Karlsruher Zeitung. Nr. 301. Sonntag, den 30. Oktober 1825. Baden. (Wasserstau!).) — Baiern. — Frankrelch. — Großbritannien. — Italien. (Genua.) — Rußland. (Taganrog. Petersburg ) — Schweiz. — Türkei. Bad n. Karlsruhe, den 29. Oktober. Die trockene Witterung im September und in der ersten Hälfte des Oktobers d. I. bewirkte einen bedeutend nieder» Wasserstand, sowohl der kleinern Flüsse, als des Rheins. Lei der am 18 . Okt. eingetretenen regnerischen Witterung wurde ein schnelles Steigen der Flüsse, besonders des Rheins, verursacht. Wir behalten uns vor, die speziellen Resultate der Pegel-Beobachtungen, welche an verschiedenen Orten des Rheins täglich dreimal, und bei sehr hohem Stand auch Nachts gemacht werden, während des lezten schnellen Steigens des Rheins, seiner Zeit nachzutragen, und theilen einstweilen folgende Justammenstellung der in den Jahren iöi9, 1624 und lezthin statt gefundenen höchsten Wasserstände des Rheines von Waldshut bts Mannheim mit: Zusammenstellung der in den Jahren 1619, 1824 und im Okt. 1825 statt gefundenen höchsten Wasserstände des Rheins. folglich wardas lezte Ort der im Jahr 1619 im Jahr 1624 im Jahr 1265 Hochgewässer niederer als das Anmerkungen Beobachtung Monat und Lag unter Null des Pegels Fuß Zoll Monat und Tag unter Null deS Pegels Fuß Soll Monat und Lag unter Null des Pegels Fuß , S°U v.J. lüig um FUß Zoll v. 1 . 1824 um Fuß Zoll Dez. Nov. Oktober WaldShut 21 . 2 3 3. 3 0 20 . Nchts 12 3 7 1 4 0 7 Basel 21 . 3 6 3. 3 8 21 . 3 Morg. 4 7 0 9 0 9 Altbreisach 22 - 2 5 4. 2 5 21 . Abends 3 3 0 6 0 6 Weisweil 22 . 1 4 4. 1 9 21 . Nachts 2 4 1 0 0 5 Goldscheuer 22 . 2 6 4. 2 6 22 . 3 7 0 9 0 9 Kehl 22 - 2 0 5. 1 6 22 . 10 U.M- 3 5 1 5 1 9 Knielingen 24. 2 i'/- 6 . 2 9 23. 8 U.M. 6 0 5 6/2 5 1 Schröck Mannheim 7'/- 7. 0 0 23.2Nachm. 24 - Mittags 5 6 5 6 D.Pegel wurde erst im Jahr 1620 errichtet. 26. 2 I 3 1 0 9 7 6 9'/2 8 7 Aus dieser Zusammenstellung geht hervor, daß bei dem lezten schnellen Anlaufen der Rhein nirgends die Höhe der Hochgewässer vom Dezember 1819 und vom November 1624 erreicht hat. Der jüngste höchste Wasserstand war in den obern Gegenden bedeutend höher als in den untern; es ist aber noch nicht bekannt, welchen Antheil der Bodensee, die Flüsse der Schwerz und die des obern Schwarz- watds an dem Steigen des Rheins gehabt haben. Die Flüsse des untern Schwarzwalds und der Vogesen, und ebenso der Neckar, waren nicht ausserordentlich angeschwellt. ES ist daher mit aller Wahrscheinlichkeit ru vermutben. dast der lerte höbe Wasserstau!) des' Rheins. 7 Zoll niederer als der vom November 1624 war, eins Folge besonderer Ereignisse, die in der Schweiz statt gehabt haben, als heftiger Stürme, starken Regens, Schneeschmelzens re. gewesen-seyn müsse. 1692 Nach vorstehender Uebersichts-Tabelle muß auch der in Nr. 299 cker Karlsruher Zeitung aus Mannheim eingerückte Artikel dahin berichtiget werden, daß der höchste Wasserstand zu Lasel vom Jahr i6S4 nicht am 27. Oktober, sondern erst am 3. November statt gefunden hat, und daß solcher nicht unter die ausserordentlichen gehöre, indem damals der Rhein bei Basel noch um 3 Fuß 6 Zoll niederer stand, als am 31. Dezember 1 H 01 , wo er den höchsten bekannten Stand erreicht hat. B a i e r n. München, den 26. Oktober. Se. Maj. der König haben, in Folge eines allerhöchsten Beschlusses, eine eigene Kommission zur Lerathung der bei dem Mili, tar zu machenden Ersparungen, unter ALlerhöchsteigenem Vorsize, anzuordnen geruht, und zu Mitgliedern derselben den königlichen Ärmeeminister Freihrn. v. Maillot, den Staatsrath v. Knopp, den Generalmajor Grafen v. Scysscl, den Obristen Freihrn. v. Fick, den Jngenieur- Obristlieutenant Streiter, den Obristlientenant Heidegger vom Gcneralstabe, und zum Protokollführer den Obristlientenant Dauer vom Generalstabe allergnäsigst berufen. Die erste Sizung hat auch bereits vorgestern, untxrdem Vorsize Sr. Maj. deS Königs, statt gehabt. Frankreich. Parts, den 28. Okt. Gestern war der Kurs der Sprozent. konsol. zu 99 Fr. 83, !90, 6) Cent. — Zproz. konsol. 