Karlsruher Zeitung. Nr. 214. Donnerstag, den 4. August 1825. Labe». (NuSj. aus dem großhmogl- Staats« u. Regierungsblatt vom 3. Aug.) — Würtemberg. (Ausz. aus dem königl. Regierungsblatt vom s. Aug.) — Frankreich. — Großbritannien. — Spanien. — Griechenland. — V. St. von Nordamerika. Baben. DäS großherzogliche Staats, und Regierungsblatt vom 3. August, Nr. XVI., enthält I. folgende lan, -esherrliche Verordnung, das Jollwefen betreffend : Wir Ludwig >c. haben auf den Vortrag Unse, res Finanz-Ministeriums beschlossen, und verordnen «»durch provisorisch wie folgt: Art. i. Die das Jollwefen betreffenden Verord, ""vom 15. Mai 1822, Regierungsblatt Nr. IX. , 25. desselben MonatS und Hahrs, Reglerungs- blatt Nr. XI. , 1k. Juli 1822, Regierungsblatt Nr. XVI. » 50. Sept. 1822, Regierungsblatt Nr. XIX. , 15. Olt. 1822, Regierungöblat Nr. XXI. , 27. Mai 1623, Regierungsblatt Nr. XV. , 5. Aug. 1323, Regierungsblatt Nr. XIX. , 13. Dez. 1823, Regierungsblatt Nr. XXlX. , 3. Febr. 1624, Negierungsblatt Nr. III., die Zollverhältnisse gegen die Schweizer,Kantone Luzern und Uri betreffend, , nämlichen Datum, die Verzollung der aus dem Herzvgthum Nassau kommenden Weine be, treffend, « 2. März 1624, Regierungsblatt Nr. V. , 25. März 1624, Regierungsblatt Nr. VI. . 30. März 1624, Regierungsblatt Nr. VII. so wie alle daraufbezüglichen reglementären Verfügungen werden hiermit aufgehoben. Art. 2. Der Zolltarif vom Jahr 1812 mit den er, aangenen, durch Art.1 nicht ausdrücklich aufgehobenen, Modifikationen ist gegen alle Staaten in Anwendung zu bringen, so weit nicht die folgenden Artikel ein anderes bestimmen. Art. S. Alle Fabrikate von Seide, Floretseide, Baumwolle, Linnen, unvermengt, oder aus mehreren dieser Stoffe bestehend, mit Ausnahme der gemeinen Leinwand, Fabrikate aus Leder, gemachte Kleider, Schu, he und Hüte, Bijouterie, Uhren und Dronzewaaren jeder Art sind einem Eingangszoll von 6 fl. 40 kr. pr. Zentner, Unverarbeitetes Leder, Kvrduan, Saffian, Glas, waaren, Fayence, Steingut, Porzellain, Tapeten, ei, mm Ein-an-SM von S fl, 80 kr. pr. Zentner unterworfen. Zucker und Kaffee und Kaffte-Surrogate find mit 1 fl. 20 kr. pr. Zentner beim Eingang zu verzollen. Art. 4. Weine, Branntweine, Liqueurs und Essige, welche in Fässern eingeführt werden, unterliegen einem Eingangszoll von 1 fl. 30 kr. pr. Ohm, mit Ausnahme der Weine, welche an der Rheingränze von Waldshut abwärts eingehen. An dieser Gränze ist 6 fl. pr. Ohm zu erheben, ohne Rücksicht auf den Erzeugungsort. Weine, Liqueurs und Essige, welche in Louteillcn eingeführt werden, sind ohne alle Rücksicht auf die Grunze, wo sie eingehen, mit 2 fl. 30 kr. pr. Zentner zu verzollen. Art. 5- Schlachtvieh aller Art, Fleisch, Getreide und Hülsenfrüchte, Grüze, Mehl und Lrod, Wein, Branntwein, Essig und Bier sind ausgangszollfrei. Art. 6. Gegen Zahlung des Zollsazesvon 6fl.40kr. pr. Zentner Sporco 'können alle Waaren ohne nähere Deklaration bezogen werden, wenn sie auch im Tarif von 1812 höher angesezt, odernach dem Werth tarifirt sind. Art. 7. In allen Fällen, wo der Zollpflichtige von allen bei sich führenden Waaren nicht mehr als 3 kr. tarifmäßig zu bezahlen hätte, ist die Zollerhebung zu unterlassen. Art. 8. Der im zweiten Anhang zur Zollordnunz vom Jahr 1Z12 enthaltene besondere Tarif für Kramerund gemeine Handwerkswaaren wird andurch ohne Ausnahme aufgehoben, und tritt dafür bei der Einfuhr solcher Krämer < und Handwerkswaaren auf inländische Messen und Markte die nämliche Verzoüungsweise, wie bei dem gewöhnlichen Handelsverkehr, ein. Art. 9. Räcksichtlich des Verkehrs mit dem Groß- herzvgthum Hessen bleibt es bei dem unterm 3. Sept. v. I. abgeschlossenen Vertrag, mit der Modifikation, daß die Art. 5 ftstgesezte Ausgangszoll-Freiheit auch bei der Ausfuhr in das Großherzogthum Hessen statt hat. Von folgenden Gegenständen: Fabrikate von Seide und Floretseide, gemachte Kleider, Schuhe und Hüte, Oele aller Art, Fabrikate von Wolle, Baumwolle, Leder und Linnen, unverarbeitetes Leder, Kvrduan und Saffian, ist, wenn sie würtembergisches Fabrikat sind, und unmittelbar aus Würtemberg kommen, bis aufweitere Verordnung, nur 2 fl. 6 kr. Eingangszoll vom Zentner zu erheben, um welchen Zoll die gleichen baden- scheu Erzeugnisse im Königreich Würtemberg zugelassen werden. Art. 10. Gegenwärtige Verordnung tritt überall im Augenblick ihrer Bekanntmachung in Kraft. 1190 Das Finanz-Ministerium ist mit ihrem Vollzug beauftragt. Gegeben zu Karlsruhe, in Unserm groß- herzoglichen Staats-Ministerio, den 2ö. Jul 1625- Ludwig. Vck. v. Löckh. Auf höchsten Befehl Seiner Königlichen Hoheit. Eichrodt. Würtemberg Das königl. würtembergische Regierungsblatt vom 2. August, enthält folgende Belehrung über die neulich zum Vorschein gekommene, nun allgemeiner geworden« Pserdekrankheit: In den lezten Monaten des Jahrs 1824 äußerte sich in den nördlichen Provinzen Frankreichs eine schnell tödt- liche, gegen Süden sich auöbreitende Seuche unter den Pferden, worüber in den ersten Monaten dieses Jahrs Nachrichten einliefen. Aus diesen, so wie den spätem, ergab sich, daß es dieselbe unterlaufende rothlaufartige Krankheit (febrrü inleionri ons ei^sizreistocles) sey, welche im Jahr 1805 sich im nördlichen Deutschland bildet-, nach Süden zog, und unter dem Namen Hannö- ver'sche Pferde-Seuche im südlichen Deutschland bekannt wurde. So schnell der Verlauf dieser Krankheit bei ihrem ersten Erscheinen, und so schleunig dabei der