Karlsruher Zei Nr. 115. Donnerstag, den 26. April t u n g. 1827. Baden. (Ausz. au» dem großhcrzogl. Staats - und Rc-lerungs-Blatt v. -Z. April; Schluß.) — Würtcmderg. — Frankreich.— Großbritannien. — Italien (Kirchenstaat.) — Oestreich. — Portugal. — Schwei;. — Spanien. —Amerika. (Staatenblind vom Rio de la Plata. — Wcstindien. — Cours der Gr. Bad. Staatspapiere, und der Gold- und Silbermünzen. Baden. Das großherzogliche Staats- und Regierungsblatt vom 23. April, Nr. lX, erklärt: daß der Dienst eines Revierforsters zu den Aivilstaats- diensten bis zum Kanzl-stendienst bei Mitteistellen abwärts und mit Einschluß derselben, weder bisher ge- hbrt habe noch gehöre, so lange Seine Königliche Hoheit der Großherzog ein Anderes anzuordnen und festzusezen Sich nicht bewogen finden. Ferner eine Verordnung des großherzvglichen Finanzministeriums, betreffend die Erhebung der Rhein- sch ifffa h rl 6 - Geb ü h ren in Altbreisach. Folgende Bekanntmachung des Ministeriums des Innern, betreffend das Sch uzpocken -Impfungs- Geschäft im Großherzogthum vom Jahr 1825: Die Gcsammkzahl aller Geimpften im Jahr 1825 beträgt 32,316, mithin 1051 weniger als im vorigen Jahre. Diese Summe theilt sich in 16,069 Individuen männlichen und 16,245 weiblichen Geschlechts und unter diesen 605 über 3 Jahre alt. Bei 31,052 war der Verlaus der Vaccinakion normal, bei 770 zeigte sich derselbe unächt oder doch zweifelhaft, bei 494 hatte der Impfstoff gar nicht gefaßt, und 56 starben während dcS Verlaufs der Impfung, jedoch nicht an dieser, sondern meistentheilS an den Folgen des Keuchhustens oder verschiedener Ausschlags-Krqnkheiten. Die bedeutende Anzahl von 770 Impflingen, bei welchen die Impfung keinen normalen Verlauf hatte, rührt jedoch keineswegs von fehlerhafter Beschaffenheit deö Impfstoffes, sondern nach angestelller Untersuchung davon her, daß bei dem größer» Theil dieser Impflinge das Vaccinations-Geschäft gerade in den Zeitpunkt des Ausbruchs cxanthematischcr Krankheiten fiel, wodurch theilS die Entwicklung der Vaccine gestört, «Heils durch diese Ausschlags-Krankheiten bei den Jmpflngen cm solches Jucken und Beißen der Haut veranlaßt wurde , daß sie die sich entwickelten Schuzpocken vor der Zeit ailfkrazten. Von obiger Gesammtzahl von 32,316 Individuen kommen auf den Seekreis . 4794 - - Dreisamkrecs . 7640 mit Einschluß von 680 iu dem Freiburger Jmpfinstitut vaccinirter Individuen, aufden Kinzigkreis . 6487 - - Murg - und Pfizkreis 5363 - - Neckarkreis . 5295 - - Main. u.Tauberkreis 2393 und auf die Sladtdirektion Karlsruhe 324. Im Juli 1625 zeigten sich zuerst wieder natürliche Blattern im Physika! Waldkirch, dann in Emmendingen, und hin und wieder im Seekreis. Neun Individuen wurden davon befallen und 3 ein Opfer dieser Krankheit. Dieses veranlaßte eine Revision aller seit dem Jahr 16«5 geimpften Personen, als dem Zeitpunkte, wo die lezte Jmpftevisio» geschehen ist. Da jedoch späterhin.die natürlichen Blattern auch in andern Kreisen sich zeigten, so wurde eine Eeneral-Jmpf- revision im ganzen Lande anbefohlen. Hierbei hat sich nun, nach dem Bericht des großher- zvgUchcn Dreisamkreis-DirektoriumS, der PhysikuS Dr. Braun in Waldkirch, - - Do. Keller in Säckingen, - Pfarrer Teufel in Biederbach, Amtö Waldshut, - - Iipfler in Waldau, und ) im Landamt - Vogt Gremmelbacher zu Eschbach ) Freiburg, durch U.nterstüzung und thätige Beförderung der Vatti- nation sehr ausgezeichnet z wofür denselben, wie hierdurch geschieht, eine öffentliche Belobung ertheilt wird. Würtemberg. In der Sizung der Deputirtenkammer vom 20. April wurden zunächst die vom vorigen Landtage unerledigt zurückgebliebenen Petitionen beralhen; unter andern eine Bitte der Dekane von Blauftlden, Creglingen, Jngel- fingen und Oehringen um Gleichstellung der Diener der Kirche und ihrer Wittwen milden übrigen StaatSdrenern, in Absicht auf Pensionen; dieselbe wird nach dem Anträge des Ausschusses der zur Ausscheidung des Kir- chengutö bestehenden gememschastlrchen Kommission zugewiesen. Eben dieser Gegenstand gibt dem Prälaten von Abel Veranlassung, die endliche Berichtigung dieses Ausscheidungs-Geschäfts angelegentlichst zu empfehlen, rndein er zugleich die mancherlei Beziehungen bezeichnet, auf welche die Zögerung störend einwirke. Frankreich. Paris, den 24 . April. Gestern war der KurS der Sprozent. kensol. zu 101 Fr.z ioo Fr. 95, 90, L5 642 Lenk. — Zprozent. konsol. 70 Fr. io, 15, 20,15 Cent. — Bankaktien 2037 Fr. SO Cent. — Die 6te Kammer des Gerichtshofes erster Instanz beschäftigte sich am 22. wieder mit dem Prozeß des H. Keratry und des Herausgebers des Courier Franvais. H. Merilhou vertheidigte die beiden Angeklagten. "Der H. Advokat des Königs bestand von neuem darauf, daß sie durch die Herausgabe der angeklagten Zeitungs-Ar« tikel zum Haß und zur Verachtung der Regierung des Königs gereizt hätten. H. Keratry erhob sich, um diese Dezüchtigungen zu widerlegen, und der Gerichtshof beschloß, die Hache am 34. weiter zu hören, um das Urihell zu sprechen. — Lady Cochrane ist in Paris angekommen. — Briefe aus Jrun melden: Der MarkiS von Chaves und sein Onkel Silveira sollten am 18. zu Jrun ankvm- inen; von dort schickt man sie auf das französische Gebiet, wo sie zur Verfügung des zu Bchobie stationirten Polizei- Agenten sollen gestellt werden. (Etoile.) — Heilart der syphilitischen Krankheiten (Clim^no choe inslaäios s/pliilttiiuos), von Hrn. Doktor Dever- gie, Ritter der Ehrenlegion, Oberchirurg, Professor in dem Hospital Vsl ste gräco. 