1401 Karlsruher Zeitung. Nr. 297. Mitwoch, de» 25. Okt. 1820. Baden. — Deutsche Bundesversammlung. (Beschluß'der weitern Nachrichten von der - 9 . Sitz, am 6 . Okt. Weitere Nachrichten von der So. Sitz, am 12 . Okt.) — Baiern. — Sachsen. (Leipzig.) — Frankreich. (Paris. Straßburg.) — Großbritannien. (Parlament.) — Italien. (Königreich beider Sizilien. Rom.) — Oeßreich. — Schweiz. — Spanien. Laden. Karlsruhe, den 23. Okt. Gestern Nachmittags gegen 5 Uhr hatte hiesige Residenz die Freude, Ihre kör». Hoheit die Frau Mackgrasin von Laden in höchster- vsünfchlrm W.'hlseya von München hier zurükankom« men zu sehen. Lauter Jubel erschallte der hochverehrten Fürstin entgegen. .Oie hiesige Bürgerkavallerie erwartete Ihre kdniql. Hoh. diesseits Berzhausen, und hatte die Eyrr, Hochstdieselbcu bis an Ihr Palais zu begleiten. Deutsch« Bundesversammlung» Beschluß der weitern Derhandlung-n in der 29 . Sitz, am 5. Okr. Die hoh« Bundesversammlung beraly- schlagte giernächst rn vertraulicher Sitzung über die Annahme dw in dem Separaiprotokollevom 2 Z. Mai d. I» zu der 34. Sitzung der Wiener Konferenzen vom 24. desselben Monats ausgedrüklen drei Grundbestimmungen wegen Uebernnhme der Festungen, Mainz, Luxemburg und Landau, von Seite des Bundes, und kam tzier- «ächst überein, sich zu einer Plenarversammlung zu kon- KiMireu, worin sofort jene Grundbestimmungcn durch einhelligen Beschluß zur Basis der fernern Verhandlungen über die Entwickelung und Anwendung dieser Sätze, Lei der nähern Regulirung und Otdnung d(r Verhältnisse dieser Festungen, erhoben wurden. — Präsidium trug sodann vor: Nachdem nunmehr über die Basis der fernern Verhandlungen in Betreff der Bundesftstungen der gseianere Beschluß gefaßt worden ist, so sehe ich rnicb, in Gemäßheit des dem »3- Proroioll der Wiener Konferenzen anliegenden Vortrags des siebenten Ausschusses darüber, veranlaßt, der hohen Versammlung «mbeimzugeben, ob die Militärkonmstswn nicht unverzüglich cingeladen werden solle, baldmöglichst die nö- thigen Entwürfe rc. (Dieser Antrag ist wörl'ich gleichlautend mit dem darauf einmütig gefaßten Beschlüsse, den wir Nr. 292 gegeben haben.) Non der Sitzung am 12 . Okt. ist noch folgendes «achzulragen: Der kaiserl. östreich, prass dir ende Herr Gesandt-, Graf v. Burst-Schauenstein, verliest eine Note der Militärkommission an den zur Ausarbeitung des MiliiärverfassungsplanS des deutschen Bundes bestehenden Bundestagsausschuß vom 4. , empfangen den 6 . d. M., sammk der derselben angefugten Beantwortung der ihr unterm Z. April vorigen Jahrs mitgetheilken Fragen, dann einen Entwurf zu der Redaktion der fünf ersten Abschnitte der Gcundzüge der deutschen Milltärverfassung und den Entwurf zu einem allgemeinen Kartell, endlich den Vortrag des Buntes- tagsansschusscs an die Bundesversammlung Uber die so eben erwähnten Ausarbeitungen. Sammtiiche angczv- genen und loco clictutmse abzudruckenden Aktenstücke wurden diesem Protokolle angcfüqt, und in der hierüber angesiellten Umfrage äußerten: Oestreicht Die kaiserl». königl. öftreich. Gesandtschaft nimmt keinen Anstand, zu erklären, daß sie bereu sey, über diesen Gegenstand sogleich abzusiimmen, und die hier vorgelegten fünf ersten Abtheüungen der Grundzüge der Kriegsverfassung deS deutschen Bundes definitiv anzunehmen, wenn sämtliche übrige Stimmen