1457 Karlsruher Zeitung. Nr. 309. Montag, den 6. Nov, 1829.' Baden. (Karlsruhe. Mosbach.) — Deutsche Bundesversammlung. (Fortsetzung der weitern Nachrichten von der Zr. Sitz. LIN 17 . Skt.) — Vaiern. — Freie Stadt Frankfurt. — Frankreich. — Italien. (Floren;. Königreich beider Sizilien.) — Sestreich. — Prcuffen. — Rußland. »»- Baden. Karlsruhe. Se. königl. Hoh. der Großherzog haben gnädigst geruht, dem Oberbürgermeister Schlund in Wertheim , zur Bezeigung des höchsten Wohlgefallens »nt lassen vieljähriger ausgezeichnet rühmlicher Amrc-suyiung, die goldene Zchilverdtenstmedaille zu verleihen. (.Grvßherzogl. Staats - und Regierungsblatt.) Mosbach. Am 31. O^t. kamen Ihre Durchs, die Frau Herzogin von Kurland n bst Gefolge dahier an, lcgirten im badischen Hc,e, auf der Post, und sezren Ihre Reife des andern Tages weiter über Heidelberg nach Paclö fort. Deutsche Bundesversammlung. Fortsetzung der weitern Nachrichten von der 32. Sitz, am 17. Okc. Der konigl. wü rembergische Herr Gesandte f'N'r fort: Diese E k äruugen nnißeen jede Hvf- nung auf eine gütliche Ve snlg.mg über die Vorfrage, wie d> n Gläubigern zunämst zu den Zinsen ihrer unbe'ir».lenen Kapitalforderun.;en geholfen werken könne, »ied s.. lugen, da BaietN zwar, weder kine Ver- gleichrverdanblunä, noch.me richterlicheKugvitro« über die badischen A: ,. g ch-le. üte, dennoch aber über die Vorfrage, wer die Aiujeu Vor-chußweif» zahlen solle, in gar keine, über die strittene Theiln:hme und dre ver hältnißinäsige Uebernahme der Schuld aber r.m daun in Unterhandlungen eingehen wollte, wenn dieselben auch die baielischeu, von der Rbeinpfalz herrührenden Forderungen umiisse wurden, während Baden die Vorfrage, wie die Hauptsache, jeder richte -stchea Entscheidung entziehen zu wollen schien. Unter dsss-n Umständen würde die Kommission , in A ppelle: Ucb.rzeußung, l)daß der S-reit zwischen Baiern u.-d Baden die Staatsgkäu- biger Bit. I), du diese sich lediglich an dis in ihrer Sache ergangenen Erkenntnisse halten, zunächst, wenigstens in Beziehung auf die Zrnszahlunq, ganz und gar nicht berü.'ke; 2) daß es nicht in der Macht der Kommission liege, den von der Bundesversammlung selbst bezeichnten Standpunkt der Sache zu ändern, oderän- dern zu lassen, nicht unterlassen haben, ihren Bericht an die Bundesversammlung zu erstarren, und auf die Sicherstellung der Gläubiger anzutragen, iv-nn sie nicht einerseits, durch die damals eintretendcn Ferien, andererseits , durch die Versicherung des großkerzogl. badischen Herrrn Gesandten, daß man ernstlich an einer Ausgleichung dieser Sacke arbeite, veranlaßt wvldea wäre , dieser Berichtserstaktung, um der Sache selbst willen, Anstand zu geben. Es wird nun auf das R-suitarder, zwischen der lwiitgl. baicrischen und großverz gl. baöc- sthen Regierung augeknüpften unmittelbaren Uureryand- tungrn uilkvmmen, was von Seite dieser V rssmml-n.g ferner zu lhun ssyn wird. Vor der Hand aber scheint eö vorzüglich darauf anzukommen, vast d>r Dauer jener unmittelbaren, seit dem 30. Nov. 1 L 16 nomwendig gewordenen Verhandlungen eine bestimmte Grunze g sszt werde, weil, bei jeder Verzögerung derselben, dieG gu- biger unverschuldet leiden , und sie nach der SchluKilte ein wohld.grünvekeS Recht haben, auf eine richterliche Entscheidung der Vorfrage zu dringen. Darauf sich beziehend, haben die Kreditoren, nachdem sie die Siche oft und viel bei der Kommission betrieben harren, unter dem 31. Jul. dieses Jahrs bei dieser Versammlung selbst dringendst gebeten, diese Sache durch-die ihr nunmehr zu G-bore stehenden Mittel endlich zur Erledigung zu bringen, eine