our, öcke Zlu- :kie» > zu Karlsruher Zeitung. Nr. 188. Samstag, den 9. Juli 1825. uns da- zn- ene- )ra- der em- in !en, .ind lese Urin T. )ast .'eisen nnt em öe» ern be- ü» e« ch, so» m, Nv I ite m >le r» ar . Baden. — Vaiern. — Freie Siebt Frankfurt. — Würteniberg. — Frankreich. — Schweiz. — Türkei. — Verschiedenes. Baden. Karlsruhe, den 9. Juli. Gestern war bei Ihrer Königs. Hoheit der Frau Markgräfin Amalie große Familientafel; nach derselben reisten Se. Majestät der König von Baiern nach Laden zurück. Ihre Majestät die Königin werden mit den Prinzessinnen KK. HH. Sich heute dahin begeben. — Se. K. H. der Kronprinz von Preussen erschienen gestern, in Begleitung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzvgs, auf der Parade, und gaben, auf Hdchstdessen Ersuchen, daselbst die Parole. Höchstdieselben reisen mit der durchlauchtigsten Frau Gemahlin heute ebenfalls nach Baden. — Sammtliche allerhöchste und höchste Herrschaften hatten vorgestern und gestern das Theater abermals mit Ihrer Gegenwart beehrt, und wurden stets imt lautem Jubel begrüßt. Der Königl. Preussische Gesandte am Großherzoglichen Hofe, Herr Baron v. Otterstedt, ist bereits nach Baden vorausgegangen. Baiern. München, den 5. Juni. In der heutigen geheimen Sizung hat die Kammer der Abgeordneten abgestimmt über eine Beschwerde der Frau v. Wöllwarth wegen Derlezung konstitutioneller Rechte. Die Beschwerde wurde mit ö5 gegen 12 Stimmen verworfen. Freie Stadt Frankfurt. Frankfurt, den 5. Juli. Se. Exz. der k. k. Prä« fidialgesandte, Freiherr von Münch-Dellinghausen, ist gestern Abend von Mailand wieder hier eingetroffen. Würtemberg Heilbronn, den 4. Juli. Die Preise der Wolle auf dem uun beendigten hiesigen Weltmarkt, und überhaupt bei dem dießjährigen Verkehr mit diesem Artikel in unserer Gegend, sind zur Zufriedenheit der Schafhalter ausgefallen, und es war eine angenehme Erscheinung, daß ein Erzeugniß wieder mit Vortheil verkauft werden . kovnte, während die übrigen landwirthfchaftlichen Produkte noch immer in allzugcringem Werthe stehen. Es kann angenommen werdon, daß die Wolle 50 bis 70 pCt. theurer als in dem verflossenen Jahre bezahlt worden ist, und selbst zu diesem erhöhten Preise war hier und in der Gegend nicht Wolle genug vvrräthig, um alle Kauflustige befriedigen zu können. Der Umsaz in Wolle auf unserm Plaze vermehrt sich von Jahr zu Jahr, und es werden hier auch viele Käufe auf Wolle, die in der Umgegend liegt, geschlossen. Frankreich. Paris, den 7. Juli. Gestern war der Kurs der Zprvzent. kcmsol. zu 102 Fr., 105 Fr. 10, 20, 25 Cent. — zprozent. konsol. 75 Fr. 95 Cent., 7 b Fr., 76 Fr. 5 Cent. — Königl. span. Anleihen von 1623 - 5 V/.. — Den 26. Juni, um 2 Uhr Nachmittags, wurden zwec Drittheile desDorfesAbergement, im Bezirke Pvn« tarlier (Doubs-Departement), durch eine Fcuersbnmst verzehrt, die mit solcher Heftigkeit und Schnelle ausbrach, daß alle Rettung unmöglich war. Man gewann nicht einmal so viel Zeit, sich der Feuersprize zu bemächtigen; das Rathhaus, wo man sie aufbewahrte, die Kirche und das Pfarrhaus standen in einem Augenblick in Flammen; die Glocken sind geschmolzen, die heiligen Gefäße konnten nicht gerettet werden, die dort hinterlegten Urkunden sind Asche. Die Häuser in diesem Lande sind allgemein mit Schindeln gedeckt, was, verbunden mit einer großen Dürre, die Schnelligkeit der Fortpflanzung des Feuers erklärt. Man hat eine Frau zu beweinen, die in den Flammen umkam, und ist in Sorgen einiger Kinder wegen, die noch nicht wieder zum Vorschein gekommen sind. Nurvier oder fünfHäu« ser waren assekurirt. Weißzeug, Hausrath, Ackergerä- the, Kornfrüchte, Heu, Stroh, alles ist verbrannt, sogar ein Theil des Viehes; das meiste Vieh war jedoch zum Glück auf der Weide. — Madame Catalani wird den 15. Juli, dieses Jahr in Paris zum leztenmal, eine musikalische Soiräe geben. Der Eintrittspreis ist 10 Franken. — Mlle. Georges ist kürzlich zu Besanoon in der Jeanne d'Arc (Jungfrau von Orleans)und den Mac, cab aern mit dem größten Beifall aufgetreten. Diese berühmte Schauspielerin wird zu Lyon erwartet. — Das Zuchtpolizeigericht zuBezieres (Herault-Dep.) hat gegen einen gewissen Abraham Levi Salvador Aya» einen Spruch erlassen, der denselben wegen Wucher in eine Geldbuße von 66,24z Franken 63 Cent, und in die Prozeßkosten verurtheilt. — In der Etoile vom 7. Juli liest man folgenden Artikel: Man schreibt uns aus Pavia: Da die Journale sicherlich von einem ernsten Vorfall sprechen werden, der hier statt hatte, so glauben wir Ihnen die Wahrheit über das Dvrgefallene schreiben zu müssen. Die Zahl der Studenten auf der Universität Pavia, sine der ersten in Italien, ist zwei Tausend und etliche 1046 Hundert. Donnerstags ,den 23 -, badeten sich zwei oder drei Studenten an einem der öffentlichen Promenade zu nahen Orte; zweiGendarmen bedeuteten diesen jungen Herren, daßsiesich, des Anstands wegen, zurückziehen sollten, was die Studenten aber nicht wollten; die Gendarmen bestanden darauf; nachdem aber noch andere Studenten sich an ihre Kameraden angeschloffen hatten, wurden jene gezwun- ge», das Weite zu suchen. Doch bald nachher kamen die Gendarmen mit Macht zurück, verhafteten die Badenden und führten sie auf den Plaz (Stadthaus); nun strömten alle Studenten in Masse dahin, mit großem Geschrei