Karlsruher e i t u n g. Nr. 282. Mittwoch, den 11. Oktober 1826 . Baden. (Freiburg.) — Baiern. — Frankreich. — Großbritannien. — Italien. (Großhcrzvgibum Toskana.) — Niederlande.- Scstreich. — Preussen. — Schweiz. — Türkei. — Griechenland. Baden. Frei bürg, den 7 . Okt. Der heutige Tag war für Freivurg ein Tag stiller Trauer; die irdischen Reste einer hochgcfeierten Fürstin, eines edeln Zweiges unseres erlauchten Regentenhauses, sollten auf dem Wege zu der Gruft Höckstlhrer in Gott ruhenden Ahnen durch unsre Stadt kommen. Um Mitternacht traf der Kondukt, geführt durch den großherzogl. Kreisdirektor, StaatS- rath v. Türkheim, unter Eskorte des berittenen bürgerlichen LhrenkvrpS dahier ein. Innige Anhängli ^ieitan unser gnädigstes Fürstenhaus und tiefe Verehrung gegen die Hochselrge hatten alle Stände ohne Ausnahme versammelt, und stille heiße Thränen begleiteten die frommen Gebete für daS ewige Herl der erhabenen Fürstin und für die Erhaltung der uns noch übrigen theuern Glieder des hohen Fürstenstammes, des Groß Herzogs und der gefammten großherzoglichen Familie. (Freib. Ztg.) D a » e r n. Ihre kön. Hoh. die nrugebvrne Prinzessin Alexandra traf am 5. Oktober zu München ein. Am 6 . wurde die Hauptstadt auch durch die Ankunft Ihrer Majestät der Königin beglückt; Se. Maj. der König waren Ihrer erlauchten Gemahlin bis Dachau entgegen gefahren, und kehrten mit Ihr, mit Sr. kdn. Hoh. dem Kronprinzen und den übrigen Gliedern der kvnigl. Familie Abends um 7 Uhr nach, der Residenz zurück. — Der durch seine ausgezeichnete Geschicklichkeit bekannte Uhrmachergeselle Johann Manhard zu Miesbach hat vor Kurzein der Prüfung des polytechnischen Vereins in München eine nach einem ganz neuen und ver, besserten Plane verfertigte Thurmuhr unterstellt. DaS ganze Werk dirfcr Uhr, welche Stunden und Viertel schlägt, ist in einem liegenden Gestelle, 4 baierische Fuß lang, 5 Fuß 1 ^ Zoll breit und 1 Fuß 2 '/, Zoll hoch, mit acht eisernen Stäben, aufeinem eichenen Rost befestigt und mit dem größten Fleiße und großer Net. tigkeit vollendet. Die Konstruktion unterscheidet sich wesentlich von derjenigen gewöhnlicher Thurmuhren, und bietet di« größten Vorzüge. Diese Uhr ist durch den Ansspruch der ernannten Kommisston des polytechnischen Vereins, welcher als Sachverständige der berühmte Mechaniker Ertel und der königl. Hofuhrmacher Minutti beigegeben waren, für ein vollendetes Meisterwerk erklärt worden. S.-e hat im Ganzen 11 Räder und 4 Getriebe weniger, und ist daher bei Weitem weniger kostspielig in der Anschaffung und Unterhaltung. Frankreich. Die Blokade von Buenos-AyreS und der andern Hafen des Staatenbundes am Rio de la Plata durch die brasilianische Flotte gab Anlaßzu lebhaften Protestatio- nen von Seiten der Vereinigten Staaten von Nordamerika und von Seiten Englands: Zahlreiche Noten wurden deswegen gewechselt. Diese Protestationen sind nun auch durch eine dritte von Seiten des französischen Kvntre-AdmiralS, H.Rosamel, unterstüzkworden, welcher, nachdem er erfahren hatte, daß ein Handelsschiff ferner Nazion, der Kosmopolit, bei dem Versuch in den Hafen von Buenos-AyreS einzulaufen, durch die Schiffsmacht Brasiliens angehalt» worden sty, an den brasilianischen Admiral folgende Note sandte: "Der Unterzeichnete, Kontre-Admiral und Befehlshaber der in den südamerikanischen Meeren stationirten Schiffsdivision Sr.allerchristlichsten Maj., welcher sich, nach geschehener Untersuchung der Papiere des französischen Briggs, der Kosmopolit, überzeugte, daß die Regierung Sr. M. deS Kaisers von Brasilien gegen die neutrale» Schiffe ein Seerccht angenvmmen habe, das die Regierung Sr. altrchristl. M. nicht anerkennt und nicht anerkeniien kann, hat die Ehre, Sr. Exz. dem Admiral, welcher die Seemacht Sr. brasilianischen Majestät befehligt, die Grundsäze vor Augen zu legen, welche Frankreich in ähnlichen Fällen befolgte, und in deren Betreff es daS Recht hak, die Gegenseitigkeit zu fordern. Diese Grundsäze sind auf eine strenge Gerechtigkeit gestüzt und dem Völkerrecht pünktlich gcmäs, das keiner Seemacht erlaubt, auf dem Ozean eine Souverainetät sich anzumaßen, die allen gebührt, und die Keine das Recht hat, ausschließlich auszuüben. "Frankreich hat die Grundsäze anerkannt, welche durch den Vertrag feierlich aufgestellt wurden, den die nordischen Mächte im Jahr 1780 unter sich abgeschlossen und untr'm 15. Aug. desselben IahreS ihm mitgc- thcilt haben; Frankreich hat diese Grundsäze seither immer befolgt, und wenn es zuweilen davon abgewichen ist, so geschah es vermöge des Rechtes der Wicderver« geltung, oder um die Ansprüche der Seemacht, mit der eS im Kriege war, abzuweisen; Ansprüche, die cs niemals anerkannt hat. Seitdem die Züge! der Negierung wieder den Händen seiner legitimen Souveraine übergeben worden sind, ist es zu jenen Grundsäzen zurückge- kommen, und hakst sogar in dem lezten Kriege, den eS gegen die spanischen CvrkeS aushaltn mußte, bc- vbachtt. Die beweidetn Grundsäze kauten also 1562 i) Die Flagge deckt die Waare, die Kriegsartikel ausgenommen, mit denen etwa, troz dem Verbote, ein Schleichhandel getrieben wird. 2) Die Kriegsschiffe sollen die neutralen Fahrzeuge mit aller möglichen Vorsicht visitiren. Z) Die allem verbotenen Waaren sind: Kriegsvorräthe, Kanonen, Pulver, Flinten - und