71 Fr. 65 Cent. — Kdnigl. span, Anleihen von 1623 — 51. — I. k. H. die Frau Dauphine haben so eben der tnildthätigen Gesellschaft für arme Mütter zu Bordeaux eine nachträgliche Unterstüzung von 1509 Fr. für das Rechnungsjahr 1625 zu übersenden geruhet. Diese Wohlthat ist ein neuer Beweis von der beständigen Sorgfalt, welche die erlauchte Prinzessin für arme Mütter trägt, so wie von der besonder» Geneigtheit I. k. H. für die Stadt Bordeaux. (Etoile.) — S. k. H. der Prinz August von Preuffen ist am 25. von Paris abgereiSt, um sich nach Berlin zu begeben. — Den 3. November, Punkt zwölf Uhr Mittags, wird die gerichtliche Zuerkennung des haptischen Anlei- hens, in dem Hause deS H. Ternaux auf dem Sieges- plaze, statt haben, drei Kompagnien haben sich ange< boten, dieses Anleihen zu übernehmen, l) Die HH. Andro und Collier, Jakob Lefebvre, Gebrüder Mallet und Pillet Will. 2) die HH. Delessert und Kompagnie, und Casimir Perier. 3) Dip HH, Jako.h Lafßtte, Ar- doiu Hubbard, Gebrüder Rothschild, Paravey und Kompagnie, Blanc, Collin und Kompagnie, Jonas Hagermann, und die HH. General-Einnehmer. Man vermachet, daß das Ministerium dieser leztern Kompagnie das Anleihen am liebsten znschlügr. Alle Anleihen der Republiken der neuen Welt sind zu 6 Prozent abgeschlossen worden, und der Kurs derselben ist zu London, in diesem Augenblicks und gewöhnlich, nicht über 7?. Man ist begierig zu sehen, wie die Republik Havti in der Laufbahn der Anleihen debutiren wird. — Mademoiselle Delphine Gay hat dem H. Ternaux dem älter», Präsidenten des griechischen Komito, 3000 Franken zugcstellt, als den ersten Ertrag einer von ihr unternommenen Kollekte für die Hellenen. Der Präsident des Konnte hat ihr folgendes Danksagungsschrei, ben übersend-t: "Das griechische Kvmitü hat mit der lebhaftesten Zufriedenheit und Freude den ersten Ertrag der Kollekte erhalten, die Sre so großmüthig zu Gunsten der Unabhängigkeit des Landes der Wissenschaften und der Künsts unternommen haben. Eine so schöne Sache mußte eins Person begeistern, deren erste Arbeiten das Wohl der Menschheit zum Ziel hatten. Fahren Sie fort, Mademoiselle, Ihre Talente so edlen Gegenständen zu wei, hen, und zählen Sie auf den Dank der rechtschaffenen, wie auf den Beifall der aufgeklärten Leute rc. Lyon, den 22. Okt. Nach der ausserordentlich trockenen Witterung, die wir hatten, folgen jezt auf mehreren Punkten Frankreichs Ueherschwemmungen, und unsre schöne Morand-Drücke, deren kühnen und festen Bau die Fremden bewunderten, konnte einem eben so plözlichen als an Unglücköfällen fruchtbaren Steigen des Rhün's nicht widerstehen; gestern Abends, in Folge zahlreicher Stöße, die durch Floße verursacht wurden, die an die Brückenbogen heftig anprallten, glaubte man eine gewisse Erschütterung zu bemerken, und um zehn Uhr wurde die Passage über die Brücke gesperrt. Heute Morgen,, um halb fünf Uhr, sind — troz allen Masrege!», die von der Verwaltung genommen wurden, um ein solches Unglück zu verhüten, vier Dogen der Brücke dem Ungestüm des Flusses, und den verdoppelten Stößen von Holz und