.Großherzoglich Badische Staats - Zeitung. Nro. 547. Samstag, den 14. Dez. 1811. Rheinische Bundes - Staaten. Der großherzogl. badische Oberforstrath und ordentliche Professor der Forstwissenschaft zu Heidelberg, Graf v. Sponeck, hat kürzlich von Sr. königl. Hoh. dem Großherzog von^ Frankfurt eine goldene Verdienstmedaille, wegen Ucbcrschickung und Zueignung einer Forstschrist unter dem Titel: ,, Ueber den Anbau und Behandlung des Wein - und Spizblattrigen Ahorns mit Rükficht auf Zu- ckerbcnutzung", erhallen. Ihre Maj. die Königin von Baiern haben dem Kreisrath Lipowski. welcher Ihnen sein baier. Künstlerlexikon widmete, eine goldene Medaille, worauf Ihr Brustbild mit der Umschrift: Carolina Königin von Baiern , aus der Rükicite aber ein Lorbcerkranz mit der Inschrift: 2um Andenken, sich befindet, mit einem Handschreiben huld- reichst zu übersenden geruht. In öffentlichen Blattern war neulich gesagt worden, der Majoratsherc Fürst von Schwarzenberg sey dem Vernehmen nach entschlossen, seine beträchtlichen in Baiern liegenden Güter zu verkaufen rc. Dieses wird jezt in einem Artikel aus Würzburg dahin berichtigt: „Vor der Hand sey nur von dem Verkaufe der unter königl. wür- tembergischer Souverainetät gelegenen Besitzungen, wozu die Herrschaften Illereichen und Kclmünz gehörten, die Rede gewesen. Die übrigen ungleich größer» Besitzungen, das Fürstenthum Schwarzenberg nämlich und die Land- grafschaft Klettgau, sollten vielmehr zu dem Etablissement einer eignen Linie in den rheinischen Bundesstaaten bestimmt seyn." Am ir. d. hatte ein geachteter junger Mann aus einem der ältesten Frankfurter Geschlechter, Freiherr Fried- . rich v. Holzhausen, das Unzlük, vvn einem seiner Freunde aus Unvorsichtigkeit auf der Jagd erschossen zu werden. Frankreich. Am 8. d., nach der Messe, war Präsentation bei Hofe, und darauf große Parade in dem Hofe des Tuil- lerienpallastes. Jedes Korps wurde von dem Kaiser gemustert , und führte verschiedene Evolutionen aus. Die Musterung dauerte 4 Stunden. Am y. d. hielt der Kaiser ein Handels - und Manufaktur Konseil. Kaiser!. Sternwarte zu Paris, den y. Dez. Es hat sich ein neuer Komet in dem Sternbilde des Eri- danus gezeigt; derselbe ist zum erstenmal zu Marseille am >6. Nov. durch Hrn. Pons bemerkt worden. Die neblichte Witterung hat nicht erlaubt, ihn vor dem 5. Dez. in Paris zu beobachten ; an diesem Tage, um r i Uhr 1 Min. mittlerer Zeit, war seine gerade Aufsteigung 64° 23', und seine südliche Abweichung 13° 24'. Am 4. um 11 Uhr 53 Min. mittlerer Zeit Marseiller Meridians, war die gerade Aufsteigung 67° 25', und die südliche Abweichung 25° 58' gleich. Es folgt hieraus, daß die scheinbare Bewegung des Kometen in gerader Aufsteigung rüklausig und sehr langsam ist, und daß die abweichende Bewegung ihn nach der nördlichen Halbkugel führt. Das neue Gestirn ist dem bloßen Auge nicht sichtbar; mit starken Fernröhren zeigt sich sein Kern, dessen Licht ziemlich lebhaft ist, mit einer leichten nebelichten Umgebung; man bemerkt aber keine Spur eines Schweifs. Die Journale des verflossenen Monats hatten angekündigt, daß man am 4 Nov. Abends gegen 7 Uhr zu Bern einen Kometen, in der Richtung von Ostnordost, ziemlich weit über dem Horizont, wahrgenommen habe; man sezte hinzu, daß der Schweif gerade nach der Seite des Horizonts gekehrt gewesen sey. Es mögte hier an seinem Orte seyn, zu bemerken, daß diese Angaben keineswegs auf den von Hrn. Pons entdekten Kometen bezogen werden können, erstens, weil dieser Komet am 4. Nov. noch