Karlsruher Zeitung. Nr. Z6. Montag, den 5. Februar 1827. Königreich Sachsen. — Dänemark. — Frankreich. — Großbritannien. — Italien. (Kirchenstaat.) — Portugal. — Preuffen. — Rußland. — Schweiz. — Griechenland. — Verschiedenes. Königreich Sachsen. Aus dem Erzgebirge, den 5t. Jan. In der Mitte und in der lezten Hälfte des Januar ist so viel Schnee gefallen, als man seit vielen Jahren nicht erlebt hat. Für Fuhrwerk sind nur die eigentlichen Chausseen gangbar. Zwischen vielen Orten ist die Kommunikation ganz gehemmt. In einigen Dörfern an der böhmischen Gräuze hat man an stürmischen Lagen stundenlang die Glocken gezogen, um Wanderern anzudeuten, wo sich ein Ort befinde. Man hört dessenungeachtet von vielen Unglücksfällen, und daß Menschen vor Erschöpfung und Frost im Schnee umgekommen sind. Sollte dieser Schnee schnell schmelzen, dann hätte man hohe Fluthen der Bergstrvme zu befürchten, welche ohnehin jezt schon voll gehen. Dänemark. Kopenhagen, den 23. Jan. Se. Maj. der König haben an die Stelle des Hrn. v. Kaas, Se. Exz. den Geh. Kvnferenzrath von Stemann zum Geh. Staatsund Justizminister und Präsidenten der dänischen Kanzlei ernannt. Frankreich. Paris, den 1. Febr. Gestern war der Kurö der Sprozent. konsol. zu 100 Franken 55, 40, 50 Cent. — Zprozent. konsol. 6Z Fr. 50, 25 , 15, 20, 25 Cent. — Bankaktien 1YY5 Fr. In der Sizung der Kammer der Abgeordneten vom 27. Jan. erstattete v. St. Cricq Bericht über den Gesezes- Dorschlag, betreffend das Pvstpvrto. Im Namen der Kommission gibt er den sieben ersten Artikeln, mit einigen Abänderungen., seinen Beifall. In Betreff des Artikels 8 unterscheidet die Kommission die zwei darin begriffenen Fälle, nämlich das Porto der periodischen Blätter und daö der andern Drucksachen. Eie ist der Meinung, daß eine Erhöhung des Porto der ersteren auf 5 Centimen mit der Befugniß, das Format des Moniteur anzunehmen, zulässig erscheine, besonders da durch die Verbesserungen der Postanstalten die Journale auch gewinnen. Weiler aber dürfe man das Porto nicht erhöhen, denn die Journale gehörten zu den dringenden Bedürfnissen der Zeit. UebngenS werde eine so geringe Erhöhung die Zahl der Blätter nicht vermindern. Die Erhöhung des Portisss der andern Drucksachen würde dagegen den Umlauf derselben ganz unmöglich machen, oder wenigstens dermaßen hindern, daß die Postverwaltung selbst, statt Vortheil, Nachtheil von dieser Abänderung haben wü» de. Daher schlägt die Kommission vor, den zweiten Theil des Artikels gänzlich zu verwerfen. Im Uebrigen wir.!» auf Annahme des Vorschlags angetragen. — In der Sizung der Pairskammer vom 30. Januar hat der H. Gras Simeon, Berichterstatter, den summarischen Inhalt der General-DiSkussivn über den Ge« sezentwurf, betreffend die Geschwornen-Gerichte, vorge, tragen. Hernach begann die Berathung über die einzelnen Artikel. Der Art. 1. sezt fest, daß die Geschwornen ausschließlich aus der Klasse der Wahlmänner genommen werden sollen. Die Kommission schlug vor, den Artikel so abzuän- dern, daß, ausser den Wahlmänncrn, auch die Personen Mitglieder des Geschwvrnengerichts werden können, die in mehrere Klassen deö Art. 562 der Sammlung von Verordnungen in Kriminal-Sachen mit einbegriffen sind. Der erste Theil des Amendements der Kommission ist, nach einer Diskussion, worin die Kammer die HH. Graf von Pontvcoulant und Baron Paüquier, den H. Siegelbewahrer und den H. Präsidenten deS Ministcr- rathes hörte , angenommen worden. Hernach begann und soll am 31. fortgesezt werden di« Diskussion über die andern. Amendements, welche theil- die Kommission, theilö die HH. Graf v. Tournon und Herzog de Cafes in Vorschlag gebracht hatten. — Am 50. Jan. versammelten sich die HH. Mitglieder der Deputirtenkammer in ihren Bureaux, um die Kommission zu ernennen, welche beauftragt ist, den Gesezenkwurff, betreffend den Ncgerhandel, zu prüfen. — Graf Montlosier ist von Paris wieder nach seinem Wohiisiz im Departement Puy de Dome zurückgekehrt. Vor seiner Abreise wurde er vom Herzog von Orleans zur Tafel gezogen. — Die Etoile vom 1. Febr. zählt unter die Lügendes Tages folgende Nachrichten: 1) DeS Constltukioniiel: Es heißt, die unvermuthets Reise deS H. v. Fontenay, ersten Sekretärs unserer Gesandtschaft in Rußland, sey das Resultat wichtiger Papiere, die den Raffen auf der persischen Gränze in die Hände gefallen sind. 2) Des nämlichen Journals: H. v. Gabriac rieth der Prinzessin Regentin, den Weg der Unierhandtung 190 mit den Insurgenten einzuschlagen, bevor sie gegen die, selben die englischen Bajonette schicke. 