Karlsruher Zeitung. Nr. 292. Samstag, den 21. Oktober 1826. Baiern. — Frankreich. — Großbritannien. — Niederlande. — Rußland. — Griechenland. B a i e r n. Se. M. der König haben, vermöge einer an bie kön. Akademie der Wissenschaften unterm 30. Sept. d. I. erlassenen allerhöchsten Entschließung, die erledigte Stelle eines Oberbiblivthekacs bei der königl. Zentralbtliolhek dem bisherigen Hofblblivthekar Philipp Lichtenthaler zur Anerkennung seiner ausgezeichneten Kenntnisse, Ordnungsliebe und Lhätigkeit, so wie zum Beweise der allerhöchsten Zufriedenheit allergnädigst zu übertragen geruht. Wie sehr Se. kbn. Mai. fortgesezt eifrige Leistungen und Verdienste lohnen, beweist wiederholt die unter'm 1. Sept. l. I. statt gefundene allergnädigste Ernennung desHrn. RathS und Oberstabsarztes Do. Eichheimer zum Generalstabsärzte. Die ganze Armee liebt und ehrt diesen ausgezeichneten Arzt, der sie so vft aufdas Schlachtfeld begleitete; dort, wie in den Spitälern, ja wie gegenwärtig im Frieden, unzählbare Leiden linderte, entfernte, und dem Staate brave Bürger erhielt. Aber auch als Schriftsteller ist derselbe durch seine literarischen Arbeiten im In - und Auslände hoch geschäzt; worunter wir das im Jahre 1324 geschlossene Werk: "Umfas, sende Darstellung des Militär-Sanitäts-Wescns in allen seinen Beziehungen mit Rücksicht auf die dermaligen Ar, meen-Vcrfassungcn u. s. w.. anführen wollen. Fran kreich. Paris, den 19-Okt. Gestern war der KurS der 5pro;ent. konsol. zu 93 Fr. Lo, 35, 90 Cent. — zproz. konsvl. zu 67 Fr. 35, 40, 50 Cent. — Am 17., vor der Messe, übergab der H. Bailli de Ferrette, ausserordentlicher Gesandte und bevollmäch, tigker Minister Badens, dem Könige in einer Privat« Audienz den Brief, worin Seine königl. Hoheit der Großherzog von Baden die Geburt des Prinzen anzei« gen , mit dem die Frau Markgräfin Leopold von Baden kön. Hoh. glücklich niedergekommen ist. Compiegne, denn.Okt. Des Königs Aufenthalt in dieser Residenz ist immer ein Glück für die Einwohner. Seine Majestät haben vor der Abreise von Compiegne 15,000 Fr. hinterlassen, die vom Hrn. Bischofs von Beauvais und von den bürgerlichen Behörden, je nach dem Bedarf der armen Volköklasse, ver- theilt werden sollen. — Die Etoile sagt : Der englische Gesandte in Persien habe alle im Dienste des Kronprinzen von Person, Abbas Mirza, befindliche englische Offizier« pvn der persischen Armee abberufen. (Daß man bei dem ersten Einfall in das russische Gebiet unter den Persern Engländer gesehen haben wollte, wurde schon früher erwähnt.) Großbritannien. London, den 14. Okt. Der lczte Orkan im Meerbusen von Florida hat die spanische Flotte entmastet; sie ist in einem sehr schlechten Zustande wieder in der Havana eingelaufen. (Globe and Traveller.) — Die Arbeiter, welche den Weg unter der Themse machen, lösen sich alle 6 Stunden ab, und die Arbeit geht Tag und Nacht fort. Täglich werden 100 Ladungen Erde herausgeschafft und 70,000 Backsteine verbraucht. Es sind bis jezt 296 Fuß des unterirdischen Weges, der 1100 Fuß Länge haben wird, ausgegraben. — Wir können melden, daß der jüngsthin in einigen Journalen erschienene Artikel, betreffend das tragische Ende deö Majors Laing und aller seiner Reisegefährten, ganz grundlos ist. (Courier.) Portsmouth, den 12. Okt. Die Fregatte Dart- mouth, Kapitän