Rkv. i?r >. 72 c>. Tarlsrvher M » N t « g S » 8 e k t 8 8 g. den 27 Oct§hLr>- 0 6 : Mit GroeherzoZlich Badischem gnädigstem privikegio. Iimhalt. Erfurt; Durchmarsch einer qrosen stanz. Armee. Nürnberg; Feldmarschaü Mellendorf ist toVK. München; Reue Armee Nachricht. Frankfurt. Berlin; Die Russen sollen auf dem Marsch seyu. Paris r Officielle Bulletins der groscn stanz. Armee. Deutschland. Erfurt, vom 18 Okt. Ans der am 14. d. hier gehörten Kanonade hat sich ,heben , daß die k. k. stanz. Armee auch in den ober Md unter Weimar mit dem königl. xreuß. Armeekorps, unter Kommando Sr Mas. des Königs, des Fürsten von Hohenlohe, des Generallicut. v. Nüchel rc. vor- gefallenen Treffen , sich siegreich gezeigt, selbiges geschlagen und zersprengt, und sowohl Weimar nebst den um» liegenden Oertern, als anch Erfurt nun brsezt hat. Nach rorhergrgangener, für unsere Stadt sehr vortheilhast ausgefallenen Kapitulation, rükte das stanzös. Armee- torps, so aus mehr als 100,000 M. bestand , am 16 t. hier ein, welche aber sämtlich nur blos durch unsere Stadt hinzogcn und gröstenthels ihren Weg nach Gotha und Langensalz zu nahmen, bis auf etwa einige Negimenter, welche einstweilen znr Besatzung derselben blieben, die wie es heißt, in der Folge durch einige Bataillons Heffendarmstadtsche Truppen abgelöst werten sollen. Die hier befindlich gewesenen, aus mehrcrn Mann bestandenen preuß. Truppen, werden mit Passen versehen nach ihrer Heimath gesendet. ültstr mehrem hm mit erusetrvWew K- k soa»^ Generalen befanden sich Se. Durch!, der GrosheMI Joachim, Se. Durch!, der Kriegsministcr Fürst Uhrbänder Berthier, Se. Exzell. der Hr. General le War- kr, und Se. Exzell, der Hr. General Arnould; wovon Se. Exzell, der Hr. General le Clarke, als Gouverneur hiesiger Stadt, und leztcrer als Stadtksnimsn» dank, hier MÜckblieben, die erstem aber nach einem kurzen.Austnchalte ihren stvncrn Weg zur Armee fort» stzten. Soviel man bis jezt mit Zuverlässigkeit erfahren hat, ist nicht allein das benachbarte Gotha, sondern auch nach einem bei Langensalz, zwischen den k. k. stanz. königl. preuß. Truppen, vorgefallnem Gefechte, nicht allein dieses, sondern auch noch mehrere andere Ocr- ter von ihnen besezt worden. So eben (Abends gegen 5 Uhr) kommen hierunter stanz. Eskorte gegen iZoo Mann königl. preuß. Kriegsgefangene an, welche in der Predigerkirche ausbewahrt werden. Nürnberg, vom 22 Okt. Den neuesten Nachrichten zu Folge ist der Fel-MW ML MlleMxs an seine» -Maden gestorben München, vom 24 Oct. Die heutige Staatszeitung enthält folgendes: Ein diesen Morgen aus dem kaiserl. Hauptquartier M Halle eingetroffner Kourier, welcher am 20. diß dort abgereißt ist, bringt die Nachricht, daß die preuß. Armee gegenwärtig vollkommen zerstreut sey. Man zahlte 5000 Gefangne und 400 Kanonen. Alle Magazine und Bagagen sind erobert. Die preuß. Regierung könnte noch höchstens 30,000 Mann zu- saminenbringen. Der linke Flügel der franz. Armee schloß Mägde« kurz ein, und der rechte hatte die Eibe passirt, um alles dasjenige aufzufangen, was sich nach Berlin rct« ten könnte. Man glaubte, daß der König und die Königin sich zu Magdeburg befinden. Die allgemeine Meinung im Hauptquartier des Kaisers war, daß Letztrer binnen 6 Tagen zu