Großherzoglich Badische : © ( o ö t 3 - Zeitung. Nro. 72 . Mitwoch, den 15. März i8ll. Frankreich. Im Moniteur vom 8. d. ließt man folgendes: „Der Transit -der levantischen Baumwolle durch die rheinische Bundesstaaten wird wieder leichter werden, als er es in den ersten Zeiten nach der Vollziehung der in Beziehung «uf die Kolonialwaaren ergriffenen Maasregeln gewesen ist. In Baiern wird der Handelsstand einer viermonatlichen Frist gemessen, um sich über die richtig befundenen •cquits ä caution in Betreff der zu Straßburg verisicirten Baumwolle auszuweisen. Zn Stuttgart ist kein« neue Auflage auf den Transit der levantischen Baumwolle gelegt worden. Diese Maare unterliegt daselbst nicht der Formalität des Entrepot. Die nach Frankreich bestimmte Baumwolle, welche im Großherzogthum Baden im Entrepot sich befindet, kann auf das Begehren und Betreiben der Eigenthümcr und Konsignatarien ohne Aufenthall und Schwierigkeit fpedirt werden. Man wird Maasregeln treffen, damit die Untersuchung des Ursprungs der Baumwolle zu Strasburg sogleich bei Ankunft derselben geschehen könne. Was die . neapolitanische Baumwolle betrifft, so können die Handelsleute von Rom, da sie hlosse Kommissinare sind, sich manchmal weigern,, die zur Sicherung der Strafen, welche auf falsche Ursprungs- Deklaratio nen gesezt sind, vorgeschriebenen Soumissio- «en zu unterzeichnen. Um in dieser Hinsicht alle Schwierigkeiten zu beseitigen, sind die Handelsleute im Innern, welche neapolitanisch e Baumwolle gekauft haben, eingeladen, entweder bei demMauthamt in Paris, oder bei dem in Lyon,. die Deklaration über die Quantität, die ihnen zugesandt werden soll, abzugeben, und die vorschriftmäßigen Soumiffionen zu unterschreiben."' Die Stadt Paris hat der Kaiserin ein Geschenk mit «iner stark im Feuer vergoldeten silbernen Wiege von getriebener Arbeit, und mit Perlenmutter eingelegt, gemacht'; .das innere istmituacaratfarhenem Sammet beseztdie Vorhänge sind von Spitzen, mit goldenen Bienen besäet u. mit weisem Atlas gefüttert. Die Form ist die eines länglichen Viereks, das auf vier sich durchkreuzenden Füllhörnern und auf.zwei Genien, dem der Grechtigkeit und dem der: Stärke, ruht. Auf den Seiten der gegitterten Einfassung befinden sich zwei Kameen, auf deren einem die Nymphe der Seine, das Götterkind in ihre Arme nehmend, und auf dem andern die Tiber, dem über ihr ausgehende«! neuen Gestirn zulächlend, abgebildet sind. An dem oberrr Theile der Münze sieht man di« Fama, in ihren Händen eine Krone, worüber ein Stern glänzt, als Bild des Genie und des Ruhms des Helden, der Frankreich regiert, haltend; gegen über erblikt man einen jungen Adler, dev mit unverwandten Augen nach dem Stern sieht, und> Versuche zu machen scheint, zu ihm empor zu fliegen. Dieses Kunstwerk ist vondemZiselirer Thomire, dem Sist- berarbeiter Odiot, und dem Tapezierer Darrac, nach, den Zeichnungen des Mahlers Prudhon, verfertigt worden. Am 2Z. Febr. hielt der Prinz Felix über die zu Florenz liegende französische Regimenter Nro. io, 20 und 112, sodann über das Bataillon Vcliten, über die Leib- Garde, und über die Departementalgarde eine allgemeiner Musterung, Ihre kaiserl. Hoheit die Großherzogin er- : schien dabei zu Pferde mit einem glänzenden Gefolge vom Generalen, ritt durch die Reihen der aufgestellten Truppen, und bezeugte über deren Evolutionen ihre Zufriedenheit. Abends gab der Prinz Senator Corsini einen Ball, dem die Großherzogin und der Prinz Felix mit Ihrer Gegen- ' wart beehrten. Am 24. Febr. waren Pferderennen, und man sah alle Strassen von Florenz mit Masken angcfüllt . In Folge eines neuen, kaiserl. französischen Dekrets; dürfen keine Schiffe unter Oldenburger Flagge fahren, noch in irgend einem französischen Hafen zugelassm werdm. Zu Hamburg