Dundaö, binnen 45 Tagen aus Port- Royal (Jamaika) und von dort aus der Havana kommend, ist diesen Nachmittag im hiesigen Hafen eingelaufen. An ihrem Bord befindet sich Sir Henri Daw- king, Kommissär oder Gesandter Sr. M., Abgeordneter an den Kongreß von Panama, dessen Beratschlagungen vertagt worden sind. Der Dartmouth brachte aus der Havana ungefähr 30,000 Pf. Sterling, aber keinen Pfenning für die Rechnung der columbischen Regierung, und soviel man zu Port-Royal erfahren konnte, hatte auch diese Regierung kein Geld nach England vorrätig. (Times.) Niederlande. Die Eröffnung der General-Staaten hat am 16. Okt. statt gehabt. — Der Gesundheits-Zustand Frieslands ist äußerst betrübend; di« Sterblichkeit ist dort schrecklich, in einigen Bezirken insonderheit, wo der Boden ein Torfmoor ist. Im Dorfe Wondsend, das zur Zeit der lczren Volkszählung eine Bevölkerung von 1000 Seelen hatte, gibt eS nicht 100 Individuen, die sich wohl befinden. Rußland. Petersburg, den ly. Sept. Die allgemein'bei der Krvnungsftm erwarteten Milderungen in den über M8 die Staatsverbrecher verbänzien Slrafurkheisen sind nun erfolgt, und betreten größientheils eme Verminderung der ihnen anfänglich gesezten Straffrist, ohne ihnen jedoch die Hoffnung zu lassen, je im Leben wieder in ihre frühere Verhältnisse treten zu können. Nach Ablauf des Termins, den der Ukas jedem der obengenannten Verbrecher für feine Zwangsarbeiten bestimmt, sollen sie sämmtlich auf die Ansiedelungen Sibiriens geschickt werden. Hier erhalten sie von der Regierung ein Stück wüstes Land, die nothwendigsten Ackergcräthschaften und Hausvich; dann treten sie völlig in den Stand freier Landbauern. (Allg. Ztg.) Gegenwärtiger Zustand der kaukasischen Länder, und Lage der Russen in diesen Provinzen. (Schluß.) Unter den Inguschen (Kisten) bemerkt man Spuren christlicher Ideen. Ein Einsiedler, der ZanniStag genannt, verwaltet das Hohe-Priesteramt; vor einer zahlreichen Versammlung, auf einem steinernen Altar in einem alten Tempel, opfert derselbe eine Menge weißer Lämmer, welche die reichsten und angesehensten Familien liefern. Diese alte im Gebiete der Inguschen gelegene Kirche hat eine Inschrist, die man für eine go- thische hält; in der Kirche sind, wie es heißt, lateinische mit goldenen, blauen und schwarzen Buchstaben verzierte Bücher aufbewahrt; Bücher, die als Reliquien verehrt werden; dreißig Einsiedler-Klausen stehen in der Nähe dieses HeiligthumS, das als eine Freistätte mitten in den ewigen Kriegen, welche diese Barbaren entzweien, respektirt wird. Die Inguschen haben eine karakteristische Gesichts» bildung, und eine so harte Aussprache, daß man glauben sollte, daß sie Kiesel im Munde Herumrollen. Sie haben ungefähr 5voo streitbare Männer. Die Tschetschenzen, vdcrTschetfchen, wohnen in sieben sehr großen Dörfern; ihre Raubzüge erstrecken sich oft über die russischen Gränzen hinaus, weil ihre unzugänglichen Berge sie gegen die Verfolgungen der Kosaken schäzen. Diese Barbaren haben neulich den russischen General Dal Pozzo fast an den Thoren feines General« Quartiers, aufgehoben. Sie sperrten ihn, nackt und gefesselt, in eine Art von hochstehenden Hühnerflall; nährten ihn auch blos mit Knocken und den Ueberresten ihrer Mahlzeiten, die sie ihm wie einem Hunde zuwarfen; endlich gaben sie ihn, gegen