Trümmern aller Art unterlegen. Die Drvteaux und ein Thcil der Vorstadt la Guillo« tiäre stehen ganz unter Wasser; gestern Nachmittags ist ein Haus eingestüxzt; glücklicherweise gelang es, die Bewohner desselben zu retten, und bis jezt haben wie nicht gehört, daß Jemand umgekommen sey; die Arbeiter die auf der Brücke waren, sind noch zeitig genug von der Gefahr benachrichtigt worden, um sich zu retten. Man fürchtet sehr, die »och stehenden Brückenbogen, insonderheit jene auf der Seite der Broteaux, möchten auch noch einsiürzen. (Etoile.) Großbritannien. London, den 23. Okt. Die Zprvzent. konsol. waren heute um S Uhr zu 87/». Griechisches Anleihen r 29'/» Diskonto. . — Ecn schrecklicher Vorfall hat am 21. >n der Nahe yon Gi'skiwk, in Schottland, statt gehabt. Zwei Dampf- koke, der Komet und l'Äffr-, stießen im Meere auf- einander; der Stoß war fo heftig, dass der Komet fast im nämlichen Augenblick untersank. Von HO Reisenden konnte man kaum zehn retten.' Der Komet war von In- verneß ausgelaufen und gieng nach Grecnok. Das Unglück ereignete sich Morgens gegen Z Uhr, eine Viertels- mcile von der Küste. Im Augenblick, wo der Stoß statt hatte, waren -die auf dem Kometen befindlichen Reisenden, die einen mit Tanz, die andern mit Anhörung er- gözlicher Geschickten beschäftigt. Eine Frau rettete sich auf einem Tisch, worauf sie an der Küste glücklich ankam; sie hatte ein Kind an der Brust, daS aber umkam. Fast alle diese Passagiere gehörten zu den höher» Klassen der Gesellschaft. — Das Niescnschiff der Baron Renfrew ist von seiner Mannschaft verlassen, und, dem Vernehmen nach, auf die Küste zwischen Gravelines und Dünkirchen geworfen worden. Italien. Genua, den 18 . Okt. Eine sardinische Fregatte, die den Ritter Sivori, Befehlshaber der Flottille am Bord hatte, die an die Küsten der Barbarei war abgesendet worden, um den zwischen Sr. Maj. dem König von Sardinien und dem Bey von Tripolis ausgebrochenen Zwistigkeiten ein Ziel zu sezen, ist so eben in um fern Hafen eingelaufen. Dre Flottille, bestehend aus den zwei Fregatten il Commercio und Christum, der Brigg Nereide, derKor- vette Triton, und 14 Transporschisien, erreichte ihren Zweck mit beispielloser Geschwindigkeit. Da H. Sivori die Vollziehung des alten, mit den Barbacesken abgeschlossenen Vertrags nicht gütlich erhalten konnte, und der Bey, um wieder friedliche Verhältnisseanzuknäpfen, auf seiner Forderung von 4000 Piastern bestand, so kündigte der Befehlshaber der sardinische» Flottille dem Bey am 27 . Sept. an, daß er die Feindseligkeiten beginnen werde, wenn ihm binnen vier Stunden nicht ehrenvolle Friedens-Vorschläge gemacht würden. Da diese Frist erfolglos verstrich, so hielt der Ritter Sivori Wort; um 2 Uhr nach Mitternacht wurde die im Hasen von Tripost liegenden Flottille des Bey, hesiehend aus einer Brigg und zwei Goclctten, angegriffen. Der Angriff hatte den glücklichsten Erfolg. Die Sardinier, von jungen muthigen Offizieren befehligt, enterten eine der Gocletten , so wie auch die Brigg, troz dem tapfersten Widerstande und dem Feuer der Kastelle. Nachdem man sich dieser Schiffe bemächtigt Hatte, wurden ste jn Brand gesteckt; die andere tripolttanische Goe- lette entgieng diesem Loose dadurch, daß sie die Flucht ergriff und äuf den Strand lief. Iezt bat der Bey dea Kommandanten einer holländischen Brigg, in das Mittel zu treten; dieser erhielt von dem Ritter Sivori als Antwort die bestimmte Versicherung, daß er die Stadt -ritt glühenden Kugeln beschieße» wolle. Der Bey wendete sich hierauf an den englischen Konsul; dieser