Karlsruher Zeitung. Nr. 312. Freitag, den 10. November 1826. BM». — Frankreich. — Großbritannien. — Qestreich. — Portugal. — Preusscn. Amerika. (V. St. von Nordamerika.) — Bagzesen. Rußland. — Spanien. — Türkei. — Baden. Karls ruhe, den 10. Nov. Gestern hatten wir die Freude, Ihre König!. Hoheit die Frau Markgräfin Amalie, begleitet von den Prinzessinnen Amalle und Cäcilie von Schweden KK. HH., welche bei der durch« laucktigsten Frau Großmutter verweilen, in bestem Wohlseyn, mit Hdcbstihrcm Hofe von dem Sommeraufenthalt Bruchsal nach hiesiger Residenz zurückkommen zu scheu. Frankreich. Paris, den Z. Nov. Gestern war der Kurs der Sprozent. konfol. zu Y9 Fr. 40, 45 Cent. — Zprozent. konsol. zu 69 Fr. 75, Lo Cent. — Bei dem am Kariöseste m den Tuilerien statt gehabten königlichen Banket hat der Herr Herzog von Bourbon , als Großmeister des königl. Hauses, Se. M. bedient; ungefähr 2500 Personen wurden zugelassen , um um die Tafel Sr. Maj. zu zirkuliren. — H. Alexander Duval, einer unserer ersten komischen Autoren, hat von Sr. M. die Dekoration der Ehrenlegion erhalten. — Der Hr. Polizei-Präfekt erließ eine Ordonnanz, wvrnach die Pariser Börse, vom 6. Nov. an, in dem am 4- emgcweihten neuen Lokale gehalten werden soll. — Man beschäftigt sich mit der Fabrikation der für daS Pracht-Gebäude der Börse bestimmten Uhr. Der Zeiger, statt die wahre Zeit anzuzeigen, soll, wie die Uhren in der Schweiz und in England, die mittlere Zeit anzeigen. Das Zifferblatt wird, die Nacht über, vermittelst einer Zurüstung erleuchtet werden, welche derjenigen am Pariser Rathhause gleicht, und deren Erfinder H. Fresnel ist. -7 Der H. Marschall Jourdan hat unter'm §. Okt. an die meisten Pariser Journalisten folgendes Billet ge, schickt: "Mein Herr! Da ich den mir gemachten Vorschlag nicht angenommen habe, den angesehenen Personen mich anzureihen, aus denen die Kommission besteht, welche beauftragt ist, die Errichtung eines Monumentes für Talma zu betreiben, so bitteich Sie, den in Ihr Blatt voni 4. P. M. cingcrücklen Artikel, worin Sie mich ohne Ursache als den Präsidenten dieser Kommission bezeichnen , zu berichtigen. Empfangen Sie rc. Marschall Jourdan. — Ein Friseur in Paris ist, um seine Kunden angenehm zu unterhalten, auf den Einfall gekommen, eine Uhr mitzubringen, welche 14 der schönsten Musikstücke Rosfini'S auf's Beste spielt. Er frisirt nun nach dem Takt, braucht nicht zu erzählen, und mit der lcztcn Note thui er den leztcn Strich. — Man hat in mehrere Journale üher die Unruhen, die im königl. Kollegio zu Versailles vorficlen, eine Erzählung eingerückt, worin der ganze Hergang durch wichtige Unrichtigkeiten und Uebertreibtttigen entstellt ist. Dieses verdrießliche Ereigniß, dem eine aufgeklärtere Vorsichtigkeit und ein minder blindes Vertrauen von Seilen der Vorsteher der Anstalt lercht hätte vorbauen können, ist weit entfernt, die Wichtigkeit gehabt zu haben, die der Verfasser deS besagten Journal-Artikels ihm gibt: Mit Kaltblütigkeit und Klugheit war es leicht, die Unruhen zu stillen, weil die meisten Zöglinge keinen Theil daran genommen, und nur wenige Rädelsführer ihre Kameraden mit hingerissen hatten. Wahr ist's, daß der Obcrvorsteher im ersten Augenblickeglaubte, zumkönigll, chen Prokurator seine Zuflucht nehmen zu müssen; allein diese MagistraiS-Person von anerkannter Weisheit und Klugheit brauchte sich nur zu zeigen, um diesen Schüler-Aufruhr zu stillen. Wahr ist es ferner, daß bei dieser Gelegenheit einige Gendarmen begehrt wurden; allein ihre Mitwirkung war zur Wiederherstellung der Ordnung nicht notwendig; und was jenes Schweizer- Bataillon betrifft, welches, nach dem Verfasser des Artikels, in dieses Kollegium eingeführt wurde, und mit den Zöglingen ein ernsthaftes Gefecht gehabt haben soll, so beschränkt eS sich ganz allein auf vier Füseliere, die einer von den Lehrern in seinem unklugen Eifer vom nächsten Posten kommen ließ (ohne vom Obervorstcher den Befehl hiezu erhalten zu haben). Diese vier Füseliere blieben an der Thür« deS Speisesaales, und weu-en auch nicht einen Augenblick mit den Zöglingen in Berührung. Der Obcrvorsteher, als er sah, daß die Gegenwart dieser Militärs die Zöglinge aufbrachte, begehrte, daß sie sich zurückzichcn sollten, und Allcck kehrte ohne Schwierigkeit zur Ordnung zurück. (Moniteur.) — Das größte Verdienst des auch im Ausland« br- rühmt gewordenen Doktor Pinel, dessen Tod wir vor rinigen Tagen meldeten, ist die Einführung einer.Hess«-- ren Behandlung der GemüthSkranken. DiS zu seine!» Auftreten wurden die Verrückten wie wilde Tbrre >» Eisen gelegt und in Käsige verschlossen, xp führte zUklK 1726 eine menschliche Behandlung dieser Unglücklichen ein. Pinel war geboren zu St. Andre den 11. April 17-5; er wurde Professor an