ein ansehnliches Lösegeld, wieder heraus. Die Tschetschenzen zählen 10,000 Waffenfähige. Die LeSghier, welche die Legä der Alten zu seyn scheinen, machen sich furchtbar durch ihre beständige Raubzüge; sie rauben Menschen , Heerdeul und Alles, wassich in den umliegenden Landschaften zum Beutemachen vorfindet. Ihre Lebensart, und die reine Luft, die sie auf ihren Bergen einathmen, verlängern ihr Leben auf eine ausserordentliche Weise. Wenige Augenblicke vor seinem Tode läßt der alte LeSghier seine- Verwandten IMd Erben vor sich kommen, zeigt ihnen den Ort an, der sein Geld, fein Silber und feine Kleinodien verschließt, und stirbt hernach scherzend und lachend. Diese Nazion bcsizt einige Bergwerke. In Dagbestan sieht man dw LeSghier ihre Heerden friedlich, entfernt von dem Gebirge, weiden, und eine Abgabe für dir Weide bezahl«,. Ihre Weiber, berühmt durch ihre Schönheit, zeichnen sich auch noch durch ihre Tapferkeit Und Unerschrockenheit aus. Geben wir die Hoffnung auf, die zahllosen Völkerschaften deS östlichen Kaukasus herzuzählen. DerBezirk Awar (Oar, Aor), dessen Einwohner ein Ueberrest der Avrsen und der Stamm der berühmten Ava» ren zu seyn scheinen, führtauch den Namen Chunsak, was "Reich der Chunen oder Hünen« bedeutet. Ungefähr 1200 mahomedanische Familien leben dort friedlich, von einem Khan beherrscht, der für einen der mächtigsten Fürsten deS Kaukasus gehalten wird, und dessen HauS, als Vorzug vor allen andern, Fenster Mit Glasscheiben hat. Die fruchtbaren Thäler der Chaidaken sind mit prächtigen Dörfern übersact. Der Fürst der Chaidaken heißt der Uzmey. DaS Wort Daghestan bedeutet Gebirgs-Land; der Sinn davon ist eben so wenig bestimmt, alS jener deS Wortes Gorski, oder Bergbewohner, welchen Namen die Russen den meisten unter den kleinen kaukasischen Völkerschaften gebe»; kurz, die ungewisse Ausdehnung der Bedeutung dieser Wörter hat Einfluß auf die Fest- fezung der Grunze» von Schirwan, welche das Hertom« men oder die Umstande bald zu Derbent und bald zu Baku ihren Anfang nehmen lassen; überhaupt werden die Gränzrn im Kaukasus nicht sehr respektirt» Die Gebiete von Derbent, Kura und Kuba (Kuba- fcha, Kopasch) gehören zu den herrlichsten Landschaften. Hier ist's wo, nach Strabo, die Albani daS Korn fänfzigfältig ärnteten, und diese reichen Aerntcn zwei- oder dreimal jährlich sich erneuern sahen. Noch heut zu Tage ist der Boden hie und da so schwer und fett, daß man 6 bis ö Ochsen vor den Pflug zu spannen pflegt. Man führt viel Weizen, Gerste, Safran, Baumwolle und verfchitdenesObst aus. Das Gebiet von Kuba hatte bei den Perfern den Namen "R 0 s« n - ParadieS.« ES gibt Orte, wo man aus jeder Spalte in den Felsen einen Rebstock hervorwachsen sieht; jedoch sind diese schönen Gegenden zu feucht, und an mehreren Orten mit kriechenden Thieren (Schlangen) und schädlichen Infekten angefüllt. Die russischen Truppen verlieren dort noch mehr Leute als in Georgien. Die Stadt Baku und ihre brennenden Naphtha- Quellen, und die Schüler AvrvasterS, um diese heiligen Ort« in Anbetung versenkt, sind so bekannte Gegenstände, daß wir blos daran erinnern wollen. So ist der Kaukasus beschaffen, m seinen großen Massen betrachtet. Der Besiz desselben wird für dir Russen erst alsdann gesickert seyn , wenn die eingebornen Völkerschaften, heut zu Tage dem