begab sich' als Parlamentär an Gerd des sardinische» Admiralschiffes il Commewio, unterhandele im Namen des Bey, und machte de» Feindseligkeiten ein Ende, indem er den Bey vermochte, den alten Vertrag mit Sardinien, und alles, waS von Mylord Exmouth festgesezt worden war, von neuem zu unterzeichnen und in Kraft zu sezen. H. Sivori, der bei dieser Gelegenheit so viel Kraft und Unerschrockenheit zeigte, ist ein Genueser, und ein gewesener Offizier in der französischen Marine. Den Tag vor diesem Ereignisse hatten die Holländer ihren Vertrag mit dem Bey, vermittelst eines Tributs von 5000 Piastern, erneuert. Den Tag darauf kam das neapolitanische Linienschiff der Vesuv an; der Bey, eingedenk der sardinischen Kanonade, beeilte sich, auf seine Ansprüche gegen Se. Maj. den König beider Sizilien, von dem er 100,000 Piaster begehrt hatte, zu verzichten, und begnügte sich mit dem jährlichen Tribut auf den alten Fuß von 12,000 Piaster. (Etoile.) Ruß lan d. Taganrog, den 7 . Oktober. Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth sind, an der Seite Ihres erhabenen Gemahls, am 5 . d. M. glücklich und im erfreulichsten Wohlseyn dahier eingetroffen. Ihr erster Gang war zum Haus des Herrn, um an geweihter Stätte und umgeben von den herzlichsten Wünschen eines treuen Volkes die Empfindungen eines frommen, gottergebenen Herzens darzubrinigen. — Die zarte Sorgfalt des Kaisers hatte die anöerseheue Wohnung im voraus auf's freundlichste vorbereitet und auSgeschmäckt. Alles berechtiget zu den frohen Hoffnungen eines gedeihlichen Einflusses, den der hiesige Aufenthalt auf die Gesundheit der hochverehrten Monarchin bewähren wird. Am 6. haben beide Majestäten, in offener Kalesche, eine Spazierfahrt durch die Stadt und die freundlichen Umgebungen gemacht. Dir große Reise von Petersburg bis hieher ist ohne Unfall zurückgelegt worden. Unausgesezt zei'tzte sich die Liebe des russischen Volkes zu seinem edel» Herrscherpaar im schönsten Lichte;' vielfache, herzliche Züge der Ergebenheit sprachen auf sinnvollere und rührendere Weise die kräftigen und tiefen Gefühle der Landbewohner des größten Reiches aus, als es nie im lauten kunstvollen Gepränge der Städte, oder im Glanz des Hofes zu den Herzen der Monarchen zu gelangen vermag. — Seit Katharinas Zeiten war keine Kaiserin mehr in diesen Gegenden erschienen. Petersburg, den 15. Oktober. Am 12 . dieses Monats ist der Graf von Gurieff, wirklicher Geheimer Rüth, Minister der Apanagen, . Kabinetsches Sr. Maj. des Kaisers -c., in dieser Hauptstadt, im 6Z. Jahre seines Alters, verschieden. Ec unterlag einer langen und schmerzlichen Krankheit. Rußland verliert an ihm einen Staatsmann, dessen Anhänglichkeit an den Souverain keine Gräuzen kannte, dessen Eifer und Thä- tigkeit sich bis zu dem lezten Augenblicke nicht verläug- ncicn, und der in seiner langen und ausgezeichneten Laufbahn sich.die allgemeine Achtung und Anerkennung seiner Verdienste zu erwerben gewußt hat. — Am 21 . Allst, 9 Uhr Abends, hörte man in der 1694 Stadt Pawlovsk ein unterirdisches Getöse, einem Kanonendonner ähnlich, das von einer starken Erderschütterung in der Richtung von Südosten nach Nordwesten begleitet war. — Der bekannte Komiker Wurm ist hier angekommen, und wird als La ngsalm in dem Wirrwarr und als Herr von Crac auftreten. Schweiz. Durch Kreisschreiben vom 15. Okt. meldet der vorörtliche Staatsrath den Regierungen sämmtlicher Kantone : der neue französische Botschafter, H. Baron Ge- rard de Rayneval, Staatsrath, Großoffizicr der Ehrenlegion u. s. w., sey Tags zuvor in Luzern