Nro. LlNlsruhe M o n t a g s L 8 » Pag. 47». ! e i t u n g. den 2 Q Januar o 6. Mir Rurfürstlich' Badischem: gnädigstem: privilegio. Jnnhalt. Hamburg ! Abnahme der Oestreichischen Wappen am Werbhaus Niederelbe. Wien. Regensburg;' Schweden will keinen Antheil mehr am Reichstag nehmen- Augsburg.. München; Vermählung des Vicekvnigs von Italien Eugen Bcauharnois mit der Kronprinzcßin Augusta. Darmstadt. Frankfurt- Oestrcich muß in 20 und sämtliche Erblande in 40 Tagen von den Franzosen geräumt werden.. Augsburg; Wesel; Räumung Hannovers von den Engländern und Russen. Berlin.-Neapel;»Stärke, der ftemden Truppen: Mayiand; Franz. Truppenmarsch nach Italien.. Deutschland. Hamburg, vom 4 Jan. Dem neusten Tagsbefehl des franz. Kaisers zufolge, hat mau heute das k. k. östr. Wappen vom kaiserl. Werbhans abgenommen,, und dem Kommandanten in- finuirt,' mit seinem Korps dgs Gebiet der Republick Hamburg zu verlassen, was hierauf ohne Widerstand geschehen ist.- Wir wissen- nichtwas aus uns werden: soll.- Mit mehr Furcht, als Hoffnung, erwarten wir deu neuen Zustand der Dinge, den, so sehr wir' auch mit dem- Alten zufrieden waren, fremde Mächte itzt für uns und einen grossen Lheil des nördlichen Deutschlands zu bereiten scheinen. Die Absendung, des preuß.- Obristlieutnants v. Krusemark, welche 2 Tage vor der Zurückuinst des Ministers Grafen v- Haugwitz, geschehen,, betrist besonders die von Kaiser Alexander nach Berlin gegebene Erklärung, daß seine-' Truppen in' Deutschland, in Schlesien, Ober - und Zliedersachsen, nun unter der Leitung und den Beschs len des Königs von Preussen einstweilen stehen sollen.- Ntederelbe, vom 7 Jan. Am 5 - Abends ward in Hgmburg dgs Schild von dem kniff Werbhaus abgenommen.. Ein Haufe Volks- hatte sich-Anfangs- um das Werbhaus, versammelt, aber aus bloser Neugierde:: dennoch, war Wache, auf-' gestellt. Man erwartet auch im: Norden: von Deustch- land grosse Veränderungen;; es sollen dem Berliner Hof sehr vortherlhafkc Vorschläge gemacht worden seyn.. Mau will sogar wissen,- cs dürste selbst im preuß' Ministerium nächstens eine Veränderung. Vorgehen, mch H. v: Hardenberg werde eine andre Bestimmung erhalten.. Woran: sich-übrigens bis itzt schon so. oft die militärischen Operationen^ jm nördlichen Deutschland geflossen: haben,, stößt- fich anch der projektirte Waffenstillstand für dasselbe:'. Se. Mast der König: von Schweden wollen bis itzt keinen Antheil- daran: nehmen.. Wien , vom y Jan. Der Abmarsch- der Franzosen geyt fortwährend vor sich, und die lezte Kolanne derselben verläßt Wienam uten dieses.- Ein grosser Thel der ist Mahren- gestandenen stanz. Truppen' hat sich gleichfalls schon theils auf der geraden' Route ,- theils über Ungarn durch hier gev zogen, morgen besezt die bürgerliche Rationalgarde sämnlliche hiesige Wgchtposteu. Der Kmler wird gW k 48 < l6 hier eintreffen, zu Allerhöchst Ders Empfang werden schon glänzende Anstalten gemacht, ein Korps zu Pferde aus dem hohen Adel reiset Sr. Maj. entgegen und die bürgerliche Nationalgarde macht Spalier — Zum Botschafter am hiesigen Hof hat Frankreich den General Andreossi