Kanonenkugeln ic. 4) Jede Macht hat das Recht, seine Handelsschiffe geleiten zu lassen, und in diesem Falle ist eine Erklärung deS Kommandanten des Kriegsschiffes hinlänglich, um die Unverdächtigkeit der Flagge und der Ladung der unter seinem Geleite stehenden Schiffe darzuthun; und man soll kein neutrales Schiff hindern können, in einen Hasen einzulau- fen, der vorher durch eine SchiffSmacht blokirt war, die sich aber nicht vor dem Hasen befindet, zur Zeit wo das neutrale Schiff erscheint; gleich viel, ob jene Blo, kade-Division durch die Winde entfernt wurde, oder ge, zwungen war sich zu entfernen, um sich auf's neue zu verproviantiren. "Wenn Se. Exz. der H. Admiral durch seine Verhaltungsbefehle nicht bevollmächtigt seyn sollte, sich künftig nach obigen Grundsäzen zu richten, so protestirt der Unterzeichnete, von diesem Augenblicke an, gegen jede Anhaltung oder Konfiskation französischer Kauffahrer, die besagten Grundsäzen zuwider verübt wird rc.« "An Bord der Fregatte Maria Theresia, vor Monte- Video, den 6. Juni 1826.« "Der Contre-Ndmiral Rvsamel.« Der brasilianische Admiral Pinto GuedeS, indem er Hrn. von Rosamel auf alle seine Bemerkungen antwor, tete, erklärte: die Behauptung, daß die Flagge die Waare decke, ließe sich nicht mit gültigen Gründen ver, theidigen, und, nach einer Ordonnanz vom 20. Juli 1704, erkennten selbst die französischen Geseze diese Lehre nicht an. (Etoile.) Obige Korrespondenz zwischen dem französischen Konteradmiral Rosamelund dem brasilianischen Admiral Pin- to Guedes beweist, daß der Kaiser Don Pedro den von Großbritannien anerkannten Grundsaz angenommen hat, wonach die Flagge die Waare nicht deckt; einen Grundsaz, der allen Sechandel zu Grunde richtet. Wenn der brasilianische Admiral den Handels-Ver- trüg zu Rathe gezogen hätte, der neulich zwischen Brasilien und Frankreich abgeschlossen wurde, so würde er, Art.21, gesehen haben, daß, wenn einer der hohen Kontrahenten mit irgend einer Macht Krieg bekäme, so sollten die Unterthanen des Andern ihren Handel und ihre Schifffahrt mit diesen kriegführenden Staaten fortsezen können, mit alleiniger Ausnahme der Städte oder Häfen , die zur See und zu Land blokirt und belagert sind. Nach dieser Klausel hatte der brasil Ad, miral nicht das Recht, den Kosmopoliten anzuhalten. — Der H. Herzog von Lorges, Pair von Frankreich, ist in dem königlichen Schlosse zu Rambouillet, dessen Gouverneur er gewesen, dieser Tage gestorben. — H. Galatin, Minister der Vereinigten Staaten am Lvndsim Hofe, ist seit dem 4- in Paris angekommen. Der Beweggrund zu seiner Reife scheint von einer gewif, sen Wichtigkeit zu seyn. Man meldet nämlich aus Lon, don: daß dieser Minister, nachdem er von seiner Regie, rung Depeschen erhalten, geglaubt habe, er dürfe eS nicht über 24 Stunden anstehen lassen, ummitH.Can- ning hierüber in Unterhandlung zu treten. — Der General-Lieutenant Alava, von dem einige Journale erzählten, daß er in Portugal mit der Organisation einer spanischen Legion beschäftigt sey, ist am 4., aus den Bädern von Aachen, in Paris angekommen. Da das Klima Englands seiner Gesundheit nicht günstig ist, so hat er von unserer Regierung die Erlaubniß erhalten, sich in Frankreich niederzulassen. Er wird unverzüglich nach TvurS sich begeben, welche Stadt ihm als Wohnsiz angewiesen ist. (Tours liegt an der Loire, in einer Ebene, der Garten Frankreichs genannt) — Der Graf von Subserra Fradique, Grande des Königreichs Portugal u. Tochtermann des Grafen von Sub» serra (General Pamplona), ist am 4. d. M. zu Paris gestorb — Das griechische Komitö zu Paris hat durch den lezten Kvurier Nachrichten aus England erhalten, welche die gegründete Hoffnung geben, daß die zu London erbauten Dampfschiffe m den ersten Tagen des nächsten MonatS werden die Anker lichten können. — Alle Berichte, die unS über die Weinlese in den Dijoner Rebbergen und in jenen von Beaune und NuitS ^) zukommen, melden: daß der Herbst so gut auS- fällt, daß er durchgängig um ein Drittel und oft um mehr noch die Hoffnungen übertrifft, die man sich auf einen großen Herbst gemacht hatte. Man sagt, seit dem Jahr 1785 sey kern Beispiel eines solchen UeberflusseS vorhanden. (I. d. Dijon.) — Nach Briefen aus Amerika sollte eine von den zwei für die Griechen bestimmten Fregatten am 16. September völlig ausgerüstet in See gehen. Demnach wäre zu hoffen, sie gegen Ende Oktobers in Napoli di Romania zu sehen. Großbritannien. London, den 5. Okt. (Auszug eines Privatbriefeö auS Carthageua (Columbia), datirtv. 7. Aug.) Wir erfahren durch daS lezte von Chagrcs angeiangte Felleisen, daßH.Dawkinsim BegriffwarPcwama zu verlassen. Er wird am Bord des Schiffes Sr. M., der Arlequin, nach Carthagena und Jamaika und von dort nach England sich begeben, um neue Verhaltungs-Befehle, in Betreff seiner Mission bü'm Kongreß, zu empfangen, welcher nun zu Tambaya, bei Mexiko, gehalten werden soll. Präsident des Kongresses ist der peruanische Abgeordnete Don Manuel Loreuzo de Vidaucre. (Courier.) — Wir haben eine Reihe von Journalen aus Neu- Süd-Wales erhalte», die bis zum 27. Mai d. I. gehen. Sie melden, daß man einen Plan gemacht habe, ,) Der Wein von NuitS wird für den vorjügllchsren der Burgunder-Weine gehalten. 