Karlsruher Zeitung. Nr. 76. Samstag, den 17. März 1827. Baden. (Karlsruhe. Mannheim.) — Großherzogthum Hessen. — Nassau.— Dänemark. — Frankreich. — Großbritannien. — Ocstreich. — Portugal. — Preusscn. — Rußland. — Spanien — Türkei. — Amerika. (V.Sl.vonNordamerika. Paraguay) — Dienstnachricht. Baden. Karlsruhe, den lü. März. Vorgestern Abends starb hier, im 67. Jahre seines thättgen Lebens, der großherzoglicke geistliche Ministerialrath und Doktor der Theologie, Johann Baptist Häberlin. Wissenschaft mit GeschäftSkeiintniß, ächte Religiosität Mit geläuterten Grundsäzen im Gebiete der Theologie und des Kirchenrechts, Biederkeit und Offenheit deS Charakters, besonnener Diensteifer, und rastlose, auch in langwieriger Krankheit bis zur Todesstunde fortge- sezte Thätigkeit erwarben dem Verblichenen als Staatsdiener und Geistlichen diejenige Achtung, welche ihm bei Allen, die ihn kannten, ein bleibendes Andenken sichert. Mannheim, den 15. März. Wir befinden uns gegenwärtig in dem Falle, daß die von dem grvßhcrzogli- chen Ober-Ingenieur, Hrn. Dyckerhoff, diesem rastlos thätigen Kunstverständigen, vorigen Sommer neuerbaute hydraulische Maschine für den hiesigen Stadtkanal, ihren erwünschten Nuzen augenscheinlich bewähret. Bekanntlich muß durch jenen schon längst erbauten Kanal, mit Hülfe des jezt tiefer und häufiger in denselben strömenden Rheinwassers, wozu die vorigen Sommer von Hrn. Dyckerhoff gleichfalls schön und solid erbaute neue Schleuste zweckmäßig dient, daS aus den Slraßenrin. nen der Stadt in den Kanal fließende unreine und schlammige Gewässer in den Neckar abgeleitet werden. Dieses dauert so lange ununterbrochen fort, biö dre nieder« Umgebungen innerhalb deS großen DammeS, bei wachsen, dem Wasser, das Zustellender Schleusten ndthig machen, Fälle, die sich in trockenen Sommern wenig, auch, wie im vorigen Sommer, manchmal gar nicht ereignen» llm nun bei hohem Wasser die Ueberschwemmung von diesen niedren Anlagen und Gärten, so wie daS Quell« Wasser in den Keller» der untern Stadt möglichst abz.it- hallen, hat man bei dem Ausflüsse des Kanals in den Neckar eingangsgedachte Ausschöpfmaftblne erbaut. Dieselbe ist sehr einfach, solid und zweckmäßig in ihrer Zusammensezung, mrd zum Gebrauch fürthiensche Kräfte eingerichtet. Sie wird durch vier Pferde in Bewegung gesezt, durch welche, ohne große Anstrengung, bei zweistündiger Ablösung, in einer Stunde 200, folglich in 24 Stunden 4üoo Fuder Wasser, jedes 700 Zapf- rnaaße enthaltend, ausgchvben und durch eine, nach Maaßgabe der äussern Wasscrhöhe hoch oder nieder her« tmichlrnde geräumige und verschlossene Rinne, gleich dem Sturz eines Bergwassers durch eine Felfenkluft, unterirdisch in den Neckar abgcführt werden. Die Maschine geht bei nöthigem Gebrauche Tag und Nacht. Alles Räderwerk, welches durch Nässe leiden kann, ist von Eise», die an einer Kette befestigten Kübel oder Kessel aber, jeder 30 Maaß haltend, sind von Kupfer. DaS ganze kolossale Werk ist so meisterhaft und solid gearbeitet, daß bei dem Gange und öfterem ungleichen Ziehen der noch ungeübten Pferde, nicht die mindeste Erschütterung statt findet. — So blieben also unsere Gäricn und Keller dir-ßmal von Ueberschwemmung und Quellivasscr glücklich befreit, ungeachtet Neckar und Rhein seit dem Eisgänge bedeutend höher als das Ka» natwasser standen. Noch viel größere Dienste aber sind zur Sommerszeit durch Abwendung deö üblen Kanalge- ruckS zu erwarten, besonders wenn die noch ins Werk zu richtende Dolenschleuße am neuen Weg erbaut seyu wird. UebrigenS liegt die Beurthellung und Beantwortung der Frage: ob eure Dampfmaschine, statt der Pfer, dekräfte, nöthig seyn werde, wenn etwa noch mehrere Schöpfwerke hinzugesezt werden müßten, ausser dem Fache deS Referenten, vbschon sehr leicht einzusehen ist, daß eine Dampfmaschine, in Betracht des sicherem und kräftigem Ganges, der thierischen Kraft bei weitem den Vorzug abgcwinne. Erwägt man aber, daß die großen dazu ersorverlichen Kosten, nämlich deS Kapitals und der ertragenden Zinsen, nebst dem Aufwande deS Betriebs der Maschine, bei ihrem vielleicht nur seltenen Gebrauche, die Ausgaben vergegenwärtigen Einrichtung bei weitem übersteigen dürften, und nimmt man zugleich auch darauf einige Rücksicht, daß durch lezterr unfern städtischen Fuhrleuten, vornämlich in der nahrungslosen Winterszeit, ein stattlicher Verdienst zugehet, so darf man ihr auch hierin den verdienten Beifall nicht versagen. (Mannh. Atg.) GroßherzogthumHefsen. Darmstadt, den 14. März. Das gestern erfchie- nene Regierungsblatt enthält eine auf allerhöchsten Befehl vom großherzogl. Ministerium der Finanzen erlassene Verordnung, wvmach, da die landständischen Berathungen über das Finanzgefez für die Jahre lö^, noch immer nicht beendigt sind, des Großherzvgs kbn. Hob., in Folge des Art.6y der Verfassung allergnädigst verordnet haben, daß die bestehenden direkten und indirekten Auflagen jeder Art auch für die Monate April, Mai und Juni l. I. fvrlerhoben werden sollen. 