Karlsruher Nr. 92. Montag, den 2. A pril e i t u n g. 1827. Baiern. — Hannover. — Frankreich. — Großbritannien. — -Oestreich. — Preusscn. — Portugal. — Rußland. — Spanien. — Amerika. (V.St.vonNordamerika. Columbia.) — Verschiedenes. — Dienfinachrich». Baiern. Se. kön. Hoh. der Herr Herzog Wilhelm in Baiern haben geruht, dem kön. Hofschauspieler Hrn. Urban, bei Gelegenheit seines Gastspiels in Bamberg, vor Anfang der Vorstellung der Maria Stuart, ern Paket mit der hbchsteigenhändigen Aufschrift: "dein Schooßkinde der Kunst«, durch den Oberrcgisseur, Hrn. Lewald, huldreichst einhändigen zu lassen, worin sich eine goldene Medaille mit den Bildnissen II. kk. HH. deö Herrn Herzogs und der hochstieligen Frau Herzogin, und ein reiches Geschenk an Golde befand. — Nach Berichte» auS München vom 26. März hat der baierische Griechenverein in diesen Tagen eine» Kauf von 1 Mill. Pfund Mais auf den Gütern deS Herzogs von Leuchtcnberg im Kirchenstaate abgeschlossen, die, zu mäßigem Preis und von vorzüglicher Güte, zu Ancona geladen, und nach Napoli zur Verfügung der Kommission gestellt werden sollen, welche dort mit Vertheilung der von den Vereinen geschickten Lebensmittel beauftragt ist. -- Der Ka tholik, jene Zeitschrift, die früher in Mainz erschien, deren Herausgabe aber in dieser Stadt verboten und alsdann nach Straßburg verlegt wurde, wird in Zukunft in Speyer gedruckt werden. Fürth, den 21. März. In der Nacht zum 15> d. M. wurde daS große Mühlenwesen, welches am Ende hiesiger Stadt, zunächst an der Straße nach Frankfurt liegt, durch eine heftige Fcuersbrunst verzehrt. Der Ei- genthümer hatte diese Mühle mit den dazu gehörigen Werken erst vor einigen Jahren für etliche und fünfzig tausend Gulden erkauft, und inzwischen mit großem Kostenaufwand verbessert. Dieses Mühlgebäude war übrigens auS früher» Zeiten dadurch merkwürdig, daß deS Königs von Preußen Maj., so oft Sie in die fränkischen Provinzen auf die Heerschau kamen, in dasselbe das Hoflager und Hauptgnaiticr verlegten. Hannover. Hannover, den 23. März. Den hier von Berlin über daS Befinden des Herzogs von Cumberland einge, gangenen Berichten b-S zum tg. d. zufolge, wardaS allgemeine Befinden Sr. kön. Hoh. günstig. Die Besserung deS Auges schreitet vor, und ungeachtet der fortdauernd kühlen, feuchten und stürmischen Witterung läßt die ohnehin geringe Entzündung desselben immer mehr und mehr nach. Der hohe Patient unterschied bereits an den ihm vorgehaltenen Gegenständen die gelbe, blaue «nd rvlhe Farbe aufdaS Bestimmteste. Frankreich. Paris, den 31. März. Gestern war der KurS der Zvrozent. konsol. zu 99 Fr. 40, 45, 40, 35 Cent. — öprvzent. konsol. 70 Fr.; 69 Fr. 95 Cent. — Die zur Prüfung deS Prcßgeftzes unter dem Vor- size des H. Grafen von PortaliS niedergefezte Kommission hielt für nöthig, sich mit allen Aufschluß gebenden Dokumenten zu umringen, und für gerecht, die Ein- würfe der Abgeordneten deS Buchhandels gegen den Ge- sezentwurfanzuhören. Auch die Eigenthümec und Haupt- Redaktoren der verschiedenen Journale hatten am 50. die Ehre, vernommen zu werden. — H. von Vaublanc ist zum Berichterstatter der Kommission ernannt, welche den Austrag hat, den Vorschlag des H. MarkiS von la Bovssiere (sh. Nr. 65) zu prüfen. — Nach der Etoile vom 30. ist H. Camacho, bevollmächtigter Minister der Vereinigten Staaten von Mexiko, auch von dem Präsidenten des MinisterratheS, H. Grafen von Vill-le, empfangen worden. — ES,,.ißt, der H. Graf von Segur sey gefährlich krank. ^ — Die Etoile meldet: Es sey davon die Rede, im Theater des NouvcautoS vier Konzerte zum Besten der Griechen zu geben. Der H. Vicomte von ka Rochefoucauld wird, dem Vernehmen nach, zu dieser Wohlthä- tigkeit behüiflich seyn, indem er zur Verfügung des griechischen Komito für jene Konzerte alle Künstler der kön. Theater stellen will. — Die Etoile vom 3t. März meldet: Die Haupt- ansührer der portugiesischen Flüchtlinge, Telkz Ivrdao, Montealegrere., die nach der französischen Gränze abge- sührt werden, sind zu Burgos angekommen. Da der Markts von ChaveS krank ist, so wurde er bevollmächtigt, einige Tage in einem Städtchen in der Nahe von Burgos zu verweilen. — Die Etoile vom 3t. zählt unter die Lägen deS TageK folgende Nachricht deS Journal du Commerce: H. Lamb verlangt von Spanien die Auflösung der auf der Portugiesischen Gränze versammelten Armee, 75 Millionen als Ersaz für die Kriegökoflen, und Cuba als Gewähr. Großbritannien. London, den 27. März. DaS äußerste Elend, worin sich die Fabrikarbeiter in England befinden ^beginnt die nämlichen Wirkungen, wie vor einigen Jahren, hervvrzubriiigen» Die Arbeiter bilden politische Vereine, und der Radikalismus nimmt wieder überhand. 