Berlin sich befinden würde. Die sächsische Armee, 20 bis 25,000 Mann zu Anfang des Feldzugs stark, ist auf 7 bis 8voo Mann geschmolzen, welche nach Haus hcimzukchren verlangten. Der Kourier bringt noch mit, daß, wenn die schwere Kavallerie der Franzosen, welche am nz. d. noch 36 Meilen von dem Schlachtfeld entfernt war, zur rechten Zeit angekommen wäre, nicht ein Mann von der preuß. Armee entkommen scyn würde. Frankfurt, vom 24 Oct. (Officiell.) Ein so eben angekommener zweiter Kou- rler aus dem kaiserl. franz. Haiptquartier überbringt die officielle Nachricht, daß »Erfurt sich zwischen dem rz und i6ten d. ergeben hat. Der Feldmarschall Möllendorf und Prinz von Oranien sind mit 7000 Manu Kriegsgesangen-AlleMagazine sind in den Händen der Sic« grr. Schon bey Jena hatten dieFranzoscn die ganze Bagage der Preussen erbeutet. Die Lage von Weimar war schrecklich. Se. Majestät der Kaiser von Frankreich machten gleich nach Ihrem Einzüge in Weimar der verwit- tibten Frau Herzoginn, welche allein in der Stadt geblieben war, einen Besuch. preussen. Berlin, vom 15- Oct. Ein aus der Gegend von Breslau angckommener Reisender versichert, daß daselbst und in dortiger Gegend für Loooo.Mann Russen Quartiere angesagt worden sey, und daß in Kalisch noch zoooo Mann erwartet würden. Frankreich. - Paris, vom 22 Oct. Das offizielle Blatt macht heute die 2 ersten Armeebulletins bekannt. Das erste ist von Bamberg vom 8. d. datirt, und folgenden Jnnhalts: „ Der am 20. July mit Rußland abgeschioßne und Unterzeichnete Frieden, die mit England angeknüpsten und beinahe zu ihrer Reife gediehenen Negoziationen hatten Bestürzung in Berlin verbreitet. Schwankende Gerüchte, die sich vervielfältigen, und das Bewußtseyn des Unrechts dieses Kabinett gegen alle Machte, die es nach und nach verrachen hatte, ließen es der verbreiteten Sage Glaube» beymeffen, daß ein geheimer Artikel des Traktats mit Rußland dem Prinzen Konstantin Pohlen mit dem Königstirel, Schlesien Ocstreich, in Tausch gegen seinen Antheil an Pohlen, und Hannover England gäbe. Er überredete sich,, daß diese z Mächte mit Frankreich einverstanden seyen, und daß aus diesem Einverständniß für Preussen die größte Gefahr entspringe. Das Unrecht Preußens gegen Frankreich steigt in entfernte Zeiten hinauf. Preussen griff zuerst zu den Waffen, um Durcheile von unfern inncrn Zwistigkeiten zu ziehen. Es griff zum -ckenmal darnach, als der Herzog von York in Holland einfiel, und zur Zeit des letzte» Kriegs, wo es keine Ursache hatte, mit Frankreich unzufrieden zu feyn, nahm ej aufs neue eine kriegerische Stellung, und Unterzeichnete am 1. Oct. 1825 den bekannten Traktat von Potsdam, an dessen Stelle, einen Monat spater, der Traktat von Wien trat. Preussen ist im Unrecht gegen Rußland, das es nicht vergessen kann, daß der Trakts von Potsdam unvollzogen geblieben, und daß in der Folge der Wiener Traktat geschloffen worden ist. Preußens Unrecht gegen den deutschen Kaiser und Deutschland ist vielfältiger, alter, und allgemein beka nnt. Stets bildete es eine Opposition aus dem Reichstag. War das Reich in Krieg verwickelt, so war Preussen im Frieden mit den Reichsseinden. Nie wurden seine Verträge mit Oestreich vollzogen, und sein stetes Studium