Ueber- gang des Entzündungs-Zustandes in den der Lähmung erfolgt, so mild ist in der Regel ihr Verlauf, wenn sie in den von ihrem UrsprungS-Size entferntem Gegenden zum Vorschein kommt; wo sie sich zeigt, bildet ire sich von selbst, und hat durchaus kein MitlheilungS - oder Ansteckungs-Vermögen. Der eigcnthümliche Krankheits - Zustand besieht in schnell vorübergehenden Eiltzündungs-Erscheinungen, serösen Anschwellungen, Lähmungen der blutreichem Eingeweide und blutigen Unterlaufungen daselbst, ohne alle Spur von ergossenem Faserstoff, der nothwend.igen Bedingung der hier ganz fehlenden Eiterbildung. Die Krankheits-Form zeigt sich auf folgende gewöhnliche Art bei ihrem mildern Verlauf: es vermindert sich die Fkeßlust und stellt sich Trägheit in der Bewegung ein ; die Augen erscheinen röther als gewöhnlich; die Schleierkaut des Auges ist überhaupt, besonders aber an der, Nickhaut, ftgrk mit Blut untcrloffen; Thränen fließen an den innern Augenwinkeln herab ; mit dieser Erscheinung ist beschleunigter Bluiumlaus verbunden, der Puls aber mehr weich als hart, die Flanken sind mehr und minder bewegt. Der vermehrte Blutumlauf, welchem, gewöhnlich kein Fieberschauer voranzugehen pflegt, ist nach 24 Stunden wieder im Normalzusianö,. aber'es zeigen sich seröse Geschwülste an verschiedenen stellen des Körpers, am Kopf, dem Hinterleib , d,en,Schenkeln, kel den Hengsten und Wallachen gcwöhEch,am HtzdW sack, welche sich über den Schlauchchnchie esuse.re BHuch-, wand ziehen,, und nach angcschwoll^nen FHsssff veilreoenr Freßlust kehrt wieder, Mattigkeit hebt fick/, Und, nach, Verlauf von sieben Tagen sind hi? meisten nach gehvr'i-' ger Behandlung wieder genesen., Diese Krankheit unterscheidet sich von jeder reinen Entzündungs-Krankheit dadurch, daß niemals eine Spur von abgelagertem Faserstoff aufzüfinden ist, und vvnder rothlaufartigen Jah- reszert-Krankheit (telnis annva seLÜvellis er^si^vliwo- llo»), abgesehen von ihrem geographischen Gang, durch schnellem Fieberverlauf im Allgemeinen, und besonders dadurch, daß die serösen Geschwülste mehr in den dem Herzen nähern Gegenden sich zeigen, und nach gehobener Spannung die seröse Flüssigkeit in das Zellgewebe der Füße sich senkt, da bei der unter dem Namen "Milzbrand. bekannten rothlaufartigen Jahreszeit-Krankheit gewöhnlich die Geschwülste mehr in der Fesselgegcnd sich bilden, und aufwärtssteigend die Lebensgefahr vermehren. Einfach ist die Behandlung. Bei vollem, schnellem, dem harten angenähertem Puls mit auffallender Bewegung der Flanken ist Blutverminderung den berühr, > ten Symptomen entsprechend angezeigt; hierbei muß der kranke Zustand schnell erkannt, und Hülfe ebenso schleunig geleistet werden; Blutvermiuderungen, welche über zehn Pfund bei erwachsenen Pferden betragen, sind mit wenigen Ausnahmen nicht wohl räthlich, Meistens be-, , darf es bei dem Erscheinen dieser Krankheit im südlichen ' Deutschland keiyer Blutverminderung; Entfernung reizender Stoffe, wie namentlich des Habers, hoherWar- me, daher nur leichte Bewegung im Schallen Pormit- tagS und Abends, öfteres Reichen desWaffers mitKieie oder' geringerem Mehl gemengt, und vom Beginn der ersten Krankheits-Erscheinung an täglich einem erwachsenen Pferde drei bis viermal eine Gabe von Weinstein, Salpeter, FriderichSsalz und Eibisch-Wurz, oder einem andern schleimichten Mittel, jedes zu einem halbenMkh genommen, und so lange damit fortgefahren,' bis alle Geschwülste sich verloren haben, und der frühere gesunde Zustand wieder cingetreten ist , sind zu dessen Herbeiführung,gewöhnlich hinreichend. Die Geschwülste bedürfen keiner besonder« Behandlung; Anwendung wässerigter oder fetter Mittel verlängert ihre Dauer; Einschnilfe bewirken'lange dauernde, oft in'S Brandigle übcrgelfende Geschwüre'. Oertlichkeiten und Jahreszeit-Verhältnisse können Abänderungen in dem Verlauf herbeiführen, und man erwartet, daß überhaupt über den Verlauf dieser Krankheit, wenn sie irgendwo allgemeiner erscheint, besonders aber über Gefahr drohende Abweichungen Berichte an die geeigneten Stellen eingesandt werden. Stuttgart, den 16. Juli 162I» Walther. Frankreich. Pari s, den 2. Aug. Gestern wurde der Kurs der Sprozent. konsol. zu.162 Fr. 20 Cent, eröffnet u. auch geschlossen. — Sprozent. konsol. zu 75 Fr. 50, 45/ 40 Cent. — Bankaktien 2200 Fr. -- Während der Abwesenheit des Siegelbewahrers, Grasen v^ Peprpnnet, der zur Wiederherstellung seiner Gesupkheit in's Bad gereist ist, hat, Kraft einer kbn. Ordonnanz vom 27- JE, der,H. Minister deS Innern ' das Portefeuille der Justiz übernommen. 1191 — ES ist von einer Reise beS Königs von Preußen »ach Brüssel und Paris die Rede. (Etoile.) — 1,0 seorot 60 triompkor äes Zemmer (daS Ges heimniß, die Weiber zu besiegen). Dieses Geheimniß voll Annehmlichkeiten ist soeben von dem H. Louis de Saint-Ange entdeckt worden, und man findet es bei Ponthieu, Buchhändler im Palais «Royal zu Paris. Dieß ist gewiß ein Werk, das Tausende von Käufern finden muß! Wer wird nicht wissen wollen, wie man die Weiber besiegt, wenn eS nur 2 Fr. ZoCent. kostet? H. von Saint«Ange weiß: Gentil Berns rd gab ein Gedicht über die Kunst zu lieben heraus, oder vielmehr über die Kunst zu gefallen, die das wahre Geheimniß ist, um die Weiber zu besiegen. Allein, nne er sehr wohl sagt, das Gedicht von Gentil Bernard ist ein mehr angenehmes als nüzlicheSGedicht. Es fehlen darin eine Menge wichtiger Lehren und Bemerkungen, welche die Poesie nickt mit ihren reichen Farben schmücken konnte. Diese Lücken sind es, die H. v. Saint-Ange ausfüllen wollte. Man kann sein Buch mit Vauban's Abhandlung über die Bclagerungskunst vergleichen: mit der Belagerungskunst kann ein Ingenieur berechnen, welchen Tag ein Plaz sich übergeben wird; mit dem Geheimniß über die Weiber zu siegen, wird ein Mann, der ans gut Glück bei dem Frauenzimmer ausgeht, leicht berechnen, auf welche Stunde seine Schöne fick ergeben muß. Es gibt in der That Pläze, die sich niemals er, geben, und Schönheiten die immer widerstehen; aber wenigstens können der Ingenieur und der Mann, der sein Glück bei den Damen versucht, sich alsdann trösten, daß sie die Theorie für sich haben, wenn auch die Praxis mißlang. Großbritannien. London, den 20. Juli. Die 3prvz. konfol, deren Kurs zu 69^, X eröffnet wurde, waren um 2 Uhr zu 90'/«, und es wurden viele Geschäfte darin gemacht. — Bevor H. Canning London auf einige Wochen verließ, hatte er mit den meisten Gesandten und fremden Ministern Konferenzen; er empfieng in einer Privat- Ludienz H. Ricketts, der auf dem Punkte ist, als Gen. Konsul Englands nach Lima abzureisen. — Man hat Depeschen aus Neu-Uork erhalten, die vom 20. Juni datrrt sind. Ein Bvstoner Journal meldet, auf Treue und Glauben von Nachrichten, die aus Lima über Panama angekommen sind, und das Datum der lezten Tage des Märzes tragen, daß Callas noch in der Gewalt der Spanier war, aber zur See von 7 Schiffen, und zu Land von 5000 Mann, unter dem persönlichen Kommando Bolivars,. blokirt wurde. — Der erste in englischer Sprache gedruckte Bü- cher'Katalvg ist vom Jahr 1595, und das erste Lcfe- Kabinet, oder die erste Leih-Bibliothek, wurde zu London im Jahr i7go eröffnet.. Spanien. Die rolumbischen Korsaren betreiben gegenwärtig ihren Kreuzzug vor Cadix so regelmäßig, als ob sie alle nur unter Einem Anführer ständen. Vier columbische Schiffe bleiben beständig vor Cadix; das geringste der, selben hat 18 Kanonen. Sie werden alle 14 Tage durch andere abgelöst, welche auö der Meerenge von Gibral- tar kommen. Griechenland. Der östreichische Beobachter vom 28. Juli liefert Aus, züge aus der Hydra-Zeitung (dem GesezeS-Freund) vom 20. Mai bis 5. Juni; wir entlehnen -folgenden Artikel (aus Nr. 119 deS Gefezes-Freundes): Hydra, den 3. Juni. Gestern früh erschien von Osten die byzantinische Flotte in der Richtung hinab, wärts, und unmittelbar hinterdrein erblickten wir die zweite Abthrilung unserer Flotte. Gegen Abend kam sie hinter unsere, Insel, und segelte sehr nahe vorbei , verfolgt von den Unsrigen. Sogleich segelten 9 Schiffe aus unserm Hafen, und die hier befindlichen Truppen unter dem Kommando des General Tasso nahmen die ndthigen Stellungen. Die Windstille hielt die beiden Flotten bis heute früh in der Nähe unserer Insel, als wir folgende offizielle Nachrichten vom Vize-Admiral Hrn. G. Sachtury (über das Gefecht am 1. Juni zwischen Cap d'Oro und der Insel Andrvs) erhielten: "Kaum war die byzantinische Flotte aus dem Helle- sporlt heraus, als wir einzelne Schüsse vor Mitylene wechselten. Am 1. d. M. aber lieferten wir ein allgemeines Treffen zwischen AndrvS und dem Vorgebirge des Kafarens (Cap d'Oro). Das Treffen begann um 3 Uhr nach Sonnenaufgang (8 Uhr Morgens) und hielt ununterbrochen an bis 12 Uhr (5 Uhr Nachmittags) so hartnäckig, daß man sagen könnte, daß es jedes andere übertraf. Um 9 Uhr (2 Uhr Nachmittags) durchbrachen wir die feindliche Linie, und sogleich stürzten zwei tapfere Dranderanführer, Kapitän Johann Matrvsu von Hydra und Kapitän Lazar Mußiu von Spezzia, über ei, neu feindlichen Zweidecker von 66 Kanonen, NamenS Hasenc Gemißt, her, theilten ihm das Feuer mit, und bald borst er mit großem Gekrache.« "Bald darauf fiel der Branderanführer, Kapitän M. Buti, von Hydra, vom linken Flügel unserer Flotte, über eine Korvette oder kleine Fregatte von 34 Kanonen her, zündete sie sehr geschickt an , und nach kurzem Lodern borst auch sie mit vielem Getöse.« "Der Zweidecker war befehligt von dem grausamen Arap Ali (Mohr Ali), der sammt den 800 Mann Be, sazung, ein Opfer der Flammen wurde. Das Schiff führte, wie wir überzeugt sind, sehr viele Kriegsvorräth« nach Patras, vieleLeitrrn zumSturmvon Messolonghi, und an 150 Artilleristen für besagte Festung. Die Be- sazung der Korvette bestand aus 300 Mann, von denen viele lebend gefangen wurden. Ihr Kapitän hieß Mis» sirli Mehmet (der Aegyptier Mehmet).« "Nach diesem Seetreffen gerieth der Feind in große' Unordnung, und wird von uns in einem fort verfolgt. Von den tapfer» Brandprfühmn si«d drei gMiebeu, uus vier verwundet worden, als die Barken vor dem Brande des Zweideckers flohen.« "Der Flügel der feindlichen Flotte, den wir abschm't- ten, bestehend aus 20 Schiffen, Briggs und Goeletten, ist nach Caristo (aufNegropont) geflohen. Eine kleine Fregatte aber, mit einer Brigg, ebenfalls abgeschnitten und von einem unserer Brander verfolgt, verbrannte bei Syra. Der Topal-Pascha hat kaum noch seine halbe Flotte beisammen; die aus 52 Kriegsschiffen, und das übrige Transportschiffe, bestand.« Vor Mittag segelten bei unserer Insel vorbei, zwei spezziotische Kriegsschiffe, mit sich führend fünf Prisen, beladen mit Kriegs-Bedürfnissen und verschiedenen Maschinen. Gegen den Abend entfernten sich die zwei Flotten westwärts. Der Topal-Pascha scheint nach Patras segeln zu wollen, um seine Lager zu versorgen. Die ägyptische Flotte hat vor wenig Tagen die Kü, sie von Morea verlassen, und ist nach Suda, aufCan, dia, gegangen. Vereinigte Staaten von Nordamerika. Einer unserer Korrespondenten gibt den Schlüssel zu dem heftigen Berichte, der jüngsthin in der Revräsen- tanten-Kammer des Staates von Georgien gegen die Aentral-Regierung der Union erstattet wurde. "Der Staat von Georgien, sagt er, hätte schon lange gewisse Ländereien gern an sich gebracht, die der indianischen Nazion der Creeks (Muskogulgen) gehören. Da aber die Regierung der Vereinigten Staaten sich verpflichtet hat, diese Indianer gegen jede Art von Ungerechtigkeit zu beschüzen, so duldet sie nicht, daß der Staat von Georgien diese Landstriche anders als durch einen gütlichen Vertrag erwerben. Da einer der indianischen Häuptlinge vor einiger Zeit den Georgiern jene Ländereien abgetreten hatte, so versammelten sich die andern Häuptlinge der Creeks, und nach ihrem Brauche bei solchen Umständen, bestraften sie den mit dem Tode, der rn eine solche Unterhandlung sich eingelassen und das Land abgetreten hätte, ohne vorher die Einwilligung der Majorität der Häuptlinge der Nazion erhalten zu haben. Der Gouverneur von Georgien behauptet: da die Abtretung statt gefunden hätte, so habe die Zentral-Regie- rung der Vereinigten Staaten nicht das Recht, in diese Angelegenheit sich hineinzumische»; dagegen besteht diese lezterc auf Folgendem: "Da dieser Kauf nach dem Gebrauch der Indianer widergesezlich und es möglich ist, daß der Häuptling, der das Land abtrat, bestochen wurde ; auch die Nazion der Creeks sich wirklich weigert, die Abtretung zu bestätigen, so ist es Pflicht der Zen- tral-Negierung, nicht zu erlauben, daß der Abtretungs- Kontrakt vollzogen werde, indem er widergesezlich ist.« "Dieß ist der Hauptpunkt des Streites; und obgleich der Gouverneur von Georgien und das georgische Ko« mite, das über diesen Gegenstand an den gesezgebenden Körper Bericht erstattete, hiermit ällf eine listige Art einen Angriff gegen die Richter des obersten Gerichtshofes der Bereinigten Staaten, nebst der schwierigen und oft auf die Bahn gebrachten Frage, die Sklaverei be- treffend, vereinigt hatten, so stehen doch diese zwei lez« ten Punkte mit dem im Prozeß liegenden Gegenstands in gar keinem Zusammenhang. "Diese beiden Punkte scheinen in der Thal eingeschoben worden zu seyn, um die Sympathie der andern südlichen, so wie auch einiger westlichen Staaten, zu Gunsten Georgiens anzuregen. Die Staaten, von denen wir reden wollen, sind diejenigen, wo daS Gefez die Sklaverei duldet. Alle diese Staaten aber haben in ihrer Konstitution einen Keim der Schwachheit, der sie hindert, für die Jentral-Regierung als Feinde furchtbar zu seyn; denn ihre eigenen Sklaven würden bereit seyn, die Waffen gegen sie in einem Kriege zu ergreifen, den ihre Herren führten, um die Sklaverei in Georgien zu verewigen. Der Mangel an Zutrauen in die Sklaven ist so groß, daß, als jüngsthin zu Savannah, der Hauptstadt von Georgien, eine Feuersbrunst auSbrach, die weiße Miliz Befehl erhielt, unter die Waffen zu treten, während zugleich der strengste Befehl ergieng, daß kein Sklave ausserhalb der Wohnung seines Herrn sich solle blicken lassen. "Man kann zu diesen Beobachtungen noch hinzufügen, daß dieser Streit zwischen Georgien und der Aen- trak-Regierung zu Washington bis auf einen gewissen Punkt mit dem lezten Kampfe, betreffend die Wahl ei, nes Präsidenten der Vereinigten Staaten, zusammrn- hängt. H. Crawford, einer der Mitbewerber, ist ein geborner Georgier, und der General Jackson, ein anderer Nebenbuhler des erwählten H. Adams, ist aus Te« nessee gebürtig. Georgien und Leneffee aber sind Staaten, die Sklaven haben». Im Ganzen schließt unser Korrespondent, daß dieser Zwist keine Gefahr für die Fortdauer der nordamerikanischen Konföderation darbietet, und daß, wenn diese sich einmal auflösen sollte, die Auflösung aus andern, mächtigem und entferntem Ursachen herrühren werde. (New-Timcs.) Auszug aus den Karlsruher Witterungs- Beobachtungen. 3. Aug. Barometer Therm. Hygr. Wind. M. 6 27 Z.1l,2ö. 17,0 G. 41 G. NO. M. 3 27 Z.10,SL. 25,0 G. 32 G. NO. N. 10 27 Z. 10,4 L. lö,SG. 27 G. NO. Wenig heiter, abwechselnd mehr und weniger bewölkt und windig, Nachts wenig heiter, im Süden star, kes Wetterleuchten. So nennen die Griechen den Kapudan-Pascha, well er etwas hinkt; sei» Name iß bekanntlich Ebvörew Pascha. Tode«.Anzeige. Mit rettükreyi Herzen mache ich meinen hiesige« «ad 1193 uuswäeligm Freunden und Bekannten den am r. b. M., AbendS io Uhr, erfolgten Tod meines theuren Gatten, Christian Wilhelm Nothardt, bekannt. Zch danke für all« dem Seligen in seinem Leben erwiesene Freundschaft und Liebe, besonders aber für die während seiner Leiden ihm von vielen zu Theil geworden» so warme Theilnahme, welche ich nie vergessen werde, und empfehle mich und mein Kind ihrer fernern Liebe und Gewogenheit. Karlsruhe, Len 3. August 1825. Liselke Nothardt, geb. Mezner. Schwetzingen. sAufgefundener Leichnam.) «in ,0. d. M- wurde bei Ketsch eine männliche Leiche gelandet , welche wahrscheinlich bei'm Baden verunglückte. Allcn- fallsiger Nachfragen wegen werden nachfolgende Kennzeichen angeführt: Der Leichnam war, mit Ausnahme eines rothen baumwollenen, weiß und blau gestreiften, schon ziemlich alten, a» einer Stelle etwas zerrissenen und mit l ki bezeichnet!!» Sacktuches, welches um die Lenden gebunden war, ganz entblößt; hatte die Länge von 5 ' und einigen Zollen, und zeugt von einer starken, regelmäßigen Körperkonstitution des Verunglückten. Die Kopfhaare, ziemlich kurz geschnitten, sind von hellbrauner Farbe, und in den Ohren des Entseelten befanden sich kleine goldene Ohrringe von gewöhnlicher Faxen- DieGeslchlSzüge waren, wegen schon sehr stark vorgeschrittener Fäulniß, ganz unkenntlich. Schwetzingen, den 22. Juli »» 25 . Großherzogliches Bezirksamt. Vierordt. Rastatt. fDiebstahl.) In der Nacht vom 3 o. auf den Si v. M. wurde einem Bürger in dem herwärrigen Orte HügelSheim folgende Effekten mittelst Einbruchs von unbekanntem Lhäier entwendet: i) 4- Ellen ireißgebleichtes hänfenes Tuch; s) zwei rothgrstreific baumwollene Halstücher, ohne Zeichen, das eine ganz neu, das andere getragen; 3 ) ein Paar getragene MannS-evchnallen. Dieses wird zur Fahndung auf die gestohlenen Gegenstände und b«a Thätcr öffentlich bekannt gemacht. Rastatt, den -. Aug. 1625. GroßherzoglicheS Oberamt. Müller. Dnrlach. sBekanntmachung, die Einlösung fälliger Kreis-Kriegsschuldscheine Herr.) Von den ave xvrtsur laufenden diesseitigen KreiS-KriegSschuldschei- ricn sollen folgende Scheine: Nr. 77, 9g, r°6, 10g, rro, ,r 3 , »7, r 5 g, 140, I4>, 173 und 270, von heute an, in einem Vierteljahr, »urückbezahlt werden. Die Inhaber derselben werden daher aufgefordcrt, sich in dem bezeichneten Zeitpunkt bei dem KrciS- KriegSkaffe-Verrechne», Registrator Mo ll dahier, der Rückzahlung wegen, zu melden. Dnrlach, den 2g. Juli 1828. Direktorium des Murg- und Pstnzkreises. Kirn. KilliSseld. fAnzeige.) Nächsten Sonntag, den 7. August, wird die sogenannte Sichelhünge mit besonderer Feierlichkeit hier gehalten werden; und sodann jeden Sonntag, bis zum Späijahr, nebst Tanzmusik, etwas Neues hier zum Vorschein kommen; wozu hbflichst einladet, und sich zahlen- chen Zuspruch, wie an Werklag-Abende», verspricht, Bauer. Karlsruhe. fAnuige und Enivfehlung.) Da ich Unterzeichneter das Geschäft meines Stiefvaters, des Tapezier Hüttisch übernommen habe, so nehme ich hieraus Veranlassung, mich einem vcrehrlichen Publikum sowohl alS Tapetenfabrikani mit der Auswahl eigener und ausländischer Tapete», so wie im Tapezieren selbst, bestens zu empfehlen. Johann Bruder, wohnhaft in der Durlacherthor-Straße Nr. 4g. Karlsruhe, fAnzeige.) In meinem bekannten Kom- missionS-Lagcr ist, von erster diesjähriger Bleiche, neue Zufuhr in hänfener schweizer-, leder- und holländischer Leinwand, gewöhnliches und DamastgebilS angekommen, wodurch ich mei- nen Abnehmern gute Auswahl und billige Preise versichern kann. Löw Homburg er. Karlsruhe. fWarnung.) Da mir schon öfters Forderungen gemacht wurden, die ohne mein Wissen von meinen Leuten auf mich kontrahirt'worden; so bringe ich hiermit zur öffentlichen Kcnntniß, um allen Irrungen vorzudeugcn, daß man keinem meiner Leute, ohne Ausnahme, die auf mich oder meine Frau borgen wollen, ohne das daare Geld dafür zu entrichten, etwas verabfolgen lassen soll. Ebenso warne ich Jedermann, Bestellungen, von was für Art sie sind, anzunehmen oder zu verfertigen, ohne vorher von mir oder meiner Frau die Erlaubniß dazu erhalten zu haben, indem ich sonst keine Zahlung leiste» werde. Karlsruhe, de» 26. Juli 1628. Theodor Oehlenheinz. Karlsruhe. fA n stell un gs-Gesuch.) Ein Frauenzimmer von guter Herkunft und Erziehung, der Französischen Sprache vollkommen kundig, worin sie seit mehreren Jahren» mit allem Beifall und Zufriedenheit Unterricht erihcitt hat, auch in allen weiblichen Arbeiten wähl erfahren, und im Stande ist, über tadellose Aufführung die cmpfchlcndsten Zeugnisse vorzulegen, wünscht bei einer Herrschaft als Gesellschafterin, oder als Gouvernantin der Kinder, gegen annehmliche Bedingnisse eingestellt zu werden. DaS Nähere ist im Jeitungs- Komptvir zu erfragen. Karlsruhe, fLehrlings-Gesuch.) In ein hiesiges Kolonialwaarcn-Geschäfr wird ein mit den nöthigen Vor- kenntnissen versehener junger Mensch in die Lehre gesucht. Im Jeitungs-Komptoir das Nähere. Karlsruhe- s Auffo r d erung.) Johann Michael Kümmcrlc, von Gärt ringen, dessen jetziger Aufenthalt unbekannt ist, hat verflossenes Frühjahr » Fäßchen Ma- tericilwaarcn (mit einem kaufmännischen Zeichen) Nr. 6Z4, Werth 5 g fl. 46 kr., in Ludwizsdurg geladen, um cS nach Karlsruhe zu bringen; da solches aber bis jetzt nicht adgclie- ftrt worden ist, so wird derselbe Kümmerte hiermit auf- gcfordert, Auskunft über diesen Gegenstandzu geben. Karlsruhe, den 1. August »828. Heinrich Rosenfeldk. Pforzheim. sGlocke zu verkaufen.) EineGlocke, es. go Pfund schwer, von vorzüglichem Klang, nebst beschlagenem Joch und Glockenschwingel, ist zu billigem Preis bei Joh. A. Benkieser in Pforzheim zu kaufen. Etwaige Liebhaber dazu wolle» sich an ihn wenden. Mannheim. sEmpfehlun g.) Den verehrten bieff- gen und auswärtigen Handelshäusern empfehle ich meine Leig- waarcn-Fabrikate, nämlich: schönste weiße und gelbe spanische Nudeln und - - - - Macaront in ganz vorzüglicher Qualität, vollkommen nach der Art, wie diese in Frankreich und Italien bereitet werden, wo ich während meinem mehrjährigen Aufenthalte mir in einigen der bedeutendsten Nudel-Fabriken diese Kunst eigen gemacht habe. Die Peeise werden so nicdig gestellt, daß sie auch in entferntem Gegenden gute Rechnung geben werden. Man beliebe 1194 sch wegcn denselben an das diesige Handlungshaus I. C. «rohe zu wenden, bei welchem ich ein vollständiges Lager errichtet habe, welches alle einkommenden Aufträge auf das Beste und Prompteste aussühren wird. Marnheim, den 27. Juli 262S. Johann Gräber, Bäckermeister. Durlach. (Gasthaus-Verkauf.) Unterzeichneter ist gesonnen (wegen DnSverwechslung) sein eigenthümliches Gasthaus zum Rappen, mit ewiger Schildgerechtigkcit, nebst Scheuer, Mallung, Hintergebäude und gewölbtem Keller, mir aller Augehbrdte, entweder aus freier Hand zu verkaufen, oder auf Montag, den 26. Sept. d. I., auf hiesigem Ralhbause, unter annehmlichen Bedingungen, Nachmittags um 2 Uhr, versteigern zu lassen. Lurlach, den 1. August -L- 5 . Philipp Märcker, zum Rappe». Eich.terSheim. fW i rt Hs ha us - Ve rkauf 0 d e r Versteigerung.) Unterzogener ist gesonnen sein tu dem Grundherr!, v. V enn i ng c n scheu schönen Orte Eichtcrsheim, Amtsbezirks Wiesloch, gelegene Gastwirthshaus zum goldenen Rössel jammt Zubehördc, entweder aus freier Hand zu verkaufen, oder bis den 22 Aug. d. I., Nachmittagt 2 Uhr: in Loco Eichtcrsheim, allda auf dem Rathhause, unter sehr annehmlichen Bediiignissen, öffentlich versteigern zu lassen: Dasselbe bestehet: ») aus einem mitten im Orte massiv von Stein erbauten und sehr geräumigen zweistöckigen Haus, vornen die Hauptstraße und hinten mit dem Garten auf eine lebhafte Nebenstraße stoßend, einer Scheuer, 2 geräumigen Ställen, worunter ein doppelter, welcher ganz bequem zu einer Bierbrauerei oder Branntweinbrennerei eenzu- richten ist; I»f 4 Schwcinställen, ganz von gehauenen Steinen; «) 2 großen geräumigen Keller, und einer Holzremift; ä- einem gleich hinrer der Scheuer anstoßenden hübschen Baum - und Gemüsganc», ohngefähr ,1/2 Vrtl. Mrg., worin 5 » bis 40 meistens tragbare Öbstbüuwe von edlem -Übste sich befinden; im unter» Stock des Hauses befindet sich sodann «) eine große Halle — oder Einfahrt in den geschloffenen Hof, ein sehr geräumiges WitthSzimmcr, 2 kleinere Zimmer, wovon das eine ganz zur Bäckerei eingerichtet, nebst einem Backofen und » Küche; — im zweiten Stock eia großer Saal mit Nebenzimmern, einer Küche und noch 5 Logiszimmern; — so auch oben einige sehr geräumige Speicher. Dieses Haus ist wegen seinem großen Raum und bequemen Baulichkeiten zu jedem Geschäfte geeignet. Eichtcrsheim, ven 28. Juli 282S. Becker. Rastatt. (Frucht-Versteigerung.) Donn.istag, den 11 Aug. 1824, Vormittags um 3 Uhr, werden bei dies- fciiiger Domalncnverwaliung 200 Mltr. Korn, 20 - Spelz, 26 - Haber, gegen bei der Abfassung zu leistende baare Bezahlung, öffentlich versteigert, wozu man die Liebhaber zur Einfindung auf obigen Tag und Stunde einladet. Rastatt, > den 21. Juli 162z. Großherzogliche Demainenvcrwaltrmz. Siegt. Pforzheim, s Fruch t-V ersteig erun g ) Mon- 1 «z, der» »L. S.M , Vormittags um 20 Uhr, werden auf dem hiesig herrschaftlichen Speicher, gegen bei der Abfassung zu leistende baare Zahlung Soo Mltr. Dinkel und 200 - Haber parthfenweise versteigert; wozu die Liebhaber hiermit elngela- den werden. Pforzheim, den 2. August 1826. Großherzogliche Domainenverwaltun-. C r e c e l > u S. Oberkirch. sFrucht-V ersteigerung.) Donnerstag, den 11. August d, I., Vormittags 10 Uhr, werden vom hiesig herrschaftlichen Speicher 20 Vrtl. Korn und 20 - Haber öffentlich versteigert werden; wozu sich die Liebhaber auf de«- Bureau der Unterzeichneten Stelle einsinden wollen. Hberkirch, den So. Juli 182s. Großherzogliche Domainenverwallung. A. A. E v ß e l c. Emmendingen. (Wein-Versteigerung.) Dienstag, den g. Aug. d. I-, werden aus hiesig hcrrfchasil. Kellerei, uns zwar Morgens g Uhr, S4 Saum 1625er Weiherbcrger Wein und Soo - 2824er Gefällweine öffentlich versteigert, und bei annehmbaren Geboten ohne Ra- tiftkationsvokbehalt sogleich loSgeschlagcn werden. Emmendiiigeo, den 25 Juli 182Z. Großherzogliche Svniainenverwaltting. Barbo. Bruchsal. (Wein-Versteigerung.) Am Mittwoch, den 17. Aug. d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden gegen 20 Fuder 2823er und 2624er rein gehaltene Weine versteigert. Bruchsal, de» 29 Juli 182Z. Großherzogliche Domaincnvcrwaltung. Rochlitz. Heidelberg, s M ü h l e-Vc rste i g e ru» g.) Dir dem Müller Johannes Müller zugehörige, dahier am N>-- ckar in der Siabr unterhalb der Brücke liegende ErbbestanL». Mühle, Pststermühie genannt, sä eines 4L Ruthen Flüchen- gchalt, dann dabei liegendem Garten »822 Ruthen, wird den 22. August l. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigcm Rathhause, wiederholt versteigert, und »sln» rstiüestioiiL sogleich zngcschlagen. Heidelberg, den 1. August 1824. Großherzogltcher Stadtrath. Lombarden». Ettenheim. (Haus-Versteigerung.) In Ge« mäSherr hoher Verfügung der Großherzogliche» Hofoömaincn« kamnier wird das hiesige seitherige.Amihause, welches-eine für mancherlei Gewerbe sehr vvrrhetlhasle Lage aus dem Markt- Platze har, Dienstags, den 26. Aug. d. I., Vormittags g Uhr, öffentlich auf dem RathhauS an den Meistbietenden versteigert. Dasselbe besteht: 2) In Behausung, sammt Hof, Stallnng, Waschhaus, HolzremiS und Keller, worin eirca Soo Ohm Faß gelegt werden können. 2) Im untern Stockwerke befinden sich 5 Zimmer, wovon' 2 heizbar sind. 3 ) Das zweite Stockwerk enthält 7 Zimmer, wovon 6 geheizt werben können, eine Küche und Speisekammer. Ausser den gewöhnlichen Bedingungen, welche bei verKäufs« Verhandlung eröffnet werden, wird ftftgescHt, daß das HauS von dem Käufer erst zu Ende Septembers bezogen «erden 1195 kann, und sich Auswärtlgt M legalen DermhzenSzeügniffen auszuweisen Hilden. Euenheim, den 3 o. Juli i 9 r 5 . Großherzogliche Domainenverwaltung. Fici n e r. Durlach. (WirthShaus-VersteigesUngzuHo- henweerersbach.) Das in die Gainmaffe des Pierre Jour van gehörige Wirlhshaus mit der Schildgerechiigkcit zum Hirsch, welches in einem zweistöckigen Wohnhaus, worin sich zwei große Kornboden, im obern Stock ein Tanzboden und drei geräumige Zimmer nebst zu'ichc, im untern zwei große Stuben, eine Kammer, eine Me,e und Küche, sodann unter dem Hause zwei große Balkenkcller befinden, in einer großen, neu von Stein gebauten -scheuer, in einem neu gebauten, zu'Stallung von 7 bis 8 Stück Vieh eingerichteten Stalle und in 4 Schweinställen besteht, und auf einer kleine» Anhöhe nächst Hohenwettersbach in angenehmer Umgebung liegt, wird Montag, den 6. Aug. d. I,, im Hause selbst öffentlich versteigert werden. SteigrrungSlicbhaber werben hiervon in Kenntniß gesetzt, damit sie sich an obigem Tage Morgens 8 Uhr, Auswärtige mit zureichenden Vcrmögcnszcugniffen einfinven mögen. Die gerichtliche Schäzung des Hauses ist 1200 fl., und die nähern Bedingnisse werden vor dem Vcrsteigcrungsakt bekannt gemacht. Durlach, den 16. Iuir 182Z. Großherzogliches Amtsrcvijorat. K l a i b c r. Durlach. (Aufforderung) Der unterm 26. Nov. v. I. ohne Nachkomme» gestorbene Bürger Marlin Kayser von Grünwetlersdach hat einen leztcn Willen hintcrlassen, worin er seine Stiefkinder zu Erben seines Nachlasses einsetzt. Da man gesetzliche Erben desselben nicht kennt, so ergeht hiermit an diejenigen, welche ans irgend einem Grunde Rechte an den Nachlaß zu haben glauben, die Aufforderung, dieselben binnen 6 Wochen von heute an bei urterzeichncter Stelle um so gewisser anzu- bringen, als sonst genannter lezter Wille rechtsgültig erklärt und die Verlassenschaft nach MaSgabe desselben ausgetheilt werden würde. Durlach, den 10. Juli 1825. Großhrrzogliches Oberamt. Baumüll er. Ettlingen. (DieCrncuerung der Unter« psanbsbücher von Mörsch, Neuburgweier und Forchhetnibetr.) Da der zu Erneuerung der Unterpfandsbücher von Mörsch, Neuburgweier und Forchhheim durch diesseitige» Beschluß vom 14. April v. I., Nr. 5699 anberaumte Termin verflossen, und die fragliche Erneueruiig beendigt ist, so wird nunmehr gegen jene Gläubiger, welche ihre ans den Liegenschaften gedachter drei Gemeinden ruhenden Unterpjaiids- rcchte inzwischen nicht geltend gemacht haben, das in obigem Beschluß angedrvhte Präjudiz ausgesprochen, und werden die betreffenden Ortsgerichte don aller Hastungsverbindlichkeit für die nicht angemcldeten Pfandrechte -hiermit entbunden erklärt. V. R Bk Ettlingen, den 24. Juli 182-5. Großherzogliches Bezirksamt. B. V. d. A. Kirn. Achern. (Abhanden gekommene Obligatio n.^s Die von dem Ignaz Stribel zir Sasbach seinem Einsteher bei dem Großhcrzvgl. Militär, Joseph Stirner von Sas- dachwaldcn, unterm 1. April 1809 über Zoo fl. Einstandskapital auf verschiedene Grundstücke des Stribel ausgestellte Obligation ist abhanden gekommen. Auf Andringcn der. Erbe» des Stirner werden daher die Besitzer derselden, oder alle dlejefllgtn, welche an diese Obligation au» irgend einet» Grunde Ansprüche machen zu können glaube», aufgesorderl, Ach binnen Z Monaten zu melden, und ihre Rechte auSzuführen; andernfalls die« selbe für amorttsirr erklärt, und die Erlaubniß zur freien Ver« äusserung der darin versetzten Güter crtheill wird. Achcrn, den 22. Juli 1826. Großherzogliches Bezirksamt. K e r n. Sichern. (Mundtodt-.Erklärung.) Franz Joseph Huber von Waldulm wird für mundiodt im ersten Grad erklärt, und ihm der Bürger Michael Huber von da zum Pfleger gesetzt, ohne dessen Mitwirkung er keine der im Land- recht S. 5 iZ ausgeführten Handlungen gültig vornehmen kann.' Sichern, den 2 Juli 182?. Großherzogliches Bezirksamt. Kern. Karlsruhe. (Bekanntmachung.) DemBierwlrttz Friedrich Scheel mann senior ist nach Landrecht Satz 49g der Seifensieder Wllhem Burkhardt dahier als Beistand beigegcdcn woroen, ohne dessen Mitwirkung die in gedachtem Landrechiösatz genannten Geschäfte bei Strafe der Nichtigkeit nicht mit ihm abgeschlossen werden dürfen. Karlsruhe, den 28. Juli 182a. Großherzogliches Stadtamt. B aumgärt » er. Karlsruhe. (Schulden-Liquidation.) Ueber den Nachlaß des verstorbene» Kassedieners,Leonhard Bürgt ist der Kvnkursprozcß erkannt, und werde» die sämmtlicheii Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen und Vorzugsrechte bei der in- diesseitiger Amtskanzlci auf .... Freilag, den 26. Aug. d I., Vormittags 6 Uhr, angevtdneren Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse, zu liquidlren. Karlsruhe, den 26. Juli «825. Großherzogliches Stadtamt. B a u m g ä r t n e r. Heidelberg. ( S ch ul dcn-L i qu i d a ti 0 n.) Durchhohen Beschluß des hochvrelßiichen, Hofgcrichts in Mannheim vom >8. d. M., Nr. S4Z7,, l Gen., wurde gegen die Aer- laffcnschaftsmaffc des verstorbenen — zu Rcichenbach, Ober- amtS Seclbach gebürtigen — Pfarrers Franz Anion Mü l l e r in Schönem Gant erkannt, und Unterzeichneter Stelle der besondere Auftrag crtheilt, den Ganiprozeß zu instrüiren. - Diesem hohen Aufträge zu Folge werden sämmttiche dahier noch nicht bekannte Gläubiger des verstorbenen Pfarrers M ül- lcr aufgcfordcrt, ihre Forderungen, unter Vorlage der Be- weiSurkunben entweder in Person, oder durch gehörig Bevollmächtigte , Freitag, den 2. Sept. d. I., Morgens g- Uhr, auf diesseitiger AmtSkanzlei richtig zu sittlen, bei Vermeidung des Ausschlusses von der vorhandenen Masse resp. Der- lust ihres Vorzugsrechts. Heidelberg, den 21. Juli ,628. Großherzogliches Landamt. N e u in a n n. Oberkirch. (Schulde n-Liquidatio n.) Gegen Sebastian Männle zu Nußbach ist Gänt erkannt ; die Gläubiger werden hierdurch aufgefordcn, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse, Mittwoch, den 17. August d I., Morgens 7 Uhr, ihre Forderungen und Vorrechts-Ansprüche anzunielden, nnd zu begründen. Oberkirch, den ,Z. Jull ,828. Großherzogliches Bezirksamt. F auler. 