Großherzoglich Badische Staats - Rro. 92. Dienstag, ■ Rheinische Bund es-^Staaten: Mannheim, den Zi. März. Se. Majestät der Kaiser der Franzosen, König von Italien, haben den kai- serl. königli Kammerherrn, Grafen von Marmier, mit einem eigenhändigen Schreiben eigends an Ihre kaiserl. Hoheit, unsere Frau Erbgroßherzvgin, abgesandt, uns Höchst- derselben die höchsterfreuliche Nachricht der glüklichen Entbindung Ihrer Majestät der Kaiserin, und die Geburt Sr. Majestät des Königs von Rom zu notifiziren. Erwähnter Kammerherr ist, nach einem achttägigen hiesigen Aufenthalt, heute wiederum von hier nach Paris zurükge- rrist. Bei seiner Ankunft dahier wurde den nämlichen Abend zur Feier dieses höchstglüklichcn Ereignisses das Theater illuminirt, u. den Tag darauf war Cour in Galla bei Ihrer kaiserl. Hoheit, weiche die Gratulation des hiesigen Hofes annahmen. Der königl. westphälische Staatsrath, Herr Baron v. Malsburg, General-Direktor der Amortisations-Kasse, ist unterm 2?. März zum General-Direktor des öffentlichen Schatzes, jund der Staatsrath, Herr von Schmidt- Phiseldeck, zum General-Direktor der indirekten Steuern ernannt. worden. Bor einigen Tagen ist zu Frankfurt bie. Entscheidung wegen Nachbezahlung des Imposts dcr.Kolonialwaaren, welcher auf 1.4 Millionen Franken scstgesezt war, mit einem Nachlaß von 500,000 Franken aus Paris eingetrof- fcn. Die also festgesetzte Million, muß bis zum 6. April entweder in baarem Gelde oder in guten Wechseln erlegt werden. Auch ist dem Frankfurter Handelsstande die. Er- laubniß ertheilt worden, die durch den Tarif abgelößten Waarcn nach Frankreich mit der Bedingung, versenden zu dürfen, daß noch ein Decime des. Imposis darauf bezahlt, und für den Betrag des Versands französische Waarcn bezogen werden.. Auch muffen die Deklarationen derselben binnen 24 Stunden geschehen.. Zeitung. den 2. April . 1811 . » * D ä n e nr a r kl. Der Artickel des engl. Blatte, the Times, aufwelchen sich die vorgestern mit getheilten Bemerkungen der dänischen Staatszeitung bezogen,, betraf eine vor einiger Zeit.erschienene königl. dänische Verordnung, wegen derj schwedischen Schiffarth. Der von der nämlichen Staatszeitung angezogene Artickel aus Stockholms Posten vom 23. Februar enthält im wesentlichen folgendes:.. Man scheint, bei uns das englische Uebel verbreiten zu wollen. Es wäre zu wünschen,, daß rechtliche Bürger sich, angelegen seyn lieffcn, abgeschmakte Gerüchte zu ersticken, welche der Parteigeist erfindet, und der Müssiggang fortpflanzt, Gerüchte, die ohne Zweifel zwar wenig Glauben finden, deren Unsprung aber nur einem entworfenen Plane bcigc- messen werden kann, Gesinnungen zu erwecken, welche dem von der Regierung angenommenen wohlthatigen Plan zuwider laufen. Wer sollte Nicht wissen, daß unser König, als Regent, einer der ersten war, der- die neue französische Regierung anerkannte, daß, so wie er den Thron bestiegen hatte , er nichts eifriger betrieb, als die Bande mit dem ältesten unserer Alliirten wieder anzuknüpfen? Wer sollte nicht wissen, daß unser Kronprinz voll Ehrfurcht »..Ergebenheit'gegen den Kaiser der Franzosen ist, daß er in. seinem Vaterlande zu kostbare Denkmäler seines Ruhms hinterlaffen hat, als daß er nicht mit gleicher Innigkeit an Frankreich und an Schweden hängen, daß nicht in seinem Herzen und in seiner Person die Interessen Frankreichs