arlsruher Nr. 324. Mittwoch, den 22. November t u n g. 1826. Daiern. — Kurheffen. — Frankreich. — Großbritannien. — Sestreich. — Portugal. — Türkei. — Amerika. (V. St. v. Nord« amcrika. Brasilien) — Verschiedenes. Daiern. Au Folge einer vor Kurzem offiziell vorgenommenen Zählung der Einwohner Nürnbergs und des Burgftie« dens der Stadt, beträgt die Zahl sämmtlichcr Einwohner 59,557; nämlich vom Zivilstande 56,546, vom Militär 5225 Seelen. Die Faniilenzabl ist 6265 Rückslcht- lich der Religion theilt diese Bevölkerung sich in 55,760 Protestanten, 5702 Katholiken, 92 Reformirte und 19 andere Glaubensgenossen. Kurhessen. Kassel, den 17. Nov. In unserer Zeitung liest man folgende Bekanntmachung: Am 7. Juli 1624 wurde in Elberfeld unter der Aufschrift: Sr. Hochwvhlgeb., dem Hrn. Gencral-Polizcidirektor von Manger in Kassel, ein Brief zur Post gegeben , welcher eine unerklärbare Chif- fcrsckrift enthalt. Der Verfertiger dieser Schrift wird dringend gebeten, dem Unterzeichneten, sey cS auch auf eine anonyme Art, über den Zweck und den Inhalt Erläuterung zu geben. F. Hahn d. alt., Verther- dlger des von Manger.» — Am 15. d. wurde zwischen Hanau und Frankfurt an der von lczterm Plaze zurückkehrenden Lokal-Diligence ein Raub begangen, ohne daß jedoch dabei gegen die Passagiere und den Postillon die mindeste Gewalllhätig- keit verübt, ja selbst so, daß derRaub erst bemerkt wurde, als der Wagen abgepackt weiden sollte. Die Räuber hatten sich nämlich bloS an dem hinten auf dem Wagen befindlichen Brieffelleisen vergriffen, in dasselbe ein Loch geschnitten und die Pakete für Nürnberg und Wien herausgenvmmen. Diese wurden zwar folgenden Tages von einem angesehenen Einwohner Hanau's, der Ile in dem Chausseegraben unfern seines vor dem Thor« gelegenen Gartenhauses gefunden, auf das Postamt zn- rückgebracht, allein sie waren eröffnet, und bei näherer Untersuchung soll man gefunden haben, daß mehrere mit Wcrihen in Papier, deren Betrag verschieden angegeben wird, beschwerte Briefe daraus entwendet worden sind. (Kvrresp. v. u. f. Deutschs.) Frankreich. Der H. Contre-Admiral Bergeret, der das Kommando der französischen Station in den Antillen übernehmen soll, »st in Brest angekommcn. Er wird die Mulatten an seinen Bord nehmen, die auf Martinique zur Deportation nach dem Senegal verurtheilt wurden, welchen Spruch aber der KafsativnShof für null und nichtig erklärt und befohlen hat, jene Männer an den Gerichtshof von Guadeloupe zu verweisen, um dort einem neuen Unheil unterworfen zu werden. — Aus den höchst interessanten statistischen Untersuchungen über die Stadt Paris, welche der H. Graf v. Chabrol, Präfekt der Seine, herausgegeben,*) entlehnen wir folgende Betrachtungen des Moralisten: Der Aufenthalt in einer so bevölkerten und großeil Hauptstadt, die Leidenschaften, welche hier die Menschen quälen, die Laster, die sie verderben, vermehren -die Ursachen der Vcrstaudes-Verrücktheit. Sie befällt meistens solche Frauenspersonen, die für die Bedürfnisse des Luxus arbeiten, und gleichzeitig die Begierde darnach und die Entbehrung empfinden. Wir wagen es kaum eine andere Bemerkung zu machen. In der That, wie cs sagen: daß gewisse physische Leiden mehr Weiber verrückt zu machen scheinen, als die Leiden deö Herzens ? Wird man es uns glauben? die Liebe sogar hat, in einem Zeitraum von sechs Jahren, weniger Verrückte in der Salprtriere gezählt, als sie Wahnsinnige in ein anderes Hospitium gebracht hat. Jedoch ist es gereckt hinzuzufügen, daß unter den Männern die Politik, und der Ehrgeiz insonderheit, noch mehr Köpfe verrückten, als die Liebe ^) . . . . Die Waaren-Ausfuhr von Paris nach dem Auslande beträgt jährlich 55 Mill. Franken. In Paus werden in einem Jahre 79,000 Ochsen, 560,000 Schaft rc. verzehrt. Der H. Grafv. Chabrol fügte seinen statistischen Untersuchungen einen Bericht bei, dessen Gegenstand in der That die erste Magistrats-Person von Paris beschäftigen mußte. Er will daß, in jedem Hause, für die täglichen Be- ,) üvcd-rellL« 8tnr>,tiexue» sur Is -rille üv ksri» et l« llepartoinent meS liefern folgende Uebersicht der Ausfuhr verarbeiteter Baumwolle in den beiden Jahren 1625 und I62ü (bis zum 4. Oktober) : Weiße Waare 1823 : 95,900,525 AdS. 1826: 74,665,605 Kds. Gedruckte Maaren, 1625: 112,001,196 Ads. 1626: 62,019,520 Udt. Twiste (welche den geringsten Grad der Verarbeitung haben), 1625: 16,624,096 Pfund. 