auf gleiche Weife bettreten. Sollte dieS nicht von allen geschehen, sondern noch eine weitere Jnstruküonseinhvlung nöthig gefunden werden , so muß sie ebenfalls ihrem Hofe die fernere Aeusserung Vorbehalten, dabei aber bestimmt darauf antragen , Sie Regierung um ausdrükliche Erklärung zu bitten, daß diejenigen Gegenstände, über welch« dermalen noch eine Verschiedenheit der Meinungen obwaltet, nach der Natur der Sache und den Bestimmungen des 14. Artikels der Schlußakte, durch die Mehrheit der Stimmen entschieden werden sollen. Kuiserl. bstreich. Seils hat man übrigens für den vorliegenden Fall über die Anwendbarkeit >ener gesezlichen Vorschrift keinen Zweifel. So viel die abgesondert herzustcllende Instruktion wegen Erleichterung der mindermächtigen Bundesstaaten und die Abschließung eines allgemeinen Kartells betrist, schließt man sich dem Anträge des Bundestagsausscbuffes an. — Prcussen trat dieser Abstimmung in allen Beziehungen hei. — Baiern, wie Oestreich und Preuffen» (Fortsetzung folgt.) 1402 Dakern. Der königl. Hof hat am 21. Okt. Nymphenburg verlassen, um das Residenzschloß in München zu beziehen. Der Prorektor der Universität Landshut, Patritius Denediktus Zimmer, Mitglied der zweiten Kammer der Ständeversammlung und Professor der Theologie, ist zu Steinheim bei Dillingen, in seinem 6ö. Lebensjahre, am 16 . Okt. an den Folgen eines Nervenschlags sanft entschlafen. Die Universität fühlt die Größe ihres Ver- lusts, und daS Vaterland mit ihr. Sachsen. Leipzig, den 18 -Okt. Die am gestrigen Tage in Gegenwart des Hofraths und StadtphysikuS Dr. Üla- rus, des Prosektors der Universität Dr. Bock, deS Dr. Samuel Hahnemann, des Dr. Haynel und des Dr. Joseph Edlen von Sax, k. k. bstreich. RakhS und Stabsfeldarzrs vollzogene Sektion des Leichnams Sr. Durchl. des k. k. bstreich. Feldmarschalls Fürsten zu Schwarzenberg hat erwiesen, daß der hohe Verewigte an einer langwierigen, durch viele Jahre ausgebildeken organischen Herzkrankheit verstorben ist. Unterm 4. d. ist hier Fclgendes erschienen: „Wir Bürgermeister und Magistrat der Stadt Leipzig urkunden und bekennen hiermit, daß Se. königl. Maj. von Sachsen, unser allergnädigster Herr, auf daS von, uns gutachtlich gehorsamst berichtete Gesuch mehrerer israelitischen Kausteute aus Hamburg und Altona, denselben die Errichtung einer Anstalt zur Andachtsübung in dem Maase, daß darin in deutscher Sprache gebetet und gepredigt werde, auch Choralgesang mit Begleitung einer Orgel statt finde, bis zur nähern Anordnung zu gestatten huldreichst geruht haben rc. Frankreich. Paris, den 21. Okt. Man hat seit einigen Tagen angefangen, in dem Versammlungssaale der Pairs- kammer die rröthigeu Einrichtungen für die öffentlichen Sitzungen zu treffen, welche nächstens in Beziehung auf die Verschwörung vom ly. Aug. statt haben werden. Die Gazette de Franze glaubt versichern zu können, daß gleich nach Eröfnung der Kammern das Budget werde vorgelegt werden, und daß man ihm ohne Unruhe entgegen sehen dürfe. Kein Steuerpflichtiger befürchte eine Erhöhung der Abgaben; im Gegenthcil sey die Hofnung einer bedeutenden Verminderung derselben zum erstenmal ziemlich allgemein verbreitet. Mad. Bayart, die sich zur Amme des Herzogs von Bordeaux erboten hatte, und als solche erwählt und angenommen worden war, die aber , wie der