ernannt, von hier aus soll Graf. Bellegarde als Gesandter nach Paris kommen. Wien, vom ii Jan. Am 6. und 7. dieses haben sammtliche kais. stanz- Truppen Preßburg und die umliegenden Gegenden geräumt, wo sie in Folge des Austerlitzer Waffenstill' standes am 12. Dec. unter den Befehlen des Reichsmarschalls Davoust eingerückt waren. Da die Donau wieder ganz vom Eis stey ist, führte man sie mittelst der fliegenden Brücke an das rechte Donauuser, und sie setzten sogleich ihren Marsch über Haimburg nach Wien fort. Se. königl. Hoheit der Erzherzog Carl befinden sich ln Preßburg. II. KK. HH. die Erzherzoge Johann, Ludwig und Maximilian, in Ledenburg, wo auch seit dem 12. Der. das Hauptquartier des Erzherzogs Carls ist. Regeneburg, vom 14 Jan- Die vor einiger Zeit schon gemeldete Vermuthung, daß man die Reklamationen der Neichsritterschast und des deutschen und Johauniterordens gegen Württemberg, worüber aus den 13. d. Verlaß genommen worden war, auf sich beruhen lassen würde, traf gestern ein. — Dagegen macht hier eine in Cirkulo abgegebene königl. schwed. Erklärung, die aber dem Relchsdirektorium nicht diktirt, oder in Cirkulation gesetzt wurde, ziemliche Sensation. Sie setzt in bittern Ausdrücke» die Gründe auseinander, warum Se. kön. Maj, von Schweden für gut finden, unter gegenwärtigen Zcitumständen an den Berathschlagungen des Reichstags keine» Antheil zu nehmen. — Heute zog baierische Infanterie und würtembergische Kavallerie bep unsrer Stadt, vorbey nach Ingolstadt hin. Augsburg, vom 15 Jan. Gestern ist der einbalsamirte Leichnam des tapsern Obrist Moreland von der kais. stanz. Garde, welcher in der Schlacht bey Austerlitz auf dem Feld der Ehre starb, unter einer Bedeckung von Kavallerie hier an- gekommen. Er wird »ach Frankreich transportirt. Hinter dem Leichenwagen folgte die ruff, Kanone, durch die jener Krieger getödtet wurde. Heute Mittags ist das Regiment Chasseurs von der kai«. stanz. Garde unter prächtiger Feldmusick, aus München kommend, hier eingezogen, und in unsrer Stadt cinquartirt wordem Ob es schon morgen, oder erst übermorgen seinen Marsch nach Frankreich sortsetzen wird, steht zu erwarten. Die Postpferde für Ihre Majestäten, den Kaiser und die Kaiserin von Frankreich, sind so bestellt, daß die Allerhöchsten Reisenden von heute Nacht an mit jedem Augenblick ankommen dürsten, München, vom iZ. Jan. Der gestrigeTag war abermal einer der merkwürdigsten Tage in den Annalen unsrer königl. Residenzstadt. Der wegen einer der glücklichsten Verbindungen schn- lichst erwartete, aber wegen der nahen Trennung von der liebenswürdigsten, von unsrer Nation, deren Stolz sie ist, so inüigst angebetheten Prinzessin Augusta zärtlich gefürchtete Augenblick Ihrer hohen Vermahlung mit des Prinzen Eugen königl. Hoheit war angebrochen. Der ganze Tag war in festlichen Zubereitungen verflossen. Die bürgerlichen 4 Corps hatten sich mit ihren trefflichen Musikbanden an der königl. Residenz aufgestellt, und alle Zugänge der Residenz waren mit den kaiserl. Garden besetzt; als um 7 Uhr Abends das Geläute aller Glocken und der Donner der Kanonen den Anbeginn