1563 um in die Kolonie eine gewisse Anzahl portugiesischer rBauem aus Madera zu ziehen, und dadurch dem Rebbau eine größere Entwickelung zu geben. (Phare du Havre.) — Der englische Brigg Monarch, der genommen worben war, weil er versuchte, die Blvkade von Buenos- AyreS zu brechen, ist zu Liverpool angekommen. Nachdem das Prisengericht zu Monte-Vldeo ihn verurtheill hatte, schickte man an seinen Bord einen Prisen-Kapitän und 25 Mann, worunter 7 Soldaten, um ihn nachRio- Ianelro zu führen. Den englischen Kapitän, Hrn- Mvndell, den Schiffökoch und noch einen andern Engländer ließ man an Bord des Monarchen, und H. Mvndell hatte vor der Abfahrt einige Waffen unter sein Bett zu verstecken gewußt. Ungefähr noch 200 Meilen von Rio gelang es den 3 Engländern, sich durch Ueber- rumpelung deö brasilianischen Kapitäns und der Quar- tienvache zu bemächtigen. Die übrigen Brasilianer, die unten im Schiffe waren, wurden hernach, einzeln, heraufgerufen und von dem Kapitän Mvndell ergriffen, der sie den beiden andern Engländern übergab; diese knebelten ihnen die Arme zusammen Md banden sie auf dem Verdecke an. Nachdem dieß geschehen, hißte man die kleine Schaluppe längs dem Bord und sezte sie in's Meer; alsdann ließ man die gefesselten Brasilianer in die Schaluppe hinab; dem Lezten ließ man die Hände frei; zulezt warfder Kapitän Mvndell diesem ein Messer zu, und entfernte sich mit vollen Segeln. Zwei Brasilianer, worunter ein Offizier, waren freiwillig am Lord des Monarchen geblieben, und kamen mit nach England. — Eine Verfügung derenglisch-vfttndischen Regierung untersagt den Beamten aller Art, die irgend im Dienste der Kompagnie sind, jede Theilnahme an einer nicht rein wissenschaftlichen, in Ostindien erscheinenden periodischen Schrift. Sie dürfen also weder Redakteure, noch Eigcnthümer oder auch nur Aktionäre derselben seyn. — Im Londner Courier ist von einer neuen chirurgischen Methode die Rede, wodurch, bei schadhaften Zähnen, aus der kleinen Höhlung, in welcher sich die Nerven befinden, dieseherauSgezogen werden, und der ganze Zahn gerettet werden kann. Der Erfinder, ein Hr. Fay, Hai diese Methode an vielen Hunderten bereits in Anwendung gebracht, und dafür die große silberne Medaille von der Akademie der Künste in London erhalten; auch sollen die Instrumente, die er dazu gebraucht, in dem nächsten Bande der Abhandlungen der Akademie in Kupfer gestochen werden. Italien. (Großherzogthum Toskana.) Es verbreitet sich eine, wenn sie wahr ist, wichtige Nachricht: Der Abbe Rosst soll nämlich in einem Kloster zu Pisa fünfzehn von den bis jezt verloren geglaubten Büchern des Livius gefunden haben« Niederlande. Nack einer Bekanntmachung des Marine- und Ko- lonial-Mnisters soll, vom Januar 1827 an, der Hafen der westindischen Insel Curacao der Schifffahrt und dem Handel aller Nazionen geöffnet seyn. ES sollen daselbst keine Ein , und Ausfuhrzölle, so wie auch keine Ton- nengelder von den Schiffen bezogen werden, ausgenommen ^solche, welchen sie unterliegen, um die für ihre eigene Sicherheit nöthigen Kosten zu bestreiten. O e st r e i ch. Wien, den 5. Okt. Metalliques öyXsi Bankaktien 1.058. Preussen. Berlin, den 4 . Okt. Se. Exz. der wirkliche Geheime Rath, diesseitige ausserordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister am königl. niederländischen Hofe, Graf von Schladen, ist von Brüssel, und der kaiserl. russische Oberst und Flügel-Adjutant, Fürst Lvbanvw, Rostowsky, als Kourier von Moskau hierangekommen. V 0 m 5. Okt. Se. kdn. Hoh. der Prinz Karl von Baiern sind nach München abgereiset. — Der Griechen-Verein zu Breslau hat jezt zum fünften Mal einen bedeutenden Beitrag nach Paris abgesendet. Schweiz. Der große Gauner-Prozeß, wenn gleich in demselben der Keller'sche Kriminal - Prozeß als ein unglückliches Jncidenz erscheint, wird von Nuzen für tue Eid, genvssenscbaft seyn, und di« auf denselben verwendeten Kosten aufwiegcn. Nicht nur werden in Folge desselben die gefährlichsten und unverbesserlichen der Gauner beseitigt, sondern alle die Verzweigungen des Gesindels sind aufgedeckt, und die Liebshehler, die ihnen Vorschub leisteten und meistens angesessene Bürger waren, bekannt. Gleichzeitig sind die Regierungen auf eine schauerliche Weise auf die Folgen der Heimath- lvsigkett aufmerksam gemacht worden, und haben eine ernste Mahnung erhalten, die Quellen derselben zu verstopfen. Türkei.^ (Schluß des gestern abgebrochenen Artikels aus dem östreich. Beobachter vom Z. Okt.) "Der Sultan beschäftigt sich unabläsig mit der neuen Organisation des Militärs; 20,000 Mann sind bereits in der Hauptstadt zu den schon bestehenden zwölf Linien, Regimentern geworben, und größlentheils auch unifor- mirt; sie werden fortwährend exerzirt, und Sultan Mahmud wohnt noch immer sehr häufig den Waffrnübungen bei. Der Bau der Kasernen in Scutari, Daud - und Ramis-Pascha wird nicht, wie es gleich nach dem Brande geheißen hatte, ausgesezt, sondern vielmehr auf's thäligste betrieben.« Die Pforte hat durch mehrere von Reschid Mehmed Pascha aus dem Lager vor Athen abgefcrtigte Tataren die Nachricht von dem von diesem Seraskier gegen die zum Entsaz der Akropolis bei Lessina, unter Fabvier, KaraiSkaki rc., gelandeten Griechen erfochtenen Siege erhalten. Der Verlust der Lcztern wird in den Berichten deS SrraSkiers auf 1500 Manu an Tobten und Der- 1564 .wuudeten, 7 crbeuketen Kanonen, Fahnen u. f. w. an, gegeben.