Mo. 193. Karlsruher Hre^tags > 8 Pag. 913- Zeitung. L en 4 Decembe r. O I. Mit Hochfürstltch. Markgrästtch» Lavtschem gnädigsten privtlegt», L I r L k O. Stuttgart . vom go Nov. Wie Privatberichrc aus Buckarest versichern, hat die Nachricht von du» zwischen Frankreich und England zu Stand gekommenen Frieden auf Passawand Ogl» großen Eindruck gemache. Er hat nemlich sogleich nicht nur seine aus dem wallachischcn Donauufer noch gestandene Mannschaft zurückberufen, sondern noch «isbcsondere den Fürsten von der Wallache» ersuchen lassen, sich für ihn b-ey der Pforte,u verwenden, in. dem er bereit sty, die bisherigen Irrungen auszuglri. chem wenn der Großhcrr ihn nur in seiner Wivdiner Statthalterschaft bestätigen wolle. Stuttgart, vom i Dec» Von dem Ulrner Magistrat sind, nach öffentlichen Nachrichten an, Se. kön. Hoh. de« Erzherzog. Karl Vorstellungen abgcsandt worden, wegen zuge» sichertet Estschädigung verschiedncr Art, auch we» gen des auf Ordre der kaiftrl. tön» Generalirär aus» geleerten Ulmer Zeughauses. Schreiben aus Rcgmsvurg, vom 28 Nov. Noch me war am Reichstag eine so außerordentli» che Stille als gegenwärtig, kaum bemcrtt man, Laß dev Reichstag noch existirt. Se^ kurfürstl. Durchlaucht von Psiilzbaiern sind «ow Sr. päpstl. Heiligkeit durch eine Bulle authori» sirt, in Höchst Ihren Staaken 18 Prälaturen und 22 Klöster aufruhcben , was auch mir dem Eintritt des nächsten Jahres geschehen wird. — Unter die neuer.- dings erschienene Verordnungen gehört r daß die Knechte und Mägde an den abqeschafften Feyertägen in Zukunft arbeiten mäßen. Der Luxus in der Kleidung,- vorzüglich dev gold - und silbernen Spitzen auf den Hauben , Halstüchern und Schnmbrüsten W verboten re» Die k. k. Werbungen im Reich haben neuerlich dev Befehl erhalte» , keine Leute unter dem Maaß mehlt anznnchmen. (A. d. A. Z.) Stuttgart, vom r Dec. Seit einigen Wochen wendet ein hiesiger Arzt Veit Galvanismus in verschiednen Krankheilcn ,. bey wel» chcn Mangel an Reizbarkeit bestimmter Nerven vorzüglich zum Grund lugt, mit glücklichem Erfolg an und bedient sich hierbcy einer aus roo Zink-und eben so viel Lettern - Melallplatteu bestehenden Vol» taischen Säule. ES sind dadurch z. B. r taubstiim- me i-qjabrige Zwiüingsmädchen M..., die bisher nie von dem stärksten Schall das Geringste in den Ohren empfunden haben , bereits so weit wieder her» gestellt, daß sie nun den Gang einer vor das Ohr gchaikncn Taschenuhr, auch andre schwache Töne, selbst eines Klaviers, zu hören bestimmt anqeben und schon einzelne, ihnen langsam vorgesprochne Worte vernchMlich nachsprechen. Von mehreren schwerhv- rcndkn Personen erhielten einige durch wenige Versuche wieder schärferes Gehör: andere ähnliche wurden so weit erleichtert, daß bey weiirer Fortsetzung dieses wirksamen nerven reizenden Mittels baldige gänzliche Wiederherstellung ihres Gehörs zn hoffen steht. Ein seil einem halben Jahr an einem in beiden An. gen angefangnen schwarzen Staar leidender junger Mann A. . . , der nicht mehr zwei Personen genau von einander unierscheiden, noch die größte Druckschrift mehr lesen konnte, erhielt durch obige Versuche in in. Tagen das Gesicht so