506 --- Der hiesige rühmlich bekannte Astronom, H. South, läßt jezt in der Nähe von Kensington auf seine Kosten «ine Sternwarteerrichten. Die Wittwe HerschelS hat in Gegenwart vieler ausgezeichneten Männer den Grundstein zu dem neuen Gebäude gelegt. — H. Elliston, der vorige Direktor dcS Drury-Lane- Theaters, errichtet jezt, von feinen Freunden unterstüzt, ein neues Schauspielhaus, das den Namen Braunschweig- Theater führen soll. — Der Sohn des Marschallö Soult befindet sich gegenwärtig hier und wird eine Reise in'S Innere machen. — Die Abgaben an die Regierung von dem Nachlasse -es verstorbenen Hrn. Rundest betragen nicht weniger als 109,950 Pf. Steel. (1,209,450 fl.) London, den 27. März. In der gestrigen Sizung -er Kammer der Gemeinen legte H. Canning auf den Schreibtisch der Kammer: i) Einen Vertrag mit Sr.M. dem Kaiser von Brasilien wegen der definitiven Abschaf, fung des Sklavenhandels. Dieser Vertrag ist kürzlich unterzeichnet worden, und soll, 3 Jahre nach dem Austausch der Ratifikationen, vollzogen werden; einstweilen dauert der von Brasilien getriebene Sklavenhandel, gemäs den nämlichen Bedingungen und Verordnungen, denen der portugiesische Negersklavenhandel unterworfen ist, fort; — 2) einen Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten von Nordamerika und Sr. M., die Sklaven betreffend, die während des lezten Krieges ihren Eigen- thümcrn waren wcggenvmmen worden. Die D. Staaten hakten anfangs 2 Millionen Dollars verlangt, begnügten sich jedoch mit 1,200,000; — 3) die Korrespondenz, die zwischen der englischen und amerikanischen Regierung, rücksichtlich der Handels-Verbindungen zwischen den V. Staaten und den englisch-westindischen Kolonien, statt hatte. H.Hume fragt, ob mau diese Korrespondenz als beendigt ansehen könne. H. Canzüng sagt: Ich betrachte fir als becndlgt, weil Ich daö lezte Wort hatte. O e st r e i ch. Wien, den 27. März. MetalliqueS Lü"/ss» Bankaktien 1060. — Vorgestern war, seit der Ankunft der Todespost einer heiß geliebten Tochter, wieder zum erstenmal Familientafel bei JI. MM. dem Kaiser und der Kaiserin, zu welcher, ausser den Erzherzogen und Erzherzoginnen und dem Herzog von Reichstädt, auch die Prinzen Don Miguel von Portugal und Gustav von Schweden ein- geladen waren. Unser allverehrter Monarch erfreut sich einer guten Gesundheit, und man hofft Allerhöchstdenselben dieser Tage wieder im Theater zu sehen. — Gestern Abend um 6 Ubr verschied unser verehrter Beethoven, zum allgemeinen Leidwesen deS musikalischen Publikums. P r e u s s e n. In Schlesien gedeihen mehrere Anpflanzungen von säßen guten Kastanien vortrefflich, wachsen sehr schnell, Md vertragen die Kälte besser als die Nußbäume. — Am 14> März ist von dem Grafen v. Wetterstedt und dem norwegischen Staaksrath Holst, so wie von dem königl. preuß. Gesandten zu Stockholm, v. Tar- rach, ein Handels - und Schifffahrtö - Vertrag zwischen Schweden und Norwegen einer - und Preussen andererseits unterzeichnet worden. — Am 31. März wurde IN Magdeburg der neue allgemeine Degräbnißplaz ausserhalb der Stadt eröffnet. Merkwürdig ist eS, daß diese Eröffnung mit einem Ehepaare geschehen konnte, welches 40 Jahre in Frieden zu, sammen gelebt hatte, auch im Tode bald mir einander vereinigt war, und dessen lrzte Wünsche es gewesen waren, auf dem neuen Begräbnißplazr neben einander eine friedliche Schlnmmerstelle zu finden. Die Bepflanzung des neuen Friedhofs geschieht nach einem Plane des königlichen Gartendirektors Lennü; auch ist eine förmliche, sehr zweckmäßige Begräbniß-Ordnung bekannt gemacht worden. — Ein großer Theil der Deutschen, welche vor eini, gen Jahren nach Brasilien auSwanderten, wohin sie durch vrelversprochene Einladungen gelockt wurden, und wo sie sich zum Theil mit dem Anbau des Landes, zum Theil mit der Ausübung ihrer verschiedenen Handwerke zu beschäftigen hofften, ist bei seiner Ankunft zum Kriegs, dienst gezwungen worden. Sie bilden 4 Regimenter, und sind in verschiedene Gegenden von Brasilien vertheilt. Ihre Offiziere sind zum Theil italienische, französische und andere Abentheurer, welche kein moralisches Gefühl, kein Pflichtsinn zu einer menschlichen Behandlung ihrer Soldaten treibt, zum Theil Einzelne von diesen Ausgewanderten selbst, die aber von ihren ehemaligen Gefährten beneidet und verachtet werden, und deshalb in einem unangenehmen Verhältniß stehen. Alle Vergehen werden streng bestraft; wenn die Armen verzweifelnd ent, wischen, so finden sie meistens, bei den Beschwerden der Flucht in das Innere, ihr Ende. Ein Mann, der in Berlin Thierarzneikunde studirt hatte, mit Zeugnissen versr, hen war, und aus den Feldzügen, beiwelchen cr als Rvß- arzt gedient, eine Medaille mttgebracht hatte, wurde dort gezwungen, als gemeiner Soldat zu dienen. Ein Oestreicher war in der Erwartung nach Brasilien gegangen, als zweiter Hofgärtner in Rio angestellt zu werden. Auch er mußte Soldat werden. Seine botanischen Kenntnisse erweckten bei dem englischen Konsul in Fex, nambuco Theilnahme für sein Schicksal. Dieser beschäftigte ihn eine Zeit lang; aber die brutale Behandlung, die ihm beim Regiment« widerfuhr, machte ihn trübsinnig. Er ergab sich dem Trünke, wurde oft geprügelt und entlief in daS