by die zu« Nro. i8> Pag. 79- ar- in« lew tzt dis en. m- nS ai» ^si- iy girrst cr- eh- wn ulg M tel- gm ru« lös« )0N UZ- wr- ge- Karlsruhe Freitags. i 8 WGVS» Leitung. den Zi Januar. O 6. Mit Rurfürstlich Badischem gnädigstem Privilegs. Verona. ArmeeBesehl des letz. Trauer für den Augen. Bo« Larlsruhe, vom 27 Jan. Gestern überreichte der hiesige Königlich Bayerische Bevollmächtigte Minister und ausserordentliche Gesandte an dem hiesigen Kurhofe Freyherr von Rcibeldt in einer eigenen Audienz Sr. Kursierst!. Durch!, unter den geeigneten Formalitäten bas neue Creditiv als König!. Gesandter. Der von Seiner Majestät dem König von Wirtemberg in Betreff des angenommenen Königs Titels eigens abgeschicfte wirkliche Kammcrherr Freyhcrr von Uxkült - Gyllenband ' hat vcrstoffeneu Donnerstag Seiner Kurfürstlichen Durch!, in einer PrivatAudicnz das deßfallsige NotifikativnsSchreiben überreicht. D e u t sch l a n d. Wien, vom 18 Jan. Vorgestern zogen Se. Maj. der Kaiser unter dem lautesten Jubel der Bewohner in die hiesige Residenzstadt ein. AllcrhvHstdicselbe wurden von einer gewählten Anzahl junger Kavaliere aus den ersten Mmilien begleitet. Froh hicng das Auge des Bürgers an dem geliebten Monarchen, und laut war der Dank, daß von der prächtigen Hauptstadt die Schrecken einer Belagerung, und die Verheerung der Gebäude entfernt worden waren. Gestern zogen Se. königl. Hoh. der Erzh. Karl an der Spitze von 20,200 Mann hier ein. Auch Er, der Liebling der östr. Nation ward m k der lebhaftesten Freude empfangen. Bewundert ward der Held, der in diesem Mg allein unbesiegt geblieben war, und der in dem gtägigcn Kampf bey Verona dem M. Massen«, den Siegeskranz entrissen hatte. Der, den Bewohnern Wiens eigene, liebenswürdige Frohsinn ist durch die Begebenheiten der 2 letzten Monate zwar gestört, aber Nicht unterdrückt worden. Die Freuden des Faschings werden die Wolken ganz« lich zerstreuen, die man noch hie und da bemerkt» jeder wird sich in seiner Art für die ertragnen Leiden im Geräusch der Nedouten und der Hausbälle entschädigen ; man wird die Schrecken des Kriegs bald vergessen, und sich nur noch der einzelnen liebenswürdigen Franzosen erinnern, deren Abzug manches schöne^ Aug getrübt hat. Von Seiten des Hru. Erzherzogs Karl war fo'gÄr- der Armeebefehl ans dem Hauptquartier Ho!-sch,voin 2. Jan. datirt, erschienen : »Se. Maj. haben ans Liebe zu ihren Völkern den Frieden geschloffen. Aller- e so < höchstdiesclben konnten zwar noch aus die Tapferkeit einer Armee rechnen/ die vom Feind unbesiegt geblic- den war, und die in Deutschland, wie in Italien, die Rechte ihres Souveräns mit gleicher Standhaftigkeit verthcidigt hätte. Allein die väterlichen Gesinnungen Sr. Mas. erlaubten Allerhöchstdenselben nicht, Ihre getreuen Unterthancn noch länger unter den Drangja len des Kriegs schmachten zu lassen, und sie fortwährend den Gefahren des wechselseitigen Kriegsglück auszusetzen. Die Armee geht in ihre Frirdeasqnattiere zurück, bis der Schutz des Throns und des Vat.rlan- des sic zu neuen Gefahren und zu neuem Ruhm auf» fordern wird. Ich hoffe, daß Offiziere und Gemeine