1826: 28,227,291 Pfund. Ein sprechender Beweis von der Abnahme deS brittischen Manufaktur-Wesens in den ersten Stapel-Artikeln Englands, und der vermehrten Fabrikation derselben auf dem festen Lande. — Man hat auf einem Gute in Dorfttshirr dir Cr- 1787 fahrung gemacht, daß die schönste Weizcn-Aemte, die man bei Menschengedenken dort einsammelte, diejenige ist, welche dieses Jahr ein Feld erzeugte, das vorher Mit Flachs war angeblümt gewesen. Man hat gleichfalls durch Erfahrung gefunden, daß der Leinsaamcn, der in em Erdreich gcsäet wird, auf dem vorher Kartoffeln standen, eine größere Menge Bast hervvrbringt, und daß dieser zarter ist, als sonst. Die dürftigsten Ländereien sind gerade diejenigen, welche den besten Flachs liefern , obgleich in geringer Menge; die frisch urbar gemachten Gelände geben die reichste Flachs-Acrnte. O e st r e i ch. Wien, den 16 . Nvv. Metalliques L9; Bankaktien ioöo. Triest, den 12. Nov. Aus Alexandria erhält man mit einem in 15 Tagen angelangteu Schiffe die Nachricht, daß die, mit Inbegriff der gcmiethelen europäischen Schiffe, auö 100 Kriegs - und Transportschiffen bestehende ägyptische Flotte am 5. d. M- von daher nach Morea abscgeln sollte. Einem Gerüchte zufolge soll General Goura in der Zitadelle von Athen'von seinen eigenen Leuten umgebracht worden seyn, weil er sich mit dem türkischen Befehlshaber in Korrespondenz eingelassen hätte. An seine Stelle sollen die griechischen Soldaten den Kapitän Grisolti zu ihrem Kommandanten gewählt haben. — Zu Ende Oktobers zogen durch Calamachi verschiedene griechische Truppen, welche sich nach Salami» begaben, um der Zitadelle von Athen zu Hülfe zu kommen, in welche sich bereits eine Verstärkung von 600 Mann geworfen hatte. — In Aegina versammelten sich die Deputieren zu dem neuen griechischen Nazivnal-Kongreffe, auch war daselbst das neue griechische Dampfschiff, die Ausdauer, eingetrvffcn- — Ibrahim Pascha befand sich drei Stunden von Korinth mit 3 bis 6000 Mann gelagert.— Die Bevölkerung von Morea zeigte noch keineswegs Neigung, sich den Türken zu unterwerfen. Nach dem Osservatore Lriestino ist am 16. Oktober zu Tripcli, in der Barbarei, eine Verschwörung gegen den Pascha, angestiftet von dessen eigenem erstgebor- nen Sohne, entdeckt worden. Der Vater verwies den Sohn nach Dcrna, er ist aber vermuthlich schon auf dem Wege dahin strangulirt worden. Die Stadl, welche auch durch eine Seuche seit einiger Zeit verwüstet wird, gerieth darüber, so wie mehrere europäische Kaufleule, die dem Prinzen große Summen vvrgestreckt habe», in Bestürzung. Portugal. Lissabon, den 8. Nov. In der vorgestrigen Si- zung der Dcputirtenkammcr kündigte der Alters-Präsident, Graf von Sampayo, an, daß I. k. H. zum Präsidenten der Kammer den Bischofs von Coimbra, und zum Vizepräsidenten Don Antonio Guerreiro gewählt haben. Nachher schworen iammtliche Dcputirte, indem sie einzeln dem Schreibetisch der Kammer sich naheten, und die Hand auf das Evangelienbuch legten, mit lauter Stimme folgenden Eid: "Ich schwöre, unverbrüchlich treu zu seyn der katho- lisch-apostolisch-römischen Religion, dem Könige, der Nazivn und der konstitutionellen Charte, und, so viel eö von Mir abhängen wird, zur Bildung gerechter und weiser Gcseze, die geeignet sind, das Glück der Völker, den Ruhm des Königs, und den Glanz des Staates zu machen, beizutragen.« Türkei. Konstantinvpel, den26.Okt. Seit einigen Tagen war die Hauptstadt auf's Neue mit einer Revvlu« zion, deren Verzweigungen sich bis in die Provinzen erstreckten, bedroht; sie wurde aber durch die Strenge dcS Sultans und die Thätigkeit dcS Aga Pascha's im Keime erstickt. DaS Komplott bezweckte nichts Geringeres, als daß die nack Listen verbannten Ianitfcharen, von denen sich sogar schon einige hundert hier eingeschlichen hatten, von Scutari aus m Masse der Hauptstadt sich nähern, und bei Nachtzeit in dieselbe eindringen sollten. Eine große Anzahl Ulcma's und Svfta's erwarteten ihr« Ankunft, um gemeinschaftliche Sache mit ihnen zu machen, und vermuthlich den Sultan mit allen seinen Rath- gcbern zu