Namen nach dem russischen Scepter unter, 4619 werfen, Interessen und Gesinnungen, die mit denjeni, gen ihrer Herren Übereinkommen, werden angenommen Haben, und wenn sie in dem großen Ganzen oer russischen Welt einen Plaz einnehmen, ähnlich jenem der Kosaken und Polen. Die bisher von den Russen angewendeten Mittel, um die Zivilisation unter den Kaukasiern zu verbreiten, sind nicht die sanftesten; allein es sind vielleicht die einzigen, die für den Augenblick möglich sind. Griechenland. Triest, den 11. Okt. In einem Briefe aus Syra Vom 19. Sept. heißt rS: "Im Lager bei Sajaglk, Samos gegenüber, sollen 9V00 Mann stehen, die zu einer Landung auf SamoS bestimmt sind. Ist die griechische Flotte nicht im Stande, bald wieder auf dem Kampf- plaze zu erscheinen, so wird diese Landung keiner Schwierigkeit unterliegen. Das türkische Armeekorps bei Athen soll kaum mehr 6000 Mann zählen, und darunter befinden sich nur 1000 Rumelivten^ auf die der Pascha sich besonders verläßt; die übrigen sind Albaneser, und heimlich den Griechen günstig. Omer Pascha hat sich auf die Anzeige, daß KaraiSkaki aus Negroponte erschienen sey, und dort die den Türken unterworfenen griechischen Dörfer plündere, in Perfon nach dieser Insel begeben. Indessen sind zwei griechische Kapitam's von dem griechischen Heere des KaraiSkaki und Fabvier zu den Türken Lbergegangen., Der Spectateur oriental vom 8. Sept. gibt folgenden Bericht über die Vorfälle in Attika: «OerSe- raökier von Romelien nahm, nach der Bcsezung von PhveiS und Bövtien, wo er nicht den geringsten Wider- ssand gefunden hatte, sein Hauptquartier zu Theben, von wo er nach Attika mit drei Korps rückte, das eine auS Albanesern, das andere aus Negropontinern, das dritte auS Osmanen bestehend. Die Griechen flüchteten sich hierauf größtentheilS von Athen nach Salamis« Die drei türkischen Korps rückten nahe vor die Stadt Athen, so daß ihre Vorposten nur in Flintenschuß-Weite von den Mauern waren. Doch behielten die Griechen noch einen Posten auf dem Hügel des Museums, unter den Kanonen der Akropolis, besezt, wodurch es mehreren griechischen Kapitänen gelang, in die Festung zu kommen, z« B. dem Mastro Costa mit 300 Mann, der von seinen Landsleuten als geschickter Schanzgräber geachtet ist. Die Türken errichteten zuerst Batterien an den Abhängen des Pnyx zur Beschießung der Stadt und der Akropolis. An den ersten Tagen des Augusts hatten sic zwei Mörser von 48, ein langes Geschüz von 48, eines von 52, eines von 16 und zwei von 12 Pfund in Batterie. Während dieser Zeit begab sich KaraiSkaki mit etwa 1000 Mann von Salamis nach Eleusts, und hielt sich dort bei wiederholten Angriffen aus dem vttomanischen Lager. Archondopvlv landete anderer SeitS mit einigen Hunden Mann bei Megara, und warf sich in die Berge des JsthmuS. Seit Anfang Juli sprachen die Micazi, Lotzaris, Giavella, MacriS und andere Kapitäne der Rvmelioten davon, sich zu vereinigen, und gegen den SeraSkier zu ziehen; die provisorische Regierung konnte sie aber erst am Ende dcS Monats dazu bringen. Am 10. August waren sie Alle zu Salamis, wo sich der 400 Mann starke jonische Phalanx, unter dem Befehle des Omorphopolo , undObrist Fabvier mit etwa 1500 Mann regelmäßigen Truppen, die indessen auf der Halbinsel Methana kamplrt halten, mit ihm vereinigten. Am 11. August