war, die Machte zum Kamps z« reizen, um dann beym Frieden die Früchte seiner Fein- heit einärndken zu können. Diejenigen, die annchmen ' wollten, daß so viele Unbeständigkeit ein moralischer Fehler von Seiten des Fürsten sey, würden sehr ir- , rcn. Seit iz Jahren ist der Hof von Berlin ein Kampfplatz, wo wechselsweise die Parteien einander bekriegen und besiegen; eine will den Krieg, die andre den Frieden. Das kleinste politische Ereigniß, der unbedeutendste Zufall gibt einer oder der andern Vorthei' le, und der König, in der Mitte der Bewegungen ^ von entgegengesetzten Leidenschaften, dieses Labyrinths ' von Jntriguen, schwankt unentschlossen hin und her, ohne einen Augenblick aufzuhören, ehrlicher Mann zu scyn. Am n. August kam ein Kourier des Hrn. Marquis von Lucchcsini zu Ve lin an, und übcrbrach« te, in den bestimmtesten Au-d.ücken, die Versicherung obigen angeblichen Uebcreinkomimns, wonach Frankreich und Rußland durch den Traktat vom 20. Iuly festgesetzt' hatten, das Königreich Pohlen herzusteilcn, ^ und Preuffen Schlesien zu nehmen. Die Freunde des ' Kriegs gcriethen sogleich in Feuer und Flammen z sie thaten den persönlichen Empfindungen des Königs Gewalt an; 40 Kouriere giengen in einer Nacht ab, ^ und man griff zu den Waffen. Die Nachricht von ! dieser plötzlichen Explosion kam am 20. des nämlichen Monacs nach Paris. Man beklagte einen auf eine so grausame Art getäuschten Alliirten; man erklärte sich auf der Stelle gegen ihn, und gab ihm die bestimmtesten Zusicherungen; da ein offenbarer Jrrthüm der einzige Beweggrund dieser unvorhergesehenen Bewaffnung war, so hoste man, daß die Uebcrlegung eine so grundlose Auswallung wieder besänftigen würde. Jn- ! zwischen wurde der zu Paris Unterzeichnete Vertrag zu ^ Petersburg nicht ratifijirt, und Nachrichten von allen ! Seiten ermangelten nicht, Preuffen zu belehren, daß ! Hr. Marquis von Lucchesini seine Angaben in den ver- ! dächtigsten Zirkeln der Hauptstadt, und von Intriganten , die se.ne tägliche Gesellschaft ausmachten, geschöpft hatte. Er wurde dein zufolge zurückberufen, und man kündigte als seinen Nachfolger den Hrn. Baron von Knobelsdorf an, einen Mann von strenger Moralität, voll Geradheit und Offenheit. Dieser ausserordentliche Abgesandte traf bald darauf in Paris ein, und -verbrachte ein Schreiben des Königs von Preuffen vom 2z. Ang. Dieses Schreiben war voT verbindlicher Ausdrücke und friedlicher Erklärungen; der Kaiser beantwortete es mit Offenheit und auf eine be» ruhigende Art. Am Tag nach der Abreise des Könners, der diese Antwort überbringen sollte, erfuhr man, daß beleidigende Lieder gegen Frankreich ans dem Berliner Theater abgesungen worden waren, daß, gleich nach der Abreise des Hrn. von Knobelsdorf, die Kriegsrüstungen verdoppelt worden waren, und daß, obgleich Männer von kaltem Blut sich jener un- gegründeten Besorgnisse schämen mußten, die Kriegs- partcy , die von allen Seite» das Feuer der Zwietracht anbiieß, doch alle Köpfe so erhietzt hatte, baß der König unvermögend war, dem Strom zu widerstehen. Nun fieng man in Paris an zn begreifen, daß die Friedenspartey , die selbst durch lügenhafte Angaben und salschry Schein in Unruhe gesetzt worden war, alle ihre Vorcheile verlohren hatte, wahrend