; Martinique ist am 27. Fruttidor (14. Sept.) Len Truppen der Republik übergeben worden. Die Korvette, ia Torche, die Nach ichten vom dortigen Generaika» pitän unv Sreprafekcen Überfracht hat, ist in den ersten Tagen des Vendemiaire abgegangen. Eine große Zahl von Kauffarrheischiffn aus allen Handelsplätzen Frankreichs war in Ladung und auf der Rük- kehr begriffen. Marseille Hatte bis dahin die meisten Schiffe abgeschiekt. Sc Lutte ist gleichfalls von den Truppen der Republik bestzr worden. Dir Nationalgarde von Martinique besteht aus 2900 Mann, dir sämtlich öewafnet, gut organisirt, und unter sich völlig einig sind. Ern bcivaffaetes Schiff von Cayenne ist von dort am 12 Okt. abzegangen, und hat die befttebigsten Nachrichten überbracht. Alle' Dienstgehalt« sind völlig entrichtet, und die Kolonie ist nach den neuen Grundsätzen umgeschaffeu und or« gariisirr. Ein Beschluß der Konsuln vom 19. d. erklärt alle in den Kolonien gefertigten Lokaiemigrantenliste» für aufgehoben und ungültig. Bloß dieienigcn, welche aus dem rurrpäischeu Gebiet der Republik ausgewanderi sind, und ihre Radiation oder Amne« stirung nicht Nachweisen können, sollen hinfüro nsch als Emigranten in de» Kolonien angesehen und behandelt werden. Am 24. ». hak das Nat. Institut die Herren Fox «nd Pallas zu Ehrenmitgliedern, erster» in der Kias. se der moralischen und poüiischen, und leztern in der Klasse der pbystkalischen und mathematischen Wiffenschaf- len ernannt. Lorty Withwsrth sucht gegenwärtig ein bequemeres «nd geräumigeres Hotel zu bekommen, als das. so er wirklich bewohnt, und welches das nämliche ist, das der verstorbene Herzog von Dorsel, sein Schwiegervater , während seiner Gesandtschaft in Frankreich bewohnt halte. Grosbrittanlen, London, vom 19 Nov. Vorgestern wurde der neu ernannte Sprecher des Unterhauses, Hr. Abbot, dem Oberhause, vorgcstellt und von dem Lord. Kanzler im Namen des Königs bestättigt. Die gewöhnliche Formalität der Bestätigung der Rechte und Privilegien b.r Mitglieder deS Unterhauses erfolgte alsdann, worauf Hr. Abbvt in das Unterhaus sich zurükverfügte, um demselben von dem vorgegangeuen Bericht abznstatten. In dem Oberhause wurde in der FoiqeLord Keith cingeführr, welcher, nach abgelegtem Eide, seinen Siz unter de» Baronen des Reichs nahm. Am nämlichen Tag hielt der König Lever, woben < 94-r > rer ftanzöst Botschafter, General Andreossi, Sr. Maj yorgestcllt wurde. Nachdem er fein Beglaubigungsschreiben übergeben hatte, erhielt er vom König «ine Privataudjen,. Er war in Generals Uniform, «nd von Hr». Otto begleitet. Als er sich aus dem königt. Pollast zuniiLkrfügtc, begrüßte ihn das in großer Menge auf den Straßes versameitt Volk mit pendigcm Zujauchzcn. Holland. Brüssel vom 24. Nov. Der Knrierwechiel durch hiesige Stadt Mische» 'Paris, Berlin und dem Haag ist seit einigen Tagen äußerst lebhaft. Man glaubt, daß diese thätige Korre» spenden; Bezug auf die Unterhandlung zur Entschädigung der Haram,wen R-publik für bl» Verlust von Venloo, Mastrichr und dem hpüändische» Flandern, Bring habe. Man weiß, daß man üderetngekommeu war, der baravischcn Republik einige D strikte auf dem rechten Ufer des Unterrheins abzulrelen; nun soll die« sr Entschädigung aus dem lütken Ufer dieses Flusses genommen werden. Frankreich, heißt es, werde der datavischrn Republik Las Elcver Land, das ehemalige preußische Geldern und einen Theit des ehemalig n Fürstenrhums Mörs, dis an du Lime des alten Kanals, des sogenannten Engenischen Grabens, abtrc» ten. Diestr Kanal soll zwischen Frankrelch «nd Hol, lland von dieser Seüe die Gränze machen; die Stadt Venloo, unter deren Mauern dreier Kanal mir der Maas vereinigt werden