1657 Zeit» Karlsruher Nr. 352.' Dienstag, den IS. Dez. 1820: Sachsen. — Dänemark. — Frankreich. — Italien. ^Königreich beider Sizilien.) — Ocstreich. — Preusscn. — Spanien. Türkei. — Amerika. Königreich Sachsen.. Dresden, de» 8. Dez. Nachdem von Sr. Maj. dem Kaiser von Oesircich Ihr zeitheriger Gesandter am hiesige» Hofe, Graf von BombelleS, von hier abberufen, und an dessen Stelle der Graf von Palfy zu Ihrem ausserordentlichen Gesandten und bevollmächtigt, n- Minister aUyi'er ernannt worden, so haben Se. Maj. der König beiden am Z. d. besondere Audienzen crthnlt, und von dem-erster» das Rappelschrciben, m n dem leztern aber das Beglaubigungsschreiben in Empfang genommen. Dänemark. Kopenhagen, den 9. Dez. Dem Vernehmen nach werden jezt in den Herzvgthümeru Schleswig und Holstein Behufs der preuß. Kavallerie 6000 Slük Pferde «ufgekaust. Frankreich. Paris, den 15. Dez. Der König hat gestern- mehreren Personen Privalaudienzen geg.ben, unter andern dem von Bordeaux hier wieder angekommenen Staatsminister und Deputaten Laine^. Das Programm über di F.ierlichkeiten bei der heil. Geist-nesse am 18., und bei der Ervfuung der diesjährigen Session der beiden Kammern durch eine Rede deS Königs vom Tbrone ist bereits erschienen. Auch hat die Ouästur der Deputirtenkammer die anwesenden Deputir- ten benachrichiigt, daß nächsten Sonntag, am 17. d., eine vorläufige Ausammenkunfl in dem Konferenzsaale statt finden werde. Der Moniteur theilt die Namen von sieben Marktweibern mit, die zu Paris mit fischen handeln, welche für 280 Fr. zum Ankauf deS dermalen der Familie des verstorbenen Fürsten Berthier geböngen Schlosses Cham- bord für den Herzog vo» Bordeaux unterschrieben haben. Eine Frau Sagri», Seefischhändlerin, hat sich für 100 Fr, unterzeichnet. Gestern standen hier die zu 5 v. h. konsolidirlen IvnbS zu 78)v, und die Bankaktien zu 1427! Fr. Das Londncr Blatt, ehe Times, erzähltdie neusten Ereignisse in.St. Domingo, nach einem Schreiben aus Ca? - Henri vom 15. Ski. also: Das Konrplof »var von 7 Ehest- schonseil2 Monaten gemacht, aber kasGe- hcimniß mit solcher Treu, bewahrt worden, daß keine fremde P-cst-n vor dem a-lSbruche etwas vavonersuhr. D:e- ! ser hatte am 6. Oit. Nrchtö statt. Gegend Abend ver« sammelten die Chefs alle Truppen, die Ilch in d.r Stadt kesanden , und ließen sie gegen die Hohe deä K- p rnar^ schieren (etwa 5 engl. Meilen), um für die Freiheit zu fechten.. Sobald der König davon Nachricht erhielt, schikte er einen Eilboten von Sans - Souci (wo er sehr krank lag), „IN denv Gouverneur seine. Befehle zu bringen; dieserwurdeabermitderAntwortzurukgeschikt, daß man ihnnichrmehralsKönig anerkenne. DerKonigließ nun seinen Günstling rufen, mit-dem Befehl, alleTcap- pen zu.versammlen, jedem 4 HollacS zu. geben, und sie gegen die Rebellen zu führen, die Kapstadt zu plündern, und alle Mulaiten und Weisscn zu ermorden. Am 8 Okt. kamen die königlichen Truppen auf der- Höhe des Kap, wo die Independenten standen, an; es. gab ein kl-ineS Scharmützel;, als aber die Empörten eine weifst Fahne aufsiekten, legten die Truppen deS Königs die Waffen nieder, und giengen zu ihnen über; ihr Anführer flüchtete sich, wurde aber nachher gefangen. AlS der König. Christoph dies hörte, in Sans-Souci nur feine Garde um sich hatte, und nicht entwischen konnte, so schoß er sich NachtS 11 Uhr mit einer