weit wieder, daß er nun selbst kleine Handschriften zu lesen ansängt, auch sehr weit entfernte Gegenstände wieder zimlich genau sehen kann. -- Einige aus Mangel an Thätigkrir der Skhklmvm blvbsichlige Personen erhielten durch we. c 9!4 ) «ige Versuche mit dem Galvanismus ein anhaltend scharfes Gesicht wieder. — Der Erfolg fortgesetzter ähnlicher Versuche, in allen Fällen von Lähmungen einzelner Theile des Körpers re. werden seiner Zeit in diesen Blättern bekannt gemacht werden. Frankreich. Paris, vom 24 Nov. Fortsetz, der Schilderung der Lage der Republick. In dem Krieg, den wir noch zu führen hatten, waren die Ereignisse mit Glück und Unglück vermischt. Unsre Seemacht, die mit ungleichen Kräfte« gegen Englands Marine zu kämpfen hatte , hat sich mit Muth auf dem von feindlichen Flotten bedeckte» mittelländischen Meer gezeigt; auf dem Ocean hat sie einige Erinnerungen ihres ehemaligen Glanzes zurück- -ernfrn; sie hat durch einen ruhmvollen Widerstand England, das an seine Ufer geeilt war, um Zeuge seiner Niederlage zu seyn, in Erstaune» gesetzt und ohne die Rückkehr des Friedens war es ihr «rlanbr, zu hoffen, daß sie sich für ihre vergangnen Unfälle und die Fehler, die Liefe veranlaßt haben, rächerftwürde. In Egypten mußten die Soldaten der Orientarmee unterliegen, allein sie haben mehr dcnUmständen M der Mäht der Türken und Engländer unterlegen und sicher würden sie gesiegt haben, wenn sie vereint gekochten hätten; sie kehren mit dem Ruhme zurük, auf den vier Jahre von Muth und Mühse igkctten Anspruch geben, sie lasse» in Egypten,unsterbliche Erinnerungen zurück, die vielleicht eines Tags die Künste und gesellschaftlichen Institutionen dort wieder erwecke» werden. Die Geschichte wenigstens wird nicht verschivei- grn, was die Franzosen gerhan haben, um die Ci- vilifakion und die Kenntnisse Europa's wieder dahin zu bringen, sie wird sagen, durch welche Anstrengungen dieses Land erobert, durch welche Weisheit und Disziplin eö so lange behauptet worden ist, und vil- leicht wird sie den Verlust desselben als ein neues Unglük des menschlichen Geschlechts beklagen. 28,200 Franzosen waren nach Egypten gekommen, um es zu erobern , andere sind seitdem zu verschiedenen Zeiten dahin gesandt werden, allein andere, ohngefähr in gleicher Zahl sind auch von da zurückgekommcn. 2Z,ooo Franzosen kehren nach der Räumung zurück, ohne die Fremden zu rechnen , die ihnen gefolgt sind. So haben vier Feldzüge zahlreiche Gefechte und die Krankheiten nicht den fünften Thcil der Orkntarmce aufgerieben. — Nach geendigtem Landkrieg hat die Regierung alles, was die Umstände von Verbesserungen in dem Kriegswesen erlaubt haben, gcthan. ES werden Abschiede gegeben, ohne Vorzug, ohne Gunst, und io einer unwiderruflich festgesetzten Ordnung. Diejenigen, die zuerst die Waffen ergriffen haben, um den Requisilionsgesetzen zu gehorche«, erhalten dieselben vor den andern. Um die Lüken auszusüürn , welche durch diese Abschiede in der Armee entstehen, Wirdes nöthig ftyn, die Konskription des 9 und iy Jahrs ausjnruft», und in gegenwärtiger Session wird dem geftzgchendcn Körper ein Gefttzvorfchlag vsrgelegt werden, um dieselben der