2 große Bände; groß 4> »nit 15 kolorirten Kupferstichen, erscheinend in 10 Lieferungen, von sechs zu sechs Wochen; Preis, jede Lieferung 6Fr.: bei dem Buchhändler Maurice, Straße Sorbonne Rr. 5. — Dieses ist der Titel eines Werkes, welches hier sowohl vom Publikum als von den Männern vom Fach mit großem Interesse ausgenommen worden ist. Der Verfasser bcnuzk die Erfahrungen seiner langjährigen Praxis, um diese der Arzneikunde sowohl über den geschichtlichen Ursprung der Krankheit als über die Heilart derselben bestehenden Irrthümer zu berichtigen. Die beiden ersten der sechs bereits erschienenen Lieferungen enthalten die Geschichte des Ursprungs jener ansteckenden Krankheit, die während langer Zeit den Würgengel Europa's bildete, und jezt noch oft die Quelle der Zeugung vergiftet. Der Verfasser weist bis zur Evidenz nach, daß man mit Unrecht Amerika als das Mutterland derselben anstehtr er zeigt, wie der Mißbrauch der Lust, die Ausschweifungen und Exzesse aller Arten diese Krankheit bereits bei den alten Völkern erzeugt haben, und wie sie in Frankreich sowohl als in andern Theilen Europa's vor der bekannten Belagerung Neapels unter Karl VH. einheimisch war: daß man daher fälschlich die Franzosen beschuldigt, sie aus Italien mitgebracht und nachher ihren Nachbarn mitgethsilt zu haben. Die Schreibart ist sehr sorgfältig, klar und würdig. Die kolprirten Kupferstiche sind geschmackvoll aus- gearbeitet. — Mau hat von Hrn. Evuard einen vorläufigen Bericht an das Griechenkvimtö in Genf folgenden Inhalts über die allerneuesten Vorfälle in Griechenland: "Ich erhalte so eben weitere Briefe von Hrn. Goss« vom23. Februar. Ich theile Ihnen daraus mit innigem Vergnügen die lezten Worte desselben mit: "So eben ge- "hen Nachlichten aus dem Lager des Karaiskaki ein, der "in Lukrachi steht. Omer-Pascha ist geschlagen ; man hat "ihm seine Kanone, Munition und Lebensmittel abge- "nommen. Die Zahl der Todten und Gefangenen ist beträchtlich. Die in Salona belagerten Türken sind durch- "gekommen, und haben sich nach Prevcsa geflüchtet." — Die Etoile vom 24> zählt unter die Lügen des Tages folgende Nachrichten: 1) Des Journal du Commerce vom 25.: "Navarra, Arragonien und Catalonien werden in jeder Richtung von bewaffneten Bauern durchstreift, welche schreien: ES lebe Karl V. ! und der französische Kommandant zu Iacca hat Verstärkungen begehrt.« 2) Der Quotidicnne und dcS Courier franoaiS: "Die spamscke Armee wird nächstens in Portugal euirücken.. — Man versichert: das Dictionnaire der Akademie franoaise werde dieses Jahr vollendet werden. — Corregiv's Danae ist bei der Versteigerung der Gemälde des H. Bonnemaison für 30,000 Fr. verkauft worden. Großbritannien. London, den 20. April. Der Herzog von Rutland, der Markts von Londonderry, der Graf Bathurst und eine große Anzahl hoher und ausgezeichneter Personen haben gestern dem Exminister Peel einen Besuch abgestattet. — Die Gesundheit des Lord Liverpool stellt sich immer mehr wieder her; er hat schon wiederholt mit seinem Sekretär arbeiten können. — Bei Ser vorjährigen Wollen-Einfuhr in Großbritannien trug von 15,996,425 Pfund Neu-Holland bereits den vierzehnten Theil, nämlich l,io6,302 Pfund bei. Die Ausfuhr von dort nach dem Mutterland« war dreimal so stark alS im I. 1825, und elfmal stärker als im I. 1620. — Nach neuerdings eingetroffenen Nachrichten ist die früher ganz wüste, neuerdings aber kolonisirte Insel Ascension, welche einen neuen AnlegungSplaz bei der Fahrt von Europa nach Ostindien bildet, jezt in einem blühenden Zustande. Zu den 1ü Quellen auf der Insel sind Wege angelegt worden, und man glaubt, binnen einem Jahre, es mittelst Leitung in eisernen Röhren dahin zu bringen, ganze Flotten mit Wasser versehen zu können. — Der Kontre-Admiral Hardy ist aus Portsmouth mit 7 Versuch-Schiffen, welche sämnulich nach verschiedenen Planen gebaut sind , in See gegangen, um aus- zumitteln, welches von den 7 Schiffen am schnellsten segelt. — Nach dem Lulletiir stes soienees locöriologigue» und den Mittheilungen der k. k. mährisch-schlesischen Gesellschaft für Ackerbau u. s. w. (1626, Dezember Nr. 49) wird gegenwärtig am St. JameS-Palaste zu London eine neue Art Schornsteine gebaut, mittelst deren das Rauchen beseitigt, und daS Kehren durch Kaminfeger erspart wird. Man bedient sich dazu sogenannter Patentziegel, die, mögen sie auch wie immer gelegt werden, jeder für sich das Segment eines Kreises bilden. Hierdurch vermeidet 643 man alle Winkel und Ecken im Schornsteinbau, und ckann somit eine zur Reinigung der Schornsteine erfun- Vene Maschine vertheilhaft anwenden. Lei dem neuen Postgebäude in London werden die Schornsteine auf die, selbe Art auSgeführt. London, den 21. Apris. (Durch ausserordentliche Gelegenheit.) Se. k. H. der Herzog vvn Clarence hatte heute eine Zusammenkunft mit dem Könige. — Se. M. haben Hrn. Canning und dem