PistvleeineKu- gel durch das Herz, und endigte so nach 17, Jahren fest ne tyrannische Herrschaft. Denn 1805 hatte er die Kapstadt in Brand, stecken, und alle Meisten ermorden lassen; seit 1605 hatte ec sich (zur Persislirung des damaligen Beherrschers von Frankreich und seines neuen Adels) zum Kaisen Heinrich kl, voir Hayti (der alle Name von Sr. Domingo) erklärt, und seine schwarzen Minister, den einen zum Herzog von Limonade, den andern zum Grafen von Orchade rc, lrnarmr, und sich bisher durch- 1658 fürchterliche Strenge in feiner unumschränkten Gewalt erhalten rc. Italien. Am 17. Nov. hatte im neapolitanischen Parlamente ein« merkwürdige Sitzung statt. Lapiano machte einen Antrag, a. die uralten sogenannten Colloquii, in welchen die Gemeinden ihre Munizipalitäten unter Dorsiz freigewählter Äekurionen erwählten, wiederherzustellen; d. Instruktionen für die Munizipalitäten zu verfassen, welche ihren Wirkungskreis und ihr Verhältnis! zu den Provinzialdepurakionen näher bestimmten , undderWill- kühr der Intendanten Einhalt thäien. Pepo net!) vor allem , daS Rundschreiben des Ministers des Innern vom 9« Sept. zu widerrufen. (Allgemeine Genehmigung.) Dragonetti laS eine Adresse der Prvvinzialde- putation von Abruzzo ll. ulteriore, worin das genannte Rundschreiben als offenbare Verletzung des §. 335 der Konstitution bezeichnet wurde. DieserParagraph spricht die Revision aller Kommunalrechnungcn den Provinzial- deputativnen zu, das genannte Rundschreiben aber er- thcilt den bloß aus drei Gliedern bestehenden Intendanz- räthen, meistens Anhängern des allen Systems, daS Recht, aste Materialrechnungen der Gemeinden vor ihr Forum zu ziehn, wodurch der Willkühr freies Feld geöffnet würde. Dragonetti schloß mit dem Anträge, den Minister des Innern in Anklagestand zu versetzen. Netti äußerte, die Anklage müßte vor dem Parlamenreangestellt werden, und Poerio bemerkte, nach dem R glement müsse die Anklage schriftlich eingereicht werden , und mit den nöthigen Belegen versehen seyn. Ein Beschluß hierüber wurde ausgestzt, hingegen auf Antrag Pepe's, Imbriani's, Incarnati's, Castagna's u. a. beschlossen, die Prvvinzialdepukationen mittelst einer vom Depuiir- ten Gualdi zu verfassenden Adresse aufzufordern, alle ihnen durch die Konstitution übertragenen Rechte und Befugnisse auszuüben. Netti bemerkte zwar, daß durch diese Adresse die Bürger aufgefordert würden, den ministeriellen Verfügungen nicht zu gehorchen; eS blieb aber bei dem Beschlüsse. Am 20. Nov. äußerten die Minister des Innern und der Finanzen, in geheimer Sitzung des neapolitanischen Parlaments, über die vorgeschlagene Verwendung der Kapitalien der frommen Stiftungen bis zum Betrag« von 130,000 Duk. ihr Gutachten dahin, daß aus den ersten verkauften Romainen jene Kapitalien erstattet, und bis dahin die Interessen richtig bezahlt würden. Der Antrag wurde demnach genehmigt. Ueber den Vorschlag, unter den zahlreichen Verhafteten ein Truglio zu treffen (Milderung oder Umänderung, oft auch gänzliche Erfassung der ursprünglich ausgesprochenen Strafe), erhoben sich lebhafte Debatten. Viele erklärten es für eine nvillkührliche Handlung, ein öffentliches Geständuiß der 'Schwache der Regierung , ein Ueberbleibsel aus den Helfe» der Barbarei. Es wurde mit 63 gegen 12 Summen verworfen. Dasselbe Schikfal hatte Mazziotti'S AlMag^die AuZbIahlungder