« "Die Rathsversammlungen, welche gleich nach dem Eintreffen der lezten Kuriere aus Ackjcrmann begonnen hatten, werden seitdem täglich fvrtgesezt.« "Daö Pestübel scheint in den leztverstvssenen 14 Tatzen an Intensität verloren zu haben, raffte jedoch noch «mmer, besonders unter den Armeniern und Juden, viele Opfer dahin.« AuSSmyrna wird unter'm2.Sept. gemeldet: "Der Kapudan -Pascha hat am 28. August die Rhede von Mttylene vcrlaffen, und bei Scio Anker geworfen, wo kr sich bis zum 29- aufhielt. Da an diesem Tage ein frischer Nordwind sich erhob, gieng er in der Richtung von Samos unter Segel, während er seine leichten Schiffe nach Sajadschick sandte, um Truppen einzuuehmen. DaF'gesammte Geschwader Sachturi's lag im Hafen von Lathi an der Nvrdlüste der Insel, und konnte nur mit größter Gefahr und Mühe, wegen des Windes, die See gewinnen. Der Kapudan,Pascha zog hieraus nicht den geringsten Vortheil. Auch die Einschiffung der Truppen unterblieb. Das Gerückt verkündigt: ein Windstoß habe die türkische Flotte bis Budruu (Halikarnaß) geworfen; ein anderes sagte, sie sey wieder bei Scio.» "Griefe auS Alexadria vom 12. August melden, daß die dortige Expedition noch nichtsegelfertig sey; doch -haben einige Kriegsschiffe einzeln die Fahrt nach Mcrea (oder nach Candia) unternommen.« "Am 24- August erschien der Admiral Reale, am Lord des Linienschiffes Revenge, von der Fregatte Se- rmgapatam und einem Kutter begleitet, aus der hiesigen Rhede. Am 29. früh giengen die Fregatten Cambrian und Seringapatam, dann die Korvette Rose, nachdem sie eine Verstärkung von Seesoldaten vom Bord des Revenge an sich gezogen hatten, man sagt, mit Aufträgen -gegen die Seeräuber, unter >segel. Am 31. erschienen, als Ablösung oder Verstärkung, zwei noch nicht in Smyrna gewesene englische Kriegsschiffe, die Fregatte .Glasgow und die Brigg Chanticleer, auf der hiesigen Rhede.« "Der Oberbefehlshaber der k. k. Seemacht im Archi, pelazuS, General Markts Paulucci, befand sich am 22. August auf dem Rückwege von Nauplia in den Gewässern zwischen Tino und Syra.« Griechenland. Nachrichten aus Malta vom 18 . Sept., welchedurch ein englisches Kriegsschiff nach Corfu gelangten, geben an, Lord Cockrane habe im Hafen von Malta geankert, sey aber wieder nach Messina zurückgekehrt, um die Ankunft seiner Verstärkungen zu erwarten, über deren Ausbleiben er sehr aufgebracht wäre. Der von dem Londoner Gricchenvcrcin nach Neu-Uork geschickte Hr. Conto- siavolo meldete bald nach seiner Ankunft, er sey nur im Stande gewesen, eine von den zwei bestellten Fregatten -ausrüsten zu lasten. Diese würde den Namen "Hellas« erhallen, und gegen den 15. Sept. vorerst nach Marseille unte> Segel gehen. Auszug aus den Karlsruher Witterung-? Beobachtungen. y. Okt. Barometer Therm. Hygr. Wind. M. 7 27 Z. 10,1 L. 8,3 G. 59 G. W. M. 3 27 Z. 9,5?. 12,0 G. 53 G. W. N. 10 27Z. 9,4 L. 10,2 G. 57 G. W. Ganz bewölkt und kühl, bakd mehr und weniger heiter, es trübt sich, Nachts Regen. Theater. Anzeige. Freitag, den ig. Oktober: Ein Stündchen in Pyrmont, Lustspiel in l Akt, von C. Töpfrr. Hierauf (zum ersten Male): Der Gang nach Bedlam, Lustspiel in i Akt, frei nach dem Französischen des Scribe. Zwischen beiden Scücken: Variationen für die Flöte, komponirk und vorgelragen von Hin. Wolfram, Tonkünffler aus Wien. Soldatenlieder; vorgelragen von den Herren Haizinger, Schütz, Köhler und Mayerhofer. Der Text dieser Gesänge ist von Herrn Hofschauspieler Schütz, die Must? von Herrn Kammer- musikuS Marx. Sonntag, den iz Oktober: Wallensteins Lager, Schauspiel in l Akt, von Schiller. Hierauf: Die Wiener in Berlin, Liederpoffe in i Akt, von Karl von Holk«. Mad. Ncumann, Frau von Schlingen; Hr. Haizinger, Franz. — Zwischen beiden Stücken: Allegorischer Tanz, arrangirt von Hm. Ballet« Meister Stiaßnp. Literarische Anzeigen. Ankündigung. Mit hoher Genehmigung des Höchstpreißlichen Ministeriums des Innern vom 28. August d. I., Nr» 10,294, erscheint in der Unterzeichneten Handlung: Eine vollständige Sammlung der kn den Großherzogl. Bad. Provinzial-, Wöchentlich Anzeige-Blättern enthaltenen Verordnungen, Edikte, Instruktionen rc. Dies« Sammlung zerfällt in 2 Theile. Erster Th eil: Steuer-Verwaltung, enthält in 4 Unterabtheilungen die der 1) Zoll-Ordnung, 2) Accis- und Ohmgelds-Ordnung-, z) Klaffensteuer-Ocdnung, 4) Straßengeld-Ordnung, nachgefolgten Modifikationen und Dollziehungs-Vokschriffrn. Um die Brauchbarkeit jeder Abteilung zu erhöhen, werden'wir alle die Steuer-Verwaltung betreffenden Wer- 1565 ordnunM, folglich auch tiejenigen darin aufnehmen, welche nicht in den Anzeige-Blättern, wohl aber sonst im Zurück erschienen sind, und unter jeder Verordnung die Nummer und die Seitenzahl des Anzeige-BlallS, wo solche enthalten ist, beisezen. Als Anhang wird gesammelt und beigegeben, was nicht obige Eeseze besonders betrifft, sondern die Steuer-Verwaltung im Allgemeinen oder mehrere Zweige derselben berührt. Ausgeschiedcn blechen Verfügungen, welche ganz aufgehoben sind und in keinem Zusammenhang mit den gegenwärtig geltenden Normen stehen, auch von keinem sonstigen Interesse mehr find. Die innere Einrichtung und das Format dieses TheilS Wird der Sammlung gleichen, welche auf Anordnung des Großherzoglichen Finanzministeriums vom 25. Nov. 