Karlsruher Zeitung. Nr. 2 . Dienstag, den 2. Januar 1827. Waden. (Aus;, aus dem großhcrzogl- Staats - und Regierungs-Blatt v. i. Jan.) — Freie Stadt Hamburg. — Frankttichi — Großbritannien. — Destreich. — Schweiz. — Dicnfrnachrichlkn. — Todesfall. Baden. Das großherzogliche Staats- und Regierungsblatt vom i. Januar, Nr. I., enthält folgende Bekanntmachungen : s) Des Finanzministeriums. Nachträglich zur Verordnung vom 28. Oktober d. I., Regierungsblatt Nr. XXVII-, wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der dort nicht benannte Kanton St. Gallen ebenfalls zu jenen Schweizer-Kantonen zu zählen ist, welche als unmittelbar an das Großherzvgthum angränzende Staaten zu betrachten, und in dem Artikel 3 der höchsten landesherrlichen Verordnung vom 7. Sept. d. I., Regierungsblatt XXIl, inbegriffen sind. K) Des Ministeriums des Innern. In Gemäsheit höchsten StaatSministerial-Erlaffcs vom 30. Nov. d. I., Nr. 1816, wird hiermit die von dem dießseiligen Ministerium unter'm 2t. Nov. 1820 ausgegangene und hier beifolgende Jnstrnktiv-Verordnung über die Verwaltung und Rechnungs-Erledigung der katholischen, kirchlichen und weltlichen Lokal- und Distrikts-Stiftungen zur öffentlichen Kenntniß und genauen Beobachtung mit dem Aussigen gebracht, daß durch den §. 15 dieser Verordnung an den früheren Bestimmungen nichts geändert ist, welche bei Stiftungen und Vermächtnissen zu frommen Zwecken nach der Verordnung vom 11. Dez. I6i1, Regierungsblatt Nr. XXXVl, zu ihrer Gültigkeit die höchste landesherrliche Bestätigung erfordern. Freie Stadt Hamburg. In Hamburg sind Jugend-Unterhaltungen, von Leonhard Wächter, erschienen, der dem deutschen Publikum längst als Veit Weber rühmlich bekannt und werth ist. Hamburgs Bewohner kennen ihn ausserdem seit einer langen Reihe von Jahren als Stifter und Leiter einer Erziehungs- und Bildungsanstalt, aus der mehrere der gebildetsten und tüchtigsten jungen Bürger Hamburgs hervorgegangen sind. Im Laufe dieser Wirksamkeit sind nach und nach obige Unterhaltungen (Fabeln, Mährchen, Erzählungen) entstanden. Frankreich. Am W. Dez. hatte die große Deputation der Deputir« tenkammer die Ehre: dem Könige die von der Kammer votirte Adresse, als Antwort auf die Thronrede Sr-M-, untertänigst zu überreichen. Sie lautet also: "Sire! Ihre getreuen Untertanen, die Abgeordneten der Departement, legen zu den Füße» des Thrones E. M- den Tribut ihrer Ehrfurcht und die Huldigung ihrer Ergebenheit nieder. "E. Maj. haben für diese Sizung wichtige Arbeiten zurüsten lassen; Allerhöchstdieselben zählten auf unfern Eifer: wir werden das Vertrauen E. M. rechtfertigen. "Sire! die Ordonnanz Ihres erhabenen Ahnherrn hatte der Forst-Gesczgcbung Grundlagen gegeben, deren Weisheit allen Jahrhunderten angchdrt; allem jeder Tag macht die Notwendigkeit fühlbar, die Verordnung in Harmonie mit unfern Institutionen und den gegenwärti- gen Interessen des Eigentums zu sezen. "Die Bedürfnisse der Armee und ihre Verhältnisse mit der Gesellschaft erheischten Verbesserungen in der Mi» lltär-Justiz: wir werden mit Eifer einen Gesezentwurf empfangen, der dieser Gerichtsbarkeit bestimmtere Gränzen und befriedigendere Bürgschaften geben soll- "Sire! die erste Handlung Ihrer Macht war ein glänzendes Zeugniß von der Neigung E. M. für die öffentlichen Freiheiten. Um eine dieser Freiheiten vor ihren eigenen Ausschweifungen zu retten , um betrübende Aer- gernisse aufhören zu machen, kündigen E- M. heute unS ein Gesez an, bestimmt, mit mehr Kraft die Mißbräuche der Presse zu unterdrücken. Frankreich liebt diese Freiheit, deren völligen Genuß es E. Maj. verdankt; allein eö steht und beweint die Ausgelassenheit, die deren unversöhnlichste Feindin ist. Die Abgeordneten der Departement werden nicht vergessen, daß es eine ihrer ersten Pflichten ist, über der Erhaltung der Preßfreiheit zu,wachen, indem sie die kräftige Unterdrückung der Preßfrechheit sichern. "Die Charte hat die Institution der Gefchwornen- Gerichte geheiligt. Den Gebrechen in ihrer Organisation, welche nur die Erfahrung enthüllen konnte, abhel, fen, heißt Rechte auf die öffentliche Erkenntlichkeit erwerben. "E. M. überzeugten Sich von der Unzulänglichkeit unserer Gefeze gegen den Sklavenhandel. Wir werden Alles thun, was nölhig ist, um den sträflichen Spekulationen einer verhaßten Habsucht Einhalt zu IHM, und wir wünschen, daß die Redlichkeit in der Vollziehung der Verpflichtungen und die Stimme der Menschheit überall eine eben so aufrichtige Achtung finde. "Eine Kredit-Vermehrung forderten die Arbeiten an unfern Heerstraßen, so wie jene an unsern'Festungen und Seehäfen. Das Schicksal unserer frommen und arbeitsamen Hülfspriester erwartete eine gesczliche Verbesserung, deren Gerechtigkeit und Ziemlichkeit niemand 6 verkennt. E. M. melden uns, daß die Zunahme des Ertrags der indirekten Steuern erlaubt, den für diese »richtigen Dienste angewiesenen Besoldungen eine Summe zuzulegen, die der lezten Steuer-Verminderung gleich kömmt. "Sire l die nüzlichen Ausgaben sind auch Ersparnisse; »vir werden aufmerksam diejenigen prüfen, die E. M. unS ankündigen, und die den kostbaren Vortheil zu gewähren scheinen, die Gemeinden von einer unregelmäßi, gen Auflage zu befreien, und.für jene dürftigen VolkS- klassen, die