GpadevperrsionrnPvrläu- fig zu suspenbirerl. DaS Parlament beschäftigte sich hierauf mit Abfassung der Kanditatenlisten zum Staats, rarhe; für rede Provinz wurden drei präsentitt, und eben so viel aus der Klasse der Priester und auö der Klaffe der Bifchöffe. Vertagung. Der ReichSverweser hat am 17- Nov. dem Dekrete des Parlaments, wodurch die Solderhöhung des Mi« litärs mit demlezten Oktober aufyoren sollte, seineZustim- mang gegeben. (Ein Theil dieser Solderhöhung war gleich Anfangs nur bis zum 30. Sept. versprochen worden.) Andre Verordnungen vom 15. und 17. Nov. ernennen die Kommandanten und Untennspektoren in den neun Militärdiviston.'n, und zum Eyefdes GeneralstabS den Obersten Franz Anton Wiuüpeacr. Der sranzbf. Moniteur vom ist. Dez. giebtdie 17 ersten §§. der neuen Konstitution von Neapel, so weit sie bereits vom Parlamente angenommen ist, oder die Konstitution der Eortes mit den für Neapel beliebten Modifikationen derselben. Die ersten st §§. sagen: Die Na-, tion des vereinigten Königreichs von beiden Sizilien besteht aus den sämmtlichen Völkerschaften von beiden Sizilien; sie ist frei und unabhängig; ße kann nie daS Eigenthum einer Familie oder einer Person seyn; dieSöu-, verainetät beruht wesentlich in der Nation, welch« das ausschließliche Recht hat, Grundgesetze zu machen; die Nation ist verpflichtet, durch weise und gerechte Gesetze die bürgerliche Freiheit, das .Eigenthum und die andern rechtmastgen Rechte jedes einzelnen, aus denen ste besteht, zu erhallen und zu beschützen. §. 5 —> 10 handeln von den Rechten und Pflichten der Bürger des Königreichs. §. 10 und 11 geben die Einteilung des Reichs in l5 neapolitanische und 7 sizilianische Provinzen, dir -elfteren mir neuen Namen. §. 12 sagt: Die Religion der Nation dcS vereinigten Königreichs beider Sizilien ist und wird immer seyn die katholische, apostolische, römische , allein wahre. Die Nation beschüzt ste durch weise und gerechte.Gesetze, und verbietet die öffentliche Ausübung jeder andern Religion. §. 13. DerZwek der Regierung ist das Giük der Nation. §. Ist. Die Regierung ist eine gemästgte, erbliche Monarchie. §. -G. Die Macht, Gesetze zu geben, ruht im Parlament, vereinigt mit dem König. Z. 16. Die Macht, die Gesetzt zu vollziehen, gehört dem König. §. 17. Die Gewalt, die Gesetze auf bürgerliche Zweifachen oder Keiminas- fälle anzuwenden, gebührt den durch-das Gesez errichteten Gerichtshöfen« O e st r e i ch. Wien, den 12. Dez. Se. k. k. Maj. haben Ihrem wirklichen geh. Rathr, Ignaz Freiherr» von S.ärmer, in Anerkennung seiner langjährigen, treuen und ausgezeichneten Dienste, dann insbesondere in Anbetracht der während seiner tüiährigen Anstellung als k. k. In- ternunlius an der oktomannischcn Pforte, bei verschiedenen Anlässen um daS Königreich Ungarn sich erworben«» Verdienste, das Jndigenat dieses Königreichs, mit Nachsicht der Taxe, zu verleihen geruht. 