Nro.ioi. Karlsruher Mittwochs , 8 8«^ MM BK«! Pag. 457. Zeitung. d e n rz. Iuny O 0. Mir Hochfürstllch. Markgräsitch. Ladtschem gnädigfirn privNrFi». KrrLLo. Wim vom 14 Iuny. Der ans Turm als Kon« Eier hicher abgeschickte Fürstcnbcrgifche Infanteriere- Himenkshauptmann Wappel, har von dem General der Kavallerie v. Melas über die veränderten , Umstände «nd Verhältnisse Italiens einen Bericht überbracht. Durch die zusammen eingetroffenen Ereignisse, wur. de besagter General veranlasset, die Truppen unter Len F M. L Elsnttz und Ott in eine nach den itzi. gen Verhältnissen vorlheilhaftere Benutzung zu bringen und diese mit den übrigen , nachdem vorher die festen Plätze mit den erforderlichen Garnisonen versehen worden find, so am Pofluß zusammen zu ziehen, damit derselbe nach Umständcnscincm wetteren Vorgang gleich an der Stelle die der Absicht entsprechende Richtung geben kann. In den verschiedenen Gesichten Huben alle Truppen ebne Ausnahm erneuerte Beweise ihrer Tapferkeit und Standhaftigkeit dargelegt. In dem Hauplgeftcht bey Chiusella den r6ten May war des Feindes Verlust an Tobten und Bleßirte« vom Feind selbst auf2620 Mann angegeben, zoo derselben wurden gefangen genommen. Unser Verlust hicbcy bestand beiläufig in goo Mann. Die Berichte von der Meinarmee erwähnen insbesondere des Gefechts vom yten Iuny, allwo Generalmajor Mecrfeld die feind liche Arrieregarde angcgrif« fen, einen Obristen, 8 Ojsiziers, 250 Chasseurs und 72 Husaren zu Gefangen«m gemacht hat. — Gestern Nachts ist Sie Nmhricht von der Mbergabe Oenua's durch einen Korrner hier angelangt. Logen, vom 14 Im ry. Nach zuverläsigen Berichten, haben die Franzosen dermalen folgende Siel» lung: ihre Hauptmacht ist über Mailand vorwärts zo bis 40,200 Mann starß und steht bey Lodr, Cre- mona und längst dem Pofluß, ihr rechter Flügel senkt sich über Pavia nach Piemont und ihr linker Flügel dehnt sich von Mailand über Bergamo bis Brescia hin. — Gen. Melas steht mit seiner Armee von Turin aus in gerader Linie jenseits des Po bis gegen Pia« cenza, wo er sich stark konzenlrirt. Alle feste Plätze sind von den k. k. Truppen und vom Tiroler Schüzen. korps hinlänglich besetzt. — Das Armeekorps des Gen. Olt hat sich bereits mit der Hauptarme des Gen Melas vereint. Am y. d. war ein k. k. Korps bis gegen Piarenza vorgerückt, cs mußte sich aber, nach einige» Gefech, ten, wegen der feindlichen Uebermacht auf dieser Seite, zurückziehen. München, vom «8 Inn. Das Kavaklertrkorps des k. k. Gen Mas. Grafen von Meerfeld steht noch immer in Adelshausen. Die psalzbairische Infanterie hat in Dachau Postogefaßt. Die Amberist gleichfalls mit hinlänglichen Truppen beftzt. Uebrigens ist auf dieser Seite bis jetzo alles ruhig. Aus Innsbruck berichtet man unterm 14. daß z 6 Bataillone Scharfschützen nach Welfthtyrol zumc schleunigen Aufbruch befehligt worden seyen, dagegen glaubt man sich gegen dieScharnitz undKuffstetn ausser Gefahr, indem k. k. reguläre Truppen sich in grosser Menge daselbst sammle», um emem plözlichen Einbruch zu begegnen. - L 458 ) Freyburg vom 19 Iun. Heute vor Z Tagen wurde unser würdiger land- ständischer Prästdenr Freyhcrr von Baden von dem Adjutanten des Gen. Beauregard unter einer Bede« kung von 12 Kavalleristen zu einer Unterredung nach Alcbreisach abgrholt, kam aber den andern Tag wie. der zurük. Am Sonnabend war Graf Mier mit seinem Korps wieder hierz vorgestern früh war das ganze Korps wieder verschwunden; zwar hieß eS, Graf Mier habe sich nach Villingen gewendet; wie wenig oder diesi Gerücht gegründet gewesen, beweißr das heutige Ereigniß. Er zog sich nach St. Peter ins Gebirg , wandte sich aber, anstatt nach Villingen, ins