eingetroffen, und habe am 15. der vorörtlichen Behörde das aus St. Cloud am 11 . Sept. erlassene königl. Beglaubigungsschreiben übereicht. Türkei. Zante, den 19 . Sept. Die von dem französischen Konnte der Griechenfreunde abgeschickte Expedition ist heute hier angekommen, nachdem sie am 6 . d. M. Marseille verlassen hatte; sie will übermorgen nach Napoli di Romania unter Segel gehen. Diese Expedition besteht aus einem Obristen, mehreren Offizieren und Unteroffizieren von der Artillerie; einem Arzte, zwei Chirurgen, und einer Anzahl Werkmeister für die Schmelzlaboratorien, Schmieden und Waffenfabriken rc. Die englische Regierung hat hier ohne Schwierigkeit der Expedition einen Aufenthalt von einigen Tagen gestattet, um ihre Vorrathe zu erneuern. — Nach direkten Nachrichten aus Napoli di Romania steht Ibrahim Pascha bei Tripoliza in einer konzentrir- ten Stellung; Privatbriefe fügen in allgemeinen Ausdrücken hinzu: alles gehe gut; sie könnten sich nicht näher erklären. — Die Griechen wollen d ie Mühlen, einen kleinen Ort zwischen Napoli, Argos und dem Meere, befestigen. — Die ägyptische Flotte hat sich noch nicht mit der türkischen vereinigt; man weiß auch nicht, ob sie Alexandria bereits verlassen habe; indessen erwartet man täglich ihre Ankunft. Auszug aus den Karlsruher Witterungs- Beobachtungen. 26. Okt. Barometer Therm. Hygr. Wind. M. 7 27 Z. 11,1 L. 3,5 G» 62 G. SW. M. 3 27 3. 10 ,SS. 5,0 G. 61 SW. N. 9L 27 Z. 11,2 L. 5,6 G. 64 G» SW. Regen, meist trüb. Ankündigung. So eben ist bei uns erschienen und an die resp. Herren Subskribenten, so wie an alle Buchhandlungen, versandt : Der zweiteJahrgang der Jahrbücher des Großherzogl. Badischen Oberhofgcrichts, gesammelt und mit Genehmigung des obersten Zustizdepar- tementS herausgegeben von Herrn Staatsrach vonH 0 hnh 0 rst. (52 Bogen in gr. 4. stark.) Der Inhalt dieses zweiten Jahrgangs, das Jahr 1824 enthaltend ist: I. Merkwürdige im Jahr 1824 entschiedene Falle aus dem Civil- und Cnminalfach. II. Kurzgefaßte Rechtsfragen und Rechtssätze, welche im Lauf des Jahrs im Collegio vorkamen. Hl. O.Plenarbeschlüsse des OberhofgerichtS, Circularien an die Advokaten u. s. w> IV. Die im Jahr 1824 vom obersten Justizdepartement an das Oberhvfgerichl erlassenen Verfügungen. V. Vollständige Rubriken sämmtlicher im Jahr 1824 definitiv entschiedenen Sachen, Noten des Herausgebers zu einigen unter Nr.I. enthaltenen Rechtsfällen und Sachregister. Dieses mit so ausgezeichnetem Beifall aufgenommene Werk kostet im Substriplionspreis 4 fl. pr. Jahrgang im Ladenpreis aber 6 fl. Wer sich auf den dritten Jahrgang subscribirt, der bereits unter der Presse ist und in der ersten Hälfte des nächsten Jahres fertig wird, erhält auf Verlangen, und so lange der Vorrath der Exrmplare es noch erlaubt, den ersten und zweiten Jahrgang ebenfalls zum Subskriptionspreis. Mannheim, im Oktober 1825. Schwan und Gätz'sche Hofbachhandtung. Karlsruhe. fPferde-Dersteigerung.) Nächsten Montag, den Zi. d. M-, Vormittags g llhr, werden auf dem Platze bei den Garde du Corps-Stallungen, nächst dem Durlacher Tbor, zwei ausrangirte Reitpferde vom Garde-Kavallerie Regiment, gegen baare Bezahlung, öffentlich versteigert, wozu die Liebhaber eingeladen werde». Karlsruhe, den 28. Lkt. iörS. Aus Auftrag. Das Regiments Luartienrieister-Amt de- Garde-Kavallerir-Regiments. Ha mmeS, Pr. Licut. und Reg.LZuartiermeistcr. Karlsruhe. fkogtS.) Bei Juwelier und Goldarbci- ter Hahn, wohnhaft in der langen Straße Nr. 78, sind zwei Zimmer für Lyceisten zu vermiethen. Verleger und Drucker r VH. Macklot,