Nro. 76. Karlsruher Montags i 8 SW« Pag. 34!. Zeitung. r e n L2. M a H. 0 O. Mit Hschfürstltch . Markgräflich. Badischem gnädigsten Privtlegto, RLkLLO. IVien vom i May. Heute wurde abermal nur Besondere.Beilage mit folgenden Kriegsberichten aus» «gegeben, die das Bestimmtere und Nähere von den Vorfällen in Italien vom 15. bis ry. April enthalten: Da der General der Kavallerie von Mclaö in feiner durch den Haupnnann Grafen Scherfenberg übersandten Relation, über die Schlacht bei Voltri, von dem am 15 zum gleichmäsigen Ruhm der kais. Königs Armee an beiden Flügeln der Stellung auf Monte Lodrinouud bey Moglio ausgefallene» Gefecht, «Erwähnung macht , .so wird hierüber dasjenige, was aus emem scinigen vorhergegangencuBerichtvom 29. zu entnehmen war, vorausgefthiäkt. — Am iz. um z Uhr des Morgens brach der General der Kavallerie mit der auf Monte Reggino versammelt ge- wesnen Brigade in drcy Kolonnen auf; die linke zog sich längst der Kette des Monrenotte, nach dem Monte Lodrino, sie bestand aus der Brigade Bussy; dit Mittlere Kolonne, welche die Brigade Brentano for« mirte, gieng über Eüero, durch das Rcziothal nach -Stella, woselbst sie sich mit der dritten oder rechten Kolonne, welche aus den beiden Brigaden Sticker und Bellcgarde bestand, vereinigte; General Luttermann blieb i» seiner schon lezthin angezeigtrn Steilung von Arbizuoka, und die ArmccFronte tief von Arbizuola über den Reziobach- nach Stella di St. Justma, und von da nach dem Berge Lodrino. Der General Graf «St. Julren blieb in der Stellung bey Moglie, und Leobachtcte den Zugang von Sasscllo über Ferrere. Der Feind, welcher auf der Armetta in Schlacht« «rdnunL gestanden, tich durch seine häufigen Lewe» Zungen einen Angriff auf unsere Mitte vermuthen,, indeß er mit seiner Hauptkolonne von 40,00 Manu den sinken Flügel heftig angriff. Der Punkt Lodri» tio gab dem daselbst mit einem Theile seiner Brigade ausgestellt gewesenen General Grafen Bussy den Vor» thel/, des Feindes Angriff nachdrucksam zurükznwci. sen. Der Feind versuchte hierauf einen zweyten Angriff auf die Verbindungötkuppen zwischen dem Monte Lodrino und der Stellung bey Moglie ; aber auch dieser wurde durch «inige Kompagnien von den Re» «gimentern Nadasdy und Stuart treflich abgeschlagen. Endlich drang der Feind mit verstärkter Macht und unglaublicher Wuth auf die Stellung bey Moglie vor, die aber der General Graf von St. Julie« mit eben so vieler Klugheit als Tapferkeit zu vertheidigcn wußte. Die Regimenter Joseph Kolleredo, Larter« mann, Vukassovich, Spleny und Nadasdy haben sich hierbey, unter den Augen deö Generals der Kavallerie, mit vieler Auszeichnung benommen, auch die Offiziere dieser Regimenter haben sich die volle Zn- ifriedcnhcit des besagten Kommandircnden erworben. Uuser bei diesem Treffen gehabter Verlust beläuft sieb auf 200 Tobte, und bey 500 Verwundere. Uncer den ersten befindet sich der Major Ritter, von Latter» mann. Der Feind hat diesen Angriff mit sicherem doppeltem Verlust bezahlt. Das Gefecht dauerte bis spät in die Nacht, und darum konnte von uns nicht viel Terrain genommen werden; jedoch am folgenden Morgen verließ der Feind die Höhen von Saffello, -und gab dadurch den mnzweidcurigstea Beweis von seinem Tags vorher «kimnen Verlust, Zur nänsse- ( 342 chen Zeit, als das Gefecht bei Moglie am heftigste» war, wurde der General Lattermann in seiner Stellung von Arbizuoia Marina von zooo Femden an- gefalleu, welche der Obergeneral Massen« selbst an- führle; er versuchte Anfangs wiederholte Angriffe auf den beiden Flügeln , diese wurden aber durch den Mrlh unserer Grenadiere abgeschlagen. Endlich magre er den Hauptangriff auf die Fronte, ward aber auch hier »müt'gcwiescn, sonnt seine Absicht, sich eine Oeffming gegen Savonya zu verschaffen, vereitelt. Die Grenadierbataislone Schiaffinati, Paar und Weber, haben sich hierbei ganz besonders ausgezeichnet, vorzüglich aber das crsicre; z feindliche Offiziere und 80 Gemeine wurden dabcy ge äugen genommen; unserer Eens blieb ein Osszier und y Gemeine tvdt, 4 Offiziere und 44 Gemeine wurden verwundet, und > Offizier mit zh Gemeinen, siel in die feindliche Gefangenschaft. Der General der Kavallerie von Mclas bemerkt, daß die Vortheile, welche die Kaiferl König!. Armee durch diese glüklich abgeschlagenen feindlichen Angriffe erhielt noch einen entscheidende» Schlag nothwenoig gemacht hätten, um den Feind gänzlich in die Stadt Genua einzuschliessen. Diesen Schlag habe er durch bas schon angezeigte Treffen vom l8 bey Voltri ausgeführt, von welchem Treffen der Gen. der Kavallerie die umständlichere Nachricht