ermorden. Einer der Verschwornen wurde ergriffen, alS er eben Waffen vcrthcilcn wollte; sogleich ließ der Sultan seine neu vrganisirten Truppen, mit Ausnahme eines Regiments, rn welchem sich besonders viele Ianitfcharen befinden, und welches zur Besitzung in die Schlösser am Bosphorus abgehen mußte, ausrücken, und eine große Anzahl Verschworneverhaften. Die Zahl der Gefangenen betrug über zooo, von denen gegen 500 im ersten Augenblick enthauptet, die meisten Andern aber deportirt wurden. In die Kerker des Bo- standschi Lascki wurden einige hundert abgeführt, um von ihnen auf der Folterbank weitere Geständnisse zu erpressen. Die Hauptstadt ist in Folge dieser Masregeln zwar ruhig, allein die Besvrgmß nimmt immer mehr überhand, daß am Ende doch eine Katastrophe eintreten könnte. Uebrigens herrschte während dieser Auftritte in den entfernteren türkischen Quartieren Ruhe, und auch die Sicherheit der Rayas wurde nicht verlezt. Nach Berichten auS Lucharest vom 25- Okt. befindet sich gegenwärtig Servien, so wie die Moldau und Wallachei in der kläglichsten Lage, In Servien verfährt Milosch mit der größten Grausamkeit, die sich noch zu verdoppeln scheint, seitdem man Garantien für ein besseres Schicksal dieses Landes (durch daS russische Ultimatum) ankündigt. Die türkischen Besazungen in den festen Donaupläzen verheeren ihrerseits durch fortwährende Streifzüge in der Moldau und Wallachei dies« Provinzen auf das Fürchterlichste. Sie rauben ganze Schaaren von Einwohnern, welche von ihnen als Sklaven verkauft werden, wüthen besonders gegen die Pri«, ster, und zerstören die Kirchen. (Schwäb. Merk.) Amerika. (Vereinigte Staaten von Nordamerika.) Neu-Vvrker Zeitungen geben eine sehr glänzende Be- 1788 schrribung über einen aerostatischen Versuch, welchen der jüngere Robertson aus Panö, Sohn des berühmten Physikers vieseS Namens, in Neu-Uork unternahm. Eine Luftschifffahrt am Ufer des Meeres, und mitten in ker Nacht, war in Amerika ein noch unbekanntes Schauspiel, welches daher eine ungeheure Menschenmasse Herder zog. Auch trug Alles, die milde Witterung, die windstille und mondhelle Nacht u. s. >v., zu deren Verherrlichung bei. Der junge Aeronaut, vorsichtiger als Madame Blancharv, hatte 125 Fuß unterhalb seines Nachens ein bedeutendes Feuerwerk angebracht, welches große Wirkung machte, und auf 2Z Stunden weit in der See von dem nach Neu-Pork segelnden Dampfschiff gesehen wurde. Hr. Robertson lieg sich, 3^/, Stunden in der See, auf einer Insel nieder, woervon den erstaunten Bewohnern freudig ausgenommen wurde. Er begibt sich von Neu Jork nach Mexiko, wo eine Luftschifffahrt noch nie gesehen worden ist. (Brasilien.) Die Prinzessin Regentiu von Portugal erhielt von ihrem erlauchten Bruder, dem Kaiser von Brasilien, Mittheilung des Dekrets, wodurch der Senat als k«n. serlicken Prinzen und legitimen Erben des Thrones anerkannte: Don Pedro von Alcantnra, Johann Karl Leopold Salvador Bibianv Francesco Lavier de Paula Leocadio Miguel Gabriel Raphael Gonzaga, erstes männliches Kind, das aus der Ehe des jezt regierenden Kaisers mit der Erzherzogin Maria Leopoloin« vorhanden ist. Dieser junge Prinz ist geboren den 2. Dezember 1ö35. Verschiedenes. Ein ausserordentliches Phänomen hat jüngsthin auf dem Gute Langensh in Finnland statt gehabt. Der Intendant dieses Gutes, indem er durch den Wald und an den Ufern eines SeeS gieiig, hörte ein ausserordentliches Geräusch im Wasser, und sah sogleich, auf einer Seite des Sees, eine erstaunliche Menge Fische ihre Köpfe aus dem Wasser strecken, und in dieser Lage und in Masse dem entgegen gesczten Ufer zuschwimmen, wohin sie sich mit solcher Gewalt drängten, daß mehrere hundert auf'sTrockene hinausgestvßen wurden; man konnte sie alsdann mit den Händen fangen, und fischte noch ungefähr 16 Wagen voll mit Nezen, die man sogleich auSwarf. Es war merkwürdig zu sehen , wie nicht blvS Karpfen, Brassen, Hechte und Bärschcn, sondern auch Aale und Krebse diese Ueberfahrt in bester Eintracht machten. ES wäre interessant, die Ursache dieses Ereignisses zu kennen. — Die Seeleute, die lange in Indien gereist find, versichern, daß die Indier bei ihren Seereisen niemals ermangeln, sich mit einem Vorrath von Kartoffeln (so- lanunr