Bitte, die sie unter dem 13. Scpss. dieseS Jahrs wiederholt, und die Resolution darauf mo- nirt haben. Nach einer in Wien gemachte», dort allgemein gebilligten, und in der Gesezqebung über bas Austrägalverjahren zu berüksichtigendenBemerkung, sollen die in einer solchen Streitsache-Letheiligten das Recht haben, dann, wenn nach einem Zeitraum von sechs Monaten keine Vermittelung zu Stande gekommen seyn sollte, zu begehren, daß-das Vermittlungsgeschäft aufgehoben, und zur richterlichen Entscheidung vordieAuS- trägalinstanz gebracht werbe. Die Kommission trägt daher darauf an: die HH. Gesandten von Baiern und Baden zu ersuchen, bei ihren allerhöchsten Höfen dahin zu wirken, daß von ihnen binnen zwei Monaten angezeigt werden könne: 1) ob auch über die Art und Weist, 1458 wie die Gläubiger sofort in den Genuß ihrer oblkga- nonsmäsigen , seil dem I.Jan. 1603 entbeyrten, Zinsen gesezt werden sollen, zwischen den beiden Höfen Vergleichsverhandlungen gepflogen werden; und 2) in welcher Lage sich diese Verhandlungen, sowohl darüber, als auch über die Ucberimhme der Kapitalfchuld selbst, befinden, damit die Bundesversammlung dadurch in den Stand gesezt werde, auf die Bitten der genannten Staatsgläubiger vom 31. Jul. und 13. September dieses Jahrs die bundesgesezmäsigen Verfügungen eintreten zu lassen. Wenn nach Ablauf dieses Zeitpunkts, gegen alle Wahrscheinlichkeit, entweder gar keine, oder bock keine, die Gläubiger siBernde, Erklärung einge- gängen seyn sollte, dann würde diese Versammlung, in Folge der früher gefaßten Beschlüsse , unverzüglich die Mittel, die streitige Vorfrage zur richterlichen Entscheidung zu bringen, in Lcrathung zu nehmen haben. (Fortsetzung folgt.) D a i e r n. Das neuste königliche allgemeine Jntelligenzblatt enthält unter andern folgendeOrdensvcrleiyungenundPro- motionen, welche Se. königl. Maj. vorzunehmen geruht haben: Am 12. Okt. d. I. erhielten der königl. Sluats- minisier der Armee, Grafv. Triva; der königl. Staats- mini'ster der Finanzen, Freihr. v. Lerchenfeld , und der königl. Gcnerallieutenant und Generaladjutant, Gras V. Reuß, daS Grvßkrcuz des St. Huberkusordens. An> nämlichen Tage haben Sc. Maj. dem Kronobersthofmei- ster, Hrn. Fürsten v. Oettingen - Wallerstein, das Greßkreuz des Zivilverdienstordens verliehen. Unterm 13. Okt. d. I. wurde gedachter Hr. Fürst v. Oeltingen- -W'allerstein auch in die Zahl der fürstl. Ritter des St. Hubertusordens ausgenommen. Von Seite der königl. Negierung des Rheinkreises ist unterm 25. Okt. folgende Kundmachung erschienen : Se. königl. Maj. haben unterm Z. Jul. d. I. allergnädigst verordnet, daß am Schlüsse der fünften Landrathsvcr- sammlung der Landrath vorschriftmäsig zu einem Drittbeste erneuert, und unter analoger Anwendung der Wahlordnung für die Ständeversammlung wieder ergänzt werde, sofort die Wahlmänner des zweiten Wahlmoments aus der Klasse der Städte und Lanbeigenthü« mcr 40 Kandidaten zu iväylen haben, aus welchen der Landrath ergänzt, und für die nächsten 5 Jahre der sich ergehende Abgang «rfezt werden soll. In dieser Gemäßheit werden folgende Verfügungen getroffen: i) Auf d:n 1. Dez. d. I. werden alle Wahlmänner aus den be- zeichneten beiden Klassen §n dem Siz der königl. KreiS- rcgierung nach Speyer berufen , um die obige Wahl nach den §§. 37 bis 43 des königl. Edikts über die Stände- ve.-sammlung vorzunehmen. 