der medizinischen Schule in Paris, und da er sich ausschließlich der Behandlung der Gemüthskranken und Verrückten widmete, wurde er zu- lezt Vorsteher des Pariser Irrenhauses, und es wareine etwas pikante Auszeichnung, daß ihn Napoleon zu einem seiner Leibärzte ernannte. Er war Ritter des Ordens der Ehrenlegion und des St. Michael-OrdenS. Großbritannien. London, den 4. Nov. Se. brittische Maj. haben, nachdem Sie dem Herzog von Uork einen Besuch gemacht hatten, mit dem Minister Hrn. Peel, gearbeitet. Den andern Tag hatte dieser nämliche Minister eine Konferenz mit Sr. k. H. dem Herzog von Dort, und so wie TagS vorher hatte der Prinz den Bischof von London empfangen; hierauf erneuerten sich die Gerächtem der City: der Hauptgegenstaud der Konferenzen des Ministers des Innern, und selbst der Zusammenkunft des Königs mit seinem erlauchten Bruder, sey die wichtigeFra« ge der Emanzipation der irländischen Katholiken gewesen. — Es macht uns Vergnügen, melden zu können, daß die Aerzte erklärt haben: der Herzog von Aork befinde sich wieder viel besser. (Courier.) — Nach dem Globe and Traveller wurden zu Dover, unter den Effekten des Hrn. Canning bei seiner Ankunft aus Calais, für 600 Pf. Sterl. (6600 ft.) französische Seidenwaaren konfiözirt. — Man erwartete den Lord Cochrane zu London; aber «in in dieser Hauptstadt erhaltener Brief meldet: der Lord werde nach Marseille zurückkehren, wo derselbe für 11,000 Pf. Sterling, die er von den griechischen Komi« te'S in Frankreich und der Schweiz erhalten habe, dir Fregatte kaufen wolle, die dort für de» Pascha von Aegypten gebaut wurde, welcher aber seine Versprechungen nicht erfüllen konnte. — Die Nachricht von der Schließung aller brrttischen Kolonie-Häfen gegen nordamerikanische Schiffe hat bei ihrer Ankunft in den Vereinigten Staaten große Sensation erregt, und wird wahrscheinlich zu energischen Vorstellungen von Seite der verschiedenen Staaten der Union bei'm Kongresse Veranlassung geben, wofern die jezt im Werke seyenden Unterhandlungen zwischen Hrn. Galatin und unfern Ministern nicht vorher einen Widerruf des erlassenen Geheimcnraths-Defehlsveranlassen. Dieses ist aber unwahrscheinlich, indem die Gleichstellung der brittischen Schiffe in amerikanische» Häfen nur durch «ine Kongreßakte bewirkt werden kann. Nordamerika leidet offenbar bei dieser MaSregel am meisten; fein» den britkisch-westindischen Kolonien zugeführten Erzeugnisse sind größtentheils solch« rohe und verarbeitete Produkte, welche die nordisch;« Länder Europa's und Irland ihnen eben so billig liefern können, und da den Flaggen jener Nationen der freie Handel dahin nunmehr gestattet ist, so finden die Kolonien Befriedigung, vyne die einstweilige Hemmung des Verkehrs mit Nordamerika sehr zu empfinden. — Sir Humphry Davy will nun doch, durch anato, mische und chemische Analyse, Giftstoff in der Kröte entdeckt haben, den der berühmte Cuvier ganz wegge- läugnet hatte. O e st r e i ch. Wien, den 4. Nov. Metalliques L9^; Bankaktien 1075. — Nach der Hofzeitung haben Se. k. k. Maj. dem wirklichen Hofsekretär, Joseph Anton Pilat, huldrcichst gestattet, den ihm von Sr. päpstl. Heiligkeit verliehenen Christus-Orden anzunehmen und zu tragen. Portugal. — H. von Souza (Grafvon Villa-Real), der jüngsthin zum portugiesischen Botschafter in Paris ernannt wurde, hat die Erlaubniß begehrt und erhalten, seine Reife dahin zu verschieben, und von Madrid, wo er sich gegenwärtig befindet, hieher zu kommen, um feinen Plaz in der Pairskammer einzunehmen. P r e u s s e n. Berlin, den 4. November. Se. Durchs, der H», zog Wilhelm von Braunfchweig-Oels ist nach Breslau abgegangen. — Der wirkliche Geheime Ober-Regierungsrath und Direktor im Ministerium des Innern und der Polizei, Kammerherr Graf von Hardenberg, ist gestern von Neu- Hardenberg hier angckommen. — Nach beendigten Herbst-Uebungen der Truppen hat überall in den Provinzen das Geschäft der Militärersaz- Aushebungs-Kommissionen begonnen, um den Abgang der nach einjähriger Dienstzeit ausscheidenden Freiwilligen und der nach dreijähriger Dienstzeit zur Kriegsreser- ve zurücktretenden Mannschaft im stehenden Heere zu decken. Zwar reicht diese kurze Dienstzeit kaum zur Ausbildung dcS Infanteristen auö, und sowohl bei der Artillerie, als bei der Reiterei wäre in dieser Hinsicht vielleicht ein verlängerter Zeitraum zu wünschen; allein di« für das Ganze entstehenden Nachlheile, wenn dieDienst- zeit verlängert werden sollte, wodurch die jungen Leut« ihrem Gewerbe oder ihren Familien mehr entfremdet würden, sprechen unbedingt für die Beibehaltung des jczigen schonenden Verhältnisses. Auch ist ein spezielles Auskunftömittel dadurch getroffen, daß die Dienstzeit der Unteroffiziere freiwillig bis auf y Jahre verlängert wird, wodurch der Zweck, für die Ausbildung der Mass« tüchtige Organe zu erhalten, vollkommen erreicht wirb. Diese y Jahre dienenden Unteroffiziere werden daher, höherer Bestimmung gemäs, bei allen geeigneten Fällen der Zivil-Versorgung vorzugsweise berücksichtigt, und erhalten im Justiz-, Kameral- und Steuerfach die für sie passenden subalternen Stetten nach treu vollendeter Dienstzeit. 1727 Rußland. Petersburg, den 24. Okt. Am 19. d. wurde rin neues Kriegsschiff "Alexander Nevsky«zu Ockta (Flecken u» der Newa, als Vorstadt von Petersburg betrachtet) vom Stapel gelassen. — Der Kanzler des Reichs, Graf Nikolaus von Ro- manzvff, hat der Kirche uns. lieb. Frau von Kasan mehrere goldene Gefäße, mit kostbaren Steinen verziert, geschenkt. — Der vorgerükten Jahreszeit ungeachtet, ist der Handel hier noch sehr lebhaft. Von 11. bis lö. d. M. sind SS Schiffe in Kronstadt angekommen. Petersburg, den 26. Okt. Am 26. d. wurde das Geburtsfest I. M. der Kaiserin Maria Fevdorvwna in sämmllichen Kirchen hiesiger Residenz mit gehörigem Gottesdienste gefeiert. — Am 24- -st die Kaiserin Mutter im besten Wohl- seyn in PawlowSk angekommen. — Gestern, am 27-, sind I. kaiscrs. Maj. in dieser Stadt eingetroffen. Se. Maj. der Kaiser, II. MM. die Kaiserin Alexandra und die Kaiserin Mutter, sowie I. kais. Hol), die Großfürstin Helena, begaben sich sogleich in die Kathedrale zu U. l. F. von Kasan, anderen Eingänge der Metropolit Seraphim die kais. Familie mit dem heil. Kreuze und dem Weihwasser empsicng. Hieraus fanden die üblichen Gebete und Zeremonien statt. Abends war die Stadt erleuchtet. — Auf Befehl Sr. Maj. wird der Hof, von heute an, die Halbtrauer für Se. Maj. den Kaiser Alexander und die Kaiserin Elisabeth glorreichen Andenkens an!e< gen. Diese Trauer wird bis zum nächsten 1. Dezember getrageü werden. — Die General-Majors Konstantin von Benkendorff und Fürst Mentschikvff sind zu General-Adjutanten Sr. M. des Kaisers ernannt worden. Spanien. Madrid, den 26. Okt. (Privat-Korrespondenz.) Die Nachrichten aus unfern Provinzen von der Seite Algarbiens, die wir durch den heutigen Kourier erhielten, melden, daß auf allen Punkten eine große Anzahl portugiesischer Militärs und Bürger, die an dem Aufstande in Algarbien Theil genommen hatten, sich nach Spanien heremflückten. Eben diese Griefe melden ferner: Die portugiesischen Insurgenten, diezwischen den zu Villa Real von ihnen eingesezten Behörden und zwischen den unsrigen zu Aya- monte Verbindungen angeknüpft hatten, haben anfgc« hört diese Verbindungen zu unterhalten, was die Apostolischen glauben macht, daß die Truppen des Grafen von Alva an den Ufern der Quadiana sich verstärkt und die portugiesischcnjJnsurgcnten, die Spanien nicht erreichen konnten, gezwungen haben, sich auf einige Punkte im Innern von Algarbien zurückzuziehcn. Türkei. Bucharest, den 22. Okt. Wir haben Nachrichten tmS Kvnstantinvpel bis zum 17. nach welchem sich dort nichts Neues ereignet hatte. Der Kapudan Pasch» war in der Hauptstadt cingelroffen. Man fuhr fort Gerüchte zum Nachiheile der Russen von der persischen Glänze her zu verbreiten. (Allg. Ztg.) Amerika. (Vereinigte Staaten von Nordamerika.) Die Nordamerika», scher, Zeitungen sprechen von Vereinen, die schon zu Philadelphia, Baltimore nnd andern Städten, einerseits unter den Freunden desHrn. AdamS, und andererseits unter denen deSHrn. JacksonS, wegen der Präsidenten-Stelle, statt habe»; schon sind sogar zwischen den Anhängern der beiden Kandidaten Gewaltthätigkeiten vorgefallen. Jens Baggesen. (Gestorben den Z. Okt. 1826.) Jens (d. h. Immanuel) Baggesen war den iff. Febr. 1764 zu Kvrsör geboren, wo fein Vater Bagge Baggesen Kornschreiber gewesen; seine Mutter war einege« bcrne Möller. Jene Mischung des Zartesten mit dem Stärksten und Originellsten, die allein den humoristi- scheu D-ckter auöprägt, und die den Hauptcharakter dieses Koryphäen der dänischen Dichter auömacht, begeisterte ihn schon zu feinem Erstlingsversuche im zwanzigsten Jahr. Eintausend Subscribenten unkerstüzten sogleich seine angekündigren komischen Erzählungen, die das Jahr darauf, 1765, erschienen. Seiner Ge, sundheit, die einige Jahre später zu leiden anficng, durch eine Reise in südliche Länder aufzuhelfen, unterstüzte ihn sein großmüthiger Gönner und treu über ihn waltende» Sckuzpatron, der Prinz von Augustenburg. Schon waren die Notablen in Frankreich berufen, als Baggesen im Mai 1789 in der Gesellschaft der ehrwürdigen Tochter Münters, Friederike Brun, und des Professors Cra« mer, seine Reise antrak. Hier sah er Kiel zum erstenmal. auf dessen Hochschule er lange Zeit nur Titular- Professor gewesen ist. Hierauf pilgerte er zu Vvß in Eutin, der von nun an sein Lehrer in der Metrik und Vorbild in der Ode wurde, und ihm in verschiedenen Perioden feines Lebens warnend und rathend zur Seite stand; zu Klopstock in Hamburg, der ihn bei Elise ReimarnS einführte, und dadurch daS Jahrelang fortdauernde schöne Verhältniß mit der Familie ReimaruS begründete; zu Gerstenberg in Altona, Knigge in Hannover. Nach dem Gebrauche von Pyrmont reiste «r mit dem Grafen Moltke über Göttingen, Kassel, Mainz nach Basel, durchstrich die wichtigsten Schweizer- Kantone, wo er sein erstes Alpenlied dichtete, und verlobte sich in Bern mit der Enkelin des großen Haklers, Sophie. Als er im Winter darauf einige Monate in Paris verlebte, kostete er zuerst von der bittersüßen Frucht der gewaltig gährcndeu Rcvoluzion. Mo» Paris kehrte er nach Bern in die vortreffliche Hal- lersche Familie zurück, die wir aus einem Briefe Fer» nvwS an Reinhold kennen, verheiralhete sich dort mir Bekanntmachung. 1728 seiner Sophie, und reiste mit ihr daun im Spätsommer 1-790 über Weimar und Jena nach Kopenhagen zurück. In Weimar und Jena befehligte er seinen FrcunS- schaftsbund mit Neinhold, der dann dreißig Jahre unter den Stürmen einer zerstörenden, auch die ältesten Freunde oft entzweienden Zeit fortdauerte. Laggescns edle Gattin glich in Kopenhagen einer in einem fremden Boden hinwelkenden Pflanze. Siekehrte also in ihres Gatten Begleitung schon 1793 mit zwei Söhnen, wovon der eine bald begraben wurde, m's väterliche Haus nach Lern zurück. Durch Rcinhold war der wackere Fernow in BaggesenS und Lavaterö Bekanntschaft gekommen, der nun auch als Baggesen, mit Zurücklassung seiner Frau, über Wien nach Italien reiste, ihn biS Rom begleitete, und viele Jahre Lehrer der dortigen deutschen Künstler wurde; Baggesen aber kehrte in die Schweiz zurück, und führte feine Gattin zum zweitenmal nach Kopenhagen. 1796 wurde er dort zum Probst der Kommunität und Regent der Stipendien ernannt. Indem dieß sein Einkommen sicherte, wanderte er oft zwischen Kopenhagen und Paris hin und her, und verwickelte sich tief in den Jrrgängen der Revolution, Heren kolossale Form feine Fantasie auf's Gewaltigste ergriff. Er begleitete den berühmten Schazmci- ster Bonaparte's bei dessen erstem Zug nach Italien, Hqller, dem er durch feine Gattin nahe verwandt worden war, auf einige Zeit nach Italien, und erhielt von diesem eine kleine Villa vhnweil Modena, die, auch in seinen Gedichten besungene Frosimalga, geschenkt. Natürlich mußte dieß alles seine Begeisterung für Bonaparte auf's Höchste steigern, die sich dann mannigfach Luft machte, wie z. B. in einer dänischen Ode, die er 1796 im Hospiz des St. Bernhards dichtete, und in welcher er des korsischen Adlers Aufschwung fast eben so vvraus- sagte, wie Wieland einige Jahre früher in seinen Gesprächen unter vier Augen gekhan hatte. Könnten je die ausführlichen Berichte, die damals Baggesen an feinen großherzigen Schuzherrn, den Herzog von Augustenburg, aus Paris und Italien schrieb, zur öffentlichen Kenntniß kommen, sv würde dieß ein unberechenbarer Schaz von ganz neuen Ansichten und Anekdoten über die ersten blutigen Umwandlungen derMevo- luzivn feyn. 1796 wurde er auf kurze Zeit Mitglied der Theater-Direktion, an welcher aber sein Enthusiasmus nur zu bald scheiterte, und er wie alle, die, nicht selbst Histrionen, ihre Bühne rcformircn wollen, gewahrte, daß dieß eine Mohrenwäsche scy. (Forlsczung folgt.) Theater - Anzeige. Sonntag, den n. S-pt.: Die AauberflLte, große romantische Oper in 4 Akten; Musik von Mozart. — Hr. Reichel, von dem Nazionalchrater zu Magdeburg, Sarastro; Mlle. Heunisch, Königin der Nacht; Hr. Hui zins er, Lamino. 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Buchhandlung ist zu haben, und an alle andere Buchhandlungen Deuischlands bereits versandt: Jesus, ein Vorbild der Liebe gegen Gott und die Menschen. Sechs Fastenrecen, von Ioh. Jos. Mühling, Stadtkaplan in Karlsruhe. Preis 4L kr. Der durch mehrere Lileralurzeitungen rühmlichst bekam», te Verfasser liefert hier eine Fortsetzung seiner früher erschre- nenen Fastenpredigten, die jedoch auch als abgeschlossenes Ganze gelten kann. Der Beifall, womit jene ausgenommen wurden, und oft wiederholte Aufforderungen bestimmten ihn, die gegenwärtigen der Presse zu übergeben. In allen Buchhandlungen ist zu haben, in Karlsruhe bei Braun: Der neue K a l e n d e r in a n n, oder ausführliche Erklärung des Juliam'schen und Gregorianische» Kalenders für die der Mathematik unkundigen Leser. Ein populärer Beitrag zur Kenntniß des Weltgebäudes und der Zeitrechnung. Von Johann Heinrich Helmuth. Zweite Auflage. s. Leipzig, bei Gerhard Fleischer. Preis gebunden 54 kr. Der Name des Verfassers, dessen Gabe, eine Sache allgemein,faßlich darzustellen, bekannt ist, kann schon dem Leser dafür bürgen, daß er auch in diesem Buche völlige Befriedigung finden werde. Es enthält Belehrung über alles, was der Mathematik Unkundige, den Kalender de. treffend, zu wissen wünschen können: die Entstehung dcS Julianischen und Gregorianische»», Kalenders, di? Art, wie in beiden das Osterfest, das einen so wichtigen Abschnitt im Jahre macht, berechnet wird, auch geschichtliche Nachrichten über die christlichen Feste, über verschiedene merkwürdige Personen, deren Namen im Kalender Vorkommen rc.» so daß jeder aufmerksame Leser durch dieses nicht nur völlige Auskunft über alles Nöthige erhält, sondern auch selbst, zu eignem Behsirfniß ober zum Vergnügen, für jedes beliebige Jahr sich einen Kalender entwerfen kann. — UebrigenS ist bei dieser zweiten Auflage mehreres, bej sonders waS die Berechnungen betrifft, berichtigt, und den Bedürfnissen der Zeit gemäß abgeändect worden. Bei G. Braun in Karlsruhe ist zu haben: W. Gerhards Gedichte. 2 Bände. Ausgabe auf feinem Druckoelinpapier , 5 fl. 24 kr. - » geglättetem Schweizervelinpapiec 8 fl. ü kr. geschmackvoll carlonnirk, früher zur Subscription angekündizt, haben nun die Presse verlassen und sind in allen Buchhandlungen Deutschlands zu bekommen. Der Unterzeichnete Verleger glaubt auf die Erscheinung derselben das Publikum mit um so größerem Rechte aufmerksam machen zu können, da diese Poesieew nicht zu den wäßrigen Threnvdieen und schwülstigen Vecse- leien gehören, wie sie die neuere Zeit in Masse liefert, sondern durch Geist und Gefühl, metrische Remheir u, rhythmischen Wohllaut sowohl in die Gunst der Frauen, Lener» sie durch einige zierliche Strophen vom Dichter gewidmet wurden, alS auch in die der Männer und Jüngling? sich einschmeicheln und von Beyden gern gelesen und wieder gern gelesen und noch öfter gelungen werden dürften» Für typographische Eleganz und ein dem gediegenen Inhalte des Weckes gemäßes, geschmackvolles Aeuffece ist gesorgt und der möglichst billige Preis gestellt worden. Ioh. Ambr. Barth in Leipzig. Anzeige. Aufgefordert von mehreren meiner Freunde, habe ich mich entschlossen, in meinem Lüaa re »ge schäfte einen sestgeseyien Preis (ki-lr ilxo) einzuführen. Ich mache dieses mit dem Ne- merken bekannt, daß ich bei gleich baarcr Zahlung, und selbst noch drei Monate nach dem Ankauf der Waare Z Prozent (d, b 5 kr. vom Gulden) Rabatt gebe. Die Preise der Maaren habe ich so niedrig als möglich an- gesetzk, wovon sich jeder, welcher mir die Ehre seines Besuches schenken will, vollkommen überzeugen kann. Karlsruhe, den 7. November 1826. Jakob Kusel. Karlsruhe. fAn zeige.» Ein Reisender aus Frank- reich ist hier angekommen mit einer Parlhie französisch wollen Tuch von LouoierS und Sedan, blau, schwarz, grün und bronce; da dieses Tuch nicht mehr nach Frankreich zurückgeführt werden kann, so nurd er.cs unter dem Fabrikpreis verkaufen. Er lozirt im Zähringrr Hof. im ersten Stock Nr. ri, und hält sich die Messe über hier auf. 1730 Karlsruhe. UM e ß-A n z e i g Ich zeige hiermit ergebenst an, daß bei nur nicht nur Chocolade ve Same zu S6 kr., sondern auch Nr. i zu 5 - kr., Nr. 2 56 kr., Nr. 5 40 kr. unb feinste 48 kr. zu haben ist; womit ich mich nebst den dekannien Chveviaden u. Liqueurs zu be» billigsten Preisen bestens empfehle. Meine Bude iß Hrn. Naihan Levis gegenüber. Joseph Ekt Hai, Cbocolade-Fubrikant aus Mannheim. Karlsruhe. sMeßanzeige.) Heinrich Horn, Paraplüe-Fabrikant aus Mannheim, empfiehlt sich wieder ge- genwärnge Messe mit seinen seidenen und tüchenen Regenschirmen; auch werdrn. nach Wun>ch, Regenschirme un Tausch angenommen. Derselbe hat auch Braffeleis von Roßhaaren von mehreren Dessins Durch billige und elegante Waarewird kr sich das Zutrauen wieder erwerben. Seine Bude ist zur Seite der Schloßkirche Minen in der Reihe, zum Eingang Des Bassins. Karlsruhe, s D a m e n - K 0 r se t t e ».^ M- Häusermann aus Hrilbronn hat die Ehre sich mit seinen bekannte» , der Gesundheit ganz unschädlichen Damen-Korseiten, «igner Fabrik, von jeder Größe, wieder bestens zu empfehlen, unter Zusicherung der möglichst billigsten Preise Sejnc Bube jst, wie immer, in der ersten Reihe die lezte rechts dem Schlosse zu. Karlsruhe. sM cß a n z e i g e-^I Unter der Firma I. 48 ecker von Mannheim , in der Reihe dem Theater über, ist auch diese Messe wieder bas bei ihm schon längst bekannte Lau üe Oologns /Kölnische Wasser) einzig und ächl aus der besten Fabrik oai-ibst um den Fabrikpreis zu haben, daS Dutzend Gläser 4 fl 48 kr., einzeln 27 kr.; Regensburger Karmeliter- geist in Ongliialflaschen ä 40 kr, 1/2 a 20 kr.; dann roihes und weißes Mannheimer-Wasser, den Krug ä 40 kr.; für die Aechtheit wird garamirt. Karlsruhe, s Baum schule-Anzeige.^ Der Unterzeichnete macht hiermit ergebenst bekannt, daß aus seiner Baumschule einige lausend schöne hochstämmige Obstbäume von den edelsten Sorten, zu herabgesetzten Preisen, zu haben sind; nämlich: Aepsel- unb Birnbäume pr Stück »6 kr-, grüne Retnclaude-o kr., Mirabellen 20 kr., Aprikosen 3 o kr., Zwetschgen 14 kr., blaue große Pflaumen ia kr. pr. Stück. Heer, wohnhaft »eben dem Löwen Nr. ,g. Karlsruhe- nzcige.^I Champagner Wein in gangen Bvuteillen . . . . ä 2 fl. 6 kr bluo in halben Bouteilicn . - 2 fl 5 kr. Liebfraüen-Milch von >8,g . - 1 fl. 12 kr. Förster - 1822 . - — fl. 40 kr. Don Helden leztcn Sorten wird für die leere Boulkillc hei der Rückgabe 5 kr. vergütet. Max. Goll. Heidelberg, fAnzeigc. ^ Für eine lucrative ehe- mische Anstalt des Großherzogihums Baden wird ein wissenschaftlich gebildeter Pharmaceut als Theilnehmcr gesucht, Der einen Fond von 4 bis Sooo fl. einschießcn könnte. Nähere Auskunf eriheilen, auf franktrtc Briefe, H. Mays u. Komp, Karlsruhe. sDiebstahl-^ Aus einem hiesigen Hause ist heute eine goldene Uhr, deren Beschreibung beigcfugt ist, wahrscheinlich durch de» nachbeschriebenen Putschen entwendet worden. Man ersucht sämmtliche resp Behörden um geeignete Fahndung und alsbaldige Anzeige. Beschreibung ver Uhr. Dieselbe ist von neuerer Faxon, eingehäussg, das Ziffer« HUM mil arabischen Zahlen und goldenen Zeigern, bas Ge- häuS am Rücke» der Uhr ohne Verzierung und nur ringsumher mit einem glatten Absätze versehen, trägt die Spuren ei- ner erlittenen, aber wieder ausgebesserren Quetschung. Die Kette besteht aus glatten Ringen von Sennlor, an welcher ein gewöhnlicher messingener Uhrcnschlüsse, hangt. ^ Signalement des Purschen. Derselbe ist etwa 20 Jahre alt, mittlerer Größe, trägt ein dunkelblaues, hinten rund zugcschninenes Kamisol, graue tle- berho,en und eine Kappe von dunkler Farbe. Karlsruhe, den g. Nov. -«26. Großherzogliches Sladtamt. B a u m g ä r t 11 e r. Karlsruhe. sDiebstahl. Gürilermeisterö Raupp dahier schriebe»« Bettzeug entwende Aus der Wohnung des wurde gestern das nachbe« Samiiitliche obrigkeitliche Behörden werden daher ersucht, hierauf zu fahnden, und in dem Entdeckungssallc baldgefülti- gc Nachricht anher gelangen zu lassen. Karlsruhe, den 7. Nov. -6-6. Großherzoglichcs Stadtamt. Baumgärtner. Beschreibung des Bettzeuges. 1) Ein neues zweischläfriges Deckbett nebst einem Haus gemachten leinenen Ueberzug mit grauen Caro und rolh und blauen Streifen. 2) Ein Psulben nebst einem weißen alten Ueberzug. 3 ) Ein Kissen nebst Ueberzug von Leinwand mit großen weiß und reihen Caro und einem weißen Unterblalte. 4) Ei» alt hänfenes Leintuch. Die vorbeschriebeneu Gegenstände sind ohne Namens« Zeichen. Karlsruhe. sDiebstahl. H Am 5 . dieses MonatS wurden aus dem Spcisesaal des Jähringerhofwirths-Bestän« dcrs Andreas Schepeler die nachbeschriebenen 12 silbernen Eßlöffel kittwendei. Säiiimttichc obrigkeitliche Behörden werden ersucht, hier« auf zu fahnden, und im Entdeckungsfalle baldgejalligk Nachricht anher gelangen lassen zu wollen. Karlsruhe, den 4. Nov. 1826. Grvßherzogliches Stadtamt. Baumgärtner. Beschreibung der Eßlöffel. Unter den >2 Eßlöffeln hat der eine einen etwas schmalen und spitzig zulaufenden Stiel, der da, wo er an den Löffel selbst anläuft, auf der untern Seite sich herzförmig aiischließt. Unten am breiten Theile des Stieles befindet sich das Vilber» »eichen eingeschlagen mit der Zahl > 3 , unter welcher zwei Schwerdter kreuzwclS übereinanber eingcprägt sind. Vielleicht befindet sich auch noch rechts daran in einem besonder,! Schild ein lateinisches 8. Unter dem Silberzeichen befindet sich ein gezackter Strich; die Schwere des Löffels beträgt ungefähr 4 Leih Die andern ,i entwendeten Löffel sind alle von cincr^n- con, Löffel und Stiel ganz glatt, unb das Ende des SiielS herzförmig. Auf dem Stiele selbst befindet sich ungefähr in der Milte das Badisch« Wappen, links daran das Siiberzei« chcn mit der Zahl iZ, und rechts von dem Wappen der Name deS Verfertigers L. k. v Am Ende des SlielS der Löffel befinden sich die Zahlen in arabischen Ziffern mi! vorange- sezter ?ko., als: Ro, 3 . 4. >v. 1, 12. i 3 . > 5 . ig 22- 2g. 3 >. 32 . 35 . 37. 