Innere des Landes, wo er wahrscheinlich ein Opfer des Klima'S oder der Indianer geworden ist. Solche Beispiele von Leuten, die in ihrer Hermalh eine gute Erziehung genossen haben, und die nun die tiefste physische und moralische Erniedrigung erdulden müssen, sind gar nicht selten. --- Möge dieses eine Warnung für die seyn, welche sich etwa noch von dem Auswanderungs- Geiste ergreifen lassen. Köln, den 26. März. Der Geheime Staatsrath Hr. Heinrich Gottfried Wilhelm Daniels, erster Präst- Z07 dent des kön. rheinischen Appellations-Gerichtshofcs, ist heute un 73. Jahre seines Alters mit Tod adgegangen. Portugal. Lissabon, den 14. März. Die Prinzessin Regen» tin hat eine sechsmonatliclie Trauer für die hochstielige Kaiserin von Brasilien angeordnet. Die Gerichtshöfe und Schauspielhäuser bleiben 3 Tage (vom 11 — 14) verschlossen. — Die PairSkammer hat, wegen dem Tode I. M. der Kaiserin Leopvldine ihre Sizungen, während 3 Tagen, eingestellt. — Der Präsident brr Deputirtenkammer hat in der Sizung vom 13. über die Audienz Rechenschaft abge, legt, die er von der Prinzessin Regentin erhielt, um I. k. H. den Beschluß der Kammer, betreffend die Dotation der konigl. Familie, zu überreichen. H. Carvalho laö, im Namen der Finanzkommission, einen Bericht über den Gcsczentwurf vor, betreffend ein Anleihen von 4000 ContoS de Reis (24 Millionen Fr.) Lue Diskussion wird in einer der nächsten Sizungen eröffnet werden. Rußland. Petersburg, den 14. März. Se. Maj. der Kaiser haben in Beziehung auf das allerhöchste Gnaden« Manisest vom 3. Sept. v. I. befohlen, daß Offiziere, die wegen schlechter Aufführung aus den Kriegsdiensten entlassen wurden, und in Zivildienste überzutrcten wünschen , in lezteren nur mit dem untersten Grade, dem der 14. Rangklasse, angestellt werden sollen. — Se. Maj. haben dem Generalmajor Schütz 3000 und dem Garde-Obersten Tscherbazky 2000 Dessätinen nicht urbarer Kronländereien verliehen. — Der General Superintendent der evangelischen Gemeinden in den südrussiscken Gouvernements, vi-. Feßler (als Schriftsteller rühmlich bekannt), ist aus Saratow hier eingetrvffen. — Wie sehr dir Talg-Ausfuhr auS Odessa während 12 Jahren zugenvmmen, beweiset, daß sie bis 1615 nur 50,000 Pud, in den beiden keztverflvffenen Jahren aber 500,000 Pud betrug. — Die Zahl der Fabriken und Manufakturen in den vormals polnischen Provinzen ist im Steigen. In den Gouvernements Kiew und Podvlirn sollen drei Runkel- rübenzucker-Raffinerien errichtet werden. Das Sinken der Fruchtpreise und der ausserordentlich große Ucberfluß an Früchten in diesen Provinzen bestimmen viele Grund- besizer, sich andern Kulturen zu widmen, namentlich auch Vieh aufzuziehen. Spanien. H. Uzos ist zum Geschäftsträger Sr. katholischen M. am Hofe der Tuilericn ernannt worden. Amerika. (Vereinigte Staaten von Nordamerika.) Der Staat Ohio, der noch vor 30 Jahren eine Einöde war, steht jezt unter den nordamerikanischcn Provinzen im 3. Rang. Im I. 1821 hatte er 581,434 Einwohner, jezt hat er über 850,000. Seine Legislatur besteht aus 36 Senatoren und 72 Repräsentanten. ZUI» General-Kongreß in Washington schickt er 10 Deputirte. (Columbia.) Die von Bolivar verordnete Versammlung der Abgeordneten sämmtlicher columbischen Departements soll in Turbaco, vier Leguas von Carthagena, statt finden. Vers chiedeneS. Wo, wie in einer jeden besuchten Schule, eine große Jugendmeng« eng vereint ist, da reichen die sanften Einwirkungen nicht hin, selbst nur die äussere Ordnung, wie vielmehr die durchgängige Sittlichkeit zu erhalten. Die Jugend, und besonders die männliche, ist ihrer Natur nach wild und unbändig, ohne deshalb bösartig zu seyn. Der unmündige Verstand vermag die Lehren der gereiften Vernunft nicht zu fassen; der von dem Ju- gendalter unzertrennliche Leichtsinn hält Nichts fest, und der beste Eindruck wird durch die Einwirkung des Augenblicks so leicht geschwächt und verwischt. Die unge« zähmte Jugendkraft verlangt daher oft Zaum und Gebiß, sogar oft am Meisten in den edelsten kräftigsten Naturen. So wird die Schulzucht und polzeiliche Strenge unerläßlich. Das Geftz muß verbieten und warnen. Die Folgen der Uebertretung müssen dem Gebot und der Warnung Nachdruck geben. Eine erschlaffteDiszi- plin ist daS größte Unglück, das einer Schule begegnen kann. Ihre Aufrechthaltung aber kann in gewissen Zeltperioden, unter gewissen Umständen und an gewissen Orten bedeutend schwer werden. Aber die Schwierigkeit ist nicht unüberwindlich, wenn nur alle Lehrende, statt sich wohl gar geheim entgegen zu wirken, und dem gekränkten Lehrer gegen den übermüthigen Schüler Unrecht zu geben, mit dem Vorsteher in einem Geist handeln, kein weichliches Schonen und Ansehen der Person, keine Nachgiebigkeit gegen verkehrte Ansprüche der Aeltcrn statt finden lassen. Fest stehe der Grundsaz eines alten ehrwürdigen Schulmannes: "Lieber eine leere, als eine in Verwilderung und Sittenlosigkeit innerlich aufgelöste Schule. Eine