3) Des Courier ftanoais: Der Gesezentwurf, betreffend die Polizei der Presse, iff vom Ministerium zu, kückgenommeu worden. — Der Massager de Marseille sagt, der MarkiS v. Livron, Agent des Pascha von Ägypten, sey dort an- gekommen, und werde mit der Fregatte, deren Dewaff, »ung im Gange sey, und mit der Goelette Livorno, die auch für den Pascha bestimmt ist, sich nach Alexandrien zurück begeben. Großbritannien. London, den 29. Jan. (Durch ausserordentliche Gelegenheit.) Man meldet auS Lissabon, unler'm 13. Januar, daß die englischen Truppe» in einigen Tagen in'S Feld rücken sollen ^ und daß Lord BereSfvrd den 30. Januar nach England unter Segel gehen werde. Der Zweck der Iurückkunft des LordS ist wahrscheinlich der, Sr. M. Negierung persönlich das Resultat seiner Be, vbachtungen über den politischen und militärischen Zustand Portugals mitzutheilcn. — Die Journale aus Gibraltar vom y. Jan. melden die Ankunft einer englischen auS dem Tajo abgesegelten Eskadre. Sie war blos 2 Tage in See. — Die Journale auö Gibraltar vom 6. Jan. melden : Das 23. Füsilier - und das 45. leichte Jnfanlerie-Regi, ment sind diesen Morgen am Bord des Windsor-Castle und deS Lord Melville eingcschifft worden. Sie sollen durch das L5. und 95. Regiment, die von Malta kommen, ersizt werden. Zwei Kriegsschiffe, welche vieDe- stimmung haben, sie abzuholen, sind vor 2 Tagen durch die Meerenge gesegelt. (Globc and Traveller.) — Ein Kriegsschiff, von dem man glaubt, daß es der Don Pedro sey, von Rio-Janeiro nach Brest segelnd, ist in der Nähe der Insel Ouessant gesehen worden. (Globc and Traveller.) — Der Herzog von Wellington liegt in seinem Schlosse von Strathfieldsay krank. Hr. vr. Hume ist in aller Eile dahin abgehvlt worden. Man hofft jedoch, daß die Unpäßlichkeit Sr. Herrl. nicht von der Art sey, um Besorgnisse einzusiößen. Durch seine neue Beförderung zum Oberbefehlshaber der Armee hat sich sein Einkommen um 1b,000 Pf. St. vermehrt. — Die Kenntlnß der deutschen Sprache, so wie die Benuzung der deutschen Klassiker, und die Liebhaberei zum Ankauf derselben, macken hier bedeutende Fortschritte. Viel davon kommt auf die Rechnung des Königs. Deutsch ist entschieden die Hofsprache, wenn der König seine Privat-Gesillschaften hält, wozu gegen vierzig erwählte Mitglieder gezogen werden. Da gibts deutsche Gesänge, und Alles, selbst der Herzog von Wellington spricht deutsch. Italien. (Kirchenstaat.) Rom, den L6. Dez. Ganz Rom spricht von den prächtigen Geschenken, welche der König von Frankreich dem heil. Vater als Gegengeschenk für den dem Dauphin übersendeten geweihten Kommandostab, den mu- stven Achillesschild u. s. w- hat zukommen lassen. Da sie jedoch noch nicht ausgepackt sind, so hat sie auch bis jczt noch Niemaud gesehen. Siebestehen, wie eS heißt, auS einer Pendeluhr, vollkommener als alle, welche bisher gemacht worden sind; aus einer Gvbelinstapetezr einer sehr großen Porzellanvase, angeblich mehr als acht Fußhoch, auS vier Stücken bestehend, welche mittelst eines kostbaren Nezes oder Bandes zusammcngesizt wird, und auS einem bronzeneu Candelaber- Portugal. Ein Brief auS Oporto, sagt der Glvbe and Traveller vom 27. Jan., meldet uns, daß die konstitutionellen Truppen die Linie der Tamcga verließen und in die Provinz Tras-vs-MonteS vorrückten. Briefe auS Lissabon, von Personen geschrieben, die lange dort gewohnt haben, bezeichnen die Aufführung der jungen englische» Offiziere als wenig verständig und geeignet, die Razivnal-Vorurtheile gegen sie aufzuregen. — Die Prinzessin Regentin von Portugal hat folgende Ordonnanz erlassen: "Erwägend, daß zwischen den Einwohnern dieser Hauptstadt und den englischen Soldaten täglich Zänkereien entstehen, welche die Trunkenheit und der Mangel an wechselseitiger Sprachsünde veranlaßt, wird dem General-Polizei Intendanten befohlen, alle Näckte die Straßen von Lissabon durch Runden und Patrouille» durchstreifen zu lassen. Da die Wein - und Kaffeehäuser gewöhnlich der Sckauplaz dieser unordentlichen Auftritte sind, so muß die Wachsamkeit der Zivil- und Militär- Behörden hauptsächlich auf diese öffentlichen Versammlungsorte gerichtet ftyn. "Es ist den Wein», Branntwein - und Likör-Verkäufern ausdrücklich verboten, die Waffen oder Monturstücke der englischen Soldaten an Zahlungsstatt oder als Versaz anzuuehmen., P r e u s s e n. Berlin, den 29. Jan. Das Befinden Sr. Mas. deS Königs bleibt fortwährend gut. — II. köu. HH. der Kronprinz und der Prinz Wilhelm von Preussen (Sohn Sr. Maj. deS Königs) sind, nachdem ihnen Tags zuvor der Prinz Karl vorausgegangen war, nach Weimar abgereiSt. — Sc. Hoh. der kommandirendc General der Garde- kerps, Herzog Karl von Mecklcnburg-Strelitz, sind von Neu-Strelitz hier wieder eingekroffcn. Se. M. der König hat dem Feldmarschall , Graf Gneisenau, die Erlaubniß erlheilt, daS von d»S Königs von England Maj. ihm verliehene Eroßkreuz hannöverschen Guelphen-OrdenS zu tragen. 