LordFarn- boroug Audienz ertheilt. — Die Bildung des neuen Ministerium ist zwar noch nicht beendigt, die deöfallsigen Unterhandlungen nehmen aber eine günstige Wendung. Wir erfahren, daß die Unterhandlung mit dem MarkiS von Landsdown noch immer fortdauert, und man erwartet in Kurzem ein end, liches Resultat. Wir können jezt bestätigen, daß H. Plunketr der Nachfolger des Sir John Cvpley als Master vf thc roleS ist, und Pair wird. Der Lord Chief- justice des königlichen Gerichtshofes soll auch zur Pairö- wülde erhoben werden. (Sun.) — Die Mrrning Post meldet, H. Canning sey bereits von der Stadt Seaford wieder zum Mitglied deö Parlaments gewählt worden. Italien. (Kirchenstaat.) Im geheimen Konsistoriun^vom y. April schlugen Se. Heiligkeit folgende Lesczung zu erledigten Kirchen vor: Daö Patriarchat von Venedig für Monsignor Gia« como Monico, dermaligen Lischofvon Ceneda: dieErz- bisthümer: von Erlau (Ungarn) für den dermaligen Patriarchen von Venedig, Ivh. Ladislaus Pirker de FelSoör; Rossano (Calabrien) für Pr. Salvakore de Luca; die neapolitanischen Bisthümer: Nicokera und Tropea für Pr. Mariano Dianco; Venosa für Pr. Lui- gi Maria Parisio; T-rnoli für P. Gennaro de Ruber« tis; Trivento für P. Michelangelo del Forno; Muro sür P. Filippo Marluscelli; Castellaneta für P. Pietro Le- pore; Arezzo (TvSkana) für P. Sebastiano Maggi; Concordia (Venezian. Königreich) für P. Carlo Fouta- nrni; Parenzo (Istrien) für P. Antonio Peteani; S. Pölten für den k. k. Hofpfarrer zu Wien, Jakob Frint; Straßburg für M. Jean Francois Maria Lepappe; Verdun für P. Francois de Villeneuve d'Esclapvn ; Passau, für P. Joseph de Riccabona; Speyer für P. Martin Manl; Arezzo (Toskana)^für Seb. Maggi re. O e st r e i ch. Wien den 20. April. Metalliques yo^; Dank, aktten 1064- — Vermöge ertheilter hoher Erlaubniß ist nun auch hier eine Kollekte zu Unterstüzung der armen und noth leiden den Griechen gestattet worden. Der hiesige Bankier G. Sinn sammelt die Beitrage, die jedoch ausschließlich nur zu dem eben angegebenen Zwecke der Kollekte verwendet werden sollen. Unter den hiesigen Griechen erregte diese gnädige Erlaubniß «ine unbeschreiblich freudige Sensation, Portugal. Lissabon, den 7 . April. Die Prinzessin Regm, tin hat daS Gesez wegen des Anlehens von -000 Con« tos de Reis (24,000,000 Fr.) in der offiziellen Gazette be» kannt machen lassen. Die Tilgung beträgt jährlich r Prozent. — Die Nachricht, daß der Kaiser im Monat Mai nach Portugal zu kommen Willens sey, bestätigt sich. Schweiz. In Genf wurde das neue Preßgesez am 30. März mit großer Majorität angenommen. Als der Oberst Dufour sich mit 45 Andern überstimmt sah, sprach er dis schönen Worte: "Möge Gott der überwiegenden Stimme seinen Segen geben!.« Spanien. Madrid, den 12. April. Man betreibt mit der größten Thätigkeit die Vermehrung der Observations- Armee. 3000 Mann sollen noch zu ber Division von Joseph O'Donncll stoßen, und 5 Miliz-Regimenter von Lens, Bvjulamta, Grenada, Murcia und Durgvs mobil gemacht werden. Das Kommando derselben soll der Markts de Las Camarillas erhalten, der nach der Revolution von 1620 der erste Kricgsminister gewesen ist. Briefen aus Valladolid zufolge ist dort das Regiment Milizen von Monteveyio angelangt. — Der General Sarsfield, der die große Devbach- tungö-Armee kommandirt, steht mit seinem Hauptquartier drei Stunden vorwärts Talaveyra de laReyna; ei» Theil seiner Truppen steht bci CaccrcS, Almandralctz u. Albuquerque. ES sind Befehle gegeben, die Brücken von Alcantara und Arcobispo plözlich wieder herzustellen. — Man schreibt die Bewegung vorwärts, welche die spanischen an der portugiesischen Gränze ausgestellten Truppen gemacht haben, derKcnntniß zu, die derOber» General dieser Armee von dem Marsche erhalten hatte, den di- englischen Truppen machten, um sich der spanischen Gränze zu nähern. Die Armeen beider Nazionen stehen sich so zu sagen gegenüber, jedoch ohne irgendeine feindliche Demonsiralion zu machen. Am cr i k a. (Staatenbund vom Rio de la Plata.) Die Nachrichten aus BucnoS-Ayres vom 8. Januar sagen, die Anarchie, welche in den Provinzen geherrscht habe, sey überall zu Ende. Mit Chili war ein Allianz, traktat geschlossen. Man rühmt abermals die vortrefflichen Einrichtungen des Generals Alvear bei der Armee, und vermuthete, daß ein Hauptschlag am 2S. Januar gethan werden sollte. Man schäzt den Werth der von dem Admiral Brown weggenommenen brasilischen Schiffe auf 15 Millionen Franken; seine Flagge wehle unter den Batterien von St. Sebastian aufder Insel St. Katharina; er war sogar kühn genug, eine Fregatte von 60 Kanonen anzugreifen, die sich nachher in schlechtem Zustande nach Rio flüchten mußte. Westindier». Laut den Zoll,Listen betrug die Ausfuhr aus Porti»- 644 rico vom 20. August 1625 bis zum 20. August 1626 an Zucker 1,126,377 Alr.; an Koffer 62,367 ; an Tabak 37,651 ; Baumwolle, Reis, Rhum, Häute, Hölzern, s- w. ungerechnet. Frankfurt am Main, den 23.» Apris. CourS der Großh. Bad. Staatspa Piere. 50 fl. Lvtt. Loose bei Goll u. Söhne 1620 . . 64/ «i ditto herauSg. Serienloose.69/ Eours der Gold- und Silbermänzen. Neue Louisd'or . ..11 fl. 11'4kr. Friedricksd'or ....... 