eie Kriegs- vartey, den Irrkhum benutzend, wozu ihre Gegner sich hatten hinreissen lassen, Herausforderung auf Herausforderung, Beleidigung aus Beleidigung gehaust hatte, und daß die Sachen dahin gekommen waren, daß aus dieser Lage nur durch den Krieg zu kommen war. Der Kaiser sah itzt ein, daß die Macht der Umstande ihm es unmöglich machte, nicht die Waffen gegen seinen Alliirten zu ergreiffen. Alles gieng ra» schen Schrittes zu Berlin; die preuß. Truppen rückten in Sachsen ein, erschienen aus den Granzen der Konföderation, und sprachen den Vorposten Hohn. Am 24. Scpt. zog die kais. Garde von Paris nach Bamberg, wo sie den 6. Oct. ankam. Die Befehle für die Armee wurden ausgesertigt, und alles setzte sich in Bewegung- Am 25. Sept. verließ der Kaiser Paris; am 23. war er zu Mainz, am 2. Oct. zu Würzburg, und am 6. zu Bamberg. Am nemlichen Tag fielen 2 Karabinerschüffe von preuß. Husaren au einen Offezicr von dem franz. Gen.Staab. Beide Armeen stunden einander im Gesicht. Am 7. Ock. erhielten Se. Maj. der Kaiser einen Kourier von Mainz, den der Fürst von Bencvent abgesandt hatte, und der s wichtige Depeschen übcrbrachte z eine war ein Schreiben des Königs von Preuffen, vhngefähr so Seiten stark , und in der Thal nichts als ein Mbchtss Pamphlet gegen Frankreichs so wie ße England durch -seine SchrWellrr zu Zoo Pfund Sterling des Jahrs schreiben läßt. Der Kaiser tts Ä nicht ganz aus, und sagte zu den ihn umgebenden Personen : Ich beklage meinen Bruder, den König von Prenffen, er versteht das Französische nicht; er hat sicher diese Rhapsodie nicht gelesen. Diesem Schreiben war die berühmte Note des Hm. von Knobelsdorf beigesügt. Marschall, sagte der Kaiser M» Marschqll Bcrthirr, man gicbt uns ein Chren- Nriidczvous für den 8 . nie ist ein Fravzos ausge' iebcn; dg man aber sagt, daß eine schöne Königin Zeuge des Kampfs seyn will, so laßt uns höflich seyn, und ohne Nachtquartier zu machen, nach Sachse« eilen. Der Kaiser hatte Ursache, so zu sprechen; dem die Königin von Preussen ist bey der Armee, gekleidet als Amazone, in der Uniform -ihres Dragoncrregiments, sie schreibt täglich bei 22 Briefe, um allenthalben das Keiner an Mache». Er glaubt Armida zu sehe«, wir sie W ihrer Verwirrung ihren eigenen Paliast anzündet - «ach ihr glaubt der Prinz Louis von Preußen, rin jun- Aer Fürst voll Bravour und Muth, ausgereizt durch die Partei , in den Ereignissen des Kriegs großen Ruhm zu finden. Nach dem Beispiel dieser beide« Großen erschall am ganzen Hofe das Geschrei des Kriegs; wen« nber rinmal der Krieg mit allen seinen Schreknisscn erschienen seyn wird, daun wird alles schuldlos daran sryn, -dann wird Niemand das vngewitter über die ruhige« Provinzen des Nordens herbeigezogen haben wollen dann werden, nach den natürlichen Folgen der Jnkon- -feqWnzcn der Hvfleute, die Urheber des Krictzs denselben nicht allein unsinnig finde«, sich entschuldige«, ihn veranlaßt zu haben, sagen, daß sie ihn tvolltcn, allem zu einer andern Zeit, sondern selbst den Fehler und 'Tadel auf den König, der ein redlicher Manu ist, und den sie durch ihre Ränke und Künste hintergangen ha« i ben, walzen. Folgendes ist die Disposition der ftanz. Armee: Die Armee sezt sich-auf z Straßen in Marsch. Der rechte Flügel, ans den Korps der Marschälle Svalt und Ney, daun einer baierischc« Division bestehend, bricht von Nürnberg md Amberg auf, vereinigt sich zu Bauench, und marschiert gegen Hof, wo er den e.»treffen wird.