2) Für diejenige« Wahl« minner, welche zu erscheinen rechimäsig verhindert, und für diejenigen, welche bereits als Mitglieder der S än- deversammlung gewählt worden sind, sollen d.c Ersaz- mLnuer,xmberufen werden. ?) Von den vierzig Individuen, welche zu wählen sind, muß wenigstens die Hälfte ausser der Mitte der Wahlversammlung gewählt werden, 4) JedeSfzu wählende Individuum, muß, ohne Rüksicht auf SrandeS-, Vermögens- oder Dlen- steSverhällnisse, ein selbstständiger Staatsbürger seyn, welcher das dreißigste Lebensjahr zurükgsteqt hat, und niemals einer Spezial - Untersuchung wegen Verbrechen oder Vergehen unterlegen hat, wovon ex nicht gänzlich freigesprvchen ist. 5) Die Wahl darf nicht auf Mit» glieder der Skändeversammlung, und nicht auf die der- maligen Landräthe fallen; hingegen sind die bei der lez- ten LandSrathSverfrmmlung ansgetretenen Mitglieder wieder wählbar. 6) Jedem Waylnrann oder dein treffenden Ersazmann hat das königl. Landkommissari-at, in dessen Bezirk er domizilirk, ein Exemplar dieses Beschlusses zuzustellcn, welcher demselben alS Einberufungs- urkunde dienen soll. Speyer rc. Freie Stadt Frankfurt. Frankfurt, den 3. Nov. Gestern sind Se. k. H. der Kronprinz der Niederlande, unter dem Namen eines Grafen von Flandern/ von Warschau hier angekommen. Sie wollten heule Abends Ihre Reise nach Brüssel forrsetzen. Frankreich. Paris, den 2- Nov. Der König hat gesteril Nachmittags das Konsul der Minister prästdirt. Eine königl. Verordnung vom i. dd trist verschiedene neue Anordnungen in dem Zivsthause des Kö-ntzs- -Da wir, heißt es im Eingänge, unserm Zivsthause eine Organisation geben wollen, welche geeignet istdasselbe vollständig mit dem dcrmaligen politischen Zustande unseres Königreichs in Uebereinstimmung zu bringen, -da wrr der Verwirrung Einhalt thun wollen, welche-durch die Zeit in der hierarchischen Ordnung der verschiedenen Aemter und Stellen entstandcnist, da wir endlich, indem wir eine größere Zahl von Personen zu unserer Person Hefen , zu gleicher Zeit einen größern Glanz unserm Hofe, und eine größere Regelmäsigkeit dem Dienst unsers Hauses geben wollen, so haben wir verordnet rc. Eine zweite kön. Verordnung ernennt den Gen. Lievt. Marquis de Lauriston, Pair von Frankreich, zum Minister Staatssekretär des königl. HauseS. Das hiesige Assisengerichl hat in der naml. Sitzung, worin eS gegen Gravier und Bouton das Tod surtheil gesprochen, auf eins Verläumdungsklage des Generals Donnadieu gegen den AdvoSatien Rcy zu Grenoble, stezkern in ooMumaoinm zu der höchsten Strafe, von 16 Monaten Gefängmß, 3000 Fr. Geldbuße nrrd I0,00tt Fr. Schadloshaltung verurthestt. Gen. Donnadieu hak, wie es heißt, die ihm zuerkannte Schadloshaltung den Hospitälern von Grenoble überlassen. Man versichert, daß die Sachs deS Hrn. Madier de Montiau beim Kassationshof« vom 7. auf den 26. Nov, verlegt worden sey. 14Z9 Straßburg, den 4. Nov. Es ist hier ein Koh- lenscbiss von Mühlheim an der Ruhr, oberhalb Wesel, 150 Stunden von hier, angekoinmen. Nachdem es den ganzen Rhein b,S hierher hinaufgesteuerk hakte, legte es sich in det Jll, unweit dem Kaufhaus, vor Anker. Die Steinkohlen aus der Ruhr sind bekanntlich von vorzüglich guter Gattung. Da es das erste Schiff der Art ist, daS beinahe von der holländischen Gränze her mit einer solchen Ladung hierankommt, sowaresmitMapen und Bändern geziert. ' Italien. Der Kronprinz von Laiern ist am 25. Okt. unter strengem Inkognito zu Florenz eingclroffen, von wo Se. kön. Hol)., wie eS hieß, nach kurzem Verweilen Ihre Reise nach Rom fortsehen wollten. — Am 26. langte auch der Prinz Maximilmn von Sachsen mit seinen Prinzessinnen Töchtern zu Florenz an. Die neueste neapolitanische Post vom 21. Oktober bringt nun die (vom Parlamente verworfene) Kapitulation von Palermo. Nach deren Inhalte sollte Gen. Floreftan Pepc zwar die Forts und die