solche wird das Seminar schlechter Staatsbürger.» Die Rheingold Wäscherei im grvßherzog« lichen Amte Lahr. Die Rheingoldwascherei wirb schon seit den ältesten Zeiten betrieben, hat aber an den» Oberrhein«, da der lezte Gvldwascher zn Jstein bei Hü- ningen, wegen Aermlichkeit der Ausbeute, seine Arbeit im I. 1624 niederlegen mußte, ganz aufgehört, und ist nun blvs noch auf den Mittelrhein beschränkt. Hier fängt sie in dem Amtsbezirke Lahr an, wo sich zu Wit- tenweier 3, in Nonnenweier 14, und in Ottenheim, Meissenheim und Ichenheim zusammen 3 Goldwascher befinden. Rheinabwärts sind deren noch mehrere. Nach den bisherigen Erfahrungen kömmt das Gold niemals in reinem Sande oder aufgeschwemmter Erde, sondern blvs in einem groben Kiese vor, dessen Sani» feinkörniger und etwas schwarz-bräunlicher als der übri< 503 ge ist. Ost sizt das Gold auch auf Kieseln in leichtem Anfluge auf, immer zeigt es sich aber in Gestalt kleiner dünner Blättchen von der Größe einer Nadelspize bis zu jener eines Senfkornes. Die Goldsandbänke sind von sehr verschiedener Ausdehnung, zuweilen mehr als 100 Schritte lang und vcr- haltnißmäßig breit. Gewöhnlich legen sie sich längs dem festen Lande, selten an nah befindlichen Inseln, m ruhigem Gewässer und unterhalb solcher Orte an, wo der Rhein vom festen Lande beträchtliche Stücke abgerissen hatte. Nur in diesem Falle und folglich auch blos nach starkem Gewässer sinder man neue GvlLbänke, deren Große jenem deS weggerissenen Bodenö freilich in sehr verringertem Maaßstabe entspricht. Jeder Goldwascher und jeder dieses Geschäftes etwas kundige Nheinbewvhner behauptet aus diesem Grunde, daß daS Gold nicht mehr aus den Gebirgen der Schweiz und des Schwarzwaldes ausgcsührt werde, sondern sich schon in unfern Kieslagern, wenigstens dem größten Theile nach, befinde. Denn, sagen sie, wenn das Gold auS den angegebenen Orken zu unS kommen sollte, müßten sich nicht an den Ufern des OberrhcinS, welche den einstigen gleich sind, mehrere und reichhaltigere Goldbänke als bei uns bilden? Warum findet man solche nicht längs dem Thalwcge, der den Goldsand doch vorzüglich fortzutreiben hatte, sondern nur am Ufer oder nahe demselben? Warum nur unter frischen Landein« drücken und in einer dieser entsprechenden Größe und Reichhaltigkeit? Nach ihrer Versicherung ist der Goldsand in einer Vz und l*st Schuh dicken Schichte Kieses, welche unter einer gleich großen von gröberm Kiese und der Dammerde liegt, enthalten. Deutlich können diese Schichten an stellen Ufern erkannt werden, und die vorgenommenen Versuche bewiesen die Richtigkeit der Angaben. Werde» in einer Schaufel goldhaltigen KieseS deS festen Landes «uf die unten bezeichnte Weise ein oder 2 Goldtheilchen gefunden , dann ist dem Goldwascher in dem vom Wasser losgerissenen wieder angespültem Kiese reichere Ausbeute gewiß; denn in diesem konzentnrt sich nach den ausgeschwemmten leichtern Erdtheilchen der Goldsand. Die angeführten Schichten ziehen tief in daS Land hinein, und man fand noch in der Allmansweirer Gemarkung, eine halbe Stunde weit von dem Rheine entfernt, schon bei den ersten Versuchen Gold. Aus allem geht überzeugend hervor, daß der Rhein heutzutage wirklich nicht mehr alles ihm abgewonnene Gold uns zufübre, und daß es vielleicht zum größten Theile bei uns lagere. Ob dasselbe in früher» Jahrtausenden durch den Rhein herbergebracht wurde, oder welchen Ursachen sonst wir dessen Gegenwart zuzuschrei- den haben, dieß wäre gewiß eine deS Forscbnnggeistes unserer Eeognoste» nicht unwürdige Aufgabe. Dienstnachrichk. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben gnädigst geruht, dem bisherigen Pfarrer zu GerS» back, Wilhelm Dreher, die erledigte Pfarrverwesers- stclle zu Lhirngen (Dekanats Freiburg) zu übertragen. Dadurch ist die evangelische Pfarrei Gcrsdach (Dekanats Schvpfheim) mit einem Kompetenzanschlag von 3gl fl. in Erledigung gekommen. Die Bewerber um diese Stelle haben sich binnen 4 Wochen vorschriftsmäßig bei der obersten evangel. Kirchenbehörde zu melden. Auszug aus den Karlsruher Witterungs- Beobachtungen. , 20. März Barometer Therm. Hygr. Wind. M. 6' 27 Z. 5,6 L. 1,7 G. 64 G. NW. M. 3 27 Z. 5,5 ?. 6,0 G. 60 G. N. 10 27 Z. 5,7 L. 5,0 G. 62 G. W. Regen mit Schnee vermischt, dann sehr veränderlich, Abends und Nachts Regen und etwas Schloßen. 31. März Barometer Therm. Hygr. Wind. M. 6; 27 Z. 7,7 L. 2,0 G. 65 G. SW. M. 3 27 Z. 9,0?. 