um 8 Uhr Abends unter dem Horizont war, zweitens, weil er in. Süd osten aufgeht, und keinen Schweis hat. Der Berner J 1416 Beobachter hat wahrscheinlich das Nebelgestirn Anbroyreda für einen Kometen angesehen. (Vergl. N0.L27 u. 341.) Großbritannien. Im Morning-Chroniclr vom 2.Dez.lieset man: „ Verflossene Woche nahm ein Corsar 7 mit engl. Licen- zen versehene Schiffe auf der Themse weg. Er war für diese Expedition ausgerüstet worden. Wenn diese Schiffe kondemnirt werden, wird durch den Verkauf derselben eine beträchtliche Summe eingchen. Der Grund, den man für die Gesezmäsigkeit dieser Prisen anführt, ist, daß ihre Licenzen auf eine gewisse Küsten - Strecke beschränkt waren, welche sie überschritten zu haben scheinen; sie haben demnach den Blockadegesetzen zuwider gehandelt. Dieser Fall, sagt man, ist ganz neu." Italien. Berichte aus Neapel vorn 23. Nov. melden: „ Endlich ist Lorenzo de Feo, genannt Laurenziello, aus der Gemeinde St. Stefano in Untcrkalabrien, berüchtigt durch seine seit io Jahren begangene Räubereien und Verbrechen, in die Hände der Gerechtigkeit gefallen. Dieser Bösewicht, welchen die ehemalige Regierung schon zur Galeere verdammt hatte, von welcher er nachher befreit wurde, um in den Armeen Ferdinands zu dienen, wurde in dem Distrikte von Nola verhaftet. Wenige Tage vor seiner Arretirung sielen einige andere Räuber, welche, so wie er, lange Zeit allen Nachsuchungen entgangen waren, endlich unter dem Schwerde des Gesetzes. Zu bemerken ist, daß zur nämlichen Zeit die Chefs einer der von den Engländern auf unsere Küste geworfenen Räuberbanden von ihren eigenen Mitverschworn'en vernichtet wurden , die auf diese Weise ihre Verbrechen wenigstens zum Theile abbü- sen wollten. Man entdekte bei diesem Umstande, daß diese Satelliten des Feindes des Kontinents unter andern Instruktionen auch jene erhielten, in alle Individuen, welche Anhänger des Hofes von Parlermo gewesen scyn mögten, oder es etwa noch seyn könnten, Mißtrauen zu setzen , und besonders wohl zu beobachten, ob nicht irgend eine der Wachsamkeit der engl. Kreuzer entgangene Barke Emissarien Ferdinands ans Land gesezt habe." O e st r e i ch. S«. Maj. haben dem Abte des Stiftes Molk, welcher nebst seiner Gymnasial-Lehranstalt eine Erziehungsrand Konvikts Anstalt zu errichten ansuchte, die höchste Mrwiüigung hierzu in.dm schmeichelhaftesten Ausdrücken für sich und sein Stift zu ertheilen geruht. (Wiener Zeit, vom-7. Dez.) Die Prager Zeit, vom 6. d. enthalt folgendes: „Eine von der k. k. Stadthauptmannschaft erlassene Kundmachung enthält so tröstliche Aussichten für die ärmere Volks- klaffe, als sie aufs neue den edlen und wohlthätigen Charakter der böhmischen Nation beurkundet. Wir Hallen es für unsre Pflicht, den Inhalt derselben öffentlich zu verbreiten, da sie einen neuen Beweis giebt, mit welcher regen Sorgfalt ein hohes Landesgubernium stets darauf bedacht ist, die Leiden der Armuth zu versüßen, diejenigen, deren Glüksumstände ihnen einen so reinen Genuß erlauben, zu ihrer Unterstützung zu ermuntern, und die erhaltenen Beiträge mit weisem Sinn zum wahren Wohldes Landes und Unterstützung der Armuth zu verwenden. Durch die reichen Beiträge an Korn, Holz und andern Bedürfnissen, so wie durch die bedeutenden Summen Geldes, die aus allen Theilen Böhmens zu diesem edlen Zwecke eingegangen sind, sieht sich das hohe Landesgubernium in den Stand gesezt, den wahrhaft dürftigen Bewohnern der Hauptstadt, die theils durch den Drang der Verhältnisse, theils durch die