Waldkircherchal, streifte heute durch die Mark bis gegen Biengen, und Kro- tzingen, und stieß da auf ein etwa oo Mann starkes Korpö Franzosen, deren Absicht nicht bekannt ist. Es kam zu einem lebhaften Gefecht, das noch dauert, das aber einen glücklichen Ausgang zu versprechen scheint, weil so eben zz gefangene Franzosen , wo. runter 9 Verwvndete sind, in die Sradl eingebracht werden. — Abends 7 Uhr. Wie gut die Kriegslist des Grafen Mier berechnet war, zeigt der Erfolg. Das ganze franz Korps scheint thetls zusammengehau- rn, thcils gefangen worden zu sryn. So eben werben wieder 76 Gefangene und etliche und za Blessiere eingebracht. Unter den ersten befindet sich der Generaladjulant Burval, der sich mit seinem Pferde in den Rhein gestürzt hatte, aber von einem nach, schwimmenden kaiftrl. Husaren gefangen genommen wurde. Es ist der ncmlrche, der.vor 8 Tagen Len H. v. Baden abgeholt hat. Die Absicht der Franzosen war, Bauern von Krotzingen re. auszuhebcn, wer! einige aus diesen Kcmttnden französische Soldaten nnshandell haben sollen. (A. d. D. Z.) Stutkgardt vom 22 Iuny. Den 18 Jun versuchten die Franzosen einen Uebergang über die Donau bcv Dillingen, wurden aber abgetrieben. Allein am ncmlichen Tag und in der darauf folgenden Nacht erzwangen fie doch an z verschiedenen Stellen zwischen Günzburg und Donauwörth den Uebergang über die Donau. Sie dehnen sich gegen Nördlingen, Neresheim und das Heidenheimische herein aus. Die Kaiserlichen und Rcichotruppen zogen sich von Lauingen, Gundelsingev und Dill-ngen zurück. Die Franzosen stunden, den 19 bey Wittlingen, r Stunden von Dillingen rückwärts gegen Nördlingen, und zu Obcrmergen, 2 Stunden von Donauwörth rückwärts auf der Straße nach Nördlingen. Den 20 hörte man in Ellwangen wieder kanoniren, aus der Gegend von Nördlingen. An eben diesem Tage ward kort Quartier für den K. K. Gen. Prinzen von Ho- henlvhe und sein Gexäcke bestellt, welcher, wie es scheint, dort durchreisen wollte. Frankfurt, vom rr Iuny. Die hiesigen Zmunge» enthalten folgendes: Wir sind offiziell bevollmächtigt, das Publikum zu benachrichtigen, daß anttJnnsluß zo Bataillone Infanterie, unter Kommando Sr. K. H. des Erzh. Karl, -o wie bey Presburg io,000 Mann Kavallerie, vom ungari- schcn Landesaufstand, versammelt und zur Uruerstü- zung dieser Armee verrücken werden. Schreiben a>.s Stuttgart, vom 2z Iuny. Dm ihren dieses wurden die Kaiserlichen bey Dil- Urigen und Lauingcu von Sen Franzosen angegriffen und mußten der Ucbermacht welchen. Die Wüttem- bergcr Truppen litten dabcy ausserordentlich. F. M. L. Baron von Kray mußie dem zufolge Ulm verlassen, legre aber eine Besatzung von ih.ooo Mann hinein. Er zieht stch übers Gcbürg nach Schwäbisch- gmünd, Schwab ischhall, Franken zu. lieber Aalen kann er feinen Rückzug gegen Nürnberg nicht mehr nehmen, weck die Frmizosen auch bereits in Heiden, heim eingerückl sind. Die Franzosen streifen bereits über NöroUngen bis Oeningen. Frankreich. Parts vom ib Iuny. Gestern und heute liest man in mehreren Pariser Blättern Folgendes: ES bildet sich gegenwärtig unter dem Gcnerallieutenant Sr. Susanne ein neues Rheinarmeekorps, daS schon i2,ooo M. stark ist und innerhalb io Tagen noch eben so vielen Zuwachs erhalten soll. Man sagt, die Generale Colaud, Levall und Souham (welche unlängst mir St. Susanne von Morrauö Rheinarmee zurück im Elsas angekommen stad) werden die z Divisionen, worin« dieß neue Korps gctheilt werden soll, komman« Viren: und auch Gen. Carteaux aus Belgien soll in Kurzem mir Truppen aas seiner Gegend gedachtes Korps verstärken.AltSMest und Luxemburg geh-Geschüj zu gedachtem Korps ad. Paris, vom 18 Iuny. Eine