191 — Auf den von So. Maj. genehmigten Vorschlag des Unterzeichneten Kapitels ist der Luisen-Orden der Hof- und Staalsdame v. BischoffSwerder, der Schwester des Kaufmanns Hochs und der Ehegattin des KriegSrathS Müggc Hierselbst, der Ehegattin des StadtrathS Pitsch- ky in Stettin, der Tochter deS Kaufmanns Friedman» jn Königsberg in Preussen, der Ehegattin des Probstes 'Erharbt in Erfurt, der Friederike Kranz in Quedlinburg, der Ehegattin des Medizinalraths Voigtelin Magdeburg, der Tochter des Professors Kauth in Helmstädt, der Kammerherrin von Kressenbrock zu Heiligenthal im MannSfeldrschen, und der verwittweten Gräfin Pücklcr auf Scheldau in Schlesien verliehen worden. Kapitel deö Luiftn-OrdenS. Marianne, Prinzessin Wilhelm von Preussen. Rußland. Petersburg, den 20. Jan. Vorgestern, am russischen Epiphanias-Feste, welches zugleich der Geburtstag I. k. H. der Großfürstin Anna ist, war feierlicher Gottesdienst in der Kapelle des Winter-Palais; dann fand die Wasscrweihe der Newa mit den üblichen Zeremonien statt. — Uiiter'm 7. d. haben 10Z Offiziere verschiedener Grade, theilS wegen 25jähriger untadelhaften Ausdie- nung, theilS wegen Ausdlenung von 16 fechömonatli- chen Secfeldzügen, den St. Georgs,Orden vierter Klaffe erhalten. — Für das Jahr 1827 ist der gefezliche Kurs deSSil- b-rrubels auf 3 Rubel 60 Kopeken in Bank-Assignatio- nen festgesezt. — Die in mehreren Gouvernements eingerichteten Weltmärkte erleichtern sehr den Absaz dieses Produktes; vorzüglich wichtig wird der Weltmarkt zu Moskau, auf welchen im vergangenen Jahre lyl,oooPud(zu 40Pfo.) Wolle gebracht wurden. Hierunter befanden sich allein 10,000 Pud Merinos-Wolle, von welcher die erste Qualität zu 120 bis 130 Rubel verkauft wurde. — Jn der jüngst erwähnten feierlichen Sizuug der kaiserlichen Akademie sind drei Preisfragen aufgestellt worden, nämlich zwei historische: l) die Folgen zu entwickeln, welche die Herrschaft der Mongolen auf Rußland gehabt, und den Einfluß zu zeigen, welchen dieselbe auf die politischen Verhältnisse des Staates mit dem Auslande, auf seine Konstitution, seine Verwaltung und auf die Zivilisation deS russischen Volkes ausgeübt hat; und 2) finden Beziehungen zwischen dem ältesten russischen Rechte und dem der anderen Völker slavischen Ursprungs statt? Sind die aus der großen slavischen Familie entsprossenen Völker sämmt« lich von denselben Grundprinzipien d«S Rechts ausgegangen'? Welcher wesentliche Unterschied besteht zwischen diesem Rechte und dem römischen, so wie dem Rechte der Germanen? Und 3) eine staatswirth- schaftliche: Welches sind die Ursachen des seit einigen Jahren bemerkten Sinkens der lündwirthschaflltchen Erzeugnisse Rußlands? Welche Mittel bietet Rußlands Boden und Industrie dar, die hieraus entstehenden Nachlhcile auszugleichen? Schweiz. Schweizer Blätter schreiben: Eine furchtbar schreckliche Lawine hat in der Nacht vom 17- auf den 18. Januar das kleine Pfarrdvrs Buel (von 116 Einwohnern) im Wallisischen Zehnten Gvmbs beinahe ganz verheert, und mehr als 80 Personen den Tod gebracht. Vice und fünfzig Leichen sind am 20. Jan. zur Erde bestallet worden, und nach den übrigen wurde gesucht. Griechenland. — Man lieSt in einem Morgenblatt vom 31. Jan.: "Lord Cochrane schrieb auS Marseille an die griechische Regierung, 20 oder 25 der besten griechischen Schiffe bereit zu halten , versehen mit Lebensmitteln auf zwei Monate, und gerüstet, um gleich nach seiner Ankunft unter Segel zu gehen. Er will nämlich den Plan, den er entwarf, und den er allein dem Admiral Miaulis mittheilen wird, unverzüglich ausführen. Die Hydrioten haben die Schiffeschon ausgewählt, die zu dieser Expedition gehören sollen.» Verschiedenes. Bekanntlich hat der Vizckönig von Aegypten II'. MM. den Königen von Frankreich und England, jedem ein Giraffe zum Geschenk gemacht, und die nach Frankreich bestimmte war Ende Septembers am Bor» eines eigens hiezu gemietheteu und eingerichteten genuesischen Handelsfahrzcugs, nach Marseille abgegangen. Ein ähnliches Geschenk hat, Briefen aus Alexandrien zufolge, Mohammed Ali Pascha Sr. Maj. dem Kaiser von Oestceich zugedacht, und deßhalb nach Darfur und andern Länder» im Innern von Afrika geschrieben, um eines de-' schönsten Exemplars dieses merkwürdige» Thic- reS zu erhalten. Jn dem erwähnten Schreiben auS Alexandrien heißt es: "Eine lebende Giraffe ist für den Freund der Naturkunde ein Gegenstand von hohem Interesse. Die, welche der Pascha dem Könige von Frankreich geschenkt hat, ist vierthalb Jahre alt, und mißt vom Kopf bis zu den Füßen ungefähr 14 französische Fuß; der Hals allein ist 7 Fuß lang und eben so hoch der Leib; die für den König von England bestimmte ist etwas kleiner; auf den Antrag deS VizekdnigS wurde ausgemacht, daß die beiderseitigen Konsnln (Hr. Drs- vetti und Hr. Salt) durch's Loos über die Bestimmung der beiden Thiere entscheiden sollten. Wer bloS ausge- sivpfte Giraffen in den Naturalien-Kabinetten gesehen hat, kann sich nur «inen sehr unvollkommenen Begriff von der Schönheit dieses ThicreS und besonders von dec Zierlichkeit seines schlanken Halses machen. Auch sin» die Bewegungen der Giraffe keineswegs, wie Hr. von Büffou sie beschrieben hat, linkisch und gezwungen. Die beiden Thiere, welche wir hier gesehen hüben, hüpfe» 192 und springen mit vieler Leichtigkeit und Anmuth. Sie nähre» sich von Brvd, Gerste, und allen Arten von Begetabilien ; eine derselben trinkt aber bloß Milch, weil ihre Führer, von denen sie sehr jung gefangen wor» den, aus Furckt, daß es dem Thiere schaden könnte, nicht den Muth Hallen, sie zu entwöhnen.» Auszug auS den Karlsruher Witterung«,« Beobachtungen. Z. Febr. Barometer Therm. Hygr. Wind M. 8 27 3 . 