crtheilt. Wien, vom z May. Seit den letzten Nachrichten hat der General der Kavallerie von Melas, unterm L2len April aus Sestri di ponmte weiter angc- zeigt, er lasse nunmehr die vor Genua lagernde K.K. Truppen, nach so vielen aufeinander gefolgten beschwerlichen Mä sehen und Operationen, einige Ruhe gemessen und suche immittelst die genommene Stellung durch Erdwerker, gegen jeden feindlichen Ausfall noch haltbarer zu machen. Der General Graf St. Julien ist befehligt, mit seiner Brigade, die Blokirmig von Savona zu übernehmen und dagegen die einsweilen dazu verwendet gewesenen y Kompagnien von Stuart bey der Armee rinrücken zu machen. Wie der F. Z. M. Baron von Kray unterm 25. und 26. aus Donaueschingen anzeigt, ist der Feind am gedachten 2z. von Kehl und Altbrcysach mit Macht vorgedrül'gcn, unsere Vvrtruppen hatten auf diesen vorzusehen gewesenen Fall den Befehl, sich mit dem Feind zur Zeit noch in kein ernsthaftes Gefecht einzulassen. Dir Truppen unrer dem F. A. M. Grafen Sztarray sind in drr Gegend von Stollhofcn iw- Rastait ausgestellt, um dem Fein- dir brabsichte- te Ausdehnung dahin zu erschwere». ) --------- Indessen hat der F. Z. M. Kray den rechten Flü. gel der Division des F. M. L. Nauendorf in die Verbindung mit dem Korps des Generalen Grafen Ginlay gesetzt und em gleiches zwischen dem F. Z. M Sjtan-ay und dem F. M. L. Kienmayer ange- ordnei, die Hauptmacht aber in die zwey Lager zn Vilimgen und Donaueschingen zusammengczogen, um aus dieser Stellung dasjenige vorzunchmrn, was den Umständen angemessen sevn wird. Auch gegen Büadlcn und Vorarlberg, somit gegen das daselbst befindliche Korps des F. M. L. Fürsten von Reuß, soll der Feind sich in Bewegung gesetzt haben, cs steht also aus diesen Gegenden nun das Weitere zu erwarten. Freyburg, vom 4 May. Am 2zten April in der Früh gieng das Ccntrum der ftanz. Rheinarmee welches auf iZ oco Mann geschätzt wurde, unter General St. Cyr bey Altbreilach über den Rhein und breitete sich auf der ganzen Linie gegen die östreichi« sehen Vorposten aus. Sogleich bot der hier kom- mandinnde General seine Truppen und einige benachbarte Landmilitz-Bataillone auf, und stellte sich dem Feind entgegen. Der Kampfdauerte mit abwechselndem Glück fort und die Gegend rings umher ertönte vom ununterbrochene» Kanonendonner Gegen Abend erfolgte alsdann der Rückzug der KaiferUchcn, welcher von Erzherzog Ferdinand Husaren gedekt wurde, zum Theil durch unsere Stadt und schon waren die Franzosen mit dem fürchterlichsten Geschrei bis in eine Vorstadt eingedrungen, schon flogen Haubitzen und Fliuttnkugeln durch die Gossen, als die österreichische Husarenbedeckung mit dem General-Adjutant Scheide! noch mitten in der Stadt stand und ihre Pistolen gegen die andringenden Franzosen mehr- mahlen abftucrte. Endlich aber sprengte auch duffe letzte Patrouille davon und ihr folgte auf dem Fuß der Feind. Die erste Zeit war schrecklich, alles was man von Plünderungen und andern Exzessen gefürchtet hatte, traf würklich ein. Sobald indessen mehrere Truppen ankamen, die Wachen ausgestellt und der Stadtkommandant ernannt war, wurde diesem Unfug Einhalt gethan und man muß eS den Offizieren zum Lob nachsagen, daß sie überall, wo man sie zur Hilfe hcrbey ries, selbst hineilten, die Marodeurs aus den Häusern warfen, und augenblickliche Ruhe schäften, die aber freilich nach ihrer Entfernung oft noch stürmischere Auftritte zur Folge hatte. Noch am nemlichen Abend kam das Hauptquartier des Gen. Tharreau und selbst des Generalleutnants St. Cyr hier an. Das Bestreben der Herren Stände und des Stadtmagistrats/ allen General-und ( 34Z ) Privattequisitionen nach Möglichkeit Genüge zu leisten, verhütt« alle tumultarische Aufkriitt, und gewährte den unter der Last der Einquartirung fast erliegenden Einwohnern wenigstens die Hoffnung der persönlichen Sicherheit in ihren Häusern. Als aber am Sonntag in der Früh eine Deputation ans den vornehmsten' hiesigen Einwohnern zum Gen. Paraguay - d'Hillicrs gerufen wurde, und dieser ihr ankün- digtc, daß binnen 24 Stunden eine Kontribution von zoo,oco Liv. erlegt, oder 12 Geiseln nach Frankreich abgcführt werden sollten, rührte den Magistrats- Rath Dr. Drisch, der mit von der Deputation war, im Angesicht des stanz. Gen. der Schlag, an welchem er auch noch am ncmlicken Tag starb und in der ganzen Stabt verbreitete sich Schrecken und Be- stürsung. Nun sah man aber auch die wohlrhärigen Folgen der Einigkeit zwischen Obrigkeit und Unter- thanen auf die auffallendste Wehe. Denn nur durch eine von Hauß zu Hauß veranstaltete Sammlung, nur durch das patriotische Hingebcn