ist unterm 4. dl folgende Bekanntma« chung erschienen: ,„Es hatten sich zwei. Nachrichten ver- 286 breitet, welche beide dem Handel, in Rüksicht der Einführung der Maaren aus dem Holsteinischen, gleich schädlich waren. Sie eine: daß die Hamburgischen Deputaten zu Paris eine Verminderung der Abgaben erlangen würden. Die andere: daß die Maaren , die die Abgabe in Hamburg bezahlt haben, von derselben im Großherzogthum Berg demungeachtet nicht befreit wären. Das Spe- zial-Konseil hat überden ersten Punkt angefragt und Vorstellungen über den zweiten gemacht. Es ist ihm darauf geantwortet worden, daß die Tarifs vom Oktober sowohl als auch die Tarifs der Bezahlung in Natura auftecht erhalten und ohne irgend eine Art von Modifikation gefordert werden würden. Auf den zweiten Punkt haben Se. Majestät, der Kaiser und König, geruhet, zu erklären, Laß alle Maaren, welche, mit der von der Direktion in Hamburg ausgefertigten Quittung der Abgaben versehen, spedirt werden, im Großherzogthum Berg ohne Entrichtung einer Abgabe zugelassen werden sollen. Das Spe- zial-Konseil eill, diese Beschlüsse zur Kenntniß des Publikums zu bringen, damit jede dem Interesse des Handels- stanbes schädliche Ungewißheit gchoben, und damit verhindert werde, daß viele Kaufleute oder Kommissionäre sich nicht der Wohlthat der Zulassung berauben mögen, indem sie die Termine, in welchen sie erlaubt bleiben wird, verstreichen lassen." Großbritannien. Bulletins über den Gesundheits-Zustand des Königs: Windsor, vom Z. Marz. Der ZustandSr. Majestät ist der nämliche, wie seit einigen Tagen. — Vom 4. Se. Majestät sind fortdauernd auf der Besserung. Der Alfred vom 2. b. sagt, das Unterhaus habe einen Ausschuß niedergesezt, um die Beschaffenheit und Ursachen des brittischen Handelsverfalls zu untersuchen. — Nach dem Trawe ller wollte der Kanzler der Schaz- kammer am 4. d. eine auf die Ernennung eines Ausschusses, um die Lage de- Handelskredits in England zu untersuchen, gehende Motion machen. Aer nach Nord-Amerika bestimmte neue Gesandte, Fester, sollte zwischen dem 4. und 9. d. nach seiner Bestimmung abgeheu. Dem Vernehmen nach wird die Regierung in dem bevorstehenden Frühjahr eine der zahlreichsten Flotten, die je m dem baltischen Meere erschienen sind, dahin absenden. I t a k t e n. 3 Cm 26. Febr. ist der Generalgouverneur der illyri» schm Provinzen, Marschall Marmont, Herzog von Ra- gusa, zu Mailand angekommen. — Die drei neuesten Stücke des Mailänder Offizialblattes (bis zum 2. Marz) liefern ausser einer Adresse des Domkapitels zu Mantua keine Adressen mehr, wahrscheinlich weil die meisten italienischen Bischöfe und Kapitel ihre Erklärungen bereits abgegeben haben. P r e u s s e n. Berliner Blätter vom 2. d. enthalten folgendes: „Nach eingegangenen offiziellen Berichten sind die Unruhen unter einem Theile der Landleute in Oberschlesien bereits so völlig beigelegt, daß die Gemeinden schon zu der schuldigen Dienstleistung zurükgekchrt sind, und mittelst Handschlages ihren Gehorsam angolobt haben. Der größte Theil des in jene Gegenden beorderten Militärs ist in seine Garnisonen zurükgekchrt, und die über jene Unruhen und deren Veranlassung ausgesprengten Gerüchte gehören in die Klaffe der Uebertreibung und Unwahrheiten." Folgendes ist der Schluß der Rede, womit der Herr Staatskanzler Freiherr von Hardenberg die Versammlung der nach Berlin berufenen Deputation am 2g. Febr. eröffnet hat: „Ueber die finanzielle Lage des Staats sollen Ihnen die Herren Präsidenten der Abtheilungen das Nöthige bekannt machen; insonderheit werden diese Ihnen die speziellen Berechnungen mittheilen, deren Sie bei der Bearbeitung bedürfen. Zu Ihrer Beruhigung will ich hier nur sovielsagen, daß die Schuldendes Staats an sich nicht abschreckend groß