8,7 L. — 2 , 7 G. 67 G. NO. M. 5 27 Z. 10,6 L. — 1,5 G. 60 G. NL. N. 10 283 - 0,9 L. - 2,3 G. 65 G. NO. Ganz bewölkt, es wird windig, dann stürmisch, Abends bricht sich daS Gewölk, Nachls mondheller. Theater- Anzeige. Dienstag, den 6. Febr.: Welcher ist der Bräutigam? Lustspiel in 4 Akten, von Mad. Weißenthurn. Donnerstag, den 8- Febr.: Der Vielwisser, Lustspiel in 5 Akten, von Kotzebue. Freitag, den y. Febr. (zur Feier des allerhöchsten Geburtsfestes Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, zum erstenmal«): Iesfvnda, große Oper in 3 Akten, von Gehe; in Musik gesetzt von Louis Spohr. Der vollständige Text dieser Oper ist bei Hofbuchh., P. Macklot^für 12 kr. zu haben. Karlsruhe. (Museum.) Zur Feler des allerhöchsten GeburtSfesieS Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wird künftigen Donnerstag, den 3 . d. M., ein großer Lai xarö statt haben. Der Anfang ist Abends um 7 Uhr. Karlsruhe, oen 5 . Febr. »8-7. Die MusemiiS-KonlMission. Den 10. Februar 1827 fi n det die erste Hauptziehung der großen Lotterie der Herrschaft Neu markt! und der drei andern Realitäten in Jllyrien, und die zweite den 4. April 1827, wo nicht früher, unabänderlich statt. Es werden ausgespielt und den Gewinnern sogleich nach der Ziehung ganz schuldenfrei übergeden, oder ihnen, wenn fle es vorziehen sollten, die beigesetzten Ablösungssummen baar ausgezahlt, als: !) Die große Herrschaft Neumarktl, oder als Ablösungssumme 350,000 fl: W. W. 2) Der große Eisenhammer in Neumarktl, oder als Ablösungssumme Sv.osost.W.W. 3) Die Sensenschmiede daselbst, oder als Ablösungssumme 40,000 fl. W.W. 4) Der schöne Meyerhof Pristava, oder als Ablösungssumme Zo.ooofl.W. W. Vier Realitätentrcffer, deren Ablösungssummen 500,000 fl. W. W. Eine halbe Million Gulden W. W. betragen. Mit diesem Spiele sind nebst den bedeutenden vier Haupttreffern, noch sehr große Geldgewinnste, 40Z9 an der Zahl, von 20,000, 10,000 und so abwärts bis 20 fl. W. W., dann 4000 Gewinnste für die 4000 Stück blau abgedruckten Gratis.Gewinnstloose von 1200 Dukaten ab, wärls bis 4 fl. K. M. verbunden; folglich enthalten diese beiden Ziehungen in Allem 804z Treffer, n einem Gesammtdetrage von 697,485 fl. W, W in baarem Geld«. Ein jedes blaue Eraiis-Gewinnstloos muß einen Treffer von 1200 Stück k. k. Dukaten in Golde abwärts bis 4 fl. K. M. erhalten, und spielt noch überdieß auf die vier Haupttreffer und die übrigen Geldgewinnste mit. Wer zwölf Stück Loose auf ein Mal gegen baare Bezahlung abnimmt, erhält ein blaues Gralis-GewinnstlooS und noch überdieß ein schwarzes Freitoos, beide unentgeld« lich, und zwar in so lange, als die hiezu bestimmte kleine Anzahl von 4000 Stück nicht vergriffen seyn wird. Jedes Loos kann sechs Mal, und wenn es ein Gralis-GewinnstlooS ist, sieben Mal gewinnest.^ Das Loos kostet 12^ st- W. W., und'spielt in beiden Ziehungen mit. Eine Vermehrung der G rati s . Gew i nnsti loose findet in keinem Falle statt. Wer vor dieser ersten Hauptziehung ein Loos erkauft, hat die sechsfache Möglichkeit des Gewinnens, und kann damit 391,600 fl. W. W. gewinnen. Besondere Bemerkung. ») Wer vor dem 10 Februar 1827 ein L00S erkauft, den kostet das Mitspielen in einer Ziehung nur 6/. fl. W. W. t») Unter den für jedes blaue Gratis-Gewinnstloos be« stimmten Gewinnsten ist der erste Treffer 1200 Dukaten in Golde, oder 13,500 fl. W. W., u. man spielt nebstbei auf diese so bedeutende Summe bei ei» ner so kleinen Anzahl von Gratis.Gewinnstloofcn, von denen jedes ohne Ausnahme gewinnen muß, mir 0) Don einem Theile der blauen GratiS-Gewinnstloose muß jedes als Vor - oder Nachtreffer in jeder der beiden Hauptziehungen noch insbesondere wenigstens 20 fl. W. W. gewinnen. Wien, den ü. Jan. 1827. , M. Lackenbacher et Eomp. Anzeige. Von vorstehender Lotterie flnd Loos« zu 6 fl. im 24 st. Fuß bei dem UNte'rzsichnelen zu haben. Dem Käufer von 193 zwölf Loosen wird ein blaues Gratis-Eewinnst- looS und ein schwarzes Fceiloos verabfolgt. Karlsruhe, den iZ. Jan. 1827. C. Posselt, Waldhornstraße Nr. 21. Geliert, Haug, Wrisse, Pfeffel, Krumm»- cher, Bürger, Voß u. s. w. Welche der Bildungsstufe der JugeNd angemessen, lehrreich, einfach und so ge» wählt sind, daß sie leicht memorirt und vorgetragen werden können. Literarische Anzeigen. In allen Buchhandlungen Deutschlands, in Heidelberg bei Aug. Oßwald, ist zu haben: Neues allgemein verständliches Kochbuch oder gründliche Anweisung zur Besorgung der Küche, deö Kellers und der Vorrathskammer; wie auch zur Verrichtung verschiedener anderer häuslichen Geschäfte und zum zweckmäßigen Gebrauche mancherlei Gesundheits - und Schdnheitsartikel. In Zwei Abtheilungen. Neue Auflage 