trchenosum) zu versehen, um ihnen nicht allein als Nahrungsmittel, sondern auch alS Schuz - ».Heilmittel gegen den Scorbut zu dienen. Mehrere europäische Schiffskapitäne beeilten sich diesem Beispiele zu folgen, und haben glückliche Resultate davon ersah, ren. Könnte man nicht versuchen, die Kartoffeln auch gegen den Land-Scorbur zu gebrauchen ? Solche in den Spitälern gemachte Versuche könnte» nur dazu beitragen, ein neues Licht auf die antiscvrbutische Kraft der Kartoffel zu werfen, und würden vielleicht die Mög, lichkeil darthnn, auch die Heilung vom Scorbut vermittelst dieser Nahrung auS dem Pflanzenreich zu erhalten. (I. de PeterSbourg.) — Ein chinesischer Schriftsteller gibt über die Verhältnisse China's mit den fremden Nazioncn im grauen Aiterthnm auf folgende sonderbare Weise Rechenschaft: Zur Zeit Houangt-te's (ungefähr 2200 Jahre vor der christlichen Zeitrechnung) kam ein Fremdling aus Süden, und brachte als Tribut einen Becher und Felle. Kur Zeit Hca's brachten Insulaner gestickte Kleider. Unter Changs Regierung (1700 Jahr vor Christi Geburt) brachten die Pegou, die abgeschniitene Haupthaare trugen, aus Morgenland Kisten, die aus Fischschuppen gemacht waren, Degen und Schilde. Sie brachten aus Süden Perlen, Elephantenzähne, Schild- krötenfthalen, Pfauenfedern, Vögel und Händchen. Zu Chvu'S Zelten (ungefähr 1000 Jahr vor Christi Geburt) trat China in Verbindung mit acht barbarischen Nazionen. Zur Zeit Han'S (uugefähr200 Jahre vor Christo) kamen mehrere Individuen aus Lou-whang-che und andern mittäglichen Ländern zu Canton an; die ersten hatten nur 10 Tagmärsche bis an die Gränze deS himmlischen Reiches (China's), und die andern waren 150 Tagreisen davon entfernt. Ihr Gebiet war beträchtlich und gut bevölkert, und man fand dort viele kostbare Maaren. Auszug aus den Karlsruher Witterungs- Beobachtungen. 20. Nov. Barometer Therm. Hygr. Wind. Ar. 7! 28 Z. o,o L. 5,5 G. 6Z G» NO. M. 3 2ö Z. 0,2?. 4.7 G. 65 G. NO. N. 10 28 Z. 2,2 L. Z,üG. 64 G. NO. Ganz bewölkt und schwacher Regen; es hört auf zu regnen, bleibt aber immer dicht bewölkt. Theater - Anzeige. Donnerstag, den 2Z Nov>: Johann von Paris, komische Oper in 2 Akten; Musik von Boieldieu. — Mlle. Heunisch, Prinzessin; Hr. Reichet, Seneschall, als Gast; Hr. Haizinger, Johann von Paris. Sonntag, den 26. Nov: Sargines, der Zögling der Liebe, heroische Oper in 2 Akten; Musik von Paer. — Mid. Reichel, Sophie; Hr. Reichel, Sacgines Vater, als Gäste; Hr. Haizinger, Karl. 1789 Todes-Anzrigr. Alke» Freunden und Bikannten ertheilen wir hiermit die traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefiel, unsere älteste Tochter Friederike, den 20. dieses, nach vieljäh. ngen Leiden, durch einen sanften Tod an einem Zehrfieber, zu sich, in eine bessere Welt zu versetzen. Unter Ver- ditlung aller Beyleidsbezeugungen empfehlen wir unS in ferne Wühlgewogenheit und Freundschaft. Karlsruhe, den 2l. November 1326. Die Hinketbliebenen, Generalmajor v. Biedenseld. Dessen Gattin nebst 2 Söhnen und 4 Töchter. Karlsruhe, sMuseum.s Nächsten Freitag, den -4 d. M., ist der sie Ball im Museum. Karlsruhe, den sei. Nov. 1826. Die Muscums-Kommission. Literarische Anzeigen. So eben sind bei Karl He yd er in Erlangen erschienen, und bei I. C. B. Mohr in Heidelberg und den übrigen Buchhandlungen vorräthig zu haben: Kupfersammlung, zu Schuberts und jeder andern Naturgeschichte brauchbar. In 12 Blättern. Nach der Natur gezeichnet. gestochen und gemalt von Jakob Slurni in Nürnberg. Preis 3 st. Mit schwarzen Abdrücken 1 fi. 46 kr. (Diese Kupfersammlung ist in ihrer Art unstreitig die best e, naturgetreueste und wohlfeilste die es bis jetzo in Deutschland gibt, und ist deshalb allgemein zu empfehlen, namentlich den Schulen und Gymnasien. Die Naturgeschichte selbst, welche in der zweiten Auflage erschienen und sehr vollständig und umfassend ist, hat den beispiellos billigen Preis von »ur 36 kr., und ist bereits fast in allen deutschen Unterrichts-Anstalten eingeführt.) Das Leben Jesu. Für Schule und HauS. Bearbeitet von vr. P- Ewald. 6. 27 kr. PSHlmann, Vr-. Neue Fragen an Kinder, die man im Denken und richtigen Spreche» übe« will- Ein Hülfsbuch für Elementarlchrer. 8 . are verb. Ausl. 54 kr. Dessen kür Schulen zweckmäßig eingerichtetes französisches ABC- und Lesebuch 3 te verb. Aufl. gr. 3 . 36 kr. Denkrede auf Jean Paul, von vr. Börne. 6. ,s kr. Töttiger, vr C. W-, die allgemeine Geschichte, für Schule und Haus, ate verb. Aufl. 8. 36 kr. Dieselbe für die katholischen Schulen, Gymnasien und Lycee» eingerichtet, von dem katholischen Geistlichen, Herrn Pfarrer Goldwitzcr. 6. 36 kr. Völliger, vri C W , die deutsche Geschichte, für Gymnasien und Schulen, rtc verb. Aufl 6. 36 kr. Goes, K. G. Fr., die Seelen-Feste, Ein Empfehlungsschreiben an alle evangelische Geistliche. 6 . 54 kr. Martelli's Errettung in und aus der türkischen Gefangenschaft. Beschrieben von Esper und mit einer historischen Einlei. tung, herausgegeben von ivrof. Schubert. 3 te verb. Aufl. 6- 1 fl. ,r kr. Fricdcrich , W-, großes Lesebuch für die katholischen Stadt- und Landschulen, igle Aufl. 8. 36 kr. Seiler, vr-, G. Fr./ biblischer Katechismus, gte Aufl. 8. iS kr. -Dessen Sittenlehren und Klughei'tsregeln. Für Schulen. igie Aufl. 8. 12 kr. -Dessen allgemeines Lesebuch für Stadt - und Landschulen. 2vte Aufl. 40 Bogen stark. 8. 36 kr. Dasselbe für Militärschulen. Mit 12 sehr schönen Mililärgc- schichten vermehrt 45 kr. Dasselbe für Sonn - und FeiertagS-Schulen. Mit einer gründlichen Darstellung der Künste und Gewerbe und mehreren schönen HandwrrkSgeschlchlen vermehrt. 54 kr. Seiler, Vr. G. F-, Schulgcbete für die deutschen Stadl-und Landschulen. 4 " verb. Aufl. 8. 6 kr. Zeitgemäßes historisches Neujahrsgeschenk. Ludwig Timotheus Spittlers GM chichLe xdeö Pabftthunis nach Dessen akademischen Vorlesungen mit einigen Anmerkungen herausgegeben von Vr. I. Gurlitt Für den allgemeineren Gebrauch erneuert mit einigen Zugaben von vr. H. E. G. Paulus, Großherz. Bad. Geh. Kirchenrathe und Professor der Thologie u. Philosophie in Heidelberg. 8. 24 Bogen. 2 Thlr. sächs. oder Z fl. 30 kc. rhein. ist nun erschienen. Heidelberg, im November 1826. Aug. Oßwald'S Universüäts - Buchhandlung. Bei uns ist so eben erschienen, und bei G. Braun in Karlsruhe zu haben: Schele, Vorlesung über I. L. Macadams System des Chausseebaues. 20 S. mit 1 Steindruck, geh. Preis 20 kr. Diese kleine Schrift, zunächst zum Unterricht der Unteroffiziere des königlichen würl. PionirkorpS bestimmt, ist ein kurzer, populär geschriebener Auszug aus den mannigfaltigen gedruckten Nachrichten über die neue, wohlfeile und dauerhafte Art, womit in England, Rußland und Preus- sen die Chausseen angelegt werden» welche auch in unserm Vaterlande zum allerseitigen Besten ausgeführt werden kann, weswegen ins besondere die Herren Vorsteher der Magistrate und Gemeinden, welchen die Herstellung neuer - Straßen obliegt, so wir die Unternehmer für den Bau von Straßen 1790 auf diese Schrift aufmerksam gemacht werden, aus der sie gewiß großen Nutzen schöpfen können. Stuttgart, im November 1826. F.C. Löflund u. Sohn. Nachricht. Im Mai dieses Jahrs kündigte Herr C. V. Sommer- latt in ausführlicher Beschreibung öffentlich, die Ausgabe eines neuen durch Herrn Rvttmann vortrefflich entworfenen Blattes: die würdige Darstellung der Schlacht von Wimpfen, in welcher unsre 400 Pforzhei- mec den Heldentod starben, an, zu dem allerdings billigen Preis sä Z fl. bei freier Lieferung. Durch U-bereinkunst mit Hrn. Sommerlatt, ist jenes Blatt Eigenthum Großherzoglicher Direktion der Pforzhei- rner Anstalt geworden, und erscheint nun dasselbe in diesseitiger lithographischen Anstalt vollkommen gut vollendet, auf Subscriplion zu obigem Preis. Da der Ertrag zum Bestendes allgemeinen Arbeitshauses in Pforzheim verwendet wird so steht zu hoffen , daß die Bemühungen deS sich mit weiterer Sub- fcribenten Sammlung noch befassenden Hrn. C. V. Som- merlatt, segensreichen Erfolg haben werden. Pforzhe.m, den 17. November 1826. Lithographische Anstalt in dem allgemeinen Arbeitshause daselbst. Karlsru b'e. fAnzeigr.) Unterzeichneter wünscht in der lateinischen und französischen Sprache Privatunterricht zu «rthcile». Er logirt in der langen Straße, im Hause der Wiliwe des Bäckermeister Heiß, im -tcn Stocke. C. F- Hugo, Sprachlehrer. Freiburg. sAtizeige.) Der Unterzeichnete Mechani- kuS empfiehlt sich mit seiner Base Theresia Wetter von Frciburg einem hohen Adel