sind, daß er, ausser der Kontribution an Frankreich, nur wenig an das Ausland zu entrichten hat, daß diese Kontribution mit Einschluß der Zinsen allernäch- ftens zur Hälfte bezahlt seyn wird, daß wir Hofnung haben, die zweite Hälfte durch Anrechnung des Werths von Kolonial-Waaren, die Frankreich übernommen, beträchtlich vermindert zu sehen, daß viele Forderungen an den Staat bezahlt sind, daß eine ansehnliche Summe durch Kompens^ tion mit Rükständen, welche die königl. Kassen zu fordern habm, getilgt werden, daß die laufenden Zinsen von allen Staatsschulden, wie es das Finanz-Edikt vom 27. Oktober v. Z. verspricht, am 1. Julius d. Z. pünktlich abgetragen werden sollen, daß endlich beträchtliche Vorschüsse zur Aushülfe verschiedener Provinzen und der Stadt Berlin geleistet worden sind. Die Einnahmen und Ausgaben 287 des Staats sind so gestellt, daß ein ansehnlicher Ueberschuß zur Staatsschulden-Tilgung übrig bleibt, und wenn uns die Vorsehung die Segnungen des Friedens erhält und nur erst die Kontribution an Frankreich bezahlt ist, so dürfen wir mit Zuversicht hoffen, das Wiederaufblühen unsers Wohlstandes und die Herabsetzung der Abgaben zu erleben. Aber vorerst sind die größten Anstrengungen unvermeidlich, zumal, da der Verkauf der Domainen u. geistlichen Güter nur langsam von statten gehen kann, und da von auswärtigen Anleihen unter den gegenwärtigen Umständen wenig zu erwarten ist. So lange es irgend möglich ist, wird das im Finanz-Edikt vom 27. Oktober v. I. angekündigte inländische Anleihen, wo nicht ganz, doch zumThcil, unterbleiben. Dagegen muß auf die Einbringung der neuen Abgaben mit desto größerem Ernst gesehen werden. Man erinnere sich dabei, daß der Betrag keineswe- ges ganz als eine dem Lande aufgelegte neue Last anzusehen ist, da dagegen manche ältere Abgabe wegfallt, als die Accisen auf sehr viele Artickel; man bedenke, daß große Summen, z. B. durch volle Bezahlung des Vorspanns und der Fourage und Magazin-Korn-Abgaben, dem Lande wieder zu gute kommen. Auch hierüber werden Ihnen die Berechnungen vorgelegt werden. Endlich muß ich vorzüglich einen Jrrthum berichtigen: In dem mehrge- dachtcn Finanz-Edikt ist die Absicht angekündigt, die Pro- vinzial- und Kommunal-Kriegsschulden einer genauen Prüfung zu unterziehen, zu liquidiren und auszugleichen. Man hat dieses dahin mißverstanden, als ob die Absicht sep, die eine Provinz oder Kommune ungerechterweise für die andere zahlen zu lassen. Aber es ist gerade der umgekehrte Fall. Allgemeine Lasten sollen nach einem gerechten Verhältnisse aus das Ganze vertheilt, auf besondere Unglüksfälle und bereits getragene Bürden soll Rüksicht genommen, die eine jede Körperschaft inbesondere treffende Schuld soll einer zwekmäßigen Verwaltung übergeben, und nach übereinstimmenden Grundsätzen behandelt, ein Tilgungsfonds und die richtige Verzinsung gesichert, und die allgemeine Garantie des Staats dem Ganzen ertheilt werden. Noch fehlt es an einer billigen und-bestimmten Quotisation der Provinzen; diese soll aus diesen Anordnungen hervorgehen. Und nun, meine Herren, wollen wir uns mit redlichem Herzen, mit dem festen Vorsatze verlassen, im wechselseitigen Vertrauen unser wichtiges Geschäfte anzugehen u. zu vollenden, mit steter Rüksicht aus die Pflichten, die ein jeder von uns sich gewiß während der heutigen Versammlung lebhaft vergegenwärtigt, und deren treue Erfüllung im Herzen feierlich angelobet hat. Gott segne den König, das Land, und unsere Bemühungen." Rußland. Aus Peterburg wird unterm iZ. Febr. gemeldet: „Se. kaiserliche Hoheit der Großfürst Konstantin ist nach Twer abgerciset. — Unter den Neuigkeiten, die sich hier seitdem Anfänge dieses Jahres zugetragen haben, ist die Ernennung einer neuen hohen Staatswürde das vorzüglichste, nemlich