Batterien von Palermo in Besiz nehmen, aber seine Truppen ausserhalb der Stadl in Onaniere legen, bis eine sizillani- sche Nationalversammlung, zu welcher jede Gemeinde einen Deputieren zu senden hätte, durch Mehrheit der Stimmen entschieden Haben würde, ob Sizilien ein abgesondertes, oder ein mildem neapolitanischen vereinigtes Parlament rrhalten soll, llebrigens wurde die span. Konstitution vom I. Iöi2, mit Vorbehalt der etwa an- zubeingrnden -Modifikationen, auch für Sizilien als ReichSgrundgesez anerkannt. Am 20. Okt. musterten der Herzog von Calabrien und der Prinz von Salerno, in Begleitung des Kriegsministers und des Gen. Lieul. Colletta, 3600 Mann Infanterie, die zu Verstärkung der Armee in Sizilen bestimmt waren. Am folgenden Tage schiffren sich bereits 5000 davon ein; Gen. Colletta, der den Gen. Flvrestan Pepe abldst, begab sich an Bord der Korvene il Leone. Seil kurzem waren von Palermo drei Packetboote, Tar- taro, Leone und Sr. Antonio, nebst sechs Transportschiffen , zu Neapel eingelaufen. Sie hatten von den zu Palermo gefangen gewesenen Truppen ungefähr 1000 Mann, den Gen. Rosnain und den Obersten RequenSan Bord. Auch brachten sieden GeistlichenVallicchia, Ex- obersten der Palermitaner Independenten, gefangen mit. Nächster Tage wurde auch noch das Linienschiff Capri, mir vornehmen Passagieren, von Palermo erwartet. Zu Marsala stand der sich nennende Oberst de Maria noch an der, Spitze eines Haufens Independenten. Der Fürst Sk. Cataldo, Sabucci und Palmieri, gewesene Anführer der Independenten, irrten als Flüchlinge auf der Insel umher, und suchten Gelegenheit, sich einzuschiffen. Das Gerücht von der Ankunft einer neuen engl. Eskadre zu Malta hatte sich nicht bestätigt. Im neapolitanischen Parlament.schlug der Deputiere Poerio vor , baß jedes Mitglied 100 Dllkati zu den driu- gendsteu Bedürfnissen des Staats beitragen sollte. Dies wurde genehmigt, und mehrere Unterzeichneten auch größere Summen. Am ly. machte der Deputirte Arcovito zu Abhülfe der großen Geldnorh, welche zu verheimlichen unnüz seyn würde, eine Reihe von Anträgen. Die Regierung soll ermächtigt werden, von den Gehalten aller Angestellten (ausser den Militärs), die über 50 Ducati monatlich betragen, 2 Monate hindurch die Halste, ferner von allen Pensionen über ivvo Ducati die Hälfte zurükzubehaltt::. Man sott von den ersten Gutsbesitzern, Kausleuten und Kapitalisten, die vorigen und jetzigen Minister mit cingeschlossen, ein Anlehen erheben. Man soll von den neuen Inscripttonen eine bestimmte Summ« verkaufen rc. Obstreich. Die neuste allgemeine Zeitung enthält Folgendes aus Wien vom 23. Okt.: Die Nachrichten aus Troppan über das Befinden unsers Monarchen lauten sehr günstig. Noch scheint es nicht ganz entschieden, ob dessen hohe Verbündete nach Beendigung des Kongresses uicht vielleicht Wien mit einem Besuche beglücken werden, lieber den zu Troppau gefaßten Beschlüssen schwebt natürlich ein dichter Schleier. Sollte man den diesfalls verbreiteten Gerüchten trauen, so wäre in Italien nächstens wichtigen Ereignissen entgegen zu sehen. Aach spricht man von Absendung einer russ. Eskadre inS mittelländische Meer. P r e u s s e n. Das Journal de Francsort meldet aus Berlin vom 23- Okt.: Der König befindet sich seit eiiriger Zeit etwas unpäßlich ; Se. Maj. leiden an rheumatischen Schmerzen; man glaubt nicht, daß Sie nach Troppau ssch begeben werden, und dag aus dieser Ursache der König den Kronprinzen dahin gesandt hat. Nachrichten aus Troppau vom 24- d. zufolge haben die Konferenzen daselbst bereits ihren Anfang genommen. Rußland. Petersburg, den 