S t a Großherzoglich Badische als - Zeitung. Nro. 243. Dienstag, den 3. Sept. I81l. Frankreich. Der Moniteur vom 30. gicbt folgende weitere Nach, richten von der Touloner Flotte: „Die Schiffe Sr. Maj., der Majestätische, Boreas, Uim, Donau und der Grvß- mütyige, haben den 20. damit zugcbracht, daß sie einige feindliche Schiffe, die sich dem Hafen näherten, jagten. Am 21. stieffen die Schiffe, Austerlitz, Wagram, Scep- tcv, Snffren, Donauworth, Breslau, und einige Fregatten zu dieser Dwision, und machten den ganzen Tag hindurch Evolutionen im Angesichte der engl. Eskadre. Am 22. fuhren 10 unserer Schiffe fort, im Angesicht des Feindes zu manövriren. Es ist nicht möglich, eine anhaltcn derc Thatigkeit an Tag zu legen, als Vizeadmiral Emeriau dieser Eskadre mitkheilk." Am 27. Aug. ist zu Paris der geschazte Thiermaler Huet, 67 Jahr alt, gestorben. Du.ch eine am ry. Lug. ausgebrochene Feuersbrunst ist die in dem Departement der Lippe, Arrondissement Münster, gelegene Stadt Vreden ein Raub der Flammen geworden. Mit Ausnahme von vierzehn Häusern und der Kirche der Gemeinde, ist die ganze Stadt vernichtet. Der große Thurm jener Kirche, so wie 3 Klöster sind von den Flammen verzehrt worden. Hr. W. Olbers zu Bremen versichert, den mehr erwähnten Kometen schon am 4. Aug., Morgens um 2§ Uhr, bei sehr heiterem Himmel wiedergcfunden zu haben. Großbritannien. Die Bulletins von Windsor vom 23. und 24. Aug. melden, daß in dem Zustand und den Krankheitssympto mcn des Königs keine Veränderung vorgegangen sey. Ein Journal, thc Star,, fügt bei, daß, ob man gleich das Gerücht verbreitet habe, daß der König sich in Gefahr dcsir-de, er doch versichert sey, daß die Personen, die dem Könige sich näherten, keineswegs eine nahe und unmittelbare Gefahr befürchteten. Der Herzog von Süsser, zweitjüngfter Sohn des Königs, lag gleichfalls an einer für sein Leben Besorgnisse gebenden Krankheit darnieder. Der Little- Belt, der den bekannten Vorfall mit der amerikanischen Fregatte, dem Präsidenten, gehabt hat, war zu Portsmouth angekommen. Admiral Hood war im Begriffe, sich in Portsmouth an Bord der Fregatte, Owen Glandower, nach Ostindien einzuschiffen. Von den Inseln unter dem Winde waren in London traurige Nachrichten über Verheerungen eingegangen, welche ein äusserst heftiger Orkan am 7. und 8- Iun. angerichtet hatte. Mehrere Schiffe waren zu Grunde gegangen. 40 Schiffe, größtentheils Amerikaner, waren bei St. Bar- thcicmy auf den Strand gelaufen. Ein großes englisches Schiff, zwei Amerikaner und 35 kleinere Schiffe waren an die Küsten von Antigua geworfen worden. Am 20. Iun. war ein engl. Schiff in der See gesehen worden, das keinen Menschen mehr an Bord hatte. Ein anderesSchiff, der Susscx, war an der Küste von St. Christoph gescheitert rc. Italien. Nach Berichten aus Neapel vom 15. Aug. besserte sich die Gesundheit des Königs auf dem Lustschlosse Capo di Monte täglich mehr, und auch das Befinden der Königin war erwünschter, als in den verflossenen Monaten. Der König hatte gehoft, der Feier des Napoleons- Tages in Neapel beiwohnen zu können, welches jedoch dessen Gesundheits - Zustand noch nicht zuließ.