9 » 51 » Kaiserliche Dukaten ..1 ä^ollanviscke bo. altem Schlag . > 5 -> 35 » do. neuem Schlag . ^ Zwanzig -Frankenstücke ... . 9 K 30 V Souverainv'or. . . ...» . 16 V 30 A Gold al Marco W2. .... 316 K — » Laubthaler, ganze . . . . . 2 44/ ditto halbe ... . 1 - 17 » Preussische Thalcr . . Er » Fünf-Franken-Thaler « . . . . . 2 fl. 21/ kr. Fein Silber 16 Lölh. ...» . 20 16 s ditto 13 — 14 Löth. . . . 20 12 ditto 6 Löth. 6 Auszug aus den Karlsruher Witterungs- Beobachtungen. 23. April Barometer Therm. Hygr. SN. 6 27 Z. 5,6 L. 5,5 G. 57 G. M. 5 27 Z. 5,4L. li,oG. 47 G. N. 10 27 Z. 6,6 L. 6,0 G» 53 G- Duftig, kühl und etwas bewölkt, dann ganz bewölkt, Nachts ziemlich heiter. 24. Apnl Barometer Therm. Hygr. Wind. M." 6 27 Z. 6,5 ö. 4,7 G. - 54 G. W. M. 3 27Z. 6,0 L. 7,9 G. 50 G. W. N. 9z 27 3. 9,5 L. 4,0 G. 5lG. W. Etwas heiter und frisch, abwechselnd mehr und weniger bewölkt, eS heitert sich ganz, Nachtö siernheiter. Literarische Anzeigen. Walter Scott! Um den dringenden Wünschen der resp. Subscribenten zu entsprechen, haben wir, da »Napoleons Leben» noch nicht ausgegeben werden darf, einstweilen Kenilw 0 rth in der Sammlung ausgenommen, welches so eben di« Presse verlassen hat. Stuttgart, im April ,827. Gebrüder Franckh. In allen Buchhandlungen ist bereits vorrathig zu haben, in Karlsruhe bei G. Braun und Marx; in Heidelberg bei Oßwald, Mohr und Winter: Genesis. Ein populärer Vortrag über das Geschlechtsleben. Zur Belehrung des Gebildeten über die Geschlechts-Organe des Menschen, ihre Verrichtung, ihren Mißbrauch und seine Folge-Krankheiten. Bearbeitet von R. S. Nöme, der Medizin und höhern Chirurgie Doktor. 261 Seiten, in Umschlag geheftet, Preis 1 fl. 36 kr.. D-c Hr. Verfasser sagt in der Vorrede: Lange nicht so sorgfältig, als sie es verdienten, werden die so häufigen und verschiedenen Mißbräuche der Genitalien der Beachtung gewürdigt, und — vst zu spät für d>e Einlenkung zum Guten — erst an den grellsten Farben erkannt. Hie- für allen denen, welchen die moralische und physische Einwirkung auf die Jugend zur Pflicht oder zum Berufe geworden, leitende Winke zu geben und wohl auch dem gereiften Schwelger das eigene schlickende Bild zum bessern Erwachen vorzuhalten, hat sich die Schrift zur wesentlichen Aufgabe gemacht. Und da mit dem Mißbrauche eines jeden Dinges auch die Frage nach seinem Gebrauche nicht unbeantwortet bleiben kann, und die Nachlheile der erstem nur aus der Kennlniß des leztern klar werden, auch es sich überhaupt nicht gebührt, daß der Mensch auf einer gewisse» Stufe der Bildung in einer so wichtigen und seiner Wißbegrerde so nahe liegenden Sache, als der Fortpflanzungsakt ist, sich mit den verkehrtesten Vorstellungen trage, so wende der pathologischen Zeichnung die physiologische vorangeschickt u. s. w. Entsagung und Lohn. Ein Original-Lustspiel in 3 Aufzügen von C. F. Friedrich. 140 Seiten, in Umschlag geheftet, Preis 1 fl. Gerber, N., Widerlegung der Schwierigkeiten, welche . gegen den methodischen Gesang-Unterricht in den Schulen und die zukünftige Einführung eines mehrstimmigen Gesanges von ganzen Gemeinden in den evangelischen Kirchen vorgebracht worden sind. 104 Seiten, brochirt, Preis 36 kr. Canz, W. Ehr-, richtige und geprüfte Zins-Ratenbe- rechnnugen auf jeden Tag im Jahr, über Kapitalien zu 4/ Prozent, von 1 — 100,000 fl-, zur Geschäfts- Beförderung für Rechner jeder Art im amtlichen und Privatleben, 48 Seiten, 4-, broch., Preis 36 kr. Resolvirnngs-Tabelle der ganzen, halben und Viertels- Kroncnthaler in Gulden und Kreuzer nach dem 24 fl. Fuß , von 1 bis 1000 Stück ununterbrochen. Preis 15 kr. Ludwigsburg, im Februar 1827. C. §. Nast'sche Buchhandlung. 645 Bekanntmachung. Die Ausspielung der von Wanckelischen Güter betreffend. Da von Sr. Königl. Hoh. dem durchlauchtigsten Kurfürsten von H-ffen vor Kurzem die gnädigste Erlaubniß er- theilt worden, auch in Dero Kurstaatcn öffentliche Kollekten zur Verwesung auszustellen; so hat die Königl. Kreis- regiecung auf unterthäniges Nachsuchen, zur Begünstigung deS wohlthüligm Instituts, die Ziehung bis auf den 2. Juli l. I. verlängert. Die Herren Kollekteur und Loosrnhaber werden somit ersucht, den Betrag der abgesetzten Loose bis dahin einzusenden; ansonsten, nach dem §. ly des Planes, die nicht bezahlten Loose für das Institut spielen werden. Hammelburg im Unkermainkreise, den 12.'April 1827. Königl. Bäurisches Landgericht. F. A. Gößmann, Landrichter. Schultheiß, Kön. Landgerichtskommissär. v. Wanckel. Verloosung Gutes Schelsberg im Amte Achern unter Garantie des Handelshauses Theodor C Hug in Lahr. Das Gut Schelsberg liegt am Eingang des romantischen Sasbachwalder-ThaleS in einer der reizendsten und mildesten Gegenden des Landes. Es ist eine Viertelstunde vom Eelenbad, eben so vom Denkmal des Warschaus Tu- renne, eine Stunde von der Stadt Achern, z Stunden von Baden, u. 5 Stunden von Slraßdurg entfernt, und besteht ausser dem massiv gebauten, mit zwei großen gewölbten Kellern versehenen Herrschaslshause, und mehreren Oekonomiegebäuden, in: Zwei großen Gärten mit vorzüglich veredelten Obst- täumcn. Zwanzig Jauchert Ackerfeld, nur mit der izten Garbe zrhnlbar, worauf ungefähr ,500 Obstbäume von den besten Gattungen stehen. Sechszehn