Ka r l s r u h e r i t u n g. Nr. 27. Sonntag, den 27. Januar 1833. B a i e r n. München, 22. Jan. König Otto von Griechenland ist am 9. I. von Neapel auf einem vom Könige von Neapel fürihn bereit gehaltenen Dampfschiffe nach Brindisi ab- zereist, nachdem er den Tag zuvor in Begleitung Sr.kön. Hvh. des Kronprinzen von Baiern den Vesuv bestiegen batte. In Neapel wurde er nicht nur von dem Könige mit Freundschaft und Herzlichkeit, sondern auch von dem Volke mit lautem Jubel empfangen. — Roch nie sind so viele Versetzungen der Staatsviener vorgekommen, als seit dem Anfänge des neuen Jahres; die hiesigen Blätter sind mit der Aufzählung solcher Versetzungen angefüllt, welche Staatsviener in allen Kreisen Baierns treffen. Dieses erregt unter denen, die es berührt, oft großes Mißvergnügen, da die Umzugskosten, die sehr bedeutend seyn können, nicht ersetzt werden, und mancher einen Aufenthalt verlassen muß, der ihm durch eine lange Reihe von Jahren und Verhältnisse auf mancherlei Art sehr lieb geworden ist. (S. M.) Kurhesfen. Die Eröffnung des Landtages ist bekanntlich, wegen noch nicht genugsam erledigter Wahlen, vom 15. auf den 25. Jan. ausgesetzt. Indeffen bleibt es bis zur Stunde höchst zweifelhaft, ob thatsächlich die Eröffnung den 25. im Jan. möglich wird, da mache Wahl noch nicht im Reinen ist und zu besorgen stehet, daß mehrere von den gebor- nm Ständemitgliedern zurückbleibcn werden, so daß die zwei Drittheil kaum vollzählig seyn dürften. — Für den Geschäfsgang dürfte cs vielfache Schwierigkeiten zur Folge haben, daß an dem bevorstehenden Landtage nur wenig Mitglieder des letzten Theil haben werden. — Soviel ist gewiß, die Einsichtsvollen und Besonnenen in unserm Lande, ihre Ansicht sey sonst, welche sie wolle sehen der Zukunft, die in einigen Tagen beginnt, sich zu entwickeln, mit schwerer Sorge und ängstlicher Beklommenheit entgegen; — sie fühlen und begreifen, wie entscheidend der bevorstehende Landtag für die ganze Zukunft und für die Ehre unseres Landes seyn werde. Wir für unsere Person können die feste Ueberzeugung nicht bergen, daß es daS Heilsamste seyn dürfte, wenn man vorab sich beschränkte auf die unmittelbar praktischen Interesse > desinnern Lebens, wonach wenig geordnet ist, und wenn man, nachdem man nun einmal gezwungen war, mit der Staatsverfaffung den Anfang zu machen und von oben zu bauen, ernstlichsten Bedach! auf die Grund- und Unterlagen nähme. (Franks. O. P. A. Itg.) Königreich Sachsen. Dresden, 18. Jan. Se. königl. Maj. und des Prinzen Mitregenten königl. Hoheit haben geruhet, den Staatsminister im Departement der Justiz- von Könneritz, der zugleich obgehabten Funktion eines Ministers des königl. Hauses auf fein unterthänigstes Ansuchen in Gnaden zucot- heben und solche dem Staatsminister im Departement der auswärtigen Verhältnisse, von Minkwitz, neben diesem Ministers zu übertragen. (Lpz. Ztg.) Leipzig, 23. Jan. Das Kultusministerium hat im Königreiche eine Subscription zu dem Denkmal Gustav Adolphs bei Lützen erlaubt. Die Kosten sind zu 3000 Thlr. veranschlagt, wozu bereits 500 Thlr. gesammelt sind. Sollten die Beiträge die Kosten übersteigen, so wird der Rest zu einer milden Stiftung verwendet werden. Würtemberg. Stuttgart, 26. Januar. Die gestrige Sitzung der Kammer wurde mit Eingaben und Motionen ausgefüüt. Unter diesen sind folgende zu bemerken, nämlich die von Walz, wonach die Mitglieder der Kammer durch geheime Abstimmung einen Nachlaß ihrer Diäten beschließen mögen, und der Betrag des Nachlasses zum Druck der Kammerverbandlungen verwendet werden sollen, so daß in jede Gemeinde ein Exemplar komme. Mehrere unterstützten den Antrag, besonders damit die Verhandlungen Zensurfrei verbreitet werden. Der Antrag wird der Gcschäftsord- nungskommission zugewicsen. Es tritt-dann Schott auf, und beginnt seinen Vortrag, welcher mit der Bitte an die Regierung um Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Preßfreiheit schließt. Den Redner begleitet lauter Beifall und Bravorufen an seinen Sitz. Der Antrag, die Rede zu drucken, wird bei der geheimen Abstimmung durch 69 Stimmen gegen 8 genehmigt. Die Zuweisung an eine Kommission zur Begutachtung wird zunächst verschoben. Oesterreich. Wien, 17. Jan Es gebt hier, mit Bezugnahme auf Briefe aus Bucharest, das Gerücht, es sey zu Adria- nopek ein Volksaufstand ausgebrochcn, der durch die Ueber- reste der ehemaligen Janitfcharen und deren Freunde veranlaßt