eintretende rauhere Iahrszeit in Mangel und Erwerblosigkeit gerathen, werk- thätige Beihülfe zu leisten, und mit den schon zu diesem Behuf bestehenden Privatmstitutm neue Veranstaltungen zu verbinden. Der Privatverein zur Unterstützung der Armen, unter der Leitung des Hrn. Anton Isidor Fürsten von Lobkowitz , wird in diesem Jahre unter denselben Modalitäten, wie in den vorhergehenden, die unent- geldliche Vertheilung angemessener Beträge von Brennholz , dann in den bekannten 6 Küchen jede von 900 Portionen Rumforder Suppe täglich an die Allerdürf- ligsten jeder Pfarre, so wie die Leistung unverzinslicher Vorschüsse an eine bestimmte Zahl ohne ihr Verschulden verarmter Handwerksleute besorgen. Statt der kleinen baaren Unterstützungen, welche ohnehin ihrem Zwecke, nicht ganz entsprechen, hat sich der Privatverein die Errichtung der Wärmftuben angelegen seyn lassen, deren wohlthätigen Einfluß auf die ärmste Klasse schon ein früheres Beispiel bewährt. Ferner wird ein Holzvor- rarh von mehr als 2000 Klaftern, unter der Leitung deS Hrn. Franz Grasen von Klebelsberg, um beträchtlich herabgcstzte Preise verlheilt werden. Endlich wird die Stadrhauptmannschaft von den vorhandenen beträchtlichen 1417 Kornvorräthen Brod, in einem die Satzung übersteigen- dem Gewichte, um bedeutend herabgesezte Preise an die Armen Pfarrweise verabfolgen rc. Der kaiserl. russ. Lcgationssekrctar von Graisowski ist am 3. d. von Wien durch Prag nach Dresden gereiset. Nach einem Schweizer Blatte wäre kürzlich Gen. Sebastiani durch Wien nach Konstantinopcl gereiset. Anfangs Nov. d. I. starb in dem Dorfe Prossy bei Lemberg ein Weber, Namens Johann Urszula?, in dem seltenen Alter von 116 Jahren. Bis zu seiner lezten Stunde war er gesund und munter, und arbeitete in seiner Werkstatt noch 6 Stunden vor seinem Tode. Cr war sechsmal verheirathet, und hatte in jeder Ehe Kinder gezeugt. Zum leztenmal verhcitathete er sich erst im vorigen Jahre, und auch aus dieser Ehe hinterläßt er eine noch lebende Tochter. Preußen. Unterm 5. d. ist folgendes königl. Edikt erschienen: „ Wir Friedrich Wilhelm rc. Bei den gegenwärtigen Umständen sehen Wir Uns veranlaßt, die Exportarion der Scheidemünze sowohl, als des Silbers in Barren, nicht anders als gegen Passe Unsers Staatskanzlers, zu gestatte», sonst aber gänzlich zu verbieten. Auf die ver- botwidrige Cxportation stehet die Strafe der Konfiskation. Die Denunzianten, so wie diejenigen, welche dergleichen zur Ausfuhr bestimmte Scheidemünze oder Silber anhatten, bekommen die Hälfte der Strafe. In Nüksicht der gehörig erwiesenen DurHfuhr der edlen Metalle und der Scheidemünze bleibt es bei den bisherigen Vorschriften. Auch auf das kleine Gränzverkchr findet dieses Verbot keine Anwendung." Sc. Maj. der König hatten dem Generalmajor v. Massenbach den Verdienstorden zu verleihen geruhet. Spanien. Aus Madrid wird unterm 18. November gemeldet: „General Expert, Gouverneur der Provinz Segovia, stieß am y. Morgens in dem Walde von Cantalejos auf die 650 Mann Kavallerie starken vereinten Banden von Martincz und Dabril. Der General verfolgte sie an der Spitze von »Zo Dragonern über 3 Stunden weit, töd- tete ihnen 65 Mann und verwundete mehr als 40; sein Verlust bestand bloß in 2 Todtcn und z leicht Verwundeten. — Zwei Detaschcments, unter den Befehlen des nämlichen Generals, erfochten gegen verschiedene Insurgenten - Banden ähnliche Vorkheile. — Eine Ab- theilung von 25 wcstphälischen Chasseurs übrrsiel indem Flecken Malaga, in der Provinz