— Im Laufe des Julius hatte man zu Reggio in Calabrien mehrere starke Erdstöße verspürt; der heftigste war am 1, Aug., wobei mehrere Häuser so grwalrig erschüttert wurden, daß sie den Einsturz drohttn. Die Einwohner von Reggio, der Iammersccnen, die das Erdbeben am 20. Febr. 1783 hervorbrachtc, noch eingedenk, waren ans ihre» Wohnungen auf das Feld geflohen. — Zu Pompeji harte Q98 man bei dem Aufgrabcn der Stadt, wo jezt noch mehr Arbeiter angestellt sind, schöne Fußböden von mosaischer Arbeit gefunden, die künftig das königl. Museum zu Por- tici zieren werden. Auch hatte man eine Statue des Apollo, Mn Bronze, halbe Lebensgröße, entdekt, die so gut erhalten ist, daß selbst die silbernen Saiten an der Lyra noch unversehrt waren. Portugal. Ein Schreiben aus Lissabon vom 4. Aug. in Londner Blättern meldet: „Unsere Armee hat eine neue Bewegung gemacht; sie hat die ungesunden Moräste der Provinz Alentejo verlassen, mit Ausnahme des Korps des Gen. Hill, das daselbst zurükgeblieben ist. Das Haupt- Quartier ist nach Castel-Branco verlegt worden." Türkei. Die neuste allgemeine Zeitung liefert folgenden Auszug eines Schreibens aus Bucharest vom 21. Zul.: „Der Rükzug der russischen Armee auf das linke Donaufer ist nichh: wie man im Ausland glauben könnte, Folge eines bestimmten Unfalls oder einer verlornen Schlacht, sondern eine vom Petersburger Kabinet gebilligte Maasregel, zu deren Bewerkstelligung der Oberfeldherr nach Zeit und Umständen autorisirt war. Nach Eröffnung der Feindseligkeiten von Seite der Türken, welche Rußland zu vermeide n gewünscht hatte, da die Eroberung des übrigen Bulgariens und das Vordringen einer nicht sehr beträchtlichen russischen Armee in das Herz der europäischen Türkei unter den gegenwärtigen Umständen, und besonders bei dem unerwartet hartnäckigen Widerstand der Osmanen schwer auszuführen war, mußre sich der kommandirende Gen. Kutusow am Ende immer ausser Stand sehen, sich «uf dem rechten Donauufer zu behaupten. Seit dem blutigen Feldzug im verflossenen Jahre waren bei der russ. Armee keine Verstärkungen angekommen; sie hatte nicht nur im lezten Winter und Frühling durch Krankheiten viel gelitten, sondern es waren auch gegen Ende des Winters zwei Divisionen nach Rußland zurükbcordert worden, so daß zu Anfang des jetzigen Feldszugs die in und bei Ruschlschuk versammelten Truppen nicht viel über 35,000 Mann betrugen. Wenn man auch das an der vbern Do- nau postirte Korps zu 12,000 Mann anschlagen will, was, selbst mit Inbegriff der in Servien befindlichen Russen, noch übertr eben seyn jmag; wenn man ferner die Starke der an dm bessarabischen Gränzen und beim Ausfluß der Donau aufgestellten Truppen auf 8,000 M. rechnet, und die im Innern der Wallachei und Moldau zurükgebliebenen Russen mit Einschluß der in den Spitälern liegenden und der Rekonvaleszenten auf 10,000 Mann anschlagt, so ergiebt sich, daß die gesammte russische Truppenmasse in der Türkei höchstens 65,000 Mann betrug, die schlechterdings nicht zu irgend einer offensiven Operation von Bedeutung hinreichten. Man sah dies in Petersburg so wohl ein, daß man noch während des Waffenstillstandes dem Oberbefehlshaber freie Hand gab, nach Gutdünken die Armee auf das linke Donauufer herüberzuführen, und damals also schon auf die Behauptung des rechten UferS Verzicht that. Aus diesem Gesichtspunkte ist auch die schon im Frühling vollzogene Sprengung der Festungswerke von Silistria, Szistowa, Nikopolis rc. anzusehen. Ruschtschuk war der einzige Plaz, den man damals behaupten zu können hofte, und diese Festung war auch in der That der gelegenste Waffenplaz für die russische Armee, insofern sie wenigstens einiges Terrain auf der rechten Seite der Donau besetzen sollte. In das Geheimniß der Unterhandlungen, die einige Zeit, aber von Seite der Türken wohl schwerlich ernstlich, betrieben wurden, ift eS dem Uneingeweihten nicht vergönnt, einzudringen; doch machten die russischen Befehlshaber, so wie der politische Agent Ritter Jtalinsky, bei verschiedenen Gelegenheiten kein Geheimniß daraus, daß