1673 Karlsruher i t u n g. Nr. 356. Samstag, den 23. Dez. 1820. Deutsche VunLeSvetsaiiiililmig. (Beschluß des AuSmgs des Protokolls der 55. Sitz, am 7. Dez.) — Wüttcmdcrs. (Standcver- samnilung.) — Frankreich. — Großbritannien. — Italien. (Rom. Neapel.) — Sesireich. — Schweden. Deutsche Bundesversammlung. Beschluß des Auszugs des Protokolls der 35. Sitz, am 7- Dez. Der Herzog!, braunschweigische Herr Gesandte machte die Anzeige, daß die Stimme von Braun schweig und Nassau für die folgenden drei Monate, und zwar vom 1. Dez. dieses bis Ende Febr. künftigen JahrS, auf Nassau übergehe. — Hierauf wurde, auf Antrag des Präsidiums, zur Wahl eines neuen Mitgliedes in demBundestogsauSfchusse ^ur A-warb-itung des Militärverfassungsplans dcö deutschen Bundes, wegen Abgang dcS StaalsministerS, Freiherr» von Plessen, geschritten, welche auf den kömgl. sächs. Hrn. Bundeölagsgesandten von Globig fiel. Würtemberg. Nachtrag zu der Sitzung der Kammer der Abgeordneten am 19. Dez. Der Abaeortneie Ovrlog verlas im Namen der Militärkonuuisimn eine» Bericht, in welchem nach dem Beschluß der Mhrheir der Kommis;«, n darauf angetragen wurde, baß stakt der angesonnenen 4VV0 nur Zl)o6 Rekruten ansgehoben werden; daß die B-Handlung der mit unsichtbaren Gebrechen Behafteten der Berantwyrtlichkeit desK-:egswinisterS überlassen werden, und daß endlich die Motion wegen Errichtung einer Landwebv auf die R. Vision des Rekruri« rungsaefitzes ausaesezk ble-b-n soll. Gegen diesen Antrag v-'las der Freiyr. v. Brrnbüler, welcher in der Minorität gestimmt hatte, f< >. abweichende Abstimmung. De«,selben folgte der Abgeordnete Keßler, mit einem traue über siedende» s>-r und Landwehr. Hierauf kam der in dem Recheusci. s'ebericht enthaltene Antrag, baß die könial. Kommission zur Verhandlung wegen wirtlicher Ausscheidung d>S evangelischen -Kc.chenguis le.gumi. r werden i> ochre, zur Berathun'» D,r Bischof v. Eoara ninrstuzte den Antrag, und dehnre solchen auch auf das katholische Kirchengut aus. Di- Kammer geneimstche einstimmig den Antrag, und beschieß , daß der Präsiden, die erforderlichen Einkeilungen westen soll. S-chann wurde der Antrag des Abg. List wegen B-oechnung des Ntti nralemkoinmens bera» then^ nach langen Debatten rpurde aber mir 54 gegen 26 Stimmen beschlossen, baß die Finanzkommisston nicht mit Berechnung des Nationaleinkommens beauftragt werden soll. Frankreich. Paris, den ist. Dez. Die heil. Geistmesse hat gestern in der Lvmkirche mit vieler Feierlichkeit starcge« habt. Sammtliche Prinzen und Prinzessinnen des kön. Hauses waren dabei gegenwärtig. Die heutige feierst, che Eröfnung der diesjährigen Ssstton der beiden Kam, mern, oder die königl. Sitzung, wird im großen Saale des Louvre vor sich gehen. Die Instruklionskommlssion der Pairskammer hat sich am 14., 15. und 16. d. versammlet. Der MarguiS de Pastorct begann an erstgenanntem Tage die Ablesung des Berichts, den er der Kammer über die in der Verschwörung vom 19. Aug. verwickelten Personen zu ersten» ten beauftragt ist; am folgenden Tage wurde ein ehemaliger Oberst der kais. Garde verhört, und unmittelbar darauf wieder in Freiheit geftzt. Am 16. fuhr der Mar« guis de Pastoret in Ablesung seines Berichts fort, wel, che er im Laufe dieser Woche beendigen wird. Gestern standen hier die zu 5 v. h. konsvlldirten Fonds zu 7Ü-V, und die Bankaktien zu 1425 Fr. Großbritannt e„. London, den 15. Dez. The Courrier sagt heute: Mehrere Murnale der Radikalen haben sich es