Tauen Matten, ganz zehnlfrei. Fünf Morgen Waldboden. Neun Morgen oder i 5 o Haufen Neben von den edelsten und besten Sorten. Der hieraus gewonnene Wein wird mit Recht der vorzüglichste des Landes genannt; schon oft wurde die kleine Ohm an der Trotte zu 16 dis 18 fl. verkauft. Der bisherige, auf 250 bis zoo Ohm anzunehmende Ertrag wird sich mit jedem Jahr verwehren , wie dieses bei allen neu angelegten Weinbergen der Fall ist, und kann künftig auf 400 Ohm und darüber steigen. Vorstehend beschriebenes, auf 40,600 fl. gerichtlich la- pirtes Gut, bildet den ersten und Hauptgewinnst dieser Ausspielung, die über dies noch 754 Gelbgewinnfie von 2000 fl., 1000 fl., 500 fl., 250 fl., lomal 100 fl., lomal 50 fl , romal 25 fl., lomal 20 fl-, lomal 15 fl. und so abwärts bis 4'/^ fl. enthält, so daß die Anzahl der Gewinnste im Ganzen den Betrag von Zo ooo fl. bildet. Die Ziehung geschieht in Lahr, unter Leitung der Großherzogl. Bezirksamtes. Der Preis eines Looses ist 4/2 fl , und bei Bezahlung von 10 Loosen wird dasilte als Freiloos unentgeldlich abgegeben, lieber das Ganze bezieht man sich auf den vollständigen Hauptplan. Zu verstehender Gutsverlvosung habe ich die Haupk- kollekte für den Murg- und Pfinzkreis übernommen, und sind daher Loose ä 4 fl. Zo kr. im 24 fl. Faß — nebst Pläne unentgeldlich — zu haben, wer 10 Loose gegen ponofceie Einsendung des Betrags auf einmal nimmt, er» hält das Ute Aualäs. Karlsruhe, den n. April 1827. H. C. Dürr, Kreuzstraße Nr. y. Karlsruhe. fLogis. sj In der Waldhornstraße, Nr. 9., ist der zweite Stock, bestehend in 6 lus 7 Zimmern, worunter ein Salon, Küche, .Kammer, Stallung zu 6. Pferden, und Bedientenzimmer, wozu auf Verlangen auch noch mehrere Zimmer hintenhinaus abgegeben werden könnten , nebst allen übrigen Bequemlichkeiten, — und der dritte «stock, bestehend in 6 Piezen, unter ihnen ein Salon, auch auf Verlangen Stallung und Remise, — beide ganz hcrgerichtel, entweder zusammen, *vdcr geiheilk, dis zum - 5 . Juli zu ver- miethen. Wer Lust dazu haben sollte, beliebe stcv bald zu melden, da man die Veränderungen dann nach dem Geschmack des MietherS cinrichten kann. Beiertheim. fAnzeige.j Einem hohen Adel und vcrehrungSirürdigcn Publikum habe ich die Ehre die ergebenste Anzeigi zu machen, daß jeden SamStag frisches Backwcrk und Harmoniemustk anzutreffe» ist; für billige und reinliche Bedienung werde ich bestens besorgt scyn; wozu um zahlreichen Besuch höstichst bittet Beiertheim, den 24. April 18-7. Georg Ruth, zum Stephanienbad. Ncustatt. fAnzeige. ^ Aufgemuntert durch den Beifall , dessen sich unsere Fabrkate das vorige Jahr zu erfreuen halten, finden wir uns veranlaßt, dieses Jahr ein wohlaffor- tirtes Lager von allen Serien Strohhüten bei Hrn. H C- D ü r r i n Karlsruhe zu ballen, wovon wir ein verehrliches Publikum hiedurch in Kennmiß setzen. Wir schmeicheln uns auch dieses Jahr eines starken Zuspruches. Neustatl, den 10. April 1827. Faller Lritschcller et Komp- In Bezug auf.die obige Anzeige benachrichtige ich ein vcr- chrlicheS Publikum, daß sowohl von Len Fabrikanten ln Neu- stact ein vollständiges Lager von Herren - und Damcnbüicn, in allen Dualitäten, als auch eine bedeutende Auswahl der Durlacher Strohhut-Fabnke bei mir zu finden ist, und zu den von den Fabriken selbst bestimmten Preise» verkauft wird. Karlsruhe, den n. April »827. ^ H. C. Durr. Kreuzstraße Nr. §- Karlsruhe. sDroschke zu verkaufen, f Eine neue Droschke ist in ganz billigem Preis zu verkaufen. Im JeiiunüS-Koniploir erhält man Auskunft. 646 Karlsruhe. sDicbstahl.^ In der Nacht vom ri. auf den 22. April wurden auö dem GraSgarten der Mariin B S ff'schen Wittwe zu Wclschncureutd nachfolgende Gegenstände entwendet: ,) Stück weißes hänfenes geripptes noch ungebleichtes Tuch von 55 Ellen, mit dem Buchstaben v und der Zahl 55 rvth gezeichnet. ,) Ein Stück glattes hänfenes noch ungebleichte- Tuch, mit 0 bezeichnet. S) Ein Stück do flächsenes, gleichfalls mit v gezeichnet. 4) Ein Stück hänfenes schon gebleichte- Tuch von 64 Ellen , mit 6 II gezeichnet. 5) Ein hänfenes Leintuch, mit de» Buchstaben 7 V. 6) Ein do. 8 L I-. 7) Ein schon getragenes MannShcmd, mit 7 und V. Sodann aus dem des Jakob Krokoll Folgende-: 1) Lin Stück weißes gebildete- hänfenes Luch von 90 Ellen mit L und k'. s) Ein noch ganz gute« Mann-Hemd mit den Buchstaben S) Ein solches mit 7 O. Da die Thäter bis jekt noch unbekannt „nd, so wird dieser Diebstahl zur Fahndung auf dieselben und die entwendeten Sffektcn hiermit öffentlich bekannt gemacht. Karlsruhe, den 24- April 1827. Großherzogliches Landamt. v. Fischer. Rastatt, fDiebstahl.) Auf dem gestrigen Jahrmarkt dahier wurden gestohlen: ») r Stück schwarzer italienischer Taffcnt mit weißem Lauf, 4g Quart-Staab haltend; I») eine goldene Sackuhr von mittlerer Größe und alter Faxen . mit römischen Ziffern auf weißem Zifferblatt; da- GehäuS lst auf der Rückseite gravirk. Die daran befindliche Kette bestehet aus runden goldenen Reifen; an sol. cher befindet sich ein goldener Schlüssel und ein goldenes Pettschaft, beide mit einem Karneol. Auf die verdächtigen Besizer dieser Effekten wollt da- Po- Azeiversonalc aufmerksam gemacht werden. Rastatt, den - 4 . April 1827. Großherzogliches Oberamt. Müller. Emmendingen. sFahndung.sj Die unten signali- slrte Magdalena Sch ml die von Hicrbach, welche sich hier «egen Betrügerei in noch nicht L^endigtcr Untersuchung be- sand, wurde am n. d. M- wegen Schwangerschaft in dje Ge- ldühr-Aiistalt nach Freiburg verbracht, fand aber daselbst schon am Nachmittag desselben Tages Gelegenheit, heimlich zu enl- iveichcn. Sämmtliche Polizeibehörden werden daher ersucht, aus diese Person gefälligst fahnden zu wollen, und sie im BktretungS- salle hierher etnzuliefern. Emmendingen, den 18. April 1827. Großherzogliches Oberamt. Stößer. Signalement- Alter: -4 Jahre. Stirne: nieder- Augenbraunen: schwarz. Augen : schwarzbraun. Nase: spitzig. Mund: mittelmäßig. Rastakt. sLandesverweisung.) Durch Erkennt- E LcS Großhcrzogl. hochpreißlichen HofgerichtS des Mittel- rheins vom 20. Februar d. I. wurde der wegen Diebstahl in- tsuirirle BarbiererSgcselle, Ferdinand Bettenhäuser, von Frankfurt a. M., mir Arreststrase und LandeSpekweifung belegt; und da derselbe heute seinen Arrest bestanden hat, sohl» über die Gränze lransporiirt worben ist: so wird „un sei» Signalement öffentlich bekannt gemacht. Er ist 19 Jahre alt, 5 Schuhe groß, hat braune Haare, solche Augenbraunen und Augen, ziemlich große Nase, run. des Kinn, längliches Gesicht, mitten auf der Stirne eine Narbe, und ein schwächliches Aussehen. Rastatt, den 21. April 1827. Großherzogliches Sberamt. Müller. Karlsruhe. sKlafter- u. Wellenholz-Der-el« gerung.^ Montag, den 3 °. d. M., Morgens 8 Uhr, werden im herrschaftlichen Rirtnerwald, Gröüinger Forsts, 55 1/4 Klafter buchen, 35is4 - eichen, »34 - aspen < 43/4 - Klotzholz und 26,725 Stück Wellen öffentlich versteigert werden, wozu wir die SteigerungSlkebha« der mit dem Bemerken einladen, daß sie sich an obgcdachtem Tag und Stunde zu Berghausen am Rathhaus einfinden können, und von dort aus zu dem Vcrsteigerungsort in den Wald geführt werden. Karlsruhe, den 20. April 1627. Großherzogliches Forstamt. Fischer. Rastatt. sHolländer-Eichen-Verstekgerung .1 In GemäSheit des von der hochpreislichen Oberforstkommifsiön genehmigten Hicbplans pro 18M27 werden SamStag, den 5 . Mai d. I-, Vormittags 10 Uhr, im Sreinmaurer GemeindSwaldc 56 Stämme Holländer-Eichen öffentlich versteigert. Die SicigerungSliebhaber werden mit dem Anfügen hierzu eingcladen, baß sie sich zur besagten Zeit im SonnenwlkthS- Haus zu Steinmauern cinfindcii möchten. Rastatt, den 23 . April 1627. Großherzogliches Qberforstamt. v. Degenfeld. Achern. sHolz-Versteigerung.^ Dem höher» Orts genehmigten Hiebsplan xro 1826 — 27 zufolge werden Mittwoch, den 2. Mai, Vormittags g Uhr, in dem Lautenbacher HerrschaslSwald, Oberktrcher Revier«, zunächst dem Renchfiuß, 3a Klafter buchen Scheiter- und Bengel-, 97 - birken do. do. 6 « gemischtes Holz, nebst 97?o Stück buchene Wellen unter Ratifikation-Vorbehalt und Bürgschaftsleistung öffentlicher Steigerung auSgesetzk; wozu die Lustiragenden eingeladen werden. Achern, den SI. April 1827. Großherzogliches Forstamt. Schlicket. Offenburg. sHollänber-Eichklötze-Verstel« gerring.) Nach hoher KreiSdireklorialvcrfügung vom 7. d , Nr. 4227, hat die Gemeinde Biberach, Amts Gengendach, in dem Revier Zell am HarmerSbach, die obervormuiidschastlichk Bewilligung zu Versteigerung von 2Z bereit- zu Boden liegenden Holländer-Eichklötzen erhalte». Zu diesem Geschäft ist Donnerstag, der >v. Mai, bestimmt, und werden die Liebhaber eingeladen, sich an diesem Tage, früh 6 Uhr, zu Biberach in der Krone einzufin- den, von wo sic in den Wald geführt werben sollt». Öffenburg, den 19. April '827. Großherzogliches Forstacht, r. Neveu. 647 Ettlingen. Mühlen - u. Lit genschafte »-Versteigerung.) Die zur Gantmaffe des Müllers Ignaz Kunz von SchLllbronn gehörigen Mühlen und Liegenschaften sollen Freitags, den n. Mai d. I-, Vormittags nUhr, in dem Gasthanse zur Krone in Schöllbronn an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden; wozu die Liebhaber eingeladen werden. Die Beschreibung dieser Mühlen und Grundstücke ist,n Nr. 55 , 56 und 41 der Karlsruher Zeitung von 1825 und in dem Anzeigeblatt für den Kinzig-, Murg- und PfinzkreiS von , 8-5 Silk Nr. II, 12 und iS zu finden. Ettlingen, den n. April >827. Großherzogliches Bezirksamt. Keller. Labr. ^Gebäude-Versteigerung.) Auf Nr. 3 , 4 und 5 der herrschaftlichen Klostergcbäude zu Schultern, wovon schon mehrere Abtheilungen verkauft sind, so wie auf den großen Fruchtspeicher daselbst, erfolgten von verschiedenen Seiten annehmbare Gebote, was die unterfertigte Stelle zu einem Verkaufsversuch, lm Wege öffentlicher Sreigerung, veranlaßt. Derselbe findet Montag, den 7. Mai d. I., Vormittags g Uhr, im Erbprinzcnwirthöhause zu Schultern statt; wozu man die Liebhaber unter dem Anfügcn einladet, daß der Plan über die Gebäude, nebst den Bedingungen, unmittelbar vor der Steigerung werden vorgelegt werden, jedoch auch früher dahier ein- gesehen werde» können. Lahr, den 17. April 1627, Großherzogliche Domaincnverwaltung. K r 0 m e r. Offenburg. UWein-, Hefen - u. Frucht-Versteigerung.) Von Seiten der diesseitigen Verrechnung werden Dienstag, den 1. Mai d. I-, Vormittags g Uhr, 3 o Fuder