wird, und die Stadt Rhein, -erg, wo er sich in den Rhein e> gießt, werden Frank» reich vcrble-ben. Diese beiden Elätlr ftftkc» zum rosten Rang der Festungen erhoben werden Zur V>r- gütung dieser Abtretung, wird die baravische R«puolik an Frankreich eine Summe von mehrere» Mil! onen, so wie Prcussc» auch eine gewisse Summe Gl.es de» zahle», weil letzteres den doppelten Vcrthctl haben wird, die Distrikte auf dem rechten Rheinuftr zu btt halten, und gcwlssinirraaße» sine Grünze von den französischen zu entfernen. Man glaubt, Latz diese Verhandlung bcy Beendigung der EntchädiguugSange- kegenhtiren in Deutschland werde mit auagesührc «erden. Vermischte Nachrichten. Bis zur Ankunft von dmkkea Berichten über das Erdbeben zu Konssammoott scheint Foidcndes,, errs Pekerwardem vom Nov. zur ModlstkariM und Berichtigung der ersten Gerüchte von drestm Vorfall dienen zu können: Das in unser» Gegenden und durch ganz Syrmicu verspime Erdbeben vom 26 Ott. hat sich auch über Servien, Bosnien, und hinab dis an das schwarze Meer erstritt. Am stärksten tobte es ;p- Honstantincpel w-gen des nahe- Meeres. Viele Häuser find kn der Gegend des SerailS, und ein groscr TW alter Hütte» «nd Moscheen tv der Vorstadt Galata eingehürzt. Es hat daselbst über zo. Minute» mit abwechselnden Stoffen und schwankenden Bcwe. gungen augchatten. Aua, das Serail wurde stark er» schultert; und der GrvSherr flüchtete sich in dl« So» phies Moschee, wo sich uvbefchreiblkch viel Volk sam» wette, weil ihr Gebäude unerschütterlich ist. In der Wiener Zttturg vom 24. Nvv. und i» andern Nachrichten aus Wien von demselben Datum finden sich noch keine Berichte von dem Erdbeben i» Konstantinopcl, wegen dessen man, da viele andre Hauptstädte der europäischen Türkey dir Erschütterung sehr heftig empfunden hatten, in lebhaften Be,ors» «issen stand. _ Toves » Anzeige. Durlach. Heute Mittag um 12 Uhr starb meine liebe Gattin an einer Lberveihärrung in dem 70» Jahr ihrcrs Alters und einer 47 Johc gedauerte» friedlichen Ehe. Ties beugt mich dieser Verlust mei» oer treuen Gefährtin, mdeme ich zugleich die sanfte, ste Stütze verlohr. Bey dem Gefühle des tiefsten Schmcrzens erfülle ich weine Dstichl , dieftö meinen Veruankten uud Freunden bekannt zu machen, überzeugt, daß sie auch ohne Bevtzydbezeugung n den gütigen Aniheit a» solch ktnem Verlust nehmen den ein Greiß in dem Lauf des Losten Jahres durch einen so traurigen Fall empsisdtt. Ich empfehle mich mit Len Weinige» gchvrsamst. Durlach d. zo. Nov. -LOL. Geistlich Vermal««- _Dill._ Aukündtgung. Larlsruhe. Ene Privat^ rsshn har eine ansehnliche Parkhic Erdwarfteln enttvtter zusammen, oder auch tu e nzelven Th eilen zu verkaufen. Dieselbe sind nicht gewaschen, sondern in der Luft, vnd vicht durch die Sonnenhitze gelrecknek worden. Auch wurden sie schon jweymat gesiebt, um die kleinen davos abzmsudrrn ; vnd man ist willtg , sie noch emmal, «vd zwar >» Gegcensrr des Käufers zu sieben. AuÄ erbietet sich ferner der Verkäufer dieser Erd» wandeln ße Hvndcrtwccse, und diese Anzahl in dew schönsten und besten bestehend, abzugeben. Er har die Erfahrung gemacht, daß Einhundert solcher Setzlinge ,0 gefäel und gepflantt, wie «v es anaebew wird, w nigsttnS ein Simre i8- Pfund schwer, fob» cher Erdmaudeln geben kann. Endlich m chl er sich: auch anßerfchig, sie denjenigen , so etwa befürchte» mögtcn, baß sich die Mandeln nicht aufbehall n löffelt, oder denn durch Mäuse beschädigt werten könnren» erst Mv Zeit der Pflanzung derzeuen zu li'ftru, jedoch ab'v gegen eine schriftliche Versicherung, 'viche alsdann zu nehmen und zu: bestiwwttn Z it de» Ertrag zu entrichten. Das Nähere ist im ZeilungS- Complvlr zu erfahren.