des Sildcrge. schirrs konnte man sich Hoffnung machen, den groß, len Theil dieser für Frerburg so Ungeheuern Summe, an welcher auch der dringendsten Bitten und Vor. stellungen ungeachtet nichts nachgelassen werden woll. te, zusammenzubringen. Alö jedoch dieser äußersten Anstrengung ungeachtet das Geld am MMag Mittag noch nicht deysammen war, mußte gelooßt wer. den, wer als Geisel nach Frankreich wandern sollte, und nur der edle Entschluß der hiesigen Handelsschast, ihre Kassen vollends z» leeren, konnte die 10 bestimm, ten Schlachtopftr von der beschwerlichen Fußreise, (denn Wagen wurden nicht erlaubt), befreien. So waren also 220,000 Liv. zusammcngebracht, 80,000 wurden nun nachgelassen. In der Nacht vom 28. auf den 29. bvach die ganze Armee gegen Osten auf, nahm aber nicht den geraden Weg gegen die Hölle zu, sondern marschirtt über Günteröthal und Horben gegen den Feldbcrg und St. Blasien auf schmalen Fußpfaden und Feldwegen , auf welchen Gen. Thar, rcau selbst neben seinem Pferd her meistens zu Fuß gehen mußte. Am 29. frühe um 4 Uhr war kein Franzos mehr zu sehen, um z Uhr sprengte schon die erste k. k. Pa, trouille von Erzherzog Ferdinand Husaren in die Stadt. Nach und nach kamen 2 Lökadronö an, weiche den Feind verfolgten, Gefangne einbrachten, und überhaupt Beute machten , indem sie unter an, Lern auch einen Generalöwagen mit Geld und Bagage erobert haben sollen. Plötzlich änderte sich aber am zo. Mittags die Scene. Auf die erhalme Nachricht, die Franzosen ftyen wieder von Alkbrrisach her im Anzug, fassen die 2 ESkadrous augenblicklich auf und sprengten dem Feind entgegen, den sie auch schon eine halbe Viertelstunde vor der Stadt antrafcn. Sogleich wurden sie Mit der Avantgarde handgemein und brachten kurz darauf Pf-rde und mehrere Verwundete in die Stadt. Endtich erfolgte der Rückzug, in guter Ordnung, durch die Stadt. Ueberhaupt verdient der Muth dieser Truppe, so wie das cur- schloßene Benehmen ihres Anführers , des Ri: km eiste rs Grafen von Hardegg und der übrigen Offiziere, die größte Achtung. Kaum waren die Husaren zum Thor hinaus, so sprengten die Chasseurs, mit In- fanttrtc untermischt, in die Stadt, und gleich darauf folgte die Division Legrand, und noch am nemlichen Tag kam das Hauptquartier des linken Flügels, welches bey Kehl wieder über den Rhein zirrüekgegaugen war, mir dem Gcnerallicutnant St. Suzanne, dem Gen. Coüaud rc. hier an. In der Stadt selbst wrrden nun keine Exzesse mehr begangen, aber die Requisitionen waren so stark, daß es bey dem ganz gesperrten Verkehr mit dem Land bald an den uorh- wendigsten Lebensmitteln zu gebrechen anfieng. Am 2 May wurden endlich Anstalten zum Aufbruch gemacht, welcher auch gegen Mitternacht erfolgte. Die Armee nahm ihren Weg nach der Neustadl, wandte sich aber von da n ch Donamschingen auf gerader Strasse, sondann ebenfalö rechts gegen Saig, Lenzkirch, St. Blasien u. Watdshut dem Bödensre zu, so daß auch hierdcrPlan, mit ganzen Armeemassen aufe neu Punkt zu wirken, gewesen zu ftyn scheint. Dielen Morgen sind wir nun wieder völlig frey bis auf einige Garde Magazins, welche den Auftrag haben, die von den Franzosen hier angelegten Magazine aufzriladen und der Armee nachzuführen. Den 5 May>Noch immer find wir ohne Soldaten, die Magazine werden nach und nach geleert Md nach Neustadt geführt, was unser künftiges Schicksal styn wird, wissen wir nicht. Auch vom Lande laufen traurige Klagen ein. Nur der reiche Segen, den dieses Jahr verspricht, und der so sehnlich gewünschte Friede können die tiefen Wunden heilen, welche diese lezten Ereignisse dem Lande geschlagen haben. Memmingen, vom 5 May. Gestern Abends sind ko. Kaiscrl. bleßirke Husaren hier angekommen die heute weiter transportirt worden. Morgen erwartet man zo Verwundete. Es dürfte ein starkes Lazarcth hierher kommen. In de» ersten Tagen dieses Monats mußten sich die Kaiserlichen in der Gegend von Stockach zurückzuziehen. Gestern aber bat General Kray die Franzosen bey Stockach wieder geschlagen rmd niit nahmhaslem Verlust nach dem ( 344 ) Rhein zurückgetrieben. — Die Kreisregimenter Für» stcnberg unv Königseck stunden bey Walwiefen. Sie haben sich brav gehalten, aber auch etwas gelitten. — Der Lindauer Postwagen ist aus Vorsicht zurück» gekommen. (A. d. St Z 4 Auszug eines Schreibens aus der Gegend von Sigmar! ngen, vom 5 May Es war das Korps des Feldmarschall - LieuknantS Prinzen von Lothringen, welches von den Franzosen bey Schsfhausen zuerst zum Weichen gebracht wor» den. Aber gestern Mittag gieng der Feldzeugmeister von Kray dem Feind nachdrücklich zu Leibe und schlug ihn