dem Herzen E. M. immer nahe find, reiche Hilfsquellen zu eröffnen. "Wir hoffen, daß diese Bewilligungen für die Zukunft genügen werden, und daß hinführo der Ueberschuß deS Ertrags der indirekten Steuern zur Verminderung der lä, stigstcn Abgaben werde verwendet werden. Diese Verminderung ist einer der Wünsche Frankreichs: E. M. hören diese Wünschegern; unsere Pflicht ist, sie auS- zerdrücken. "Wie E. M., so danke» auch wir der göttlichen Vor, sehung für eine Lage, die ihren Völkern eine immer wachsende Wohlfahrt verspricht. Wir sehen eine Bürgschaft mehr für diese Wohlfahrt in den freundschaftlichen Gesinnungen, deren Fortdauer die fremden Regierungen E. M. zusichern, und weil diese fremden Mächte und E. M. gleiche Neigungen für die Erhaltung deS Friedens haben. "Die Ereignisse, die neulich die Ruhe eines TheilS der Halbinsel störten, haben alle Freunde der Ordnung in ein peinliches Erstaunen gesezt. Wir wünschen, daß die Bemühungen E. M., vereint mit jenen Ihrer Murten, diesem Zustand der Unruhe und Zwietracht ein Ziel seze, und daß der Friede, dessen wir genießen, dadurch nicht gestört werde. Frankreich kann, ohne Furcht unrecht verstanden zu werden, sagen: eS wünsche dm Frieden: Man weiß, um welchen Preis es ihn nicht bei- behalten möchte. "Nack blutigen Kriegen, die für dasselbe nicht ohne einigen Ruhm waren, findet das gewerbsame Frank, reich gerne eine andere Größe im Handel, in den Künsten, in allen Wundern dieser Zivilisation, welche de» Friede schüzt und befruchtet. Jedoch haben E. M. das Herz der Franzosen gut beurtheilt: Die kriegerischen Tugenden sind darin immer lebendig: unser erstes Interesse ist die Ehre!; und wenn sie jemals verlezt wird, so kann der Enkel Ludwig des Vierzehnten auf Frankreich zählen, wie Frankreich auf ihn zählt., —> Der unerschütterliche Sanaris ist, durch die Pfleg« eines französischen Wundarztes, wieder völlig von sei- r»eü Wunden hergestrllt. Straßburg, den 3t. Dez. Wir erfahren so eben: der Hr. Maire dieser Stadt habe Masregrln getroffen, daß die Uhr der Kathedralkirche vom 1. Januar an nach der mittleren Zeit eingerichtet werden soll, hoffend, diese nüzliche Neuerung werdebaldan allen Uhrwerken öffentlicher Gebäude angewcndet werden. Großbritannien. London, den 27. Dez. Wir haben den Schmerz, zu vernehmen, daß der GefundheitS-Zustand desHerzvgS von Aork sehr beunruhigend ist. (Morning-Herald.) — Bekanntlich herrschen gegenwärtig zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Nordamerika Gränzstreitigkeiten. In: Vertrage dieser beiden Staaten ist die Gränze deS Striches, worüber gegenwärtig verhandelt wird, fvlgendermaaßen angegeben: "Vom Nordwrst-Winkel "Nen-SchottlandS, d. h. dem Winkel, welcher gebildet "wird durch eine Linie gerade nordwärts von der Quell« "deS St. Croix-FlusseS, längs dem Hochlande, wodurch "die in den St. Lorenzstrom sich ergießenden Flüsse von "den in'S atlantische Meer fallenden geschieden merden, "nach der nordwestlichsten Quelle des Connecticut-Flnf, "suS u. s. n>.» Schon im Jahre 1794 ist die Frage, welcher Fluß unter dem St. Crvix zu verstehen sey, ei, ner Kommission vorgelegt worden, und ein , der Ueber« einkunft gemäß, englischer Seits zum Schiedsrichter auf- gerufkner Bürger der Vereinigten Staaten erklärte den Shrodic dafür, und den östlichsten Arm für die Quelle. Dadurch war aber noch nicht alles entschieden, und der Kaiser von Rußland, dessen Urtheil die Sache seitdem unterworfen wurde, hat sich auf keinen Ausspruch eingelassen. Die Schwierigkeit ist folgende: Nimmt man als das Hochland die Wasserscheide zwischen den Flüssen Penobscot, Kennebec auf der Seite der Vereinigten Staaten, und dem Chaudiere u. a. auf der englischen Seite an, so geht die Linie nach Norden nicht durch jenes Hochland; und die einen Flüsse fallen zwar in's atlantische Meer, aber die andern nicht in den St. Lorenz. Daher suchen die Amerikaner die wahrhafte Wasserscheide zwischen dem St. Lorenz und dem atlantischen Meere, wcl, che sie ganz in der Nähe jenes Stromes ansezen — aber hier ist kein Hochland; und die Flüsse der einen Seite fließen dann gar nicht in'S atlantische Meer, von welchem nämlich di« Fundy-Bai im Vertrage unterschieden wird. — Es kommt auf einen holzreichen Strich von 10,000 englischen Quadratmrilen mit nicht ganz 2000 Seelen an, in welchem die Engländer, troz der unbeen- digten Verhandlung, Eigenthumsrecht ausübtcn, bis die Staaten Maine und Massachusetts im vorigen Jahr« ihrerseits vom Lande an den Flüssen St. Johns und Madawaska vergaben. Haben die Vereinigten Staaten den obern Theil des St. John's inne, so ist daö unter«, den Engländern angehdrige Land im Frieden nicht vo» Schleichhandel, im Kriege nicht leicht vor Ueberfall zu schüzen. Durch den Verlust jenes Striches wäre für di« Engländer die Schifffahrt auf dem St. Lorenz gefährdet, die Kommunikation zwischen den brrttischen Kolonien unter einander und derselben mit dem Mutterland« gestört. England sähe in seinen nordamerikamschen Kolonien gewiß noch lieber einen besonder» Staat, als eine Vergrößerung der Vereinigten Staaten. Jezt liegen jene Kolonien für England zwischen dem Mutterland« 7 und den Vereinigten Staaten, zwischen diesen und den brittischen Fischereien, zwischen den Vereinigten