1817, Nr. i8755, in unserer Buchdrucker« erschienen ist, enthaltend diejenigen Verordnungen, welche die Pecäquation der direkten Steuern betreffen. Zur Erleichterung der Uebersi'cht und des Gebrauches bekommt jede Ablhejlung ein chronologisches und systematisches Register. Der zweite Theil enthält die Verordnungen, welche 1) die Großherzvglichen Hvfgerichtt und daS Groß- herzogliche Oberhofgericht, 2) die Kreisdireklorien und die Großherzoglichen Ministerien erlassen haben, so weit solche noch ganz oder zum Theil bestehen. Die nähere Ankündigung hierüber wird mit dem Bemerken Vorbehalten, daß die Herausgabe dieses Theils von einem Just>zbeamten, jene des ersten Theils aber von einem Aameralisten besorgt werde und die erste Abteilung desselben, die Zoll-Ordnung betreffend, bereits unter der Presse ist. Alle Bestellungen auf diese vollständig» Sammlung, welche vor Ablauf dieses Jahrs dei uns gemacht werden, noliren wir im SubftkiplionS» Preis; später «Mmmende im Ladenpreis. Karlsruhe, den io. Oktober 1826. Ehr. Fe. Müll-r'sche Hofbuchhandlung und Hosbuchdruckerei, E r a ni e n zu m Deutschen Recht mit Urkunden Fortsetzung. Herausgegcben von vr. R. Falk, ordentlichem Professor der Rechte auf der Universität zu Kiel, Ritter des Dannebrog-Ordens u. einiget gelchkttn GesMchch le» Mitgliebe. Zweite Lieferung, i fl. Zo kr. rhein. 20 ggr. sächs. ist erschienen und versandt, und wir glauben der durch vielfache Nachfragen ausgesprochenen Begierde darnach schon durch die Anzeige des Inhalts angenehm zu begegnen: Ueber eine Handschrift des Sckwabenspiegels mit einigen Bemerkungen über die Frage: Lassen sich mehrere On- ginalhandschnflen desselben annehmen's Von vr. Z. G. Finsler in Zürich. — Halsg-richtsordnung Kaiser Maximilians I. für die Stadt Radolphzell. Don K. Walch- ner. — Bemerkungen über den Begriff des Eides. Vom Herausgeber. — Rechtsfall, den Beweis durch Han- dclsbücher betreffend. Vom Herausgeber. — Ueber altnordisches Armenrccht. Von I)r. A. L. Z. Mich elfen in Kopenhagen. Heidelberg, Oktober 1826. August Oßwald's Universitäts- Buchhandlung. Karlsruhe. sDienst-Gcsuch.^ Ein Scribcnt, der sich mit dem Erforderlichen ausweisen kann, wünscht bälde- stens bei einem Großhcrzogl. Anne eine annehmbare Stelle zu erhallen. Nähere Auskunft giebt das Zcikuiigs-Kvmptoir. Bretton, s E mp fehl» n g.j Ausser meinem stets sor- tirten Lager von Liqueur und Mannheimer-Wasser, Rum, Arac, Cogniac und Kirschenwasser rc. verbinde ich anmit die Anzeige, daß bei mir auch Feuerwerk. nämlich Steigraqueien von ro bis i 3 kr. pr. Stück, und Schwärmer ä >5 bis »3 kr. pr. Dutzend, zu haben sind. Ant. Martin. Karlsruhe. sAnzrkge.) In Bezug auf die Bekanntmachung der Direktion der poliiechnischen Schule vom 24. Sept., macht man die Anzeige, daß diejenigen Schüler, welche noch Privatunterricht in der Geometrie, der geometrischen und topographischen Zeichnungskunst zu nehmen Willens sind, das Nähere hierüber in dem Kompioir der hiesigen Zeitung erfahren können. Karlsruhe, den 2. Oktober 1826. - Karlsruhe, s Anzeige.^ Es wünscht Jemand viek Stück gerichtliche Pfandnrkundcn, im Werth von 600 fl., gegen baar Geld umzutauschen, Das ZeilungS-Komptoir besagt das Nähere. Bühl, j Fässer zu ver ka ufen.H Bei Poflhalter Lichte nauer's Wittwe in Bühl sindmehrere hundert Ohm welngrüne Fässer verschiedener Größe, und sämmtllch in Eisen gebunden, zu verkaufen. Liebhaber dazu können solche jeden Lag einsehen. Karlsruhe. (Keller zu verniiethen. j In der langen Straße, Nr. 24;, ist em geräumiger gewölbter Keller zu vcrmiethen, und das Nähere im nämlichen Hause im untern Stock zu erfahren. Dvrlach. sBekanntmachung. sj Die Unterzeichnete Stelle hat eine weitere Kapital-Rückzahlung von den. durch sie kreirten, Kreis-Krlegs-Schuldscheinen au xortoui' beschlossen, und zur Rückzahlung die Nr. 17g mit.400 fl. - 217 mit.10,00 fl. bezeichnet. Die Zinsen werden bis lezten Dezember d. I. berechnet, und nebst den Kapital-Beträgen durch den Kreis- 1566 Registrator Moll dahier bezahlt werden, bei weichem das Geld jeden Vormittag erhoben werde» kann. Durlach, den S. Skiober »6-6. Grrßherzogl. Bad. Direktorium des Murg« und Pfinzkreises. Kirn. Eppkngcn. ^Fahndung. H In Untersuchungssachen gegen Leonhard Steinmetz von Derilngen, Bcstandschäfer zu Hilsbach, wegen Betrug, ist der unten signalisirte Ange- schuldigte seinem Wächter entflohen. Sämnilliche rcsp. Behörden werben daher ersucht, aufden- selben zu fahnden und ihn im Betretungsfall gefänglich hierher transportiren zu lassen. Eppingen, den 4 - Skt. 1826. Großherzogiiches Bezirksamt. Lbilo. Signalement. Schäfer Leonhard Steinmetz ist 35 Jahr alt, ungefähr 5 Schuh groß, untersetzter Statur, hat braune Haare, eine hohe schmale Stirn, braune Augcnbrauncn, graue Augen, blasse Gesichtsfarbe, etwas gebogene Nase, breiten Mund und röthlichem Bart. Seine Kleidung bestand in einem dunkelblauen, weiß «ingesäumten Ucberrvck, grauen Hosen und Brusttuch. Brette». sFahndung.