und Schwedens, welche schon durch- die gesunde Politik und die gegenseitige Lage beider Länder unauflösbar sind, vereinigt seyn sollten? Wer erinnert sich nicht des Enthusiasmus, mit welchem- irie Reichs - Stande am 10. May 1800 die Rachricht von Napoleon's Siegen vernahmen? Hat man vergessen, mit welcher Einmüthig- keit die Stände am io. Aug. 1810 einen französischen Prinzen zum Thronfolger ernannten? Wer hat nicht die 374 unerschütterliche Anhänglichkeit der schwedischen Nation an Frankreich bemerkt? Es ist abscheulich, sehen zu müssen , wie eine Handvoll Menschen, gegen den erklärten ^Villen der Regierung, der Stände und der Nation, dem Betragen Schwedens einen englischen Anstrich zu -geben sucht. Wahrend der Krieg an England erklärt ist, während die heiligsten Pflichten uns an das Kontiuental- System knüpfen, wie können es diese Menschen noch wagen, alles, was aus England kommt, zu erheben, uns in, dem Handel mit England die Grundlage unseres Wohlstandes und unserer Unabhängigkeit zu zeigen, und uns aufzufordern, keine Gefahr scheuend, diesen gesetzwidrigen Handel fortzusetzen ? Das System des Königs steht unerschütterlich fest; er ist dem Kontinentalsystem beigetreten, er hat den Krieg erklärt. Um indessen ehrenvolle Wortheile daraus zu ziehen, müssen alle Bürger zur Ausführung Mitwirken rc. Frankreich. Am 25. d. haben Se. Majestät der Kaiser ein Handels- und Manufaktur-Konseil, und am 27. ein Ministe- rial-Konseil gehalten. (Monit. vom 23.- März.) Man meldet aus Boulogne, daß die Versuche, die man mit Rakeken 2 !s Congreve angestellt hat, vollkommen gelungen sind; man trieb, sie 1980 Klafter weit, welches 200 Klafter mehr macht, als bis jetzo die Engländer sie treiben konnten. (Ebendas.) Unterm 25. März hat der Kaiser ein Dekret erlassen, welches die Absicht hat, dem kaiserl. Invaliden-Hotel bestimmte Einkünfte zu sichern, und zugleich diesem Denkmal der öffentlichen Dankbarkeit gegen die Vaterlands- Vertheidiger den angemessenen Glanz zu geben. (Wir werden darauf zurükkommen.) Am 22. Mä*z ist der Stamm der 2ten westphälischen Division, unter dem Befehl des Obersten vom zweiten Regiment Linien-Jnfanterie, von der Armee aus Katalonien kommend, und sich nach Cassel begebend, in Schlettstadt angekommen. Großbritannien. Im Journal, the Star, vom 21. März, ließt man: „Man glaubt, daß die Kaiserin von Frankreich niedergekommen ist; denn gestern haben die französischen Küsten- Batterien Freudensalven abgefeuert, und am Abende des nämlichen Tags ist die ganze Stadt Boulogne beleuchtet gewesen, und man hat viele Raketen aufsteigen lassen. Nach der Zahl der gefallenen Kanonenschüsse scheint die Kaiserin einen Sohn gebohren zu haben." Der Bericht der von dem Unterhause des Parlaments ernannten Kommission zu Untersuchung des Zustands des Handelskredits (sh. Nro. 87.) war folgenden wesentlichen Inhalts: Die Hauptursache der unter der engl. Kaufmannschaft herrschenden Noth liegt vorzüglich in den beträchtlichen Spekulationen, die bei Eröffnung der Märkte Brasiliens und anderer Theile von Südamerika gemacht wurden. Die Kaufleute von London, Liverpool u. Glasgow überführten diese Märkte, die Ladungen fanden nicht schnell genug Absaz, die Spekulanten waren nicht im Stand, die den Fabrikanten ausgestellten Wechsel zu bezahlen, die Wechsel wurden den Fabrikanten zurükgeschikt; dadurch