Staaten und Westindien, zwischen den Vereinigten Staaten und Irland, und sie machen das atlantische Meer gleichsam zu einem großen Binnensee für den Handel Großbritanniens. In dem englischen Werkchen Lonsiäors- tion ok tlro ol-nms ancl confluot ob tlrcr Ilaitoä 8ta- tes rospoetinA tlroir blvrtlr Lastern Lounäar^, snst of tire vslne ot tlre Lritislr colonies in Korck America Lonäon I in 8., »826) ist strenge nachgewiesen, daß sogar die Bereinigten Staaten ihren Verkehr mit Großbritannien oder der Welt überhaupt nicht in höheren Grade vergrößert haben, als jene Kolonien. Die Zivil - und Mrlitär-Unkosten dieser leztern finden in dem Vortheile englischer Kaufleute, Manufaktucisten, SchiffScigenthümer und Seeleute überhaupt reichlichen Ersaz. Hätte England die Kolonien den Vereinigten Staaten abgetreten, so würde wahrscheinlich sein Verkehr mit erstem nur in demselben Grade als der mit diesem Freistaate zngenommen haben; dieAuSfuhr nach jenen würde alsdann statt um 455 Prozent nur um 245 größer seyn als im Jahr 1774, die Ladung dahin statt um 2570 Prozent größer, mehr alö um 5 kleiner seyn, und jezt nur 10 ,656 Tonnen statt 411,552 betragen; die Differenz wäre einer andern Macht überlassen. Der Kolonialhandel hat für England die Vortheile, daß er innerer Handel, direkt ist, und auf brittischen Schiffen geführt wird. Bei den Artikeln, welcheauf diesem Wege theurer sind, fällt der Vvrtheil der Schifffahrt und den Manufakturen Großbritanniens anheim. Auch reichte, ohne jene Kolonien, die Desazung, welche gegenwärtig in Westindien und anderwärts ist, nicht hin. Die Erzeugnisse Großbritanniens haben in der leztern Zeit den Verbrauch im Lande so sehr überstiegen, daß neue Märkte eröffnet werden müssen. Durch Anlegen von Kanälen zwischen der Fundy-B>ai und dem St. Lorenz-Golf, der Fundy Bai und dem atlantischen Meere vor Halifax, zwischen dem Erie - und Ontario-See, dem Ontario-See und dem St. Lorenz, dem St. Lorenz und dem Champlain See (einige dieser Unternehmungen werden schon betrieben) können neue Vorthelle erlangt werden. O e st r e i ch. Wien, den 27. Dez. Metalliques 66/^; Bankaktien 10 Y 0 . ' Schweiz. Der große Rath des Standes Luzern hat am 27. Dezember seine ordentliche Wintersizung begonnen. Am Schluffe der Eröffnungsrede des H. Amtsschultheiß Rüt- timann ward die mit besonderem Nachdruck ausgesprochene Warnung gegen Despotie, Ehrgeiz und Uebermuth bemerkt. Die Ernennung des jünger« H. Corragioni in den großen Rath wurde, des dabei verlezten Wahlreglements wegen, durch Stimmenmehrheit für ungültig erklärt, und mit 67 (gegen 21 abweichende) Stimmen ward H. Schultheiß Amrhyn zum Standeöhaupt für 1627 ernannt. Auf die dem großen Rath gemachte Anzeige über die Lossprechung von aller Anklage gegen die HH. Reaierungöräthe Pfyffer und Corragioni, erklärten Kiese, daß sie dem großen Rath eine Darstellung der erlittenen Verfolgungen, in ihremUrsprungundihrerEnt- Wicklung, ohne Leidenschaft, aber auch ohne Rückhalt in Beziehung auf Sache und Personen, einreichen werden, in der Hoffnung, daß der große Rath, auf dessen Schluß- nahme hin sie in diese betrübte Kriminalsache verwickelt wurden, Kenntniß von den Akten nehmen, und sie kräftig unterstüzen werde, um zu ihrer Rechtfertigung und Gcnugthuung zu gelangen. Die Verhandlung über de« refermirten Kultus ward auf den 26. Dez. angekündigt. — Die Regierung des Standes Neuen bürg hat für die reformirte Kirche in Luzern einen jährlichen Beitrag von 150 Fr. zugesichert. Das großherzogliche Staats- und Regierungsblatt vom 1. Januar, Nr. I, enthält folgende Militär - Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheitder Großherzog haben gnädigst geruht: Den y. Nov. v. I. den Premierlieutenant ,v. Röder, von der Leibgrenadiergarde, mit der llmform von den Adjutanten der Generale, zu» Dienstleistung in die General-Adjutantur zu versezen. Den 10 . Nov. den Secondelieutenant v. Adelsheim, von der Leibgrenadiergarde, zum Premicrlieute- nant zu befördern; — ferner den bisher als eine besondere Abtheilung bestandenen Train der Artillerie in ein» geschloffene Kompagnie zu vereinigen, und unter der Benennung: fahrende Artillerie-Kompagnie, der Artillerie-Brigade als 6te Kompagnie einzuverleiben; — und von der bisherigen Train-Kompagnie den Stabskapitän Petermann und den Secondelieutenant Springer, mit Beibehaltung ihrer jezigen Uniform, leztern unter Beförderung zum Premierlieutenant, der Artillerie-Brigade zu aggregiren und zu anderweiter Bestimmung vorzubehalten; — den Premierlieutenant Fülling, unter Belassung in seiner gegenwärtigen Verwendung als Inspektions-Adjutant der Artillerie- Brigade und der Revüe-Jnspektion, und mit Tragung der Uniform von der Suite der Infanterie, zum Stabskapitän zu befördern, und den Premierlieutenant Hammes zum Regiments-Quartiermeister bei'm Garde-Ka- vallerre-Regjment zu ernennen; — sodann ln der Artillerie-Brigade den Stabskapitän v. Reck zum wirklichen Kapitän, den Premierlieutenant Siegel zum Stabskapitän, und die Sekondlieutenants Köbel und v. Krieg zu Premierlicutenants zu befördern. Den 11 . Nov. den Premierlieutenant Folz, vom Infanterie-Regiment Großherzog, in gleicher Eigenschaft zum Kadetten-Jnstitut zu versezen, und an dessen Grelle im Regiment, den