sie autorisirt seyen, auf der Abtretung der Moldau und Wallachei und von Bessara- bien zu bestehen, und die Donau als Granzscheide, von da aus, wo sie das östreichische Gebiet verläßt, bis zu ihrem Ausfluß ins Meer sestzusetzen. Ob man beim Fortgang der Unterhandlungen wirklich die Aufstellung eineS unabhängigen Staats in diesen Gegenden vorgcschlagen hat, wie in Bucharest versichert wurde, ist nicht authentisch bekannt. Genug, bei den Ungeheuern Rüstungen in allen Provinzen der Türkei und vorzüglich nach dem erfolgten Ministerwechsel, so wie bei der Kenntniß von den persönlichen Gesinnungen des neuen Großwessirs ließ sich unschwer einsehen, daß es der Pforte kein Ernst sey, M die vom Petersburger Kabinet vorgeschlagenen Bedüsungen abzuschliessen. Gen. Kutusow, der durch Fontons Berichte von Bewegungen der türkischen Armee, und von den in ihrem Hauptquartier getroffenen Anstalten unterrichiet seyn mußte, härte also, wir es heißt, hinreichende Muse gehabt, um bei Ruschtschuk ein unbezwinzliches verschanz- 999 t«s Lager anzulegen, und es mit einer hinreichenden Zahl von Truppen zu beziehen; allein er zögerte, wir wissen nicht aus welchem Grunde, und beschränkte sich, als endlich über den Anfang der Feindseligkeiten kein Zweifel mehr übrig blieb, auf Hin- und Hermärsche der Truppen. Erst als er erfuhr, daß der Großvezier seine ganze Machr von Schiumla nach Hrasgrad hatte vorrücken lassen und mit einem Sturm auf Ruschtschuk drohte, gab er Befehl -um Uebergang der in der Wallachei versammelten Truppen. Ohne Langerons Thätigkeit wäre vielleicht der türkische Heerführer vor Ruschtschuk angekommen, bevor die russische Armee sich auf dem rechten Ufer der Donau ausstellen konnte. Aber auch hier war sie auf einen zu engen Raum beschrankt, und ihre Batterien waren noch nicht einmal vollendet, als bei dem Anrücken der feindlichen Armee, dir man auf 70,000 Mann schäzte, das russische Heer unter die Waffen treten mußte. Bei aller Tapferkeit, mit der die russische Infanterie kämpfte, wäre sie vielleicht durch die überlegene türkische Kavallerie, die schon bedeutende Bortheile erkämpft hatte, umzingelt und aufgeneben worden , wenn nicht im entscheidenden Augenblik Langcron sein kühnes Manöuvre ausgeführt hätte, wodurch Vely- Pascha's Korps eine fühlbare Niederlage erlitt. Hiedurch wurde zwar die russische Arme gerettet, allein da die andern türkischen Korps nicht geschlagen waren und täglich Verstärkungen erhielten, auch ein zwei Tage nach der Schlacht vorgefallenes Avantgardengefecht sich zum Vortheil der Türken entschied, so sah man russischer Seils wohl ein, daß der Augenblik gekommen sey, von der früher erhaltenen Autorisation Gebrauch zu machen, u. durch einen Rükzug über die Donau Bulgarien gänzlich aufzugeben. Manche tadeln den Entschluß des russischen Feld- Herrn wegen der Zerstörung von Ruschtschuk, das, auch nur mit einer mittelmäßigen Garnison versehen, einen vor- theilhaften Haltungspunkt für die Russen abgegeben hätte, und für dessen Sicherheit nichts zu besorgen gewesen wäre, so lange die Türken nicht auch Meister des linken Donau- Ufers wurden. Jezt hingegen ist die Kommunikation mit der entgegengesezten Donauseite völlig aufgegeben. Die Sprengung der Festungswerke von Ruschtschuk scheint übrigens mit solcher Eile erfolgt zu seyn, daß noch jezt ein Theil der Wälle sieht, und die Türken ohne viele Schwierigkeiten wieder eine Festung daraus machen können, so wie sie jezt schon ungestört an der Herstellung der Werke van Silistria arbeiten. — lieber die fernem Projekte des Großwessiers ist man in Ungewißheit. Manche