Moniteur und andere hiesige Journale melden, durch eine augen- blikliche Unpäßlichkeit, die sie sich vielleicht durch ihre ausserordentliche Reizbarkeit zugezogen hat, verhindert wurde, dieses Amt ferner zu versehen, verließ am 18. d. das Schloß der Tuillerien, um mit ihrem Manne, der Notar zu Armentieres ist, dahin zurükzukehren. Der Moniteur wiederholt die schon bekannte Nachricht, daß derselbe Hr. Bayart zur Zeit, als der König zu Gent war, Sr. Maj. 500,000 Fr. in seinem Namen und von Seiten einiger Royalisten von Armcntieres überbracht hat. Monsieur hat ihn mit einem kostbar mit Brillanten befezten Medaillon, welches Haare des Herzogs von Bordeaux enthält, beschenkt. Der Moniteur bemerkt annoch , daß die Frau Herzogin von Berry, die sich so vortreflich auf Muth versteht, gesagt hat, daß diese Milch, womit ihr Sohn genährt werden sollte, eine herzhafte Milch sey. In den politischen Miszellen des heutigen Moniteur liest inan unter ander-n: „Die engl. Zeitungen sind fortdauernd mit dem großen Prozesse beschäftigt, welcher die Kammer der Pairs, Großbritannien und Europa beschäftigt. Bei dieser Gelegenheit erwähnt the Morning - Chronicle mit vielen Lobsprüchen der Klagen eines franzöft Schriftstellers (Jay) , der in einer Flugschrift über die politische Lage Europa'ö der frarrzös. Zensur den Vorwurf macht, daß ii« den ftanzös. Journalen gestatte, die umständlichsten Nachrichten von diesem berüchtigten Prozesse zu geben. Wirklich erhebt sich Hr. Jay, im Namen der öffentlichen und der Privat- moral, gegen diese Publizität, die er empörend, unanständig und garstig findet; dies sind seine eigene Ausdrücke." Der Moniteur ist anderer Meinung, und schließt seine Gegenbemerkungen mit den Worten : Die ganze Welt wisse sehr wohl, wa um the Mornings Chronrcle eine solche Sprache führe. Der Constitutionnel zeigt an, daß einige Freunde der schönen Wissenschaften, aus dem Beweggründe, daß Schiller ohne Vermögen verstorben sey, Willens sind, zur Unterstützung der in ganz Deutschland hochverehrten Wittwe des Verewigten eine ausserordentliche Vorstellung des von Lebrun für die französische Bühne bearbeiteten Trauerspiels, Maria Stuart, zu veranstalten. Gestern standen hier dlezu5v. h. konsvlidirten Fonds zu 74l^, und die Bankaktien zu 1560 Fr. Straßburg, den 25. Okt. Die Legion der Ober- saone, die seit kurzem aus der Zitadelle in die Stadt cingerükt war, ist von hier aufgebrochen, um sich nach Montmedy zu begeben. Man versichert, es werde an ihrer Stelle die Legion des Doubs und die zweite Legion des Pus-de-Calaks hier eintrcffen. Großbritanni en. London, den 14. Okt. In der gestrigen und heutigen Sitzung des Oberhauses wurden die Verhöre und Gcgenverhöre der Zeugen für die Königin fortgesezk. Verschiedene dabei entstandene Rechtsfragen sind noch nicht entschieden. Das Unterhaus versammelte sich, seiner lezkcn Vertagung zufolge, heute gleichfalls wieder, aber etwas spat, so daß die heutigen Journale von dessen Verhandlungen noch nicht viel zu sagen wissen. Gewiß scheint es zu seyn, daß Lord Castlereagh den Antrag gemacht hat, einen Ausschuß zu beauftragen, Einsicht von den 1403 Protokollen der Pairskammer in Betreff des Prozesses der Königin zu nehmen, und noch in der heutigen Sitzung Bericht zu erstatten, woraus man schließen will, daß die Kammer sich aufö