414 Nassau. ^ Wiesbaden; den 12 . März. In Gefolge der landesherrlicken Ediktalbekanntmachung vom ö> Febr. l. I. wurde die dießjährige Versammlung der Landstände von dem dirigirenden Staatsminister, Freiherrn Marschall von Diberstein, heute eröffnet. Dänemark. Kopenhagen, den 5. März. Aus dem Sr. M. dem Könige vvrgelegten vierten Hauplbericht über den Fortgang des gegenseitigen Unterrichts in Dänemark ergibt sich, daß jene Unterrichts Methode Ausgangs des Jahrs 1826 in 1515 Schulen eingeführt war, und daß man sie im Laufe deS Jahres 1627 ferner in 492 Scku- len cingeführt zu sehen mit Grund erwarten könne, so daß im Ganzen den 3t. Dez. 1626 sich 2007 Schulen für die Einführung der Bell-Lancasterschen Unterrichtsmethode erklärt hatten; ein Resultat, welches für die verflossenen 3 Jahre, in welchen die Einführung jener Methode für Dänemark erst ernstlich in Betracht gekommen ist, Erstaunen erregen muß. Frankreich. Paris, den 15. März. Gestern war der Kurs der Sprozcnt. konsol. zu 98 Franken 60, 75, 60 Cent. — Sprozent. konsol. 69 Fr. 25, 30, 25 Cent. — Die neuesten Nachrichten aus Madrid melden, daß ein portugiesisches Jnsurgentenkorps, das sich nach Ca- strlien zurückgezogen halte, wieder in Portugal einfiel, so wie es vernahm, daß General Monet zu feiner Entwaffnung heranrücke. Großbritannien. Folgende Rede, welche der General-Prokurator Irlands, H. Plunkett, am 6. d. M. in der Kammer der Gemeinen gehalten hat, scheint uns eine siegreiche Antwort auf die Argumente zu seyn, welche die Feinde der Emanzipation der Katholiken vorgebracht haben: "Mein sehr ehrenwerther Freund (5?. Koplcy, Master of the Rolls) behandelte, man muß cs zugeben, die Frage auf eine Art, wovon wir seit 20 Jahren noch kein Muster gehabt hatten. Er gieng bis zur Reforma- tivnszeit und selbst noch weiter zurück; er machte die Geschickte der Päpste und jene der Jesuiten; nachdem er aber die Kammer durch das Buntscheckige seiner gelehrten Zitate crgdzt hatte, endigte er mit dem offenen Bekenntniß, daß so viele Worte keinen Bezug auf die Lage und die wirklichen Zurückforderungen der Katholiken hätten. Meine Aufgabe im Gegentheil soll seyn, den wahren Gegenstand der Motion wieder herzustcllen. Es handelt sich davon zu erklären , daß die Kammer innigst von der Nothwendlgkeit einer General-Revision der Geseze, welche gegen die katholischen Unterthanen Sr. M. vorhanden sind, überzeugt ist. Eine Untersuchung ist uns also vvrgeschlagcn, und bei einem redlichen Verfahren hiebei könnte mein sehr ehrenwerther Freund die Bürgschaften finden, von denen er uns so soviel gesprochen hat. Allein ich sehe mit Bedauern, haß er feine Parthei rm voraus genommen hat, und daß man ihn in die erste Reihe derjenigen zählen muß, welche die Katholiken zu einer ewigen Ausschließung aus dem Schoose der Konstitution verurtheilt haben. Er ermangelte nicht, sich nach der jezigen Mode zu richten, welche will, daß unser unsterbliche Pitt immer vorgestcllt werde, alsim Grundes Herzens den Katholiken nicht wahrhaft geneigt. Wir haben sogar eine Gesellschaft, die es wagte, sich mit dem Namen dieses großen Mannes zu schmücken (Um- 6Iul>), um intolerante Grundsäze zu verbreiten; nun aber scheue ich mich nicht, dieß für eine der frechsten politischen Verläumdungen der neuern Zeit zu erklären. Man will schamlos diesem mit Reckt so berühmten Minister den Ruhm rauben, daß er die unverjährbaren Rech, te dcö katholischen Theils der britlischen Nazio» auf alle Wohlthaten der Konstitution redlich anerkannt habe. Wohlan! ich erkläre feierlich- daß niemals ein redlicherer Freund der Katholiken gelebt hat, und wenn er so feurig wünschte sie in den vollen Genuß aller Rechte der britlischen Unterthanen zu sezen, so geschah cs, weil er innig überzeugt war, daß sie alle wünschenswerthen Bürgschaften geben könnten re. Ich stellte Pitt an die Spize der Freunde der Emanzipation der Katholiken, und muß ihm die Männer beigesellen, deren Politik am meisten Tiefe und Weisheit zeigte, die Grattan, die Grenville, und diesen unglücklichen MarkiS von Londonderry, der im Jahr 1621 so kraftvoll für die Emanzipationö-Bill kämpfte. Mein sehr ehrenwerther Freund (der Master vf the Rolls) kämpft heute unter dem entgegen gesezten Panier, und wiederholte unS hundertmal, daß er keine genügende Bürgschaft sehe, um in die Emanzipation einzuwilligen. Allein ec vergaß uns zu sagen, wo die Gefahr sey. Ich sehe keine; denn wahrlich ich kann mich nickt herablassen, vor diesem alten Schreckbild der Suprematie der Päpste mich zu ängstigen. Und was verlangen denn die kathol. Irländer, baS euchsolcheDesorgnisseeinfldßen könnte? Nickis Anderes, als die Thcilnahme an den Wohlthaten deS englischen Gesezes. Mil welchem Rechte will man, in Betreff ihrer, die eingegangenen Verträge und selbst die Grundsäze unserer Konstitution vcrlezen? Man hat sie dahin gebracht, sich als eine geächtete, allen Arten von Schimpf und Druck geweihte Kaste zu betrachten, nicktS ist versäumt, um diese Unglücklichen zur Verzweiflung zu bringen , und zur Empörung zu reizen. Wie lange will man Irland noch in dieser schrecklichen Lage lassen? Die Masse von Brennstoff häuft sich täglich; ist'ö an uns, die Flamme anzufachen, die Alles verzehren soll? Ich habe es schon gesagt, und werde es unaufhörlich wiederholen: die einzige reelle Bürgschaft, die wir für die Ruhe Irlands haben, ist die katholische Geistlichkeit, und dem musterhaften Charakter der Männer, aus denen sie besteht, verdanken wir den Frieden, der noch auf dieser Insel herrscht re. H. Plunkett schließt seine Rede mit folgenden Worten : Vergessen wir es nicht: die Emanzipativnö-Frag« 415 ist weder eine katholische, noch protestantische Frage mehr, sie ist eine Nazivnal-Fragc; vie Wohlfahrt des brittischen Reiches hängt von ihrer Entscheidung ab! Vergessen wir es nicht, dag wir der Hülse unserer irländischen Brüder im Augenblick der Gefahr bedürfen können rc.l — Nach den Neu-Iorker Journalen wird die Empörung gegen Mexiko in der Provinz Texas immer ernsthafter. Die Insurgenten haben mit 23 indianischen Völkerschaften einen Vertrag abgeschlossen. Die neue Republik wird den Namen Fredonicr tragen, und der Kongreß zu Na- cvzdocheS sich versammeln. O e st r e i ch. Wien, den io. März. Gestern Nachmittags hat Se. Lurchl. der Hr. Fürst von Metternich unferm hochverehrten Monarchen den bcklagenswerthen Tod seiner von Allerhochstdenselben besonders geliebten Tochter, der Kaiserin von Brasilien Majestät, mitgetheilt. Se. Majestät nahmen diese traurige Botschaft mit der Ihrem er, habenen Charakter eigenen Seclengröße und Unterwerfung unter die Fügung Gottes auf. Es heißt, Ihre Maj. die Kaiserin fey einige Stunden früher davon benachrichtigt worden. — Vorgestern traf der brasilianische Kommandeur, Hr. v. Rocca Pinto hier ein, wie es heißt, um den Jnfantc» Don Miguel nach Rio Janei, ro einzuladen. Allein man will wissen, Se. kön. Hoh. der Insant wolle erst Antwort auf die dem Hrn.v. Neumann mitgegebenen Briefe an seinen allerdurchlauchtigsten Bruder abwarten, ehe er sich weiter entschließe. (Allg. Ztg.) Portugal. Lissabon, den 24. Febr. (Privat-Korrespondenz.) Das zehnte englische Husaren-Negiment ist am 13. d. M. zu Coimbra angekommen, und der Obergcneral Clinton und sein Generalstab sind am 17. dort eingezogen. Die Langsamkeit, die man in den Bewegungen und Märschen der brittischen Truppen in Portugal bemerkt, wird der Erwartung neuer Truppen zugcschrieben. EL geht das Gerüchts die Häupter der Rebellen hatten so eben eine gezwungene Rekruten-Aushebung von 100 Mann auf jedes Kirchspiel in der Provinz Traö os Mvntrs anbefohlen, und gegen die Saumseligen die Todesstrafe verhängt. P r e u s s e n. Berlin, den 6. März. Am Sonnabend war zum erstenmal wieder bet Sr. Maj. dem Könige große Mittagstafel. Bei'm Gehen bedienen sich Se. Maj. nur eines gewöhnliches Stockes, und aus einem Zimmer in daS andere eines mechanischen Stuhles mit drei Rädern. Das Modell zu diesem Stuhle ist aus Wetzlar verschrieben worden. Es erinnerte sich nämlich Jemand aus der Umgeburg Sr. Maj., daß ein Fräulein von Schaurau vor ungefähr 30 Jahren, zur Zeit deö ReichZ- Kammergerichts in Wetzlar, in allen Gesellschaften auf einem künstlifchen Stuhl erschienen scy. Man zog über diesen Stuhl Erkundigung ein; er fand sich in Nassau vor, und nach seinem Modell ist hier ein gleicher Stuhl gebaut worden. — Als Se. Maj. der König sich zum erstenmal wieder am Fenster deS Palais zeigten, versammelten sich bald eine große Menge Menschen. Ein junges Mädchen , Tochter eines sehr angesehenen Bürgers, welche eben auch der Neigung, den geliebten LcmdeSvater wieder zusehen, nicht widerstehen konnte, glitschte bei dem Hinaufsehen aus, fiel und brach daS Bein. Der König, der den unglücklichen Fall sah, schickte sogleich den an, wesenden Leibarzt herab und ließ das junge Mädchen in das Palais und dann in einem königl. Wagen nach Hause bringen. Rußland. Petersburg, den 3. März. Auf eine von Sr. Maj. dem Kaiser bestätigte Vorstellung deS Finanzministeriums wird eine eigene Komität, bestehend aus den Dirigirenden der Departements der Manusakturcn und des innern und des auswärtigen Handels, mit Zuziehung eines Beamten aus dem Marine-Ministerium und eines andern aus dem Ministerium des Innern, errichtet, in der Absicht, daß dieselbe Alles, was zur Beför, derung des Baues der Kauffahrteischiffe dienen kan» in Ueberlegung ziehe. Spanien. Madrid, den 1. März. Der General Sarsfield hat zum zweitenmal als eine Gnade sich ausgebeten, des Oberbefehls der Observations-Armee enthoben z« werden. Türkei. Konstantinopel, den 11. Febr. Hr. von Pisani und ein Theil deS Gefolges des Hrn. von Ribeaupierre traf gestern Nnchmittagö hier ein; er selbst wird erst diesen Abend oder morgen erwartet. Mein« gestrige Nachricht von seiner bereits erfolgten Ankunft beruhte auf einem Jrrlhum. — Eine abermalige Verschwörung, welche dem Leben des GroßwefsierS, dem Reis-Effendi und allen Chefs der Reformen, vorzüglich aber dem Kapudan Pascha drohte, aber durch die Wachsamkeit des leztern entdeckt wurde, hat durch ihre mährchenhast klingenden Details neuerdings Aufsehen gemacht. Et scheint ausser Zweifel, daß der Kapudan Pascha sich dadurch bewogen fand, um eine andere Anstellung zu bitten. Der Sultan hat diesem Begehren entsprochen, allein ängstliche Gemüther wollen eben wegen dieses Begehrens deS Kapudan Pascka's, nachdem er den Zustand in der Hauptstadt genau und in