entstanden Verlegenheiten und Bankerotte. Nun trat großes Mistrauen, besonders auf Seiten der Bankiers, ein, die fabrizirten Maaren sanken sehr im Preiße, gewisse Artickel um 30, 40, 50 und sogar 60 Prozent. Die stärksten Fabrikanten mußten ihre Arbeiten um ein Drittel, andere,um die Hälfte einschränken; andere entliessen alle ihre Arbeiter insgesammt, und diejenigen Arbeiter, die man behielt, bekamen sehr verringerten Lohn, kaum über die Hälfte des gewöhnlichen. Die Kommission gibt bei der Gelegenheit den Betrag der Ausfuhr von Baum- wollenwaaren bis zu dem Anfang der gegenwärtigen Noth also an: Im Jahr 1807 wurden für 9,846,889 Pfund Sterling ausgeführt, im Jahr 1808 für 12,816,723 Pf., im Jahr 1809 für 18/616,723 Pf., und im Jahr 1810 bis zum Okt. für 12,761,136 Pf. Was noch mit zu der erwähnten Noth beitrug, war, daß die Rükfrachten aus Westindien und Südamerika, zu denen die dahin ausgeführten Waaren Anlaß gegeben hatten, und die großen Theils in Zucker und Kaffee bestanden, nicht zu Werth gebracht werden konnten. Eine andere Ursache der gegenwärtigen Noch ist, daß man viele Waaren von fremden, wie von englischen Kaufleuten in Magazinen aufge- häuft hat. In England dürfen fast alle fremde Waaren eingeführt, aufbewahrt u. dann wieder ausgeführt werden, ohne irgend eine Abgabe von der Einfuhr. Die auswärtigen Kaufleute, aus neutralen, feindlichen oder alliirten Landen, sandten bei jeder Gelegenheit Waaren her. Die Spanier, die Portugiesen schikten eine Menge, nicht zum Verbrauch, sondern zur Aufbewahrung oder zum Verkauf. So führt in der That England anjezt die portugiesischen 375 * Weine nach Portugal aus. Gegenwärtig füllen sich die Magazine in England mit Produkten aus Südamerika (woher wir sonst fast nichts als Gold oder Silber in Stangen bezogen), was auch die Kapitale der Kaufleute erschöpft. Mit den englischen Eroberungen ist es der nämliche Fall. Ausser den Produkten der alten Kolonien werden nun noch die Produkte von Martinique, Guadeloupe, St. Croix, St. Thomas, und auch größtentheils von St. Domingo, in England eingeführt. Die Einfuhr aus Len europäischen Häfen, die der englischen Flagge verschlossen sind, war unermeßlich. Diese Ursachen wirkten zusammen, und um so fühlbarer zu einer Zeit, wo die Amerikaner verhindert waren, den großen Theil amerikanischer und westindischer Produkte, den sie sonst natürlicher Weise verführen, nach Europa zu bringen. Die Kommission giebt zu, daß auffer den angeführten Ursachen auch noch andere vorhanden seyn, und ausser den erwähnten Fabrikanten und Kaufleutcn auch noch andere Zweige leiden mögen, versichert aber, daß der Wollenwaaren-Handel nicht r'n diesem Fall sey, und tragt am Schlüsse darauf an, die Kaufmannschaft, wie im Jahr 1793, zu unterstützen, und, wie bereits angezeigt worden, eine Summe von 6 Millionen Pfund in Schazkammerscheinen dazu auszusetzen, eine Unterstützung, die sehr angemessen und wirksam seyn würde. Italien. Vor einigen Tagen, schreibt man aus Venedig unterm 22. März, ist in dem hiesigen Arsenal wieder ein Linien- Schiff von 74 Kanonen vom Stapel gelaufen. An dem Bau zweier anderer, auch einiger Fregatten und Korvetten wird mit größter Thätigkeit gearbeitet. Die Terra ferma und Dalmatien liefern brauchbares Schiffbauholz im Ueberfluß. O e st r e i ch. Die Staatskassen der östreichischen Monarchie sind, nach Wiener