1827. Preis i fl. 48 kr. Dasselbe sauber gebunden 2 fl. 15. kr. Quedlinburg, tm Verlag der E r n st ' schen Buche Handlung. Ausser dem Obigen enthält dieses höchst nützliche Buch noch Anweisungen zur Zubereitung verschiedenerVackw er- ke, zur Servirung der Tafeln, zum Anrichte n und T ra n chi ren d er Sp eisen ; ferner: von Seifensieden, Lichterziehen und manches Andere, was Jedem, der sich dieses Buch anschafft, sehr willkommen seyn wird. Schon in der frühem Ausgabe wurde Lies Buch sehr vortheilhaft rezensirt. Z. B. in der Jenaer Likeralurzei- tung Januarheft, Nr. 16, vom Jahre 1826, heißt es: »Der Titel dieses Kochbuches verspricht nicht zu viel. «DaS Buch ist uns von erfahrnen Hausfrauen als sehr «brauchbar und empfehlungswerth gerühmt worden.« Vorzüglich sollte dieses nützliche Werk bei keinem Geburtsgeschenk oder bei der Ausstattung einer Tochter fehlen, und kann daher zu einem erfreulichen Polter- abrndsgrschenke angehender Hausfrauen dienen. Bei G. Braun in Karlsruhe sind folgende höchst nützliche u. wohlfeile Bücher für die Jugend zu haben: G e d i ch t e f ü e K i n d e r z ur Uebnng im Sprechen und Lesen, herausgegebcn von G. W. Wolfs. 264 Seiten. 8i Preis 45 kr. Quedlinburg, im Verlage der ErNft'scheu Buchhandlung. 1827 . Dieses Buch «nlhält eine zweckmäßige Sammlung von »14 Erdichten für Kmder; aus Gleim, Hagedorn, Lesebuch für Deutschlands Töchter zur Bildung des Geistes und des Geschmacks und zur Veredlung des Herzens herausgegeben von Vr. I. W. H. Ziegenbein, Abt zu Michaelskein, Konsistorsalrath und Direktor der Schul« - äiistalten des Fürfil. Waisenhauses zu Braunschwcig. Erstes Bändchen. Zte verbesserte Auflage. Auch unter dem Titel: Mustersammlung vonFabeln, Parabeln, Idyllen, Schilderungen und Beschreibungen, religiösen und moralischen Inhalts, aus Deutschlands gefeiertsten Schriftstellern, mit vorzüglicher Rücksicht auf da- weibliche Geschlecht. 8- 432 Seilen. Preis l fl. 4g kr. Quedlinburg, im Verlag der Ernst'schen Buchhandlung. 1827. RR. Eltern, welche ihren Töchtern eine angenehme u. nützliche Lektüre in die Hände geben wollen, wird dies in den literarischen Blättern so vortheilhaft rezensicte Buch bestens empfohlen. Ankündigung. Das überall rege gewordene Interesse an den Ereignissen der Zeit hat sich in unfern Tagen dis zum allgemeinen Bedürfnisse gesteigert, und fast in allen Theilrn der zivi- lisirten Welt hat die Geschichte, düse treue, sichere Führerin zur Lebensweisheit, den ihr gebührenden Rang eingenommen, so daß jeder, der in sich nicht bloS einen nährenden oder zehrenden Bürger seines engen Kreises, sondern ein Mitglied der großen Menschengesellschaft sieht, aus dem Schatz der Geschichte Wahrheit sammeln möchte, die er sonstwo vergebens suchet. — Nur aus diesem Grunde läßt es sich erklären, warum der historische Roman in unfern Tagen so viel Glück gemacht hat. — Und was kann auch gewaltiger an das Herz sprechen, was sicherer zur Lösung der größten Aufgaben anleiren, von denen Wohl und Weh Einzelner und ganzer Gesamwrheilen abhängt» als dis Geschichte der neuesten Zeit? Hier, wo die größten Wahrheiten und die der Menschheit heiligsten Interessen geprüft, erörtert, verfochten, überwunden und wieder auf« gerichtet wurden» hier, wo die gehaltreichen Jahre an unfern Erziehern und uns vorüber gierigen, die Jahrtausende früherer Zeit auswiegen, Jahre, in denen durch gewaltigen Kampf zwei Wclttheile fast gänzlich umgestaltet wurden, wo Reiche untergiengen und Reiche ausrrstanden, 194 kurz, wo Glück und Recht ein halbes Jahrhundert stritten um den Besitz Europens und Amerika's, und der blutig« Sieg lange schwankte, bis die Waage, in welcher das Schicksal der Welt gewägt werden sollte, ihre beiden Schaa, len senkte, um beide Partheien friedlich auszugleichen — hier schließt sich vor dem Forschenden der Tempel der Wahrheit auf, in dem er Licht findet über alle Verhältnisse des Lebens. Um die Geschichtskunde allgemein zu verbreiten, ist schon viel geschehen; doch bleibt noch Manches zu thun, 'das allgemein- B-dürfmß zu befriedigen. Darum haben »vir uns entschlossen, unter dem Titel: Geschichtskunde von der Regierung Friedrich des Großen bis auf unsere Zeit ein Werk zu veranstalten, welches die Geschichte von 1740 lbis 1830 nach folgendem Plane behandeln soll: Die Darstellung der besonders europäischen Weltereig- riisse von dem Regierungsantritt Friedrich des Großen an wird nicht allein eine Erzählung des seitdem Geschehenen enthalten, sondern auch das Wie? und Warum? be- «ntworten. Die Erzählung wird im Allgemeinen in chronologischer Ordnung sich foclbewegen, ohne jedoch die Gegenstände selbst zu zerreiß-n, d. h. es werden die Begebenheiten erzählt werden, wie sie auf einander gefolgt sind, «der es soll dabei auch nicht vergessen werden, anzugeben, »vie die eine die andere erzeugt hat. Man wird dabei Rücksicht nehmen auf die Stellung der verschiedenen Reiche ge- Len einander, auf dle Verhandlungen an den