40, und wird hierbei noch bemcrki, daß vier Löffel , mit den angeführten Zahlen versehen, schon früher abhanden gekommen sind. Jever Ver vor angeführten Löffel wiegt ungefähr 5 Loih. Karlsruhe. ^Gasthaus-Derstcigeruiig .1 Do» der hohen Ohervolmunhschaft ist hie öffentliche Versteigerung 17Z1 kes den Friedrich Groß Ischen Relikten dabier gehörigen Gastdauses zur Sonne mit ewiger Schilbgercchiigkcit, nebst dazu gehörige» Hmicrgebäuden, Stallungen, Hof und Garten, am Eck ber Waldhornstraße, neben Jakob Reuters Wittib u»V Ludwig D>e tr i ch liegenb, ber Lheilung wegen ungeordnet. Diese Versteigerung wirb Dienstag, ec» ,4. d. M-, Nachmittags 2 Uhr, ge/ Unterzeichneter Stelle abgehalten werben ; wovon man hier- burch mit dem Bemerke» öffentliche Nachricht gibt, baß bereits ein Angebot von 22,000 ff. Vorhände» ist, und daß die Sieigerungsiiebhabcr sich über ihre Zahlungsfähigkeit auszu- ireisen haben. Karlsruhe, den 1. Nov, 1826. Großhcrzogliches Stadtamtsrevisorat. Kerl er. Kicchllnsbergen. sWein . Versteigerung. Z Montag, den 20. b., Morgens 2« Uhr, werben in Jhringen 140 Saum Wein, Nachmittags 2 Uhr in Mörbingc« 200 iLaum, beides 2826er Gewächs, unter den gewöhnlichen Bedingungen versteigert; was hiermit bekannt gemacht wird. Ktechlinsbcrgen, den 3 . Nov. 1S2S. Großhcrzogliche Domainenverwaltung. S ch w e i g e r t- Emmendingcn. sWcin. Berste igerung-l Montag, bcn 20. b. M., Vormittags 10 Uhr, werben bei hiesig herrschaftlicher Kellerei folgende Weine, und zwar; 26 Saum 26,4er weißer und 27 - rvther Weiherbcrger, sodann ,00 Saum 2826er Gcfällweine, parthienweise versteigert, und bei annehmbare« Geboten sogleich losgeschlagen werden. Emmenbingen, den 6. Nov. 1826. Großherjogliche Domainenverwaltung. B a r b 0. Heitersheim. sWein - Dersteigerung.^ Am Montag, den iZ. d. M-, Nachmittags 2 Uhr, werben im herrschaftlichen Schloß zu Kirchhofen 200 Saum KIrchhofer und Ehrensteltcr Zehentwein in öffentlicher Versteigerung verkauft. Heitersheim, denNov. 2626. Großherjogliche DomainenberwaltUSS. Engeßer. Ettenheim. sWein-Versteigeru»g.Z Höherer Anordnung zufolge wird man von den diesjährige» Wctnvor- räthen folgendes Quantum in nachstehenden Oricn öffentlich versteigern, unb je nach Umstände» entweder gleich losgeschla« gen, oder hohe Ratifikation Vorbehalten. In Mahlberg: Montags, den iZ. Nov. d. I, Vormittags g Uhr, ohngefähr 700 Oehmle im sogenannten Schlvßkcller. In Ringsheim: Dienstags, den 24. Nov., Vormittags g Uhr, ohngefähr >22o Oehmle im dortigen herrschaftliche» Keller. In Altdorf: Mittwochs, den 25. N»»., Nachmittags 2 Uhr, ohngefähr 2go Oehmle im herrschaftlichen Keller daselbst. Wozu die Liebhaber hiermit eingeladen «erden. Euenheim, den 4. Nov. 2826. Großherzogliche Domainenverwaltung. F l e t n e r. Frauenalb. sSägmüble-Versteigerung.) Auf r«n La. November d. 2 > hin ich, her Unterzeichnete, gesonnen, meine hieselbst gelegene SSgmühle, ganz neu erbaut, und km besten Zustande, nebst damit verbundenen Wohnhause, Wiesen und Ackerfeld, beiläufig 5 Morgen, aus freier Hand in öffentlichen Verkauf zu bringen; wozu ich die Liebhaber ergebenst cinladc, unter Versicherung der billigsten Zahlungsbedingungen, und mit dem Bemerken, daß die Sieigeruna in Schilbers, im Wirihshaus zum Lamm, statt habe» wirb Wobei noch eine Parthie vorhandene Sägklökc, im Schlr. berger Wald liegend, zugleich mit m öffentlichen Ausstrcick ausgebotcn werben. ^ Schlotter. Mosbach. ^Bekanntmachung. Z Der unterm 20 d. M. wegen Diebstahls ausgeschriebene Anton Münch von Hetlingen ist gestern eingeliefert worben, Mosbach, den 27 Okt ,826. Großhcrzogliches Bezirksamt. S ch a a f f. Philippsburg. sAmortisirung einer abhanden gekommenen N achh p p 0 t h ek. ^ Die von den Anselm Satte Iber gischen Eheleuten von Roih unterm 22. Aug. l. I. Nr- 787 an Bogt Geuder in Roth ausgestellte Nachhyoolhek über 26Z fl ist abhanden gekommen, und wird anmil für ainortisirt erklärt. Philippsburg, den >g. Sep«. 2826. Großhcrzogliches Bezirksamt. Keller. .Schwer in gen. sUnterpfandSbuch - Erneuerung.^ Da die Erneuerung des UnierpfandsbucheS der Gemeinde Plankßadt verfügt worden ist, so werden alle jene, welche Pfand - oder Vorzugsrechte auf Liegen,chaften in dieser Gemarkarig anzusprechen haben, hiermit aufgefordcrt, dieselben, uc-ier Vorlage der diesfallsigen Dokumenien, in Origi- naii oder vidimirtcn Abschrifie» den li. und 22. Dez. l. I., früh 6 Uhr, bei dem Großhcrzogl. Amisrevisora-e auf dem Rakhhause kr Piankstadt um so gewisser anzumelden, als sonst nur der etwa schon im alten Pfandbuchc zu Gunsten des Ausblcibenden vorhandene und nicht gestllchenc Eintrag gleichlaulcnd in das neue Pfandbuch übertragen werben wird, und jeder Pfand- ober Vorzussgläubiger sich dann diejenigen Nachtheile selbst beizumeffe» habe, welche daraus , daß er sich anzumelden unterließ, für ihn entspringe» könnien. Schwkjingen, den 3 o. Okt. 2626. Großherzoglichcö Bezirksamt. V i e r 0 r d t. Bü hl. sUnterpfandsbücher-Erneuerung.Z Die Unterpfandsbüchcr ber Gemeinde Altschweier bedürfen einer Renovation. Es werden daher alle diejenigen, welche Untcrpfaiidsrccht» auf Liegenschaften im Altschwcicrcr Bann haben, aufgefordcrt, dieselben, unter Vorlage ihrer desfalls besitzenden Urkunden, in Original bei brr Renovations-Kommission am 27 , 28., 2g., 3 o. Nis. und i. und 2. Dez. d. I. im Laubenwirthshausc zu Altschweier anzumelden. Im Füll des Nichtaiimelden« wird der etwa schon im altc/i Pfandbuche