die eines Reichs-Kontrolleurs. Der Reichsschatz- meifter, Baron von Campenhausen, der auch als Schriftsteller rühmlichst bekannt ist, ist zu dieser neuen Würde ernannt worden. — Unsere neue silberne u. kupferne Münze ist bereits im Umlauf gesetzt." Spanien. Nachrichten aus Kadix vom iZ. Febr. in englischen Blättern zufolge war Gen Castanos, an des verstorbenen Marquis de la Romana Stelle, zum Kommando der Armee berufen worden. Die Cortes und die Regentschaft, die in dem Kloster von St. Philipp in der Festung ihre Sitzungen hielten, verloren immer mehr an Popularität. Es war die Rede davon gewesen, einen allgemeinen Ausfall zu machen, und die Belagerungsarmee anzugreifen; derselbe unterblieb aber, und überhaupt herrschte eine auffallende Unthätigkeit unter den in Kadir liegende Truppen. Anzeige. Die allgemeine Handlungs-Zeitung, von welcher in den Monaten Januar und Februar 42 ganze u. halbe Bogen in Großquart erschienen sind, enthalt die interessantesten Nachrichten über Handel und Fabrickenwesen, die Handels-Verordnungen der vorzüglichsten Staaten, die Waarenpreiße, Geld- und Wechselkurse, Frachten, Bücher- Recensi'onen, Rechtsfälle, und überhaupt alles was dem praktischen Kaufmann und Fabrikanten zu wissen nüzlich und unentbehrlich ist. Die Handlungs - Zeitung kommt wöchentlich fünfmal heraus, und ist eben so oft in allen Postämtern zu haben, in welchen man sie zu jeder Zeit auf ein halbes Jahr bestellen kann. Da die Handlungs-Zeitung einzig ist, seit iK Jahren bestehet und nicht leicht in einem bedeutenden Handlungshause fehlt, so ist es unnöthig etwas zum Lobe derselben hinzuzufügen. (Diese Handlungs-Zeitung ist posttäglich in allen Postämtern des Großheczogthums Baden zu haben, und kann zu jeder Zeit auf ein halbes Jahr bestellt werden.) Komptoir der Handlungs-Zeitung in Nürnberg. 28.8 ' Bon fcertt Verkünd; ge'r oder der Zeitschrift für die Fortschritte und neusten Beobachtungen, Entdeckungen und Erfindungen in den Künsten und Wissenschaften, und für gegenseitige Unterhaltung, sind bereits hie Monat Januar und Februar V0N 42 halben und'ganzen Bogen erschienen, und mit Ende jeden Monats an die Herren Abonnenten versandt worden. Aus 172 Quartseiten find sehr interessante und nüzliche Aufsätze, Nachrichten und Angaben aus der Landwirthschaft, -d'en Manufakturen, Fabricken und Künsten, der Geschichte, Länder und Völkerkunde,,dem Handel, der Naturlchre «. Naturgeschichte enthalten Der Verkündiger, dessen Werth seit 15 Jahren bei minderen Umsange allgemein aner annt ward, kann ^run bei Erweiterung seines Planes ungleich mehr leisten. Er - ist wöchentlich fü n fma l durch alle Postämter u. Zeitungs ' .Expeditionen und monatlich in allen Buchhandlungen zu 12 Mulden der Jahrgang zu haben. Nüzliche Erfindungen, Entdeckungen für bürg rliche Gewerbe und interessante Nachrichten werddn honorirt von der ^ Redaktion des Verkündigers in Nürnberg,. Auf die von Herrn Friedrich Wilmans in Frankfurt ange-^ kündigte merkwürdige Reife um die Welt, in den ■r Jahren t 80z bis 1807 von G. H. von Langsdorff, 2Bde , in gr. 4. Mit 35 — 40 Kupfern, wovon e n ausführlicher Prospekrus bei uns unentgeldlich zu haben ist, nehmen wir bis zur Leipz. Jub. Messe Pränumeration an. Mack letsche Hofbuchhandlung in Earlsruhe. Carlsruhe. )V 0 r l a d « n g.) Durch eine Verfügung "des Großherzvgl. Direktoriums des Psinz- und Enz-Kreises Irom i. Febr. d. I., ist gegen den milizpflichtigen Jakob Friedrich G la ß e r von Kniet ngen, und Joh. Adam König von da, welche bei der Reservisten-Ziehung am 26. Jänner und I. April v. I. vom Loos getroffen wurden, ober ungeachtet dreimaliger Vorladung nicht erschienen sind, die gesetzliche Strafe der Vermögens-Konfiskation und des Ver- lusts dtt Staatsbürgerrechte erkannt