Depesche des Ol>crgen. Berrhier auS Brom vom 9. im offieiellen Blai k enthält dasNähere über den an diesem Tag gegen das Truppcnkorps unter den Befehlen des Gen. Ott gemischten Angriff. Dieser Gen. war d. 5. mit za Bataillons aus der Gegetid von Genua aufgebrochen, tr.rf d. 8. zu Voghera een, und vereinigte sich dastlbst 'mit 4 bis 5200 Mann , welche sich von Piacenza zur ückgezogen hauen. Dw Hauptmacht der Kaiserl. stur w zu Casteggto und auf den dortigen Anhöhen; sie behaupteten sich lange hartnäckig in ihren Position« n, genannter Ort wurde mehrmals genommen und wieder erobert uns von beiden Seiten kam es verschi« :denemaie zu Kavauerie- chargen. . Ausser diesem Bericht ba t die Regierung noch em anderes Bulletin über den 1 lemlichcn Vorfall dekannr machen lassen, woraus ma w. steht, daß das stknz. H'.uptq uartier d. io. zu Stradella gewesen und G n. Melas seine ganze Macht in der Gegend von Alessandria konzentnrt habe. Straßdurg vom 18 Juny. Aas dem Hauptquartier der stanz Rheinarmee vom 12 Inn. ES ist ganz entschieden, daß Generailicucenant St C»r seine Ent- lassung genommen hat, G neraLeutenantGrenicrerftzt ihn tm Kommando der 2 Divisionen d«S CenlrumS, so daß nunmehr Gen. Richepanse den linken Flügel der Armee kommandirt. — Moreau hat dem rechten Flügel, der steh gegenwärtig in 2 Abteilungen teilt, wovon die eine gegen das nördliche Tyrol, die andre aber c>cqen den Lech marschirt, Befehl gegeben, das rechte Ufer der Wertach und Augsburg wieder zu beftzen Nach einem Gefecht zwischen der Division Montrichard und dem Korps des Grafen Meerfcld, haben die ftanz. Truppen am 20 Schwabmünchcn und am 12 Augsburg wieder bcsezt, Man versichert, daß ein Korpö gegen Donauwörth marschirt, um wenigstens die Obstreicher auf diesem Punkte zu nötigen, sich auf das linke Ufer der Donau zu begeben. Ein andres Korps ist von Kaufbeuren gegen Füssen aufgebrochen. Man Harle aber noch am 12 keine Nachrichl vom Erfolg seiner Operationen. Die Straßburger Nachrichten sezen hinzu: In der Schweiz trafen kürzlich einzelne kleine Truppenkvrps ein, die sich teils über Konstanz zur Rhcinarmee, theils über den Bernhard und Gotthard zur Reservearmee nach Italien begeben. In Kurzem wird die gesamte zweite Reservearmee, unter Gen. Brune, aus der Gegend von Dijon nach der Schweiz aufbrcchen. Straßburg den 22. Juny Die hiesigen Blätter enthalten folgendes: Gestern Abend ist von Basel folgender telegraphische Siegesbcricht angckommen; Die Rejerve- armce hat einen vollständigen Sieg am y. Iun. über den Feind erfochten. Sechstausend Gefangene, Magazine, Kanonen, Waffen und Bagage, alles ist in unsere Hände gefallen. Der Feind flieht in voller Unordnung. Diesen Nachmittag ist folgender telegraphischer Siegesnachricht von Paris hier angckommen: Buona« parte har den 14 Iun. bey Allcssandria die feindliche Armee gänzlich geschlagen: er hat dem Feind 6020 Mann getödtet, 8200 gefangen genommen, und 40 Kanonen erobert. Der feindliche General Meias hat kapitulirt; er zieht sich hinter den Mincio zurück und ranml die Riviera von Genua. (Die Fortsezung dieser Nachricht wird nächstens mitgetheilt werden.) General - Lieutenant Sie. Suzanne ist von seiner Reise nach Maynz zurückgekommen. Aus Dijon wir berichtet, daß die zweite Linie der Reservearmee bereits aus 15,002 Mann besteht, die theils im Gold Hügel Departement, theils^ in den Departe- menten der Saone und Loire, der Obermarne und des Iura liegen Ein Korps von 7022 Mannbeyläu- fia zog durch das Goldhügel Departement in die Obermarne. Die Veteranen werden im Rüken der Armee zu den Garnisonen der Forts angewendet, welche in unsere Hände fallen, eben so braucht man auch die