Nro. i28 Karlsruher S a m st a g s, Pag. §o- Zeitung. den 12» Aug. rgog. Nit GroßherzogNch Badischem gnädigstem Privileg?«» Zn n halt! Hannover: Herzog von Braunschweig — Aus dem Braunschweigischen— Düsseldorf— Paris: Anstaten gegen die Engländer — Neapel — Madrid: König!. Tags-Befehl —. Stockholm: Schwedische Reichs Konstitution (Fortsetzung) — Vermischte Nachrichten. Deutschland. Hannover, vom 2. August. ' Folgende nähere Nachrichten hat man li,-er über di? Bewegungen des Korps des Herzogs v. Braunschweig Oels. Aus dem Braunschweigischen, vom 1. Aug. Wie man erfährt, ist cs heute nah« bei Braunschweig vor dem Petri - Thore zwischen dem Korps des Generals ^ Rrubel und dem Korps des Herzogs von Braulsschweig- Montags, den 31. July- de« Abends ico Uhr, ist der j ^els zu emem Gerecht gekommen, welches mehrere Stun Herzog mit etwa i ooo Mann schwarzer Husaren und Uhlcn..-:. mit einem Theil Jnfiktene und MI, einer Batterie Artillerie in Braunschweig nngerük:, nachdem es vorher bii Halberstadt zu einer Affm.e g-kvmmen war. Gleich nach dem Einzüge des Herzogs zu Braun'chwcig hat er die,S,adl-Thore schließen und leshcn. seine übrigen Truppen aber aus den Stadlwällen biveuacquiren lasten, so daß »b. n so rrenng der Herzog, welcher die Nacht auf dem Wall, in seinen Mantel gehüllt, auf dem Suoh zugebracht hat, «och jemand seiner Leute unter Dach gekommen ist. Am Montag kam der General von Helvrmg und am Dienstag der Gouverneur von Brauttschweig, Lee Platz- Kommandant, die Präfektur rc.'nebst-tcho Mann Braun- schwk'gischer Veteranen hier an. Man sah zwischen Braunschweig und Ohvff einer entscheidenden Aff ue alle Augenblicke entgegen. Der tvest- xhäl sehen Dwrsions - Gen.cal Rubcll hat nämlich etwa 4000 Mann westphälischer T upp-n de, Ohofs konzrnirirt. Man sagt auch, daß Truppen von K. ffel u.'der General Gi-chip Sbirren, und sogar di« Korporäle, theiltrn immerwährend 4 dergleichen aus. Die Kirchen, die Klöster, die milden Sn'f- tungen waren auch unverletzliche Zufluchtsorte für den Verbrecher, Mit 40 Thaiern kaufte man sich von der Galeere los, und bisweilen war eine geringere Summe hin- ^ reichend, um sich von der Todesstrafe loszukaufen. Dir Zahl der Meuchelmörder halte so sehr zugenommcn, baß man vor ewigen Jahren durch Berechnungen einen lebhaften Krieg weniger verheerend fand. Diese Uebel und diese Misbräuchr sind auf immer verschwunden. Unter dem > Schutz der Gesetze des großen Reichs, mit dt» wie vereinigt worden sind, wird es keine Schlachtopfer mehr gebe». Es wird wenig Verbrechen geben, weil man allen zuvor» kommen wird." Die Feudalität, der Erbadel mit Namen und Wape» ist im römischen Staate abgeschafft worden. ' Briefe auS Mähren bestätigen die Verabschiedung de- Erafen Stadion und fügen bei, daß ein Abgesandter des . Hofes zu London im östreichischen Hauptquartier vergebens bei dem Erzherzog Carl um eine Audienz angehal- ten hat« Italien. Neapel, vom 27. July. ^ Vorgestern Abends haben die Engländer die Festung-» Werke auf Len Inseln Jschia und Prvcida gesprengt, uad darauf beide Inseln zu räumen angefangen. Gestein war diese Räumung vollendet. Es sind bereits Deputationen auS beiden Inseln mit der Nachricht davon hier angckom» men. Der Prinz Leopold von Sizilien nebst den neapolitanischen Cmigrirten, Herzogen von Ascoli und, Tanossa, Zu