cher großen, wichtigen Handlung verkündigte. Ihre k. k. Maj. Napoleon und Josephine hatten sich nebst unsren königl. Maj, mit dem ho« hen Brautpare in die königl. Hoskapelle begeben. Hier verrichtete der Kurfürst Erzkanzlcr, (kurfl. Gn.) unter dem Beistände seiner Metropolitan-Geistlichkeit den hohen Tranungsakt. Jhro Maj. die Kaiserin» Josephme und unsre. Königin» hatten die königl. Braut, und Ihre MM. der Kaiser Napoleon und unser König den königl. Bräutigam zu dem Altäre begleitet. ( 49 ) Die ganze Feierlichkeit gieng mit einer Würde vor sich, die bis zur höchsten Rührung und Aufcrbauung begeisterte. Indessen hatte die ganze Stadt ihre Beleuchtung veranstaltet. Es war dießmahl der feurigste Ausdruck des baier. Nationalgeistes, welcher dieses Fest zu verherrlichen strebte. Ueberall war die innigste Theilnahme an dem großen Ereigniß des Tages, der in das neue, große Bündniß feierlichst einstimmende Gcsammtwille der Nation und die zärtlichste Liebe gegen das königl. Regentenhaus sichtbar. Baiern hat- seit einem Jahrhundert nichts Aehnliches gesehen. Die Beleuchtung erreichte dieß Mahl einen seltenen Grad von Festlichkeit. Das nach einer herrlichen Zeichnung durchaus beleuchtete landschaftliche Gebäude mit seinen unübertrefflichen Transparenten und den prächtig deco- rirten 6 Nahmen X. I. Ll. 6. L. welche im Vrillantscuer sich darstellten, das einem Fccntempel glich, und unter den Nahmen »nd L. die gutge- wahlten Worte coronn virtuii nebst künstlich erfundenen und schön gemahlten, allegorischen Gcmählden in röthlichtemGrundchransparent enthielt, die Mauth- halle, das sehr schön beleuchtNe neue Seminariums- gebaude, der weit in die Ferne strahlende St. Petersthurm , das bis in seine innersten Tiefen perspektivisch beleuchtete Seligmannischk Gebäude , der Gras-Prey? singische Pallast, nebst den grast. Tattenbachischcn und Tvrringischen, die Gebäude des Paradeplatzes und der beiden Pranners-Gaffen, worunter das Hiltlischc Meu- bel-Magazin sich auszeichncte, viele Gebäude der HH. Weingastgeber und Kaufleute, alle, 4 Haupttho- re der Stadt, die Hauptwachc, !nnd vor Allem der durchaus mit Lampcnseuer übcrgoffene Kaiserhof der königl. Residenz, in dessen Mitte ein prächtig beleuchteter Obelisk hoch in die Luft strahlte, zogen die Bewunderung aller Fremden und Einwohner an Pch An dem Gebäude der königl. Akademie der Wfsenschasteu waren die passenden Innschriften zu lesen:j Lli NNV.1 pirnAeiües coelo (lemirirur Lien. Wortes creanmr ikortidns. UNd Le^aLULw'. et. Lilckiururn, Ikaiae. iunZunt. LeZales. ÜKu^tian« Seit einigen Tagen hatten sich hier Z Vcrordnete, von den Wittelsbacher Bauern zur Vermählungsfeierlich- keit eingefunden, welche von unserm König in altbaieri- sches Coftüm gekleidet, und bis zur heutigen Abreise verköstigt wurden. Sie hatten die Ehre, allen Feierlichkeiten beizuwvhnen, und erneuerten durch ihre Anwesenheit das Andenken an den Ursprung des itzt regierenden königl. Hauses. München, vom 16 Jan. Gestern Morgens war bey Hof feierliche Auswar. tung, nebst Glückwunsch, bey Ihren neuvermahlten königl. Hoheiten. Darmstadt, vom 16 