diese Zeit der Waffenruhe zu ihrer Bildung anwenden, daß Mannszucht und Soldatcngeist nicht erschlaffen, und daß sie ihre gesammelten Erfahrungen zum Vortheile des Dienstes u. zur künftigen Ehre ihrer Waffen benutzen werden. Für die für meine Person beiriesncn Anhänglichkeiten begleitet sie mein aufrichtigster Dank. Ich werde bei) jeder Gelegenheit zu erproben suchen, daß das Wohl der Armee die liebste und angenehmste Sorge meines Herzens ist. Unterzeichnet: Erzh. Karl, Feldmarschall. Hannover, vom 20 Jan. Die Franzosen in Hameln werden, wie es heißt, in die um diese Festung benachbarten Dörfer cinquar- tirt werden. Jede Mine von Feindseligkeit ist bis diesen Augenblick cing.stckit worden. In unsrem Kursurstenthnm wird wieder neu geworben und schweres Handgeld gegeben. Bey dem schon itzt sich zeigenden grossen Mangel an Gemüs, wurde den in den hiesigen könlgl. Landen sich befindenden russ. kais. Truppen der ernstliche Vefchl er. theilt, kein Gemüse von ihren Hauswirthe» zu fordern. Hannover, vom 21. Jan. Das rußische Hauptquartier ist fortdauernd zu Nienburg. Von der stanz. Garnison zu Hammel werden 2 Kompagnien ins Amt Arzen und in ein angranzendes Amt »erlegt. Die in uuscrmLand stehende» ruß.Truppen gehenden Winter über nach Mecklenburgs, die sich darinn befindlichen Schweden aber nach Schwedisch Pommer». AurMlrrg, vom 22 Jan. Morgen rückt die Division Düpont, aus Baiern kommend, in hiesiger Stadt ein. — Es ist ein falsches Gerücht, daß Augslmrg zu einer Haupkfesiung gemacht worden soll. Ihr Umfang wo» beinahe 2 Gründen , ihre blos von der Handlung abhängende Existenz, unv andere Gründe machen diß ganz unthnnlich. Dagegen wird der Brückenkopf bei der Friedderger Lechbrücke, eine kleine Stunde von hier entlegen, ein sehr bedeutendes Werk; auch sollen noch andere feste Punkte auf dem rechten Lechuftr angelegt «erden. — Die Franzosen fangen schon an, die Kanonen von den hiesigen Stadk- wallcn abzuführen. Die Diebe, welche jüngsthin von einem derselben einen metallenen Sechspsünder stahlen, sind entdekt, und zum Theik verhaftet worden. Nürnberg, vom 24 Jan. Die am iz. d. an den Reichstag gekommne Schweden Vvrpommerische Note ist nicht angenommen, noch zur Diktatur gebracht; sondern auch selbst nicht durch Zirkulation noch Kommunikation mitgetheilt, und lctztre sogar von mchrern der vorzüglicher» Gesandten laut undf ausdrücklich verbeten wurden; auch alleGesand- tcn haben, sv wie sie von dem Jmihalt dieser ganz unerwarteten Erklärung benachrichtigt waren, ihr gerechtes gefremden über eine, die Würde aller und jeder Reichsstände so hart antastende Aeufferung zu erkennen gegeben; übrigens aber glaubten sie sich zu nichts weiterem ermächtigt, als den höchsten und hohen Kommittenten selbst Anheim stellen zu müssen, was für eine Entschließung aus einen so allgemein beleidigenden Schritt nöthig erachtet werden dürfte. (A. d. W.sZ.) p r e u s s e n. Berlin, vom 19. Jan. An der Wiederherstellung des Friedens ist nicht mehr zu zweifeln. Indessen bleiben unsere Truppen, bis die so wichtigen in Ordnung zu bringenden Gegenstände ganz ausgeglichen sind , daselbst stehen, wo sie sich befinden. Die Zeltpfcrdc werden aber verkauft, weil cs überall so sehr an Futter fehlt. — Man ver« muthet, daß unser König den Grasen von Haugwitz, nach dessen Rückkehr aus Paris, znr Fürsienwürde erheben werde. r 8r ) Dir königlich Muss. General "der Kavallerie und Ach. Staatsniimster , Graf von der Schulenburg Keh- nert, wird verreisen, wie man sagt, nach Hanno« wer, welches blos von preuss. Truppen, 22 bis 30,020 Mann, wird besetzt werden. Die rolcrante Denkart unsers großen Königs und seines weisen Ministeriums ist bekannt, und bewährt sich auss neue durch ein die ihm Mefalienen katholischen Stifter betreffendes Reseript, wonn» es unter andern heißt: Obgleich der König durch den Reichsdeputativnsschluß die Besugniß erhalten hat, die Stifter in allen seinen alten mit dem deutschen Reiche in Vcrhältniß stehenden Landen aufzuheben, so hat er doch den Entschluß gefaßt, diese fortdauern zu lassen, und nur das Recht sich Vorbehalten, ihre bis- herige Verfassung dergestalt zu modistcircn, daß der Zwek, die Belohnung der Verdienste um den Staat, desto besser erreicht werde. Zum Grundsatz wird daher ganz allein angenommen, daß in den Stiftern? worinn, dem Könige die Kollation nur zur Hälfte zustand, dieser Duftig zwei Fälle hinter einander vergeben soll, nnd den Stiftern der Vorschlag zur dritte» Prabendr bleibt. Im übrigen laßt der König sie fortexistiren, und stört sie nicht im mindesten in Ausübung ihrer religiösen Gebräuche, im Umfange ihrer bisherigen Rechte oder im Genüsse ihrer zeitlichen Güter. Berlin, vom 2/. Jan. Die Abreise des Herzogs von Brannschweig nach Petersburg ist bis zum 22. Jan. verschoben worden. Die Abreise dieses Fürsten scheint noch von Nachrichten abzuhangen, die der hiesige Hof erwartet. Der königl. Staats- und Kabinetsminister, Gen. der Kavallerie und General-Controlieur der Finanzen, Graf von der Schulcnbnrg, reist in diesen Tagen «ach Hildesheim und Paderborn. Berlin, vom 21 Jan. Wegen des Absterbens des Hrn. Markgrafen -von Ansbach Baireuth Dnrchl. wird der königl. Hof morgen die Trauer auf 14 Tage anlcgen. Hollanv. Haag, vom 2z Jan. Man hat hier Briese aus London bis zum rZ. d. Die Nachricht von dem Abschluß des Prcßburger Friedens war damals in dieser Hauptstadt des brikti- schen Reichs angekommen, und hakte 'tiefen Eindruck gemacht. Man sah mit gespannter Erwartung den Mikcheilungcn der Regierung au das P.,r:ament, dessen Eröffnung aus den 21. d. festgesetzt blied, entgegen. England. London, vom -4. Jan Am 9. d. wurde auf Lloyds Kafferhause folgender Bulletin angeschlagen: Am 2z. Dec. begegnete der Mm. Sir I. Dulworth im zr. Grade Breite und 20. Grade Lä-.ge einer sranz. Eskadre, welche aus 6 Linienschiffen bestand, und jagte sie bis zum 28. Gr. 41 Min. Breite, und 19 Gr. 27 Min. Länge. Beider Ueberlegenhelt in Segeln vcrlohr er sic aus dem Gesicht, obgleich sein eigenes Schiff, der Superb, sich schon bis auf 6 Seemeilen dem hintersten feindlichen Schiffe genähert hatte, während z seiner eigenen Schiffe zu der Zeit ausser Gesicht waren. Die Jagd dauerte Zr Stunden. In den Depeschen