6,7 G. 56 G. SW. N. 10 27 Z.10,?L. 3,0 G. 60 G. W. Ziemlich bewölkt und frisch, mehr und weniger heiter, Nachmittags und Abends Regen, Schnee, Schloßen und Wind. TodeS-Anzeig». Gestern früh starb unser guter Gatte, Vater und Schwiegervater, der pensionirle GroßherzoglicheObereinneh- wer, Gottfried Gerst» er, zu Pforzheim, nach zurück- gelegkem 8c>. Jahre. Sein thäliges wohlwollendes Leben, das ihm die Achtung und Freundschaft seiner Bekannten verschaffte, sichert uns nach seinem Tode die aufrichtigste Theilnahme unserer Verwandten und Freunde an unstrm Verlust. Pforzheim und Karlsruhe, den 2. April 1827. Die Hinterbliebenen. Theater « Anzeige. Dienstag, den Z. April: Das Portrait der Mutter, oder: Die Privalkomödie, Lustspiel in 4 Akten, von Schröder. Donnerstag, den Z, April: Die beiden Grenadiere, oder: Dis verwechselten Tornister, Lustspiel in Z Akten, nach dem Französischen. Hierauf: Adrian van Ost ade, Singspiel in i Akt; Musik von Kapellmeister Weigl. — Lezte Vorstellung vor Ostern. Literarische Anzeige. Be! I. D. Claß in Heilbconn ist erschienen, und bei Aug. Oßwald in Heidelberg und Speyer zu haben: 509 Der Unfehlbare mib untrügliche Ratten-, Mäuse-, Maulwürfe, Marder-, Wiesel., Wanzen-, Flöhe-, Ameisen - und Mücken-Vertilger und wohlmeinende Rathgeber vieler sicherer Mittel zur Vertilgung und Vertreibung der Frösche und Kröten, Grillen und Heimchen, Läuse, Keller- und andere Würmer, Maikäfer, Milben, Motten, Raupen, Schnaken, Schnecken, Wespen und Hornisse und vielem anderem Ungeziefer. 2te Austage. gr. 8. Preis 20 kr. oder 5 ggr. Vorstehende Schrift ist von einer andern — ähnlichen Titels '— wohl zu unterscheiden; alle darin angegebenen Mittel sind ganz einfach und ohne Kosten, ater probhal- rend, so, Laß man sich sicher daraus verlassen kann. Bekanntmachung. Mittwoch, den ss. April 1827, findet die Haup 1 ziehung der großen Lotterie der HerrschaftNeumarktl im Königreiche Jllyrien, und die Prämienziehung der blauen Gratis-Gewinnstloose unabänderlich statt. ES werden ausgespielt und den Gewinnern sogleich nach der Ziehung ganz schuldenfrei übergeben, oder ihnen, wenn sie es vorziehen sollten, die beigesüglen Ablösungssummen daar ausbezahlt, als: 1) Die große Herrschaft Neumarktl, oder als Ablösungssumme Zgo.ooo fl. W. W. 2) Der große Eisenhammer in Neumarktl, oder als Ablösungssumme 80,000 fl. W. W. Mit diesem Spiele sind, nebst den bedeutenden Reali- tätenlreffern, noch sehr groß- Geldgewinnste von 20,000, lo.ooo, und so abwärts bis 20 fl. W. W., dann 4000 Gewinnste für die 4000 Slück blau abgedrucklen Graiis- Gewinnstlovse von 1200 Dukaten abwärts bis 4 fl. K. M. verbunden; diese Ziehung enthält in Allem Ü411 Treffer, im Gesammlberrage von 681,785 fl, W. W. in baarem Gelde. Ein j-deS blaue Gratis Gewinnstloos muß einen Treffer von l20o Stück k. k. Dukaten in Golde abwärts bis 4 fl. K. M. erhalten, und spielt überdies auf alle Haupl- und Nebentreffer mit. Wer zwölf Stück Loose auf ein Mal gegen baare Bezahlung abnimmt, erhält ein blaues GcalrL-Gewinnstloos, und ncch überdies ein schwarzes Fceilvos, beide unentgeld- lich, und zwar in so lange, als die hiezu bestimmte kleine Anzahl von 4000 Stück nicht vergriffen seyn wird. Jedes L00S kann drei Mal, und wenn rS ein Erar tis-GewinnstlooS ist, vier Mal gewinnen. Das Loos kostet fl. W. W. Eine Vermehrung der Gratis.Gewinnstlvose findet M keinem Falle statt. Besondere Vortheile der blauen Gratis» Gewinnstloose. 1) muß ein jedes blaue Gratis.Gewinnstloos ohne AuS» nähme, bei der so kleinen Anzahl von 4000 Slück, wodurch die Wahrscheinlichkeit des Gewinnens der höhern Treffer so bedeutend erhöbt wird, einen Treffer von 1200 Stück k. k. Dukaten, 400 Dukaten, 150 Dukaten, und so abwärts bis 4 fl. K. M. oder 10 fl. W. W sicher ge, Winnen; von einem Theile dieser blauen GcatiS-Gewinnst» loose aber muß jedes (da die Nummern der blauen Gratis-Gewinnstloose aus der Gesammtzahl aller Loose ausge- schiedcn sind) als Vor- oder Nachtceffer, in der Haupl- ziehung, ncch insbesondere wenigstens 2o fl. W. W., demnach mindestens go fl. W. W. gewinnen; ferner aber spielt 2) jedes blaue Gratis Gewinstsloos, so wie jedes andere Loos, in der Hauprziehung auf alle Realitätentreffee und Geldgewinnste mit. Z) Wer 12 Slück schwarze, Loose auf ein Mal gegen haare Bezahlung von 60 fl. K. M., oder iZo fl- W. W. abnimmt, erhält planmäßig ein blaues Gratis.Gewinnstloos, und ein schwarzes, mit rothem Stempel versehenes Freiloos, beide unentgeldlich ; man spielt daher mit 14 Stück Loosen (da ein jedes blaue Loos in der Prämienziehung wenigstens 4 fl. K. M. oder 10 fl. W. W. gewinnen muß) um 5b fl. K. M. oder 140 fl. W. W. in der Hauptziehung auf alle Realitäten - und Nebentreffer mit, folglich ein einzelnes Loos für die Hauptzwhung nur auf 4 fl. K. M. oder 10 fl. W. W. zu stehen kommt; eS ist demnach das Vorthrilhafkeste, wenn mehrere Spiellustige zusammen treten, um durch Abnahme von 12 Slück Loosen dieser besondern Begünstigung theilhaftig zu werden. Wien, den 11. Febr. 1827. M. Lack enbacher u. Komp. Plane und Loose zu 6 fl. rheinisch sind noch bis nächst- künftigen Donnerstag Abend zu haben bei Karl Posselk, Waldhornstraße Nr. 21 m Karlsruhe. Karlsruhe. (Anzeige. 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Bei der Verlas- senschaftsaufnahme des dahier verstorbenen Alexander Ellin- ger wurden folgende Gegenstände vermißt, welche vermuthlich entwendet wurden: 2 goldene Ketten. 6 — 6 goldene Fingerringe. 5 Paar goldene Ohrringe. 