Briefen vom 23. März, bereits wieder mit beträchtlichen Summen in Gold und Konventionsmünze angefüllt. Einem allgemeinen nicht ganz unwahrfcheinlj- chen Gerüchte zufolge, will der Herr Hofkammer-Präsident Graf Wallis, sobald es die Umstände rathsam machen, 30 Millionen bauten Geldes gegen Einziehung einer gleichen Summe von Einlösungsscheinen in Cirkulation setzen. P r e u s s e n. Nach zuverläßigen Nachrichten sollen die in allen preus- sischen Seestädten und Häfen genommenen geschärften Maasregeln gegen den engl. Handel auch in Danzig die Verstärkung der dasigen Garnison nothwendig machen, und demzufolge die bisher in Stettin gestandenen sächsischen Truppen dahin gezogen, und in Stettin durch kaiserlich-französische, welche sich schon auf dem Marsche befinden, ersetzt werden. — Se. Majestät der König haben Ihrem ausserordentlichen Gesandten am kaiserl. französischen Hofe, Generalmajor von. Krusemark, den rothen Adler- Orden erster Klasse zu verleihen geruhet. Theater - Nachricht. Heute, den 2. d.: Der Dorfbarbier, komische Oper in 2 Aten. Musikk v. Schenk. — Hierauf: Die beiden Billets, Lustspiel in 1 Akte, von Wall. C 0 » z e r t - Anzeige. Mit hoher Bewilligung wird Friedrich Kaufmann aus Dresden die Ehre haben, Mittwochs den z. April im Saale des Duclacher Hofs, ein großes Vocal- und Instrumental - Eoncert zu geben, wobei er sich auf dem von ihm selbst erfundenen Tasteninstrument, Harmonichord, öffentlich hören lassen wird. Subscriptlon-Billets sind, im Durlacher Hof ä 48 kr. zu bekommen, an der Kasse kostet das Billet i fl. Der Anfang ist u m 6 Uhr. ttmim ~i tiiili»!,», Inn "Ti a ," ——— -!-mm Freiburg. (Versteigerung des zu einer Leinwand- oder Kottvnfabrik schiklichen Schlosses, sammt Güter in Ebnet bei Freiburg im Breisgau.) Nach höchster Finanzministe- rial-Verfügung wird Montags den 6 . May d. I. Morgens 9 Uhr, das ehemalige gräflich von Sikingische, nun landes- herrschaftliche Schloß, sammt zugehörigen Gebäuden, Kraut- und Grasgarten nebst 62 Juch Aerkern, zu Ebnet, entweder im Ganzen oder in nachbeschriebenen Abtheilungen, in dem Schloßgebäude selbst, unterm Meistgebote öffentlich versteigert werden. Dieses wohlgebaute, von der Hauptstadt Freiburg nur eine kleine Stunde entfernte, auch vorzüglich gut situirte Schloß, liegt an der Hauptstraße, welche über den Schwarzwaid gegen Würtemberg und die Schweiz sich hinzieht, u. verbindet den gedoppetten Bortheil in sich, daß solches, durch seme Lage und wegen des in raschem Lauf m:t frischem Wasser durchfließenden Mühlenbachs, zu einer Leinwand- ooer Kcttonfabricke, oder auch zu einem andern Gewerbe sehr gut benuzt werden kann, zumal, da der größere Theil der Einwohner in Ebnet kein eignes Land besizt, folglich zu den verkommenden Fabriken oder sonstigen ökonomischen Arbeiten, willig sich gebrauchen lassen würde. Das Schloß ist am E ngang mit eurem großen eisernen Thor und Thorwächter-Wohnung, auch Vorhofe und einer Remiße versehen; der Plaz mit Einrechnung de§ Kraut- und Gcasgartens, der mit Statuen und Urnen geziert ist und worinnen etliche ivo Stük Obstoäume, der besten Gattungen befindlich, beträgt gegen zwöff Jauchert. Das ganz« Feld ist mit einer Mauer eingefaßt, und bei 376 den Ausgängen mit einem geräumigen Orangeriehause, und eisernen Gittern versehen. Ob dem Garten befinden sich wieder beim Eingänge eine Wohnung, mit