1659 Die Lemberger Zeitung vom 4. d. enthält folgende amtliche Nachricht: Se. k. k. Maj. haben'mittelst allerhöchster Entschließung auS Lroppau vom 2. v. M. die Lcmberger Universität zum galizischen Mitstande erklärt, und angeordnet, daß der Rektor derselben immerinden Versammlungen der Stände zu erscheinen habe. P r e u s s e n. Berlin, den 12. Dez. Der Marquis d'Alfieri, königl. sardinischer Geschäftsträger, ist von hier nach Wien abgegangen. Spanten. Madrid, den 4. Dez. Der Univ ersal macht folgendes kdn. Resccipl au den Finanzminister vom 27- Nov. bekannt: „Der König (dm Gort erhalten möge) hat mit Unwillen gesehen, daß der Spanier, Don I. Alvarez de Toledo, besserungsunfähig in dem treulosen und aufrührischcn Betragen, das ihm eine schimpfliche Zelebritäc gegeben hat, durch grobe Lügen verschiedene fremde Kabinette, vorzüglich aber Se. Maj. den Kaiser von Rußland, zu hiniergchm gesucht hat; er hat den erhabenen Namen des Königs zu mißbrauchen sich erkühnt. AuS diesen Ursachen wollen Se. Maj., daß genannter Toledo von dein Tage an, wo er Spanien verlassen hat, seine Pension zu genießen aufhdre rc. In Beziehung auf den nämlichen Gegenstand enthält daS Journal, MiScellanea, folgenden kön. Erlaß an die permanente Deputation: „Se. Maj. hören stets gern auf di« Vorstellungen der permanenten Deputation, und wissen die Offenheit und den Biedersinn , die in ihrer lezccn Adresse herrschen, ganz zu würdigen. Sie wissen, wie wenig sie auf auswärtige Verhältnisse Vertrauen setzen düefen, und daß Sie bloß in der Liebe ihrerVöl- ker eine wahre Stütze finden können; Sie haben daher den Minister-StaatSsekretär angewiesen, zur Kenntniß der Deputation alle Mittel zu bringen, welche ein Betrüger angewendet hat, um den Namen des Königs zu mißbrauchen, und sich au den Kaiser von Rußland zu wenden. Se. Maj., die selbst in auf Ihre eigene Person sich beziehenden Angelegenheiten gern den Vorstellungen der Deputation nachgeqeben paben, werden alle Personen den Gerichten übergeben lassen, welche durch ihre feindselige Gesinnungen gegen das konstitutionelle System vor Gericht gezogen zu werden verdient haben. Se. Maj. werden alle diejenigen aus Ihren Diensten entfernen, welche sich deS öffentlichen Vertrauens verlustig gemacht haben, und allen denjenigen die ernstlichsten Verweise geben, welche durch ihre Aensserungen oder durch ihr Betragen Anlaß zur Beunruhigung derGemüther gegeben haben. Se. Maj. fordern die Deputation auf, ihrer Seits zur Wiederherstellung des Vertrauens mitzu- wirken, das durch Bosheit und Leidenschaften erschüttert worden ist, gegen welche selbst alle Beweise nichts ver- moglen, welche der König von seiner Anhänglichkeit an das konstitutionelle System und von seinem Eifer für daS Glük der Nation, für welches ihm kein Opfer zu schwer fallen wird, gegeben hat." In verschiedenen Provinzen, besonders in Granada-, ist man neuen Versuchen und Umtrieben gegen das konstitutionell« System auf die Spur gekommen. Man will zum Theile wissen, es seyen Bullen hier angekommen, durch welche der päbstl. NuntiuS ermächtigt werde, den Klostergeistlichen Säkularisationen unentgeldlich zu ertheilen. Die Vollmacht dieses Prälaten soll sich für die Halbinsel auf 6 Monate, und für die.überseeischen Provinzen auf ein Jahr erstrecken. Türkei. Konstantinopel, den 12 . Nov. Bei der feierlichen Audienz, welche der neue englische Gesandte, Hr. Frcre, am 31. Okt. bei Sr. Hol), dem Großherrn erhielt, wurde ihm eine Auszeichnung, die nie eineni Gesandten vom zweiten Range, selten einem Großbot- schasten wiederfahren ist. Nachdem er seine Rede gehalten , nahm der Großherr selbst daS Wort, und besaht dem Wesster, waS er antworten sollte. Gewöhnlich er- theilt er diesen Befehl durch ein bloßes Kopfnicken. Hr. Frere dankt diese Auszeichnung sowohl dem freundschaftlichen