zurück, wobey die Kavallerie sich sehr auszeichnete. Stockach ist wieder in den Händen der Kaiserlichen, die nun eine etwas konzentrirte Stellung genommen haben. Vorzüglich hat sich der rechte Flügel bey Hüsingen naher zusammen gezogen, um den im Breiögau stehenden feindlichen Kolonnen die Spitze zu bieten. Ulm, vom 6 May. Gestern war man hier in nicht geringen Sorgen. Die Landstrassen von Ober- schwaben her waren mit Regiments Bagagen und Deports bedeckt. Allein Abends kam Befehl, daß alle- wrcder vorwärts marschiren soll. — Das schwäbische Kreisregiment Fürstcnberg hat bey Stvchack stark gelitten. Gestern Abend ist ein Bataillon vom Kreisre- gimenr Königseck hier cingerückt. Heute sind kriegsge- fangene Franzosen hier angekommcn. Die vorläufigen Nachrichten sagen, Krayhabe am 4. dieß bey Sto. ckach viele Gefangene gemacht. — Das kaiserliche Regiment Kerpen soll sich an diesem Tag wieder sehr ausgezeichnet, aber auch viele Leute vorloren haben. — Dte beyden^Kreisregimenter Königseck und Fürsten- bcrg haben am 2. und z, dieß bey den Gefechten am Bodens« sehr gelitten. Einige Kompagnien sind fast ganz aufgerieben, oder gefangen. — ES heißt, die hiesigen Einwohner sollen sich auf z. Monate verpro» viankiren, um auf den eben noch nicht wahrichcinlichen, aber doch möglichen Fall einer Belagerung gefaßt zu seyn. (A. d. A. Z.) »Augspurg, vom 7 May. Aus der Gegend von Scockach sind heute keine neuere Berichte angekom- men. Am 5. dieß soll wieder in jenen Gegenden ein Treffen vsrgcfallen seyn, von dem man aber das Resultat noch nicht weiß. Maimheim vom 9 May. Der Herr F. M. L. Fürst von Hohenlohe ertheitte gestern folgende Nachricht: Sie lautet, wie folgt: Ich eile, dem Publikum die erfreuliche Nach» richt bekannt zu machen, daß der kvmmandirende General Feldzeugmeiff r Baron von Kray kn der Nacht rom 2 auf den e d. eine Estafette mit der Nm richr erhalten, daß der General der Kavall. Baron D.elas nnd F. M. L. Orr die Franzosen in Italien neuerdings geschlagen, und daß in dem Au- gcnb.ik, als Gen. Melas dieEstaffetteabschtttc, Genu» k,-pit«lirte. Gen. F. Z M. Kray hat gleichfalls den Feind den 2 d. bcy Singen geschlagen, und derselbe zieht sich bereits gegen Schafhauseu zurück. Heute gegen M klag haben Se Durchl. der Hr. F. M. L. Fürst von Hohenlohe fönende offizielle Nachricht aus Rohrdorf nächst Möskrrch vom b May um 6 Uhr Abends erhalten: Die Armee ist gestern bcy Moskirch abermals mit Uebcrmacht angegriffen worden, wodurch der Feind die bey Neukirch zmükgestandencn Arrieregarden des E. H. Ferdinand kön. Hoheit und Grafen Giulay von der Armee zu trennen hofte, allein ohngeachtet eines bey rr Stunden ungehaltenen Ge» fechts konnte der Feind die Armee nicht aus ihrer Stellung bringen, bloß die schwache Avantgarde des F. M. L. Gr. Nauendorf wurde genöthigr, sich mit der Armee zu vereinigen, und in der Stellung der Armee zu raufen, wobey wir wegen wechselseitig hartnäckigem Gefecht einen bedeutenden Verlust an Todten und Blefsirten hatten, jener des Feindes muß weit beträchtlicher seyn, da er einen großen Theil seiner Armee in der Nacht zurückzog, und bey roao Gefangene, worunter 2 Genergladjutanttn und mehrere Staabsoffiziere sind, uns überlassen mußte. Rastatt, vom ro May. Major Graf Dietrich, stein, Major Frey, Ritter Baron Reischach, vom General - Staab des General Macks, sinh den 8ten dieses von Parts kommend, hier dem allhicr stehenden Licütnant Lkevaiier äll Istouün von Vccsey Husaren durch einen französischen Offizier übergeben worden und von da weiter zum K. K. Hauptquartier des Obergenerals Baron von Kray «begangen. Stuttgard vom io May. Der Sieg bcy Sto- ckach den 4 May hat die Deutschen vieles Bliitqcko. stet. Eben so blutig war der Kampf den 6 May. Die Kaiserliches siegten auf ihrem rechten Flügel bey Pfullendorf, während es im Mittelpunkt und auf dem linken Flügel ungünstig für sie gieng. Der Erfolg dieses Tages, und des 7 May, woran man sich »dermalen auf vielen Seiten schlug, veranlaßte die Deutschen, daß sie ihre Bewegungen, um rükwärtö eine bessere Stellung zu gewinnen, fortsezien. Auch gestern soll eö wieder zu einem Treffen gekom- men fty. Ueber die neuesten Stellungen läßt sich noch. Nicht- mit völliger Gewißheit angebcn. Daö GrafSztarray- sche Korps zog gestern von Hechingen nach Reutlingen ( 343 ) «nd Urach. CS befinden fich bcy demselben unter andern: ein Thcil des K. K. Regiments Wenkhcim, Abtheilungen der ersten Bairischen. Brigade, Mack Kürassiers, RegimentKaiserHusarcn, welches den 7. vor Balingen lag und den 8 sich nach Hcchingcn gezogen haltere. Ferner die Wirtrmbergischcn