europäischen Höfen und ausserhalb derselben, ohne die Darstellung in Lie engen Gränzen der einzelnen Reiche einzuzwängen. Wielmehr soll jedes Weltereigniß umfassend für sich alS «in Ganzes erscheinen, gleichviel, wohin es gewirkt hat und »vo es geschlossen erscheint. Hiebei wird man zugleich Rücksicht nehmen auf die Lebensbegebenheiten der wichtigsten Männer. Da nicht zu laugnen ist, daß die pragmatische Sank- kion Kaiser Karls Vl. fast alle politischen Veränderungen in Europa und Amerika veranlaßt hat, so wird da- Werk Mit dieser und mit dem Tode Karls Vl. beginnnen. Seine Tendenz ist rein populär. Nicht für den Gekehrten, sondern für das Bidürfniß der Gebildeten wird es berechnet seyn, und von einem wesibücgerlichen Stand- PUnkts ausgehen. Da wir die Leitung des Ganzen einem Manne anver- iraut haben, welcher durch seine literarssche Tüchtigkeit iw Allgemeinen, und ins Besondere durch seine gründlichen historischen Kenntnisse dem Unleruthmkn ganz gewachsen ist, so können wir verbürgen, daß die Darstellung, in anziehender Rede und blühender Sprache geschrieben, .jeder gerechten Erwartung entsprechen werde, und da di« Bearbeitung ganz neu und mit Benutzung der bbsten Werk« geliefert wird, so darf jedem Freunde der Geschichte das Werk willkommen seyn. Für die äussere Form desselben haben wir die jetzt beliebt gewordene des kleinen Dctavs, ähnlich der neuen Ausgabe von Walter Scolt's Romanen gewählt. Von dem März 1827 an soll mit jedem Monate ein Bändchen in diesem Format von 7 — 8 Bogen erscheinen. Weil wir nun das Bändchen für den äusserst billigen Preis von > 5 Kreuzern oder Groschen auSgeden werden, so haben die resy. Herren Abnehmer den großen Vortheil, daß sie für höchstens 12 fl. oder 7 Thaler die Geschichte der neuesten Zeit sich anschaffen können, welche, wie wir sie liefern, an Gründlichkeit, Füll« und Bündigkeit jedes bisher über diesen Gegenstand erschienene Werk, in Absicht aus Gemeinnützigkeit und Ausdehnung, weit hinter sich zurück läßt: Denn abgesehen davon, daß TheilS die allge« meinen GeschichlSwerke auch die frühere weniger anziehende Zeit umfassen, und andern TheilS die speziellen Werke über die neueste Geschichte zu weitläufig für gemeinheitlichs Lektüre sind, so würde die Anschaffung der leztern nicht nur das Awanzigsache deS Betrages kosten, sondern selbst über mehrere Theile der neuesten Geschichte kein solches sich finden. Jedes Bändchen erscheint in einem geschmackvollen farbigen Umschlag gebunden und mit einem gut luhographic- ten Brustbild eines ausgezeichneten Mannes versehen. Alle löblichen Postämter in Deutschland u. der Schweiz nehmen Bestellungen darauf an. Dieselben werden gebeten, ihre Anbestellungen an die hiesige Fürst!. Thurn und Toxische Oberpostamts-Aeüungs-Expedition einzusendrn, welche die Hauptspedition des Merkchens übernommen hat. Es ist mit derselben die Verabredung getroffen, daß die mit ihr in unmittelbarer Verbindung stehenden Postämter den Jahrgang von 12 Bändchen um den Preis von Z fl. oder i Thlr. iZ Gr. an die Abonnenten erlassen können. Die weiter entlegenen Abonnenten, welche jedes Bändchen durch die Post gleich nach dessen Erscheinung zu erhallen wün- schen, werden sich eine kleine verhältnißmäßige Erhöhung diese« Preises gefallen lassen. Auch in jeder Buchhandlung Deutschlands kann man für den angegebenen Preis darauf subscribircn. Diese wenden sich mit ihren Bestellungen an die Iager'sche Buch-, Papier - und Landkarten- Handlung in Frankfurt». M, welche Len Hauptdebit übernommen hat. Bei den Postämtern sind die Zahlungen dafür viertel- ober halbjährlich zu entrichten, bA den Buchhandlungen aber bei Ablieferunq eines jeden Bändchens. Frankfurt a. M., im Dez. 1826. Heller und Rohm, Buchdrucker und Verleger des Frankfurter Journals. (Hofbuchb- P. Macklot in Karlsruhe nimmt hierauf Bestellung an.) Bühl. I. Vorladung und Fahndung.) Der fahrende Artillerist Andreas Le pp rer von Weitenung, welcher am 7. v M. aus seiner Garnison in Goitsau vescrUre, uni» bisher nicht wieder zurückgekehrt ist, wird anmit LffenUich vvrgeladcn, binnen 6 Wochen rnurkdkl hei seinem K?ri>s oder bei des üylttttlchnkttst Behkr- 195 re /sch zu stellen, widrigenfalls gegen ihn nach den bestehenden Geseke» wird verfahren werben. Zugleich werden die resp. Polizeibehörden ersucht, auf diesen Deserteur zu fahnden, »ud im Betrerungsfall an bas Grvßhcr-ozlieye Kommando der Artilicriebrigabe in Karlsruhe eirijuliefern. Bühl, den Jan. 18-7. Großherzogliches Bezirksamt. Häfeiin. Signalement. Derselbe ist -4 Jahre alt, S Schuh 4 Zoll , Strich groß, rvn starkem Körpervau, har eine lebhafte Gesichtsfarbe, braune Augenbraunen und Haare und mittlere Nase. Pdilippsburg. sDienst > Antrag.) De! diesseitigem Anitvreviiorat ist die Stelle eines Thcrlungskvmmiffärs vakant geworden. Diejenigen Herren Scribente», welche sich hierum zu bcwer. den gedenken, belieben sich, unter Vorlage ihrer Zeugnisse über Fähigkeit und sittliches Betragen, in