6 — 8 vergoldete silberne Becher. 1 vergoldetes Pettschafl. , vergoldete silberne Poppe. 2 kleine silberne Becher. 2 kleines silbernes Scnfttellerchen. 2 silbernes Salzfaß. 2 großer vergoldeter silberner Becher Mit Deckel Mit 5 sil- berübergoldcten Knöpfen. 1 Diamantschmuck. 12 silberne Eßlöffel. 2 silberner Vorleglöffel. ,, Besteck silberne Messer und Gabeln, r Besteck vergoldete silberne Messer und Gabeln. 2000 Granaten. 7 Stück Dukaten, »74 1)2 und ganze. 1 silberne Hal-schnallc. S Paar große silberne Schuhschnallcn. , silberne Feder. 2 silberne Büchse. 2 goldene Uhren. 2 kleine Fingerringe mit goldene» Schnalkchen. 2 silbervergoldete Zuckerschaalen. 2 Paar silberne Hemdcrknöpft' 2 silberne Kaffeelöffel. „ „ „ Wir ersuchen alle Polizeibehörden, genaue Nachforschung vuf die entwendeten Gegenstände und den etwaigen Inhaber »der Verkäufer derselben anzustellen, und im Falle der Ent. Deckung nach vorheriger Beschlagnahme der Effekten hicher die Anzeige zu machen. MoSbach, den 20. März 1827. Großherzogliches Bezirksamt. S ch a a f f. Durlach. fDiebstahl, Fahndung und Signalement.) Unterm gestrige» wurde» in der hiesigen Küferher. berge einem wandernden Kiefer nachstehende Effekten (aää. er- lr»ev pi-otoll.) entwendet. Im Verdacht dieses Diebstahls siebt der unten signalisirte Handwerksbursche Muntuch aus Lreltdcnstaht im Königreich Mmiriberg. Derselbe trägt die bezeichneten entwendeten Effekten am Leibe, ist übrigens ohne Felleisen; der Paß, den er bei sich hat, soll in Speyer nach Heidelberg visirt seyn. Wir ersuchen hiermit sämmtliche Behörden, auf diesen Menschen zu fahnden, ihn im Betretungsfall zu arretircn und sogleich hieher einzliliefern. Durlach, den 2g. März ,627. Großherzogliches Oberamt. B a u m ü l l c r. Verzeichn iß der entwendeten Effekte«» ») Ein dunkelblauer noch ziemlich neuer Frackrock mit gelben messingenen Knöpfen, im Wcrtbe von ,, fl. ft. 2) Ein Paar königblaue Hosen mit breitem Laz, s ii ff. — kr. S) Ein englisches Pique', Gilet mit blauen Streifen und geblümte» Knöpfe», » 2 st. Zo kr. 4) Zwei neue Hemden, bas Eine gezeichnet mitl VL., das Andere mit I K.. chV., ü 4 fl. — kr. 5 ) Ein Paar neue Souwarow-Stiefel, ä 8 fl. — kr. L) Ein rotheS Halstuch mit rochen Blumen, L—fl. 48 kr. 7) Ein schwarzseidenes HalStuch mit einem Blumenstreifchen, ä — fl. 4S kr. 6) Lin weißes Nastuch mit rochen Streifen, ä — fl. ,, kr. 9) Ei» durchbrochenes Chemisette, a — fl- 48 kr. 10) 3 HalSkrägen, L — ß. 6 kr. 1,) 1 Kleiderbürste, ä — fl. 8 kr. 12) Ein Rasiermesser in einer blechernen Büchse. > 3 ) Nähzeug, Knöpfe und eine Schecrc. Signalement des Tuchmachers Muntuch vonFreudenstgbt. Alter: 27 Jahre; Größe: «was weniges über 5 Schuh; Körperbau: mittler; Gcsichtöform: schmal; Gesichtsfarbe: schvärzlich mit wenigen kaum bemerkbare» Blatternarben; Haare: blond; Augen: grau; Nase: nuttelmäßig; Mund: ebenso; Bart: trägt ein kleines blondes Schnauzbärtchen; Zähne: gni; Ohne besonderes Abzeichen. Bühl. sFahnvung.) Heute frühe zwischen21 Uhr wurde die ledige Maria Anna Damm von Altschweier durch einen Bäckerknecht, Namens Johann Pflieg er von Sindelfingen, Kön. Würtemb-OberamtSgerichlS Böblingen mittelst eines Gewehrs so verwundet, daß sie an den Folgen ihrer erhaltenen Wunde sogleich gestorben ist. Der Thätcr selbst hat sich ln instant! auf flüchtigen Fuß gesetzt. Indem wir sämmtliche wohllöbliche Behörden von diesem Unglücksfalle in Kenntniß setzen, werden wohldieselben unter Einem dienstfreundschastlich ersucht, auf den Thätec dessen Sig- »alcment unten folgt, fahnden, ihn im BelretungSfalle arreri- ren, unv sohin unter sicherer Eskorte hierher liefern zu lasse». Bühl, den 26 März >6-7. Großherzogliches Bezirksamt. H ä se l i u. Signalement. Derselbe ist ,4 — 28 Jahr alt, S' 5 " groß. schlanker Statur, hat braune Haare, graue Augen, spitzige Nase, längliches mageres Gesicht ohne Bark, gute Zähne, gesunde Gesichtsfarbe. Seine Kleidungen bestanden in einem alten grünllchkcn K«- Niisol, einem Paar sommerzkusenkn schwarzgestreiften Pein- 511 »leider», einem alten Gilet mit röthlichen Streifen von Wollten, alten zerrissene» Hall'stiefcln, einem allen schwarzseidcnen Fiaismeve, sodann einer allen grünlichren Kappe. ^ Seinem Aeufferen nach ist derselbe als Bäcker oder Müller zu erkennen. Karlsruhe. (Leder-Lieferung.- Für die Groß, herzogliche Aeugbaus.Ouvrlcr-Anstalt sind binneniirei Mvnaien 46 Häme Vüffelleber, Ly,/-- Sohlleder, 14; Pfd. ausgcfalztr« braunes Kalbleder, „2 Pfd. Rlndsleder, ,,5 Stück lohgare Schaaffclle, Soo Psd. braunes Irugleber, ,6go Pfd. rtng'laffenes schwarzes Zeuglebcr, 100Ü Psd. nnringetasseneS do. do. Soo Stück Tornisterftlle, erforderlich. Es werden daher diejenigen, welche diese Lieferung übernehmen wollen, aufgefordert, ihre Souniis,Ionen Montag, den g. April d.J., Vorimtiage 10 Uhr, schrifilich und versiegelt unter der diesseitigen Adresse und Be. merkung: „Lederlleferung betreffend," unfehlbar hieher ab-u- geben, indem spätere Eingaben nicht berück,ichügt werben. Die Proben und Lieserungsdebingungcn hierüber können indessen dahier eingesehen werben. Karlsruhe, den - 8 . März 16,7. , , GroßherzogUche ZeughauSdirektion. Ettlingen. (Vakantes Lheilungsko Ni Missa« rlatä Durch die Beförderung eines Gchülfen ist eine Kvm- mjssariatSsieUe offen geworden. Diejenigen rezipirten Herren Kommissärs, weiche solche anzunehmen wünschen, wollen >lch selben. , Ettlingen, den Zi. Marz 16-7. Großherzogliches Amrsrevisorat. Ebel. Karlsruhe. (Versteigerung.