begehrend, daß man ihnen ihre Kameraden zurückgeben solle, was man ihnen nicht bewilligen wollte. Sie fiengen an mit Steinen nach der Wache zu werfen, die, um sich des Steinhagels zu erwehren, sich gezwungen sah, Feuer zu geben. Zwei dieser jungen Leute wurden verwundet, einer büßte mit seinem Lebenseine tolle Hartnäckigkeit, und alle andern zerstreuten sich. Tags darauf begehrten sie die Erlaubniß, Alle dem Begräbniß ihres Freundes beizuwohnen, waS ihnen bewilligt wurde. Den 25 . begleiteten ungefähr 800 dieser jungen Männer, die Kerzen in der Hand und den Trauerflor um den Arm, ihren unglücklichen Kameraden bis zu seiner lez« ten Wohnung, wo mehrere der Erbittertsten über seiner Leiche schwuren, ihn zu rächen. Von da begaben sie sich in Menge in die Hauptstraße der Stadt, immer venflotta, venflotta (Rache) schreiend; viele waren mit Pistolen und Dolchen bewaffnet. Ein Student, der sein Pistol auf einen Hulanen abgeschossen hatte, zerschmetterte ihm die Schulter: dieß war nun das Signal für die Mannschaft, die unter die Waffen getreten war, anzugreisen: Alles war bald zerstreut; 58 Studenten wurden verhaftet; man gab sogleich dem größten TheildieFreiheit, nur Einige werden den Richtern übergeben werden, um ihr Urtheil zu empfangen. Die Ruhe ist wieder hergestellt, die strengsten Befehle wurden deshalb crtheilt, und zwvlfhundert Studenten haben sich freiwillig in ihr äl- terliches Haus zurückgezogen. Schweiz. Am ly. Juni kamen nach St. Llaise, bei Neufcha- iel, mehrere junge Leute zu einem ländlichen Mahl, tzwei Mädchen schlugen einem ihrer Verwandten vor, sie auf der Thiele spazieren zu führen. Sie bestiegen einen gebrechlichen Kahn. Keine Viertelstunde war verflossen, als derselbe auseinander gieng, undein Frauen- Zimmerhut als Lote des Unglücks daher schwamm. Die ganze Nachbarschaft eilte zu Hülfe; es war zu spat. Erst am folgenden Tag konnte man die Verunglückten entdecken. Dieses traurige Ereigniß entreißt einen Vater seinen fünf Kindern; eine Jungfrau von 24 Iah-' ren einer Familie, die ihren Vater erst kürzlich durch den Tod. verlor; dann eine Tochter von 20 Jahren ihren betagten Aeltern, deren Freude und Trost sie war. Ein Grab vereinigt die Verunglückten Alle, und ein einfaches Denkmal wird der Nachwelt den Kummer der HintLrlassenen bezeugen. Türkei. Im vstreichischen Beobachter vom 2 . Juli liest man folgenden Artikel: Konstantinopel, den 10. Juni. Die erste Nachricht, welche von dem in der Nacht vom 12. auf den 13. Mai bei Moden statt gefundenen Ereignisse hier anlangte, beruhte auf einem Berichte des niederländischen Obersten von Rvttiers, der aufder Brigg, le Courier, dem Anfänge der Aktion beigewvhnt hatte, und noch während derselben fortgefegelt war, um die Kunde davon nach Smyrna zu bringen. Daß dieser Offizier sich in seinen Muthmaßungen über den der Stadt Mvdon durch jenes Ereigniß zugefügten Schaden geirrt habe, erhellt aus einem, auS den Gewässern von Zea vom 2ö. Mai datirten, umständlichen Berichte des Majors Landiera, Kommandanten der k. k. Goelette Arethnsa, welche sich nicht nur gleichfalls zu derselben Epoche mitten unter der ägyptischen Eskadre bei Modon befand, sondern auch am folgenden Tage dahin zurückkehrte, und mehrereTa- ge dort oder bei Navarin verweilte. Nach seinen Angaben bestand der Verlust der Aegyptier in einer Gabarre, l'Asia, drei Korvetten, drei Briggs, dann vier türkischen und zwei jonischen Transportschiffen, mit Ausschluß des ersten , meist sehr alten und unbrauchbaren Fahrzeugen. Die Stadt und Festung Mvdon haben nicht den geringsten Schaden gelitten. Der Verlust einiger Kriegsfahrzeuge vor Mvdon hat auf den Gang der Belagerung von Navarin, und auf Ibrahim Pascha's Operationen überhaupt, nicht den ge- rmgsten Einfluß.gehabt. Nachdem alle von den griechischen Truppenkvrps auf das Lager Ibrahim Pafcha'S gemachten Angriffe gescheitert waren, nachdem das hizige Treffen bei Forgi am ly. April gewonnen, am y. Mai die Insel Sphagia und am 11. Alt - Navarin mit Sturm erobert waren, bei welchen drei Vorfällen die Insurgenten, nach der geringsten Schäzung, 2000 Mann an Tobten, Verwundeten und Gefangenen verloren; nachdem endlich Navarin, sowohl durch das Feuer der ägyptischen Batterien von der Landseite, als durch jenes der mittlerweile in den Hasen eingedrungenen türkischen Kriegsschiffe, aufs äusserste gebracht worden, entschloß sich die Bcsazung am 18 . Mai zu kapituliren. Diese Kapitulation ward in dem Lager vor Modon, in Gegenwart des Major Bandiera und dcö Kommandanten der französischen Goelette l'Amaranthe, abgeschlossen; die Besä« zung erhielt freien Abzug, mit Zurücklassung der Waffen und des Geschüzes, aber mit Beibehaltung ihrer beweglichen Habe, und ward auf östreichischen und englischen ' Kauffahrteischiffen, unter Geleit der Goelctten Arethusa und Amaranthe, nach Kalamata geführt, wo sie nach ihrer Heimath entlassen werden sollte. Die Besa'zung war beider Uebergabc des Plazes 1100 Mann stark; das dort Vorgefundene Geschüz beläuft sich auf 46 Kanonen und 6 Mörser; ausserdem fanden sich noch 1100 Gewehre, 600 Pistolen, Lebensmittel für einen Monat, Wasser auf -14 Tage. Dem oben angeführten, ausführlichen und interressanten Berichte des-MajorsBandirka waren 1047 ! 1) das Tagebuch der Belagerung von Navarin, vom ! 21. Marz bis 13. Mai; 2) die Kapitulation dieser Fe- ' stittig, und 3) ein Verzeichnig der dort Vorgefundenen Artillerie, Waffen, Munition und Voriaihe beigefügt. Wenn die Einnahme dieses Plazes an sich schon von Wichtigkeit ist, so dürften die Wirkungen, welche sie in militärischer Hinsicht auf den weitern Gang der Ereignisse in Morea äussern wird, noch bedeutender seyn. Die Fruchtlosigkeit aller gegen das Delagerungs-KorpS von den griechischen Truppen versuchten Angriffe, die gute Haltung der Aegyptier, die Überlegenheit ihrer Waffen und Disziplin, besonders aber der glänzende Erfolg einiger, namentlich im Treffen bciForgi, von Ibrahim Pascha in Person geleiteten Kavallerie-Angriffe, und der den Griechen bisher ungewohnten Bajonette, haben auf die Gcmüthcr derselben einen Eindruck gemacht, den nur entscheidende Vortheile von ihrer Seite wieder verlöschen können. Ausser mehreren ihrer besten Anführer, wie Hadschi Christo, einem Sohn des Petro Bei, dem hydriotischen Vize-Admiral Tsamados u. s. w. haben sie vor Navarin auch einen Thcil ihrer besten Truppen verloren. Der bekannte ehemalige piemontcsische Kriegs- Minister (zurZeit der Revolution im Jahr 1Ü21), Santa Rosa, welcher die Vertheidigungs-Anstalten in Navarin leitete, fiel bei Erstürmung der Insel Sphagia. Maurocordatv, welcher von der Regierung von Napoli di Romania abgesendet worden war, um den Gang der Belagerung zu beobachten, befand sich im Augenblicke des Angriffes am 9. Mai auf jener Insel, und rettete sich nur durch Schwimmen nach einem nahen griechischen Fahrzeuge vom Tode, oder von der Gefangenschaft. Condnriotti, welcher die Bewohner der Gegend von Ka« lamata zur Ergreifung der Waffen auffvrderte, ward von ihnen gezwungen, die Flucht zu ergreifen. Die Rückkehr dieser beiden Regierungs-Mitglieder nach Napoli di Romania, die Schilderung, welche sie von der Lage der Dinge entwarfen, die kurz darauf eingetroffene Nachricht von dem Falle Navarin's, und die laute Unzufriedenheit der Moreoten zwangen endlichdieprovisorische Regierung, den in Hydra gefangen sitzenden Cvlocotroni am 22. Mai in Freiheit zu sezen, und die Moreoten drangen mit Ungestüm darauf, daß diesem Manne, als dem einzigen, welcher im Stande sey, Ibrahim Pascha aufzuhalten und Griechenland zu retten, die Anführung des Heers übergeben werde. Während einerseits Bestürzung und Uneinigkeit die Kräfte der Machthaber von Napoli di Romania lähmten, war Jbrahim's ganzes Benehmen von der Art, daß es den fernern Fortgang seiner Operationen nur erleichtern und befördern kann. Nachdem er während der Belagerung Navarin's vielfältige Beweise von persönlicher Tapferkeit und Standhaftigkeit gegeben, gieng er gegen die Überwundenen mit einer Mäßigung und Großmuth zu Werke, denen selbst seine Feinde das gebührende Lob nicht versagen können. Die in den verschiedenen Gefech, ten vor Navarin und vor der Einnahme der Festung gemachten Gefangenen smd sämmtlich frei nach ihrer Hei- math entlassen, viele berselben reichlich von ihm beschenkt, mehreren nicht nur ihre Waffen zurückgestcllt, sondern nock andere kostbarere verehrt worden. Auch der Lesa- zung von Navarin ward frcigestellt, nach ihrer Heimath zurückzukehrcn, ohne ihr die Versicherung abzufordern, nickt mehr die Waffen gegen die Pforte zu führen; nur zwei ihrer Anführer, Kapitän Tatracko und ein Sohn Petro Dei's von Maina, wurden bis zur Freilassung der seit der Einnahme von Napoli di Romania von den Griechen widerrechtlich zurückgehaltenenPascha's, Selim und Ali, als Geißeln im Lager zu verweilen genöthigt. Ibrahim Pascha hat sein früher gegebenes Wort, baßer nicht gekommen sey, Morea zu verheeren, und dessen Bewohner zu vertilgen, sondern sie durch Güte und Milde zur Unterwerfung zurückzuführen, bisher erfüllt; zur Schonung des erschöpften Landes, zugleich aber auch, um sich und die Semigen nicht jenen Verlegenheiten auszu- ftzen, die bisher alle türkischen Kriegs-Operationen trafen, sind von ihm und seinem Vater die kräftigste« Vorkehrungen getroffen worden, daß ihm fortwährend aus Candia und Aegypten Lebensmittel zugeführt werden , woran es ihm auch noch keinen Augenblick gefehlt hat. (Schluß folgt.) Verschiedenes. göozrspliigue et liistoRgue stu Rouveau- Nvncke; xrm 7.4L. Luclion. *) Die Herausgabe dieses geographischen, statistischen und chronologischen Atlafes der beiden Amerika's und der angränzenden Inseln ist ein sehr glücklicher Gedanke. Dieses schöne Werk, das auS drei Lieferungen bestehen wird, wovon die erste so eben im Buchhandel erschien, ist eine, mit zahlreichen Zufäzen und Vermehrungen bereicherte, Uebersezung des Atlafes, der, nach dem Muster jenes von Lesage, zu Philadelphia ausgeführt wurde. Welcher Leser wird nicht begierig seyn, mit diesen interessanten Ländern vertrauter zu werden , die jezt so vielen und großen Hoffnungen sich öffnen? Ihre Gebrauche und Sitten, ihre geographische Lage, ihre Revolutionen, ihre Geschichte, ihre Geseze und Institutionen, ihre Bevölkerung, ihre Territorial- Reichthümer werden so zu sagen mit Einem Blick übersehen; die Volksfreunde, di« mit besorgtem Auge den Fort - oder Rückschritten folgen, welche die Nazionen in der Aufklärung und Zivilisation machen; der Kaufmann der Rheder, der die Hoffnung nicht aufgibt, diese großen Marktpläze seiner Industrie geöffnet zu sehen; die Staatsmänner, Militärs, Geographen und Gelehrten, kurz alle die, die «rgend ein Interesse haben die unermeßlichen Resultate dieser großen politischen Revolution, einer der fruchtbarsten an Zukunft, die jemals i) Dieser Atlas besteht aus 63 Charten, und krstit 120 Franken. M8 die Welt in Erstaunen sezte, zu kennen, werden eilen, sich ein Buch zu verschaffen, das zugleich eine genaue Statistik, eine unpartheiische Geschichte und ein getreues Reisebuch ist. Jedes Blatt dieses Atlases besteht aus einer Charte, um welche historische Skizzen über bas Land, das sie verstellt, in einem geschickt geordneten Rahmen gruppirt sind; man findet darauf, geschrieben in einem klaren leichten Style, Noten voller Interesse über seine Lage, seine Gränzen und seinen Umfang; über seinen Boden, feine Erzeugnisse, seine Seen und Flüsse; über seine Ai- vil-Eintheilung und Bevölkerung, seine vornehmsten Städte, seinen Handel und seine Manufakturen; endlich auch über seine Erziehungs-Anstalten, seine Religion und seine Regierung. Die alten Beherrscher Süd- Amerika'ö hielten, mit der Aengstlichkeit des Geizes und des Despotismus, alle diese Länder verschlossen. Das unabhängige Amerika öffnet seine Häfen und seine Reich, thümer allen Völkern, und geht, glänzend von Jugend und Hoffnungen, seiner Zukunft entgegen. Hr. August Day, wohnhaft zu Philadelphia, hat einen Ofen erfunden, womit man ein Zimmer den ganzen Tag hindurch, mit einer Ausgabe von einigen Kreuzern für Kohlen, erwärmen kann. Derselbe ist von geringem Umfange, und wie ein umgekehrter Kegel (Donus) gestaltet, und nahe a» dem Gipfel (Hxex) mit mehreren Oeffnungen der Länge nach versehen. Innerhalb desselben wird ein kleiner Vorrath von Kohlen auf einen Rost gelegt, und eine unterhalb der Oeffnungen angebrachte Pfanne sichert einen steten Zufluß von Dampf. Indem dieser Wasserdampf durch die glühenden Kohlen dringt, wird derselbe immerfort zersezt, und manerlangt jene kräftige Hize, welche durch die Verbrennung des Wasser - und Sauerstoff-Gases (Hydrogen und Oxigen) erzeugt wird. Der Deckel des Ofens ist an den beweglichen Abschnitt eines Rohres (INffv) befestigt, das durch ein Richtscheid (INxturo) erhöht und erniedrigt wird, welches in seiner Grundanlage jenem einer Hänglampe gleich kömmt, und durch diese Vorrichtung wird das Feuer in feiner gehörigen Ordnung erhalten. Die Hize ist so groß, daß' Wasser, welches man in geringen Gaben in den Ofen gießt, auf der Stelle zersezt und die Bestandtheile desselben bald nachher verbrannt werden. Wir waren Augenzeuge dieser Wirkung. Der Grund, worauf diese Erfindung beruht, ist lange schon in den mechanischen Gewerken bekannt gewesen, und vorzüglich find es die Grobschmiede, welche, wenn sie die Hize ihres Feuers verstärken wollen, ein geringes Maas von Wasser in dasselbe gießen. ES haben auch die Chemiker bei Anfertigung künstlicher Rdhrenblasen (klorv-xixes) verschiedene neue und nüzliche Anwendungen von diesem Grundsaze gemacht. Doch die Ehre, denselben zur häuslichen Wirthschaft henuzt zu haben, gehört, so viel uns bekannt ist, Hrn. Day allein zu. Auszug aus den Karlsruher Witterungs- Beobachtungen. 8. Juli Barometer Therm. Hygr. Wind. SN. 6 M. 2 N. 10 27 Z. 27 Z. 27 Z. 9,4 L. 9,1 L. 8,9 L. 10,7 G. 15,3 G. 13,2 G. 47 G. 45 G. 47 G. NO. NW. NW. Wenig heiter mit veränderlichem Wolkenhimmel. Theater « Anzeigen. Sonntag, den io. Juli: Meister Martin und seine Gesellen, Schauspiel in 5 Akten, und einem Vorspiel, genannt die Kerzen meister, Wahl, von Holbein. — Dem. Lind ner, die Rosa. Konzert-Anzeige. Die Unterzeichnete ladet hiermit die hochverehrten Freunde der Kunst zu einem großen Vokal - und Jnstrumental- konzert ganz ergebenst ein, welches dieselbe mit gütiger Unterstützung der großherzoglichen Kapelle Moniags, den ir. Juli 1825, im Saale zum Badischen Hof zu geben die Ehre haben wird. Das Nähere wird noch besonders an» gezeigt. Billtts zu r fl. sind von heute an in der Akademie-Straße Nr. 17, so wie auch im Darmstäbler Hof zu haben. Klara Siebert, Sängerin. Benachrichtigung. Um den so häufig gemachten Anfragen zu begegnen, an wen der Betrag von den HH. Subskribenten, welche ein Exemplar von meinem Werke empfiengen, zu entrichten sty, so bitte ich, den Betrag gerade an mich zu übersenden. Freiburg j/B, den 6. Juli 1825. v. Holzing, Hauptmann. Literarische Anzeigen. In August Oßwald's Buchhandlung in Heidelberg und Speyer ist erschienen und durch all« Buchhandlungen zu erhallen: Liederkrone. Eine Auswahl der vorzüglichsten ältern geistlichen u. erwecklichen Lieder HerauSgegebea von dem Verfasser von Wahl und Führung. Preis bis zum 1. Dkt. r 9 s 5 54 kr. rheiir. oder ggr. sjchs. später unabänderlich « fl. ,, kr. oder «L ggr, Gut« Ausgabe 1 fl. 40 kr. »der -- ggr. Wik haken auf diesen Hausschatz für jeden Christen schon durch eine auSsührliche Anzeige aufmerksam ge- ^ macht, und glauben nun durch die Bekanntmachungseiner Bolleadung Predigern, Volk-irhrern und jedem frommen Gemüthe eine Freude zu bereiten. Was von der Sammlung unter den Händen des verdienstvollen und würdigen ! Herrn Verfassers zu erwarten ftp, bedarf keiner weitern > Erklärung von unsrer Seite, und wir beschränken uns auf die Bemerkung, daß wir durch einen fast über allen Mas- stab billigen Preis dieses herrliche und reichhaltige Crbau- ungsbuch auch für den Unbemitteltsten zugänglich gemacht haben, und noch überdies bereit sind, gesammelte Bestellungen dadurch zu unterstützen, daß wrr bei direkter und frankuker Emiendung drs Betrags von 12 Exemplaren ein Freiexemplar beifügen werden. Bon der Bestimmung des Ladenpreises können wir aber in keinem Fall abweichen. Neue Verlagsartikel, welch« bei I. G. Neukirch in Basel erschienen und in allen soliden Buchhandlungen zu haben sind: Allgemeine kritische Annalen der Verhaft-, Straf» und Besserungs-Anstalten, der körperlichen und geistigen Heilungs-Institute, der Wohlthätigkeits-Anstalten und Vereine, so wie der Elementar-, Industrie- und polytechnischen Schulen. Nach deS Hrn. Appert zu Paris neuem (in Frankreich die größte Aufmerksamkeit erregenden) llournat «los t>risons oto. etc. in größerer Ausdehnung, mit vielen Zusätzen und Bemerkungen frei bearbeitet von dem -Herausgeber der allgemeinen deutschen Justiz-, Rameral- und Holizeifama. iten Bandes is Heft. Den reichhaltigen Inhalt dieses iten Heftes hier mitzuthei- lea wäre zu weitläufig, zudem kann cs ans den Buchhandlungen zurEinsich k bezogen werden. Alle 2 Monate wird regelmäßig l Heft von y Bogen in gr. 8. Format erscheinen. Z Hefte bilden einen Band und ü einen Jahrgang, welcher 8 st- oder 4 Rthlr. 12 gr. kostet. Man muß für diesen abonuiren, da einzelne Hefte nicht abgegeben werden. Durch die Herausgabe dieser Zeitschrift wird übrigens ein allgemeiner, kürzlich noch durch das literarische Conversationsblatt ausgesprochener Wunsch befriedigt. Daß zu einer so schwierigen Unternehmung ein gelehrter erfahrner Geschäftsmann wie der Herausgeber der Poli- zeisama, Hr. Geh. Regierungsrath Hartleben, vorzüglich geeignet ist, kann um so weniger in Zweifel gezogen werden, als es vor so Jahren schon durch eine von ihm in Verbindung Mil Hrn. von Grüner herausgegebenen ähnlichen Zeitschrift beurkundet worden, die ungetheil- ten Beifall fand und nur durch Dienst - und Geschäfrs- Mhälmiffr «mndrochm wurde. Zudem sind die Annalen als eine periodische ErgänzungSschrift der Polizeifama anzusehen, indem in die Eine nichts ausgenommen wird, was die Andere enthält. Betrachtungen über den wunderbaren Aufschwung der gesummten Baumwolle »-Fabrikation nebst Beschreibung der neuesten englischen Maschinen von Dr. Christoph Bernoiilli, vrd. Prof, an der Universität zu Basel, ir Band in gr. 8 mit 5 Steindrucktafeln. Preis s fl. Inhalt: Betrachtungen über die neuesten Fortschritte der Baum- wollmfabrikation überhaupt. — Fortschritte der Spinnerei. — Fortschritte der Weberei. — Fortschritte der Kattundruckerei. — Anhang. Ueber die Dixonsche und andere Flackmaschincn. — Der Wattenroller oder die Wickelmaschine. — Beschreibung einer neuen Spceading- oder Wartenmaschine, dis üatteur — Vom Kardiren und den Kardmaschinen — Verfertigung der Kardenleder. — Schleifmaschine zum Abschleisen der Kcatzdeckel. — Ueber die Verfertigung der gefurchten oder geriffelten Walzen. — Beschreibung einer engl. Vorspinn-Streckbank oder LeS FlyerrRovings. — Bemerkungen über die Verfertigung einiger einzelnen Theile. — Die Watertwist - oder Droffel- maschine. — Drostelmaschine zum Zwirnen des Garns. — Von dem englischen und französischen Numerotirsystem. — Beschreibung der englischen Aurüst- oder Schlichtmaschine. — Neuere Einrichtung der Laugestanden. — Neue Beni, kung des Bleichkalkes. Katechismus der christlichen R e l i g i o n s l e h r e von 8r. wilh. Hitzig, Dekan der Diözese Müllheim und Pfarrer in Auggen. 8. Ladenpreis 54 kr., Pacthienpreis für 25 Exemplare 12 fl. — den zu halten alle Buchhandlungen in den Stand gesetzt werden. Rastatt. (Diebstahl.) Am a. oder 2. d. M. wurde dahier ei» Mannsüberrock von dunkelblauem mitielseinein Tuche, 2 rl2 Ellen lang, etwas abgetragen, und vornen an den Aermelaufschlägen etwas zerrissen, mit 2 Reihen vom nämlichen Luche überzogenen Knöpfen besetzr, und noch dadurch kenntlich, daß die 5 untersten Knopflöcher an dem üuffern Ende rund ausgenäht, die übrige» aber gerade eingcschnittcn sind, entwendet. Der Verdacht ruht auf dem unten signalisirten fremden Purschen, einem angeblichen Buchbindergesellen. Dieses wird zur Fahndung auf den mmhniaßlichen Thätek 1050 und die entwendete Sache hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Rastatt, den 4> Juli ,828. Großherzvgiiches Obcramt. Müller. Signalement. Derselbe ist ungefähr 5 ' V' groß, hat ein blasses, hageres, längliches Gesteht, vermeintlich jchwarzbrauiie Haare. Seme Kleidung bestand in einem dunkelblauen Frack und Hosen, der Meinung nach, vom nämlichen Zeuge, i» einer schwarzen Cra- vaue und Stieieln. Sein Anzug sah übrigens ordentlich aus. Rastatt. s§ ah » dung und Signalement.) Gegen unten signalisirte Anna Maria Förncr, von Neckarau, ist angczeigt, daß sie im Oberamisorte Oeltigheim folgende, der Katharina Schubert vo» Eberbach gehörige, Habseligkciten entwendet habe; als: 1) ein rothes. schwarz mclirlcs, kattunenes Kleid; 2) ein blaukattunenes Kleid mit rolhen Blümchen; 3 ) «inen grünen Schurz von Merino, ganz neu; 4) einen weißen Unlerrock von Kauftuch, stark abgetragen; 5 ) einen schwarzkattuncnen Spenser mit weißen Blümchen, ganz neu; 6) cm baumwollenes weißes Halstuch mit rolhen Streifen, ganz ncn; 7) ein schwarzseidencs Halstuch, stark abgetragen; V) zwei weiße mouselinene Halstücher mit Krause», das eine neu, das andere stark abgetragen; g) ein Chemisette mit z Krausen von gedüpfeltem Mouselin mit rother Einfassung an den Krausen, ganz neu; io) drei hänfene Hemder, etwas abgetragen. Sämtliche Behörden werden daher ersucht, sowohl aufeben- deschriebene Gegenstände, ais auch auf die Anna Maria Förncr zu fahnden, dieselbe auf Betreten arrenrcn, und unter Mitiheilung der sich etwa ergebenden Inztchren anher irans- portircn zu lassen. Sie ist ungefähr 24 Jahr alt und 5 Schuh groß, hat schwarze, gewöhnlich in einen Zopf aufgestecktc Haare, große blaue Augen, großen Mund, spitzige Nase, spitziges Kinn; sie ist etwas übelhörend, und hat ein Gewächs im rechten Ohr. Rastatt, den 4. Juli 182g. Großherzogliches Oberamt. Eckstein. Schwetzingen. ^Gefundener Leichnam.) Esist unter'm >5 Juni d. I. unweit des diesseitige» Amtsortes Brühl eine männliche Leiche am Rheinufcr gefunden worden. Die an- gesteklten Nachforschungen über die Verhältnisse des Verunglückten lieferten kein Resultat. Indem wir dieses zur öffentlichen Kunde bringen, fügen wir das Signalement des Verunglückten, in so weit sich dasselbe, wegen der schon in einem hohen Grad vorgeschrittenen Fäuiniß der Leiche, erheben ließ, hier an, und erbitten uns die Mtttheilung allenfallsiger Notizen, welche über das Schicksal und die Verhältnisse des Verunglückten irgend einen Aufschluß geben könnten. Schwetzingen, den 27. Juni »82Z. Großherzvgiiches Bezirksamt. Vier or dt. Beschreibung der Leiche. Dieselbe war mit blauleinenen Beinkleidern, einer gestreiften manchesternen Weste, einem grautüchenen — ganz zerrissenem — Mantel. einem weißwcrkenen WammeS und Halbstiefeln bekleidet. Bei derselben befand sich eine kölnische Tabakspfeife und ein Zulegmesscr. Die Kopfhaare des — 8' 1 bis 2" großen — Leichnams, waren hellbraun, und da noch keine grauen Haare sichtbar waren, kann man dessen Alter auf un- -efähr 4» Jahre annehmen. Aus dem, wegen schon stark vorgerückter Fäulniß entstellten Gesichte, ließe» sich keine andere ,, Kennzeichen entnehmen. Karlsruhe. sBrod - Lieferung betr.) Die Lieferung des Brods für die Garnisonen Bruchsal und Kis- lau wird, vom August d. I an, aus 5 oder 6 Monate an den Weiiizstnchmcndcn begeben werben. Diejenigen, welche diese Lieferung übernehmen wollen, wer« , den aufgesorden, längstens bis zum 21 dieses Monats ihre , Gebote in versiegelten Soumissionen hierher einzusenden, , indem die Eröffnung derselben am 22. geschieht, und an die- ' scm Tage kcme Nachgebote mehr angenommen werden. Auf dem Umschläge der Sorimission ist die Bemerkung: »Brvdlieferung betr.«, bcizusctzen. Die Gebote müssen mit deutlichen Zahlen u. Worten auSgedrükt werde», indem undemli- cheu unbestimmte Gebote nicht bcrüksichtigt werde» können; die Soeeinissiouen dürfen keine Nebcnbedingungc» oder Klauseln enthalten, weil sich, ausser den bestehenden Lieferungsbedingungen, auf keine weitern Konditionen eingelassen wird. Sollten zwei oder mehrere Individuen die Lieferung in Gemeinschaft übernehmen wollen, so müssen sich sämmtliche in der Soumiszioi, unterschreibe»; eine mit der Unterschrift N. N. et Komp, versehene Konmission wird daher nicht berüksichtiget. Ebenso werden keine Asterakkorde oder Unterlieferanten zugc- laffen, sondern derjenige Souinitvent, dem die Lieferung durch Ratifikation übertragen wird, muß sie unter Erfüllung der bestehenden Bedingungen selbst besorgen, sofern er nicht auf vorheriges Ansuchen die diesseitige Genehmigung zu Uc- dcrtragung der Lieferung an einen Dritten erhalten hat. Die Lieferungskonditione» können bei den Stadtkomman- dantschaften und dem diesseitigen Sekretariat, wie bisher, cingesehen werden. Karlsruhe, den Za. Juni 1828. Großherzogl. Badisches Kriegöministerium. v. Schäffcr. Bühl- sFrucht- und Wein-Versteigerung.) Bei Unterzeichneter Stelle werden bis Samstag, den »6. d. M-, Vormittags 10 Uhr, 10 Fiertel Gerste, 3 o - Spelz, 20 - Haber, 600 Bund Stroh und ,92 Oehmle Wein öffentlich versteigert, und bei Erreichung der Anschläge sogleich zur Abfassung bestimmt. Bühl, den 4. Juli 1628. Großherzogliche Domainenverwaltung. Hoyer. Oberkirch. sFrucht- und Stroh-Versteigerung.) Donnerstag, den,4. dieses Monats, Vormittags 10 Uhr, werden von dem diesseitigen disponiblen Fruchtvorrath 33 Frtl. Korn uud zugleich 6oc> Bund Stroh öffentlich versteigert werden. Die Liebhaber hierzu wollen sich a» der bemerkten Stunde in dem Bureau der Unterzeichneten Stelle cinfinben. Oberkirch, den i. Juli »8,8. Großherzogliche Domainenverwaltung. Der Dienstverseher, E p ß c l e. Baben. sFrucht- und W einverstelgerung.z Bei der Domainenverwaltung Baden werden Montags, de» 18. Juli, Vormittags um »0 Uhr, 3o Malter Dinkel. 40 Malter Haber, und 17 Oehmlcln rother Affenthaler Gebirgsweln, 2824er Gewächs, ln kleinern Abtheilungrn öffentlich versteigert» un- bei rlritm annehmlichen Gkbottohne.Ratifikationspopbebalt 1051 losgeschlagen werden; wobei die Liebhaber auf dem Bureau der Verwaltung sich einfinden mögen. Baden, den 4. Juli 1826. Grvßhcrzogliche Domainenverwaltung- H u g e n e st. Pforzheim. sFrucht-Versteigerung.) Mittwoch, den 20. d. M-, Vormittags um 10 Uhr, werden auf dem hiesigen herrschaftlichen Speicher, gegen bei der Abfassung zu leistende baare Zahlung, 5 o Malter Gerste, Soo — Dinkel und 200 — Haber, 1824» Gewächs, parthienweise öffentlich versteigert; wozu die Liebhaber hiermit eingeladen werden. Pforzheim, den 2. Juli ,828. Großhcrzogliche Domainenverwaltung. C r e c e l i u s. Emmendingen. Mein- u-Weinhefe-Verstei- gerungJ Dienstag, den 12. Juli, Vormittags ,o Uhr, werden aus diesig herrschaftlicher Kellerei 8 Saum iö>ger rother Wein, Weyherberger Gewächs, 6 - 2822er da. bo. ,5 - ,622er weißer Wein, ''do. 40 » ,819er und 1620er Kaiserstühler Wein, L80 - ,624 Wein, und 5 e> Saum Weinhefe öffentlich versteigert, und bei annehmbstsen Geboten ohne Ra- nstkationsvordehalt sogleich losgeschlagen werden. Emmenbingen, den 2). Juni 1825. Grvßherzvgltche Domainenverwaltung. Bardo. Kiechlinsbergen. sWein-und Wein Hefe-D erst ei ge rung-H Montag, den ,8, Juli, Vormittags g Uhr, werden von den hiesigen herrschaftlichen Weinen 25 o Saum 1825er und 25 o - ,824er Gewächs, und 8 Saum Hefe unter den gewöhnlichen Bedingungen versteigert; wozu man die Liebhaber einladet. Kiechlinsbergen, den 3o. Juni »828. Großherzogl. Domainenverwaltung Breisach. S ch w e i g e r t. I «klingen. sFrucht-Versteigerung.^ Die Freiherrlich Karl Reinh. v. Gemmin'sche Verwaltung verkauft den ,8. Juli d. I., Vormittags ,o Uhr, dahier auf dem Verwaltungsspeicher, in öffentlicher Versteigerung 100 Malter Dinkel und ,00 — Korn; wozu die Liebhaber cingclade» sind. Karlsruhe. sHaus-Versteigerung.H Die zweistöckige Behausung deS verstorbenen KaffendienerS Christian Leonhardt Bü r g e, in der Blumenstraße gelegen, Nr. 5 , wird, der Erbverthciluug wegen, Donnerstag, den 21. dieses, Nachmittags Z Uhr, «uf dem Revisorqts - Bureau, im dritten Stock des Rathhau- ses, öffentlich versteigert werden. Karlsruhe, den 6. Juli » 3 s 8 . Großherzogliches Stadtamtsrevisorae. A. A. Rheinländer. Kehl. sWiethshaus zu vermiethen-i DerPfle- ger des Pciee Greiner'schen Kindes will das dahier, zu Stadt Kehl, an der Hauptstraße gelegene, zweistöckige Wtllhs- haus zum Schwanen, nebst BierbrauerelgebSude und Garten, auf weitere 6 Jahre, von Michaelis «»fangend-, in öffentlicher Steigerung vermiethen; wozu die Liebhaber aus Montag, den ,, Juli, Nachmittags 2 Uhr, in das odbesagte Schwanenwinhshaus dahier anmit eingeka- den werden. Stadt Kehl, den ,. Juli 1828. Stavtrath allhier. -I. I. Groß. Hffenburg. sBauakkord-Versteigerung.^ Am Montag, den ,,. Juli, Vormittags ,0 Uhr, wird zu Hofweier, im Rößlewirthöhaufe, der Bau des dortigen neuem SchulhauseS an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden. Lusttragende werden hierzu mit dem Bemerken eingeladen, daß sich Auswärtige mit ortsgerichtlich ausgeferiigtrn und bezirksamtlich beglaubigten Attestaten über Vermögen und Kunstfertigkeit auszuweisen haben, und daß der Bauplan nebst Ko- stenüberschlag. so wie die nähern Bedingungen, inzwischen jeden Vormittag aus hiesiger Oberamtskanzlei cingeschen werden können, und auch unmittelbar vor der Versteigerung zur Einsicht werden vorgelcgt werden. Offenburg, den 27. Juni ,628 Großherzogliches Oberamt. Beeck. Kork. sMühlen-Vervachtung) Die herrschaftliche große und kleine Mühle zu Willstett, wovon elftere in 4, leztere aber in 2 Mahlgänge», nebst einer Hanfreibe mit 4 Reibbetten und einer Ocl- oderTabaksmühlebestehct, sammt Zugehördten, werden in Gemäßheit höherer Verfügung Donnerstag, den 28. Juli, Vormittags um 9 Uhr, im Wirthshause zum Adler in Willstett, salr» radiLoatio««!, Mittelst öffentlicher Versteigerung, je nachdem sich Liedhabep einfinden, einzeln oder zusammen auf g Jahre in Pacht vergeben werden. Welches hierdurch mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß fremde Steigerunglusiige sich mit amllich vidimirten Vermögenszeugnissen auszuweisen Haben. Kork, den 7. Juli ,628. Großherzogliche Domainenverwaltung. Freiburg. fGläubigrrdAufru f .1 Die gesetzlichen Erben des verstorbenen Hofgerichtsadvokaten Nadler haben dessen Verlaffcnschaft nur mit Vorsicht des Erbverzeichnisses angetreten, und darauf angetragen, daß zur Richtigstellung der Verlaffenschast sämmt-liche etwaige Kreditoren zur Angabe ihrer Forderungen aufgefordert werden möchten. Diesem Ansuchen entsprechend, setzen wir zur Liquidirung bestehender Forderungen die Zeit, von heute an, bis zum ,8- dieses Monats fest, und erwarten, daß jedermann, der eine Forderung zu machen berechtiget ist, dieselbe dem Verlassenschafts-Kommiffär um so gewisser anzeigen, und gehörig begründen wird, als wir »ach umstossenen Termin die gesetzliche Mrtheilung.deS Nachlasses unter die dazu Berechtigten ohne weitere Rücksicht vornehmen werden. Frciburg, den 4. Juli ,828. Großherzogliches Stadtamtsrevisorat. Scharnberger. Heidelberg. sGläubigcr-Aufruf.l Da die Erben des verstorbenen Johann Kenne, von Leimen., dessen Verlaffenschast nur mit der Vorsicht des Erbverzeichnrffer an- getrete» haben, so werden sämmtliche Gläubiger des Bk.rstor- bellen aufgefordm, ' . Freitag, den 12. August d. I. - Vormittags 9 Uhr, - dahier zu erscheinen, und ihre Forderungen richtig zu stellen, bei Vermeidung,, daß sonst, ohne Rücksicht auf die Nichter- schftimen, das mitere Rechtliche verfügt werden wird. Zu- 1052 gleich wird die seit Dezember v. I. vermißte Ehefrau des Verstorbenen aufgefordert, auf den genannten Lag dahier zu erscheinen, und ihre Rechte zu wahren, bei