-Der.Mittelpunkt, ans der Reserve unterm Grosherzoge v. Pontc-Corvo und dW s des M. Davoust, dann Ser kaiseri. Garde bestehend, 1 rükt über Tamßerg gegen Kronach. kommt den 8 . z« d Saaibu g an, von wo er über Saalburg und Schleiß ! gegen Gera marschiert. Der linke Flügel, aus den g Korps der Marschälle Lanncs und Augercau bestchcnd, li rükt üer Schweiiisurt gegen Koburg, Eräffenkhal und a Saalfeld vor. h (Das 2te und zte Bulletin folgt nach.) s Viertes Bulletin. v Gera, de» rz Oct. um 10 Uhr Vormittags. h Die Begebenheiten folgen schnell auseinander. Die st preußische Armee ist auf der That ertappt worden; tt ihre Magazine sind genomnten > sie ist umgangen. jt D« Marzchall Davoust ist den retten, um y Uht l> Abends, zu Naumburg eingctroffen, > hat sich daselbst der Magazine der feindlichen Armee bemächtigt, Gefan« seiner Freunde zu Berlin. ci Naumburg, vom 12 Oct. d Der Anfang der Feindseligkeiten gegen die Franzose« s> hat sich auf eine traurige Art für die deutschen Trup« d pen geäußert; sie haben eine« Posten des linken FIügelF des Prinz Hohenlohischen Armeekorps forciert, und es hatte ein mörderisches Treffe» bey dem Tauenzien« schen Korps statt; der Prinz Louis Ferdinand ist aus dem Wahlplstze geblieben. Nicht nur die Regimenter « Zastrow, und ein Bataillon von Bellet, die grünen ^ »ad blaue« Hnsaren rc. sonder« auch noch die sächß? w d4nr md, z. z« hlcitz de» end, un- Oie >en; UHV elbst fan- age sch, Ar- t»g »«» gen er, sch« >en. des 'tt ise» up« ielF ind ien- aus teilen ( 724 ) -Stichen Regimenter Prinz -IvHemn, Prinz Xaver und Reitern haben seit gestern Wittag ffchrscklich gelitten, nnd diese ganze Nacht hindurch haben wir nichts als Flüchtlinge gesehen, die ihren Regimentern nachlaufen; man glaubt, die Franzosen rücken mit Macht auf unfern linken Flügel zu, um dis Kommunikation mit Leipzig abzu schneiden. Ihre Starke soll sich auf 400,200 Mann belau fen, vom Kaiser selbst kommandiert, der in die- - son Augenblicke zu Gera, vier Meilen von hier, seyn > »ird. Wir erblicken schon hier einige Patrouillen. Wir haben hier unermeßliche Magazine, und kein Mittel , , ft m Sicherheit zu bringen; man ist hier in schröckli- cher Augst. Gott gebe, daß der König, der unsehlbar in Kurzem wird angegriffen werden, sich nicht schlage» lasse ; denn dieses Unglück wäre nicht zu ersetzen. Den letzten Briefen zufolge ist das Korps der Blü' cherschen Avantgarde gegen Hessen im Marsch. Der Staad des Rüchelschen Korps hat sich auch dahin begebt», so daß', außer Hameln, kein Soldat mehr im ! Hannövrischen ist. Jetzt bleibt uns kein anderer AuS- tvkz übrig, als eine entscheidende Schlacht, die wir Napoleon liefern müssen. In dieser traurigen kaze Hängt mein Schicksal an nichts mehr; Gott gebe j daß der Ausganz der gegenwärtigen Krisis glücklich sey. ! Ich wiederholt es dir, mein Freund, unsere Lage ist sthr traurig und beunruhigend. re. (Das Lte Bulletin fehlt noch.) Auszug aus dem sechsten Bulletin. Die"sächsische Armee ist zu Gefangenem gemacht war ten und hat eine Deklaration unterzeichnet, wodurch j die Generäle und andere Offiziere ihr Ehrenwort geben, ! sowohl in ihrem Namen als im Namen der Unteroffi- . me und Soldaten, die Waffen nicht gegen Se. M. i dt» Kaiser und König, noch seine Mitten, zu tragen, Me es auch geschehen, daß sie von ihrem Souverän ! tm Befehl dazu erhielten. (Das 7tc 8te und yte Bulletin wird nachgcliefcrt.) Zehntes Bulletin. Naumburg vom 18 Oct. Unter den 60 Fahnen , die in der Schlacht bcy Jena erobert wurden, befinden sich mehrere der konigl. 1 Garden und eine Standarte von der Leibgarde, auf welcher eine französische Inschrist befindlich Ist. Der König von -Preufferr hak aus einen sechsivöcheM lichen Waffenstillstand angetragen. Der Kaiser hat ge« antwortet: nach einem erfochtenen Siege könne er dem Feinde nicht Zeit lassen, sich wieder zu sammeln. Nichts destoweniger haben die Preußen dieß Gerücht so sehr verbreitet, daß sie verschiedene unserer Gene«, rale, auf die sie gestoßen sind, haben glauben machen, dieser Waffenstillstand sey wirklich abgeschlossen. Marschall Soult langte am 16 zu Guussen an, indem er die Kolonne, bey welcher der König sich be« fand, und die man 10,020 bis 12,022 Mann stark schätzt, verfolgte. Der sie befehligende General Kalkreuth seß dem MarschM Soult sagen, cs scy Waffenstillstand. Der Marschall antwortete: unmöglich könne der Kaiser diesen Fehler begangen haben; er würde nicht cher glauben, daß Waffenstillstand sey, als bis er ihm offiziell würde gemeldet seyn. Der General Kalk reuth äusserte den Wunsch , den Marschall Soult z» sprechen, der sich hieraus zu den Vorposten verfügte« ,, Was wollen Sie von uns? redete ihn derxreussischr General an r der Herzog von Braunschweig ist todt, alle unsere Generale sind todt, verwundet oder gefangen; der größte Theil unserer A.mee ist auf der Flucht; Ihr« Fortschritte sind groß genug; der König tragtauf Waffenstillstand an; es ist unmöglich, daß ihn Ihr Kaiser nicht bewilligen sollte.« „ Mein Herr General, erwiderte Marjchall Soult: Schon lange handelt man gegen uns so; ma» nimmt unsere Geoßmuth in Anspruch, wenn ma» sich überwunden ficht; und den Augenblick daraus vergißt man den Edelmuth, den wir zu beweisen pflegen. Rach der Schlacht von Austerlitz, bewilligte der Kaiser der russischen Armee einen Waffenstillstand; diesev Waffenstillstand rettete sie; sehen Sie, wie unwürdig die Russen sich nunmehr betragen. Wan sagt, sie wolle» wieder kommen; wir brennen vor Begierde sie wiedev zu sehen. Wären sie eben so großmüthig gewesen, alt» wir, so hätte, man uns endlich ruhig gelassen, nach der Mäßigung, die wir als Sieger bewiesen haben. Wir haben durch nichts den ungerechten Krieg herbey- gerufcn, womit sie uns überziehen. Sie haben ihn oh, ne Anlaß von frcycn Stücken erklärt. Die Schlacht beye Jena hat das Loos des Feldzugs entschieden, Unser Gk» ichäst ist , Ihnen so viel Schaden zuzufügcn, als wir^ ser hatte «in 19 sein Hauptquartier zu Merseburg und immer können. Strecken sie das Gewehr, und in dieser gierig auf Halle los. Stellung werde ich die Befehle des Kaisers erwarten.". . . Der alte general Kalkreuth sah wohl ein, daß er hier« wechselkours von Frankfurt a. M. auf nichts zu antworten habe. Die beiden Generale schieden von einander, und einen Augenblick darauf fien- gen die Feindseligkeiten wieder an. Das Dorf Grellsten Frankfurt a.M.den 24. Ott. 1806. Briefe. Geld. Amsterdam in Cvrrt, . k. Sicht. iZY ü — ! wurde genommen, der Feind geworfen und mit dem desgl. . . . . 