worden, welches hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, Earlsruhe,, den 2. März 1811. Großherzogliches Landamt, Eis« nl 0 hr. Earlsrnhe. ^Schulden - Liquidation.) Nachdem über das verschu dcte Vermögen des verstorbenen Sattlermeisters Jakob Friedrich Beck Jun. von hier, von Groß- herzogl, Stadtamt der Gant-Prozeß erkannt worden; so werden alle diejenige, welche an die Masse eine Forderung . zu machen haben, hiervon benachrichtigt mit dem Anfügen,, d-eselbe, urter Vorlegung ihrer Urkunden, Montags den 1. April d, I. bei dem Awtsreviforat dahier zu liquidiren, um so gewisser,, als man sonst di« Strafe des Ausschlusses zu gewärtigen habe, Earlsruhe, den i. Merz 1811, Großherzogiichcs Amtsrevifdrat, Obermül ler. lCnd i n g e n, sVorladung. ], Der Weber und Weinhandlev Andreas Zimmermann von Bohlingen, tst iw Untersuchung genakhen, hat. sich aber seit Vornahme ! des Geschäftes von Hause entfernt, ohne daß dessen der- maliger Aufenthalt bekannt ist. Derselbe, wird daher auf- gcfordert, bei.'deb auf Donnerstag den 21. März ausgeschriebenen Liquidation um so gewißer zu erscheinen, als widrigenfalls alle entstehende Nachtheile er sich selbst zuzuschreiben hat. Zugleich wrrd jedermann gewarnt, mit diesem Manne in keinen Handel sich einzulassen, da man zu keiner Zahlung zu verhelfen weiß. Verfügt Endingen, den 26. Februar ign. Großherzoglich Badisches Bezirksamt. V a u m ü l l e r. Carlsruhc. sReife - Gelegenheit.) Ein Herr und eine Dame, die Anfangs künftiger Woche in einem 4sitz gen guten Wagen, «ach München reisen wollen,, suche» eine einzelne Person, gegen einen Drittel der Reisekosten. Das Staats-Ieitungs-Komptorr giebt weitere Nachricht. Carlsruhe. ^Versteigerung.) Montag, den 18. Marz und dir darauf folgenden Tage werden in dem vormaligen k. k. französischen Gesandtschafts-Hotel mehrere Effekten, als: sehr schöne Meubles, Spiegel- und Glas- Waaren, Porcelaine, Steingut, Betten, ein schöner Stadt- Wagen, Küchengeschirr und anderer Hausrath gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Rastatt. fAn zeige.) Bei Joseph Jung jun., Buchbinder allhier, ist das bekannte Werk: „Stten n. Gebräuche aller Nationen" mit illuminitten Kupfern, im Subscriptivns- Preis der Band um 4fl. 30 kr.; mit schwarzen Kupfern zu 3 fl. 45 kr. zu haben, wovon drei Bände schon erschienen p der 4te und lezte Band wird bis nächstes Spätjahr vollendet seyn. Rastadt. sWirthschafts - Verpachtung.) Unterzogener ist gesonnen, sein in Steinmauern bei Rastatt stehendes zweistöckigtes Gasthauß zum Schiff, gegen annehmbare Bedingungen auf mehrere Jahre zu vermiethen. Dieses Haus besteht i) in einem Wein- u. Gemüß-Keller, beede geräumig. 2) Im unterm Stock: Eine Wirthsstube mit Nebenzimmer, em Gastzimmer, Küche, nebst Speißkam» mer, und eine neu. eingerichtete Metz. Im obern Stoch rin Tanzsaal mit einem Nebenzimmer, 2 große und Z kleine zut gebaute Gastzimmer. Dazu gehört noch, eine bequeme Scheuer, Holzremise für 15 Pftrde u. 8 Stuck Rindvieh, nebst 5 Schweinställen. Zu dem oben erwähnten kanw rem Liebhaber auch noch 8 Viertel Gärten, 6 auch mehr. Viertel Wiesen, und 24 Viertel Aecker einstweilen auf der. Stelle abgegeben werden. Da der herannahende Frühling, die Einblumung der Güter nöthig macht,, so ersuche ich Ktz- Lusthabende, .sich sobald als möglich, über diese Sache mit: mir in Verständniß zu fetzen, sonsten wäre ich qenothigt >» rieser Hinsicht eine Abänderung zu treffen. Da rch auch ebm Fremden, der sich legitimiren kann, oben erwähn» Behausung und Liegenschaften anbiete, so benachrichtige ich elbe, daß das Haus durch den in Steinmauern bestehenden Holzhandel, und durch die Strasse nach Lauterburg zu empfehlen ist. Harlsinger,^ , Prm. Lieut. >m 3. Lmien-Jnfant. Reg. Graf Wilhelm von Höchberg,