Verfügung der Regierung zu überlassen, diese aber wird nur so viele davon nehmen ^ als durchaus nöthig sind, um die Armer auf dem kompletten Friedensfuß zu erhalten. Wir wer- den des Friedens geniesen, allein der Krieg wird uns eine Bürde zurüklassen, die noch lange auf unsren Finanzen lasten wird. Ausgaben berichtigen, die weder.vorhergkseden noch berechnet werden konnten, die Dienste unserer Pertheidiger belohnen, die Arbeiten in unsren Zeughäusern und Häfen beleben, Frankreich eine Seemacht wieder geben, alles, was der Krieg zerstört und die Zeit verzehrt hat, wieder erschaffen, alle unsere Anstalten endlich auf den PunFt erbeten, den die Größe und Sicherheit der Rcpu- blick erfordern, alles dieses kann nur vermittelst einer Vermehrung der Einkünfte geschehen. Die Einkünfte werden von selbst mit dem Frieden wachsen, die Regierung wird sie bestens zu Rath halten, wenn aber das natürliche Steigen der Einkünfte, wenn die strengste Sparsamkeit nicht hinreichen sollten, dann wird die Nation die Bedürfnisse bcur- thcilcn und die Regierung wwd die durch die Umstände nörhig gewordenen Hufemittel Vorschlägen. Jn dem ganzen Laus des y. Jahrs haben kaum einige settene Kommunikationen zwilchen dem Mutterland und seinen Kolonien statt gehabt. Guadeloupe hat einige Reste von Kultur und Wohlstand sich er» haften, allein gegen die Souvcrainität der Republick ist daselbst mehr als einmal gesreoclc worden. Im 8 Jahr war ein einziger Agent daselbst geblieben, ex wurde durch eine Fakiton deportier. Drey Agenten folgen ihm nach, zwey derselben dcportirten den dritten und ersitzen Lenjelben durch einen Mann von ihrer Wahl. Ein anderer stirbt und die zwey blei. Lenden bemächtigen sich allein der Gewalt, die durch drey ausgcübl werden sollte. Unter dieftr verstümmelten und gesetzwidrigen Autorität herrschen ab- wechielnd Anarchie und Despotismus, Kolonisten und Alliirten klagen dieselbe an und werfen ihrIMhümer u.. Verbrechen vor. Die Regierung hat verursacht,eine neue Administration zu vrganisircn, ein General Kapital», ein Präfekt, ein Justizkommiffär, die unter sich su- bordinirt sind, wovon aber der eine der Nachfolger dcS andern -ft, wenn die Umstände eS erfordern, bilden eine einzige Gewalt, die eine Art von Censur, allein keine ihre Wirksamkeit und Kraft lähmende Rivalität hat. Diese Administration besteht wirklich, und bald wird man wissen, ob sie die Hosnungen erfüllt hat, die man sich von ihr macht. Der Gen. Kapitän hat gleich bei seiner Ankunft den Faktions- - ( 9^5 ) -eist zu bekämpfen gehabt, und rz Personen, Stifter der Unruhen und Deportationen, nach Frankreich schicken zu müssen geglaubt. Die Regierung, die de» Aufenthalt dieser Menschen in Frankreich als ge> jährlich ansah, hat befohlen, sie wieder nach einer Ion ihnen selbst zu erwählenden Kolonie, Guadeloupe ausgnomm. zu dringen» (Die Fortsetzung folgt.) Paris, vom 26 Nsv. Vorgestern erschien eine Deputation des gesetzgebenden Körpers bei den Konsuln. Gregoire führte das Wort. In der Antwort des ersten Konsuls bemerkte man folgende Stellen. Die Regierung weiß den Schritt ;des grsezgebenden Körpers zu würdigen, sie ist gerührt durch das, was