2 Mt. 138 L — > Degen in dem Nacken verfolgt. Hamburg * * » » k. Sicht. 148 - — Der Großherzog von Berg und die Marschalle Soult desgl. * » » » 2 Mt. 148 147 z und Ney, sollen am 17 und 18 durch kombinirte Augsburg * » » » k. Sicht. — 120 H Märsche zusammenstoßen, um den Feind auszureibcn. Wien » » 0 * k. Sicht. 55 — Ohne Zweifel werden sie einen großen Theil der Flucht- desgl. * » 0 » 2 Mt. — — linge, womit das Land bedeckt ist; umringt haben. Die London v » * » 2 Mt. 138 ^ —— Wege sind von Munitions - und Packwägen aller Art Paris . 4 . . . k. Sicht. 77 L > versperrt. desgl. * 4 . . 2.IIso 77 Noch nie wurde der größte Sieg durch größeres Miß- Lyon * * » » . . . 78 L — geschick ausgezeichnet. Die Reserve, unter den Besch- Leipzig . 4*44 . . . ' - — len des Prinzen Eugen von Würtemberg, ist zu Halle Bremen 4 4 4 4 k. Sicht. —- io8'L ringetroffen. So muß denn der Feind schon am 9 Ta- Basel , . » . k. Sicht. — — ge nach ervffnetcni Feldzüge seine letzte Machtaufbieten. Der Kaiser geht auf sie los. Morgen wird sie äuge- Carlsruhe. (Aufforderung.) Die Rath Mackloligriffen, wenn sie ihre Stellung bey Halle behauptet, sche Wittib allhier ist willens, ihre bisher unter der Marschall Davoust ist heute abgegangen, um Besitz Firma Macklots Hosbuchhandlung geführte Buch- von Leipzig zu nehmen, und über die Elbe eine Brü- Handlung und Buchdruckerey ihren Kindern gerichtlich cke zu schlagen. zu übergeben, zu gleicher Zeit eine Vermögens -Ueba- Die kaiserliche Leibgarde zn Pferde ist endlich zu uns gäbe zu begreifen und sich in Ruhe zu setzen. Hierzu gestoßen. ist vorerst der Ackiv - und Passiv - Zustand des ganzen Außer den zu Naumburg angetroffenen beträchtlichen Vermögens zu wissen nöthig. Magazinen, hat man auch zu Weissensels sehr viele ge- Es werden daher alle diejenigen , welche etwa eine nominell. gegründete Forderung an diese Masse zu machen ha- Der Obergeneral Rüchel ist tödtlich verwundet in den, hiermit unter den gewöhnlichen Präjudicien vor- rinem Dorfe gefunden worden. Marschall Soult hat geladen, ihre Forderungen längstens in z Wochen' ihm seinen Wundarzt zugeschickt. Dienstags den 18. Nov. in gedachter Hosbuchhandlung Es scheint es sey der Nathschlnß der Vorsehung, daß ft>bst bey den Erbs - Interessenten zur ordnungsmasigenf alle, die aus diesen Krieg gedrungen haben, von den völligen Liquidation und Zahlung einzugeben. ersten Streichen getroffen werden. Die Macklotische Erben verbinden zugleich auch! Das ii Bulletin der Armee zeigte die völlige Flucht mit dieser Auffoedeni'ng aller Gläubiger di« Bitte, das! der Armee des Prinzen Eugen von Würtenberg an. diejenige, welche etwas in die Masse schuldig sind,! Der Prinz joon PonteCorvo, der sie zerstreut hat, ist so.ches ebenfalls nach einzuseudenden Rechnungen bch am 18 in Halle eingerückt. Er hat 5200 Mann zu Ge- richtigen mögen. Verfügt auf der Interest rten Air sMenen gemacht.und A4 Kanonen erbentet. Der Kai- suchen bey Oberamt. Carlsruhe d. 27. Ott. 1826.