vermuthen, er werde einen Versuch zum Uebergang über die Donau wagen, aber zuvor die Ja« nitscharen und andere Truppenkorps, die aus Rumelien, aus Albanien und Morea zu ihm flössen sollen, abwar- ten. Nach Berichten von der Donau bemerkt man häufige Truppenwechsel zwischen Bessaraba und Krivina, deren Zwek sich nicht errathcn laßt. Bei Vada soll sich ein starkes türkisches Lager befinden. Längs der Donau stehen nur wenige ottomannische Truppen, die mit Errichtung von Batterien auf verschiedenen Punkten beschäftigt sind. Hier in Bucharest ist cs sehr lebhaft; es wimmelt von russischen Offizieren und Soldaten. Mehrere große Gebäude sind in Eile zu Spitälern eingerichtet worden, in die man die zahlreichen-verwundeten Russen geschaft bat. Gen. Kutusow kommt zuweilen hieher, hält sich aber gewöhnlich nicht lange auf. Mehrere Branchen seines Hauptquartiers befinden sich aber für immer hier. Die Aufbringung der Lebensmittel und der Fourage hat mannichfaltige Schwierigkeiten, u. geschieht meistens durch Requisitionen, die den Einwohnern natürlich lästig fallen. Zwar hat man große Magazine errichtet, in welche die zulezk aus der Moldau angelangten Vorräthe gebracht wurden; allein diese Vorräthe sind für den Unterhalt der Armee nicht hinreichend, und auch schwer zu ergänzen, da die Zufuhr manni.- faltigen Hindernissen unterliegt, besonders seitdem die Schiffahrt auf dem schwarzen Meere gehemmt ist. Doch leidet die Armee bis jezt keinen eigentlichen Mangel. Gegen einige Oberproviant-Kommissare, die sich strafbare Nachlässigkeit haben zu Schulden kommen lassen, ist mit Strenge verfahren worden. Die Stimmung der Wallachen ist für die Russen nicht ganz günstig; manche unter ihnen wünschen wieder die Rükkunst der Türken. Die russische Armee steht gegenwärtig Di^ visionsweise längs dem linken Donauufer vertheilt; doch sind drei Divisionen (ungefähr 18,000 Mann) bei Giur- giewo konzentrirt geblieben, und bilden unter Langerons Kommando das Centralkorps. Gen. Woinoff ist mit einer Division die Donau hinab marschirt, und hat sich bei Karabat an das aus der Gegend von Varna zurük- gekommene Korps angeschlossen. Die Türken sollen wieder in Rassovat und Hirsowa eingerükt seyn. Auf dem rechten Flügel der russischen Armee steht noch ein Trup. 1000 Ptnkvrps jenseits der Donau am Timokflusse; sein Hauptquartier befindet sich zu Blaska. Dies ist dasselbe Korps, das eine Zeit lang Widdin blokirte, aber wegen seiner Schwäche diese Blokade nicht fortsetzen, noch weniger sie in eine Belagerung verwandeln konnte. Durch dasselbe wird die Verbindung mit den Serviern unterhalten, »on denen sich ein Korps von 15 bis 18,000 Mann mit den Russen am Timok vereinigen soll, um die türkische Armee, die sich bei Widdin versammelt, und von Nissa , her ansehnliche Verstärkungen erhält, zu beobachten." j Süd - Amerika. Nachrichten vom Laplatastrom und von Rio-Ianeiro zufolge, die man in London erhalten, hat sich Montevideo am 16. Sun. an die Patrioten von Buenos Ayres ergeben, deren Truppen auch im Snnern des Landes neue Bortheile gehabt, u. unter andern der Städte Gualegoy, Gualaguasihie und Arrajo de la China sich bcmeistert hatten. Heber das Schiksal des spanischen Gouverneurs Elio und seiner vornehmsten Anhänger hatte man noch keine zu- Perlastige Nachrichten. Anzeige der Verlesungen, welche in dem Winter-Haltjahre L8il —, ,g!2 in dem Forstlehrinstilut dahier gehalten werden sollen. 1) Fosibenutzung und Forsttechnclogie, wöchentlich vier Stunden. 2) Forstdirektivn, wöchentlich 4 Stunden. Z) Forst- und Iagdrechl, wöchentlich Z Stunden. 4) Ebene Gecmelrie, wöchentlich 3 Stunden. 