befanden sich an Bord der englschm Zfotte. Zwei mgli- sche Regimenter haben den Weg nach Malta genommen? Zwischen genannten Prinzen und dem englischen General Sluarr sollen Misve'ständnisse herrschen. Spanien. Madrid, vom 28. Iuly. Seit einigen Tagen hatte man hier die zuverläßige Nachricht , daß die englisch - Portugiesische Armee sich mit de» spanischen Insurgenten unter Euesta vereinigt habe, u. daß diese kombinirte Macht gegen den Tagus verrücke. Auf diese Nachricht brach der König sogleich an der Spitze seiner Garde auf, und begab sich auf den rechten Flügel.— Den Erfolg Meldet folgender Tagsbefehl, der heute hier kundgemacht und angeschlagen morden ist. „Am 26. d. stießen Se. Majestät an der Spitze dcS itcn und 4km Korps, darrt der Reserve, auf die englisch, portugiesische «ind insurgirte Armee, welche sehr zahlreich in der Ebene bei St. Domingo stand. Dieselbe angreifen, werfen, und in dir vollkommenste Unordnung bringen, war das Werk eines AugenblikS. Der König ist in Verfolgung dieser glänzenden Vortheile begriffen, welche die Vertreibung der Engländer und das Ende des Unglüks von Spanien zur Folge haben werden. ... Schweden. S t 0 ck h v l m, vom n. Zuly. Fortsetzung der neuen schwedischen Reichs-Konstitution. „Der König hat das Recht der Begnadigung; doch hört derselbe darüber erst die Meinung des höchsten Gerichts, und beschließt im Staatsraih. Der König ernennt -inen Justizkanzlec, der von Seiten deS König entweder selbst, oder durch die unter ihm stehenden Fiskale Aufsicht über die Handhabung der Gesetze führt, und deren Uebertretung oder Vemachläßigung abndek. Der König hat das Recht, Staatsräthe zu ernennen, und eingeborne Schweden zu allen Aemtern zu befördern, welche von der Art sind, daß der König Vollmacht dazu ertheilt. Dem König ist es gleichwohl unbenommen, in Kriegsdiensten (aber nicht zu Kommandanten von Festungen) geschikre Ausländer anzu- stcllen. Uebrigms entscheidet das persönliche Verdienst allein u. s. w. Dis beiden Slaatsminister, die Mitglieder deS SkaatsratheS und Justizrathes dürfen keine andere Aemfer weiter bekleiden, als die durch ihre Titel angegebenen. E-steie sind Inhaber der höchsten Reichswürden, die andern rangiren mit Generalen, und die lezren mit Generallieukenants. Wer ke-nm sogenannten vom König allein abhangenden Vertrauensposten hat, wie alle höher« und niedere Richter und die gewöhnlichen Beamten, kan« auch nicht ohne Untersuchung und U'lhsil von dem König abgesezt, oder wider Wollen zu einem andern Dienste, als er inne hat, eingestellt werden. Der König hat das Recht, in de» Grafen - Frciherrn- und adelichen Stand zu eihr- ben, wer sich dessen verdient gemacht hat. aber diese Würde erbt fortan nur ausschließend auf den ältesten ^ohn, und so fortan von Glied zu Glied. Alle vom Könige ausgehenden Expeditionen und Befehle (außer in Kommando- Sachen) müssen, wenn sie giltig fern sollen, von demjenigen, der den Vortrag hat, konttasignirt werden. Sollte der Vortragende sin.cn, daß der Beschluß des Königs gegen die RegierungsfviM streitet, so thut er im Skaalsraihe Gegenvorstellungen; besteht der König auf seinem Beschluß, so verweigert er dann seine Unterschrift, u. legt sein Amt nieder, iis die Reichsstände sein Verhalten piksen können. Inzwischen behält er seinen Gehalt und andere