Großherzogkich Badische Staats - Zeitung. Rro. 64. Freitag, den 5. März. 1815. Rheinische Bundes'Staatrn. Vor der Abreise der königl. sächs. Herrschaften von Dresden erschien folgendes kön. Patent: „ Wir Friedrich August, von Gottes Gnaden König von Sachsen rc. Wir sehen Uns durch die Zeitereignisse genörhigt, Unsere Hauptstadt zu verlassen, und Uns nach einem andern Theile Unserer Lande zu begeben , wo Wir, so lange die Umstände es erfordern und gestatten, Uns autzuhalten gedenken. Dem politischen System, welchem Wir seit sechs Jahren Uns fest angeschloffen haben, verdankt der Staat allein in diesem Zeiträume seine Erhaltung bei den drohendsten Gefahren. Treu Unfern Bundesverpflichlungerr^vertrauen Wir auch dermalen mit Zuversicht auf den gluklicken Er folg, welchen Uns, wenn auch Unsere aut Herstellung des Friedens gerichtete Wünsche nock zur Zeit unerfüllt dleiben sollten, die mächtige Unterstützung Unsres großen Aliürten , der thätige Beistand der verbündeten Machte und die erprobte Tapferkeit Unserer mit Ruhm bedeklen Krieger im Kampfe für das Vaterland verspricht. Un ser« geliebten Unterthanen werden durch Treue, Ausdauer und Ruhe d e Uns so innig am Herzen liegenden Zwecke, den der möglichsten Abwendung und Erleichterung der Uebel des Kriegs, so wie den Unserer baldigen Wirder- veeemigung mit ebnen, am sichersten befördern. In dem sünfundvierzigjährigen Zeiträume Unserer Regierung haben Wir unter dem Wechsel der Ereignisse dir Wohlfahrt des Landes und das Beste Unserer Unterthanen zum ein- zigen Gegenstand Unserer Bestrebungen gemacht, und für alle Sorgen in dem sich^nmer gleich gebliebenen. Vertrauen und der unverbrüchlichen Anhänglichkeit Unsers Volks die erwünschteste Belohnung gefunden. Wir sind gewiß, von diesen Gesinnungen, die sich in der Zeit der Prüfung am rühmlichsten bewähren, auch jezt fortwährend neue Beweise zu erhalten; und .'so hoffen Wir, unter Gottes Beistand, bald zu.den Unsrigen zurükzukehren, und für ihr dauerndes Wohl, nach Unserer besten Er- kenntniß, ferner zu wirken. Alle Landesbehörden verbleiben bei Unserer Abwesenheit in ihrer verfassungsmäßigen Wirksamkeit. Die Fürsorge für das Beste des Landes m allen durch den Kriegsstand herbeigeführlen Vorfällen und Verhältnissen haben Wir einer aUhier nieder- gesezten Jmmediatkommission übertragen, an welche alle Obrigkeiten und Unterthanen Unsers Königreichs in den erwähnten Angelegenheiten sich zu wenden, und deren Anweisungen zu befolgen haben. Wir ermahnen nochmals Untere getreuen Unterthanen, durch ein ruhiges, ordnungsmäßiges unv mit Unfern das wahre Beste deS Vaterlandes unverrükt bezweckenden Gesinnungen und Absichten übereinstimmendes Verhalten den alten Ruhm des sächsischen Volkes zu behaupten. Unter Unserer eigenhändigen Unterschrift und Vordruckung Unsers königl. Siegels geschehen und gegeben zu Dresden, de» 2z. Febr. 1813. Unterz. Friedrich August. —- Hans Ernst v. Gls- blg. Ernst Friedrich Adam Freiherr v. Mankeuffel." Die in obigem Patent erwähnte Jmmediatkommission besteht aus dem Konferenzminister von Globig. demLber- kammerherrn Freiherr« von Friesen. dem