portofreien Briefen zu melden. »Philipxsburg, den r. Febr. »827. Großherzogliches Anusrevtsorat. Zopf. Emmen dingen, sf Di en st< An t r a g. f! Auf den April d. I. wird dahier eine Akruarestelle vakant, womit ein IahreSgehalt von ZZo st., in Geld nebst Accidenz im Anschlag von So fi. verbunden ist, welche Stelle man mir einem berctlS geübten Rechisprakttkantcn zu besetzen wünscht. Die Kompetenten hierzu wollen sich unter Ausweis über ihre -tzualistka- tion in srankirten Briefen hierher wenden. Emmrndingen, den rg. Jan. 18-7. Großherzogliches Hberamt. Stößer. Hilsbach. fSchLferei.Verpachtung.fi Der hiesige Schäfercibestand endigt sich bis Michaeli t> 2 -, daher zur anderwcikeii Verleihung auf 6 Jahre Donnerstag, der 8. März I. I., Vormittags ,0 Uhr, auf dem Raihhauö, anberaumt ist. Die Schäferei darf mit 46a Stück Schaafen beschlagen werden, und der Beständcr erhält, nebst freier geräumiger Wohnung, Scheuer und Stallung, 3 o Morgen Aecker und so Morgen Wiesen in Genuß. Hilebach, den 28 Jan. 1627. Großherzogl. Bad. Stadtrath. Lang. Oos, bei Baden. sfVerkaufdeS WirthShauseS zur Sonne. .1 Das an der Straße von Baden nach Rastatt sehr gut gelegene und frequente Wirthsl/aus zur Sonne dahier, mit zwei großen Stallungen, fünf Schwcinställen, Holzplatz, 2 Viertel Obst, und GemüSgarten rc., auch zur Bierbrauerei eingerichrct, verkauft der unlenbemcrkie Eigen- Ihüiricr gegen sehr billige Bedingungen aus freier Hand. Taver SeefelS. Karlsruhe. fMundtvdt-Erklärung. f! Der ledige unb volljährige Julius (Joel) Levinger von hier wird hiermit im ersten Grade für mvndtodt erklärt, und ihm sein Water, Handelsmann Vcist David Levinger, als Aufsichts- pfleger beigegebcn, ohne dessen Mitwirkung er die im L- R. G. 5 >Z enthaltenen Rechtsgeschäfte nicht vornehme» darf. Karlsruhe, den 2g. Ja». 1827. Großherzogliches Stadtamt. Bsumgärtncr. Karlsruhe. sMundtodt-Erklär ung.fi Der Hiesige Bürger und Prcuffenwirlh, Christian Kochenbnr- ger, wird andurch km ersten Grad für mundiodt erklärt, unv ihm der Bürger und Vergolder Anton Bi lger als Auf- sichtspfleger brigegeben, ohne dessen Mitwirkung er die in, Landrcchisatz SiL genannten Rechtsgeschäfte nicht vornehme» Karlsruhe, den 2g. Jan. 1827. Großherzogliches Stadtamt. Baumgärtner. Karlsruhe. sA u fo r d eru » g. f, Der Großherzogli- che Kammerrath, Karl Käsberg, ist am 24- September v I. dahier gestorben, und hat durch eigenhändiges Testament seine hintcrlaffene Witiwe als Haupterbin eingesetzt. Daher werden sämmtltche dahier unbekannte Jiucstaterben hiermit aus. gefordert, ihre etwaigen Einwendungen gegen die erwähnte leztwilltge Verfügung binnen 3 Monaten Dahier bei Unterzeichneter Stelle vorzutragcn, ansonst dieselbe zum Vollzug gebracht, und das vorhandene Vermögen Len Lestawentserben überantwortet werden soll. Karlsruhe, Len n Jan. >827. Großherzogliches Stadtamt. Baumgürtncr. Karlsruhe, IfAuffokderung.fi Unterm 21. November 182Z ist die Christiane Kasbeks im ledige» Stande dahier verstorben, und hat ei» Vermögen von 1693 st. hinteriaffen, über welches sic in einem eigenhändigen leite» Witten verfügte. Es werden deshalb ihre erwalgen Jiuestat-- erben hiermit aufgcfordert, binnen 3 Monaten ihre Einwendungen gegen besagte iczie Willensverordnuiig u« so gewisser bei der Unterzeichneten Stelle vorzutragcn, als dieselbe sonst in Vollzug gesetzt, und die Derlassenschaft a» die Testamentserben ausgcsolgt werben soll. Karlsruhe, den 11. Jan. -8-7. Großherzogliches Stadtamt- Baumgärtner. Karlsruhe. sfSchulden.Liquidatlon.fi Gege» dir Verlaffcnschaftsmaffe des verstorbenen Domaincnverwal- lungsscrlbentcn Johann Tho mann wird der förmliche Konkurs erkannt, und Tagfahrr zur Schuldenliquidntion auf DirnSkag, den 20 Febr. d. I., Vormittags 8 Uhr, anberaunir; wozu sämmtliche Gläubiger, bei Vermeidung des Ausschlusses vo» der vorhandene» Masse, vorgeladen werden. Karlsnlhe, den >8. Jan. ,827 Großherzogliches Stadtamt. B a u mg är tner. Gengenbach. fSchuldeii-Llquidation.fi Gegen das verschuldete Vermögen des bürgerlichen Taglöhners Friedrich Lämmler von Unterharmersbach und dessen Ehefrau, vorherige Wittwe des Granatenhändiers Franz Kling von da, Zäzilia, geborne R i n k w a l b, hat man Gant erkannt, und zur Schuldenliquidation Tagfahrl auf Dienstag, den rc>. Februar d. I , früh 6 Uhr. auf diesseitiger Awtskanzlei festgesezt, wozu die etwaigen Gläubiger aufgefordert werden, ihre Forderungen oder sonstige» Ansprüche an dieselben, unter Vorlage der Beweisurkunden, a» benanntem'Lage anzumclden, richtig zu stellen, auch ihre et- waigeii Vorzugsrechte zu dokunienliren, bei Strafe des Ausschlusses von der Masse. Eettgenbach, den >6. Jan. 1827. Großherzogliches Bezirksamt. Bosfi. Rastatt. fSchulden-Li'quidation.) lieber die Verlassenschaft des Nikolaus Füttcrcr, Bürgers von Oetig- heini, ist Gant erkannt, und Tagfahrr auf Freitag, den - 5 . Februar, früh 8 Uhr, bestimmt, lyo die Gläubiger, bei Vermeibung des Ausschlusses von ver Masse, auf biesseliiger Amtskanzlei zu erscheinen, und ihre Forderungen richtig zu stelle« habe». Rastatt, den 33 . Jan. 1827. Großhcrzogliches Sberamt. Müller. Rastatt. (Schulden-Liquidation. ^ Ueber das verschuldete Vermögen der Johann Rolv'schen Ehefrau, Äleopha, geb. Ri eg er von Qetigheim, wurde Gant erkannt, und zur Liquidation der vorhandenen Schulden Dienstag, der 20. Febr., früh 3 Uhr, bestimmt, wo deren sämmillche Gläubiger, bei Strafe des Ausschlusses von der Masse, ihre Forderungen auf diessei- ger Kanzlei anzumelden haben. Rastatt, den 27. Januar ,827. Großhcrzogliches Oberamt. Müller. Sinsheim. (Schulden-Liquidatkon.