Einkünfte. Will der König ins Ausland reisen, befragt er darüber-den Staatsraih, und reiset er wirk'.ch, so befaßt «r sich nicht während seiner Abwesenheit mit der Regierung des Reichs oder Ausübung der königl. Macht, sondern es regiert der StaatSrath so lange jn seinem Namen; nur: hat derselbe nicht das Recht, zu adeln, Aemler für immer zu besez- zen rc. Eben so ist es, wenn der König durch Krankheit gehindert werden sollte, die Angelegenheiten- des Reichs;« verwalten, oder noch unmündig, oder auch die männliche Nachkommenschaft desselben erloschen wäre rc. in weichem lezteen Fall sogleich der Reichstag zusammen berufen wer» den muß. Kein Prinz des königl. Hauses dass sich ohne Vorwissen und Einwilligung LcS Königs vcrheirathen, und keiner derselben bekleidet jemals ein Aivilamt; doch mögen ihnen nach wie vor Titel und Heozogthümern oder Kür- stcnthümern beigelegr werden. Auch wird weiterhin kein Generalgvuverneur innerhalb des Reichs ««gestellt, sondern das Land behält seine alte Emcheilung und Landes-Rezie« rung. (Die Fortsetzung folgt.) Bermi.schte Nachrichte«. Die Länder der vstreichnche« Mc-naichn, die durch de« Waffenstillstand vom 12. Iuly, den französischen Waffen überlassen worden find, sind aus der nntgelheilren Waffenstillstands - Akre bekannt. Ader vielleicht möchte mancher Leser zu ecfokuen wünschen, wie groß diese Länder sind; Wik Viele Einwohner sie umfassen? und wie viel dieselben vom Tan;--n d.r östreichischen Monarchie ausmachen ? — Zur Befriedigung dieses Wunsches dien« folgende Tabelle, die auf von LichiensternS „stariststche Übersicht deS östreichischen Kaiserstaat«»" (2. Aufl, Wie« 1809) gebaut ist. §12 Die von frün-ossschm Luppen besezftn Theile der Lst- reichischsn Monarchie sind: Nikdiköffreich mit 572 Quadratmeilen, und 1,700,000 Einwchnern, Steiermark mit 398 Q. M und 812,000 Emwchner, Kärnthen mit 190 Q M. und 280,000 Einwohner, Kram mit der Grafschaft Görz und dem Geriete von Monfalcone 254 Q. M. und 422 000 Einwohner, Triest 2 Q. M und 30,000 Einwohner, Salzburg und Berchtesgaden 179 Q- M. und 195,000 Einwohner» Fiume 6 600 Einwohner, von Mähren ungefähr 180 Q, M. und 500 000 Emwshner, (ganz Mähren, wovon der B ünner und Anaymer Koeis, oder etwa ein Drikcheil. den Fearncftn überlassen wo den ist, umfaßt Z5l Q. M. und 1,712,000 Emwvhner,) von Galttzien ungefähr 200 Q. M und 4600.000 Einwohner, (ganz Ealiizien umfaßt 1510 Q M. und 5,095 000 Einwohner,) von Ungarn menamommen nau, ^-„e. 5244^ ^ Hgft j» der Gemeinde Ottersweier, wird den 16. Aug. Emwcimm Ader weder de. Hassel noch L.ech.enstern ^ denselben ongehö'WN nachdeschriebrne Mühle öffentlich ist der Unfang der einzelnen Gespannschafken nach Qua- Z - ° - > / e , Lratmeilen angegeben. I H 1) Der westliche Theil der Preßburger Gespannschaft Horn Kahler folgendes an den 'Meistbietenden gegen baäre Bezahlung öffentlich versteigert: Ein gut konditionikteS Billiard mit 22 Balken, QueueS und Ständer, Ein schöner Kronleuchter. Em Kastenfchlitten samt Schlitten-Geschirrzu 2 PftrderT Ein Lieittkwagen. Fässer zu ungefähr 200 Ohm in Eisen gebunden, und zerschiedener alter und neuer Wein« Carlsruhe, den 6, August 1809. Großherzogl. Oberamte Carlsruhe. ^Anzeige.) Einem geehrten Publikum mache ich hiemit bekannt, daß ich mein Logis in der Krs- nengaffe Ntv. 224 bezogen Hab«. S. Meyer Waßsl, Hof-Zahnarzt. , . ., , ... -. B ü h l. fMfrblen - Verkauf.s Aus der Gant- .garn: (oas Kon.gre-ch Um am umfaßt zusam- ^-r Miller x ^°r Schaber. sch - n Eheleute zu mit Ems-t-kuß der Stadl Preßburg 2) Die Wiesilburger Geftannfchaft. Z) Dw Oe'enbvige- Gespmmschaft. 