^ Der unten signalisirte Pur- sche Georg Heinrich Ludwig Brauch von hier, welcher wegen Diebstahls ln Untersuchung gewesen, bar heute Nacht Gelegenheit gefunden, aus sciuem Gefängniß zu entweichen. Sämmilichc obrigkeitliche Behörden werden ersucht, auf den Entwichenen gefällig fahnden, und ihn, im BettelungS- falle, wohlverwahrt hierher transportiren zu lassen. Breiten, den 6. Skt. 1626. Großherzogliches Bezirksamt. E r t t c l. Signalemenr. Georg Heinrich Ludwig Brauch von hier ist 20 Jahr alt, 5 , 5 " 5 "" groß, von schlanker Statur, hat braune Haare, bedeckte Stirne, schwarze Augenbrauncn, blaue Augen, dicke Nase, kleinen Mund, ovales Kinn, gute Zähne. Er trug bei seiner Entweichung folgende Kleidung: Eine dunkelblaue Kappe mit schwarzem Sammelbande gelbem Schnäll- chen, einen dunkelblauen Wammes, dergleichen Hosen mit ro- Iben Schnüren an den Seiten, ein weißes Halstuch mit blauen Blümchen, «ine gelbe Weste mit weißen Knöpfen und Halbstiefel. Ladenburg. f Einen taubstummen Putschen betreffend.^ Unter dem heutigen wurde unten signali- sirter Pursche, von ohngefähr 22 Jahren, von Käfferthal hier eingebracht, welcher sich taubstumm ausgibt. Man konnte von demselben nicht mehr durch Zeichen erfahren, als daß er wahrscheinlich vom Ueberrhein herkomme. Wir ersuchen sämnilliche Behörden, uns baldmöglichst über dessen Heimath oder sonstige Verhältnisse Auskunft zu ertheilen. Ladenburg, den Zo. Scpt. 1826. Großherzvgliches Bezirksamt. Pfeiffer. Signalement. Der Arrestant mißt 5 ' 5 " 3 "', hat einen weißen werkenen Wammes, eine schwarzsammetne Weste, hellblaue leinene Hosen und Stiefel an; hat schwarze starke Haare, hohe Stirne, schwarze Augcnbraunen, längliches Gesicht, schwarzen Schnurbart, und ist von schlankre starker Statur. Derselbe hat ei» alles Hemd, am Halsausschnitt angestickl und mit I,. ». 24 gezeichnet, bei sich. Karlsruhe. ^Verloren gegangene Pfand» r- kunde. l Dem Sltcrn Grundbuch hiesiger Residenz-Stadt rom. li k'ol. 6gr zufolge wurde im Jahr r8o, der Friedrich Wein brenn «rische Antheil am Hause des Zimmermei- sters Johann Ludwig Weinbrenncr dem Ludwig Drechsler für roou fl. verpfändet. Das Kapital ist abgetragen, jener Eintrag aber noch ungetilgt, weil die Pfandurkunde verloren gegangen ist. Auf Ansuchen des ZimmcrmeisterS Johann Ludwig W ci n b renner wird jeder, der aus dem erwähnten Grundbuchs-Eintrag irgend Ansprüche herzuleiien vermag, aufgefvkdert, solche binnen 6 Wochen vor Unterzeichnetem Stadiawt geltend zu machen, widrigenfalls die Pfandurkunde für nichtig erkürt, und dem Stadtrath als Pfandschrcibcrci die Löschung des Eintrags anfgegebeit werden soll. Karlsruhe, den 3 . Oktober 1826 Großherzvgliches Stadtamt. Baumgärtner. Freibier g. ^Kostlieferungbetr.^ Dir Lieferung der an diesseitige Gefangene zu verabreichenden Kost wird auf ein weiteres Jahr, nämlich vom 1. Dez. ^826. bis dahin >.827, in Akkord begeben, und Tagfahrt hiezu auf Montag, den 25. Skt. d. I , Vormittags 9 Uhr, festgesetzt; wozu die Liebhaber mit dem Bemerken eingeladcn sind, baß die desfaUstgen Bedingungen auch vorher dahirr tlngeschcn werden können. Freiburg, den 6. Skt. 1626. Grvßherzogliche Zuchthausverwallung. K atz en b er g. Pforzheim. fEkchen- Klötzholz - Verkauf. Z Die Gemeinde Eisingen verkauft aus ihren Waldungen bis Montag, den »6. Sktoder, 36 Stück hodenlie-kndc eichene Klötze, einzeln, in Steigerung; die Zusammenkunft ist früh 9 Uhr am Eisingcr Stei- nich, an dem Weg von Pforzheim nach Eisingcn. Die Gemeinden Brötzingen und Jspringen s Stück eichen« Klötze den folgenden Dienstag, als den 17. d. M., ebenfalls früh 9 Uhr; die Zusammenkunft ist am Jttelsberger Thor, an der Brö- tzlnger Kohlplakte. Es wird hierbei bemerkt, daß diese eichenen Klötze hauptsächlich zu Holländerholz und schöner eichenen Schnittwaare tauglich sind. Pforzheim, hen 7. Skt. 1826. GrvßberzoglicheS Forstamt. v, B lit ters d 0 r'ff. Epplngcn. fHaus-Vcrkauf.^ Den »6. Oktober d. I., Nachmittags 2 Uhr, wird auf dem hiesigen Rath- haus das dem Ludwig Reichert dahier gehörige Haus, mit der Schildgerechligkei« zum Engel, öffentlich versteigert. ES ist i8»i ganz neu von Stein erbaut, und liegt in der bevölkertsten Gegend der Vorstadt, an der Chaussee, welche von Karlsruhe nach Rappenau und nach Heilbronn führt. Das Hauptgebäude enthält i Saal, 7 Zimmer, 2 Küche», Keller und Speicher. Im sehr geräumigen Hof stehen auf beiden Seiten Nebengebäude mit Zimmern und Stallungen für 3 o Stück Vieh, und im Hintergrund die ,821 neu erbaute Scheuer, worunter «in Keller und hinter derselben ein Küchengarlcn befindlich. Eppingcn, den 5. Skt. ,8-6. Der Stavtrath. L 0 t h c r. Offen bürg, fLiegenschafts- und Fahrniß- Versteigerung. ^ Mitwoch, den , 3 . Oktober d. I-, und die solgenden Tage, werde» sämmtliche zur ehemals Gebrüder Ziegler'schen Schmaltciifabrik zu Nordrach. Groß- herzoglichen Bezirksamts Tcngenbach, gehörige Gebäulichkeiten, mit den dabei liegenden Aeckern, Grasfeldern und Gärten, sowohl in einzelnen Ainheilungen, als auch im Ganzen, 1567 und je «aMM sich Liebhaber elnfinden, die GebSudt auch auf Abbruch, unter annehmbaren Bedingungen, im Wirths- hause bei gedachter Fabrike, freiwillig und öffentlich verstei- gert werden. . „ . Ebenso werden unter einem sämmtliche bewegliche Einrichtungen dieser Fabrike, als: allerlei Schremerwerk, Fässer und Verschlage, Blechwaare» und eine Panhie von ungefähr tausend Zentner Guß- und geschlagenes Eisen, ebenfalls stet- gerungsweise losgeschiagen; wozu man die Liebhaber einladet. Offenburg, den 27. Sept. ,826. Der Anwalt der Gebr. Ziegler'schen Masse« Eigcnlhümer, Hofgerichtsadvokat Wiede mer. Offenburg. fWalv - Versteigerung.H Mltt- woch, de» - 5 . Oktober d. I., früh 9 Uhr, lassen die Eigcn- thünicr der Gebrüder Z i eg 1 e r^ scheu Verlassenschaft den hie« zu gehörigen Wald Wolsersbach, Gemarkung Wiltclsbach, Sroßherzogl. Bezirksamts Ettcnheim, zu rrg Morgen 5 ÜÜ Ruthen, in Neubadischcm Maaße, 40,000 L. Schuh auf einen Morgen gerechnet, in Loco Wiltelsbach, entweder im Ganzen, oder, ie nachdem sich Liebhaber einfindcn, auch in schicklichen Parzellen, unier annehmlichen Zahlungsdedingnissen, freiwillig und öffentlich versteigern; wozu die SieiLtkungslustigen andurch eingeladen werden. Offenburg, den 28. Sept. 2826. Der Anwalt der Gebr. Zlegler'schen Masse« Eigenthümer, Hofgerichtsadvokat Wiedemer. Freiburg. fDie Begebung des Freiherr» Karl von Schauenburg zu Marzhausen unter Neistandschaft betreffend.^ Bei einem stattgehabten Familien-Zusammcntritt hat sich Freiherr Karl d. Schauenburg von M ä r z h a u sc n entschlossen, zum Arrangement seines Vermögens und baldiger Befriedigung seiner Gläubiger sich nach dem Landrechtosa» 499 unter Beistandschast zu begeben, und wurde demzufolge von der Familie Hofgcrichts-Ad- vokat Wctzcl dahier als Beistand ernannt, ohne dessen Bei- wirkung Freiherr Karl v. Schauenburg für die Zukunft weder rechten, noch Vergleiche schließen, Anlchen aufnehmen, angreifliche Kapitalien erheben, noch hierüber Empfangsscheine geben und Güter veräuffern oder verpfänden soll; als welches mit dem Anhang öffentlich bekannt gemacht wird, baß sich jeder selbst den Schaben und Nachthcil zuzuschrcibcn habe, der sich in irgend einen Kontrakt mit dem Freiherrn Karl von Schauenburg ohne Einwilligung feines Kurators einlas- fcn würde. Freiburg, den 3 . Oktober 1626. Großherzogl. Bad. Direktorium de- Dreisamkreises. In Abwesenheit des Kreisdirektors, H e n z l e r. Bühl. fSchulden-Liquidation.II Andurch werden alle diejenigen, welche an Nachstehenden etwas zu fordern haben, unter dem Präjudiz, sonst mit ihren Forderungen von gegenwärtiger Masse ausgeschlossen zu werden, zurLiquidirung anher vorgeladen. Aus dem Bezirksamt Bühl, zu Bühlerthal an die Verlassenschaft des verstorbenen Vogts Johann Baptist De u chlkr auf Dienstag, den Zi. Okt. d. I., auf der Amtskanzlei daselbst. Bühl, den ,1. Sept. 1826. Großherzogliches Bezirksamt. H äfelin. Ofsenburg. USchulden-Liquidation.) Gegen den Nachlaß des Lagerhausverwaliers Georg Brosmer von Offenburg ist Ganr erkannt, »nd Tagsahrt zur Verhandlung über die Liquidität der Schulden und den Vorzug, dann die Bestellung und Belohnung des MaffeverwalterS auf Mittwoch, den S. Nov. »826, Volttilttass ö Uhk,' auf diesseitiger Lberamtskanzlet festgesetzt, wo alle diejenigen r welche Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, bei Vermeidung des Ausschlusses ihre Forderungen und allenfallsige» Vorzugsrechte selbst oder durch gehörig Bevollmächtigte, unter Vorlage der Bewcisurkundcn, anzumclden und zu begründen haben. Bemerkt wird, daß der Nachlaß so gering ist, daß er kaum zur Befriedigung der Vorzugsgläubiger hinreiche» wird. Offenburg, den 3°. Sept. 1826. Großherzogliches Sberamt. Orff. Ettenhclm. fSchulden-Liquidation^ Alle diejenigen, welche eine Forderung an den in Gant erkannten hiesigen Bürger und Krämer Anton Giesel brecht zu machen haben, werden andurch aufgefordert, selbige am Montag, den 3 o. Okt- d. I., Vormittags 8 Uhr, unter Vorlegung der Beweisurkunden, sub Fvoua xraevlu- si zu liquidiren. Eltenheim, den 26. Sept. 1626. Großherzogliches Bezirksamt. Karlsruhe. LSchulden-LiquidationI Durch Beschluß vom heutigen ist über das Vermögen des Weber Philipp Nagel von Graben Gant erkannt, und Tagsahrt zur Schuldenliquidation auf Dienstag, den 24. Okt d. I., Vormittags 8 Uhr, anberaumt worden. Alle Gläubiger des genannten Falliten werden aufgefordert, bei dem Unterzeichneten Amte auf obigen Tag und Stunde persönlich, oder durch gehörig Bevollmächtigte, ihre Forderungen, rcsp. Vorzugsrechte, unter Vorlage der betreffenden Urkunden, richtig zu stellen, widrigenfalls dieselben von der vorhandenen Masse ausgeschlossen werben. In gedachtem Termine wird auch über die Wahl des Lurswr- 1NSS8S0, so wie über die Gebühr desselben für die Verwaltung der Masse, verhandelt, von dem weder selbst, noch durch Mandatare liquibirenden Gläubiger aber angenommen werden, daß er in dieser Hinsicht der Mehrzahl der Kreditoren beilrete. Karlsruhe, den 28. Sept 1826. Großherzogliches Landamt. v. Fischer. Karlsruhe. fSchulden-Liquidation-H Durch Beschluß vom heutigen ist über das Vermögen des Friedrich Nägele von Graben Gant erkannt, und Tagsahrt zur Schuldenliquidation auf Motag, den ,6 Okt. l. I., Vormittags 6 Uhr, anbcraumt worben. Alle Gläubiger des genannten Falliten werben aufgefordert, bei dem Unterzeichneten Amte auf obigen Tag und Stunde persönlich, oder durch gehörig Bevollmächtigte, ihre Forderungen resp. Vorzugsrechte, unter Vorlage der betreffenden Urkunden, richtig zu stellen, widrigenfalls dieselben von der vorhandenen Masse ausgeschlossen werden. In gedachtem Termine wird auch über die Wahl des tlurswr insssss, so wie über die Gebühr desselben für die Verwaltung der Masse verhandelt, von dem weder selbst, noch durch Mandatare liquidirenden Gläubiger aber angenommen werden, daß er in dieser Hinsicht der Mehrzahl der Kreditoren