geh. Rath Freiherrn von Mankeuffel und dem geh. Finanzrath von Zezschwitz. Die Brüder des Königs von Sachsen, Prinz Anton mit seiner Gemahlin, und Prinz Marimilian mit seinen Kindern, dann die Schwester des Königs, Prinzessin Maria Anna, reisten bereits am 22 Febr. von Dresden ab, und trafen am 25. mBaireuih ein, wo sie im königl. Schlosse abstiegen. Nach dem westphalischen Moniteur gaben Se. Mas« der König von Westphalcn am 28. Febr. dem königl. würtemb. ausserordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister eine besondere Audienz, worin derselbe sein Zurükberufungsschreibcn überreichte. Sein Nachfol- 254 ger, Frhr. Gremp von Freudenstekn, überreichte am nämlichen Tage sein Beglaubigungsschreiben. Se. Mas. em psiengen in der Folge das diplomatische Korps. Ebendaselbst liest man: „Der DerserteurKupfermann tzat die Feigheit, die sich von einem Verräther erwarten ließ, an den Tag gelegt, indem er sich in einem Kornboden, worin er sichverstekte, von einem einzigen Gens darmen verhaften lassen. Die Lhatigkeit und die Ein sicht, welche bei dieser Gelegenheit der Kapitän Döring, der Gensdarme Schmitt, und die Brigaden aus Halberstadt, Hessen, Blankenburg und Quedlinburg, so wie auch der gute Geist, den überall die Gemeindebehörden gezeigt haben, verdienen die größten Lobeserhebungen. " Das westphäl. Bataillon, sagt das nämliche Blatt, desgleichen die westphäl. Artillerie zu Fuß in Katalonien sollten den iZ. von Perpignan abmarschieren, um nach Kassel zurükzukehren. Diese Truppen werden den 14. April d. I. daselbst eintreffen. Nach der Haller Zeitung befand sich der Herzog von Belluno vom 20. bis zum 22. Febr. zu Wittenberg. Am 2. d. trafen zu Frankfurt ein: 2 Eskadronen des io. Hussarenrcgiments, welches einen Theil der i. Division des Observationskorps ausmacht; 2 Bataillone des 9. leichten Infanterieregiments, welche zur 4. Division dieses Korps gehören; zwei Bataillone des 22. Linienregiments g zwei Detaschements des 76. und 94. Linienregiments ; 4 Detaschements der iz., 14 , 13. und 19. Kohorte ; endlich » Bataillone des 149. Linienregiments. Ebendaselbst traf am i. d. Hr. Tevenin, französischer Konsul, von Leipzig ein. Durchpassirt sind z franz. Kuriere; der eine kam von Wittenberg, und die beiden andern von Berlin. Frankreich. Am 27. Febr. vollendete der gesezgebende Körper die Wahl der Mitglieder seiner Finanzkommisfion. Fortsetzung der Darstellung der Lage des Reichs: Ackerbau. Frankreich muß durch seinen Umfang, durch die Fruchtbarkeit seines Bodens, vorzüglich als rin Ackerbau treibbnder Staat betrachtet werden. Indessen mußte es lange Zeit zu seinen Nachbarn seine Zuflucht nehmen, um mehrere seiner Hauptbedürfnisse zu befriedigen. Es hat sich beinahe gänzlich von dieser Nothweu- d'gkeit losgemacht. Der mäßige Ertrag e're< Aernde in Frankreich beträgt 270 Millionen Zentner, von welchen man 40,000.000 für die Aussaat abzichei, muß. Die Aernee von 1811, eine der schlechtesten umer denbekann» ten Jahren, gehört ,'n die Berechnung dieses murelmä- ßigen Ertrags. Die 230 Millionen Z ntner, welche zur Konsumtion übrig bleiben, hatt.n