und verehrungswürdigen Publikum mit seinen mechanischen Zähnen, womit man ohne den geringsten Schmerzen zu fühlen alles genießen und beißen kan». Jedermann, dem Zähne mangeln, und sich hiefür wieder eine» Ersatz wünscht, darf sich ihm oder seiner Base unge. scheut anvcrtrauen, indem ihm solche ohne Schmerzen eingesetzt, und bann für die Folge die nämlichen Dienste wie die natürlichen leisten werde». „ ^ ^ . I. Constanzcr, Mechanikus. Lahr- sSchlosser-Handwerkszeug zu verdau- fen.'' Unterzeichnete hat ein vollständiges Schlosser-Handwerkszeug zu verkaufe», wobei besonders zu bemerken: sieben starke Schraubstöcke, eine gut eingerichtete Bohrmaschine zum Schieben, mit 5 Winkelbohrcrn, eine Drehbank mit einem Sibor und dem dazu gehörigen Werkzeug, ferner eine Faß- schraubenmaschinc mit den dazu gehörigen Gcisfüßen, große und kleine Schneidklupen, sammt den dazu gehörigen Bohrern, ferner eine Hohlschraubcn-Schneidmaschine. Alles die- ses ist in gutem Zustand. Lahr, den 3 » Okt 1826. Heinrich Mcinken Wtb. Mannheim. sDel mühle-Ei»richtun g zu vcr- kaufen Eine sehr schöne und vorzüglich solide und gute Delmühlc-Einrichtung, für eine PserdSmüblc, stehet — da daS Lokal, wo solche sich befindet, verkauft worden, und nun in Bälde herausgenommen werden muß — billigen Preises zu verkaufen. Das Ganze bestehet in S Delpresse» mit eisernen Spindeln, in Straßburg verfertigt, dann dem Boden-Stein und zwei Lausern mit dazu gehörigem König-Baum. Liebhaber können sich täglich wegen der Einsicht und dem billigen Preis an den Eigenthümer, Rathsherrn Anton Ger- hard dahier, wenden. Die Vonheile dieser Pressen sind so allgeniein anerkannt, baß solche keiner Empfehlung bedürfen. Mannheim, den »6. Nov. 1826. Gengenbach. sD i cn st a n t r a g. ^ Bel Unterzeichneter Stelle ist ein Theilungskommissaria« offen, das sogleich an- getretcn werben kann. Auf die Vorlage der erforderlichen Zeugnisse über Fähigkeiten und Betrage» wird das Nähere Mitgetheilt werden. Gengenbach, den 16. Nov. 1826. 9. November 18-6. GroßherzoglicheS Fvrstamt. Fischer. Offen bürg, s H 0 lz - V e r st ei g e ru n g.s Samstag" den rS. November, Morgens 6 Uhr, werden »> dem Legclö- hurster GememvSwaid, am Knapploch, 108 Eichstämmc, zu Bau-, Nutz - und Brennholz brauchbar, mit höherer Bewilligung, aufrecht stehend, öffentlicher Steigerung auSgcsetzt. Die Liebhaber haben sich zur bestimmte» Stunde in dem Waid einzufinden, und die nähern Bedingungen zu vernehmen; vorläufig dienet aber zur Nachricht, daß baare Zahlung gleich nach dem Zuschlag geleistet werden müsse. Offenburg, den iS. Nov. 1826. GroßherzoglicheS Forstamt. v. Ncveu. Langenstein, im Seckreis. ^Verpachtung des s. g. Portugieser Hofs, j In Folge höchster Anordnung wird der zum hiesigen Rentamte gehörige sogenannte Portugieser Hof durch öffentliche Versteigerung in Pacht gegeben. Dieser Hof liegt nahe an Langenstein, ist i Stunde vom Pfarrorte Orsingen, und nur eine kleine halbe Stunde von Ligellinzen entfernt, und besteht, nebst einem in gutem Zustande sich befindlichen, gemauerten zweistöckigen Wohnhaus und der unter einem Dach befindlichen Scheuer und Stallungen, in 2 Jauch. Gemüs-, Gras - und Baumgärten , 60 Jauch i Vrll 1,0 Ruth. 4 Schuh Aeeker, dann 25 Jauch. Lg Ruth. 8 Schuh Wiesen, jedes Jauchert zu So,000 Ouadr. Schuh gerechnet. Die Pacht-Versteigerung wird am Donnerstag, den 7. k M. Dezember, auf der Schreibstube des unterfertigten Rentamtes, von Morgens g Uhr bis Nachmittags 5 Uhr, vorgcnommen, wo dann, linier Vorbehalt der höchsten Ratifikation, der Zuschlag in der Art geschieht, baß der wirkliche Pachtuntritl erst nach erfolgter Genehmigung statt haben kann. Pachtliebhaber können von nun an den gedachten Hof in Augenschein nehmen, und die bestehenden Bedingniffe auf der hiesigen Schreibstube einsehen. — Weil übrigens nur Jene zur Pachtung als zulässig erkannt werden dürfen, die sich über Fähigkeit, Leumund, Vermögen und Heimathrecht legal aus- weisen , so haben sich die Pachtliebhaber mit de» erforderlichen gerichtlichen Zeugnissen zu versehen. Langenstei», im Scekreis, den 7. Nov. »826. GroßherzoglicheS Rentamt. Riß. Ofsenburg. s B a d h a uS-Verst ekg erun g. s Die Eigenihümer des hiesigen Badhauses sind gesonnen, dasselbe