neue vertagen wird. Gestern ist die kvnigl. Fregatte Tyne zu Portsmouth eingelaufen. Sie kommt von Lima und aus Brasilien- und hatte über 3 Millionen Piaster an Bord, als sie Lima verließ. Dte zprozentigen konsolidirten Fonds stehen heute hier zu 67s. Italien. Der Moniteur vom 21. giebt aus der Quotidicnne folgendes Privalschreiben auS Neapel vom 9. Oktober: Die Nachricht von der Unterwerfung Palermo'ö ist vorgestern durch eine telegraphische Depesche hier angekommen. Die Truppen des Gen. Florestan Pepc haben, in Erwartung der Entwasnung der Truppen dieser Stadt, Besiz von den Forts derselben genommen. Eine Verstärkung von 600 Ealabresen , welche neuerlich genanntem General zugeschikt worden war, hat mächtig aufden Entschluß der Palermitaner gewirkt. Die Bekanntmachung dieser Nachricht hat übrigens wenig Sensation unter dem hiesigen Volke gemacht; die Soldaten aber schienen sehr erfreut darüber zu seyn, da sie nicht gern an Expeditionen Theil genommen hätten, die noch hätten abge- schikt werden müssen, wenn der Widerstand dieses Theils von Sizilien länger gedauert hatte. Diese Stimmung der Soldaten, die nur das thun wollen, was ihnen gefällt, beunruhigt etwas die Freunde der neuen O rdnung der Dinge; sie suhlen, daß bei einem solchen Mangel an Disziplin nicht wohl emer fremden Armee zu wrderstehen wäre, wenn es zum Kriege kom> men sollte. Beim Schlüsse diseS Briefs ertönen alle Glocken der Hauptstadt wegen der gluklichen Entbindung der Frau Herzogin von Berry, ein Ercigniß, das die ganze lönigl. Familie in einen wahren Freudentaumel vecsezt hat. (Die Mailänder Zeitungen bis zum 1ö. Oktober erwähnen noch nichts von der Unterwerfung Palermo's, und enthalten überhaupt sehr wenige und nur sehr unbedeutende Nachrichten aus Italien.) Die Militärkommission, welche beauftragt war, den Aufstand der Sträflinge zu Eivitavecchia zu untersuchen, hat am 2g. Sept. ihren Spruch gefällt, und in Betracht, daß die Absicht derselben nicht nur die individuelle Befreiung , sondern auch die Umwälzung der öffentlichen Ordnung war, 32 zum Tod, und mehrere zur Galeeren- und Kektenstrafe verurtheilt; zwei der erster» wurden vom Pabst begnadigt. Von denjenigen Y3 Sträflingen, welche bei dem Aufstande ruhig geblieben, ist einigen die Strafzeit ganz, andern zum Theil nachgelassen worden. O e st r e i ch. Am 14. Okt. trafen Se. kön. Hoh. der Prinz Maximilian von Sachsen mit Ihren Töchtern, Prinzessinnen Ämalie und Marie, zu Innsbruck ein, und sezlen am folgenden Tage die Reise nach Florenz fort. Am 6. Okt. traf abermals eine Kompagnie vom 2. Artillerieregiment und eine Abteilung Bombardiers mit 5 Batterien, bestehend aus 20 Kanonen und 10 Haubitzen, nebst den dazu gehörigen Munitions - und La- gagewagen , und Tags darauf ein Transport k. k. Jäger zu Klagensurt ein, welche sämmtlich ihren Weg nach Italien einschlugen. Schweiz. Das dem Grafen Survilliers (Joseph Bonaparte) zustehende schöne Gut Pranginö bei Nyon, im Kanton Waadt, ist schon seit einiger Zeit m der Lausanner Zn, tuug zum Kauf angeboten. Spanien. Madrid, den y. Okt. (Fortsetz.) Obgleich die J«hrszeil schon z-emlich w'it vorgerükl ist, so sezr der König doch noch täglich seine Spaziergänge fort. Ec genießt der besten Gesundheit, und nie erscheint er öffentlich , ohne von dem Volke die lebhaftesten Merkmale