Jan. Ein fränkisches Blatt enthalt die vorlaufigcnFriedens- Bedingnisse, und setzt durch seinen Strasburger.Cor- rcspondcnken noch Folgendes hinzu. Die batav. Ne- publick erhält einen Zuwachs an Territorium gegen Osten hin. Auch werden der Krone Dänemark einige Landesdistrikte an der Elbe zugetheilt. Schweden soll keine Besitzungen mehr in Deutschland haben. Oesi» reichs Entschädigung besteht in der 7 Jnstlnrepublick, Serbien, Bosnien, der Moldau und Wallachey; zur Besetzung dieser Lande soll sich eine stanz. Armee, unter Massen«, mit der Armee des Erzh. Carl vereinigen. Endlich sollen auch alle Haven und Küsten des Continents von Europa den Engländern so lange verschlossen werden, bis das britt. Cabinet die allgemeinen Grundsätze der Freyheit der Meere re. feyerlich anerkennt. Frankfurt, vom 17 Jan. Nach den neusten Berichten aus Wie» werden die stanz. Truppen diese Stadt erst am 16. d. verlassen. Schon vom i. Jän. an müssen sie sich selbst verpflegen, und von dem Tage an gerechnet Oestreich in 22, und sämtliche Erblande in 42 Tagen räumen z Braunau aber behalten sie bis zum r. April. t .50 ) Die 'ftanz. grosse Armee marschlrt in Z Kolonnen ans Oestrcich nach ihrem Vaterland; der bisherige linke Flügel unter Marschal! BeruaLotte nimmt seinen Weg über die Oberpfal; und Franken., wahrscheinlich aus der Kommunikatisnsstraße von Schnciltach und Forchheim. — Das nemliche Blatt spricht von einer preuß Neukralitatslinie bis zum allgemeinen Frieden, die sich vom Ausfluß der Ems an der münsierischen Grenze , nach Wesel, von da langst der Ostgranze des Herzogthums Berg, an der Westgränzr der nassaui- scheu Lander über Friedberg, und an der Nordgranze der würjburgischen und bambergifchen Lande, mit Einschluß .der Fürstenthümer Bayreuth und Anspach, erstrecken soll. Schon (wird hinzugesctzt) sind von den im bayrcuthischen Oberlande befindlichen Truppen das Grenadierbaralllon von Hcrwarth, bas Füßelier- bataillon von Rabenau und das Dragonerregimcut von Jrwig ins Unterland beordert. Auch marschieren schon preuß. Truppen von Münster nach Osisriesland, um daselbst die Demarkationslinie zu formiren. Die als Vorposten im Hanauischen gcstandnen kur- hessischen leichten Truppen habe» den Befehl erhalten , sich nach ihren Korps zurückzuziehen. Der Hr. Marschall Augerean ist vorgestern, zum Besuche Sr. hochfürstl. Durchs, des regierenden Fürsten von Asenburg, in Offenbach eingetroffen. Augsburg, vom 16 Jan. Heute vor Mittag, ist der König!. Würtemberglsche Hr. Minister von Normanu, welcher sich schon seit einigen Wochen In München befand, hier durch pas- sirt, um sich nach der König!. Residenz Stuttgardt, zu begeben. — Ihre Majestäten, der Kaiser und die Kaiserin von Frankreich, haben, nach heute eingetroffenen Berichte», Ihre Abreise von München biß aus morgen verschoben: die hohen Reisenden werden in der hiesigen Residenz bkvß ein Frühstück einnehmen, und sodann ihre Reise sorrsetzen. Vorgestern starb dahier der Herr Reichsprälat von St. Ulrich und Affra.» p r c u s f e ir. wesc!, vom 8 Jan. Briese von der hannövrischen Gränze melden, daß ö« Enqländcr , Russen