Secondelieutenant Lichtenberg zum Premierlieutenant zu ernennen. Den 15. Nov. dem Secondelieutenant Kr afft, vvm> 8 Dragoner-Regiment v. Geusau, die Entlassung zu er« tbeilen. Den 27. Nov. dem Kapitän von der Suite der Infanterie, v. Leoprechting, die unterthänigst nachge- fuchte Entlassung mit dem Charakter als Major zu bewilligen. Todesfall. Der Major von der Suite der Infanterie, v. Lil- grnau, ist am 20. Nov. in DilSberg gestorben. Ziviil-Dienstachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog hahen Sich huldreichst bewogen gefunden, die Geheimen Hofrälhe und Professoren T h i b a u t, Mittermartr, Liebstm anlr und Kreuzer zu Geheimen Rathen 2ter Klaffe, und den Hvfcath und Professor C h e l r u S zum Geheimen Hofrath gnädigst zu ernennen, — den Assessor Frey bei Hbchstihrem Finanzministerium zum Mi- nisterialrath, den Assessor Hoff m ann der der Tteuer- direktion zum Finanzrath zu ernennen, — den Finanz» infpektoren Malerund Widmann den Charakter als Finanzräthe beizulcgen, und den Rath FrenSdvrff mit dem Charakter als Finanzrath bei dem Fiscalat anzustellen,— den Geheimen Sekretär Gußmann vom Ministerium des Innern in Pensionssiand zu versezen, und dagegen den bei'm Sekretariat gedachter Stelle bisher beschäftigten Rcchtöpraktikanten Kirn zum Mini- sierialfekretär zu ernennen, und — den Assessor bei dem Hofgericht zu Mannheim, Johann Joseph Courtin, zum Rath zu befördern, den Hofgcrichtö-Asseffor Valentin Bayer zu Rastatt in dieser Eigenschaft und mit Verleihung entscheidenden Stimmrechtes nach Mannheim zu versezen, und an dessen Stelle den RechtSpraktikan« ten Johann Ludwig Flad aus Wachenheim, dermal zu Ladenburg, zum Assessor bei dem Hofgericht zu Rastatt mit berathcndcr Stimme, — den Zuchthausverwalter Katzenberger in Fceiburg zum zweiten Registrator bei dem Main - und Lauberkrers-Direktorium, den bisherigen Kreisrcgistrator Hoffinger daselbst zum Sekretär bei der Staatsanstalten-Kommifsion, und den bei dieser Stelle bisher angestellten Kanzleisekretär Lang zum Zuchthausverwalter in Freiburg, und — den Ka- mcralrevidenlen August von Frohen zum Regiments- quartiermeistec bei der Artillerie-Brigade zu ernennen. Seine Königliche Hoheit haben, mittelst höchster Entschließung vom 29. Nov. v. I. . den Unterchi- rurgen Finneisen, vom 2. Infanterie-Regiment, zum Oberchirurgen gnädigst zu befördern geruht,- und — den bisherigen Revidenten Meerwart als zweiten Revisor bei der Direktion der Salinen«, Berg« und Hüttenwerke, 2ter Abtheilung, anzustcllcn. Durch gnädigste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit vom 30. Nov. v. I. wurde der bisherige Amtsrevisor Johann Baptist Ki ll y , zu Ueberlingen, st, gleicher Eigenschaft nach Offenburg versezt. Die Bewerber um das hierdurch erledigte AmtSrevisorat Ueber- lingen haben sich, nach Masgabe der Verordnungen votrr 21. Nov. 1825 und 26. August 1626, darum gebührend anzumelden. Auszug aus den Karlsruher Witterungs- Beobachtungen. 31. Dez. Barometer Therm. Hygr. Wink». M. 6 26 Z. 0,0 L. 'l' 4,0 G. 69 G. W. M. 3 26 Z. o,ZL. ff 5,7 G. 67 G. W. N. 10 26 Z. 0,0 L. ff 5,0 G. 66 G. W. Anhaltend trüb, öfters regnerisch. Theater, Anzeige. Donnerstag, den 4. Januar: Die Verwandtschaften, Lustspiel in 5 Akten, von Äotzebue. — Dlle. Marconi, Gretchen, zur lezten Gastrolle. Somtag, den 7. Jan.: Erste Liebe und erste Liebelei, Lustspiel in i Akt, von T. Hell. Hierauf (zum ersten Male): Der geraubte Kuß, Lustspiel in r Akt, von Naupach. Zum Beschluß: Divertissement; zum Debüt des Solotänzers Hrn. Guerpont aus Paris. Bekanntmachung. Se. k. k. Majestät der Kaiser von Oestreich haben aüS allerhöchster Gnade dem Eigenthümsr von vier im Königreichs Jllyrien, Laibachec Kreises, liegenden Realitäten die gnädigste Bewilligung erlheilk, diese durch eine eigene Lotterie auszuspielen und zugleich den Spielplan so einzu- richlen, daß dadurch dem verehrten Publikum ganz neue und bedeutendere Vortheile angeboten werden, als dies bei allen bisherigen Ausspielungen der Fall war, wovon dir nähere Uebersicht des Plans Jedermann die Überzeugung verschafft. Der Beifall, mit welchem diese Lotterie sowohl im In- als Auslande ausgenommen wurde, halte schon in den ersten Monaten seit ihrem Erscheinen einen so starken Absatz von Loosen zur Folge, daß das Unterzeichnete, die Ausführung dieser Lotterie garantirende Großhand» lungshaus sich in die angenehme Lage versetzt steht, bekannt machen zu können, daß bei dieser Lotterie kem Rücktritt und keine Verlängerung der im Plane festgesetzten z ZiehungSlermine statt findet; demnach werden die Ziehungen bestimmt und unabänderlich, und zwar die erste schon am 16. Dezember d. I., die zweite am io. Februar, und die dritte am 4. April 1827 in Wien vorgenommen werden. Es werden auSgespielt und den Gewinnern sogleich nach der Ziehung ganz schuldenfrei übergeben oder ihnen, wenn sie es vorziehen sollten, die beigesetzten Ablösungssummen baar ausbezahlt, als: i) Die große Herrschaft Neumarktl, oder als Ablösungssumme 350,000 fl.W. W. oder 140,000 fl. 20 fl. Fuß». 9 s) Der grosse Eisenhammer IN Neumarktl, oder als Ablösungssumme 8o,ooofl.W.W. oder Z2,ooofl. 2ofl.Fuß. 3) Die Sensenschmiede daselbst, oder als Ablösungssumme 40,000 fl. W.W. oder i6,ooofl. 