zum Geschäfte gemacht, das Mährchcn von einem heftige» Streike zu wiederholen, der zu Troppan zwischen dem Fürsten Metternich und unserm Botschafter, Lord Ste, wart, statt gehabt haben soll. Wir sind ermächtigt, zu erklären , daß dieser Streit nie irgend einen Scher» von Wahrheit hatte, daß nie ein vollkommeneres Ein, verständniß zwischen den Ministern der allirrten Hisse geherrscht hat, und daß endlich nie von der Zurükberu, fung des Lord Stewart die Rede gewesen ist. The TimeS geben nun daS Schreibsli, worin die Königin sich bei dem Könige für ein zum Tode verur, theilces und seitdem auch hingerichtctes Weib verwendet hat; eS ist folgenden Inhalts: „Es geht der Kdnigi» nahe, zu erfahren, daß künftigen Dienstag ein Weib wegen Verfertigung falscher Banknetfn hingerichrerwM 1674 den soll. K. M. können cs sich nicht versagen, die Frei- , heit zu nehmen, die Unglükliche der Gnade deö Königs i zu empfehlen. I. M. wollen sich in keine rechtliche Er« vrterung einlassen; aber nach der besonder» Natur des Verbrechens und des ganz sonderbaren sich darauf beziehenden Gesetzes, glaubt die Königin hoffen zu dürfen, daß ihre ihr durch ihre Empfindungen eingegebene Verwendung nicht ohne Erfolg bleiben wird." Ein ministerielles Blatt bemerkt aus Anlaß dieses Schreibens: „ Es giebt eine Gattung von Menschen, welche unablässig ein gehässiges Licht auf unsere heilsamsten Gesetze zu werfen sucht; diejenigen, welche der Fabrikation falscher Banknoten und HandelSpnpicre im Wege stehen, sind es vorzüglich, von welchen sie gern sich frei machen mögkcn. Sie haben ihr Geyeimniß hei ,der lezten Hinrichtung verrarhen, wo sieschrien: Mord! -Keine Bank l Und dies sind die nämlichen Menschen, welche den mehr als sonderbaren Schritt der Königin veranlaßt haben." Der Prinz Leopold von Sachsen-Koburg hat ein Landgut in der Nähe von Clarcmvnt gekauft, welches der Wvhnsiz seiner Schwester, zuerst Wittwe des Fürsten von Leiningen, dann LeS Herzogs von Kent, werden soll. Die am 9. d. dem Könige überreichte Adresse deS Gemeinderaths von London lautete wörtlich, wie folgt : „Allerdurchlauchtigster Souverain! Wir, die biedern und getreuen Unterthancn Ewr. Maj., der Lord-Mayor, dieAlderman's und dieGemeinden der Stadt London, ver, sammelt im Gemeindecathe, bitten, durch die Umstände gezwungen, unterthänigst und ehrfurchtsvoll um die Er- laubniß, uns Ewr. Maj. zu nähern, uin unser tiefes Bedauern über die von den Ministern Ewr. Maj. ergriffenen, dem Geiste der engl. Verfassung und den Grundsätzen der allgemeinen Gerechtigkeit so zuwiderlaufenden Masregeln, welche die Freiheiten und das wahre Interesse der Nation, die Ehre und die Sicherheit des Tyrons Ewr. Maj. untergraben, an den Tag zu legen. Der Krieg, welcher den Reichthum und die Hilfsquellen der Nation erschöpfte , hat seit langer Zeit aufgehört, und dennoch haben wir jezt, im tiefen Frieden, keine wirkliche Ersparniß in den Staarsausgaben , wohl aber Anlehen auf Anlehen, um unnütze Institute zu unterhalten, welche die Mittel an Händen gegeben haben, das Parlament durch den Einfluß ministeriellen Patronats sich unterwürfig und das Volk in der Ausübung seiner heiligen Rechte durch konstikutionswidriqe Milikärgewalt furchtsam zu machen. Mil Kummer haben wir ersehen, daß die Minister Ewr. Maj. nichts getyan Haben , um das Mißvergnügen entweder durch billiges Rachgeben, oder durch das liberale Betragen, wozu eine Regierung gegen em frcks Volk gehalten ist, zu vermindern. Im