freiwillig an den Meistbietenden versteigern zu lassen, und laden Hiemil die Liebhaber ein, sich Montag, den 8. Januar 1827, Morgens 9 Uhr, im Badhause dahier einzufinden, wo die Steigerung- -Der« Handlung vor sich geht. Beschreibung. Das Badhaus besteht in einem im Jahr 18,1 neuerbauke» zweistöckigien Gebäude, und liegt in der Offenburger Vorstadt LS enthält: ») im uniern Stock: zwei geräumige WirthsschaftSzimmer. ein Billardzimmer, eine geräumige Küche, einen Keller, ein Wasch- und Bauchhaus, 22 eingerichtete Badzim« mer mit Badwannen, ein Scheepfzimmer, n Wohnzimmer ; L) im obern Stock: 1 Lanzsaal, 4 Wirthschastszimmer, 12 Wohnzimmer. Die Anstalt selbst hat die Wirthschaftsgerechtigkeit. Vor dem Gebäude befindet sich ein Hof und Garten, und oberhalb desselben ein Gras - und Obstgarten. Hinter dem Gebäude liegt ein großer Gemüßgarten, und unten wird cö von einer großen Matte, die als Blcichanstalt benuzt wird, eingeschloffcn. Das Ganze durchfließt ein Kanal der Kinzig, an dem ein Wasserwerk angebracht ist, mit der Gerechtigkeit zu zwei Wasserrädern. Seiner schönen und günstigen Lage wegen eignet sich bas Ganze zur Verreibung der Badanstalt, und Llnrichtung einer Fabrik ober sonstigen Gewerben. Oie vorihkilhaftkn Bedingungen können am Stc,'gerungstage vernommen, aber auch früher bet der Unterzeichneten Stelle cingcsehen werden. Fremde SteigcrungSIicbhaber wollen sich mit VermögenS- zeugniffcn versehen. Ossenbnrg, den 6. November 1626. GroßherzoglicheS OberamtSrevisorat. K ö ch l i n. Lryberg. fUnterpfandsbuch-Erneuerung.s Bei dem großen Brande dahier ist auch das städtische Unrer- pfandsbuch, obschon dasselbe in einem Gewölbe aufbewahre war, zu Grunde gegangen, und dadurch die Errichtung eines neuen Untcrpfandsbuchö nothwendig geworben. Diesem zu Folge werben alle diejenigen, welche Unterpfands- oder Vorzugsrechte auf Liegenschaften in hiesiger Gemarkung anzusprechen haben, aufgesordert, selbe, unter Vorlegung ihrer Bcwcisurkunben, bei dem GroßherzoglichenAnits- revisorat dahier längstens bis lezten Dezember l. I. geltend zu machen, widrigenfalls sie die gesezlichcn Nachtheile, welche ihnen durch Unterlassung dieses zugehen dürften, sich selbst zuzuschreiben haben. Lryberg, den 9 Nov. 1826. GroßherzoglicheS Bezirksamt. Bl eibimHaus. Karlsruhe. sGläubig er-Aufforde rung.s Jur Richtigstellung beS Schuldenwesens des Baumeisters H e i ß dahier werden sämmtliche Gläubiger desselben aufgesordert, bi§ Mittwoch, den 6 Dez. d. I , Morgens 8 Uhr, Ihre Forderungen, unter Vorlegung ihrer BeweiSurkunde», auf diesseitiger AmtSkanzlei zu liquidiren, unter dem Präjudiz , daß sie sonst bei Vertheilung des disponibel» Massever- niögenS nicht berücksichtigt würben. Karlsruhe, den 9. Nov. 1826. GroßherzoglicheS Stadtamt. B a u m g ä r«»c r. Heidelberg. fGlä u b i g e r-Auffo r der» n g.s Auf Bitte des Handelsmannes Kind in Leimen um Richtigstellung seiner Schulden werden dessen sämmiliche Gläubiger aufgefordert, Mittwoch, den »S. Der d. I , Vormittags 9 Uhr, 1792 «uf diesseitiger OberamtSkanzlei, entweder selbst oder durch gehörig Bevollmächtigte, zu erscheinen und ihre Forderungen richtig zu stellen, auch ihre Bevollmächtigten zu Schließung eines allenfalls zu Siande kommenven Vergleichs zu ermächtigen, bei Vermeidung, daß sie, im Fall einer Vermbgens- rinjtilänglichkeit, ausgeschlossen, rcspeciive als der Mehrheit der Gläubiger hinsichtlich des Vergleiches bcitretend angesehen werden sollen. Heidelberg, den ro. No». 1826. Großherzogliches Oberamt. Wild. Eber buch. sS ch u l d en - Li qu i d a ti 0 n.st Die Gläubiger des in Gant erkannien Bürgers Matheö Ba »berger von Lberdach werden bei AuSschlußstrafe von der Masse auf- gesorderr, Mittwoch, den 27. Dez. l. I,, Nachmittags 2 Uhr, auf der Amtskanzlci dahier zu erscheinen, und ihre Forderungen richtig zu stellen. Eberbach, den >0. Nov. 1626. Großherzogliches Bezirksamt. Bäuerlen. Eberbach. fS chu! d cn-Li qu ida t! vn.st DieGläu- biger des in Gant erkannten Bürgers und RolhgcrbermeistcrS Leonhard Schneider von Ebcrbach werden bei Ausschluß- ßrase von der Masse aufgefordert Freitag, den 2g. Dez. l. I., Nachmittags 2 Uhr, auf der Amtskanzlci dahier zu erscheinen und ihre Forderungen richtig zu