Kriegskonligeius Truppen, welche vorgestern von Waldenbuch zuTübin- gen angekommen waren, und von da gestern nach Urach abgiengen. Diß ganze Korps ist heute daselbst wieder aufgebrochen, in der Richtung gegen Ulm und Plaubcuren. Die Kraysche Hauytarmee wendet sich zwischen, dev Donau und dem Bodensee immer etwas rückwärts. Ihr linker Flügel scheint zu Ulm undBiberach zuftyn und das Hauptkorps scheint seine Stellung bcy den Flüssen Schüssen, Riß und Iller zu haben. Die Franzosen drücken mit ihrem rechten Flügel immer vorwärts am Bcdenfte in der Richtung gegen Lindau zu, und verfolgen unaufhaltsam ihren Weg, die Deutschen Armeen vom Obcrrhein und Bodensee wegzudrücken und dadurch zu dem großen Hauplzwcck mitzuwirken. Dieser geht dahin, durch die Schwei; unbesorgt und ungehindert die Dijoner Armee, und alle noch in der Schweiz liegenden Französischen und helvetischen Truppen nach Italien hinabrücken lassen zu können, um dem Massen« zu Hülfe zu kommen, Der linke Flügel der Franzosen zerstreut sich bald da Haid dorthin. Den 7 Abends waren 40:0 derselben unter Gen. Souham und Gen. Adjutant DüCamp z« Ehingen angekommen: diese zogen aber mit ihrer zahlreichen Artillerie am 8. wieder ab, und dagegen Kaiser Husaren dort ein. Andere kleine S/rcifparthicn zeigten sich seit 2 oder z Tagen bcy Rothweil, Balingen, Riedlingen, im KiUerthale, im Laucharter Thale, re. aber, wie sich dcut'lch ergiebt, nur um zu rekoguosciren, nicht um von -er Alp in die Thalcr herab zu kommen. Vis gestern Abend war weder in Freudenstadt, noch in Hechingrv, noch in Trochtelsingen eine Französische Patrouille zu sehen gcweftn. ^ Heute früh ist auch das Wirtembergische Kon« tigentö Ergänzungskorps von Hohenheim aus, wa eö seit vorgestern gelagert war, aufgebrochen, um über Göppingen und Kirchheim gegen Ülm aufwärts zu gehen, und sich an das Gr, Sztarraysche Armee, Korps anzuschliessen. (A. d. St. Z.) FranPpetch. Paris, vom 2 May. Der Moniteur enthält folgendes: Generallieut. Suchet meldet ans seinem Hauptquartier Mttogny vom 2r. v. N. daß er, um sich zu einem allgemeinen Angriff vorzuberelten, am iy. die erste Stellung, die der Feind inne hatte, angegriffen habe. Gen. Clauzcl bemächtigte sich ihrer, und machte ZOO Mann und rz Ossiziere gefangen» Am 20, fty er den ganzen Tag über mit dem Feind im Handgemeng gewesen, ohne Terrain zu gewinnen, noch zu verkehren, oh man gleich mehrmals mir dem Bajonct hintereinander gerathen fty und das Gefecht den ganzen Tag äusserst lebhaft angehalten habe^ Gen. Compans ist verwundet worden. Gen. Massen« habe seine Truppen in Masse zusammengezogen und den 22. und 2Z. zu einem entscheidenden AngnE bestimmt. —. Auf der Seite von Genua war nichts neues vorgesaüen. — Am 25. hat Gen. St. Suzan- ne bey Kehl den Rhein passtet und alles, was sich ihm entgegenstellrc und das Kinzigthal vertheidigen wollte, geworfen; er hat dem Feind viele Leute ge- tödtet und Gefangne gemacht, --- Gen. St. Cyr ist Hey Neubreisach über den Rhein gegangen und am 2ü. in Freiburg cingcrückt, — Die ganze Rheinarmee ist in vollem Marsch, um den Feind anzugreifem Gestern erhielt dft Regierung einen Kourier, dessen Depeschen sogleich auf das Land geschickt wurden, wo sich der erste Konsul aufhält. Noch ist ihr Inn» halt unbekannt. Der italienischen Armee sind beträchtliche Verstärkungen zugeschickt worden. Das Hauptquartier der Reservearmee ist zu Geneve, wo auch bereits ein Theil der Armee angekommen ist. Die Glieder der neuen Tribunale von Paris sind heute dem ersten Konsul vorgestellt worden. Dev Staatsrach war in grossem Kostüm gegenwärtig. Das Gerücht, welches die deutschen Zeitungen verbreiteten , als wäre Gen, Mack auf seiner Entfernung verfolgt worden, ist falsch. Gr bediente sich bey seiner Abreise eines Passes, um welchen er unter dem .Namen seines Stallmeisters angesucht und Yen ee auch ohne weitere Untersuchung, erhalten Harke. Er enrsernte sich an dem nemlichen Tage, an welchem die offizielle Nachricht seiner Auswechslung, welche ihm die Freyheik zustcherle, ankam. Straßbury vom ü May, Gestern Nachmittags zogen sich die'östrelch Truppen, die in der Gegend von Offcnburg standen, in das Kinzinger Thal zurük und» gegen Abend rükre ein Detaschcment ftanzös. Kavallerie in Offenhurg ein. Gen. Klein kommandirt die franzos, Truppen vorwärts Kehl. DaS Hiuptquarrier der Rhcinarmce hat von Waldshut in die Gegend von Stockach abgehm sollen, wohin der rechte Flügel und der Mittelpunkt sich gezogen haben, während der linke Flügel durch dir Thäier des SchwarzwaldcS in die !41 Gegenden von Donatiefchingen und Stühlingcn