u. s. w. ohne Verzug Hannover räumen, und ein sranzös. Corps dieses Land besczen werde. Berlin , vom n. Jan. Vorige Woche ist ein Kurier vom pfalzbaier. Hofe hier angekomme». Seine Depeschen sollen sich auf die Anerkennung der von genanntem Kurhause angenommenen Kvnigswürde von Seiten des hiesigen Hofes beziehen. Einige wollen behaupten, diese Anerkennung sey bereits erfolgt, und von kurwürtemb. Seite em ähnlicher Antrag geschehen. Se. Maj. haben den nun nach England zurükkeh- rendcn engl, ausserordentlichen Botschafter, LordHar- rowby , mit einer reichen brillantenen Dose mit Ihrem Bildnisse zu beschenken geruht. Ir a ! t e n. 'Neapel, vom io Der. Die Anzahl fremder Truppen, welche hier, zu Man- ftrdonia und andern Punkten der ltaliänischcn Küsten gelandet sind, schäzt man ans ;o,oooMann. Die Hälfte davon sind Russen: yooo Engländer, 2400 Alba- neser u. s. w. Dazu kommen 12,00a Neapolitaner, welche der aus Palermo zurückbcrufene General Vicomte Damas kommandirt. Der Minister Akton wird auch zurückerwartct. Gestern wurde im Hotel des Generals rn Chef Laset Kriegsrath gehalten, ob man bey den Umständen noch offensiv Mircn dürste. Im Königreich Neapel sind zum Dienste der Armee 12,000 Pferde ausgeschrieben; der Schaz bezahlte sie nach landüblichen Preißen; wer 4 Pferde hat, muß 2 , und wer 2 Hält, muß 1 abgeben. - Die Heerstrgssen sind in ganz Italien sehr unsicher. Mailand, vom tz Jan. Unterm Zi v. M. erließ der Dizeköniq ans seinem- Hauptquartier zu Padua an die Völker Italiens und des vcnetianischen Staates eine Proklamation, worinn es heißt: Am 27 Der. um Z Uhrdes Morgens wurde zu Preßburg der Friede unterzeichnet. Dieser Traktat vereint mit dem Königreiche Italien die Stadt Ve> riirid'drn ganzen venetianischen Staat. Volker des Königreichs Italien, Hai cn-r König nicht-alle eure Wünsche, alle eure Hofnungvii erfüllt? Völker des veneti- anischen Staates - ihr werdet glüklich; euer Land wird nicht mehr der Schauplaz des Krieges seyn; ihr werdet euren Nachbarn nicht mehr das Glük von Napoicc-n regiert zu werden, beneiden dürfen. Das große Jahrhundert Italiens sängt wieder an aufzuleben. So wollten ,rs Genie und Tapferkeit. Italiener, sepd stolz aus das ^oße Ereigniß, das ich euch verkündige. Euer Vaterland wird seinen alten Ruhm wieder finden, vermehrt church allen jenen Glanz, der den Augcnblik seiner Wir derhersiellung.umstrahlt, und der den Namen seines neuen Schöpfers bis ans die entferntesten Jahrhunderte bringen wird. Nachrichten aus Bologna vom 32 Dec. enthalten 'folgendes: Die Truppenbewegungen in unsrem Königreiche dauern fort. Ns jezt sind bereits 2500a Mann rvon der Armee des Gen- St. Cyr. gegen Unteritalicn gezogen; sie führen einen großen Artilleriepark mit sich. Won der Armee des Marschalls Massen« soll die Di- .Vision Gardanne hierher kommen, wo dann ein Ncser- ^velagcr von 39,000 Man« errichtet wird. Indessen er- jfahrt man, daß über Ungarn und das adriatische Meer em russ. Lurier nach Pesaro gekommen, und von da seinen Weg nach Neapel sortgesezt habe. Er soll an hie dortigen Russen vom Kaiser Alexander den Befehl bringen, Neapel zu raumem, sich einzuschiffcn, und nach der 7 Inseln - Republik zurükzukchren. Nach frühern Nachrichten aus Neapel, die man hier erhalten hat, hattedie russisch'englischeArmee im Neapolitanischen Verstärkungen von Korfu und Malta her erhalten. Die Armee des Gen- St. Cyr marschiert in z Kolonnen ; eine geht über Rom, die andere über Tronto; vnd die dritte längst der Küste in der Richtung nach der neapolitanischen Provinz Abruzzo. Der spanische Gesandte zu Neapel, der seit Ankunft der fremden Truppen seinen diplomatischen Charakter abgelegt, und als Privatmann in dieser Stadt gelebt hatte, hat dieselbe kürzlich verlassen/ und sich nach Rom begeben- Wechselt«? u .r s von Fr a nk'fu rB .a m M at n. 4. 27 Jan. 1806. Amsterdam in Cvrrt . .» k. Sicht. Briefe. Geld. -37 desgl. ... . 2 Mt. i 37 —- Hamburg . .. . . . k. Sicht. 148 L —— desgj. . . . .. 2 Mt. 147 4 — Augsburg ..... k. Sicht. — Ivo L Wien .... . . k. Sicht. 65 z i -- desgl. . . . . " 2 Mt. 65 L .—- London ... . . 2'. Mt. ,—,— 1ZY Paris .. . . . . k. Sicht. ?b 4 -- . desgl. . . . . . 2 Osv 75 L --- Lyon ......... 76 ä —— Leipzig ... —- ' —— Bremen .... . k. Sicht. IOY L > — Larsruhe. (Logis.) Bey Beckermeister Siegle in der Creutzgaß ist neben Herrn HofJublier Treßler unten .ein Logis zu veelehnen, und kann bis den sztezi Lspril i8ob bezogen werden. Stein. (SchuwenLiquidation.) Zur SchuldenLiqui- dation und alleufallsiger Erzielung eine Dacil MLwrü vel lermlsorü des in Gant gerathenen Burgers und Webers, Michael Dahn in Wössingen und seines Eheweibs werden deren Gläubiger, unter Milbringung ihrer Beweisurkunden auf Dienstag den 4. Febr. 1806 aus dem Nathhaus in Wössingen bei der Theilungs- Commission bei Verlust ihrer Ansprache an die vorhandene Masse, zu erscheinen, hiemit vorgeladen. Stein d. Zo. Dec. 1805. Kurfürst!. Amt allda. Emmendtngen. (Vorladung.) Mathis Dinger, der schon vor 2r. Jahren als Schneider- auf die Wanderschaft gegangne BurgersSohn von Eichstetten, hat sich von Dato an, binnen y Monaten um so gewisser vor hiesigem Oberamt zu stellen, als sonst fein Vermögen gegen Kaution unter seine nächste Verwandte vertheilt werde» wird. Emmendingen d. iy. Dec. 1805. Kursürstl. Bad. Oberamt. Btschofsheim. (SchuldenLiquidatiopZ Mr etwas an den verstorbenen Glasermeister Friedrich Holziuan« »SN Kehl zu fordern hat/ soll es auf Samstag d. I. Fcbr. 1826., als dem zur SchuldenLiquidation be- srimmten Termin/ in Kurfürst!. Landschreiberey zu Kork sub POHL prueclusd cingeben. Verordnet bei Kurs. Oberamt Bischofsheim d. 27. Dec. 1805. MüUheim. (SchuldenLiquidation.) In/der Der» mögensUntersuchungsSache des Hannß Jakob Müller Burgers und Wittwers von Schweighos machen vor- iraltende besondere Umstände die Abhaltung einer 2tern SchuldenLiquidation nothlvendig / welche am Montag den z. Febr. l. I. in dem Hirschwirthshauß zu Ba- denweilcr Vorgehen wird/ und wobei) alle diejenige Kreditoren / die ihre Forderungen nicht bereits schon bei der erstem Liquidation eingegeben und liquidirt haben / vor dem oberamtlichen Commissarius zu erscheinen / so fort alle neuere Anforderungen und allensallsige Ansprüche an die Müllerische Gantmaffe um so gewisser rechtlich zu erweisen haben / als sie sonst von selbiger ganz> lieh würden ausgeschlossen bleiben. Sign. Müllheim d. 2. Jan. r8o6. Kurfürst!. Oberanit Badenweiler. Müllheim. (Schuldenliquidation.) Alle diejenige , welche an die verstorbene Schneider Martin Niedlingsche Eheleute in Laufen eine Forderung zusmachen haben/ sollen solche mit denen zum Beweiß erforderlichenSchrif- ten and Urkunden am rz d. Monats als an dem bestimmten SchuldenLiquidations Tag zu Laufen vor dem Oberamtl. Commiffar anzeigen und liquidircn bei Verlust der Forderung. Müllheim den 8 Januar 1806. Kurfürst!. Oberamt. Müllhetm. (SchuldenLiquidation.) Bei der aus Dienstag den 4ten Februar d. I. vestgesetzten SchuldenLiquidation des Georg Friedrich Engler Wittwers und Sonnenwirths in Vadenweiler haben dessen sämtliche Kreditoren ihre Forderungen und allensallsige sonstige Ansprüche an das Englcr'sche Vermögen und seiner Kinder/ vor dem dazu beauftragten Oberamt!. Kom, missarius zu Badenweiler vorzubringen und rechtsgehörig zu erweisen widrigenfalls aber zu gewärtigen / daß ihnen nachher kein Gehör mehr werde gegeben — sondern sie damit abgewiesen werden. Signatum Müll' Heim am sten Jenner 1806. Kursürstl. Oberamt Badenweiler. Müllheim. (SchuldenLiquidation.) Alle diejenige welche an den Zehendbrescher Johann Georg Zeller von hier etwas zu fordern haben, sollen sich beider auf Montag den z Februar 1826. angestelltcn Liquidations- und Prioritäts-Handlung mit ihren Urkunden um so gewis- serVormittags in Kursürstl. NcvisionsSchreibstube ein-' finden/ als man sie bei) nicht geschehender Erscheinung mit ihren Forderungen abweisen wird. Signatum Müll- Heim , den 9 Januar 1826 Kursürstl. Badisches Oberamt allda. Müllheim. (SchuldenLiquidation.) Alle diejenige/ welche an das verschuldete Vermögen des verstorbenen Johannes Kromer Schneiders von hier etwas zn for, der» habe» / sollen sich bei der auf Montag den zten Februar »826. eingestellten Liquidations- und Prioritäts- Handlung mit ihren Urkunden um so gewisser in Kur. fürstlicher Nevisions - Schreibstube einfinden , als man sie bey nicht geschehender Erscheinung mit ihren Forderungen abweisen wird. Signatum Müllheim den ytcn Jenner 1806. Kursürstl. Badisches Oberamk allda. Biberach. (Aufforderung.) Schon vor 32 Jahreil hat sich der hiesige Bnrg-rsohn Anton Ege als Student von hier hittwegbcgeöen, unter dieser langen Zeit aber nichts mehr von sich hören lassen. Da nun seinen nächsten Verwandten um Aussolglaßunz des ihm von seinem Großvatter Diterich Keller crbllich angefallenen, und bis jezt aus io8st. 25. kr angcwach- senen Vermögens gebeten haben, so wird anmit ersag. tcr Anton Ege, oder dessen etwaige Leibeserbcn vorgeladen, innerhalb 3 Monaten hier entweder persönl. zu erscheinen, oder sich von seinem Aufenthalt, Leben oder Tod um so gewisser sichere Nachricht anhero zu crthei- len als ansonst dem Gesuch seiner Verwandten statt gegeben , und das angezeigte Vermögen gegen Caution ausgehandigt werden wird. Biberach den iz Jan. 1306. Kurbadische Stadtkanzlei. allda