einer sehr geräumigen Scheuer, nebst genügsamen Pserd- und Viehstal- lungen, so, daß 20 herrschaftliche Kutschen- und 16 bis 20 Oekoncmie-Pferde gestellt werden können, ferner eine Wohnung, welche das Back- und Waschhaus in sich begreift, sodann eine große Wagenremise und Endlich ein geräumiges Oekonomie-Gebaude mit einem gewö.bten Einschlag, Keller und Fruchtspeicher. Dazu gehört auch noch eine über der Landstraße gelegene Eisgrube, sodann werden, falls es einem Käufer besonders anständig wäre, noch ungefähr 62 Ju- chcrr zerstreut liegende, jedoch großenthcils in der Nähe des Schlosses befindliche Aeckcr mit in den Kauf gegeben: Auch kommt dazu ein Bürgerrecht, welches den bürgerlichen Holz- und Waidgenuß in sich begreift, und seinen besondern guten Werth hat. Der sehr mäßige Anschlags- und Ausrufspreiß vorbeschriebenen Wesens beträgt 31,500 fl. Die zweite Versteigernngsart geschieht in folgenden Abteilungen. Zur ersten Abtheilung gehört: Das Schloßgebäude, das Orangeriehauß, 1 Remise, 1 kleine Schloßkapelle, und 1 Gartenhäuschen, die Eremitage genannt, m bst der Thorwächter-Wohnung, sodann der Kraut- nnd Erasgarten beim Schloß, ungefähr 9^ Juch groß, nebst der Eisgrube, sodann eines der vorhandenen beeden Bürgerrechts. Angeschlagen pro 6280 fl. Zur zweiten Abtheilung: Das Oekonomie-Gebäude, nebst dem dabei befindlichen Kraulgärtchen ohngesähr Z Viertel groß, nebst der vordem Abtheilung der Scheuer bis zum Traschtenn, welches, wenn es nicht zum Verkauf des Ganzen nöthig ist, zu einer Dienst- demutzung Vorbehalten bleibt. Zur dritten Abtheilung: Das ehemalige Gärtnerhäuschcn nebst dem Anstoß an der Scheuer, sammt Stallung darunter, für 800 fl, Zur vierten Abtheilung. Der untere Theil der Scheuer von Anfang des Scheu- rentenns bis zu Ende der Scheuer, nebst dem zwischen der Scheuer und der Scheidmauer gelegenen Dungplaz, ohngesähr. § Viertel groß, ingleichem das unterhalb der Scheuer befindliche durch den gemeinschaftlichen Weg abgesonderte Pläzchen von ohngesähr zwanzig Ruthen angeschlagen für 800 fl. Zur fünften Abtheilung. Das ehemalige Waschhaus, nebst einem kleinen Pläz- chen Feld vornen am Hauß, nebst einem kleinen Pläzchen Grasftld hinten daran, für 450 fl. Zur sechsten Abtheilung. Das ehemalige Wagenhaus, nebst einem kleinen Pläz- chen Grasfeld, ohngesähr | Viertel groß für 150 fl. Zur siebenten Abtheilung. Auf die 62 Juch Aecker, wovon ein Theil zu den obigen Abt Heilungen geschlagen werden könnte, ist bereits geboten 19/220 fl. Sodann: Wird auch noch das 2te Bürgerrecht zum stesondern Verkauf gebracht werden, angeschlagen für 300 fl. Es wird dabei bemerkt: 1) Befinden sich im Ebnerer Bann, auch noch gegen 70 Juchert Matten, welche nach Endigung ihrer zum Theil noch etliche Jahre andauernden Bestandzeit, zum Verkauf bestimmt sind. Ein Theil davon liegt ganz in der Nähe des Schlosses, und kann auf allenfallssges Verlangen noch in diesem Jahr verkauft werden. 2) In etlichen um das Dorf herumliegenden Gewässern besizt die höchste Landesherrschast auch die Fischerei-Gerechtigkeit, welche nach Endigung der gegenwärtigen Pachtzeit, die noch etliche Jahre andauert, zum Verkauf bestimmt werden wird. Die aufgestellten Kaufbeding Nisse bestehen übrigens in den Hauptpunkten darinnen: 1) Zu Zahlung des KaufschillingS werden sechs auf einander folgende, 6 Wochen von der 3 tcUift: