1549 K arlsru er Zeitung. Nr. 328. Samstag, de» 2Z. No». 182k vroßher;ogthum Hessen. — Frankreich. — Italien. (Königreich beider Sizilien.) — Sestreich. — Preuffen. — Schweiz. — Spanien. (Schluß der Session der Cortes.) — Fortsetzung der Bemerkungen über die neue Schrift: Manuskript aus Süd« dcutfchlanL. Großherzogthum Hessen. Orffentliche Nachrichten aus Darmstadt vom 21. Nov. melden: Wie man vernimmt, sind die Berathun- ßeu des geheimen Sraaisminisieruims, unter dem Beisitze Ihror Hoheiten des Groß- und Erbprinzen unddeS Prinzen Emil, über den von den Kammern der Landstände vorgelegten neuer»eBrrfassunqseniwurf beendigt, und das Resultat derselben , was seinen wesentlichen Inhalt bcstLiigen sVll, Är. kdnrgl. Hvh. dem Grvßherzvg vorgelegt worden. Die Berathungen der zweiten Kammer betrafen bisher fortwährend geringfügigere Gegenstände, die des Interesse eines auogebr treten Publikums entbehren dürften, Begutachtung eingclaufener Petitionen u. d. m. Das Wichtigste dürste der Vortrag dcö kompetenten Ausschußes über den von der Regierung vvrgelegren ÄonscriptlonSgesezentwurf bilden. Frankreich. Paris, den 2t. Nov. Der König hat gestern dem ehemaligen französ. Gen. Konsul bei Ali, Pascha von Ianiua, PouquevMe, eine Privaraudienz gegeben, worin derselbe die Ehre Halle, Sr. Mas. die 4 ersten Bände eiueS Werkes, daS er unter dem Titel, Reife nach Griechenland, bearbeitet, zu überreichen. Das Wablkolleaium des Departement der Nieder- charente (la R"chl!e) har Hrn. Boscal de RealS, das der Obcraarcnne (Toulouse) die HH. Ricard, Hocguart und Chglvet -Rvchemonker, das der Rhone (Lyon) die HH. Cyamborr, Obersten der dortigen Nak. Garde, und Rambaud, Maire von Lyon, daS der Isere (Grenoble) die HH. Planelli de Lavalette, Präsidenten des^Koller giums, und Prunelle, daS derEceuse(Gueret)denHrn. Doisin de Garrcmpe, daS der Oberloire (ke Puy) den ausgetretenen Deputieren, Eyabron de Solilhac, das des Cantaldrpart. (Aurillac) den ehemaligen Deputirten Croizey, das des Garddepart. (NismeS) die HH. de Vogue, ehemaligen Deputiere'., und Ealvieres, das des Vauclusedepart. (Avignon) den ehemaligen Deputirten Forbin de Nssart, daS des Tarn- und Garonne- depart. (Montauban) den Gen, Sekretär der Präfektur, Delbreil, das des Tarndepart. (Alby) die HH.de St. Gery und de Ranchin, das des Arriegevepart. (Jost) den Hrn. Domious, das der Niedcralpen (Digne) den Präfekten des Deport, der Ostpyrenäen, de Villeneuve, und das des Lordepark. (Eahors) den Hn. Calmon zu De- putirren ermannt. Unser Gesanote in den Niederlanden, Durand dk Marrürl, ist gestern hier angekommen. Der aus dem ersten NevolutionSkrieg« bekannte General Lanoüe ist, beinahe HO Jahre alt, kürzlich hier gestorben. Am 12. d. war zu Dijon in dem Militargefängniß eine Art Aufruhr auSgebrvchen, der nur durch Anwendung der Gewalt gedampft werden konnte. Ein emtre- tender Gefangener sollte den andern zu Trinken bezahlen- Er wollte nicht einwiiligen; auch war dieser Miß» ("rauch von der Behörde verboten. Es entstand hieraus Lärm, und die Wache wurde zu Hülfe gerufen. Als die Gefangenen diese kommen sahen, versahen sie sich mit Pflastersteinen auS dem Hofe. Hierauf gab die Wache Feuer. Ein Mann blieb rodtund zweiwurdenschweu verwundet. Die Londnrr Zeitungen vom 17. d. sind zwar, wie gewöhnlich, hier angekommen, enthalten aber nichts von Wichtigkeit. Gestern standen hier die zu Z v. h. konfvkidirtrn Fonds zu 76.^, und die Bankaktien zu 1388( Fr. Italien» Der östrejch. Beobachter vom 18. Nov. enthält Fol/ gendes aus dem Königreiche beider Sizilien: Den neusten Nachrichien auS N apel vom Z. d. zufolge scheint dort die gährende Anarchie nunmehr wirklich ihrem Ausbruche nahe zu seyn. Am 2. wurden zwei Carbonari verhaftet; der eine, ein Mensch von der gemeinsten V.-lksklafse, wegen verweigerter Entrichtung der Zollgebühr und Beschimpfung der öffentlichen Autorität; den ändere, ein Offizier und Adjutant, weil er demKriegs- minister, General Eargscosa, nach dem Leben gestrebt hatte, Bewafnste Haufen von Carbouari versammeltes 1550 sich hierauf'vor bem Kastell St. Elmo - «00 ihre Mit- brüder cirttzeftrerkt warm, um selbe zu befreien, und sich dann auch der Vicaria -(eines öffentlichtsi'Mfäng- niffes) zu bemächtigen, wo sie dis verhafteten Verbrecher in Freiheit setzen wollten. Es gelang zwar dem Militär, diesen Anschlag zu vereitle»; aber man war für dir Folgen sehr besorgt. Am nämlichen Tage Abends erschienen mehrere sehr zahlreiche Haufen von Carbonari v-r dem königl. Schlosse, in der Absicht, die königl. Familie zu insultiren. Die kbnigl. Garde zu Pferde zerstreute jedoch die Meuterer, und verhinderte selbe, indem sie ihnen den Weg abschnikt, die Vicaria anzugreifen, wo sodann eben so, wie vor dem königl. Pal- laste, Kanonen ausgeführt wurden. Obgleich der Tu- isiult für den Augenblik gestillt war, so hegte man doch für die folgenden Nächte lebhafte Besorgnisse, und es wurden 3000 M. Nationalgarden beordert, jede Nacht Unter den Waffen zu bleiben. Auch wurde bestimmt, daß alle, die sich weigern würden, in die Nationalgar- ' de rinzukreten, in das Kastell St. Elmo eingesperrtwer- den sollten. — Zu Neapel gieng das Gerücht, daß die Unruhen in Sizilien wieder angefangen hätten. — Aus--' ser den engl. Kriegsschiffen-, welche sich, wie wir-lezchin anzeigten , im Hafen von Neapel befinden, sind daselbst auch vier franzbs. Kriegsschiffe und mehrere derselben in dem Hafen von Bajä erschienen. O e st r e L ch. Wien, den 18. Nov. Am 13. d. ist Graf von Lcllegarde, k. k. Feldmarschall, Hofkriegsrathspräsi« denk und Kriegsminister, von hier nach Lroppau ab- geresset. P r e u s s e n. Drrlin, dsy lö. Nov. (Fortsetzung.) Es ist beschlossen worden, daß Reisepässe nach Italien an Gelehrte,"Künstler, Studenten oder andere junge Leute, bis auf weitere Verfügung, nur auf Atteste deS königl. Ministeriums der geistlichen Unterrichts- und Medizinalan- gelcgenheiten erkheilt werden,so-llen, in so fern dergleichen Pässe nicht unmittelbar beim Minister des Innern und L>er Polizei ertrahirt werden, an welches in der Regel deshalb mit Anführung der Verhältnisse des Reisenden und des Zweckes der Reise zu berichten ist. Zu Hmrdelö- und andern «achgewiesen-ciligen Angelegenheiten können dir königl. Regierungen zwar Pässe in zuverlässige Per- ffvnen in dringenden Fällen errl,eilen; sie haben aber hierbei mit vorzüglicher Aufmerksamkeit die Nothwendig- keit zu prüfen. Die königl. Regierungen haben hiernach in vorkommenden Fällen zu verfahren, und wer- -den zugleich benachrichtigt, daß tue bei den Universitäten Älegicrungsbevollmääuigten bereits die erforderliche Anweisung und den Auftrag erhallen haben, den jungten Leuten, welche solche Pässe verlangen, zugleich ->a ch die Rektoren «rdftren z» lassen, welch e Sch'.vie- oleieen ihrem Gesuche entgegen stehen, damit sie sich nicht in der Ferne in schwer zu lösende Verlegenheiten bringen. Schweiz. Se. Maj. der König von Preussen Hatzen den Hrn. Louis Fauche-Borel in den Adelsstand erhoben; er war im Anfang der Revolution Buchdrucker zu Neufchatel, und damals, so wie nachher, sehr lhätig für die Bonn., bons und die ausgewanderten Adelichen. Kürzlich ist in Aarau der 22jährige Sohn deS rühmlich bekannten Bildhauers Christen gestorben. Mit vor» täglichen Kunstanlagen ausgerüstet, hatte er dieselben in der Werkstätte ftines DaterS bis zu einer für dieses Alter seltenen Reife ausgebildet, und auch bei einem ömonatlichen Aufenthalt in Paris ehrenvolle Aufmunterungen von Kennern und namhafte Bestellungen erhal, ten. Er war eben im Begriffe, die große Schule, Italien, zu besuchen, als er vvn einer auszehrenden Krankheit ergriffen wurde, welche schönen Hofnungen für di« vaterländische Kunst «in End« machte. Spanien. Madrid, den 11 . Nov. Bei dem vorgestrigen Schluffe der diesjährigen Session der Cortes würde folgende Rede des Königs, den eine leichte Unpäßlichkeit persönlich anwesend zu seyn hinderte, wie Sr. Maj. der Versammlung hatten zu wissen thun lassen, durch den Präsidenten abgelesen: „Es gereicht mir zur Zufriedenheit, daß ich den Cortes das Vergnügen ausdrücken kann, welche das glüküche Resultat der ersten Periode ihrer Sessionen mir gewährt. Ost Hab« ich empfunden, in welchem hohen Grade die Cortes von dem Eifer und der Weisheit beseelt waren, welche das öffentlich« Glük und den Ruhm deS Thrones , von nun unzertrennlich von jenem derNation, befestigen sollen. Ich selbst habe die durch das Grundgesez gestattete Verlängerung dzr Session veranlaßt, überzeugt, daß die Gründung unseres politischen Systems im Anfangemehp Zeit erfordere, und daß diese Verlängerung den wtzhlthätig- stcn Einssuß auf das Gedeihen der in den vvrhergegan- genen Monaten getroffenen Anordnungen haben würde. Ich fühle mich sehr gerührt durch die edelmükhige Freigebigkeit, womit die Cortes für die Bedürfnisse und dev Glanz meines Hauseö und meiner königl. Familie gesorgthaben, und nicht weniger hat die Offenheit und die richtige Ansicht meinen Beifall, womit die EvrteS feierlich die Staatslasten- und Verbindlichkeit«« anerkannt, die unumgänglich nothigen Mitte'zu« Bestreitung derselben genehmigt, und dadurch dem National« kredit und dem künftigen Wohls des Va-crlandes eine feste Grundlage gegeben haben. Diese weift» Masregeln, so wie alle jene, die ergrisien worden, um die Landlind Seemacht zu organisiren, c,e Zirkulation unseres Territorialreichtbums zu befördern, die entgeg ngestan- denen Hindernisse zu beseitigen, und einm Flnanzpsan zu entwerfen, wodurch die Intcressen.deö Staatsschatzes 15Z1 mit" besten deS Volkes vereinigt werden^ sind Gegenstände ununterbrochener Sorgfalt des Kongresses gewesen, und haben demselben Ansprüche auf die allgemeine Achtung Eucopa'S und die Dankbarkeit deS Königreichs gegeben. Ich kann zu gleicher Zeit mich nicht enthalten, zu erklären, daß mein Herz voll Zufriedenheit über die Masregeln ist, welche die Cortes mit kluger Großmuth und Nachsicht angenommen haben, um die Wunden der Nation zu heilen, und das Andenken an die Uebel, die sie gelitten, auSzulöfchen, als sie baS Thor der Versöhnung dem Jrrthum und der Reue bfneten; ich hege die füge Sofnung , daß so edle Gesinnungen in den Cortes fortleoen werden, um das konstitutionelle Gebäude auf der Grundlage deS BcudeksinnS und der wechselseitigen Liebe aller Spanier zu befestigen. Auf solche Ar/ wird die wahre Macht der Nation und der monarchischen Gewalt, welche sie legiert, wachsen , und,, so wie unsere Lage im Innern sich verbessern wird, werden sich auch unsere Rechte aufdie Achtling der auswärtigen Regierungen vermehren, die sämmtlich fortdauernd mir Beweise ihrer freundschaftlichen Gesinnungen geben. Jeden Tqg wünsche ich mir Glük dazu, ein so edleS und hochherziges Volk zu regieren. Ich habe zu der ruhmwürdigrn Unternehmung seiner Wiedergeburt und zu den lvbenswürdigea Anstrengungen der Cortes durch den Gebrauch , den lch von meiner köiriql. Prärogative gemacht, mitgewirkt. Ich habe dasNothigefür die Vollziehung der Gesetze verfügt, und ich zweifle nicht, daß die Zeit unfern Staatseinrichtungen eine neue Kraft geben, »üd daß die bereits sichtbar daraus her- voraehenden Vorcheile sich vermehren werden. Ich hoffe auch, daß, belehrt durch die Erfahrung, ich diese Empfindungen den Repräsentanten der Nation werde wiederholen können, wann sie, nachdem sie die nothige Ruhe nach so.vielen ruhmwürdigen Arbeiten genossen, sich aufs neue versammlen werden, um durch Fortsetzung ihrer Bestrebungen das öffentliche Wohl immer wehr zu sichern." — Am y. Abends war ganz Madrid beleuchtet. Die Besatzung hat bei dieser Gelegenheit wiederholt dstn Eid der Treue abgelegt. Fortsetzung des gestern abgebrochenen Artikels aus der Beilage zur allg. Zeit, vom 20. Nov. Bei den diplomatischen Verhältnissen und Unterhandlungen der lez« Irren Zeit sollte man fast glauben, der Vers, habe ausser-dem , was sich darüber im Publikum befindet, noch auS eigenen, näheren Nachrichten und Beobachtungen geschöpft. Indeß wird die Art dieser Notizen, und die Sphäre, der sie angehören, durch die Aufnahme eigentlicher Kongreß-Klatschereien, z. B- einer mit besonderer Liebe erzählten Vorzimmer-Anekdote über Cotta, ziemlich verdächtig. Wer weiß, ob' nicht eben auch dem Vers. daS Vorzimmer des Fürsten Metternich zugänglicher war, als der Fürst selbst, woraus sich dann wohl manches in seiner Schrift erklären ließe. Die Schrift beschäftigt sich übrigens vorzüglich mit Süddentfchlgnh, , welches der Vers, mit ganz eigener Vorliebe betrachtet '' und behandelt. Wie natürlich und billig! das Manü» ^ ftript ist ja von und für Südoeukschland.. Auch .ist der Vers, den Norddeutschen gar sehr abgeneigt, und thut ihnen die Ehre an, ihnen viel UebelS nachzusagen, als ^ z. B. sie seyen ohne alle Eigenthümlichkeit, geschmeidig, , schlau, unzuverlässig, gewinn - und v-rändftungssüch- tig, verwirrungslustig, ohne ein Vaterland, was sie liebten und lieben könnten; sie hätten einen Anstrich von. Abentheuerüchkett und Großsprecherei, wollten dir ganze Welt erobern, und dienten doch der ganzen Welt. Dar- , um meint er, hätten sie sich auch in alle Welt zerstreit, ' und ihr Blut mit Britten, Galliern, Apaffiern, Ita-,' lienern und Slaven vermischt , während die Baiecn unjft Allemannen in ihrer Heimath geblieben seyen, yud die Reinheit ihrer Stämme bewahrt hätten. Wir müssen, den Norddeutschen überlassen, uöer alle diese Laygku,ü»n ihre Fehde mit dem Vers, selbst aaszufechtsn; aber wie können uns nicht enthalten, zu bemerken, wie dochchsi jenen Behauptungen unserem guten Vers, seine gründliche Geschichtskenntniß einen kleinen Streich gespielt. Wahrscheinlich warihm sein Handbuch der deuischen Geschichte von der Schule her nicht mehr rech.' gegenwärtig ; denn er würde sich sonst doch woh!(exinnert haben, daß die wandernden, die Provinzen des.,Römerreichs überschwemmenden und neu bevölkernden deutschest Stämme gerade suevische (schwäbische) oder damit verwandte waren, daß deren wilde Erobenmgslust unter Ariovist zuerst den Rhein überschritt, und die Röme.r nach Deutschland kokte, daß man endlich den Namen der Snfven selbst', des wildesten und rohesten der germanischen Stämme, von schweifen, wie den der Allemannen von ihrer Zusammensetzung aus den sitzengebliebenen Ueberresten von allen ausge,»änderten suevischen Dolksstämmen her- leilet; während dagegen die norddeutschen (sächsischen) Stämme schon weit früher feste Wohnsitz« (was schsnrhc Name, Sassen, bezeichnen soll), und mit dem A«t»r, bau «ine mildere Sitte und ausgebildetere, religiöse und politische Einrichtungen hatten, welche leztere zum Theil noch jezt als musterhaft gepriesen werden. ES würbe ihm dabei wohl nicht entgangen seyn, daß eben sächsische Stämme sowohl früher deutsche Eigenthümlichkeite» überhaupt gegen die weltherrschenden Römer allein retteten , als später gegen die erobernden Franken ihre besondere Eigenthümlichkeit und ihre eigenen Einrichtungen und Rechte lange und hartnäckig vertherdigtcn, und endlich sich auch zu erhalten wußten. Eben so hätte der Vers, sich aus den Zeitungen und Reisebeschreibungen leicht belehren können, daß es noch heute gerade Schwaben (Allemannen) sind, die beständig auswandern, und die man in allen Ländern und Welttheilen findet, s» daß von den süddeutschen Dolksstämmen wohl nur dem bairisch-öreichischen jene stille, innige und treue Liebe zum heimischen Boden und zur ererbten frommen Sille der Väter zugesprochen werden kann. (Fortsetzung folgt.) 1552 Auszug au- den Karlsruher WitterungSkeo-achtungea. 24. Nov. Barometer Thermometer Hygrometer Wind Witterung überhaupt. MorgeuS ^6 Mittags A Nachts 10 27 Zoll 10?v Linien 27 Zoll 10 stn Linien 27 Zoll 9/v Linien 1/§ Grad unter 0 Krad über 0 i v Grad unter 0 6h Grad 72 Grad 74 Grad Nordost Nordost Nordest zieml. heiter, künftig etwas heiter, dunstig zieml. heiler, dunstig Todes-An^etge. Heute Nackt um z/4 n Uhr starb bei mir der Gehülfe in hiesiaer Großver 0,1. Hofapotheke, Hr. Samuel Zettel. Alle» Vcrwvndic» uns Freunden des Verstorbenen zeige ich hiermit Liesen Lovesfill ergebenst an. Karlsruhe, den 24. Nov. 1620. C. Wolf/ Kapitän. Theater-Anzeige. Sonntag, den 26. Nov.: Othello, der MohrvonVe- ne 0 lg, große Oper in 3 Akten; Musik von Rossini. Breiten, f § r ü chte-D e r st eig erun g.st Mitwoch, den 6. Dez. d. I., Vormittags 1» Uhr, werden auf dem diesseitig en Bureau von vem herrschaftlichen Speicher in Aaiscn- hanjcn, unicr Vorlegung der Proben, i5o Malier Gerjre uns 160 — Haler, mit Ratifikationvvorbehalt, öffentlich versteigert; wozu die Liebhaber hiermit cingclabeu werde». Brette», den 22. Nov. 1620. Großyer,»gliche Domainenvcrwaltung. L a st o r p h. Schwezingen. HFrüchte - Versteigerung,fs Künftigen Dienstag, de» 28. November, Nachmittags 3 Uhr, werden zu Heidelberg in dem golorn>.n Hecht, non derDomaine»- verwaüung Scliwezingen, einige hundert Malter Früchte, alS Korn, Gerste, Haber, Weizen und gemischte Frucht, öffentlich versingcrr. Die Proben sind aus dem Frachtmarkt und bei der Versteigerung aussesiellt. Schwczingen, den 21. Nov. 1820. Grvßhcrzor>llche Domainenvmvaltung, V e r h a S. UnterbwiSheim, bei Bruchsal, fFrüchte - Verst ei gern» g.H Da von unterzogener Verrechnung Donnerstag, den 3o. dieses Monate, Vormittags um 10 Uhr, von dem herrschaftlichen Speicher zu Odcnhcim, auf dem Nachhause daselbst, 170 Malter Gerste und 200 Malter Haler in bffeuisicler Steigerung, vorbehaltlich hoher Genehmigung, werden verkauft werden, so ladet man die resp. HH. Kausiiebha- ber höflich dazu ein. Untcröwirhcim, den 22. Nov 1820. Großhcrzogliche Domanialverwaltung. Häuser. ''Weinheim. fFrkchte - Versteigerung.fj Von dem herrschaftlichen Domanialspcicher wird öffentlich versteigert werden: ,) Zu Wcinbeim, auf Montag, den4.Dez. l-J., Nachmittags 1 Uhr, im schwarzen Ochsen: ohngefähr 3o Malecr Gerst und — i5 —- Haber. Sodann -) Zu Ladenburg, auf Mitwoch, den 6. Dez. l. I-. Nachmittags 1 Uhr, in der Rose: ohngefähr 12 Malter Gerste, — 4 — Spelz und — 48 — Haber. Weinheim, den 21. Nov. 1820. Grostherzoglichc Donainenverwaltung. H ügle r. Weinheim. fWein-Versteigerung-l Don der ' Domanialverwaltun- Weinheim werden auf Dienstag, den 5. Dez. l. I-, Nachmittags 1 Uhr, im Karlsberg allda, folgende gut und rein gehaltene Weine öffentlich w.-rsteigert werden; ohngefähr 3 Fuder Laudenbacher 1819er Gewächs — 4 — Hemsbacher dito — 5 — Weiiideimcr diio — 2 1/2 — dito dito Sodann ohngefähr 9 1/2 Fuder — — 1820er Gewächs wovon die Probe» Morgens vor den Fässern und auch vorder Versteigerung genommen werben können. Weinheim, den 21. Nov. 1820. , Grvßhcravgüche Domainenvcrwaltung. H l'i gI c r. Oberkirch. fWein - Versteigerung.^ Donnerstag , de» 3». Nov. d. I., werden bei hiesiger Großherzogl. Domainenverwaltunz 48 Ochmle ,819er Wein versteigert; wv- ? zu die Liebhaber eingeladcn werben. Oberkirch, den 21. Nov. 1820. Großherzogliwe Domainenvcrwaltung. Sievert. Frei bürg, f W e i n - V e r ste i g c r n n g.^ Von-cm grast. Äagencckischen Weinsorrath dahier werde» am n. Dez. gegen baare Bezahlung, in kleinen Parthicn, dem öffentlicher» Verkauf ausgesezt: ohngefähr 100 Saum 1818er und — 6a — i6,gcr. Wer ihn früher am Faß verkosten will, hat sich an den Kieferilieistcr Wann er dahier zu wenden. Frciburg, den 20. Nov. 1820. Heidelberg. fP fer d e - V er st e i z e run g.L Dienstag , den 28. November, Nachmittags um 2 Uhr, sollen zu Heidelberg auf der Reitbahn neun sehr gute russische Pferdg, meist vier - und fünfjährig, die sowohl zum Fahren als auch zm» Reiten gebraucht werden können, an den Meistbietenden verkauft werden; wer dieselben früher in Augenschein zu nehmen wünscht, kann s,e bei dem Kutscher Stephan am Jimmcrpla; besehen, Karlsruhe, fD ienst - Gefuch. ^ Eine Wittwe im Mittelalter, von guter Herkunft, welche die nöthigcn Kennt- niffe dcftzt, die zur Bildung nmger Frauenzimmer erforderlich sind, alle feinen weiblichen Arbeiten kennt, auch v.iuerricht im Klavier und Vokalmusik geben könnte, wünscht eine Srelle in einer Lehranstalt oder bei einer Herrschaft. Nähere Erkundigung giebt das ZeitungS-Komptoir. Redakteur: E. A. Lamepz Verleger und Drucker: Phil. Macklot-