^ Wer an den in Gant erkannten Fuhrmann Jakob Ernstbc-ger von Steinsfurth eine Forderung zu machen hat, wj7h hiermit aufgesorderi, dieselbe am Donnerstag, den März, Morgens 3 Uhr, dahier vor Amt, unter Vorlage der Bewcisurkunde» und bei Scrmeirung öcs Ausschlusses von der Aktivmaffe, zu liquidiren. Sinsheim, den 2Z. Jan. 1627. Großherzogliches Bezirksamt. Siegel. Sinsheim. (Schulden.Liquidation^ Wer an den in Gant erkannten Jung Johann Georg Ha g ma i er von Waldangeloch eine Forderung zu machen hat, wird hiermit aufgcfordert, dieselbe auf Donnerstag, den 22. Februar, Morgens 8 Uhr, dahier vor Amt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Aktiomaffe, zu liquidlrcn. Sinsheim, den 20. Jan. 1827. Großherzoglicheö Bezirksamt. R ü t t i n g c r. Sinsheim. (Schul den - Liquidation. I Wer an den in Gant erkannten Joseph Erasmi von Nohrbach «ine Forderung zu machen hat, wird hiermit aufgefordert, dieselbe auf Donnerstag, den i. März k. I-, Morgens 8 Uhr, dahier vor Amt, bet Vermeidung LeS Ausschlusses von der «ktivmaffe, zu liquidiren. Sinsheim, den So. Dez, 1626. Großherzogliches Bezirksamt. R ü t t i n g e r. Sinsheim. (Sch u.l den - Li quidati 0 n. H Wer an den in Gant erkannten Johann Philipp Holder von Düh- ren eine Forderung zu machen hat, wird hiermit aufgefordert, dieselbe auf Donnerstag, de» 3 . März, Morgens 8 Uhr, dahier vor Amt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der »ktivmasse, zu liquidiren. Sinsheim, den 12. Jan. 1827. Großherzogliches Bezirksamt. R ü t t i n g e r. NeckarbischofShcim. (Schulden-Liquidation.) Gegen Wolf K a z ä u c r von Obergimpcrn haben wir Gant «rkannr, und Lagfahrt zur Liquidation seiner Schulden auf Mittwoch, den si. Febr. d. I, Morgens g Uhr, anberaumt; wozu alle diejenigen, welche eine Forderung an denselben zu machen haben, unter dem Rechtsnachkheil anher vorgeladen werden, daß ansonst die Masse unter die Gläubiger vertheilt werde, welche sich bei der Tagfahrt Milde». Neckarblschofsheim, den 22. Jan. 1827. Großhcrzogliches Bad. Amt. Bcttinger. Lahr- (Vorladung.^ Die mkli'zpssichtkgen Jakob Haller von Lahr und Martin Merkle von Fricsenheim, welche bei der Affenttrung für das Jahr 1827 ausgeblieben find, werden hiermit aufgefordert, sich bis zum 1. April l I. dahier zu stellen, widrigenfalls die gefitzsschk Strafe gegen sie erkannt werde. Lahr, den 27 Jan. ,827. Gk°ßb-f-^'.'.ches Bezirksamt. Lang. Ettlingc,n. (Edlktalladnng.il Franz Anton Renz von Malsch, dermal gegen 54 Jahre alt, welcher im Jahr >7gg alü Schncivcrgeselle in die Fremde gegangen, ohne die mindeste Nachricht bisher von seinem Aufenthalt zu geben, wird aufgefordert, binnen Jahresfrist dahier zu erscheinen, und sein unter Pflegschaft stehendes Der- mögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls solches seiaen nächsten Verwandten» gegen Sicherheitsleistung, in fürsorglichen Besitz hinausgegeben werden soll. Ettlingen., den 16. Jan. 1827. Großherzoglicves Bezirksamt' Kelle r. Durkach. (Verschollenheits.ErklLrung.) Da sich Joseph Becker von Stupßssch, der öffentlichen Dorla, düng vom »2. Oktober i 3 >Z ohngeachtet, nicht gestellt, oder sichere Nachricht von seinem Aufenthalsorte seither gegeben hat, so wird derselbe nunmehr für verschollen erklärt, und dessen Vermögen, tn 33 i fl. 5 g kr. bestehend, seinen nächsten Anverwandten ln fürsorglichen Besitz, gegen Kaulion, über- geben. Durlach, den 27. Inn. »827. Großherzogliches Sberamt.^ Bau Müller. > Landau. (Wein- u. Früch§e.Versteiger»ng.^ Künftigen 8. Februar -827, des Morgens um g Uhr, zu Laubau in der Behausung des verlebten Herrn Johannes S t a h k, am französischen Tbore, wird zur Versteigerung geschritten werden, von: 201/2 Fuder 1826er,. lo^kio Fuder i 8 r 5 er, r,k2 Fuder 1822er und 12 1/2 Fuders,ger rein gehaliencr vorzüglicher Weine aus der Umgegend, circa 20 in Essen gebundene 3 , 2, i und 1/2 Fuder Faß, is Bütten verschiedener Größe, 2 Lotten, 1 Kelter; bann 10a Malter RepS, i 5 S Malter Spelz, 24 dito Korn und Hafer, 55 Malter Gerst, 40 Zentner Heu und mehrere 1000 Bosen Stroh. Landau, den 26. Jan. 1827. Karlsruhe. (Anzeige.^ Frisch angekommen: Holländischer geräucherter Lachs, Cabliau, Schellfische , Holländi- sche Voll-Bickinge und Pomniersche Gänsebrüste bei Gustav Sch mied er. Verleger rmL Drucker; P. Mackiot.