14. Okt. Auf Befehl Sr. Maj. des Kaisers sollen Ihnen Winterequipagen von hier zugesandt werden. Unsere einheimischen Tageblätter enthalten je.zt sämtlich die Bekanntmachung deS neuen Staaisanlehens, welches einen sehr guten Fortgang hat. G.stern wurden ansehnliche Summen gemacht. Der Preis war2Rubel 75 Kop. B. A. für den Iascriptionsrnbel. Warschau, den 21. Okr. Der kaiserl. russ. Gesandte am kön. preuß. Hofe, Hr. von Alopäus, ist von dem Reichstage des Königreichs Polen, wegen der vielen, unserm Vaterlande geleisteten Dienste, in'den Grafenstand erhoben worden, und Se. k. ?. Majestät haben geruht, das Diplom sogleich durch ihre Unterschrift zu bestätigen. '1460 Auszug «L«S den Karlsruher WitterungSVeobachlungen. s. Nov. Barometer Thermometer Hygrometer Wind Witterung überhaupt. Morgens Mittags Z Nachts 11 27 Zoll 10,^ Linien 27 Zoll IO/., Linien 27 Zoll 11 ^ Linien Grad über 0 7.« Grad über 0 6,^ Grad über 0 52 Grad 52 Grad 62 Grad Nordost Nordost Nordost trüb, etwas dunstig trüb trüb Thtater-Anirige. Dienstag, den 7. Nov.: U. A. w- g-, oder: Die Einladungskarte, Schwank in 1 Akt. Hierauf: Das T ersetz enöuch, Drama in Z Akten. Ettlingen. ^Bekanntmachung — die Entfernung ciner Frau bctr. g Vor 4 Wochen Hai sich Ursula Huber, vcrwtt.vcre Martin Ra Hü vier, von Mörsch, deren Signalement nnren beschrieben ist, heruilrcher Weise entfernt, oync ,cit dieser -Zeit über ihren Aufenthalt Nachricht gegeben -ui hauen. Da deren Anverwandte hierdurch in Besorgniß gcse t sind, und diese Wiuwc schon srüber einmal ohne alle Ursache entwich, so weroen samimliche löbliche Behörven ersua-l, dieselbe, wenn sie irgeiid-vo betreten werden solire, an uyaltcn, und UN uns liefern zu lagen, um sie an ihre Anverwandten zurük- weisen zu könne». Ettlingen, den Si. Dkt. 1620. Gropher vglichcs BeirkSamt. Ack c r m a n n. Signalement. Ursula Huber, ist 61 Jahre alt, kathol. Religion, kleiner, wohl unkcrsczier Slaiur, ha, braune'Haare, einen großen Mund, eine rundliche kurze crirnc, graue Lmgeu e,» verdrießliches Äusseren, und trug bei ihrer Entfernung wahrscheinlich emeii schwarzen tuchenen Muhen, euie Haube und einen olauen Rok. Ausserdem nahm »ie mit sich einen halbleinenen Rvk und einige Hemden. Karlsruhe. sWollene Maaren zu verkau- fen.g Das vcrehrlichc Publikum wird hierdurch benachrichtiget, daß in dem Magazin der Christiane-Luisen - Stiftung folgende Maaren zu habe» sind: ») Wollenes Garn jeder Sorte, sowohl von spanischer, als Bastard und Landwolle; 2) Gcstriue und mir Wolle auSgefütiene Winterschuhe und HaIbst > escI für Kinder und Erwachsene; Z) Bicgelievpiche; 4 ) Bett- und Pferdsteppiche; 5) Geschlumpte Couverien- und Matrazenwolle. Diese Maaren sind mir Fleip gearbeitet, und ihre Preise so billig als möglich- Wir laden bas rerehrliche Publikum zum zahlreichen Zuspruche ein, indem dadurch allein die Fortdauer und das Em- porkommen der Stiftung möglich wird. Das Verkaufs,» a in ist in dem Stiftungshausc Nr. Z-, «eben dem Hospital; auch beendet sich aus jedem Wochcn- markte ein besonderer, mi» der tteberschnst: Wollenwaaren der Christiane - Luisen- Stiftung, bezeichneter Stand, wo der Verkauf statt findet; und eben so werden diese Maaren von den HH Gebrüdern Philipp und Wilhem Lang in der langen Straße, Nr iZ 5 und 17;, ohne allen eigenen Gewinn, um den Fabrikpreis verkauft. Während der bevorstehenden Messe sind di« Maaren in einer Boutique dcS Mittlern Ganges, zunächst der großen Quer- Bvutique, auSgelegt. Karlsruhe, den r. Nov. 1620. Großherzogl. Armenkvn.Mission der Residenz. H ä f c l i 11. 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