Guadalaxara, einen Jn- surgentenhaufen, tödtete viele LeuteZ und nahm 14 Pferde weg. — Man weiß bestimmt, daß die Vorposten der Armee des Marschalls Suchet am 8> d. M.vor den Thoren von Valencia, genannt von Serranos, del Real, del Lar und Dreinigkeitspförtchen, standen, und daß dieselben sich des Grao bemächtigt hatten." Nachrichten aus Avila zufolge sties der Eskadronschef der Gebirgsjäger von Avila, Don N. Morales, am rsten Nov. bei Villanueva del Campillo mit 100 M. Jnfant. und 60 M. Kavallerie auf die Bandevon Garrido, die er aufs Haupt schlug; bloß 5 Mann derselben konnten sich retten. In Nachrichten von der spanischen G»änze vom 20. Nov. liest man: ,, Wie man aus Catalonim erfährt, wenden die in dieser Provinz zerstreuten Cmissarien der Jn- surgentenregicrung von Valencia alle Mittel an, um den Aufstand in Catalvmen neuerdings anzufachen. Mein diese Bemühungen sind, im südlichen Catalonien wenigstens , ohire Erfolg geblieben. In den nördlichen Gegenden wurden zwar die Jnsurgentenbanden wieder kühner; allein sie erlitten allenthalben, wo sie sich blicken ließen, Niederlagen. Man hat auch in Aragonien einen Aufstand zu bewirken gesucht; aber hier ist das Vorhaben der Unruhestifter völlig vereitelt worden. In Aragonien steht eine bedeutende Zahl von Reservetruppen, die im Norh- fall aus Navarra und «ndern nahe gelegenen Provinzen Unterstützung erhalten können. Die catalonische Armee, über die nun der kürzlich im Hauptquartier angelangte Gen. Decam den Oberbefehl übernommen hat, ist zahl, reich genug, um ihre Bestimmung zu erfüllen. — AuS dem Königreich Valencia erfährt man, daß die einzelnen Forts, die im Rücken der Suchet'schen Armee gelegen, und von besondern Abtheilungen französischer Truppen blockirt wurden, sich nach und nach ergeben. ES bestätigt sich, daß die französische Armee zum Theil überden Guadalaviar gesezt, und die Jnsurgententruppcn von dessen rechten Ufer vertrieben hat. Die polnische Division soll sich bei allen diesen Vorfällen besonders ausgezeichnet haben. — Aus dem Königreich Murcia erhält man traurige Nachrichten. Das gelbe Fieber, das schon vor geraumer Zeit zu Carthagena ausgebrochen war, aber an- fänglich keine bedeutende Verheerungen anrichtete, und 1418 Las man bereits für vertilgt hielt, hat fich, von sehr' gefährlichen Symptomen begleitet, aufs neue geaussert. Die jetzigen Verhältnisse zwischen Andalusien untf Murcia, wo alle Kommunikation aufs strengste untersagt ist, verhindern zwar jede Ansteckung durch Reisende und Waa- ren; indessen hat man doch auch keine der übrigen, in solchen Fällen gewöhnlichen Vorsichtsmasregeln unterlassen. — Man versichert, daß aus Andalusien und Estremadura neuerdings Truppen nach Badajoz aufgebrochen sind, wo sich ein Korps versammelt, dessen fernere Be- siimmung unbekannt ist. Zu Madrid sprach man von einer neuen kombinieren Expedition nach Portugal, wozu «in Armeekorps von Estremadura aus Mitwirken würde. — Die bisher von General Godinvt kommandirte Division , die zulezt an den Küsten des Mittelmeers stand, ist, dem Vernehmen nach, ins Innere von Andalusien zurükgckommen. Gen. Godinot soll in den leztcn Okto- Lertagen zu Sevilla gestorben seyn." Theater- Nachricht. Sonntag, den iZ. Dezember: Lehmann, oder: Der Thurm von Reust dt, Oper in 3 Aufzügen, nach dem Französischen von Sievers; Musik von d'Aleyrac. Todes - Anzeige. Den 9. d. Abends um 9 Uhr starb, nach einem dreiwöchentlichen Leiden am Stilhusten, unser einziges Kind, Elise, im Alter von einem Jahr, 8 Monaten und 10 