dienstfähige Mannschaft der Depots. Ein Offizier und ei» Sergent der Volonkärlegion sind nach Lnon gesandt worden, um die Unenischloßnen in dieser Stadt zum Dienste anzuftuern. Einige schlechte Leu'«, welche sich in dieses Korpö geschlichen hatten, sind aus demselben gejagt worden. Da einige Department«: mit Abscndung ihrer Konscribirten noch zurück sind, so werden Maasregeln ergriffen, um sie in Thätigkeik zu sezen. Italien. Rovoredo, vom 12 Iunv. Die stanz. Armee steht zwischen Novarra, Mailand, Lodi und Pavia, und die Vorposten ^ rselben gegen unsre Gegend gehen bis Pontevieo an der BrcScianischcn und Kremonesi« schen Grenze. Die kaiftrl. Armee steht zwischen Pia- cenza und Valenza. Gen. Ott ist schon mit der Armee des Gen. Melas vereinigt. Am y. ist ein KorpS bis vor Pracenza vorgerückt, mußte aber nach einigen Gefechten wegen der Stärke des Feinds, der sich in dieser Gegend mehr konzenlrirr hat, zurückziehen. Die Korps der Generäle Dedowich und Vukasso- wich, welche den Fluß Oglio und Mincio und die Festung Mantua decken, gehen bis Crcmona. Zu Verona befinden sich 4200 Mann Kaiftrl. und sie werden noch täglich verstärkt. Eien. Melas bewegt sich nur langsam und man kann feinen Plan, der nach der Einnahme von Genua ganz verändert ist, nicht errathen. Gen. Vukassowich hat den 8. d. die Franzosen bey Pizzichetone angegriffen und zurückgeschlagen. Von Como bis Chiavenna haben die Franzosen ihre Linie verändert und sich etwas zurückgezogen. Innsbruck, vom iz Iuny. Gestern ist ein Kaufmann von Mailand hier eingetrossen, er hat sich durch verschiedne Nebenwege von den Franzosen loS- gemacht, er verließ Mailand den 8. d., er hat aus. gesagt, daß Buonaparte Italien in den nemlichen Stand setzen wolle, wie es beym Schluß von Campo Formio war. Er vernichtet alle politische Operativ, nen, die das Direktorium nach seinem damaligen Abgang aus Italien gemacht hat. Die Traktaten mit dem König von Sardinien, mit dem Pabst, mit Toskana, mit dem König von Neapel, die damals gemacht worden sind, sollen wieder gültig seyn. Er ist, wie er sagt, mit diesen Mächten in keinem Krieg. Einige Römer, Neapolitaner und Tottaner, die bey r, 40s - ferner itzigen Ankunst in Mailand sich verspätet hakte«/ haben sich gemeldet und erhielten ftcye Pässe / um nach Haus zurückzukehren, sogar einige Veneiia- ner sind mit Passen versehen morden. Den italienss. hitzigen Patrioten gefällt diese Ordnung nicht , über es ist einmal schon so, und sie müssen sich darein fügen. Inzwischen sieht man keine ausserordentliche Freude über die neue Ordnung der Dinge in der Lombardie. Man ist dort, wie überall, des Kriegs und der Veränderungen müde, man seufzt nach Ruhe und dieß ist der allgemeine Wunsch aller Völker. Unsre Vaterlandövercheidiger, die treuen Tyroler, ziehen haufenweis an die äussern Grenzen unftrs Landes, besonders gehen seit einigen Tagen gegen Trient nnd Revorrdo viele hin und alle Pässe gegen 'Bayern und Schwaben sind so besetzt, daß wir ausser 'Sorgen wegen eines Ueberfalls fern können. (A. d N. Z) S w e - e n. Schreiben aus Stockholm, vom 6 I»n. Der König hat nun von der jährlichen Bewilligungs- Steuer überhaupt die beträchtliche Summe von ,2 Tonnen Golds, die bisher jährlich in die Stmuseasse eingegangen ist , erlassen, in Hoffnung, daß er durch Sparsamkeit und eine verbesserte Münze, diese Sum. me in Zukunft werde entbehren können, dabey ist verordnet, daß dieser Erlaß besonders der ärmern Amts- Classe zu gut kommen solle. Ferner hat der König «uf das seyerlichste das Versprechen seines Höchstsel. Herrn Vaters erneuert, das StaatSwerk so zu regu, irre» und zu verwalten, daß. solches mit seinen ge- wohnlichen