4) Die Effen'tttger E.sp.mnschaft 5) Ein Theil- ver Raa- ber Geftannsch. mir der Smtt Ra,b, znsamn.en 530,000- Z-isamnie» genommen begreis.» also diese Länder 8 475,600 E nw hncr wnd ohne die um. arischen Gespannichaf-en, deren Flächen Inhai sich ncht bestimmen-läßt. 3775 Q. M. Die ganz- östeeichrschs Monarchie umfaßte aber nach L.-chkenstcrn vor' dem AuSdruch des Kriegs >0,963 Q M. und 24 900 400 Einwohner. Vergleicht man diese Zahl Mir den eben angegebenen, so erg'kbt sich, daß die von den S anzosen beseztew Lande weit über ein Drittel der «streich. Monarchie arismach-n. Die wichtigsten Ecadte in diesen Provinzen stad: Wim wir 7000 Hausern U.ud 220,000 Einwohnern, Linz mit i 18,700 Enwchnern. Grätz mir 30,000 Einwohnern, Klagenfutth mit 10,00a Einwohnern Laib, ch mit 11,000 Einwohner« , Tn.st hatte, die er auf der Straße bei Bühl von einem versteigerr werden, uns zwar: Eme zweistöckigle Behausung, so zu einer Mahlmühl« eingerichtet, nebst einer neu erbauten Hmfrcide, besonderer Scheuer und S albung auch KelterhauS, samt 1 Viertel Matten bei oer Mühle. Sodann zur Mühle fe ncc gehörig: Awer und ein halb Zeuch Dungackrr und fünfzehn Stek- h .uftn Reeden auf dem Schlauierberq Weiter Ein Jauch Dunzacker auf rem Schlaurerberg. Nebst der zur Mühle gehörigen Geräthschafien. Wobei bewerbt wird, daß sich dir S eigliebhabern mit de n b-nö:hißlen Vermögens Attestaten zu verfthen haben. Bühl, den 29 Zuly 1809. Großherzegl Oberamt. Gernsbach sKerichtliche Bekanntmachung)! Den 30 July d. I wu-de em fremder Mensch dahier > eingedracht, welcher sei« n Namen Anton B uyer autz der Gegend von Bregenz angibt, und drei Spicke gut gemachtes hänfen und flächsen Tuch zusammen 116 Ehlen mbst 1 Paar hirschledernin Hof n in einer abwerkencn Pfuldrn- Aieche Lemberg mit 34 000 Emw ebner, Krakau mit 25,000 Einwohner, Pieß-ug mit 26 900 E nwohnrr, O-d-ndurg mit 12 000 Raab mit. 10 70,0 E.nwohnec. — Zn bc- Me ken ist hierbei noch, was Ungarn anbetri't. daß hier ocr .de die des tzken zu den angedautesten und an Getrai- de, Wein und Schlachtvieh zu den fruchldaislen Tyeilen t-ieles Königreichs ^Uswu°hV" sThcucc-Anzeige,) Svnmag, den i z. August: Adelheid, Markgtäf! n Von Bur- Derselbe ist. 5 Schuhe groß, schwarzbrauner Smtur, schwarzer Haaren und Bart, har blaue funbelnse Augen, hohe Stirne stumpfe Nase, breiten Mund, rundes K.nn und seine Mandarr ist wie- jene aus der Gegend am Boaevsee. Seine Kleidung bestehe« in einem abgetragenen dunkA» blau.» U.-terrok,, ein Paar geldbraunen alten Uederhofen, kürzen Stiefeln und einem schwarzen runden Hut. Da er sich weder mit Paß noch sonsten auswe sen kann; gSu, ein r'omantilckcs Schauspie. m 4 Aufzügen, vo« ^ ^ geschiehet hievon die-äffe,ililche Bekanntmachung, damit von Ma Weissenrhur-n Caiisruh e. e r ste i g e r ung-st Bis Dcmnn'stag, s d»n I-. dieses, Vokm.ittagS.UN 8 Uhr, wirb in dem Wald- s Meisen solle. wer ctwaS von seiner Pecs:,, oder de, d.i ihm gefundenen W,are angedeu kann, sich m.l odrigk.'tlichem Aeugn.ß dahier Gernsbach, de» Z. August 1809.,