Vernehmen, welches zwischen der Pforte und den» Lvndner Hofe stark hat, als der Achtung, welche ihm persönlich seine durch billige Nichgiebiqkeit gemilderte Festigkeit erworben hat. Lord Strangford wird hier in kurzem als engl. Botschafter erwartet. Ein Hr. Navoni, welcher die Funktionen als stzik. Agent versieht, machte einen Versuch, daS bekannte Zickularschrribsn deö Königs von Neapel, worin er versichert, daß er nicht gefangen sey, in die Hände deS G sß- herrn zu bringen; aber mau hat sich schlechterdings geweigert, eS anzunehmen. Endlich hat der Reis-EffmSl sich doch bewegen lassen, eine Abschrift in Empfang zu nehmen, aber dabei erklärt, die hohe Pforte sehr den Inhalt alS eine Zeitungsnachricht ohne alleS Interesse an. Ein neuer persischer Abgesandter ist in Nicomedi.» eingetroffen. Ec soll den Auftrag haben, Genugthuunz für eine ausserordentliche Beschimpfung zu fordern, welche einer Gemahlin des SchahS im vorigen Jahre in Erzerum begegnte. Der Abgesandte ist der greßbrit. Gesandtschaft durch den Geschäftsträger in TaheranaufS dringendste empfohlen. Amerika. Man hakte in Rio-Janeiro Berichte aus Lima vom ly. Jul. durch ein auS dem Hafen Calla» abgesegelteK und in 65 Tagen angekommenes Schiff erhalten. Damals war alles ruhig in Peru; man hätte dasilbst auf indirekten Wege die Wiederherstellung der Konstitution der CorteS in Spanien erfahren, und erwartete mitUnge- dult offizielle Nachrichten darüber. —> Die französische, auS dem Linienschiff Colosse von So Kanonen, der Fregatte Galatheft von 32 und der Korvette Echo von 20 Kanonen bestehende Eskadre war am 11. Sept. von Rio- Janeiro wieder abgesegelt. ES schien, sie würde sich nach Luenos-AyreS und dann nach Callas, dem Hafen von Lima, begeben. 1660 Auszug «l«S de« Karlsruher WitterungSveobachtungen. ^18. Dez. Barometer Thermometer Hygrometer Wind Witterung kübrrhaupt. Borgens Mittags ;z NachtS 10 28 Zoll I.^Lmien 28 Zoll 2 Linien 26Zoll Linien 1 /s Grad über 0 2 ^ Grad über 0 1.^ Grad über 0 ?2 Grad 71 Grad 70 Grad Südwest Südwcst Südwest trüb, sehr dünstig trüb, dünstig etwas heiter, sehr dünstig Zur Nachricht für Journal- und Zeitungs - Zirkel, Lese - Institute, Klubbs, Kaffeehäuser u. s. w. Der Unterzeichnete erlaubt sich, die Vorsteher dieser Anstalten aut die nachstehenden im Jahr 1821 in seinem Verlage erscheinenden Zeitschriften aufmerksam zu machen, und sie cin- tulaven, solche ihrer Beachtung zu würdigen. !. Literarisches Konversation S-Blatt. Groß 4. Don diesem Blatte, dessen Zwekund senden; durch de» Titel voil.ommc» be-eichnet wird, erscheint täglich (ausser den Beilagen- eine Nummer j» groß Ouart - Format, und ist der Preis für den ganzen Jahrgang 20 st., für Las Halde Jahr ,2 st., so wie für das Vierteljahr 6 st. Ü. Hermes. K rtisches Ia hrbuch der Literat»» Gr. 8. Eine Vierteljahres» nft, die siel- bloß mit den wichtigste», in die Zeit oder Wissenschaft bedeutend ciiigreifkn- dcn literarischen Ersci einungen beschäftigt. Der Preis von vier Stücken, die mehr als einhundert Bogen (engen (Druko) betragen, ist für das nächste Jahr ebenfalls 2a st. Ei» einzclnee Stük koste, 6 st. Hl. Isis. Herausgegclen von Oken. Gr. 4. Von dieser ciichclopädifchen, jedoch zunächst den Naturwissenschaften gewiuiieien Aetsü-rift er > ,ini monatlich ein Heft von etwa achr Bogen, und einer oeer wehrere» Kupftrtascln. Der