sie ihr in fernem Namen gesagt haben. Die. Verfügungen des gezetzgebenden Körpers in seiner vorigen Session haben den Gang der Administration befördert, und dazu beigetragen, daß wir dahin gelangt find, wo wir uns nun befinden. Der mämliche Geist wird ihn, in den Arbeiten der nun begin- nendenSesston leiten. Dies ist ein sicheres Mittel, den Wohlstand und daö Glück des franz. Volks, unserS gemeinschaftlichen SouverainS zu machen. Das Volk KeurthM alle unsere Arbeiten. Dieieniger,, die ihm mit Reinheit und Treue dienen, werden, wenn sie .von den Geschäften abrreten, die Achtung und Liebe -ihrer Mitbürger begleiten... Dir zwei neuen Mitglieder des gesezgebenden Körpers von dem lmken Rheinufer Sauer und Riga! haben gm 2z und 25 d« daS gewöhnliche Verbrechen der Treue-abgelegt. Die Diskussen des neuen bürgerlichen GesezSuches, .wovon vorgestern dem gesezgebenden Körper eine all- .gemeine Uebersickt und der erste, von der Bekannt, machurig, Len Wirkungen und der Anwendung der -Gesetze handelnde Abschnitt durch- dre Siaatsräthe Portälis, Boulay und Verlier vorgelegr worden -ist, wird im Tribunal den 4. künftigen Monats beginnen. In der allgemeinen Uebersicht, die Per. talis vortrug, hieß cs in Rüksichl der Religionen : Berühmte Rechtskundige- hatten ote Trennung der bürgerlichen Einrichtungen von den reügisien, und dir Unabhängigkeit der irrdische» Verhältnisse der ' Menschen von dem Glauben, zu dem sie sich bekennen , verlangt. Wie war aber eine so große Veränderung möglich, so lang eine herrschende Religion anerkannt, und diese Religion ein Gnmdgeftz des Staates gewcstn ist? Seitdem ist die religiöse Tolr- ranz proklamirt worden. Nun war es möglich, die Gesezgebung zu säkularisiren. Man har jene große Idee organisttt, daß alles geduldet werden muß, was die Vorsehung duldet,-und daß daS Gescz, ohne um dir religiösen Meinungen der Bürger sich zu bc. kümmern, in allen nur Franzosen sehen darf, js wl, die Natur mm Menschen sieht. Rükstchtlich derEh I. scheidung hieß es: Wir HM« geglaubt, daß dat bürgerliche Gesez nicht so unbeugsam, als die Religion und Moral seyn dürft, und in unsren» Entwurf behalten wir die Ehescheidung bei, jedoch mit Beschränkungen, die jedem Misbrarrche Vorbeugen mögen. Wir behalten sie für die Fälle bei, wo die Verbrechen mehr Gewalt und Kraft gegen die Verbrechen haben. Unter die Ursachen zur Ehe- scheidnng haben wir nicht die Unverträglichkeit der Charaktere ausgenommen, wen« nicht zugleich eine bei- derftitjgeEinlvIlljguug vorhanden ist re. Um denGristdes Ganzen zu bezeichnen, Heden wir noch folgendeStellen anSr Man scheint es hier und da zu bedauern, keine große Idee in dem vorliegenden Entwurf, und zum Theil nur eine Umschmelzuag des Röm. Rechts, unserer alten Gebräuche und Gesetze zu finden. Eine kühne Neuerung-ist aber oft nur ein glänzender Irrthum, dessen schnelles Leuchten dem Blitz gleichet, der de» ncmlichcn Ott zerschmettert, den er erhellt. Mau verwechsele nicht den schaffenden Genius mit dem Neue- rungsgeist, der umstürzk oder zur Unnatur führt. Neue Theorien sind nur dieSystcme einiger Einzelnen, die allen Maximen sind der Geist der Jahrhunderte. Eine