Person erforscht hat, dem Bestand der Reformen keine große Sicherheit pro» phezeihen. Bekanntlich hatte er sich gleich nach seiner Rückkunft aus dem Archipelagus durch blutige Strenge im Arsenal ausgezeichnet, und die Seetruppen dadurch erbittert. — H. StratfordCanning ist der Antwort a«f seine Note in Betreff der Griechen noch gewärtig. Am e r i k a. (Vereinigte Staaten von Nordamerika.) Die nvrdamerikanischr Negierung läßt s Kriegs, 416 schooner, jeden von 6a Tonnen und 12 Kanonen, er, baue«, welche als Kommunikationsschiffe zwischen dem stillen und dem atlantischen Meere gebraucht werden sollen. Zwei derselben erhalten ihre Station im stillen Meere. Die Mittheilungen gehen über den IsthmuS; von ChagreS nach Panama kann der Weg in 36 Stun. den zurückgelegt werden. Vermittelst dieser neuen Einrichtung wird man nun in Europa von Valparaiso in 58 bis 70 Tagen Nachrichten erhalten können. (Paraguay.) In der Pariser Ekorle vom 14. März liest man folgendes Dekret der Regierung von Paraguay : "Da die Regierung von Paraguay, welche die Legitimität ihres politischen Laseynö auf das höchste Gesez, die Wohlfahrt ihrer Völker, gründet, sich in der strengen Noihwendigkeit findet, die Integrität deö Gebietes, wo die Gesellschaft der sie versteht wohnhaft ist, zu bewahren, damit ihreUnterthanen, die nach der apostolisch-römischen Religion und durch weise, gerechte Geseze regiert werden, friedlich in der größten brüderlichen Eintracht leben können; da die Regierung ferner überzeugt ist, daß die Armeen Brasiliens sich zu einem Einfall rüsten, ähnlich jenem, der es zum Herrn des linken Ufers des Uruguay machte, und daß in dieser Absicht aus Rio Janeiro vielleicht schon eine Militär-Expedition ausgelaufen ist, ausgerüstet von dem Ministerium besagten Reiches, dessentwegen, und durch diesen politischen Grund- saz geleitet: Wenn du de.« Frieden willst, so rüste dich zum Krieg, hat die Regierung von Paraguay beschlossen: "1) Daß der Brigadier Rodriguez einstweiliger General-Kommandant der Armee, Befehle gebe, um die Truppen-Abtherlungen, die mit der Aufsicht über die Gränzen gegen Brasilien zu beauftragt sind, zu verdoppeln, die Zurüstungen zu einer kraftvollen Vertheidigung zu beschleunigen, und ein BevbachtungS-KorpS zu bilden, das in die Besizungen Brasiliens ernzufallen im Stande ist, sobald die Truppen dieses Reiches irgend einen Versuch gegen Paraguay oder die Provinzen, die seine Alllirten sind, wagen. 2) "Daß der KommodoreBoumar, Befehlshaberder Seemacht, dem besagten Brigadier alle Hülfsmittel, die derselbe von ihm verlangt, erleichtere; auch ist der Kommodore hiermit ermächtigt, die in seinem Reglement vom 24- des lezten Okiobermonats vorgeschlagenen und von der Oberbehörde gulgeheißenen Kaperbnese auszn- fertigen. Z) "Daß der General-Sekretär Aapidas solle ermächtigt seyn, alles zu verfügen, was zur pünktlichen Vollziehung dieses Beschlusses ndthig ist. "Gegeben ui der Stadt Assumption von Paraguay, den 24- Nvv. 1826. "Unterzeichnet: der Doktor Francia. *Bernardin Aapidas, Genrral- Sektklär.-i Dienfknachricht. , Die von Seiten der Patronatherrschaft geschehene Präsentation des Pfarrers Jakob Wenzel zu Senn« feld auf die Pfarrei Sindolshcim ist von Staatswege» gutgeheissen worden; dadurch ist die Pfarrei Sennseld (Dekanats Adelsheim) mit einem Kompetenzanschlag von 406 sl. in Erledigung gekommen; die Bewerber um dieselbe haben sich binnen 4 Wochen bei der betreffenden Patronatöherrschafl zu melden. Auch soll die bisher von dem Pfarrer Wenzelzugleich versehene Pfarrei Li eben stad t (Dekanats Adelsheim) nun wieder besezt werden. Ihr Kompetenzan« schlag beträgt 417 fl.; dazu kommt der Zins aus einem durch die bisherige Administration ersparten Kapital von ungefähr 1000 fl., dessen Betrag demnächst noch näher bestimmt werden wird. Die Bewerber um dieselbe haben sich binnen 4 Wochen bei der betreffenden PatronatS« Herrschaft zu melden. Auszug aus den Karlsruher Witterungs- Beobachtungen. 14. März Barometer Therm. Hygr. Wind. M. 6- 27 Z. 6 3?. 7,5 G. 66 G. W. M. 3 27 Z. 7,5?. 9,0 G. 50 G. NW. N. 9) 27 Z. 9,9?. 6,0 G. 62 G. W. Regen und sehr stürmisch, es heitert sich bald mehr und weniger, bleibt aber immer stürmisch, Nachts trüb. 15. März Barometer Therm. Hygr. Wind. M. 6 27 Z. 9,9 L. 4,0 G. 62 G. W. M. 3 27 Z. 6,3?. 7,o G. 55 G. W. N. 10 27 Z. 5,0 L. 3,5 G. 65 G. W. Ganz bewölkt, mehr und weniger heiter, es trübt sich, wird stürmisch, NachtS Regen. Theater, Anzeigen. Sonntag, den 18. März: Die unterbrochene Whistpart hie, oder: Der Strohmann, Lustspiel in 2 Akten, von Karl Schall Dlle. Beck, Frau v Trümmer, zum Debüt. — Hierauf: WallensteinsLazer, Schauspiel in l Akt, von Schiller. Bekanntmachung. Zu der Ausspielung der berühmten Rastatter Stahl - und Autschenfabrik lni gerichtlichen Schätzungswerth von Z0,000fl., nebst sechszehn Chaisen zu 6720 fl. taxirt, omilnter S Stück im alierneuesten Geschmack und von der br- 417 kannten vortrefflichen Arbeit sind, welche die Fabrik liefert, mit noch Eintausend zweihundert fünf Geld-, und sonstigen Gewinnsten, für welche sämmtlich bas Handlungshaus C- I. K isl i n g in Kehl die Gewährleistung übernommen hat, sind Loose s 2 fl. und Plane gratis bei folgenden HH. Emittenten zu bekommen: bei Hrn C. D. Gehresim innern ZirkelNr 8. ' Th. Gesell Karlsruhe Mannheim Freibnrg Heidelberg Mosbach Einsheim Buchen Brette» Durlach Pforzheim Baden Bühl Bruchsal Rbeinfelden Offenburg Hornberg Millingen Oderkirch Donaueschingen Konstanz Lahr Emmendinzen Müll heim Grausen Lörrach Gränzach Zizenhause» bei Stockach Die niedrige Einlage I> Buchh. 