nach den ge- genwä'tigen Preisen einen Werlh von beinahe fünf Milliarden; allein nach den reduzirtcn Preisen von 15 Jahren her besteht dieser Werth nur in 2,300,000,000. Die Bevölkerung des Reichs besteht in 42 Will. Individuen ; eine m.lt.lmäßige Aerndc verschafr also ledem 520 Pfund Getreide; dieses reicht über jeden Bedarf hinaus, wie man solchen zu verschiedenen Epochen berechnet hat. Nach langen, auf Brfehl der ehemaligen Regierung gemachten Untersuchungen hatte man diesen Bedarf zu 470 Pf. angenommen, und gefunden, daß Frankreich in mittelmäßigen Jahren die hinlängliche Menge zu einer sol- chen Konsumtion erzeuge. Unsere Erzeugnisse an Getreide haben also um ein 3 hntheil zugenommen. Im. 1 . 1789 harte Frankreich aus den Ländern, die gegenwärtig für uns das Ausland sind, Getreide für 70 Will, bezogen, und im Jahr i8i2, weder Mangel um vieles fühlbarer sepn mußte, da die Aernde von 1811 ohne Vergleich viel schlechter, als die von 1788, gewesen ist, haben wir nur für 18 Mill. Getreide bezogen. Die Theurung war freilich groß; aber wahrerMangel herrschte weniger, als im J.1789. Die Regierung hat nichts vernachlässigt, um die Folgen des Mißjahres 1811 weniger drückend zu machen. Ihre Haupisorge war, den Ueberfluß einiger Gegenden den Departements näher zu bringen, worin der Mangel am größten war. Das Resultat ihrer Operationen war: daß die Getreidevorrathe in den Departements, welche Paris, die Normandie, Lyon und Marseille verproviantnen, um 2 Mill. Zentner vermehrt wurden; daß der Handel neue Wege fand, denen er seitdem mit günstigem Erfolg treu geblieben ist; daß der Preis des Brodes in der Hauptstadt mäßig blieb, und dasselbe in solchem Ueberfluß vorhanden war, daß die SicherhM die nämliche, wie in den ergiebigsten Jahren, gewesen ist °, daß neue und ökonomische Nahrungsmittel die Zahl der bisher üblichen vermehrten; daß die Wirkungen eines größer« Mißjahres, als aller derjenigen, welche auf 2709 gefolgt find, beinahe gänzlich gehoben wurden. - (D. F. f.) 255 ! Der Fürst Moriz Adolph Gustav von Salm - Kyrburg, ehemaliger Oberst des Regiments Esterhazy, seitdem Oberst eines Hussaienregimenls teines Namens, Grvßkreuz des barer. St. Hubertus-Ordens, ist am 17. Febr., im 52. Jahre seines Alters,' zu Paris mit Tode abgegangen. A,n 20. Febr. ist ein Schiff, das man für ein amerikanisches hält. oder eine Prise, in der Bucht von Au- kierne zu Grund gegangen. Ausser den an die Küste getriebenen Trümmern hat man daselbst io Leichname und mehrere Ballen Baumwolle gefunden. Am 27. Febr. standen die zu 5 v. h. konsolidirten Fonds zu 78 Fr. 30 Cent. Herz 0 gthum Warschau. Die Prager Zeitung liefert aus der Warschauer Zeitung folgende bis zum 13 Febr. reichende Auszüge: Unterm 6. Febr. machte der Munizipalpräsident Wegrzecki, in Folge einer von dem östrcich. Baron von Siegenthal rr- halienen Astzeige, den Einwohnern bekannt, daß am 7. Morgens die östreich'sche Garnison Warschau verlassen, und am g. früh nach 9 Uhr die russ. Truppen einrücken würden ; einem jeden Einwohner sey Sicherheit für seine Person und sein Vermögen zugeflchert; jeder solle