Nation, die schon lange in der Reihe der Staaten glänzrc, muß, wenn sie sich mit der Kraft eines neuen Volks erhebt, die ganze Reife eines alten Volks beibehalten. Wir haben es für hinreichend erachtet, eine ScheidungSltme zwischen den Reformen zu ziehen, welche der rermallge Zustand der 'Repu- blick fordert und den wesentlichen Grundsätzen von bürgerlicher Ordnung, welche die Zeit und die Ehrfurcht der Völker geheiligt haben. Eine durchaus gleichförmige Gesetzgebung wird eine der größte» Wohlthalcn der Revolution seyn re. Zu Nancy ist ein Husar vom 4. Regiment ange- klagt und überführt, seinen Witth -zu Steyer in» Oestreichischcn ermordet zu haben, zum Tode verur- thcilt und am 2zten d. erschossen worden. Nach einem Schreiben aus Valladolid vom yten harte unsere ganze gegen Portugal bestimmt gewesene Armee Befehl erhalten, sich in marschfertigen Stand zu setzen, ein Theil sollte nach Kadix und der andere nach Frankreich marschieren. Schreiben aus Calais, vom rz V?ov. Porige Nacht kam Herr Jackson, bevollmächtigter ausserordentlicher Minister Sr. Brittischrn Majestät dey der franz. Regierung hier an. In seinem Gefolge sind b Personen. Diese Gesandschaft, derm Sendung die Abschließung eines Handelstraklars zur Absicht hat, ist hier, so wie Lord CormivaM, in dem Hotel: der silberne Löwe, abgetreten» Holland. Brüssel, vom 2i Nov. Nach Briefen ans Ostende , ist dir Einführung rW, MMsfüeltmmümr so streng bewacht, Saß der Daudet -ie»e Sradt, welcher unmittelbar nach der Unterzeichnung der Fviedenrpräliminarien seine ehemalige Thäiigkeit wieder zu erhalten schien, von neuem in die nemliche Sackung, gerarhe» ist. Der fürchterlich« Srurm am z. d. soll in den flan» berschen Seegegenden einen wert berrächtlichern Scha- den angenchttt haben, als man anfänglich vcrmu- there; man zählt 25 Kauffahrttyschiffe verschiedner Nationen, welche dabey unglücklich waren, einige find mit Maus nnd Mann nntergrgangen, bey dem größten Theil sind jedoch die Mannschaften gerettet werden. Von guter Hand «fährt man, Laß das zwischen 'der franz. Regwrung und dem päbstl. Stutz! geschlossene Kenkcrdar in 14 Tage» werde publizirt und sogleich auch avsgesützrr werden. Die meisten neuen > Beschösse sind bereits ernannt. Hierunter sollen bey- nahe alle, welche ihre Dimission gegeben haben, wieder angcstcllt worden scyn. Das B evc des Pabstcs,- wclcheS die Entlassung der franz. Bi schösse verlangte, tst vom päbstl. Legaten an den Kardinal Erzbischoff von Mecheln, so wie an die Biscdöffe von Ipern und Rüremond, welche sich itzt in Westphaleu beliudrii, Md die einzigen find, welche von drn belgischen Bischöfen fich noch am Leben befinden, geschickt worden. Man sagt,, fie hätten sich geweigert,, ihre Entlassung zu geben. Nach den letztem Nachrichten aus Ftissingeu, war hie franz. ESkadre, welche ; Bataillone Infanterie am Bord halte, noch aus der Rhede des dastge» Hävens. Vorgestern ist der Ritter Barthes, von Koppenha- Hen kommend, als Kourier hier durch nach Katars passirt, wo er sich nach England einschisftn wird- Man sagt, seine Depeschen seycn äußerst wichtig. Rußt» n d. Schreiben aus Sk. Petersburg, vom 6 Nov. Vorgestern