zu Gunsten des Ausbleibenden vorhandene und. nicht gestrichene Eintrag gleichlautend in das neue Pfandbuch übertragen wer-, den. Hiebei hat sich aber jeder Pfandgläubiger diejenigen Nachtheilc selbst beizumeffe», welche daraus, daß er sich an-> zumtiden unterließ, für ihn entspringen könnten. Bühl, den 27. Okt. 1826. Großhcrzogliches Bezirksamt. H ä felin. Oberkirch. sSchulden-Liquidation.) lieber die Verlassenschaft des Jakob Vo g t von Oberdorf ist Gayt erkannt, und M Schuldenliquidativu Tagfahrt auf 1732 Freitag, den sz. Növ. d. I. , Nachmittags 2 Uhr, auf diesseitiger Kanzlei anberaumt, wobei dessen sämmtliche Gläubiger zu erscheinen, und ihre Forderungen, bei Strafe des Ausschlusses von der Masse, richtig zu stellen haben. Oberkirch, den »8. Okt 1826. Großherzogliches Bezirksamt. Fauler. Oberkirch. sSchulden-LiqUidation^ Wer an die in Gant erkannte Verlassenschastsmassc deck Ignaz Braun von Oppenau eine Forderung zu machen har, wird hiermit aufgefordcrt, dieselbe Freilag, den 24. Nov. d. I., Morgens 6 Uhr, , dahier bei Amt, b-i Vermeidung des Ausschlusses von dek Aklivmasse, zu liquideren. Oberkirch, den -g okt. >826. Großherzogtiches Bezirksamt. Fauler. SinSheim. sSchulhen-Liqnidation.H Wer an den in Gant erkannte» Bernhard A l l g a i e r zu Rohrbach «ine Forderung zu machen hat, wird hiermit aufgefordert, dieselbe auf Donnerstag, den Zo. Nov. l. I., Morgens 6 Uhr, dahier vor Amt, bei Vermeidung des Ausschlusses, zu liquideren- Sinsheim, de» 4. Okt. ,626. Großherzogliches Bezirksamt. R ü l t l n g e r. streik urg. sDorladung.^ McthäuS Engesfer, UK00I. Stuä. von Hüstngen, welcher wegen Theilnahme an einem peinlichen Vergehen bcinzichligt ist, und sich im Laufe des Sommersemeßerö von hiesiger Universität heimlich entfernte, wird zufolge hoher hofgenchilicher Anordnung hiermit Ls« fcntltch aufgefordcrt, sich binnen 6 Wochen »vr dem unterfertigten Amte um so gewisser zu stelle», akS sonst gegen ihn in conkuinsciain erkannt werden würde. Freiburg, den Zo, Orr >8-6. Großherzogliches UniversüätSaMt. H b t z l i n. Eppingen. f Ediktallad » ng. 1 Der seit 86 Iah« ' re» abwesende Heinrich Moser aus Berwangen, oder dessen eheliche Lcibcserbe», werden biemit vorgeladen, sich innerhalb Jahresfrist hu Melden, und seinen elterlichen Erbautheil in Empfang zu ttthMen, widrigenfalls derselbe feinen nächsten Anverwandten, -«ge» Kaution, in fürsorglichen Bcsiz überwiesen werde» soll. Eppingen, de» ,4. Okr. 18-6. Großherzogliches Bezirksamt. Thilo. Müllh e!'q. s V ersch oslen heitS- Erk.kä rung .1 Joseph Mesi^?, Dkakrtrgefcl! von Liel, welcher der diesser- tkigpn Eblktaifadung vom a8. FebrUctr l. I. keine Folge gelci- tz«t hat, wird biemit für verschokcä erklärt, und sein Vermögen seinen mmbniaßlichem Erben in fürsorgliche» Besitz, gegen Sicherheitsleistung Übergeben wetdhn. Müllheim, den 28 Okt. 182S. Großhttzo.attches Bezirksamt. ,, Lcußlcr. Hornberg. sDerfchollenhtitS - Erklärung. 1 Da Soldat Johann Georg Kieni »ger von Reichenbach auf die öffentliche Vorladung vom 4. Juli v. I., A. Nr. -988, nicht erschienen ist, noch sonst Nachricht von sich gegeben hat, so wird derselbe hiermit verschollen erklärt, und dessen Vermögen seinen sich darum gemeldet habenden Verwandten, gegen Sicherheitsleistung, in fürsorglichen Besitz üdergeden. Hornberg, den 10. Okt. 1626. Großherzogliches Bezirksamt. Bare!. Großherz»glich Hessische P r ä in i e n - A n l e i h e welche Lurch das Wechselhaus M. A. vou Rothschild und Söhne in Frankfurt a. M. auf Aktien von fl. 50 negozirt wurde. Laut allerhöchster Kabinctsvrdre vom iS. August »8,8. Die erste Prämien-Iiehung dieser Aktien-Anlcihe beginnt ai« 2 . Januar 1 L 27 in der Residenzstadt Darmstadt, und erscheinen in derselben folgende Haupipreise, nämlich: 1 120,000 1 - 30,000 1 10,000 1 * 5,000 6 1,000 10 - 400 20 - 200 60 s 100 100 B 70 1000 - 62 800 60 Zu dieser Ziehung erhält man bei dem Unterzeichnete» Original-Pro messen zum Preis von fl 5 . So kr. im fl. 24 Fuß, deren Gewinne dene Inhaber der Promcsse gegen den Kapilalbeträg einer nicht ge- zogeocil Aktie baar ausbezablt werden. Um dem Inhaber einer solchen Promcsse die möglichste Sicherheit zu verschaffe», so steht es jedem frei, die Original- Aktie einer Promcsse gegen Deponent»« dcS Betrage» von fi S-> stündlich von mir zu verlangen, welche ich demselben zu behändjgcn'mich verbinde. Den geringen Betrag co zu überwachen. erbitte ich mir bei Bestellungen fta» H. P. ?. Hör Witz, in Frankfurt a. M. ZUf Bequemlichkeit der hierzu Lustlragcndcn und Ersparnis größeren Portos sind bemerkte Promcsse», gegen den frei hierher eingckandlen Betrag von fl. 5 So kr., auch zu haben bet S e l i a ui a n n L e v t s., Handelsmann in Karlsruhe. ......s.-M . Wekrser zrttd Lmckers Ptz.