5) Algebra, wöchentlich 5 Stunden. 6) Körperrechnung (Stereometrie) wöchentlich 4 Stunden. 7) Geometrische Konstruktionen, wöchentlich 4 Stunden. 8) Planzeichne», wöchentlich 3 Stunden. Diejenigen, welche in das Institut einzulrcten gedenken, werden ersucht, sich im Lause dieses, spätstens zu Anfang des Oktober- Monats zu mel en, ind m die Vorlesungen dm 1, Nov- unsehstac ihren Anfang nchinen. Carlsruhe im Sept i6>i. E P. Laurop, Oberforstrsch und Direktor des Instituts. Earls ru he. (Anzeige.) Zn der Mülle r'schen Hof- Duchdrukerei dahier ist so eben erschienen: Predigt auf die Todesfeler Earl Friedrichs, Grcßheizogs zu Baden K. Gehalten den 1. Zul. 1811 von Dr. Ioh. Baptist Bre unig, Pfarrer in Odenhnm, demHanptorteder Grafschaft gleichen Nahmens. Diese geha tvoüe Rede verdr nt besonders die Aufmerlsnmlcit des Publiiums wegen des tuifgek Ziten Grundsatzes, derF. 10 und 11 enlwrkelt wird. B r uchs a ll. sStekbrief.sj Der unten signalisirie David H ahn vvn Wachercheim, im kaiserl. französischen Gebiete gebürtig, welcher ehemals unter kaiserl. östreichischem Militär und zulezt als Werber stand, nach seiner Entlast j lassung aber zu Mngolsheim, diesseitigen sAmteS, wo sei« Ehefrau u. nachher seine Tochter die Jndustrie-Schullehrstelle vertraten, sich aufhielt, hat sich gegen Ende des abgewiche- nen Monats Jul. eines beträchtlichen Zinndiebstals äusserst verdächtig gemacht, und ehe man ihn verhaften konnte, die Flucht ergriffen. Sämtliche obrigkeitliche Stellen werden also geziemend ersucht, auf denjFlüchtigen genau zu fahnden, ihn im Bctretungsfalle verhaften, und gegen, Ersaz der Kosten anher liefern zu lassen. Bruchsal, den 10. Aug. 1811. Großherzoglich Bad. 2tes Landamt. Wolle. Vllc. Götz. Signalement. David Hahn, zü bis 38 Jahre alt, 5 Schuh 6 Avll groß, seinem Angeben nach von Wachenheim, jenseits Rheins gebürtig, stand ehcma s als Werber in östre.chischen Diensten, hielt sich aber seit 3 bis 4 Jahc.n zu Mingolshcim bei seiner Ehefrau der Industrie - Schullehrerin auf. Er hat eine hagere schlanie Statur, glattes elwas eingefallenes Gesicht, schwarze Haare nach Tirus Art geschnitten, und schwarzen Backenbart, braune Augbraune und graue Augen, spitzen Bart und eine gewöhnliche Nase. Er har übrigens einen schüchtelnen oder verstekten Blik, oee mehreuthens dem Boden zugehet; er trug bei seinem Forlgchcn am 27. Jul. einen dreieckigten Hut mit einer gelben Schlinge und sonst grösteniheils Hosen von gelbem Nanquin, Stiefel und einen dunkelblauen Frak, auch hechtgraue Hosen. Ettenheim. (Vorladung.) Der bereits 49 Jahr alte, von Etlenhe m gebürtige, schon 27 Jahr abwesend« ledige Johann Baptist B ek, wird hiemit aufteftrdert, innerhalb Jahresfrist dahier zu erscheinen, und fein in 113 fl. i8f kr. bestehendes Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls dasselbe jenen nächsten Anverwandten gegen Si- cherhejlsstellung ausgeiiefert werden wird. Ettenheim, den 6. Aug. 1811. Großherzoglich Badisches Bezirksamt. Deesbach. Frankfurt. (Anzeige.)) Sigmund Geisenhei- mer in Frankfurt a. Ai., empfiehlt sich auf bevorstende Heibstmesse mit ein.m vollstänoigen Lager von all.» Sorten französischen und niederländischen Tüchern: als blaue und grüne, in der Wolle gcfä.ne kastorschwarze, einfäibige, und nach neuester Mode mel ne, als: alzan d’ore feuille de myrthe, aniatyste, vert perroquet und stmeraude^ auch extra gute zu Livres, jerner einfache und doppelt geköperte Casimir, in ähnlichen Farben, u. schönen Melangen, im Praß« von 3 dis 9 fl. der Staad. 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