- Mittwoch, den April d. I , Nachmittags S Uhr, werden auf diesseitiger Kanzlei folgende Gegenstände: ^ i goidene Repctieruhr mit Petschaft und Schlüssel, , do. mit Kette, S silberne Löffel, 1 Zuckerklamm, 1 goldener Ring, , do. mit Brillanten und kl Rosetten, so wie 1 Vvrstkcknadel gegen baar Geld, öffentlich versteigert werden. Karlsruhe, -den 2. April 1827. Großherzogliches SiadtamtSrevisorat. Kerler. Sitenheim. (Wein-Versteigerung.- Bei unter- zeichneicr Bedicnstung werden Mittwochs, den sS. April d. I., Vormiitagö 9 Uhr, 600 Dehmle , neuer Wein öffentlich versteigert; welches dem kauflustigen Publikum hiermit eröffnet wird. Ettenheim, den 26. März ,827. GroßherzogUche Doma»icnvenvältung. Fi ein er. Pforzheim. (Hvlzverk"auf-H Di« Gemeinde Nöttingen verkauft Freitag, den 6. April, lnSteizerung 60 Stück eichene Nuzholzklötze, worunter einiges schönes Hollünterholz, sodann >65 Klaficr eichen Scheiterbolz, beides einzeln, oder in kleinen Parehien. Die Liebhaber wollen sich an gedachtem Tage, früh 9 Uhr, an der Nötlinger Mühle tin/knden. Pforzheim, den 27. März >627. Großherzogliches Forstamt. v. BlitterSdorff. Mahlderg. (Eschen Stamm Holz - Versteigerung, n Dienstag, den 17. April, werden kn dem Herrschers»- lichen Kaiserswaldschlag (Kappicr Reviers- ^ 272 Stämme vorzüglich schönes Eschen-Nutzholz versteigert werden. Die Liebhaber hiezu wvUcn stch daher a» jenem Tage, Morgens 6 Uhr, im Schlag einfinden. Mahlberg, den 2g. März 1627. Großherzogliches Sberforstamt. v. Schilling. Mosbach. (Holländer - Eichen- Versteigerung.^ Durch hochverehrlichen Dircktorialdeschluß. ch ^ Werthheim den 2Z. l. M., Nr. 8041, ist der Stabt Buche» der Verkauf von , 5 o Stämmen Holländer-Eichen bewilligt worden. Wir laden die Liebhaber zur Vornahme der auf den ,S. und 24. April d. I festgesetzten Versteigerung hicmit ein, und bemerken »och, baß das Holz, was »och ausrecht stehend ist, wegen vorgerücktes Jahreszeit erst nächstkom- mendes Spätjahr gefällt werben kann. Mosbach, de» 28. März 1827. Großherzogliches Forsiamk. v. Rvtbcrg. Durlach. (Wirthshaus-und Güter-Verstef- gerung. - Auf Antrag deS Kantcnwirths Gottiieb Hett- mannSberger und seiner Gläubiger werden die dem erster» zugehörigen nachbcnannien Gebäude und Güter Mittwoch, den 11. April d. I,, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Raihhaus in Grvzingen, öffentlich versteigert, nämlich: eine zweistöckige, wohlgebaute Behausung im Ort Grözkn« gen, mit der SchllbwinhschaftS-Gerechiigkeit zur Kante, nebst Hintergebäude, Scheuern, Stallungen, Kelter und den dabcj befindlichen 2 >/i Vril. Garten. 5 1/2 Morgen Acker, 2 Morgen Wiesen, 1 1/4 Morgen Garten und 1 Morgen Weinberg, sämnttlichcs Grözin- ger Gemarkung. Auswärtige Liebhaber haben sich über ihr Vermöge» auS- zuweisen. Die weitern Bedingungen werbe» bei der Versteigerung bekannt gemacht. Durlach, den 29. März 1827. Großherzogliches Amtsrevisorat. K l a i b e r. Müll he im. (Wcinhefe-Versteigerung.- Bei der am ersten Mittwoch im Monat Mai wie gewöhnlich statt findenden Weinvcrsteigcrunz in der herrschaftlichen Kellerer Sulzburg wird auch die 1626er Weinhefe, circa 60 Saum dem Verkauf auSgesezr, uns bet annehmbaren Geboten sogleich zugeschlagen werden. Müllheim, den 27. März 1827. GroßherzogUche Domoinenverwaltung. K i e f f e r. Schopsheim. (Versteigerung.- Die zur Gant- Masse der Müller Johann Friedrich Räuber'schen Eheleute zu Hausen gebörigen Gebäulichkeiten, bestehend: in einer Zstöckigten massiv von Stein erbauten Behausung und Mahlmühle mit zwei Mahlgängen, einer Rändle und Gerstenmühle, einer besonders neben dem Mühlengrwerbe angebrachten gut eingerichteten Oeltrotie und einet ebenfalls abgesondert stehenden Scheuer mit 2 Stallungen, werden, mit Einschluß von 22 Ruthen Krauigarten vor und sa Ruthen hinter dem Haus, und 60 Ruthen Baumgarten allda, Mittwochs, den 18. April d. I-, Nachmittags 2 Uhr, in dem Wirthöhause zum Adler in Hausen einer öffentlichen Steigerung ausgesezt werden. 