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Rastatt, im Juni r8-6. Schlaffu. Komp. kiterarische Anzeigen. Eben hat folgende höchst interessante Schrift die Presse »erlassen, ». ist jn Karlsruhe bei G. Braun zu finden: üe krallt, Europa in seinen Verhältnissen zu Griechenland und zu den Staatsverändcrungen in der Türkei. A. d. Französischen. Leipzig, 1827. br. 1 fl. 30 kr. Die literarischen Blätter der Hamburger Börsenhalle sagen hierüber: Hr. v. P., der fo viele lichtvolle Werke geschrieben, hat dennoch keinS herausgegeben, das zeitgemäßer und wichtiger, als das wäre, worauf wir so eben «usmnksam gemacht haben. So eben ist erschienen, und in Karlsruhe bei G. Braun, so wie in allen übrigen Buchhandlungen daselbst zu haben: A l c e st e. Trauerspiel des Euripides. Deutsch. Nebst einer Abhandlung von D. C. Scybold. Zweite ganz umgcar- beitete Ausgabe von W. gr. 8. 54 kr. Wenn Seyboldr Alceste in der ersten Ausgabe sich Freunde erwarb, wie dieß der Bedarf beweist, so dürfen- wir mit Recht erwarten, daß diese zweite ganz umgearbeitete Ausgabe von einem unserer ersten Philologen, dem Hrn. Wagner, sich eines allgemeinen Beifalls zu erfreuen haben wird. Leipzig, im Januar 1827. Weygandsche Buchhandlung. Karlsruhe. (Abschied. ^ Da meine Verhältnisse mir nicht erlauben, persönlich von meinen hiesige» Freunder» und Bekannte» Abschied nehmen zu können, so sage ich auf diesem Wege Allen ein herzliches Lebewohl! A. Hatzfeld, Lithograph. Karlsruhe, (Anzeige.) Zur weitern Komplettirung meines Lagers sind eingetroffen: kssenes ok ^nclrovivs, Ilarvo^s 8»ace, üast Inäis 807, 8irop äs kancli, 8i- rc>p äs OapUaire, üau äs I-eiee, ssprit äs Miel, L,- lrsit äs miel, , nouvelle üari, sau mervoillo xerleotioimss; ferner 8ols marines et Lüon insriuL. Karlsruhe, den 3 . März 1827. Gustav Sch Mieder. Karlsruhe. (Anzeige.) 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Ich bin gezwungen, den lichtscheuen Verfasser jener anonymen Schmähbriefe, welche mich bei meinen Eltern als den gcwissenloftsten und schlechtesten Menschen charakterisiren, hiermit auszufordcrn, öffentlich seinen Name» zu nennen, falls er nicht für den schändlichsten Verläumder gehalten werden will. Heidelberg, den, 5 . März 1827. I. Schau berg, 8tnä. juris. Karlsruhe. (Dienst-Gesuch.) Ein geübter Tbei- lungskommiffär. mit den vorzüglichsten Zeugnissen, wünscht bei einem Großherzogl. Amtsrevisorat eine Theilungskommts- särsstelle, entweder sogleich, oder auch nach einem, zwei oder drei Monaten, anzuiretcn. Das Nähere ist im Jeitungs- Komptoir zu erfahren. 418 Karlsruhe. IG «such.) Eia evangelischer Pfarr- Kandidat, der seit 3 Jahren rezipirt ist, wünsche bei einem jn der Nähe einer Stadl wohnenden Pfarrer Vlkarius zu wer- Vcii. Er erwartet kein Salarium. Etwaige Anfragen, mit »er Aufschrift I>. Q. an daSZcilungs-Kömptotr avressirt, werden sogleich beantwortet werden. Mannheim. fLehrlingS-Gcsuch.) In eine hiesige Galanterie-Handlung wird ein solider, gebildeter, auswärtiger junger Mensch, welcher wo möglich Anfangsgründe Der französischen Sprache besitzt, sogleich in die Lehre gesucht. Die nähern Bedingnlffe sind entweder mündlich oder auf freie schriftliche Anfrage in der Heinrich D'An g e lo'schen Hand- jung dahier zu erfahren. Mannheim, den , 5 . März 1827. Karlsruhe, sLehrlingS-Gesueb.) Es wird auf künftige Ostern in eine hiesige Schloffer-Wcrkstätte ein Lehrling gesuchr. Wo? erfährt man im Zeittings.Äomptoir. IBerichtigung.) Die Gräfin und Graf v. Svolle ck, von Venen in der Aufforderung dcS K. W. Gerichtshofs f. d, Swwarzwaldkreis, Tübingen den 27 Febr 1827, in Nr. 64, 65 und 67 der Karlsr. Ztg. die Rede ist, sind aus Mümpelgard, und der Graf Ludwig v. Sponeck ist im Französischen Kriegsdienste gestanden. Baden, den 9. März 1827 Graf v. Sponeck, Rittmeister in der Großherzogl. Badischen Kavallerie-Suite. an der Hauptstraße» nahe am Rathhause, und ist für jede« Geschäft einer der besten Nahrungsplätzc. Dasselbe ist drei- stöckig und enthält >, Zimmer und 2 Küchen, sodann Stallung für 3 ° Stück Pferde, eine Scheuer, geschlossenen Hof mit einer Durchfahrt und Kelter für ohngefähr So Fuder Wein. — Die Bedingnlffe werden für den Käufer angenehm eing,. richtet, und sind be, Hrn. Paul Mayer in der alten Pfalz in Mannheim und bei Kaufmann Hrn. G.L.Ritz Haupt ln Heidelberg zu erfahren, mit welchen auch mittlerweile, wenn sich Liebhaber zeigen, wegen einem Kauf aus der Hand unterhandelt werden kann. — Zugleich wird unausgesetzt den- selben Tag mit der Versteigerung mehrerer Gütcrstücke im de- sten Stande, wobei ein nahe gelegener Garten, ferner Weißzeug, Bettung und Schrcinerwcrk, alles in gutem Stande, bis zur Beendigung fortgefahren. Eberbach, den 22. Febr. >827. Karl Bohrmann, zum Lamm. Heidelberg. IFrucht-Versteigerung.) Da Dienstag, den 3 . künftigen Monats April, Nachmittags , Uhr, im Gasthaus zum Badischen Hof dahier, mehrere Gat. tungen Früchte bei den sämmtlichen evangel. protestantischen Kirchenrezepturen versteigert, und bei annehmbaren Geboren, ohne weiteren Genehmigungs-Vorbehalt, zugeschlagen werde» sollen, als wird dieses den Steigerungslustigen mir dem An- fügen bekannt gemacht, daß die Proben auf dem Markt und bei der Versteigerung eingesehen werden können» Heidelberg, den 14. März 1627, Karlsruhe. IHaus-Verkauf.) Jn einer der schönsten Lagen der Stadt, nahe bei der katholischen Kirche, ist ein für jedes Gewerb paffendes zweistöckiges Haus, nebst zweistöckigem Seiten- und Hintergebäude und Garten, zwei schönen Kellern und sonstiger Bequemlichkeit, aus freier Hand zu verkaufen. Das Nähere ist Gasthaus zum Großherzog zu «rfragen. Lahr. IGasthaus-Verpachtung.) Unterzeichneter ist gesonnen, das ihm jetzt zugehörige Gasthaus zum Lö- wen in Dinglingen, an der Landstraße gelegen , auf mehrere Jahre zu verpachten. Die Beschaffenheit dieses Hauses Ist schon früher in der diesjährigen Karlsruher Zeiiung, Nr. >2, ,7 und ig, bekannt gemacht worden; solches kann sogleich bezogen werden. Die Liebhaber mögen sich melden, um dasNä- Here zu erfahren, bei Apfelwirth Buch er er. Bühl. sMüblen- Versteigerung.) Zufolge bezirköamtlicher Verfügung vom - 5 . Februar d I., Nr. 317g, wird die den Müller Michel Eckert'schen Eheleuten zustehcn- Lc Mahlmühle, nebst Zuzchörden, bestehend in einer zweistöckigen Behausung mit 2 Mahl - und , Gerbgang, unö einer Scheuer, Schopf, Stallung und Keller enthaltenen Nebengebäude nebst dabei befindlichen an Ruthen Garten Mittwoch, den 4 - April d. I., Nachmittags 2 Uhr, lm Laubenwirthshause zu Altschweier, unter annehmliche» Be. dingnissen versteigert. Im Falle sich keine Eigenthumsiiebha- ber vorfinden, kann dieselbe auf mehrere Jahre in Pacht gegeben werden. Auswärtige StcigerungSlicbhabcr haben sich mit beglaubigten Einen- und VermögenSzeugniffen auSzu- weisen. Altschweier, den 12. März 1827. Der Orisvorstand. Eberbach. IGastwirthschasts-, Güter- und Mobiliar-Versteigerung.) Auf den 2. April l. I, Morgens g Uhr, bin ich gesonnen, mein Wirthshaus zum Lamm dahier, im Hause selbst, an den Meistbietenden zu versteigern, und bei annehmbarem Gebote sogleich zuzuschla. gen; ausserdem aber bedinge ich mir gegen den Lcztbietendcn einen dreitägigen Ratifikations-Vorbehalt. Das Haus liegt Heidelberg. fGcrste-Versteigerung.) Künftigen Dienstag, den 20. d M., Nachmittags 2 Uhr, werde» im Gasthause zum Hirsch dahier 57a Malter Gerste, 1826er Vorrath, an der Schulfondövcrwaltung In größer» und kleinern Parthien unter Vorbehalt höherer Genehmigung an den Meistbietenden öffentlich versteigert. Heidelberg, den , 5 . März 1^7. Wagenbrenner» UnterLwisheim, bei Bruchsal. sWein. Versteigerung.) Dienstag, den 24. April, Vormittags 10 Uhr, werden aus dem hiesigen herrschaftlichen Keller »5 Fuder Unteröwishcimer Wein, ,826er Gewächs, versteigert, und bei annehmlichen Geboten sogleich losgeschlagen. Untcröwiöheim, den »2. März ,827. GroßherjoglichcDomainenverwattung. Schmidt. Durlach. fWein-Versteigerung.) Von dem-ke« stgen herrschaftlichen Welnvorrath werben 5 „ bis 4a Fuder vom Jahrgang ,826, Durlacher und Ellmendinger Gewächs, Montag, den 2. April d. I.. Vormittags »o Uhr, bei Unterzeichneter Stelle Fuderweise öffentlich versteigert; wozu die Liebhaber hiermit eingcladen werden. Durlach, den »2. März ,827. Großherzvglichc Domainenverwaltung. Banz. Ettenheim. sWein-Versteigerung.) Mittelst öffentlicher Versteigerung werden Mittwoch, den 2,. d., Vor- mittags 9 Uhr, 400 Ochiiile neuer Wein verkauft, und sogleich zugeschlage», wenn annehmbare Gebote geschehen. Ettenheim, den ,2. März ,827. Großherzogliche Domaincnverwallung. F l e l»e r. Kikchlinsbergen. IW ein - Versteigerung.) 419 Montag, den 2. April, Vormittags »0 Uhr, werden in Mir« dingrn wieder 80 Saum Wein, worunter so Saum rother, Nachmittags , Uhr in Wasenweiler ebenfalls S5o Saum, beides 1826er Gewächs, sammt der in beiden Kellern davon sich ergebenden Hefe, versteigert; wozu man die Liebhaber «inladet. Kicchlinsbcrgen, den >0. März ,827. Großherzogliche Domainenvcrwaltung. S ch w e i g e r t. Karlsruhe. ^Versteigerung.^ Mittwoch, den ri. dieses, Nachmittags - Uhr, werden im Lagerhaus dahier, gegen daare Zahlung, öffenilich versteigert werben: 2 Kisten schmale und 6 Kisten breite vstinbischk Nan- quins, sodann 2 Ballen Mocca-Kaffee. Karlsruhe, den ,2. März 1827. Großherzogliches StavamtSrevlsorat. Ke r ler. Karlsruhe. ^Versteigerung von Eichen-, Bau- und Nutz-Holz.Z Mit obervormundschasilicher Genehmigung wird man bis Dienstag, den 20. d. M., Morgens g Uhr, in dem s> g. grauen Ackerwalde, der Stadt Durlach, 63 Stämme Eichen versteigern. Die Zusammenkunft ist gedachten Lag früh g Uhr auf dem LambrechtS-Hos, zwischen Durlach und Stupferich, bestimmt. Sodann werden bis Mittwoch, den 21. d. M-, früh g Uhr, ln dem untern Füllbruch der «ladt Durlach s 5 Stämme Elchen, i Stamm Eschen und 3 Stämme Ruschen versteigert. Die Versammlung ist gedachten Lag früh g Uhr bei der Büchiger Brücke bestimmt, von wo aus die Steigerer in den Waid geführt werden sollen. Karlsruhe, den n. März 1827. Großherzogliches Forstamt Ettlingen, v. H 0 lzing- Karlsruhe. fV erstcigerun g von eichen, eschen und ruschen Nuz - und Klafterh 0 lz.^I Vermöge des genehmigten Wirihschaftsplaneü für die herrschaftlichen Waldungen werden bis Donnerstag, den 22. d. M>, in dem herrschaftlichen Kastenwönher Wald 3 oo Stämme Eichen , Eschen und Ruschen, als Bau- und Nutzholz, und biS Samstag, den 24. d. M., 100 Klafter derlei Brandholz öffentlich versteigert. Die Liebhaber wollen sich gedachte Läge, Morgens 9 Uhr, zu Forch- heim im Adler emfinben, von wo aus sie in .den Wald geführt werden sollen. Karlsruhe, den 11. März 1827. Großherzogliches Forstamt Ettlingen, v. Holz ing. Karlsruhe. fEichenHolländerholz-Verstei- gerung.^ Nach genehmigtem Winhschaftsplan für die Ge- mcindswalbungen sollen bis Freitag, den 2Z d. M., Vormittags n Uhr, aus den GemeindSwaldungen von Kttielingen auf dem dortigen Rathhause 5 o Stämme ausgezeichnet schönes und schweres eichen Holländcrholz versteigert werben. Die Liebhaber wollen dieses Holz, welches bereits ausgezeichnet ist, vorher nufnchmen lasse», und sich gedachten Lag und Stunde auf dem Aarhhause zu Äniclmgen einsinben. Karlsruhe, den,1. März ,827. Großherzogliches Forstamt Ettlingen, v. Hvlzing. Rastatt. HHollSnderEiHen-Verstekgeruns.F In Gemäsheit des von der hochpreislichen Oberforstkommis,10» genehmigten Wtrthfchaf,Spions pro 18M27 werben Samstag, den 3 i. d. M., Nachmittags » Uhr, im Otttigheimer Gemeindswalde 3- Stämme Holländer-Eichel öffentlich versteigert. Die SteigerungSliebhaber werden mit dem Bemerker hiez» eingeladen, daß sie sich auf besagte Zeit im WirrhShause zu» Krone zu Oettigheim cinstnden sollen. Rastatt, den m. März 1827. Großherzogliches Oberforstanit. v. Degen selb Rastatt. fBrennholz-Lieferung.s In Gefolge hoher Kriegsministcrial.Verfügung vom 2. d. M., Nr. 1864, soll die Lieferung des Brennholzes für die hiesige Garnison, auf ein Jahr, nämlich vom Juni »827 bis dakin 18-8, öffentlich an den Wenigstiichmenden tn Abstreich verakkordir» werde». Der Bedarf an Brennholz für die hiesige Garnison be- trägt jährlich ohngefähr 200 bis 220 Klafter, bestehend in ein Drittel hartem — bas ist Buchen, Hagenbuchen m-v Birken, — in zwei Drittel weichem, - nämlich Eichen, Launen, Forlen und Erlen-Holz. Zu dieser Versteigerung ha, man Donnerstag, den 2g. März d. I., Nachmittage 2 Uhr, anberoumt, wobei die Liebhaber sich aus dem Pl.tz-Bureau ta hiesiger Kaserne einsinben wollen. Rastatt, den Io. März 1827. Großherzogliche Stadtkommandantschast. v. Seutler, Oberst. Ettenheim. fMühIen- und Ho fg u t - V crstek- gerung in Schwaighausen.^ In Gemäsheit vormundschaftlicher Genehmigung werden die dem ledigen und minorennen Adolf Meier von Walbkirch von seinen kürzlich verstorbenen Großeltern, den Johann Georg Rufischen Eheleuten von Schwaighausen zugefallene Realitäten Montags, den 2. April d. I., Vormittags um 9 Uhr, im Sonnenwirthshause alldortcn, zur Versteigerung an den Meistbietenden ausgesezt werden. Dieselben bestehen in Folgendem: 1) in einer zwcistöckigtcn ganz von Stein neuerbauten Behausung, sammt Scheuer, Stallung und übriger Zuge« Hörde, mit einer vorzüglichen mit 2 Mahlgängen vcrse- nen Mahlmühle an der Hauptstraße nächst bei oer Pfarrkirche gelegen, der liniere Stock besteht aus einer Wohnstube, Kammer, Küche und einem kleinen Zimmer, der obere hingegen aus einer Wohnstube, 3 Zimmer und einer Küche, ferner har dieses Haus das Backrccht, worinnen im untern Stock eine Backstube, mit allen nöihigei» Backgeräihschaftcn versehen, angebracht ist, gerichtlich angeschlagen für ... 2400 fl. 2) 3 Sester Matten auf der Bauert, für Zoo ff. 3) i 1/2 Sester Acker und Raumgartcn allda -oo fl. 4) 24 Acker beim BlumiSgraben, für . i 5 „o fl. 5) ,8 Morgen Walbbodcn in der Dosenhaltcn und 1 1/2 Sester im Schicsrain, mit dem gegenwärtig sich darinnen haubaren Buchen- und Eichenholz, für . . . . 2077 ff. Summa 667? fl. Sollten sich keine Liebhaber zum ganzen Wesen zeigen, und daraus kein dem Werihe desselben angemessener Erlös erzielt werben, so wird man zur stückweise» Versteigerung, die Mühle mit den dazu gehörigen Grundstücken, und die Waldungen mit dem baubaren Holz, den Versuch machen; Steigerungs- Liebhaber, welche inzwischen diese Realitäten beaugenscheinigen wollen, haben sich bei dem Vogtamt in Schwaighausen zu melden, bei welchem auch die sehr vortheilhaftcn Bedingungen eingefehen werden können, mit dem Anfügen, daß fremd 420 Steigerer über Ihr Vermögen und Leumund durch Zeugnisse ihrer Obrigkeit sich auszuweisen habe»; wenn sie beider Skei. zcrung zugelaffcn werden wollen. Mahlbcrg, den 12. März 1827. Großherzoglichcs Amtsrevissrat. Szuhany. Sinsheim. sMühle - Versteigerung, ss Am Montag, den g April, wird die Müller Kuh Nische Erbbe- standSmühle nebst Zugehördten zu Reiben auf dem Platz selbst «ersteigert. Die Versteigcrungobcdingungcn können täglich bei Lem OrtSvorstand cingesehcn «erden, und auswärtige Stct- «erungSliehhaber Huben sich mit legalen Vermögcnszcugnisscn «uSzuweilen. Siusbeim, den ,0. März 1827. GroßherzogUches Bezirksamt. Sigel. Gengenbach. sSchulden.Liquidatlon .1 Gegen das verschuldete Vermögen des .Schusters Landeli» So hier dahier hat man Gant erkannt, und zur Schuldenliquidalion Tagfahrt auf Freitag, den So. März d. I., früh 8 Uhr, auf diesseitiger AmtSkanzlei sestgesezt, wozu die etwaigen Gläubiger au/gefordert werden , ihre Forderungen oder sonstigen Ansprüche an denselben, unter Vorlage der Gcweisurkun- Len, an benanntem Lage unzumeldcn, richtig zu stellen, auch ,hre etwaigen Vorzugsrechte zu dokumeutiren, bei Strafe des Ausschlusses von der Masse. Gkizgenbach, den 21. Febr. >827. ' ' Großhcrzogliches Bczirkuamt. B 0 ssi. Eberbach. fS chu ld en - L i q u i Vat i 0 n.s Gegenden Burger Jakob Ihrig in Scholibrunn haben wir Gant erkannt, und Tagfahrt zur Schuldenliquidation auf Mittwoch, den 2Z. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf hiesiger AmtSkanzlei anberaumt. Es werden daher alle diejenigen, welche an gedachten Ihrig eine Forderung zu machen haben, dieselbe, unter Vorlage ihrer Beweisurkunden, in obiger Tagfahrt um so gewisser richtig zu stellen, als sie ansonsten damit von der vorhandenen Masse ausgeschlossen werden sollen. Ebcrbach, den 4. März 1827. Großherzoglichcs Bezirksamt. Bäuerle». R astatt. fSchulden-L iq ui dation.sl Nachdem sich der «chuster Isaias Buchdung er von Kuppenbeim für zahlungsunfähig erklärt hat, io wurde über dessen Vermögen Gant erkannt. Desselben Gläubiger werden daher aufgefor- Scrt, am Mittwoch, den 4. April, früh 8 Uhr, aus diesseitiger Kanzlei zn erscheinen, und ihre Ansprüche an den Ganrmann bei Strafe des Ausschlusses von der Masse gehörig aus,»führen. Aaslau, den 10. März >627. Großhcrzogliches Oberamk. Müller. Rastakt sS ch u l de n - L iq u r d a t i 0 n.) lleber das Vermögen des schon früher mundrodr erklärten Müllers Johann Georg Sch ab ab crlc von Iffezheim ist Gant erkannt worden. Dessen sämmlliche Gläubiger werden daher angcwle- fen, am Freitag, den 6. April, früh 3 Uhr, i» diesseitiger Kanzlet zu erscheinen, und ihre Forderungen bei, Strafe des Ausschlusses von der Masse gehörig richtr- r«k stellen. Rastatt, den iS. März 1827. GroßhcrzogticheS Lberamt. Müller. V ü h l- ^Abnahme der Vermögensverwaltung und G l ä ub t g e r a u s r u s. Z Bei einem statt gehabten Fa- Niilienzusammentriit hat sich gezeigt, daß dem Forlunawirih Joseph Schlund zu Bühl die Verwaltung seines Vermögens länger nicht mehr belassen werben kan», weshalb man sich veranlaßt gefunden hak, demselben in der Person des hiesigen Bürgers und Apothekers Stolz einen Beistand deizu» geben, ohne dessen Mitwirkung Fortuuawirih Jos. Schlund, nach MaSgabe des L. R. S. 4gg, für die Zukunft weder rechten, noch Vergleiche schließen, Anleiden ausnchmen, angreif« liche Kapitalien oder sonstige Ausstände erheben, noch hierüber Empfangsscheine geben, Einer veräussern oder verpfänden solle; als welches mit dem Anhang zur öffentlichen Kcnnr- niß gebracht wird, baß alle diejenigen, welche ohne die Einwilligung und Mitwirkung des ausgestellten Beistandes in ir- gend einen Venrag mit Jos Schlund sich einlaffe» werden, sich den hieraus für sie cnißcheiiden Schaden und Nach- thcil selbst beizumessen haben. Jur Erhebung des vorhandenen Schuldenstandcs und eine- hierauf von der Jos. Schlun bischen Ehefrau in Vorschlag gebracht werdenden Arrangements werden inbeß säwmtlichr Gläubiger der Joseph Schlundischen Eheleute andurch auf- gefordert, Donnerstag, den 22. März d. I , Vormittags g Uhr, auf bieSsettiger AmtSkanzlei zu erscheinen, und ihre Forderungen , unter Vorlage der Beweiöurkandcn, entweder selbst, oder durch gehörig Bevollmächtigte, bet Vermeidung des Ausschlusses von der Masse, zu liquidsten, mit dem Ansügcn, daß von denjenigen Gläubigern, welche zu der obanberaumie» Tagfahrt sich nicht stellen, angenommen werde, baß , fall» sich die Mehrzahl der anwesenden Gläubiger zur Annahme de» ln Vorschlag gebrachten Arrangements verstehen sollte, sie sich dieser Mehrzahl angeschloffen haben wollen. Bühl, den - 4 - Febr. 2827. Großhcrzogliches Bezirksamt. Häfeli n. Ettlingen. sLdikkalladung.'I Michael Weller von Völkersbach ist vor vielen Jahren alS Webergeselie i» die Fremde gegangen und hat seit 179) nichts mehr von sich hören lassen. Damals befand er sich zu Mannheim in kurpfälzischen Kriegsdiensten. . . , ^ Sein bisher Pflegschaft!,!- verwaltetes Vermögen beträgt ungetähr 28a fl. Er wird hiermit aufgefordert, binnen Jahresfrist in seine Heimath zurückzukehren, und sein DermSgcn kn Ein- pfang zu nehmen, widrigenfalls solches seinen nächsten Der- wandten, gegen Sich-rhctloleistung, zu», fürsorglichen Besitz überlassen wird Ettlingen, den ir März 2827. Grvßherzvgüches Bezirksamt. Keller. Nachricht. ... I. C. Brandt, welcher in Holland verstorben, hat ein Vermögen von 40-2.000 Gulden für seine nächsten Verwandte« nachgelassen. Dieselben können eine Abschrift des Testaments bekommen, wenn sie sich mit frankirtcu Bricsen adrcssiren a« Vvxv»« et Komp., Kalorie Vir,«»»« ker.vS »karr». Der leger und Dnrckrr; P. Ma cklat.