Jahrgang kostet 16 st. Alge meine medizinische Annalen des igten Jahrhunderts. (Von 1821 an; Kritische Annalen der Medizin als Wissenschaft und Kai nst) Herausgegeben von v. I. F. Piere r. Gr. 4. Don diesem wichtigen, ulken wissenschaftlich gebildeten Aer.z- ten unentbehrlichen Journale erscheint monatlich ein Heft von 8 Bogen. Preis für den ganzen Jahrgang iS fl- So kr. V. Ieitgen 0 (sen. Biographien und Charakteristiken. Gr. 8. Diese Zeitschrift, von welcher so cbm die este Serie (24 Hefte in 6 Bünden) beendigt wird, beschäftigt sich mit biographisch - charakteristischen Darstellungen der wichtigsten Personen unserer Zeit, insofern ihr Leben der Ocffentlichkeit angchbrt. Die Erscheinung derselben ist an keine bestimmte Zeit gebunden, jedoch darf man annehmen, daß jährlich etwa sechs Hefte, jedes von 12 Bogen, ausgegebcn werden-. Der Preis von jedem ist 2 fl. auf Drrp. und 5 st. auf Schreibpapier. V!. Jahrbücher für den Lebens-Magnetismus oder Neues AskIäpici 0 n. Allgemeines Aeitblatt für die ecsairmte Heilkunde nack den Grundsätzen des Mesmerismus. Herausgegeben vom Prof. I> K. C. Wolfart. Er. 8. Von diesem Journal, dessen Inhalt durch den Titel hinreichend be eichnet wird, erscheinen jährlich etwa vier Hcs'e. jedes von 12 Bogen. Der Preis jedes einzelnen Heftes ist 2 fl. Die Erpedition dieser Zeitschriften geschieht mit der Sorgfalt, Pünktlichkeit und Ordnung, die man bei Meiner Handlung gewohnt ist. Dass auf die innere und zeitgemäße Ausstattung die grbßte Aufmerksamkeit gewendet werde, darf ich nicht minder versichern. Jede Buchhandlung in und ausserhalb Deutschland nimmt Aufträge an. Eben so alle Postämter. Hauptepxcditioncn in lezterer Beziehung haben dabei übernommen: -) die kbnigl. sächs. Jeitungserpedftion in Leipzig; 2-das kbnigl. preuß. Gränzxostamt in Erfurt; S- das königl. preuß. Grän-choßamt in Hafte und 4) das fürstl. thurn und laMhr Aostaml in Altenburg. Zu diesen sechs Zeitschriften erscheint noch für literarische Bekanntmachungen aller Art ein literarischer Anzeiger, der jeder derselben bcigelegt vder bcigcheftet wird. DicJnsertiviisgcdöh-' ren betragen für die Zeile im Allgemeinen 9 kr. Leipzig, im Dezember 1820. Brockhau s. (Bestellungen nimmt an Braun in Karlsruhe ) Kcnzingcn. (Früchte- und W ei n - D e rstcig e» rundst Don de» herrschaftlichen Frucht- und Wcinvorrä- then werden bffcntltch versteigert: «. Früchte: Am Donnerstag, den 21. Dez. b. I., Nachmittags s Uhr, zu Kcnzingcn: Zoo Sester Weizen, >^soo " Rocken, 90 — Gerste und 65 — Haber, b. Wein: Samstags, den So. Dezember d. I., Nachmittags 2 Uhr, zu Nvrdwcil: 3 o Saum 1818er und 100 Saum ,6,9er Gewächs. Wozu die Liebhaber aiidurch cingcladen werden. Kenzingen, den 26. Nov. 1820. Großherzogliche Domanialverwaltung. K r e u t e r. Mahlberg. (Wein-Versteigerung.^ Aus der Vcrlaffenschast des zu Eitenheim verstorbenen Herrn Etadt- pfarrcrs Burckart werden Donnerstags, den 21. dieses, Vormittags, um 9 Uhr, folgende gutgehaltene Weine,, alS: i5o Oehmlcin 1816er Ettcnheimcr, 70 — 1819er dio. 210 — 1819er Wagenstadtcr und 80 — 1820 Ettcnheimer, im Ganzen oder Parthienweise, beim Abfaffen zahlbar, bffcnt- lich versteigert werden; welches hiermit bekannt gemacht wird. Mahl-crg, den 4. Dez. 1820. Großherzogl. Amlsrevisorat Etlcnhcim. S z u h a n o Redakteur: E. A. Lamey; Verleger und Drucker: Phil. Macklot.