ruhig und ohne Furcht in seiner Behausung bleiben; alle franz., polnische und alliirte Militarpersonen hatten noch am ü. Warschau zu räumen, und den Weg nach Petrikan zu nehmen; hiervon seyen jedoch die Blessirten und Kranken, die Sanitätsbeamten und Jnvalioen ausgenommen; die Bürgergarde solle die Dienste verrichten, wozu sie von der Hauptwache würde angewiesen werden rc. — Unterm 8. wachte ebenderselbe Präsident bekannt, daß die Deputation, welche die Stadt in das Hauptquartier des russ. Gen. Miloradowitsch nach Mokorow obgesandt habe, um 4 Uhr Nachmittags daselbst angekommen, eine wohlwollende Aufnahme gefunden, und mit den beruhigendsten Versicherungen entlassen worden sey. — Am 9. ritt der Gen. Miloratowitsch mit einem starken Gefolge durch die Hauptstraßen von Warschau, und kehrte darauf in sein Hauptquartier nach Wilanow zurük. — Bis zum 13. verrichteten noch die Nationalgarden zu Warschau und in den übrigen Städten des Herzogthums die innere Wache. Die Schlagbäume waren von der Nat. Garde und der russ. Kavallerie gemeinschaftlich besezt. Die Ortsbehörden verwalteten, wie gewöhnlich, ihre Stellen. Das fünfte (polnische) Korps hat sich, Nachrichten aus Breslau zufolge, nach dem Rükzuge des 7. (sachs.) Korps von Kalisch, von Petrickau nach Czenstochau geworfen. O e st r e t ch. Vermöge einer Bekanntmachung der k. k. nied. östr. Landesregierung v.ry. Febr.ist bei einer von Sr. Maj. so eben angeordneten Stellung von Fuhrwesens-Gemeinen der Dominien gestattet, die bei denselben etwa sich astfhaltcndcn' Fuhrwesensbeurlaubten von fremden Dominien auf ihre Kontingente mit dem Vorbehalte jedoch zu stellen, daß, wenn binnen 6 Wochen das betreffende Dominium seine beurlaubten Fuhrwesensgemeinen namentlich rcklamiren sollte, selbe dem reklamirenden Dominium bei der näch» sten Stellung zu gut geschrieben werden würden. Gerührt durch di« Lag« der ärmern Bewohner jener Vorstädte von Wien, welche während des Eisganges überschwemmt wurden, hat der Fürst von Kaunitz zweitausend Gulden W. W. zur Unterstützungen derselben dargebracht. Am 24. Febr. wurde der Wiener Kurs auf Augsburg zu 140 Uso, und zu >39 zwei Monate notirt. P r e u s s e n. Ueber die in der Hauptsache bereits bekannten Bewegungen russ. Truppen gegen Berlin liest man einige nähere Nachrichten in folgendem Artikel des östreich. Beobachters vom 26. Febr.: ,, Briefe aus Berlin vom 18., welche durch ausserordentliche Gelegenheit hier eintrafcn, melden den Uebergang der Avantgarde der russischen die rechte Flanke bildenden Korps auf drei Punkten zwischen Frank» furt, Lebus und Göritz über die Oder. Eine andere Avantgarde näherte sich nördlich über Wrietzen bis Werneuchen (z Meilen von Berlin) dieser Hauptstadt. Der Marschall Herzog von Castiglione (Augerau) ist diesem anrückenden Korps mit mchrern tausend Mann der Berliner Garnison entgegen gegangen rc. Dasselbe Blatt sagt: Gegen Schlesien ist die russische Armee j nicht weiter vorgedrungen. Das Grenier'sche Korps scheint die Straße von Glogau nach Sachsen rinzuschlagen. Rußland. In der Nacht vom 20. Jan. kam der Leichnam des zu Twer verstorbenen