Einkünften aufrecht erhalten werden möge, ohne neue innländische oder auslandischcSchulden zu eon- -trayiren; sich und seine Nachkommen auf dem schwedi- sehen Thron zur Erfüllung dieses Versprechens auch verpflichtet, im Märzmonai jedes Jahres vor den De- Pritivtrn der Rcichsbank Rechenschaft über diese Gc- -gcnsl .ide der Reichsverwaltung abzulcgen, worüber die Deputiere ihre Anmerkung zu wachen haben wer. den, um solche versiegelt bis zur nächsten Versammlung der Stände nieder-ulegen. Durch diese edle Schritte hat unser verehrter junger Monarch dir unbeiehränkre Ergebenheit noch mehr befestigt, wovon aller Herzen gegen ihn beseelt sind. Schweiz, Bern -m 16 Imiy. I« Bündten sollen sich dir Franzosen vom Rhein zurückgezogen haben, und da- Hegen jenseits Rheins die Tiroler mit einem Ui- Hergang drohen. Der Regierungsstatthalter desKan» dvns Semis hat einige Kompagnien Freiwilliger auf- geboten , und durch einen Erpressen von dem Vollzic- hunMuöschußr Vorkehrungen zu Bedeckung der Gren- iM verlangt. Wofern nicht in Kurzem, wie mau gDich-wshl Heft, Friedensunterhandlangen de öffnet «HMch, dm,sk< es Ae Schweiz wohl n icht ab lehnen könne», etwas mehr Truppen auf die Beine zu stellen. Zur Behauptung besserer Mannszucht, als im Lauf des verwlchcnen Jahrs, denkt bereits die gesezgebende Versammlung auf die Abfassung eines bessern militairischen Gesczbuchcs. — Während daß unter dem Vorwände der Ersparung die eine Partei anftie Vertagung der G-sezg. brr dringt, dringt nunmehr unter gleichem Vorwand die Gegenpartei auf die Reduktion der ministeriellen Kanzleyen. Aftrch vom 17 Juny. D^rMarsch Französischer Truppen nach Italien wird stark betrieben. Den io, ii und 12. Inn. verliesscn, auf erhaltenen Befehl aus Italien, die Französijchen Truppen, welche im Rheinrhate, und von Vcttis bis Altstädten lagen, ihre bisherige Stellung, und giengen über den Gott. Harb nach Italien ab. Dadurch ward die Gränze gegen Vorarlberg und Graubündren blosgestellr. — D es benuzten sogleich die Ocstreicher. Einige ioc> derselben brachen den iz nach Ragaz' herüber: und nun, um diese zu verdrängen, nnd jene erledigte Stellungen wieder zubesezen, marjchire» gegenwärtig neue Truppen aus dem Innern der Schweiz und aus dem Oberclsas dahin. Türk 0 y. Ronftantinopel vom 18 May. Der Ottoman«» sche Minister der auswärtigen Angelegenheiten ist we. gen des Wicderansbruchs der Feindseligkeiten irr Egypten abgesezt werden. Man sagt, es seyen neue Unterhandlungen zwischen dem Grosvczier und dem Französischen General Kleber eröffnet: und England werde dicßfalls nachgeben. Ob die Franzosen, oder ein Stellverkrctter des GrosvczierS in Cairo Meister sey, darüber streitet man sich noch. vermischte Nachrchten. Der Unfall, welchen H. v. Kotztbue betroffen haben sollte, scheint sich vollkommen zu bestätigen. Oes- ftmtlche Blätter führen Nachrichten aus Reval an, nach denen er zwar mit Erlaubniß des Kaisers in dieser Stadt angckommen war, (wo er sich ehemals als Präsident aufgehalten hatte,) nachher aber, als er ohne Paß von Reval nach Petersburg reisen wollte^ in der ersten, auf dem Wege liegenden Stadt arre. tirt wurde, und nach erstattetem Bericht des Kam* Mandanten auf Befehl des Kaisers rn einer Kibitka nach Petersburg gebracht wurde, wo ihm der Prozeß gemacht werden sollte._._ ' Ankün dt gu n g. Karlsruhe. Die zur Ganntmasse der gewesener» Grenadier Florschen Eheleute von Klcinkarlsruhe gehörige einstöckew Behaussung in der Durlacher-Thor- gaß wird samt aller Zugehörde, Montags den zote» dieses Nachmittags 2 Uhr in des dorttgen Auwalds Hauße öffentlich verkaigert werden. Verordnet bcy Oberamt CarisMe den ihren Juny »Los.