vorze- Lrungkn ist. Gen St. Suzaune hatte am 2. sein Hauptquartier zu Freiburg. Diese Stadt hat die ihr aufgelegt»» Kontributionen in Geld und Lebensmitteln schon entrichtet. Der Gen. Moncey, ehemaliger Kommandant von Lyon, ist von den Gen. Moreau zum kominandireuden Gen. Lieut. in der Schweiz ernannt worden, er ist am 1. d. zu Basel angekommcn, und man glaubt, saß Bern sein künftiger Aufenthaltsort seyn werde. . Italien. Mailand , vom 29 April. Die englischen Kriegsschiffe haben der kaiserlichen Besatzung zu Finale Lebensmittel zugcsührr, das nemliche thun sie, so viel als möglich, für die kaiserl. Armee im. Genucsiichcn. — Es waren nur 7020 Mann, mit denen sich Mas- scna am ly.dicß nach Genna hinein warf, aber k>ooo Franzosen lagen schon zuvor darinn. Folglich ist die sämmtliche streitbare Mannschaft in die«er Stadt iZvoo. Mann stark — Die Menge von Kranken imdBlcffirtcn daselbst hat epidemische Krankheiten erzeugt, an denen viele Menschen sterben. Venedig, vom zo April. Nach sichern Berichten hat die Eskadre des brittischen Admiral Keith in Len Gewässern von Genua ein genuesisches Fahrzeug rvcggenommcn, an dessen Bord sich der im Gefecht vom 7. gefangen gcnommne k. k. Generalmajor Baron von ASpre befand und welcher auf Massena'S Befehl nach Frankreich abgeführt werden sollte. T ü r k e y. Schreiben aus Ronstantmopel, vöm 20 März Nach den letzten Berichten aus Egypten war die französische Armee in und um der Stadt Alexandria gelagert, und machte alle Anstalten zu einer baldigen Abfahrt. Inzwischen grassirten Pest und Krankheiten unter den Truppen. Der Großvezier befand sich in der Hauptstadt Großkair» und traf Anstalten, alle von den Franzoien gemachte Einrichtungen zu vernichten. Die türkischen Truppen wurden in ganz Egypten mit den größten Freudcnbrzengunge» ausgenommen, und jedermann dankte dem Himmel, von der aufgedrungene» französischen Frryheit und Gleichheit besreyt worden zu seyn. — Sidney Smith hat gleich nach Unterzeichnung der Kapitulation einen Courier nach Ostindien abgeschickt, um den dortigen englische» Kolonien M melden , daß itzt alle Gefahr vor der französische» Armer in Egyyren, vorüber sey. — Der englische Gen. Köhler wird in Konstantinopel zurück erwartet. Er befand sich bisher Hey der Armer des Großve- tiers. vermischte Nachrichten. Die französische Generäle Grouchn und Pertgnon werden w lange in Würzburg bleiben müssen, bis die noch in Paris zurückgebliebenen Offiziere vom Generalstaab des General Macks in DcuiWand an- gekommen seyn werden. Der Erzherzog und Menschenfreund Carl, hat de« General Kray eine grosse Summe Gelds angewiesen, um solche in diesem Feldzug an verdienstvolle und vcrunglück-e Krieger zu verrheilen. Ein öffentliches Blatt gicbt als Ursache der schnellen Veränderung des rußeschen Kabttms in Rücksicht der Koa.itivn folgendes an. Rußlands Kaiser ernannte sich als Grosmeister des Malrheftrordens und ernannte schon einen rußischen Gen. zum Commandatzicn der Insel Maltha Keiner Macht konnte cs gleichgültig seyn. diese Insel, die für das mittelländische Meer eben das, was das Vorgebürge der guter Hoffnung für den Weg nach Ostindien ist, in den Händen einer so be- deutenden Macht zu sehen. Da nun die offizielle An. erkennung dieser Besitzung nicht sogleich erfolgte, son- kern mehrere auch wohl widersprechende und unangenehme Unterhandlungen vcranlaßce, so änderte Rußland sein« Gesinnung und zog ftine Truppen wieder zurück. (A. d. A. Z.) Ankündigung. Carlsruhe. Da die Nothwendigkeit cingttretten ist, Lenbey diesseitiger Balleyangesteürer SekreiarWilhelm für mundtodt zu erklären und unter Pflegschaft z» sczen, und deßhalb ihm der Geheime Sekretär Ring zum Pfleger vorgcsezt worden ist. So werden hicmit Alle und Jede davon benachrichtigt , um ohne Pfle. gers Constns mit ihm nicht zu coimahircn, oder wi- drigens Falls sich zu gewärtigen, daß ihre Forderun. gen als nichtig lediglich abgewieftn werden. Zugleich werden alle Jene, welche etwa an ihn Forderungen zu machen und solche bis jetzo noch nicht zur Anzei. ge gebracht haben, vorgeladen, um längst binnen 6. Wochen bcy diesseitig ernanntem Commiffario, Hofrath Herzberg, solche bescheinigt anzuzeigen, widri. grnfalls sie nachmals als hierdurch präculdirr angesehen und weiter nicht mehr gehört werden sollen. Signatum bey fürstlichem Kirchenrath den 2z. April 1800- Carlsruhe. Das zur Durlacherhofwirrh Nagli. schen Ganrumasse dahier gehörige sehr geräumige mit ewiger Schildgerechtigkeit versehene Eckgebäude in der Waldgaß wird Dienstags den ;ten Iuny d. I. Nachmittags s Uhr auf dem Platz anderweit «mer ( 347 ) annehmlichen Csnditioner, öffentlich verstaigert werden. Verordnet bey Oberarm Carlöruhe de» 2zten April,800 Larlsruhe. Die den Instrumentenmacher Rttker- schen Erben dahier in der Fnedrichsstraße neben den Bicrwirth Schenkiichen Kindern und Stallbedienren Krossl Rau zustebendc zweystöckigte Behaußung mit „ichrern Hintergebäuden, wird samt aller Zubehörde Montags den ryten May d. I. Nachmittags 2 Uhr auf dem hiesigen Rathhauß anderweit öffentlich verstimmt werden. Verordnet bey Oberarm CariSruhe den 1 ten May r 8so. Carlsruye. Da gegen Michel Hosmann, vormaligen Scraußwitth von Hochstetten, nunmehrigen Adlcrwirth zu Eggcnstcin die VcrmögcnSuntersuchung und öffentliche Vorladung ftincr Gläubiger erkannt worden ist; So sollen alle diejenige, welche an gedachten Michael Hosmann ein Forderung zu haben vermögen, solche dis Mittwoch den 2g. d. zu Eggenstein auf dem Rachhauß vor dem oberamtlichm Com. missario bey Verlust derselben gehörig angeden und liquidiren. Verordnet bey Oberamc CariSruhe d. l Mai izoo. Larlsrtihe. Der dahier wegen des auf ihn gefallenen Verdachts begangner Diebstähle oder Thcil- nahme an solchen, cingeseßene aus seinem Gefängniß aber entwichene Michel Maiuriam von Bleiichweiler jenseits Rheins, wird hierdurch unter dem Bedrohen öffentlich vorgeladen, a Dato binnen 6 Wochen um so gewißer dahier zu erscheinen und sich zu verant. werten , als ansonsten nach Ablauf dieses Termins er der hiesig Fürstl. Landen verwiesen und sein Nah- men an den Galgen geschlagen werden wird. Ver- »rdnel bey Oberaml Carloruh« d. 24. April 1820. Larlsruhe. Wer an den Burger und Wimvrr Friedrich Ruger von Speck eine rcchtmäsige Forderung oder sonstige Ansprache zu machen hat, soll solche Dienstags den 22. May Vormittags y Uhr bey der Scbuldenliguidation auf dem Rachhauß zu Speck dem Theilungskommiffario 8ub poens prooelu- Lor-is angeben. Verordnet bey Oberamt CariSruhe den ,9 April! 1800. Larlsruhe. Seyler Gaum sucht einen junge« Menschen von guter Erziehung, der Lust hat das Sei- lerhandiverck zu erlernen. Durlach. Alle diejenige, so an den dahier verstor. denen Burger und Fuhrmann Jacob Heinrich Hilß, über deßen verschuldetes Vermögen unterm heutigen Damm der Gant erkannt worden ist, Ansprüche zu machen haben, sollen bis Montag den 9. Juni d. I. in fürstl. Skadtschreiberep dahier unter Mirbrin- gung ihrer Beweiße zur Aqidations Handlung u>d Verfahren über das Vorzugsrecht btt Strafe de- Ausschlußes erscheinen, und das weitere abnnrtem Verordnet bei Oberamc den zlen May isioo. Ettlmgcn. Wenn die böslich auggecrettme Bür- gerssöhue Johannes Wipper und V>rlentin Becker vo» Slupfertch. hiesigen Amts, sich nicht binnen z Monaten von dato an, dahier stellen und ihres Austritts halben gehörig sich verantworten, so haben sie sich der Landesverweisung und Vermögens. Consiskation zu gewärtigen. Verordnet Ettlingen bey Amt d. 17. Aprsl 1800. EMmgen. Der böslich ausgetretlcne ledige Bur» gcrssohn und SchneiScrsgesek, Ignaz Kunz, von SchWronN, wird andurch vorgeladen, binnen z Monaten von dato an allhicr zu erscheinen und seines unerlaubten Austritts wegen Red und Antwort zu geben, widrigenfalls er der hiesigen Fürstl. Landen verwiesen und sein Vermögen confiscirt werden wird. Verordnet Ettlingen bey Amt d. 17. Avril iZoo. Rastadt. Da der Georgi Jahrmarkt am Montag den 28. April dieses Jahrs wegen denen damals eingefallenen Kriegsunruhen nicht abgehalten werde» konnte, so wird anmit bekannt gemacht, das dieser Jahrmarkt auf Montag dm 26. May dieses Jahrs verleget worden ist. Rastadt bey Oberamc d. z. May 1820. -Gernsbach. Die mit dem neu July d. I. zu End gehende Admodiation des Salzverkaufs für die hiesige Gemeinschaft wird W Montag den 26 dieses Monats anderweit nach Thunlichkeit öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Es haben sich demnach die Bestandslnstige an erjagter Tagfahrt Nachmittags um 2 llhr auf dem hiesigen Rathhauß einzufiaden und das Nähere zu vernehmen. Sign, d. z. May 1822. Hochfürstl. Spcyerisches und Hochfurstl. Markgräfl. Badisches gemeinschaftliches Amt dahier. Eberstetn. Den von seiner Frau und Kinder» böslich entwichene Burger Anton Anselm von Michel« buch solle sich in Zeit z Monaten stellen, und über seinen Austritt verantworten, widrigenfalls er seine- Vermögens enrsezt , und des Landes werde verwiesen werden. Verordnet der Oberamt Gernsbach de» 2 May 1820. Werg. Zur SchuldenLiquidarion der in Ganty gecarhmen beeden Bürger Michel Götz und Ciria» Vulscher von Slollhoftn ist wegen ersterein der ,0 wegen letzterem aber der n. Zunr d. I. festgesetzt. Wer ttwaö an dieselbe