Prinzen Georg von Holstein-Oldenburg nach Petersburg , und wurde in der dortigen lutherischen Kirche beigesezt. Am 22. desselben MonatS traf die Wittwe des Verstorbenen, die Großfürstin Katharina, in Petersburg ein. 256 r h e 0 t« r - n r r i g e. Sonntag, den 7. März: Aschenbrödel, Zauber- Oper in 3 Akten, von Etienne; Musik von Nicol> 1 de Malte. Literarische Anzeige. In der Andreäischen Buchhandlung zu Frankfurt a. M. sind folgende neue Bücher erschienen: Brands (Jak.) Versuch eines Planes zur Organisation der Bürger- und Landschulen, mit besonderer Aufsicht auf die Industrieschulen; 8. 1 fl. 24 kr. Bruchstücke zur Menschen - und Erziehungskunde, religiösen Inhalts; 4s Stük, die L.hre von Gott; 8. i fl: 48 kr. Ereve (C. C.) vom Chemismus der Respiration; gr. 4. 1 fl. 12 kr. Elementarbuch für den ersten Unterricht in Volksschulen; 8. y kr. Gemälde (historisches) der Politik des römischen Hofes seit dem Ursprünge seiner welllichen Macht bis zu unfern Zeiten. Mit vorzüglicher Hinsicht auf die neuesten Kirchenangelegenheiten; a. d. Franz, mit Bemerkungen; gr. 8. 54 kr. Leinwand, über dessen Verfertigung in der Haushaltung, eine Anleitung für Hausfrauen und Töchter; 8. i fl. 12 kr. Schneiders (Enl.) Gedichte; Zte Aufl. 8. 40 kr. Sind bei Ph. Macklot No. 57 in Karlsruhe zu haben. Philipps burg. sKrämermarkt .3 Die Stadt Philippsburg ist mit höchster Genehmigung willens, die ehemals dahier bestandenen und sehr besuchten jährlichen zwei Krämermärkte wieder einzuführen. Der erste wird daher den Dienstag vor der Kreuzweche, und der zweite den Dienstag vor Simdn und Judä, oder wann auf einen dieser Tage ein Feiertag fällt, den folgenden Tag gehalten werden. Da nun mit solchen dieses Frühjahr schon der Anfang gemacht wird, und für Borde zu den Ständen bereits hinlänglich gesorgt ist, so setzet man das Publikum und die auswärtigen Krämer hiervon in Kenntniß. Philippsburg, den 22. Febr. 1813. Großherzogl. Badisches Amt. Frey. Nicola. '' ' Ge ngenbach, ^Aufforderung.^ Die beiden Stein- guthändlet, Leonhard Häuser, von Pfefflingen in Schwaben, und Johann K e h re r, von Dettingen - Wallerstein, werden an- durch, vermöge Erlasses des Großherzogl. Direktoriums des Kinziqkreifes vom 6. d. M. D. R. I 5 Y 3 , aufgefordert, binnen 6 Wochen'a dato das aus ihren zu Zell versteigerten Effekten erlöste, und hier seit 2 Jahren in llexosito liegende Geld 63 fl. 58 kr., nach Abzug der noch darauf haftenden Unkosten, in Empfang zu nehmen, oder aber zu gewärtigen, daß solches ad jhüs usus konsiszirt werden wird. Gengenbach, den 12. Febr. 1813. Großherzogliches Bezirksamt. B 0rd 0 ll0. Schubert. Emmendingen, s Ed i ktall a d u ng.)j Da die Geschwister des seit bereits 24 Jahren abwesenden Johann Georg Friedrich Kündorf von hier gegenwärtig um Einweisung in den fürsorglichen Best; des von ihm rükgelnssenen Vermögens qngesucht haben, so wird derselbe hiermit aufgefordert, sich rinnen Jahresfrist wieder zu stellen, und fein Vermögen anzutreten, widrigenfalls nach dem Ablauf dieser Frist jenem Gesuch entsprochen werden wird» Emmendingen, den 18. Febr. 1813* Großherzogl. Bad. Bezirksamt. Roth. Bettmaringen. sEd i kta lla dung.