Gegentheil wurden die Gesetze, zum großen Mißvergnügen der getreuen Unterthanen Ewr. Maj., mit einer beispiellosen Strenge gehandhabl, und anstatt der verlangten Gerechtigkeit, wurden von diesen nämlichen Minister» in die Gesezgebung ZrvangsgMe eingeführt, NM ihre schlechte Verwaltung aufrecht zu «haste». Wähe rend das Berragen Iorer Minister so ganz geeignet war, den Haß Ihres Volks aufzucegen , und es soweit aufzureizen, daß dieser Haß inhochvcrrätyerischeTyatenüber- gieng, vernachlässigten sie Vas Interesse des Handels und des Ackerbaues; daß es endlich schwergeworven ist, zu bestimmen, welche von diesen beiden Hilfsquellen des Nationalwohlstand-s am meisten verarmt ist; und, obgleich zahlreiche Petitionen von fast allen Klassen den verschiedenen Zweigen der Gesezgebung überreicht worden sind, so bleibt dennoch das Volk ohne Unterstützung und selbst ohne Hofnung , deren zu erhallen, und die Minister Ewr. Maj. schein.'» sowohl aus Gleichgültigkeit, als aus Mangel an polnischen Kenntnissen, die nothwendi- gen Mittel für so kvmplizine Nebel nicht anwenden zu wollen. Mit Leidwesen spielen wir auf eine Angelegenheit an, welche nie die öffentliche Aufmerksamkeit hätte beschäftigen sollen; allein, da die von den Ministern Ewr. Maj. in Hinsicht Ihrer königl. Gemahlin getroffene» ungerechten Masregeln das allgemeine Mißbilligen der großen Masse des Volks erregt haben, so würden wir glauben, unsere Pflicht gegen Ihre königl. Person und daS Interesse der Nation zu verletzen, wenn wir nicht unfern Abscheu gegen diese Beleidigung der moralischen und religiösen Gefühle der Nation an den Tag legten , und wenn wir Ew. Maj. nicht aus dieses auffallende Beispiel von Verachtung der öffentlichen Gerechtigkeit und der Ehre der königl. Familie, welches die Minister gegeben haben, aufmerksam machten. Das gefährliche I. M> der Königin gemachte Anerbieten, ihren Wohnort ausserhalb England aufzuschlagen, erliegend unter dem Gewichte einer vorgeblichen Schuld, die ihr fälschlich aufgeburdet wurde; die dem Oberhause vorgelegten Resulratecntchrmdcr Verführung vermittelst einer gehässigen Kommission zu Stande gebracht, nachdem dffs Unterhaus erklärt hatte, „daß diese Masregel die Hoffnungen des Parlaments täusche, der Würde des ToroneS zuwider, und beleidigend für das Interesse des Reichs wäre"; der Versuch, die Königin und in ihr das ganz« HauS Braunschweig durch ein Gesez ex xost kavw, konstitutionswidrig durch seine Natur und seine Wirkungen, zu entsetzen; die Ungerechtigkeit, auf der einen Seite die Funktionen als Ankläger, Richter und Ge- schwornengcricht in denselben Personen zu vereinigen, und aus der andern Seite die Vertheidigungsmittel zu verweigern, u. überhaupt dis vorläufigen Schritte, welche z» dieser entehrenden BrrfahrurrgStveiffe geführt haben; die Verwendung von auswärtigen Ministern und Agenten; der Gebrauch von Spionen ; die Bestechung von Bedienten; die Art und Weise , wrs der Verurtheilung I. M. durch Weglassung ihres Namens in dem Kirchengebete und Versagung der öffentlichen Fürbitte des Volkes vorgegriffen wurde, und endlich das rvillkührliche Recht, daS sich die Minister, als sie sahen, daß ihre Anstrengungen fruchtlos waren, anmasten, aus eigener Macht I. M. eine von den öffentlichen Fonds genommene Sum- ! me während der Sitzungen des Parlaments sortznbezah- 1675 len, und die ungeflümme Entlassung dieses Parlaments, um eine Untersuchung dieses sv widerrechtlichen Verfahrens zu