1196 Lberkirch. fSchulden-Liquidatkon.) Gegen Franz Heuberger zu Gaisbach ist Gant erkannt; die Gläubiger werden hierdurch aufgefordert, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse Samstag, den -o. Aug. d. I., Morgens 6 Uhr, ihre Forderungen und Vorrechtsansprüche anzumelden und zu begründen. Oberkirch, den 20. Juli 1828. Großherzogliches Bezirksamt. Fauler. Oberkirch. sSchulden-Liquidatkon.) Gegen die Lorenz Lindcrersche Eheleute zu Gcisbach ist Gant erkannt. De« Gläubiger werden hierdurch aufgefordert, bei Vermeidung HeS Ausschlusses von der Masse Mittwoch, den 24. August d. I., Morgens 6 Uhr, ihre Forderungen und Vorrechtsansprüche anzumelden und zu begründen. Oberkirch, den 20. Juli ,828. Großherzogliches Bezirksamt. Fauler. Oberkirch. sSchulden-Liqui dation.) Gegenden Sauerwaffcr-Fuhrmann Ignaz Bruckcrt und dessen Ehefrau Justin« Göttler von Qppenau ist Gant erkannt. Die Gläubiger derselben werden daher aufgefordert, ihre Forderungen und DorzugSansprüche am Samstag, den 27. August d. I., Morgens 8 Uhr, Dahier anzumelden und zu begründen, bet Vermeidung deS Ausschlusses von der Masse. Lberkirch, den 2g. Juli ,628. Großherzogliches Bezirksamt. Fauler. Bruchsal. fSchulden-Liquidation.) lieber das Vermögen des gewesenen Stadibürgermcisters Deklnger zu Lnrerbwisheim ist der Gantprozeß erkannt, und Termin zur diesfallsigen Liquidation auf Donnerstag, den 16. Aug. d. I., Morgens 6 Uhr, festgesetzt; dessen etwa noch unbekannte Gläubiger werden hierzu mit der Auflage, ihre in Handen habende Schuldurkunden mitzubringen, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant- Niaffe anher vorgeladen. Bruchsal, den 18. Juli 1828. ^ Großherzogliches Oberanit. Lang. Müllheim. sEd i kt alladun g.) Rosina Barbara Bauer»!»« von Niederweilcr, welche im I. »612 mit einem Französischen Hauptmann nach Polen gegangen ist, und seit dieser Zeit keine Nachricht von sich gegeben hat, wird an- durch aufgefordert binnen Jahresfrist über ihr zurückgelassenes Vermögen entweder persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte um so gewisser Dispositionen zu «reffen, als man sonst sie für verschollen erklären, und ihr Vermögen ihren gesrzlichen Erben i« fürsorglichen Besitz überantworten werbe. Müllheim, den 28. Juli >828. Großherzogliches Bezirksamt. W u n d t. Emmendingen. sVerschollenheitS. Erklärung.) Karl Raupp von Nieder-Emmendingen, welcher durch diesseitige Verfügung vom 26. April 1824 öffentlich auf- gefordert ist, sich dahier zu stellen oder Nachricht von sich zu ««heilen, wird nunmehr, nach fruchtlos umflossener Frist und auf Betreiben seiner nächsten Anverwandten, für verschollen erklärt und diesen sein zurückgelassene- Vermögen in fürsorglichen Besitz gegeben. Ellmendingen, den 7. Juli 1828. Großherzogliches oberamt. Stößer. Stocka ch. sVerschollenheitS - Erklärung.) Nachdem der unterm r8. Juli v. I. öffentlich vorgeladene Simon Klotz, von Mainwangen, in der gesetzlichen Frist nichts weiters von sich hat hören lassen, so wird er nun für verschollen erklärt, und sei» Vermögen den Erbberechtigten in fürsorglichen Best; gegeben. Stockach, den 26. Juli 1828. Großherzogliches Bezirksamt. Mo rS. Radolphzell. sDienst-Antrag.) Eine Aktuars- stelle, mit 3 oo fl. jährlichem Gehalt, und den Accidenzicn von der Sportelrechnung und Besorgung der Registratur, wird mit 28. Oktober d I. bei hiesigem Bezirksamt vakani; rezirirte Scribcnten, mit Führung der Sportelrechnung und Besorgung der Registratur vertraut, können sich, unter Vorlegung ihrer Sitten- und FähigkcitSzeugniffe, bei Unterzeichneter Siellr hierwcgcn melden. Radolphzell, den 2Z. Juli 1828. Großherzogliches Bezirksamt. R i g g l e r. Königs. Baier. Lotterie-Anlehen. Zu der Anfangs September v. I. und den folgenden Iah, ren bis 1684 in München statt habenden Verloosung der K. B. unverzinslichen 10 fl. ,Loofe, welche di« Preise vor» fl. 5 o,ooo, 80 000, 8o,voo, 20,000, 20,000, 20,000. »0 « 4000, 20 ä r 5 oo, 3 o » I»oo u. s. w. enthalten, sind bei »Air Original-Loose, für sämmtliche Ziehungen gültig, » ,2 fl. pr. Stück, zu haben. Ein jedes dieser Loose, welches am Ende aller Verloosungen nicht herausgekommeu ist, wird dem Inhaber mit io fl. baar zurückbczahlt. Nach der diesjährigen Verloosung nehme ich solche L,0 fl. wieder zurück. I. Bing )i-., ln Frankfurt akm, Bornheimer-Straße Nr. s». Worms. sWein-Versteigerung.) Montag, de» 22. August, Vormittags 10 Uhr, wird Herr Johann Adam Dietrich, in seinem Hause, in der kleinen Rheingaffe dahier, Lit. v Nr. 36 , nachverzeichnete, bestens und rein ge- haltene Weine, aus den vorzüglichsten hiesigen und andern Lagen, in öffentliche Versteigerung setzen, wovon die Proben vor und bei der Versteigerung gegeben werde«, nämlich; 0 hm. Jahrgang. . „ ^ . 7 »8>ger Wormser Andreasberger; ,» » » Liebfraumilch r i» » » Ka«erlöcher; 7 » » Traminer; 87 , aus verschiedenen Lagen; 7 » 8 » 3 er Wormser Eselsweger; ,»3 »822er aus verschiedenen Lage«; 74 , » » r» » Wormser Andreasberger; 7 , » Katerlöcher. Sa «bherr, Grßoherzvgl.Hrss. Nm»; Mttllger «Nh Drucker; PH. Macklot.