^ AndreasEb- «rr von Gutenburg, 47 Jahr alt, ifc vor 37Jahren in Kön. Neapolitanisch« Kkltgsrienstd zetteten, und hat seit 20 Jahren nichts von sich hören lassen. Da nun dessen 5 Geschwister um Ueberlaffung seines über 1200 fl. ertragenden Vermögens an- gestanden haben, so wird er, oder .dessen eheliche Leibtserberr. hiermit vorgeladen, sich a dato einem Jahr bei unterfertigtem Amte wegen Empfang dieses Vermögens zu melden, oder zu gewärtigen, daß dasselbe an die erwähnte Ebnerische Ge- schwister zur nuznießlichen Pflegschaft verabfolgt werde. Bettmaringen, den tg. Febr. 1813. Großherzogliches Bezirksamt. M artin. Bödigheim. s Ed i k t a l ladu ng.j Daniel Münch, hiesiger Bürgerssvhn, welcher schon seit 28 Jahren von hier abwesend ist, ohne Nachricht von sich zu «eben, oder de«en etwaige Leibeserben, werden auf Anstehen jenes Schwester hiermit vorgeladen, binnen ein-m Jahr dahier zu erscheinen, und das in ungefähr 800 fl. bestehende Vermögen in Empfang zu nehmen, oder zu gewärtigen, daß solches der implorireuden Schwester gegen Sicherheitsleistung in fürsorglichen Bessz übergeben werde. Bödigheim, den iy. Febr. 1313. Grundherrl. Rüdt von Collenbergisches Amt. Abel. König. sEdiktalla dung.^ In Sachen der Philippine Klein, gebornen M u n z, dahier, gegen ihren Ehemann, den hiesigen Beisassen und Schlossermeister Georg Klein, wird lezterer hiermit aufgefordert, sich auf die wegen böslicher Ver- laffung gegen ihn angestellte Ehescheidungsklage innerhalb 3 Monaten, und bis zum 6. Mai d. I. um so gewisser einzulassen, als ionst nach Ablauf dieses Termins, auf weiteres Anrufen der Klägerin, die zwischen ihr und dem Beklagten best«- hende Ehe für aufgelöst erklärt werden würde. König, den 6. Febr. 1813. G. H. Gräfl. Erbachisches Justizamt. K 0 r n m e s s e r. Schwezingcn, ^Aufforderung .] DanielBechtel aus Neckarau, dermalen ohngefähr 30 bis 31 Jahre alt, entfernte sich vor 14 bis 15 Jahren aus Mannheim, wo er als Schreiner in der Lehre stand. Seit dieser Zeit gab er nicht die mindeste Nachricht an seine Geschwister und Verwandte in Neckarau. Auf den Antrag seiner 3 Brüder wird er daher aufge- fvrdert, sich binnen y Monaten, zur Empfangnehmung seines vormundschaftlich verwalteten Vermögens von beiläufig 800 fl. zu melden, widrigenfalls er für verschollen erklärt, und Las Vermögen seinen Brüdern in fürsorglichen Besiz ausgeliesert werden soll. Swezingen, den 13. Febr. 1313. Großherzogliches Amt. Jtzstein. Bach. Kirchheim. sWarnung.^ Christoph Glatting k» Kirchheim, Amts Oberheidelberg, macht hiermit bekannt, daß seinem Sohne, Johannes Karl Glatting, unter den Dragonern, niemand weder Geld leihen, noch sonst borgen, möge, indem er für ihn nichts bezahle. Schöllbrunn vei Ettlingen. ^Versteigerung.^ Den 17. März werden dahier ohngefähr 8c> Malter Früchte, in Korn, Dinkel, Gerste und Haber bestehend , auch mehrero hundert Ge- bunde Stroh und einige hundert Malter Grunorirn öffentlich, Morgens gegen 10 Uhr, auf dem hiesigen Vvgrshause versteigere. 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