Nachmittag erhob sich ein fürchterlich.» Sturm aus der See, der dis spät in die Nacht an- hielt, und das Wasser der Newa 7 Englische Fuß über di« gewöhnlicheHöhe erhob. Alle niedrigenTHe!» kr der Stadt waren unter Wasser gesetzt, wo p«Ein- wahner der untern Etagen sich in die odern retten wußten, und das Wasser drang sogar in die Hauptstraße derStgdt Newöky Perspectif. DieUeberschwem- Mirng und die starken Wellen haben großen Schaden ««gerichtet, viele Galliorcn leichter Schiffe und mit Holz, Heu. und Mebl beladene Barett» zerbrochen,. «ovo» noch jetzt die Trümmer auf der Newa stieße» . »nd eine» traurigen Anblick gewähren. Heute hak der i Sturm aus der See aufgehört, aber der Regen und ' das Schneegestöber sind außerordentlich. Das Was- der Newa ist bereit- z Fuß gestiegen und yoch im 916 ) . Steige». Auf der Admiralität sind bereits die Signalflaggen ausgestcckt und die Nothschüsse abgefeuert, doch scheint der Wind nicht völlig die gefährliche Richtung wie vorgestern zu haben. N. S. Eben sangt der Sturm an, nachzulassrn, und das Wasser tritt bey einem gelinden Frost wietzr» zurück. Amerika. Schreiben ans Newyork, vom y Oct. Leiber hat sich hier seit der Mitte deö vorigen Mv« vais wieder ein bösartiges Fieber eingestellt, welcher alle Merkmahle des gelben Fiebers hat. Fast in alle« Theilen der Stadt sind Perlenen daran und zum Theil sehr plötzlich gestorben.. Vom 1. bis den 7- dieses starben, nach einer vfficiellen Bekanntmachung, des Arztes James Tlllary , außer den Kranken, die ins Lazareth gesandt worden, zz Personen daran- Da aber die Krankheit nicht weiter überhand nimmt? so host man, daß sie bey einer Veränderung des- Wetters aufhören werde- Der Mayor vo» Norfolk hat öffentlich bekannt gemacht, baß eine verheerende .pestiknzialische Krankheit in dieser Stadt herrsche. Auch in Charleston wüthet SaS gelbe Fieber, besonders unter den Fremden. , Todes - Anzeige- Dem Höchsten gefiel es , nach seinem unerförschlt- che» Rath , meinen einzigen Sohn Georg August: Preuschen. gewesenen Lirutnanr unter dem Fürstlichem Füsilier Bataillon Erbprinz an einer Brustcntzündung! in die Ewigkeit abzurufen- Indem ich nun von diesem Mich und die Weinigen ticsbeugenden Trauerfalk! meinen einheimischen und auswärtigen Verwandtem und Freunden hierdurch die schuldige Nachricht erthei-. le cmvfthl' ich mich und die Meiuigen zu fernere» Gewogenheit und Freundschaft und verbitte mir? von ihrer herzliche» Thcilnahme ganz versichert , all» schriftliche Beyieidsbezcugungen. LarlSruhe den arem December ;8or. A. G. Preuschen, Kirchrnrath und Sladtpfarer- A n r tt n d t g u » g. Pforzheim- In den der Gemeinde Helmshcim ugchörigen Waldungen, werden bis Montag den 7.. )ec. dieses Jahrs, 5z. Stamm, ganze, bereits ge- ällte Md gesunde Eichen , von 20. kiö 44. Schuh anz und am kleinenEud rZ- bi- z- 5 . Zoll dick, die zm siuzyolz von allen Gattungen tauzlich sind, in vssent- lcher Sttigerung verkauft werde», wozu die Licbha- er mit dem Anhang eingclaöen «crde», daß die Zmgcrung Vörmiliagä 8 >lhr ihren Anfang mH» uen wird und die Käufer vor den Abfuhr des Hol- , Zahlung, zu leisten haben. Pli"-zh. d. -6. Nvi^ Äberforstamk,