stellen. Lberbach, den g. Okt 1826. Großherzogliches Bezirksamt. Bäuerlen. Sinsbei NI. s S ch ulde n - L i q u ida t iston. Wer an die in Gant erkannte Dcrlaffenschafr des verstorbenen Johann Rudolph Baer vom Birkcnhof eine Forderung zu machen hat, wird hiermit aufgefordert, dieselbe auf Donnerstag, den 7. Dez. b. I., Vormittags 8 Uhr, dahier vor Amt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse, zu liquidiren. Sinsheim, den z. Nov. ,826. Großherzogliches Bezirksamt. R ü t 1 i n g e r. Sinsheim. sSch ui dc n - Liquida tio n.st Wer an den in Gant erkannien Jonas Brenneisen von Reihen eine Forderung zu machen hat, wird hiermit aufgefordert^ dieselbe am Donnerstag, den 21. Dez., Morgens 3 Uhr. unter Vorlegung der Beweisurkunden und bei Vermeidung des Ausschlusses von der Aktivmaffc. dahier vor Amt zu liquidiren. Sinsheim, den , 3 . Nov. 162S. Großherzogliches Bezirksamt. Siegel. Offenburg, s Vo r l a d un g. st Der Kanonier Blasius Frölich, von Durbach, ist am 6. d. M. zum drittenmal aus der Garnison defertirt Derselbe wird hiermit vorgeladen, sich entweder bei der Militär- oder diesseitiger Behörde zu stellen, widrigenfalls -egen ihn Sie in den Gesetzen bestimmte» RcchtSnachthcile werden 1» Anwendung gebracht werden. Offenburg, den ,2. Nov. ,826. Großherzogliches Oberamt. Orff. Rastatt. fVorladung st Die bciden hiesigen Dürersföhne Mathias Trautwann u. Georg Dominik W c steche r nd im Jahr 1824 während der Gültigkeit des srli- hern Koiiseri'ptisnsgesctzes auf von dem Großhcr-ogl. Phosikat ausgestellte Untauglichkeitsz-ugniffc mit unbeschränkter Wan- dererlaubniß fortgelaffe» worden. Da f,c nun nach den bei der Rekriitcnzichung pro 1827 für sie gezoaenen Nummern zum Aktivdienst cinircien sollien, falls sie nach den Bestimmungen des neuen KonscripiionSgesctzeS lauglich wären, und deren Aufenthalt bisher nicht erforscht werden konnte, so werden dieselben hiermit öffentlich aufgefordert, sich binnen 6 Wochen, von heute an, persönlich dahier zu Kellen, und sich der durch bas neue Gesetz vorgcschriebencn VisitationSart zu unterziehen. Rastalt, den >8. Nov. 1826. Großherzogliches Obcranit. Müller. Rastatt. fVorladung st Der für das Jahr ,627 konscriptionspsiichtige Bernhard Krumeich von Oberndorf hat sich bisher noch nicht gestellt; derselbe wird daher aufge. fordert, sich binnen 6 Wochen s äato dahier einzufinden, und der KonscripkionSpflicht Genüge zu leisten, wibrigenS gegen ihn die gesetzliche Strafe würde erkannt werde». Rastatt, den »7. Nov. ,8r6 Großherzogliches Oberamt. Müller. Karlsruhe, f E d I kt a l l a d un g. 1 Die im Jahr , 8 o 5 nach Preussisch-Polen ausgewandene Karoline Schorb von Blankenloch, welche sich dort an einen gewisse» Philipp Le pp verheiratket haben soll, seit 16 Jahren aber keine Nachricht mehr von sich gegeben har, oder ihre etwaigen Lcibcser- ben, werben hiermit aufgefordert, sich binnen Jahresfrist zu melden, und das ihr angefallene nach der lezten Pfleg- rechnung Z-, fl 14 itr kr. betragende Vermögen in Empfang zu nehmen, andernfalls sie für verschollen erklärt, und dasselbe ihren nächsten bekannten Erben in fürsorgliche» Besitz, gegen Kaution, wird ausgefolgt werden. Karlsruhe, den ,. Nov. 1826. Großherzogliches Landanit. v. Fischer. Tübingen, f E di k t a l l a dling st Der Bäcker Io- Hann Georg Rieß von hier ist feit dem Mai >8>g von Hans entwichen, ohne daß sein Ausenihalisort inzwischen hätte aus- gemitielt werden können. Da nun aus das Gesuch seiner Ehefrau. Loui,e, gcb. Be- kert von hier, der Ehescheidungs-Prozeß erkannt, und zu Verhandlung dieser LhescheidungS-Klagsachc Tagfahrt auf Mittwoch, den 28. März künftigen Jahrs, anberaumt worden ist, so wird nicht nur gedachter Johann Georg Rieß, sondern auch dessen Verwandte und Freunde, welche ihn in Rechten zu vertreten gesonnen scyn sollten, hier- mit aufgefordert, an jenem Tage, Vormittags g Uhr, auf der Kan.,lei des hiesigen Gerichtshofs sich einzustnden; wobei übrigens, er erscheine oder nicht, rechtlicher Ordnung gemäß in der Sache weiter verfahren werden wird. So beschlossen im Ehcgcrichllichcn Senat des Königlichen Gerichtshofs für Le» SchwarzwaldkreiS, Tübingen, den S.. November »826. v. Georgir. X ' Verleger mid Drucker: PH Mackrot.