theils Hof- theilö Gcfällweine, 1626er Gewächs, io - fbkiläufig) Weinhcfe, dann Vrtl. Weizen und 35 - Korn versteigert, und wenn die Gebote annehmbar sind, sogleich gegen baar« Bezahlung abgegeben werden. Offenburg, den , 3 . April 1627. Großherzogliche Domainenverwaltung. Br ückn er. Smnien'di ng'en. sW ein-V er st el g erring.) Dis DienSlag, den 8. Mai d. I., Vormittags 20 Uhr, werden bet hiesiger herrschaftlicher Kellerei 420 Saum 1826er und 3 a - 1626er Wein varthienweise versteigert und bei annehmbaren Geboten sogleich ioögeschlagen werden. Emmendingen, den 21. April 1827. GroßherzoglicheDomainenverwaliung. B a r b 0. Mannheim. ^Verloren gegangenes Lotterie l v 0 s.) Bei der heute Nachmittag vorgenommenen Ziehung des von Seidenweber Casimir Korb verfertigten Sci- denzeugs für ein Canape'e, 2 Fauteuils und 6 Stühle wurde dasselbe durch die Nummer 21g gewonnen. Dieses wird mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß das Originalloos von dem Gewinner, welcher in der von dem Aus- spielcr geführten Liste eingetragen steht, verloren worden ist, und es wird sonach der allenfallsige Besitzer des Origlnalloo- -sks aufgesordert, seinen Anspruch, unter Vorlage desselben, dinnm 3 Monate« um so mehr geltend zu machen, als nach deren Umfiust keine Rücklicht darauf genommen werden wird. ^ ^ «Mt Mannheim, den 20. April 1827. Großherzogliches Stadtamt. W u n d r. Waldkirch. ^Aufforderung ) Franz SchultiS aus dem Zinken Fnschnau, Stabs Diderbach, verstarb am -8. Febr. d. I. ,m ledigen Stande, im 97. Jahre seines Alters, und hlnteriicß ein Vermögen von 1000 fi. Derselbe hatte 10 Geschwistrige, wovon aber nur noch zwek am Leben, von den übrigen ober theils bekannte, theils unbe- kannte Abkömmlinge vorhanden sind, daher der Akt der öffentlichen Aufforderung Nöthig fällt. Alle diejenigen, welche daher ErbSansprüche zu machen gesonnen lind, haben sich binnen der peremptorischen Frist von 3 Monaten dahier zu melden, und ihr Erbrecht darzuthun, widrigens nach Umfiuß dieser Zeit der Nachlaß denjenigen, welche sich gemeldet, und ihr Erbrecht ausgewiesen haben, eiiigcantworiet wird. Waldkirch, den 6. April 1827. Großherzogliches Bezirksamt. Mehr. Ach er». sAu fford e ru n g und Sch ul den-Liquidation.) In Sachen mehrerer Gläubiger, Kläger, gegen den dahier angestellt gewesenen und nunmehr entlassene» Amts- assessor Georg Engelbergcr, Beklagten, Forderungen betreffend, wird Lagfahri zur Verhandlung auf Donnerstag, den 7. Juni d. I., Vormittags 6 Uhr, auf diesseitiger Amiskanzlet anberaumt, und der Beklagte auf- gcfordert, sich entweder selbst, oder durch einen Bevollmächtigten, dabei cinzufindcn, und sich über die cingeklagten Forderungen zu erklären, und zwar unter dem Acchtsnachiheil, daß er sonst mit seinen Einwendungen nicht mehr gehört, und nach Lage der Akten erkannt werden solle. Und da die bereits eingeklagten Forderungen dessen geringen Nachlaß bei weitem übersteigen, ,0 wird zugleich über den Lcztcrn die Gant erkannt, und Tazfahrt zur Liquidation auf Donnerstag, den 7. Juni d. I., festgesetzt, wobei dessen Gläubiger, bei Vermeidung deS Ausschlusses von der Masse, zu erscheinen haben. Achcrn, den 18. April 1627 Großherzogliches Bezirksamt. Kern. Schopsheim. ^Gläubiger - Aufforderung.) Der dahier verstorbene pensionirteAmtsrevisor Klein ist während seiner Dienstzeit sowohl dahier, als auch auswärts, ln verschiedenem Geschäfts-Verkehr gestanden; die Erben desselben haben die Erbschaft nur unter Vorbehalt des EebvcrzelchniffeS angeircten, und zugleich um ein Richtigstellungs-Verfahren gebeten. Es werden daher alle diejenigen, die aus irgend einem Grunde eine Ansprache an den Nachlaß des Verstorbenen zu machen glauben, hiermit öffentlich aufgesordert, ihre Anforderungen Montag, den 10. Mai d. J.z vor dem Theilungskommissär, in dem WirthshauS zur Krone dahier, unter Vorlage der Beweisurkunden, um so gewisser anzumelden, als sonst bei der später erfolgenden Erbadthei- lung darauf keine Rücksicht genommen werden würde. Schopfheim, den i 5 - April 1627. Großherzogliches Amtsreviforqt. L e m b k c. SinSheim. ^Schulden - Liquidation.) Die Gläubiger des in Gant erkannten Johannes Brenn ei sei, am Berg zu Reihen werben hiermit aufgesordert, ihre Forderungen am „ Mittwoch, den -3. Mai, Morgens s Uhr, ixiblq, kor UM, kei'VrrM'eidunS Ves WsschluffeS von deLAk- rivmaffc, zu liquidtren. Einsheim, den 14. April »82-. GroßherzoglicheS Bezirksamt. Sigel. - Darmstadt, fEdiktalladung.Z Die nächsten Dpr. nmndtcn der am > 3 . März »737 geborneir, und sejt beinahe 76'Jahren' von hier abwesenden Dorothea Charlotte Hcyde- rlch, Tochter des längst verlebten Bürgers und Schneider, niristers Heyberi ch dahier, haben um unbeUnglk Ueberlas- siihg de- derselben zugesallenci!, bisher gerichtlich verwalteten VenirbzenS, 'im Betrag von 400 fi>, gebeten, von welchem sie, seit Ablauf des 70. Jahres »ach der Abwesenden Geburt, Sie Zinsen bereits beziehen. Da nun die gesetzliche öffentliche Auffordetung aller, welche an gedachtes Vermögen nähere Ansprüche zu haben glauben, bisher unterblieben ist, so wird diese i» der Art nachge. holt, daß solch« Ansprüche binnen drei Monaten bei Unterzeichneter Behörde