zu fordern har, solle unter - c 348 ) Mitbringung seiner Bewcißurkunden auf die bestimm. ie Läge unter Straft des Ausschlusses vor dem Thri- lungs Commissario in Stvlihofen erscheinen, und dem -Recht abwarren. Verordner bei OAmt Bühl den 28. Nprtl 1800. Höchberg. Alle dieienige, so an Martin Gut. Miller von Bischoffingcn und Johann Carl Hartmann »on Jhringen Fordrungen zu haben glaubten/ sollen lbis Dienstag den rz bcy ersterem bis Donnerstag 15. Merz. d. I. bey lezterrm zu guter Vormittagszeil in Len Gemeinds-Häußern zu Bischoffingen und Jhringen «nter Mitbringung ihrer Beweiß-Urkunden znrLiqui- Lations-Handlung und Verfahren über das Vorzugsrecht bcy Strafe des Ausschlußes erscheinen, und das Weitere abwartcn. Verordnet bey Ober-Amt Emnün- dingcn den igten April 1800. Hochberg. Alle diejenige/ so an Christoph Gasser ron Balingen Forderungen zu haben glauben / sollen bis Montag den 2. Juny. laufenden Jahrs zu guter Vormittagszeit in demMirthshaus zum Ochsen in Eichstetten vor der Theilungs-Commission daftlbsten unter Mitbringung ihrer Beweist-Urkunden zur Lrgui- dations-Handlung bey Strafe des Ausschlußes erscheinen und das Weitere abwartcn. Emniendingen den I/ten April 1800 Hochberg. Wann der wegen verdächtigem Diebstahls entwichene Hmtcrsas Hanns Dahinten von Jhringen sich nicht von Dato an gerechnet / binnen Z Monaten vor Obcramt siebt/ so wird er der diffei tig Fürsil. Lande auf immerhi» verwiesen/ sein Vermögen confiseirt und sein Nähme an den Galgen ge. schlagen werden Verordnet bey Oberamt Emmen, dingen d. i Man >8oo. Hochberg. Der ausgetretene Ich. Jokvb Svm. Mer von Bahlingcn wird hiermit »nie» dem Präjudiz rdietaiiter vorgeladen/ sich binnen z Monaten vor dem hiesigen Oberamt zu stelle» / widrigenfalls er der Fürstl Badischen Lande verwiejen und sein Vermö. ^gen eorfiscirc werden wird. Verordnet bey Oberamt Emmendingen d. i May >800. Hochberg. Der ausgetretene Jakob Brenn von Dberschafhauscn hat sich binnen z Monaten vor dem diesigen Oberamt zu stellen , oder zu erwarten / daß sein Vermögen confiseirt und er der diesseitig Fürst!. Laude verwieSn werden wird. Verordnet Emmendingen bey Oberamt d r. May iZoo. Badenweüek. Durch das höchste Nescript lH.R N. 1524 ist der Schuster Philipp Vrertenstem Mn Niedcrwcyler / wegen schlechter Haußhaitungs- 'Fttbrung für mundtodt erklärt und demselben Bartlin Kaltenbach von da zum Pfleger bestellt worden, ohne dessen Vorwissen und Genehmigung 7 soll sich nun mit diesem Philipp Breitcnstein Niemand in einen Handel einlassc»/ oder demselben etwas borgen / bey sonstiger Nichtigkeit des Handels und Verlust der Forderung. Verordner bcy Oberamt Müllheim d. 7. April. iZoo. Rotteln. Mit dem für mundtodt erklärten jung Hanns Remert zu Weyl / soll sich Niemand ohne Vorwissen und Genehmigung seines Voglmanns Friedlin Hutters daselbst in irgend einen Handel ein- lassen, oder ihm etwas borgen / bcy Verlust der For. derung und Aufhebung des Handels. Verordnet bey Obcramt Lörrach d y. April 1800. Bruchsal. In -er Fürst!. Hofgartnerey allda können eine grvse Anzahl Orangebäume/ als Appel» sinen, Zitronen und bittere Orangen, wie auch mehrere Spalierdäume, sämtliche von verschiedener Gattung und Größe verkäuflich abgegeben werden.Bruchsal den ryten April ,800. Hochfürstl. Spcierifches Hofmarschalft Amt. ' Stahl. In Macklots Hofbuchhandlung ist wieder neu angekoimnen und zu haben. Almanach Kellers (I. I.) Taschenbuch über die Schweiz mit ib Kupfern. 8- Stuttg. »802. i fl. 4.0 kr. ^ Dito Helvetischer Almanach für das Jahr iHoo mit vielen Kupf. Zürch. z fl. Bemerkungen über den Würtembergischen Landtag von i>y7 — 1799. iter Th. gr. 8-1802. ifl.gvkr. Bineubücher Christs (I. L.) Anweiflrng zu Bienen- zucht- mit Kupf. gr. 8. Frfl. Y8. r fl. 48 kr. Bettuch Bilderbuch für Kinder, mit ausführlichem TM von Funke Ztes Stück, illum. 1 fl. schwarz zo kr. g 8 800. Bodmann. Theoret. praki. Erörterung, wornach die Kricgschaden jeder Art ftstzustellen. g. 8. Frkst. yK. 3 fl- Commentar über die Colliston der deutschen Staats, bürgerpflicht mit der Landesherrlichen Gewalt deut« scher Reichsstande und- Landrshenen re. 8- Fest. 1802. r fl. go kr Comedien Geburtstag (der) Schauspiel in 5 Aufz. 8. 1 §02. ^ kr. Dsußin Dubeeuil vom Schleim, g. 8. 820 15 kr. Eulers (Marrrn) Handlung - Lexwsn. gv. 8. Frft. 98- 3 fl- 15 kr. Füßlin ( Hans Rudolph) 'kritisches Verzeichniß der besten Kupferstiche. 2 Theile. gr. 8. Zürck, yd. 4 fl. Garttiibücher Versuch einer Geschichte des Obstbaues in Frankreich. 8. Frst. 1800. 45 kr. Grammatick. Adelungs vollständige deutsche, s- 8-Berlin. 1 ,si. i L k r-.