20 fl. Fuß. 4) Der schöne Meyerhos Pristava, ^ Stunde von Neumarkt!, oder als Ablösungssumme Zo.ooofl. W.W. oder 12,006 fl. 20 fl Fuß. (Vier Realitätentreffer, deren Ablösungssummen 500,000 fl. W. W. Eine halbe Million Gulden W. W. betragen. Diese Lotterie enthält 156,683 Stück verkäufliche Loos», das Stück u fl- W. W. öder 5 fl 2ofl,Fuß, 4000 Stück mir einem eignen rochen Stempel -versehene schwarze Freiloose, dann 12,000 rvlh und 4000 blau abgedruckte G. G. Loose, welche röche und blaue Loose alle ohne Ausnahme gewinnen müssen und auf die 4 Haupttreffer sowohl als auf die übrigen Geldgewinnste Mitspieler,. Dir mit diesem Spiele nebst den vier Realitätentreffern verbundenen 20,089 Geldgewinnste, im Betrage von 346.840 fl. W. W. bestehen aus 4039 Geldgewinnste,, von 20,000, 10,000, 3000 und, so abwärts bis 2ofl. W. W., dann auS 12,000 Goldgewinnsten für die i2,oooSt. roth und 4000 Gewinnst? für die 4000 Stück blau abgedruckten Gratis-Gewinnstloose; folglich enthält die Lotterie in Allem 20,04z Treffer, in einem Gesammlbetrage von 846.840 fl. W. W. in baarem Gelbe. Die Zahl der G. G. Loose wird in keinem Falle vermehrt. Zu mehrerer Bequemlichkeit des mitspielenden Publikums find die rochen G. G. Loose mit einem Gold ge- winnst-Coupon versehen, dessen Bestimmung im §. 9 des Spielplans angegeben ist. Ein jedes rolhrs G. Gewinnstloos muß nebstdcm, daß eS auf alle Haupt - und N°brntreffer mnspielt, einen sichern Treffer von 400 Stück Dukaten abwärts bis i St. Dukaten in Golde erhalten. Um dem verehrlichen Publikum, weit leichter als dies bei allen bisherigen Lotterien der Fall war, den Besitz von sicher gewinnenden G. Loosen zu verschaffen, erklärt das Unterzeichnete Großhandlungshaus einem jeden, der 6 St. Loose gegen haare Bezahlung auf einmal abnimmt, ein rs- theS Gratis.Gewinnstloos, und der 10 Stück Loose übernimmt, zwei Stück rothe Gratis-Gewinnstloose unenlgeld- tich zu geben, in so fern sich solche nicht vor deren Ziehung am 16. Dez. l. I.'vergreifen. Da aber ein verehrtes Publikum sowohl im In- als Auslands (wo der öffentliche Loosverkauf dem Eigenthümer gestattet worden') diesen ausserordentlichen Vortheil so sehr gewürdigt hat, daß von der unabänderlich festgesetzten Anzahl der rolhen Gratis- Gewinnstloose nur noch ein geringer Vocrath vorhanden ist und.auch dieser binnen Kurzem ganz erschöpft seyn dürfte, so hält sich das gefertigte Großhandlungshaus verpflichtet, darauf aufmerksam zu machen, damit alle-jene, welche des erwähnten Vorlheils, den keine aller jezt bestehenden --fiolkrien aufzuweisen hat, noch theilhaftig werden wollen, mit ihren Bestellungin um so weniger zögern mögen, als nach Vergreifung der rothen Gratis-Gewinnstloose nur bei Abnahme von zwölf Stück Loosen die planmäßige Aufgabe der blauen Gewinnst- und der schwarzen Freiloose beginnt. Man überläßt es übrigens, mit Bezug auf die andern im Plane bezeichneken vielfältigen u. neuen Vortheile, der Einsicht eines verehrten Publikums, zu beurlheilen, ob noch je eine Reolilätenlvlterie bestanden, die solche Vortheile demselben dargeboten. Das Loos kostet 5 fl. 2ofl.Fuß oder 6 fl. im s-AFuff, und spielt in zwei Ziehungen mit. Loose und Spielplane sind zu haben in Wien in der Schreibstube von M. Lacke nbacher et. Comp,, so wie in allen Städten der östreichischen Monarchie und den de- deutenden Plätzen des Auslandes. Wien, den 10. Nov. 1826. M. Lackenbacher et Comp. Anzeige. Die den Abnehmern von 10, und von 6 Loosen, durch Aufgabe von rothen Gratis-Gewinnstlovsen bewilligte Begünstigung hat mit dem gestrigen Tag aufgehört; dagegen kann ich dem Käufer von zwölf Loosen, in Folg« des Spielplans, ein blaues GratiS-Gewinnstloos und ein schwarzes Fceiloos verabfolgen. Karlsruhe, den 19. Dez. 1826. C. Posselt, Waldhornstraße Nr. 21. Anzeige. Verzerchniß der bei der ersten Ziehung am 16. Dezember 1826 unter Aufsicht der Herren Abgeordneten der hoch- löbl. k. k. Hofkammer und der löbl. k. k. Lottodicektion gezogenen Nummern der höheren Goldgewinnste der rothen Freiloose der großen Lotterie der Hcrrschaft Neumarktl und der drei andern Realitäten in Jllyrien, bei M. Lackenbacher et Comp, in Wien: str. 828o io Dukaten, Nr. 10241 io Dukaten, - 45406 IOO ß - 51406 10 » - 58821 30 e - 61058 IO s - 63182 IOO s » 71071 IOO - - 78737 10 - - 81007 IOO - 106100 10 - 107457 io - - 107518 10 - - 115231 IO S - 119601 200 - - 129891 30 S - 133544 30 - - 135728 30 -- - 139887 10 - - 149508 30 - 157617 30 !- - 158579 10 - - 165141 10 S « 175326 400 - Alle übrigen roth gedruckte n Freiloose, deren Nummern hier nickt besonders aufgesührt sind, haben jedes Einen Dukaten gewonnen. Die Geldgewinnste werden, vom zo. Dez. 1826 an, täglich, mir Ausnahme der Sonn- und Feieuage, Mor- 40 MS von 10 bis 12 Uhr, in der Schreibstube des k. k. privil. Großhandlungshauses M. Lackenbacher et. Comp., in der ober» Bäckerstraße Nc. 75z, ausbezahlt. Mit Bezug auf §. y des Spielplans, müssen die mehr als i Stück Duk. gewinnenden 24 Stück rothen Gralis- Gewinnstloose zur Behebung der Gewinnst- im Originale sammt beigedrucklem Coupon bei Unterzeichnetem Großhandlungshause vorgezeigt werden, wo sodann die Gewinnste bezahlt, vie Coupons abgeschnillen, und die rothen Loose den Überbringern zum fernem Gebrauche des Mitspielens in den folgenden beiden Ziehungen sogleich zurück gestellt werden. Die Gewinnste aller übrigen rothen Gralis-Gewinnst- loose aber werden zur Bequemlichkeit des milspielenden Publikums, gegen Aushändigung der von den Loosen abge- schnitlenen Coupons ausbezahlt, und um selbst deren Einsendung den Inhabern zu ersparen, sind die resp. Herren Kolleklanten dieser Lotterie (in Karlsruhe Hr. Karl Pos- seit) von dem Großhandlungshause berechtigt, einen jeden solchen Coupon mit 4 fl. 40 kr. K. M. oder 5 fl. z6 kr. im 24 fl. Fuß einzulösen. M. Lackenbacher et Comp. Literarische Anzeige. In Aug. Oßwald's Buchhandlung in Heidelberg u. Speyer ist erschienen! Lehrbuch des Tafel- und Kopfrechnens für den Schul- und Privatunterricht nebst einer gründlichen Erläuterung der Reesischen- oder Kettenrechnung.. Von I. M. N 0 ebling. 8. so ggr. sächs. oder» fl. So kr. rheln. Di« Ankündigung eines neuen Rechenbuches möchte wohl als etwas Ueberflüssiges erscheinen, aber gerade mit dieser Ueberzeugung glauben wir um so sicherer auf das allgemeinste und lebhafteste Interesse zählen zu können, weil dieses Buch, al» die Frucht gojähriger Uebung und Erfahrung eines höchst verdienten Lehrers, eben dadurch, daß es sitzt erst erscheint, beweist, welche gewissenhafte Prüfung der Verfasser angewendet, um die Richtigkeit und den unfehlbaren Erfolg seiner Methode und seiner Beispiele zu bewähren. Es ist ihm also darin der Vorzug vor so man, chem neuen Rechenbuche gesichert, daß es die festen Grundsätze früherer Zeit in ununterbrochener Fortschreitung bis aus daS Neueste angewendet, und dadurch gewissermaßen für ein ganzes Menschenleben alle Fälle durchgemacht hat. Damit nun jeder sich von der Wahrheit dieser Vorausse, tzung um so leichter überzeugen könne § hat der Verleger für das Buch den Lussecst billigen Preis gemacht, dessen kleine Auslage den möglichsten Nutzen verspricht. Die Beispiele sind in allen Münz- und Maasarten gewählt, und also auch in allen Ländern und Provinzen anwendbar. d. M., ist das ite Konzert im Museum. Karlsruhe, den ». Jan. »8-7. Die Museums-Kommission. -»raussen. le n,k-A n tra g.q Bei unterfertigtem AmtSrevisorat ist eine TheilungskommissariatS-Slette, die so- gleich oder in einem Vierteljahr angeireien werden kann, zu vergeben. Bewerber um dieselbe (aus der Klasse rczipirter Theilungs» kommissarien) wolle» ihre Anmeldung portofrei übersenden. Staufen, ben s>. Dez. -8-6 Großhcrzozliches AmtSrevisorat. Q v e 10 g e. Karlsruhe. sSeikerwaaren-Lieferung.) Für Vas Großherzogliche Zeughaus sind 7Z0 Pf. Seiler verschiedener Gattung, »c >5 Stück Sattelgurten von Bindfaden, -io Stück Stall - und Halfterguricn, Loc> Pf. Bindfaden, soo « Stechgarn, s5o « gelbes Pech, 5 a - schwarzes da. S . Flachs, goo > Wagenschmier und i 5 o « Schveincschmeer zu liefern, deren Muster und Lieferungsbedingungen bei der Unterzeichneten Stelle cinzusehcn sind. Es werden daher die. jenigen, welche diese Lieferung übernehmen wollen, aufgefordert, ihre Preise hiefür schriftlich und versiegelt unter diesseitiger Adresse und Bemerkung „Seilerwaarenlieferung betreffend" am 3 . Januar 1827, Vormittags ,oUhr, persönlich hieher zu überreichen, indem auf spätere Einreichung keine Rücksicht genommen wird. Karlsruhe, den 28. Dez. 1826. Großherzogliche Zeughausdirektion. Karlsruhe. (Pferde-Versteigerung.^ Montag, den 8. Januar 1827, Vormittags um g Uhr, werden im Kascrnenhofe zu GoltSaue mehrere ausrangirte Reit - und Zugpferde, gegen gleich baare Bezahlung, öffentlich versteigert; wozu die Kauflicbhaber eingeladen werken. Karlsruhe, den So. Dez. 1626. Aus Auftrag des Artillerie - Brigade - Kommando. Der Rcgimentsquartiermeister, HammcS. Durlach. sZ ie gel Hütte -Ve r st ei g erung.) Dlo Ziegler Jakob Heinrich L ie dische Wittwe ist gesonnen, ittt Einverstänbniß ihres Beistandes und sämmtlicher majorennen Kinder, ihre Ziegelhütie, bei der Obern-Müble dahier, bestehend in der Hütte, i» welcher 2 geräumige Wohnungen, und Speicher über denselben; dem Brennofen, in welchem 1400 Stück rothe Waare nebst ,6 Fuder Kalk gebrannt werden können, wobei 1400 Ziegelbretlein, und übrige Requisiten; beliebst dabei befindlicher Scheuer, Waschbause und /pSchwein- ställen; sodann 2 Viertel Gcmüsgcirten mit So tragbaren OI>Ü^ bäume», und sehr bequemer Hofraithung, auß 11 Montag, den , 5 . Januar ,8-7, Nachmittags 2 Uhr, aus dem Rathhause, unter annehmbaren Bedingungen, die am Sreigrrungötage näher bekannt gemacht werben, öffentlich versteigern zu lassen. Die Liebhaber zu ersagter Aiegcihütte können solche, und die schöne Lage derselben, inzwischen beaugenscheinigen, und sich gedachten Tags bet der Steigerung ein- finden. - Durlach, den - 4 - Dez. 18-6. Oberbürgermeister. D u m b e r t h. Pforzheim. sHolz-Verste igerung.Z Bis Montag, den 8. Januar »827, werden aus den Stadt-Pforzhci- mer Waldungen. Seehauscr und Huchenfelder Reviers, 974 Stück tannene Sägkiötze, tn 4; LooSadtheilungen, mittelst Steigerung verkauft; die Liebhaber können diese Klötze einse- hen und aufnehmcn, und haben sich an oben gedachtem Lage, früh 9 Uhr, auf dem herrschaftlichen SeehauS einzufinden. Pforzheim, den - 5 . Dez. 1826. GroßherzoglichtS Forstamt. v. BlitterSborff. Pforzheim. sHoli-Verstetgerung.il Dis