512 Dir Anschlag-beträgt 6720 ff. Die Bedingungen werde» am SteigerungStag bekannt gewacht werden. Auswärtige Steigermigsliebhabcr haben sich mit einem obrigkeitlich beglaubigten Vermögensallcstat und einem Leu- mundszeugniß auSzuwciscn. Schopshcim, den 17. März 1627. GroßherzoglicheS AmlSrevisorat. L embk e. Karlsruhe. s Ve r m i ß t e P fa » d urku nd e.ss Die Gemeinde Daxlanden hat ein Kapital von 600 Gulden bei dem verstorbenen Förster Bartel mez daselbst ausgenommen. Die hierüber den 20. März 28,4 auSgefenigte Pfanburkunde kann nicht mehr aufgcfunden werden. Auf Ansuchen der Bc- iheiligten werden die Besitzer dieser Pfandurkunde, oder solche, welche etwaige Ansprüche aus dieselbe gründen wollen, aufgefordcrt, binnen einer peremptorischen Frist von 6 Wochen diese dahier auSzuführcn, widrigenfalls erwähnte Obligation für kraftlos erklärt werden wird. Karlsruhe, den , 5 . März 1Ü27. GroßherzoglicheS Landamt. v. Fischer. Heiligender g. sMundtodt-Lrklärung und Gläubiger-AnfforderungJ Der Bürger und Mez, germcister Martin Birk Hofer von Wangen wird — wegen verschwenderischen Lebenswandels — hiermit im ersten Grad «undtodt erklärt, welches zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, mit dem, daß ohne Mitwirkung oder Genehmigung des für ihn ausgestellten und heute amtlich verpflichteten Aufüchls- Pflegers — Wunibald Böll von da — BirkHofer kein im L- R. S. SlL benanntes Rechtsgeschäft gillig abschlic» Yen kann. Hiermit werden zugleich dir- Martin Birkh 0 fer'scheu Gläubiger aufgefordcrt, ihre etwaigen Forderungen Freitag, den 20, April v. I.,. dahier vor Amt, entweder in Person , ober durch hinlänglich Pevollwächtigte zu liquidiren. Heiligenberg, den 3 . März 1827. Großherz Bad. F. F. Bezirksamt, v. Clavek. Rastatt. ssS chul d e^u - Li quid at i 0 n. 7 Gegen Augustin Bernhard von Slollhofen wurde Garn erkannt, und cS ist zur Liquidation seiner Schulden Tagfahrk auf Mittwoch, den i 3 . April, Früh 6 Uhr, auf dießseitiger Kanzler anbcraumr, wobei dessen Gläubiger ihre Forderungen, bei Strafe beü Ausschlusses von der Masse, richtig zu stellen haben. Rastatt, Len 28. März ,627. GroßherzoglicheS Obcramt. Müller. Eberbach. sSchul d en - Liquidation. 7 Gegen Engelwirth Wilhelm Eiermailn von Lberbach haben wir Gant erkannt, und Tagfahrt zur Schuldcnlrqmdation auf Montag, den 2» April l. I., früh 8 Uhr. auf hicsigcr Anuskanzlei anberqumt. LS werden daher alle diejenigen, welche an gedachten Engelwirth Ei ermann eine Forderung zu machen haben, aufgcfordert, dieselbe, unter Vorlage ihrer Beweisurkunden, in obiger Tagfahrt um so gewisser richtig zu stellen, als sie ansonsten von der vorhande- ven Masse ausgeschlossen werden sollen. Ebcrbach a. N., den 17. März ,827. GroßherzoglicheS Bezirksamt» Bäuerlen. Heidelberg. sVorladunz.7 Die abwesenden Äo» scnbirten pro 1827 i) Andreas K ö n i g . -) Johannes WerIing ^ aus Heidelberg 3 ) Jakob Er h a r d ) wurde» von Aklivnummern gerroffen, und sind zum Eintritt berufen. Dieselben haben sich binnen 6 Wochen dahier zu sistiren, oder zu gewärtigen, daß die gesezlichen VermögenSßrafen gegen sic erkannt, und im BerretungSfall nach §. 53 des KonserrpriongedikiS gegen sie verfahren wird. Heidelberg, den 22. Marz »827. GroßherzoglicheS Oberamt. Wild. Lahr. sEdiktalladung.I Johann Nuß ba um vor, AllmanSweier, der sich vor 22 Jahren von Haus entfernte, und seit >L Jahren nichts mehr von sich hören ließ, oder dessen etwaige Erben, werden aufgefordert, binnen Jahresfrist ihr in 753 fl. begehendes Vermögen in Besitz zu nehmen, wi- brigens man solches den nächsten Anverwandten, gegen Sicherheitsleistung, überlassen wird. Lahr, den 3 . März 1627. GroßherzoglicheS Bezirksamt. L a n g. Rastatt. sNerschollen heitö - Erklärun g -7 D» der Schmiedgefelle Ignaz I L r ge r von Äuppenheim , upge- achtet der Vorladung vom 7. Jänner v. I., nichts von sich vernehmen ließ, so wird derselbe für verschollen erklärt, uns dessen Vermögen den nächsten bekannten Verwandten in fürsorglichen Besitz herausgegeben. Rastalt, den 24. März 1827. GroßherzoglicheS Oberamt. Müller. Müll beim, s V «rssch ollen heit S -Erklärung.! Da Johann Jakob Gyß, Wagncrgefell von Odereggenen, auf tue öffentliche Vorladung vom 8. März 182k nicht erschienen ist, so wird derselbe für verschollen erklärt, und sein Vermögen den erbberechtigten Verwandten, gegen Kaution, übergeben. Müllhel», den 21. März 1827. GroßherzoglicheS Bezirksamt». L e u ß l e r- Gernsbach, s V ersch ollen he itS-E rkl Lru n g.I sstachdem der Schneidergesellc Adrian Sledert von Ottenau -er öffentlichen Vorladung vom 3 ». Noo. iör 5 ungeachtet sich >is jezt dahier nicht gemeldet hat, so wird derselbe anmit für »erschollen erklärt, und fein ln- 5 ofi. bestehendes Vermögen ski- ren Anverwandten, gegen Kaution, ausgesvlgt. Gernsbach, den 16. März ,827. GroßherzoglicheS Bezirksamt. Frhr. v. Fischer. Freiburg. lVerschoklenh ei tS - Erklärung-! Ha die durch Edikt vom 27. Jänner 1L26 zur Empfangnahme hres Vermögens vorgeladencn beiden Bürgcrssöhne, Antou and Sebastian Wießer von hier, sich in der gesetzten Jahresfrist nicht gemeldet haben, so werden dieselben nunmehr für verschollen erklärt, und wird dem zu Folge ihr Vermögen ihren nächsten Anverwandten, gegen KaunonSlelstung, in für» sorglichen Besitz gegeben. Freidurg, den 22. März ,827. GroßherzoglicheS Stadtamt» R e t t i g. Drrleser «»d Drucker; P. Macklrk.