umgehen; alles dieses sind Handlungen einer hinterlistigen und unredlichen Politik, die, wir Und es uberzeugt, nie die Billigung Ewr. Maj. anders hat erhalten können, als durch den Mißbrauch JhreS Vertrauens, waS die unverzügliche Entlassung so unwürdiger Minister, Anstifter eines so schändlichen Komplottes , fordert. Wir bitten Ew. Maj. unterthanigst, sich überzeugt zu halten, daß diese Vorstellungen nur durch unsere aufrichtige Anhänglichkeit an die Verfassung, welche die erlauchte Familie Ewr. Maj. auf den Thron des NeichS gesezt hat, durch unsere eben sv ungehcuchelte Ergebenheit an die Person Ewr. Maj. und durch die ängstliche Sorgfalt, den Glanz Ihrer Regierung zu vermehren , eingegcben worden sind. Wir beschworen daher Ew. Maj., durch eine heilsame Aenderung in Ihren Raly- gebcrn und Masregeln, Ihre große Familie, das englische Volk, das so lange getheilt gewesen, und beleidigt und unterdrükt worden ist, wieder um sich zu versammeln , um Ew. Maj. auf einem durch des Volkes wohlbegründete Liebe gestelzten und die irnerschöpflichen Quellen des Nationalreichtyums mit Glanz umflossenen Throne zu erhalten. Demnach ergehet an Ew. Maj. Misere unterthänigste Bitte, aus Ihrem Angesichte und aus Ihrem Rath- die Minister zu entfernen, deren verderbliche Masregeln den Thron gefährdet, die Verfassung untergraben, und den Wohlstand der Nation zerstört haben." Die Sprozentigen konsvlidirten Fonds stehen heute Lu 694- Italien. (Aus neapolitanischen Zeitungen bis zum 5. Dez.) Durch königl. Dekrete haben der General FlorcstanPe- pe und viele Offiziere, die sich in Sizilien ausgezeichnet, Orden und andere Belohnungen erhalten. — ES heißt allgemein, der Prinz Reichsverweser werde das Oberkommando der Armee an den Gränzcn übernehmen, und den Mareckal de Eamp Brocchecti als zweiten Ehef des Generalstabs bei sich haben. — In Sizilien macht,> nach den leztcn Berichten, die Organisation der Militzen und Nationalgarde rasche Fortschritte. — Man behauptet, die jezt hier befindliche franzvs. Eskadre werde zu Port« mahon überwintern- — Unser Parlament hat am i. d. sein Bureau erneuert; die HH. Ruggiero und de Cesare wurden zu Präsidenten und Vizepräsidenten gewählt. Einig- unserer Journale erlauben sich nachdrüklichen Tadel gegen die Eile und den Leichtsinn , womit das Parlament über die in der Konstitution vorzunehmenden Aenderungen berathschlagt und entscheidet. Am 4. d. haben der Prinz Christian von Dänemark und seine Gemahlin einen Gesuch bei dem Pabste abge- staltek. > O e st r e i ch. Wien, den 16. Dez. Nachrichten aus Troppau in der dortigen iZeitung vom 11. Dez. zufolge, hat der Erzherzog Rudolph, Kardinal und Fürsterzbischof von Olmütz, am 7. bas Museum daselbst mit einem Besuche beehrt, sämmtlichen vorhandenen Sammlungen eine längere Aufmerksamkeit geschenkt, und jene der Münzen mit mehreren Stücken, welche theilS zur Feier der Einführung im Erzbisthum geschlagen, theilS sonst mit dem Gepräge Sr. kaiserl. Hot), versehen waren, berei, chert; auch wurden zum Andenken an diesen hohen Besuch sämmtliche dabei im Museum gegenwärtig gewesene Personen mit solchen Münzen verheilt. Vorgestern ist die Herzogin Pauline von Würtrm- berg von Regensburg hier angekommen. Hier noch einiges aus dem neulich (Nr. 350) erwähnten Art. der Wiener Zeitungen über die lezmr Ereignisse in Spanien: Der König habe schon beschlossen gehabt , dem Dekrete der Cortes wegen llufyebung der geistlichen Orden seine Zustimmung zu