segelte die ganze griechische Macht nach dem Piräus, wo sie ohne Widerstand landete. Sie rückten durch die Olivenwäldcr der Ebene gegen das bei der Akademie errichtete türkische Lager vor, währendKaraiS- kakr auf der Straße von Eleustö vorwärts gieng. Am Li. rüstete man sich zum Kampfe ans den folgenden Tag. Am 12. wurde mit Tagesanbruch der Befehl zum allgemeinen Angriff gegeben. Obrist Fabvier zog zuerst mit seinem Korps auf die linke Seite des Schlachtfeldes, während sich KaraiSkaki nach der rechten wandte. Die Romeliotcn bildeten den Mittelpunkt, und der jonische Phalanx sollte die Reserve für die drei Korps bilden. In demselben Augenblick machte Gura einen Ausfall auS der Akropolis gegen die Batterie Pnyx, dw aber von den Türken standhaft vertheidigt wurde, und in ihrer Gewalt blieb. Goura, von der Ueber- macht gedrängt, mußte, nach Verlust einiger Leute, in die Festung zurückkehren. Man schlug sich von beiden Seiten mit Hartnäckigkeit und wechselndem Erfolge mehrere Stunden. Gegen Mittag gelang es dem Korps deS Obristrn Fabvier, von den Romeliotcn un- terstüzt, sich eines Hügels, der lange streitig gemacht worden war, zu bemächtigen, und dabei eine Kanone und zwei Fahnen zu erobern. Der Vortheil des Tags war auf Seite der Griechen, ob sie gleich von den vier Kanonen, die sie mitgebracht, nur eine gebrauchen konnten, da die drei andern zersprungen waren. Am 15. kam in demselben Augenblicke, wo der Kampf von neuem beginnen sollte, Omer Pascha mit 2000 M. Kavallerie an, die sogleich zum Angriff eilten. Fabvier befahl seinen Leuten, ein Viereck zu bilden; sie waren mit der Aufstellung beschäftigt, als der Angriff mit solcher Heftigkeit erfolgte, daß die Taktiker, über diese Masse bestürzt, und noch nicht in Ordnung, anfien- gen, auseinander zu gehen. Fabvier bemühte sich vergeblich , sie wieder zu sammeln. Die ihn umgebenden Philhellcrirn wollten ein Beispiel geben, wurden aber fast Alle schwer verwundet. Die Romeliotcn suchten den Kampf wieder herzustellen, und gaben Beweise von Muth; aber der Impuls war einmal gegeben, und die Unordnung verbreitete sich allgemein. Die türkische Infanterie stürzte sich ans KaraiSkaki, der genöthigt wurde, sich unter großem Vertust schnell zurückznzichen. Die Türken bemächtigten sich der verschanzten Ambulance, wo die Verwundeten vvmvvrigen Tage waren; sie mußten alle über die Klinge springen. DieseS Treffen gereicht dem Seraskier von Romelien zur Ehrender, von drei Seiten angegriffen, sich männlich vertheidigte, so wie dem Omer Pascha, der mit seiner Kavallerie die > 1620 Entscheidung herbeifährke. Die Kavallerie der Griechen bestand nur aus 50, ihre Infanterie aus etwa 6000 Mann. Die Türken sind gegenwärtig Meister der Stadt und der Ebene von Athen, und des Engpasses von Eleusis., Dasselbe Blatt sagt von dem berühmten Canaris: "Der Enthusiasmus für diesen Mann ist allgemein und wohlverdient. Mitten unter den farblosen Gesichtern, welche das Bild der griechischen Revvluzion darbietet, erscheint Canaris als einer jener antiken Köpfe, dessen bewundernswürdige Züge noch heute als Muster dienen. Selbst die Türken schäzcn und bewundern diesen kapfern Seemann, und die Nachwelt, welche daS Ganze und die Einzelnheiten dieser Revvluzion auf eine sehr verschiedene Art beurtheilen dürfte, wird den Muth, den Patriotismus und die Uneigennüzigkrit des Canaris mit unauslöschlichen Zügen in ihre Jahrbücher ein- tragen.» Auszug aus den Karlsruher WitterungSe Beobachtungen. 