heitrere. Karlsruhe, den » 5 . Sept 1626. Großherzogliches Landamt. v. Fischer. Freiburg. fSchuld en-LIquidation-H lieber die Verlassenschaft des verstorbenen Schustcrmeister Johann Schmi- r c r dahier wird hiermit Gant erkannt, und Schuldenliquida- tion auf den 3 . November d. I. angzvrdnet, wobei die Gläubiger ihre Forderungen um so ge« 4 1568 wiffer anzumeiden und richtig zu stellen haben, als sie sonst von der vorhandenen Masse ausgeschlossen würden. Fretburg, den 2. Okr. 1826. GroßhcrzoglicheS Stadantt. Rettig. Sinsheim. sSchulde» - Liquidation.) Wer an den io Gant erkannten Johannes Fischer von Waldangelloch eine Forderung zu machen hat, wird hiermit aufgefordert, dieselbe auf Donnerstag, den ,6. Nov. I. I., Morgens 8 Uhr, dahier vor Amt, hei Vermeidung des Ausschlusses von -er Aktivniaffe, zu liquidier». Sinsheim, den lg. August 1826. Großherzoglichcs Bezirksamt. R ü t t n g e r. Sinsheim. fS chu l de n - Li qui datio ir.) Wer an den in Gant erkannten Jost Schmitt von Waldangeloch eine Forderung zu machen hat; wird hiermit aufgefordert, dieselbe auf Donnerstag, den g. Nov. l. I., Morgens 8 Uhr, dahier vor Amt, unter Vorlage der „Lthigen Beweisurkunden und bei Vermeidung des Ausschlusses von der Aktivmasse zu liquidiren. Sinsheim, den io. Juli 1826. Großherzoglichcs Bezirksamt. R ü t k i » g c r. Sinsheim. ^Schulden-Liquidation.) Wer an die in Gant erkannte Samuel Frey Witrib von Dühren «ine Forderung zu machen hat, wird hiermit aufgefordert, dieselbe auf Donnerstag, den 26. Oktober, Morgens 8 Uhr, dahier vor Amt, unter Vorlage der Beweisurkunden und bei Vermeidung des Ausschlusses von der Aklivmasse, zu liqui- dircn. Sinsheim, den z. Juli 1826. Großherzoglichcs Bezirksamt. Rüttin ger. Sinsheim. fSchulden-Liquidation.) Wer an den in Gant erkannten Kaspar Hering zu Reihen eine Forderung zu machen hat, wird hiermit aufgefordert, dieselbe am Mittwoch, den » 5 . Okt. l. I , Morgens 8 Uhr, dahier vor Amt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Aktivniaffe, zu Uqiubiren. Sinsheim, den 21. Sept. 182b. Großherzoglichcs Bezirksamt. Rütti nger. Sinsheim. fSchuldcn -Liquidation) Wer an den ln Gant erkannten Johannes Blc t sch e r zu Düh- ren eine Forderung zu machen har, wird hiermit aufgefor- dert, dieselbe auf Donnerstag, den 2. Nov. l. I-, Morgens 8 Uhr, dahier vor Amt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Aklivmasse, zu liqurdiren. Sinsheim, den 4- Juli 1626. Großhcrzogliches Bezirksamt. R ü r t i n g c r. Sinsheim. ^Gläubiger-Aufruf.) Die bekannten Gläubiger des verlebten Philipp Leidet von Auzenhaufen haben sich über dessen Verlaffenschaftsmaffe vergliche»; die al- IrnfaliS noch vorhandenen unbekannten Gläubiger werde» daher aufgefordert, ihre Forderungen, unter Vorlage der Br» wrisurkundcn, innerhalb 4. Wochen dahier anzumelden, ansonsten sie damit von der Masse ausgeschlossen, und der von den bekannten Gläubigern abgeschlossene Vergleich amtlich genehmigt werden wird. Sinsheim, den 25. Sept >826. Großherzoglichcs Bezirksamt. Rüttingcr. Ueberlingen. fGläubigcr.Aufruf.) DieWiit- we des dahier verlebten penslonirlcn Fürst!. Sigmaringüchm OberlieutcnanlS und gewesenen Billarbeurs, I A. Vanot- ti, Louise, geb. Hummel, hat um Richtigstellung ihres Schuldenstandes gebeten. Es werden daher alle diejenigen, welche an gedachten Vanotti aus was immer für einem Grunde etwas zu fordern haben, aufgefordert, Montag, den »6. Oktober, im Hause der Wiltwe Vanotti zu erscheinen, und ihre Forderungen vor der bestimmten Liquidationskommission richtig zu stellen. Ueberlingen, den 28. Sept. 1626. Großherzogliches Bezirksamt. Killo. Rheinbischofsheim. ^Vorladung.) Georg Engelberger, ehemaliger AnilSaffeffor zu Sichern, der nach seiner Dienstentlassung entwichen ist, wird in Gemäßheit hof- gerichtlichen Auftrags vom 22. Sept. d. I-, Nr. 167,, hiermit aufgefordert, sich binnen 6 Wochen vor dem Unterzogenen zu stellen, und wegen mehreren angeschuldigten Verbrechen zu verantworten, widrigenfalls gegen ihn ln oorimmnolain erkannt, und das Weitere auf Betreten Vorbehalten werden soll. Rhclnblschofsheim, den 21. Sept. »826. Oberamtniann Jägcrschmied. Lörrach. ^Vorladung.) Wilhelm Reif von Landern, Soldat unter der Großherzogl. Leibgrcnadtcr-Garde, war auf den > 5 . dieses in seine Garnison cioberufen, aber, ungeachtet er am n. dieses dahin abgieng, traf er doch da- elbst nicht ein. Er wird daher aufgefordert, binnen K Wochen sich bei seinem vorgeseztcn Kommando oder dahier einzufinden, und über seine Entfernung sich zu verantworten, widrigenfalls gegen ihn als Deserteur erkannt werden würde, was Rechtens. Lbrrach, den So Sevt. >8-6. Grvßherzoglichcs Bezirksamt. D e u r e r. Bopberg. HEdiktalladun g.) Der seit mehreren iabrcn sich von Haus entfernt habende Jäger Joseph Andreas Null er von Dambach, dessen Aufenthalt unbekannt ist, wird uf Anstehen seiner nächsten Anverwandten aufgefordert, sich binnen Jahresfrist ahker zu melden und sein ihm erblich zugefaklcncS Vermögen a Empfang zu nehmen, oder in dessen Entstehung zu gewär- igen, baß er für verschollen erklärt, und seine Erbsportion tincn nächsten Verwandten, gegv Kaution, in fürsorgliche» Sesitz gegeben werben wird. Bovberg, de» 1, Sept. 1826. Großherzogliches Bezirksamt. O r t a l l 0. Nerlkger und Drucker: PH, Macktot.