versagen: die Minister hätten ihn zwar zur Srnktionirung desselben bewogen; er sey aber mir einem darüber verwundeten Gemuth mit seiner Familie nach dem Eskurial gezogen; da habe er bis zum 6-Dez. bleiben , und sich sodann nach St. Jldefonso begeben wollen. Kein Minister habe ihn nach dem Eskurial begleitet. Die Cortes, die einen Sturm vorhergesehen, hätten vor dem Schlüsse iorer Sitzungen um y. Nov. die bestimmten Kommissionen so stark besezt, daß mehr als die Halste der Cortes in Madrid bleiben mußte, und die übrigen hätten keine Pässe zur Abreise bekommen. Als der Erzbischof von Valencia eine Protestation gegen obiges Dekret oegen Aufhebung der geistlichen Orden eingab, und der König die Strafmasregeln gegen denselben nicht unterschreiben wollte, als man am 16-N w. Nachricht erbielt, der König habe den Gen. Caroajal zum Gen. Kapitän von Madrid und den Gca. Pol de St. R'man zum K.'ims- minister ernannt, ohne das Dek-vt vm einem M n«,rer konirasigniren zu lassen, brach in Madrid ein ll ifstand auS, der nicht eher gestillt wurde, bis, nach mehreren Botschaften an den König, endlich dessen Erklärung kam, daß er nach Madrid znrükkehren würderc. Schweden. Stockholm, den 6. Dez. Die Entscheidung deS Königs in der Sache zwischen dem OSerstattyalter hiesiger Hauvtstadt and dem Grafen von Schwerin, alS Präsidenten der sich hiergebildeten debartirenden Gesellschaft, wird morgen in der Hofzcitung bekannt gemacht werden. S-. Mas. haben die Verneinung jenes Vorhabens durch den Oberstatthalter gebilligt, und ihm empfohlen, ferner mu gleichem Eifer ein wachsames Auge aus alle Gesellschaften zu haben, die sich ohne vorhergegangene Er- laubniß der Regierung zu bilden suchen möchten. Nach zuverlässigen Nachrichten, sagt ein öffentliches Blatt, ist der Kaiftr von China, Kia-Kin, mit Tode abgegangen. 1676 Nutz«- «u- den Karlsruher WitterungSbeobachtungen. fS2. Dez. Barometer Thermometer Hygrometer Wind Witterung überhaupt. Morgens ^8 Mittags Nachrs ;n 28 Zoll Linien 27 Zoll 11?» Linien 27 Zoll 11,^Linien Z?» Grad über 0 4?» Grad über 0 Z » Grad über 0 75 Grad öo Grad 76 Grad Südwest Südwest Südwest trüb, dunstig, herabrieselnd^ trüb, Regen trüb, dünstig, regnerisch Lodes-Anzeige. ' Meinen Verwandten und Freunden in der Ferne gebe ich hiermit die traurige Nachricht von dem am ro. dieses erfolgten Lode meiner innigstgclicbten Gattin, Auguste, ged. Gockel. Den sanften Frieden ihrer Seele überzutragen auf alle, mit Lenen sie in Verbindung stand, dies war von jeher ihr eifrig, fies Bestreben. Auch als meine Gattin und als Pflegemutter meiner Kinder erster Ehe hat sie tcne schöne Ausgabe ihres Lebens schon und auf's vollkommenste gelbst. Wer die Verewigte kannte, der weiß, wie viel ich verloren habe, und wird meinen Littet» Schmerz durch eine stille Lheilnahme ehren. Freiburg, den 21. Dez. 1620. Prof. Wucherer. Theater-Anzeige. Dienstag, den 26. Dez. :Der Wald beiHcrrmanstadt, romantisches Schauspiel in 4 Akte». Karlsruhe. (.Eichen Holländerholz- Verkauf. 1 Zufolge hoher Genehmigung wird man aus bcm Langensteinbacher Gemeindswaid 80 Stämme eichen Holländer- Holz, meistens halbe Baume und Ruthen, bis Donnerstag, den 28. Dez-, Vormittags 11 Uhr, in Loco Langensteinbach, auf dem dortigen Rathhause, einer öffentlichen Versteigerung aus- setzcn; wozu wir die HH Liebhaber mit dem Bemerken einla- dcn, das bereits ausgezeichnete Holz, wenn es noch nicht geschehen scyn sollte, vorher durch ihre Mcisterlncchte aufnch- men zu lasten. Karlsruhe, den 20. Dez. 162a. Großherzoglichcs Forstamt. Bodersweyer. ^Verkauf von Spezerei-Maaren.