der Liebe und Verehrung zu empfangen. In einer der lezten Sitzungen der Cortes wurde auf den Antrag von vier Deputaten entschieden, daß der Direktion der öffentlichen Schuld die Weisung ertheilt werden soll, in Zeitvon48Stunden über die Masregeln zu berichten, die sie ergriffen, damit die Güter der Jesuiten verkauft werden. Die vereinigte holländische und nordamerikanische Schiffödivision im mittelländischen Meere ist in Mahon angekommen, wo sie den Winter über zuzubringen gedenkt. Nach einem länger» Stillstände ist die Fortsetzung der Iahrsschrift für Theologie und Kir-' chenrecht der Katholiken, des Zten Bandes iS Heft, Ulm, in der Wohler'schea Buchhandlu-.g, erschienen, und enthält folgende interessante Aufsätze; 1) Von den Spuren der Hierarchie und des aszetischerr Lebens in der Religion und den Mysterien der Griechen und Römer; von Peter ErasmuS Müller. 2) Die gute Sache deS Herrn Bisthumsverwesers Freiherrn v. Wessen berg gegen eine Schmähschrift, unter dem Titel: Prüfung der Prüfung rc. vertheidigt. 3) Deutschland und die Revolution, von I. Görres. 2te Aust. 1Z19. (Eine Widerlegung der Aeusserungen deS Hrn. G. in Betreffdes karhol. Kirchenwesens überhaupt, und insbesondere in Deutschland.) 4) Ueber den Angriff des Hrn. Ioh. Heinr. Voß aufden Grafen Fridr. Leop. v. Stolberg. 5) Bemerkungen über den Hirtenbrief deö Hrn. Göldlins v. Tiefenau, apostok. VikarS für den ehemaligen Theil des Bisthums Konstanz in der Schweiz. 6) Gutachten, die Abschaffung der sogenannten ewigen Klostergelübde und anderer Klostermißbräuche betreffend; vom geh. Rctthe Gärtler in Bruchsal. 7) Berichtigungen und Rezensionen, be, sonders die v. Mastiaux'schr Lit. Zei tung bst» 1404 AuSzug a«S den Karlsruher Witterungsbeobachtungen, 24. Okt. Barometer 'Thermometer Hygrometer Wind Witterung überhaupt. Morgens 7 Mittags 3 NachtS 10 27Zoll 3/vLinien 27 Zoll lifi. Linien 27 Zoll ^Linien 7?^ Grad über 0 9/5 Grad über 0 Grad über 0 67 Grad 67 Grad 70 Grad Südwest Südweii Südwest regnerisch, windig / meist Regen, windig regnerisch, windig Todes - Anzeige. Es hat dem Höchsten gefallen , meinen innigst geliebten Gatten, Joh. Anten riet h, Handelsmann, den i 3 . d., nach einem viertägigen Krankenlager, zu sich zu nehmen. Diesen für mich und meine Kinder schmerzlichen Verlust mache ich unfern Freunden und Verwandten, unter Vcrbittung der Beileidsbezeugungen , bekannt, und empfehle mich deren fernerer Freundschaft und Gewogenheit. Lahr, den 20. Dkl- 182«. Juliane Autenrjeth, geb. Gmelin. Theater-Anzeige. Donnerstag, den -6- Oktober (mit allgemein aufgehobenem Abonnement, zum Vortheil des Hr». Schulz, zum crsten- niale): GLtz von Berlichingcn, mit der eisernen Hand, vaterländisches Ritter-Schauspiel in 5 Akten, von Göthe. Logen- und Parquet-Billets sind noch bis Donnerstag Nachmittags 3 Uhr bei Hrn. Schulz, wohnhaft beim Bierbrauer Schwad in der Herrcngaffe zu haben. Karlsruhe. sEffe ktcn-Versteigerung.