Vermeidung, daß sonst ein Vertreter er okttclo für sie ausgestellt werden wird. Heidelberg, den So Juni 182S Grvßherzogliches Landamt. Neu mann. Rheinbischoffsheim. sPrLkliisiv-.Bescheid.st Alle diejenigen, welche die ihnen in den Gemarkungen Mu- ckenschopf, Helmlingen, Linx und Hodin — Honau und Neu- sreistclt-zustehendc Unterpfands - und Vorzugsrechte auf Liegenschaften, der amtliche» Aufforderung vom S. März d. I. ungeachtet, vor der zur Erneuerung der Unlcrpsandsbücher in vorbemcrkten Ortschaften bestellten Kommission in den anbe- räumten Terminen nicht «»gemeldet haben, werden nunmehr rnit etwa nachkommenden Reklamationen nicht mehr gehört werden, und die dortigen Pfandgerichle werden hiermit von aller Gewährleistung und Haftungopsticht für die nicht zur Liquidation gebrachten Pfand - und Vorzugsrechte für entbunden erklärt. , ^ Rheinbischoffsheim, den 4. Juli 1628. GroßherzogUches Bezirksamt. I ä g e r s ch m i d. Heidelberg. sMundtodt-Erklärung.st Georg Sommer, von Wilhelmsfeld, wurde heute im ersten Grade imindtodt erklärt; was mit dem Bemerken öffentlich bekannt gemacht wird, daß ihm Georg Peter Sauer von da als Aufsichtspfleger beigegebcn worden ist. Heidelberg, den 27. Juni IÜ2Z. Großhcrzogliches Landamt. N c u m a n n. Rastatt. sWiederbefähtgung.st Die unterm 24. S«Pt. 16,6 gegen die Riester'scheu Eheleute zu Stollhofen verfügte Mundtodt - Erklärung wird andurch aufgehoben, und können daher dieselben die im Satz SiZ des Landrechts genannten Rechtsgeschäfte für die Zukunft auch ohne Aufsichts- Pfleger wieder giltig vornehmen- Rastatt, den 24. Juni 1828. Großhcrzogliches Oberamt. Müller. Karlsruhe. sS chulden-Liqul dation.st Durch Beschluß vom heutigen ist über den Nachlaß des Johann Friedrich Meyer von Eggenstein Gant erkannt, und Lag- fahrt zur Schuldenliquidalion auf Dienstag, den -6. Juli l. I., Vormittags S Uhr, anberaumt worden. Alle Gläubiger des genannten Falliten werden aufgefordert, bei dem Unterzeichneten Anne auf obigen Lag und Stunde persönlich, oder durch gehörig Bevollmächtigte, ihre Forderungen, resp. Vorzugsrechte, unter Vorlage Der betreffenden Urkunden, richtig zu stellen, widrigenfalls dieselben von der vorhandenen Masse ausgeschlossen werden. In gedachtem Termine wird auch über die Wahl des Lursivr «rsosas, so wie über die Gebühr desselben für die Verwaltung Der Masse, verhandelt, von dem weder selbst, noch durch Man« Datare liquidirenbcn Gläubiger aber angenomiiW werde», daß er in dieser Hnsicht der Mehrzahl der Kreditors» heitrere. Karlsruhe, den 6. Juni ,6-s. Großhcrzogliches Landamt. v. Fischer. Offenburg. sSSuld cn - Li quid a tio n. st Gegen Joscpy Litterst von Fessenbach ist Gant erkannt. Die Gläubiger werden hiermit aufgefordert, ihre Forderungen und Dorrechtsansprüche Mittwoch, den 27. Juki, früh 8 Uhr, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse, dahier an« zumelde» und zu begründen. Offcnburg, den - 5 . Juni 1825. Großhcrzogliches Oberamt. Beeck. Offenburg. sS chu lde»-Li q u i d a t ion.st lieber die Veilaffenschast des Tbeilungskommissärs I. Bapt. Lack zu Appenweier ist der Konkursprozeß erkannt. Die Gläubiger desselben werden daher aufgefordert, Freitag, den 2g. Juli, Morgens 8 Uhr, ihre Forderungen und Vorrechtsansprüche dahier anzumelden ind zu begründen, hei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse. Offenburg, den 20. Juni 1825. Großhcrzogliches Oberamt. B ec ck. Karlsruhe, sA »zeige. st Ich gebe mir hiermit die Ehre nnzuzcigen, daß iP das berccls seit 5 Jahren unter der Firma C. W. Kölitz betriebene Geschäft von heute an unter meinem eigenen Namen fortführen und mir alle Mühe geben werde, das mir jetzt geschenkte Zutrauen je länger je mehr zu verdienen. Karlsruhe , den ». Juli 1828. I. N. Spreng. Speyer. fWcin rc. Versteigerung, st Den >4. kommenden Monats Juli, Vormittags um 9 Uhr, lassen die Erben von Adam Freitag und Frau Sick, in dem Gasthause zum Einhorn in Speyer, nachfolgende rein und gutgehaltene Weine öffentlich versteigern, als: Vom Jahrgang1 ä19 r 4 Fuder — OHM Mußbacher. 7 « — - Dicdesfelder- s - 2 - Edenkober Traminer. 2 « L . Ruppertsberger. Vom Jahrgang 1822k r Fuder — Ohm Mußbacher. 4 - 8 - Diedesfelder. 6 - 7 - Gimmeldinger. 2 - 2 » Königsbachcr Traminer. » » 2 « Frcinsheimcr. Vom Jahrgang 18 r 3 : » Fuder 3 Ohm Gimmeldinger. Sodann 7-, in Eisen gebundene weingrüne Fässer von » OHM bis zu 6 Fuder. Weiters wird am darauf folgenden Tag, als den 18. Juli, Nachmittags um 2 Uhr, bas zur Aufnahme von Reisenden bequem eingerichtete, mit allen Erfordernissen und guten Stallungen wohl versehene Gasthaus zum Einhorn auf 6 oder 9 Jahre in Pacht versteigert. — Endlich den »8. Juli und die darauf folgenden Tage, eine große Anzahl von Mobilien, als Kommode, Spiegel, Kanapee, Stühle, Tische, Schränke, Bettstellen, von nußbaumen und anderin Holz, geschliffen und gefirnißt!; ferner 24 gut gehaltene Betten mit Matratzen, Feder- Ober - und Untcrbetter, Kissen von verschiedener Größe, gewirkr« Bettdecken mit rinmouts, ein großer Vvrrath von Lisch- und Bettzeug, kurz Alles, was in einer bedeutender» Gastwirihs chafr nöthig ist. Wegen den Bedingungen der Versteigerungen kann man sich täglich an den Vormund, Valentin Uederlr, Schiffer in Speyer, wenden. Svcper, den 20. Juni 182z. Verleger und Drucker; Nb, Macklot.