Dienstag, den 9. Januar >827, werden aus den herrschaftlichen Waldungen, des Büchenvronner und Huchenfelder Forstes, 3552 Stück tannene Sägklötze, in >7 LooSabtheilungcn, mittelst Steigerung verkauft; — diese Klötze sind bereits sämmt- lich numcrirt, und können aus Verlangen jeden Lag vorge- zeigt werden; die Liebhaber dazu haben sich an obigem Tag, früh 9 Uhr, in Büchenbronn, im SLirthshauS zur goldene» Kette, einzufinden. Pforzheim, den »5. Dez. Großherzogliches Forstawt. v. Blittergdo rff. Rastatt. sEichenholländerholz - Derst ei Strunz, f In Gemäßheit hoher Verfügung der hochprcißiiche» Hbcrforst-Kommission vom 7. Nov. d. I., Nr. 7746, werde« Montag, den » 5 . Jan. 1827, Vormittags 9 Uhr, Stämme Holländer-Eichen, im Kuppenhcimer HerrschastS- walde, öffentlich versteigert; wozu die Steigerungsliebhaber mit dem Anhang eingeladen werden, daß sie sich auf obige Zeit im WinhShause zum Ochsen in Kuppenheim einzufinden haben. Rastatt, den Zo. Dez. ,826. Großherzogliche- Oberforstamt. v. Degenfelv. Mahlberg. fHolz-Versteigerung.Z Mit ober- vormundschaftlicher Genehmigung werden Freitag, den 5 . Ja- uuar 1827, Morgens 9 Uhr, in dem Friesenhcimcr Hochwald zunächst dem Oehlbrunnen ino Stück Launen, worunter viele Holländerstämme sich befinden, Stammweis öffentlich versteigert werden; wozu die Liebhaber eingeladen «erden. Mahlberg, den 20 Dez. ,826. Großherzogliches Oberforstamt. v. Schilling. sGastwirthshauS-V erp ach tung.ss In Waldangel« loch, einem über ,voo Seelen starken Orte im Amte Sinsheim, wisd das GastwirthShauS zur Krone, sammt «a. 60 Morgen Aecker und »o Morgen der besten Wiesen, nebst hinlänglicher Stallung, Scheuern vud Kellern, so wie eine besonders gebaute, vorzüglich eingerichtete Branntweinbrennerei, auf einen sechs - oder auch neunjährigen Pacht angebotcn. Die vllcnfallsigen Liebhaber können bei dem Ortsvorstande allda bei der EinsichtSnahme die nähern Bedingungen erfahren, und «s wird nur vorläufig bemerkt, daß das Ganze auch allen- fallS unier zwei Liebhaber getheilt werde. Hoffenheim. HGutS-Verpachtun g.) Am Mittwoch, den ,7. Jänner künftigen Jahrs 1827, Nachmittags um 2 Uhr, wird die Verpachtung des Kommerzienrat!) Wa» ckcr'schcn Gurs, nebst dazu gehörigen Wohn - und Oekono- mie-Gebäuden, dahier auf dem Rathhause vorgenommen, und solches in einem 6jährigen Temporal-Bestand, entweder im Ganzen, oder in Ermanglung eines onnehmdaren Gebotes auch Stückweise, vorbehaltlich höherer Genehmigung, öffentlich versteigert. Das bcmeldte Gut bestehet In 96 Morgen Aeckern, », iss Morgen Wiesen und Gärten, und bci'm Haus ist eine vollkommen eingerichtetete Brandweinbrennerei, auch kann der Pächter das nöihigc Vieh um den StreigcrungspreiS dazu erhallen. Die Liebhaber können das GuiSverzeichniß und die Pacht- bedingniffe jeden Werktag in dem Wacker'schen Hause dahier einsehen, und Auswärtige werden mit dem Bemerken zur Versteigerung eingeladen, daß sie sich mit gerichtlichen Zeugnissen über gutes Verhalten, landwirthschafiliche Kenntnisse, Heimathsrecht und hinlängliches Vermögen auszuweisen haben. Hoffenheim, im Bezirksamt SinSheim, des Neckarkreises, de» 2». Dez. »6,6. Der OrtSvorsiand. Fuchs. Heidelberg. sFrucht-Dersteig erun g.n Davon den Fruchtvorräthen bei sämmilichen evangelischen Kirchen- Rezepturen mit Ausnahme von Möckmühl, Widdern und Bopbcrg, Dienstags, den 16. Jänner 1827, unter Aufstellung der Proben auf dem Fruchtmarkt und bei der Versteigerung, Nachmittags 2 Uhr, in dem Gasthaus zunr Badischen Hof dahier, mehrere Parthien an Korn, Gerst, Spelz und Haber versteigert, und bei annehmbaren Gebote» auch ohne weitern Ratifikationsvorbchalt zugeschlagen werde» sollen; so wird dieses den allenfallsigen StcigerungSlustigc» zur Nachricht hierdurch öffentlich kund gemacht. Heidelberg, den 2Z. Dez. 1626. Karlsruhe. sWiesen-Versteigerung.^ Au Fok» ge Erlasses hochpreislicher Oberforstkommtssion vom 9. Sevt. b. I. Nr, 6Z46 werden Samötags, den > 3 . Jan. 1827, die sog. Insel oder Aubingelwiesen von beiläufig 8 Morgen,' Forchheimer Bann«, öffentlich versteigert; die Kauflustigen werden dazu eingeladen, u. können sich früh um 9 Uhr zu Forch» heim im Gemeindshause einfindcn. Karlsruhe, den 21. Dez. -626. Großherzogliche Fvrstverwaltung. Ziehl. Karlsruhe. sWirthschafts - Verpachtung.I In GemäSheit gantrichterlicher Anordnung wird die Betreibung der Wirtschaft in dem auf die Adlerstraße und den Ho- spitalplak stoßenden Gasthvf zum König von Preußen dahier auf ein Jahr, unter Jugrundlegung eines bereits geschehene» Angebots von 1200 fl-, und zwar Montags, den » 5 . Jan. k. I-, Nachmittags 2 Uhr, im WirthShause selbst öffentlich versteigert werden; wovon man die Liebhaber in Kenntniß setzt. Karlsruhe, den 27. Dez. 1826. Großherzogliches Stadtamtsrevisorat. K er l e r. Gondelsheim. sFrucht-Versteigerun g.) Bit Donnerstag, den 18. Jan. »827, Morgens 9 Uhr, werden ») Von dem Speicher des herrschaftlichen Pachters Christian Funk auf dem Eedbeerhof 200 Malter Dinker, .'»824er Gewächs, und s) den dem Speicher des herrschaftlichen Pachters Martin Funk auf dem Hof Heimbronn 1Z0 Malter Dinkel, ebenfalls 1824er Gewächs, öffentlich verfingen- Die Liebhaber werden eingeladcn auf die bestimmte Zeit bei der Unterzeichneten Stelle sich einzufinden. Gondelsheim, den 22. Dez. 1826. Großherzogliche Verwaltung. Füger. Bühl- fStraßenraub.st Am Montag, den 18. d. M-, Abends zwischen 6 und 7 Uhr, wurde Felix Schneider und seine Ehefrau von Balzhofen auf dem Heimwege zwischen hier und Vimbuch von 2 unerkannten Pursche» angegriffen, gefährlich mißhandelt, und der Frau der linke Rockjack weggeschnilten, worin sich in einem blau siamoifenen mit einer Schnur zugebundcn gewesenen Beutel So fl. befunden. Das Geld bestand aus sechs Kroncnthalern und 24 und 6 kr. Stücken, — zwölf Gulden davon, worunter Z Kronenthaler, waren noch besonders in einem beschriebenen Papier, welches schon zum Backen eines Kuchens benutzt worden war, eingewickelt. In dem weggeschnittenen Sacke befanden sich ferner 2 messingene Farbzeichen, in der Größe eines KupferkrcuzerS, wahrscheinlich mit Nr. S7 und einem darunter befindlichen Pfeil bezeichnet. Aus dem rechten Rocksacke wurde der angegebenen Frau ein weiß baumwollenes Nastuch mit einem blauen Kranz, und aus dem bei sich gehabten Korbe eine Serviette mit weißen Rippen, in welche 3 Pf. Butter eingewickelt waren, geraubt. Sämmtliche Polizeibehörden werben ersucht, zur Entdeckung der geraubten Gegenstände, so wie der Besitzer, sorgfältig mitzuwirkcn, und die etwa sich ergebenden Jnzichlen baldge- fäkligst anher mitzutbeilen. Bühl, den 20. Dez. »626. Großherzogliches Bezirksamt. Häfelin. Pforzheim. sAufforderung und Fahndung.^ Der ledige Johann Jakob Klein von Langensteinbach, welcher des Verbrechens der Verwundung berüchtigt ist, und sich seit dem bezüglichen Vorfall von Hause entfernt hat, wird tziermil aufgefordert, längstens binnen 3 Wochen » äaw sich bei hiesigem Oberanit oder seiner Heimathsbehörde zu stellen und über die gegen ihn erhobene Beschuldigung zu verantworten, widrigenfalls in cvutuinsoism gegen ihn erkannt werden wird. Zugleich ersuchen wir sämmtliche resp. Behörden, auf die- sen Menschen, welcher überhaupt ein herumziehcndeS Leben führt und sich vorzüglich mit Korbmachm und Pfannenflickcn abgiebt. und schwerlich eine besondere Legitimation, als etwa einen Heimathschein bei sich führen wird, strenge fahnden, »ins ihn aut Betreten wohlverwahrt hicher liefern zu wollen, zu welchem Zwecke wir das Signalement desselben ansügen. Pforzheim, den 21. Dez. 1826. Großherzogliches Oberanit. Deimling. Signalement, Derselbe ist 23 Jahr alt, 5 ^ 7" groß, Gesichtsform rund, Farbe gesund, Statur stark, Haare dunkelbraun, Nase groß, Mund groß, Kinn rund. Er trug einen blaurüchenc» Wammes, Hofen von hänfenem Tuch, Halbsticfe! und eine blauiüchcne Kappe. Karlsruhe, f M un dto d t -E rk l är u» g.st Jung Michael Moos, von Liedolsheim, ist durch Beschluß vom heutigen im ersten Grad mundtodt erklärt, und Marlin Moos von da als Aufsichtspflsger für ihn bestellt worden,' ohne dessen Mitwirkung er kein rechtsgültiges Geschäft vor» nehmen kann. Kailsruhe, den 5 Dez. 1626. Großhcrzogltches Landamt. v. Fischer. Eppin g e n. I. E d i k t a l l a d u » g- st "Melchior Schwerbtle, von hier, wird hiermit aufgeforder», binnen Jahresfrist dahier zu erscheinen, und sein unter Pflegschaft stehendes Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls solches seinen sich darum gemeldet habenden nächsten Verwandten, gegen Kaution, in fürsorglichen Best; gegeben werde» solle. Eppingen, den 22. Dez. 1826. Großherzogliches Bezirksamt. Thilo. Darmstadt. fQeff entliche Ladung, st Inder Konkurs-Sache des verstorbenen GastwirthS Paul WicSncr, zuDarmstadt, deren Erledigung seither Lurch verschiedene Veranlassungen verzögert wurde, ist nunmehr das Lokaiionserkenntniß erlassen, und zu dessen Bekanntmachung Termin auf Mittwoch, den 7. Februar »627, Vormittags g Uhr, anberaumt. Da indessen im Verlauf des langen Zeitraums, seit Ausbruch jenes Konkurses bis hierher, in der Person der Bcthei- ligten, viele Veränderungen eiugctrne» sind, und deshalb besondere Ladungen an die Einzelnen, ohne ausserordentlich« Schwierigkeiten, nicht vollzogen werden könnten, so ladet man alle, in dem am 28. Dezember 1807 abgehaltenen Liguidakions- termin ausgetretenen Gläubiger, oder deren Nachfolger, zu dem oben benannten Urtheils-Eröffnungstcrmi» hiermit öffentlich und unter dem Rechisnachthcll vor, daß für die Niehter- scheinenden jenes Erkennniiß, »ach Verlauf von weiteren zehen Tagen, als rechtskräftig betrachtet, ihnen auch zur Bekanntmachung des demnächst erfolgenden Diembuiions-Bcschet- Les keine weitere Vorladung zugchcn, und über die ihnen bei der wirklichen Dertbeilung des Maffevermögens zufallenden Anthcile, nach allgemeinen Regel» über Empfangs - Verzug verfügt werden wird. Jur Nachricht bemerkt man übrigens, daß das Massever- Mögen voraussichtlich nicht einmal zur vollständigen Befriedigung aller bevorzuglen Gläubiger hinreiche» wirb. Darmstadt, Len 20. Dez. 1N26 Grvßhcrzogl. Hess. Stadtgericht. Wiener. Strecker. Karlsruhe. fAn zeige, st Französische Poularden zu verschiedenen Preisen sind so eben eingetroffen bei Karlsruhe, den 2. Jan. 1L27. Gustav Schmiedet. Karlsruhe. sAnzeige.st Aechter Tiroler Wein, be. ster Qualität, ist angekommen und um billigen Preis zu haben bei Therese Viistäger, (Hierbei liegl die Ziehungsliste der Velten'schen Kunstverloosung.) Verleger und Drucker; P. Macklot.