^ Aus der Verlaffenschaft der hvchseligen Frau Gräfin von Hochberg Erlaucht werden in dem Gasthof zum wciffe» Bären dahier, in dem unicrn Saale, folgende Effekten an den Meistbietenden, gegen baare Zahlung, öffentlich versteigert werden, «ämlich: Montags und Dienstags, den 5 o. und 3 i. Okt., sodann den 1. und 2. November: Kn Glaswaaren, geschliffene große Caraffen, dergleichen mit Landschaften, Lavoirs, Salarieren , Pokale, Huillicres, Trinkrind Kelchgläser, Flakons, geschliffene Gläser in Futteralen, Glasglocken, Liqucur-Services, Barometer und Thermometer; ferner Vasen und Tempel von Alabaster, Amethyst-Mutter, lind Porceltainc; 2 Apollo von Alabaster und Marmor, Fi- Klircn von Bisquit, 1 Basrelief von Joseph II. in Marmor. Diele Girandvlcn von Bronze, Vase», Leuchter, Uhren mit Musik; 1 Büste Karl Fridcrichs, , Büste der Cleopatra, alles von Bronze; sodann viele lackirte Blechwaaren und ar- gantische Lampen; vieles Porccllain, als Lijchscrvicc», Kaffeeservice», Dcicunes, und viele einzelne Taffen und derartige Gegenstände. Freitag, den 3 ., und Samstag, den 4. November ff Kupferstiche und Gemälde, worunter viele Guoache-Gemälde, nach Wickel Auge l o, Guido Re» i, Guiüo Romano, Ras. Urbino, unter Glas und vergoldeten Rahmen. Blumen und Frücktenstücke, Portraits, Kupferstiche und kolvrirte Landschaftvtticknuitten von B > culer; 8 Bände Karrikam- ?en, xittores^iia ea Loiistsntiny- ^le ete. Die folgende Wocke, den 6., 7., 8., 9. und io. Nov.: Eine vollständige Damen-Garderobe, worunter eine ächte türkische Sbawl, und mehrere andere, rothe, gelbe und blaue Sammetkleidcr, seidene und weiffe gestikte Kleider, Leibwäsche und 904 Ellen rothcn und grünen Seidcndamast. Samstags, den n. November: Die Bibliothek, worüber der Katalog täglich bei dem Gastwirts» Claus im weisscn Bären cingefchcn werden kann. Ferner Montag, den iZ. Nov., und die folgenden Taget 1 Flügel von Vvit, i Glasharmonika, 1 Flöte, 1 Mahagoni-Sekretär, 1 großer Toilct-Sviegcl, und andere MeublcS, Bijouterie, Silber, Ferngläser, Tabaticren und sonstige Gegenstände. Weiters etwas GesindSbettwerk, Leinwand, M« chengcschirr; i Stük schwarz und brauner Fußtcppichzcug und allerlei gemeiner Hausratk. Karlsruhe, den 19. Oktober 182c. Großher-oglichc Hofgeuchlskommission. H ü b c r. Karlsruhe. sPapageien - Versteigerung. ^ Mitwoch, den 8. Nov., Vormittags 9 Uhr, werden in dem Gasihof zum weiffen Bären, am Ettliuzer Thor, 1 großer Arra, roth, blau »no grün, 1 großer grüner Papagei, und 2 kleine do. mit gelber Brust, sammt den Käfigen, gegen baare Bezahlung, öffentlich versteigert werden. Karlsruhe, den 24. Okt. 1820. Grvßherzogliche Hosgerichtskommission. Hü der. , Baden. sW c i n-V e r st e i g e r u n gJ Freitags, den 27. dieses, werden bei hiesig herrschaftlicher Kelterei, Vormittags um 10 Uhr, i 3 Fuder 27 Ochmlein 1616er Gcsällwein und 8 Fuder 1 Ohemlcin 1619er Nägclsfürster Hofwein in kleinen Parkhien, unrer Vorbehalt höherer Ratifikation, öffentlich versteigert; wozu die Liebhaber ciicheiadcn werden. Baden, den 9. Okt. 1820. Grvßhcrzogliche Domanialverwaltung. H u g e n c st. Karlsruhe. sAnzeigc.^ Bei Jakob GiaNi Md neue holländische Häringe i» 1/4 Lonne» L 20 ff. in nü Tonnen s 10 fi. und Stükweis s 8 und 9 kr. und achtes englisches Scnftmehl L 1 ff. 36 kr. pr. Pfund zu haben. Er empfiehlt sich auch bestens in allen Sorten feinsten italienischen, französischen und ostindisckcn Produltcn, allen Sorten feinstem Gewirr e und superfeinem russischem und chinesischem Thec, porlugiestschen knndir.cn und eingemachten Früchten , feiner Chokvlare, allen Sorten feinsten Liqueurs, Arak, Rum, fremden Weinen rc. Redakteur; E. A. Laniry; Verleger uud Drucker: Phil.Macklot,