Tagen. Diesen schmerzlichen Verlust eröfnen wir unlern Freunden, Verwandten und Gönnern, und bitten sie um ihre fernere Liebe und Gewogenheit, zugleich auch, um Unterlassung aller schriftlichen Beileidsbezeugungen. Ettenheiw, den tr. Dez. 1811. Donsbach, Amtmann. E harlott e, geb. Roth. Karlsruhe. (Kirchen esse kte n - Ve rka n f. ] Won verschiedenen Kirchen sind entbehrliche silber-vergoldete Kelche, Monstranzen und Ziborien zu vcräussern, weiche an andere Kirchen gegen sehr billige Preise abgegeben werden sollen; diejenigen Kirchen, welche dergle.cheu zu kaufen gedenken, haben sich in Zeit 6 Wochen dahier bei dem Oberrevrsor Hauset zu melden, und das Weitere zu ver- rrehmen. Heiligenbrrg. (Edi ktal-Labung.j Mathias Stotz, von der Glashütte, dieostitiger Bcgtei Jllwangen, ,st schon vor bereits 30 Jahren in Kaiserl. östreich. M li- «aruenste getreten, ohne daß sicher von seinem Leben oder Lode etwas in Erfahrung gebracht werden konnte. Nachdem nun dessen nächste Anverwandte «« Ausfolglassung .fewes, bri der dahlestg-allgemeinen Wasen küsse anliegenden, in 80 fl. bestehenden Vermögens bei untekfmigter Behörde das Ansuchen machten; so wird Mathias Stotz, oder seine allenfällige Leibeserden andurch aufgefodert, sich binnen einer Zeilfrist von 9 Monaten um somehr dahier zu stellen, und das obenbemerkle Vermögen in Empfang zu nehmen, als im widrigen Falle dasselbe seinen nächsten Blutsfreunden nach denen bestehenden Gesetzen verabfolgt werden wird. Heiliqenberg den gten Dezemb. iZn. Fürstlich Fürstenberg. Bezirksamt allda. E l a v e l. Breiten. sSchuldenliquidation.( Wer etwas an den in Gant verfallenen Friedrich Weiß zu Göishau- sen zu fordern hat, soll solches den 7. Januar >812. früh 9 Uhr bei dem Annsrevisorat dahier bei Strafe des Ausschlusses von der Gankmasse liquidiren. Breiten den 7. Dez. 18 ii. Großherzogliches Amt. R e t t i g> Schiller. Lörrach. fSchulden-Liquidativn.s Wer an den ledigen, dah er wegen begangenen Raubs gefänglich eiusitzenden Jakob Friedrich Geiser von Hagen etwas zr» federn hat, muß solches unter Einbringung der Beweise auf Freitag, den 3. Jan. 1812, der Theilungs-Kommif- sion in Hagen um so gewisser eingeben, als sonst bei Ver- tHeilung der Masse keine Rüksicht daraus mehr genommen werden könnte. Lörrach, den 29. Nov. i8n. Großherzogliches BezirkS-Amt. Deimling. Müller. ' Freiburg. fVorladung. j Johann Volkhard, von Opfingen, welcher im Jahre 0808 von großherzogl. Militär desertirt ist, wird hierm.t aufgefordert, sich binnen 3 Monaten um so gewisser dahier zu stellen, widrigens sein Vermögen kcnsiszirt, und er se nes Gememdsbrrrger- rechts verlustig erklärt würde. Freiburg, den 10. Dezember iZll. Großherzogi. Badisches erstes Landamt. W u n d t. Ney. K arlsruhe. (Dienst-Gcsuch.j Ein Mensch von gutem Herkommen, stillem und friedlichem Betragen, welcher die Chirurgie erlernt, und seit Mehrern Jahren bei einer Herrschaft in Dünsten gestanden, auch desfalls mit guten Attestaten vershn ist, wünscht eine anderweitige Anstellung bei einer Herrschaft als Kammerdiener, Hausverwalter oder auf eine sonstige Art dahier oder anderwärts zu erhallen. Bei Darmstätler-Hof-Wirth Tulla ist das Nähere zu erfahren- Karlsruhe. (Kasten - Schlitten - Gesuch, j Es wird ein noch guter brauchbarer viersitziger Kasten- Schlitten zu kaufen gesucht; wer einen solchen zu veräußern gedenkt, beliebe solches dem Staais-Zettungs-Comptoir zu melden. Karlsruhe. (Bickinge.j Bei Sch mied er und Füeßli» sind neue Bickrnge und Blicke» angekommen.