anzuzeigen und richtig zu stellen s„,l>, indem nach Verlauf dieser Frist jenem Anträge ohne weiteres stattgegeöe» werde» soll. Darmstadt, de» 27. März »827. Großherzogl. Hessisches. Stadtgericht. Wiener. N e ck er r s u l m. fAufruf zü r nachträg lichen Pfand - A n m e l d u ngJ DaS in dem Orte Korb vorhandene Unterpfandsbuch nufinit mit dem Januar ,6,c> seinen Anfang, und es wird vermuihet, daß noch nie ein älteres Un- rerpfandSbuch vorhanden gewesen sch. Da aber ünerachlet der Nachforschungen und eingezogenen Ckkundlgüugci! Doch nicht ausser allem Zweifel gesetzt ist , ob nicht wirklich doch ein solchis früheres UiüerpfanhOW bor- Händen war., auch VSrzugsbcrechiigte durch die Vo . -setzung «ines'DlnikrPfanDSbuchS abgchalicn worden seyn könnte», ihre Siechte, namentlich ihre PfäNdrechte, anzunielden, so werbe» Liese Berechtigten , wie solche in dem öffentlichen'Aufruf beS Kön ObertribunalS vom 4 Jünj 1825 näher bezeichnet sind, »yn diesem Zustande in Kenntülff gesetzt, und in so weit ihre Ansprüche älter sind alS das mit dem Jahr i8>c> beginnende Unterpfandsbuch, und in so fern sic solche unter der so eben genannten Vorsetzung nicht bereits angenieldet haben, aufgc- fsrdert, ihre Rechte binnen der Frist von go Tagen bei der llnterpfandsbchörde zu Korb, untet Vorlegung der er- forderlichen Bcweisurkunden. nachträglich anzuMeiden, widrigenfalls die Msnddercinigung ohne Rücksichtnahme auf ihre Rechte geschloffen würde, und leckere im Fall einer etwaigen spätern Anzeige (gegenüber von den Schuldnern) nur in so weit in das Unter'.fandSbuch eingetragen werden konnten, alS solches ohne Nachthnl derjenigen Gläubiger, weich,- ihre 'Rechte innerhalb des- Termins aagemeldc» und deren Eintragung bewirkt haben, so ibie überhaupt ohne Beeinirächngung der auch nach diesem Lernün entstandenen und bereits eingetragenen Rechte dritter Personen geschehen könnte. Eben so könnrrn. nicht öffentliche spezielle. PfandglLubiger, die ihre vor dem Jänner 1L-0 entstandenen Rechte bereits eingetragen glauben, solche gegen dritte Besitzer mchi mehr geltend mache», wenn sie di« Anmeldung innerhalb brr' bezeich- aelen Frist unterlassen würdest, wobei noch zu bemerken ist, daß gegen die an gedrohte» RtchiSnachtheik eine Wiedereinsetzung in Len vorigen Stand nicht statt finden wird. Korb, Sen-20. März 1827 Gesehen von dem K. Oberamtsgericht Neckarsulm. Sarwey. Kön. Psandkommiffariat MLckmühl. Knapp. Vorstand der UnierxfandSbehörde zu Korb. Schultheiß Bayer. N e ck a r s u l m. fAufruf zu nachträglicher P fä n'd - A n M e l ü u n g. ^ DaS ältere Unterpfandsbuch von dem Ort Jüt Gingen vom Jahr itzeo an rückwärts wird vermißt Indem nun dsiseS hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, werden unter Beziehung auf den öffentlichen Aufruf deS Kön. OberiribunalS vom 4. Inn. 1Ü20 die in solchem näher bezeichne«,! Gläubiger, deren Rechte älter sind, alS das mit dem Monat Januar i8ii> beginnende wirklich vorhandene neue Unterpfandsbuch, und welche in der Voraussetzung, daß ihre besondere Rechte bereits in dem vermißten Unterpfands, buch-cingeiragcn waren, solche nicht angenieldet haben, auf- gcsordcr», ihre Rechte binnen go Tagen bei der UnterpfandSbehörLe zu Zültlingen, unter Vorlegung der erforderlichen Beweisurkunden, nachträglich anzumelden, widrigenfalls die Pfandbereinigung ohne Rücksichtnahme auf ihre Rechte geschloffen würde, und leztcre im Fall einer etwaigen späten, Anzeige (gegenüber von den Schuldnern) nnr in so weit in das Unterpfandsbuch eingetragen werden könnten, als solches ohne Nachtheil derjenigen Gläubiger, welche ihre Rechte innerhalb des Termins angenieldet und deren Einira- gung bewirkt haben, so wie überhaupt ohne Beeinträchtigung der auch nach diesem Termin entstandenen, und bereits eingetragenen Rechte dritter Personen geschehen könnte, so wie auch nicht öffentliche spezielle PfandglLubiger, deren Rechte «mva tu dem vermißten Unterpfandduch eingetragen gewesen s«M könnte», solche gegen Dritte Besitzer nicht mehr silrcnv machen könnte», wenn sie die Anmeldung innerhalb der bezuch- neten Frist unterlassen würdest. Wobei bemerkt wird, daß gegen die angedrvhien RechtSnachtheile eine Wiedereiusezung in de», vorigri» Stand nicht statt finden wird. Zärtlingen, den ». März ,827. Gesehen von dem K. OberamtSgericht Neckarsulm. Sarwey. Kön. Psandkommiffariat Möckmühl. Knap p. Vorstand der Untervfaiidobehdrde zuZüttltNgen. Schultheiß Schwab. Stroßburg. fGasthof.Vcrstergerun.g 1 Den s8. Mäi-iNo/, »t Uhr Vormittags, wird, in der Schreibstube von Hrn. Hi ekel, Ädoiar zu Straßburg, lange Straße, Nr. 24, der in gedachter Stadt dem Kaufhaus gegenüber ge- legene Gasthof zur Axt durch eine einzige öffentliche Versteigerung dem Meistbietenden zugeschlagen. Diesxr Gasthof ist sehr geräumig und hat Stallung für mehr »iS ivo Pferde, ^ ^ Um denselben zu besehe», kann man sich an den Eigen- thümer wenden, welcher darin wohnt und die Wirthschaft - selbst betreibt. . . Die Bedingungen des Verkaufs sind sehr günstig; sie werden in der Schreibstube von Hrn. Notar Hickel mttgetheilr, an welchen l.uswärtige Liebhaber sich durch portofreie Briefe zu melden ungeladen sind. Verleset und Drucker: P. M a cklot.