^ Bei Unterschriebenem werden künftigen iMitwoch, den 27. laufenden Monats Dezember, Morgens 9 Uhr, 3i Fässer ca. 180 Ctr. Caroliner Reis ) s ,5 do. - 90 Cir. Schwefel in Stangen k 14 do. - r-5 Ctr. Antwerper Zucker schöne ) Z 2- Sorte d r. ,3 do. - 125 Ctr. engl- Melis ' ^ Parthien- oder Faßweise durch freiwillige öffentliche Versteigerung dem Le-t- und Meistbietenden, gegen baare Bezahlung, «Ntschlagcn werden. ^ Liebhaber können die Waare und die nähern Bedliigungen hei mir einsehen. Bodersweyer, bei Kehl, den 12. Dez. 1820. I. Hummel, Sohn. Muhlburg. fGasthaus zu vermiethen.^ Das Gasthaus zum Vogclstrauß dahier, welches ganz neu erbaut ist, einen schönen Keller, sehr zwekmäfig und schön eingerichtete Stallungen, einen Holzschopf, eine Scheuer und noch einen Gcmüsgarten hat, ist nun wieder auf fünf Jahre zu ver- miethen, und kann, wenn cs verlangt wird, 20 Morgen Feld mit abgegeben werden. Die Liebhaber hierzu belieben sich auf der Fabrik zu Grstnwinkel zu melden. St 0 ckach. fVakantc LheilungSkonimissärS- S teilet Bei dem Unterzeichneten Amtsrevisorat ist eine Theilungskommissärs - Stelle offen , die sogleich in Besiz genommen werden kann. Wer hierzu Lust hat, wolle sich, unter Anschluß der Befähigungszeugnisse, in sranktttcn Briefen anher wenden. Stvckach, den ,Z. Dez. 1820. Großherzogliches Amtsrevosorat. E b c r l e. Karlsruhe. fsA »zcige. sj Bei Unterzeichnetem sind italienische süße Pomeranzen zu 12 und i5 kr., schöne saftige Zitrone» zu 4 und 5 kr. pr. Stük, feiner Arac de Batavia, Rhmn de Jamaica, Punsch - und Bischof-Essenz, alle Sorten feinste Liqueurs, fremde Weine, Champagner, Madera, Malaga, Miwcat, Bordeaux, Bourgunder rc., feiner russischer und chinesischer.Lhee» feinste Gewürze, feine -Choeolare.re., westphälische Schinken, S'alawiwürstr, 8tr»vklno äl'Nila- »0''Rahmkäs), I'romrige clv Lrie, l-r, alle Sorte» feine kandirte und gettoknetc Früchte acht und billig zu haben. Jakob Giani, neue Waiüggssc Nr. 47. Karlsruhe. sAn z e >' g e.,1 Unterzeichneter eröfnet von heute an feinen gcsezmäsigen Wcinvcrkauf, iuid empfiehlt sich vor-üglich in einem Lager von rein gehaltene» Oberländer Weinen. Karlsruhe, den 18. Dez. 1820. W. Vccht. Erbprinzen!,raße Nr. 27. Karlsruhe. sAn zeiget JnderC. F.Fellmcth'- schcn Handlung, bei F. Herlan, in der ErVpnn-ensrraße Nr. 5g, ist, so weit es von der geschlichen Bestimmung zuze- lassen, löner Markgräsicr, i8,ger bester Lausener dirio, so wie verschiedene anoerc Land- und Ucberrhciim Weine um billigen Preis zu haben. Karlsruhe. sAn zeiget Bei Handelsmann Löb Millstätter, in der lange» Slroße, sind alle Sorten seidene und percalne Regenschirme, desgleichen auch für Kuider, um billige Preise zu verkaufen. Karlsruhe. fKapital - Gesuch-H Gegen erste Hypothek werden S5oo fl. zu leihen gesucht. Im Zeit. Komplott das Nähere. Mannheim. sGastwirthschaft zum Pfälzer Hof. Ich habe meine Gastwirrh;chaJ zum goldene» Schaf in den Pfälzer Hof verlegt , uns Einrichtungen getroffen, die es mir gestatten, anständige Fremde jeden Standes aufzuneh- men und zufrieden zu stellen. Diese Anzeige bi» ich dem verehrten und verchrunaSwürdi- gcn, hiesigen und auswärtigen Publikum schuldig, das mir viele Jahre Vertrauen unv Wohlwollen ge,cigt hat. Mannheim, den 14. Dez. 1820 Johann Jakob Reinhardt. Redakteurs E. A. Larnepj Verleger und Drucker: Phil. Wacklet.