19. Okt. Barometer Therm. Hygr. Wind. M. 7 27 Z.ii,5 L. 9,2 G. 64 G. N. M. 5 s 27 Z.11,2?. 13,0 G. 61 G. N. N. 9; 27 Z.ll,LL. 10,2 G. 63 G. N. Trüb, sehr dichter Nebel, dann wird es ganz heiter und bleibt so. Theater- Anzeige. Sonntag, den 22. Okt.: Der Bräutigam aus Mexiko, Lustspiel in 5 Akten, von Clauren. Literarische Anzeigen. Ja der Gottl. Braun'schen Buchhandlung in Karlsruhe ist zu haben: M. Wölfcr'S (Baumeisters zu Gotha) gründliche Anweisung zum Treppen bau j u IN Selbstunterricht für Tischler, Zimmerleute und Maurer. Mit 2 großen Steindrucken, worauf 14 verschiedene Treppen - und Geländer-Modelle abgebildet sind. 8. Preis 36 kr. Die Handelszeitung urlheilt darüber: «Diese Schrift bezweckt: dem gewöhnlichen Handwerker eine verständliche Anweisung über den Treppend«» zu geben und groß-Wecke cnibehrlich zu machen; dieser Zweck scheint uns gut erreicht," Bei Friedrich WUm ans in Frankfurt am Main ist erschienen und in allen Buchhandlungen, wie auch bei Un, terzeichnetem zu haben: a u ch s ch e n b für das Jahr 1827. D e r Liebe und Freund schuft gewidmet. Mit 14 Kupfern. 2 » verschiedenen Einbände» zu - fl. 4- kr., 4 fl. So kr. und 7 fl, 12 kr. Gottl. Braun in Karlsruhe. Karlsruhe, (Fässer fei l. Ü In der langen Straße, im Haus Nr. ,56 am ehemaligen Mühlburgcr Thor, sind 3 weingrünc runde Fässer i» Eisen gebunden, ,1, 14 und >5 Ohm haltend, zu verkaufe»; auch sind ebendaselbst zwei zusammengelcgic stark in Eisen gebundene Fässer, ein ovales zu -2 und ein rundes zu 22 Ohm im Gehalt, billigen Preises zu habe». - Karlsruhe. (Airzeige. d So eben trifft wieder bei Mir ein: Englischer (Lester-Käs; dv. do. enxomines flsxirilvrmeä'^nunss; Holländer Vessrt-Käs, von «n 4 Psö. das Stück, UNS Englisches Lurton 41 o. - Karlsruhe, den 20. Okt. ,826. Gustav Schmieden Karlsruhe. (Fahrn k st-Derste,' gcr n n g. 1 Ander Verlasse,ischaftsmasse des verstorbenen Herrn Prälat Hebel werben Montag, den So. d. M., Vormittags g Uhr, und die folgenden Tage, in Nr. 3 » der Erbprinzenstraße, Gold und Silber, Mannsklcider, Betiwcrk und Lein- wand, Schrcinwerk und sonst allerlei Hausrath, auch ei- ne Sammlung von Gold-, Silber - und Kupfermünzen, gegen baare Zahlung, der Erbthnlung wegen, öffenilich versteigert werden; was andurch bekannt gemacht wird. Karlsruhe, den lg, Okt. 1826. Großherzogliches Skadtamtsrevisorat. Ä e r 1 c r. Karlsruhe. (Verkauf alter Requisiten. 1 Montag, den 3 a d. M,, Morgens g Uhr, werden in dem Großherzoglichen Zcughof dahier, eine Parkhie ausrangineü Leder und Reitzeug, Jugpferbgcschirr, altes Eisen und Bleiasche, an den Meistbietenden, gegen baare Bezahlung, verkauft; welches hiermit bekannt gemacht wird. Karlsruhe, den 14, Oktober 1826, Großhcrzogliche Zcughausdirektion. Frei bürg. sZurückgenommene Fahndung.'s Der unterm g d. M- zum Zweck der Fahndung ausgeschriebene vormalige Lbkiluiigs-Komiliiffär Franz Xaver Elg, von Säckingen, wurde durch das Großhcrzogliche Bezirksamt Sä- ckingen wieder bcigefangen; daher die Fahndung zurilckLknoill- nicn wird. Freiburg, den 17. Oktober 1826. Großherzogliche Zuchthausverwaltung. Katzenber g.c r. 's Verleger «uv Drucker? PH, Maeklst«