worden, und den die auf dem Marsch begriffenen großherrlichen Truppen aus den Donaufestungen zu unterdrücken um so weniger vermocht hätten, da ihre Hingebung selbst höchst zweifelhaft sey. — An die Kommandan-- ten unserer Militärgränze sind, gleich auf die Nachricht von d«r Schlacht bei Konieh, den Umständen angemessene Befehle erlassen worden. (S. M.) 210 Wien, 19. Jan. Aus Semlin wird an hiesige angesehene Handlungshäuser geschrieben, daß die Aegyptier gegen Smyrna vorrücken, um hernach bei ihrem weitern Vordringen von ihrer Flotte unterstützt zu werden. Einige Briefe lassen sogar schon, vermuthlich zu voreilig, Ibrahim Pascha in Smyrna ankommen: sie setzen hinzu, er wolle sich von dort aus dem Hellespont nähern, und seine Flotte zur Ueberfahrt seiner Truppen nach Europa benutzen, um sic gegen die Hauptstadt zu führen. Aufoffiziek- lem Wege weiß man hievon noch nichts, und hat überhaupt seit den letzten, durch einen französischen Komier aus Konstantinopel überbrachtcn Nachrichten nichts Neueres. Das hiesige Publikum beschäftigt sich fast ausschließlich mit den orientalischen Angelegenheiten, und fürchtet, daß sie zu großen Verwickelungen führen könnten. Indessen soll die russische Regierung sehr loyal zu Werke gehen, und ohne eigennützige Absichten blos um Europa vor großen Erschütterungen zu bewahren, und die bisher von ihr befolgten Prinzipien aufrecht zu erhalten, dem Sultan zu Hülfe eilen wollen. Dies wäre allerdings eine sichere Bürgschaft für Erhaltung des Friedens, und eine ruhige Ausgleichung aller noch obschwebenden Differenzen, sowohl im Osten als im Westen unseres Welttheils. Zürich, 22. Jan. Auch in diesem Kanton scheinen die Landlcutc das edle Treiben der Basler Landschäftker gegen ihre Geistliche nachahmen zu wollen; bereits haben , einige pflichttreue Geistliche in dem Bezirk Knonau Besu- ^ che von mehrern schlechten Subjekten, und von diesen die Erklärung erhalten, man habe sic bereits lange genug ge- hört, sie sollen nun auch Vikarien stellen, widrigenfalls rc. ! Durch Umtriebe, Drohungen u. dgl. wußten sie für ihren Zweck nicht nur eine ziemliche Anzahl Unterschriften zu ! sammeln, sondern auch die Mehrheit eines Gemeindebe- ! schluffes zu veranlassen. Spanien. s Madrid, 1l. Jan. In der Nacht vom 8. auf den 9. wollten die entlassenen Leibgardisten, in Verbindung mit den Mißvergnügten der apostolisch-carlistischen Partei und den königl. Freiwilligen, des königl. Palastes sich bemächtigen und Alles niedermetzeln, was ihnen in den Weg gekommen wäre. Glücklicher Weise wurde das Komplott entdeckt und die strafbare Absicht der Verschwornen durch die zweckdienlichsten Maaßregeln vereitelt. Tags darauf sah man gegen 60 Offiziere der Leibgarde, auf welchen j schon längst der Verdacht staatsgefäbrlicher Umtriebe ruhte, aus der Hauptstadt sich entfernen. Auch die kön. Freiwilli- ^ gen sollen jetzt auf den Vorschlag des Kriegsministers Cruz ^ neu organisirt werden. (Constit.) Das großherzogliche Staats- und Regierungsblatt vom 26 2«»., Nr. 4, enthalt folgende Dienstnachrichten. Seine königliche Hoheit der Großherzog haben Sich gnädigst bewogen gefunden: den ersten Kammcrhcrrn, Forstmeister Grafen Alexander von Brouffel, zum Intendanten der Hofdomaincn zu ernennen, den Grafen August von Leiningen-Neudenau in dem ihm bisher übertragenen Amte eines Intendanten der Hof- mufik und des Hoftheaterö zu bestätigen, dem Obergerichtsadvokaten und kurfürstl. Hess. Hofrath Karl Häuser den Charakter und Rang eines großherz, bad. Hofraths ertheilen, den Kameralpraktikanten Freiherrn Adolph von Marschall zum Assessor bei dem Ministerium des Innern zu ernennen, den Hofgerichtssekretär Rapparini zu Rastatt in Pen- sivnsstand zu versetzen, dem Professor Scharf zu Offenburg die Direktvrsstelle am dortigen Gymnasium definitiv zu übertragen, und die provisorischen Lehrer Schwemmlein und v. Beck daselbst zu wirklichen Gymnasiallehrern zu ernennen, und den Landchirurgen Kopp in Kippenheim in den Ruhestand zu versetzen. Den Rechtspraktikanten Joseph Wintermantel aus.Donauöschingen, Joseph von Rottcck aus Freiburg, und Anton Jüngling von Kuppenheim ist das Recht zu Verfassung gerichtlicher Schriften, und den Rechtspraktikanten Heinrich Hammer von Rastatt und Anton Maier von Waghäusel das Schriftverfaffungsrecht in Admintstrativgegenständen ertheilt worden. Staatspapiere. Pariser Börse vom 23. Jan. öprozent. konsol. 101 Fr. 75 Ct. 3proz. konsol. 73 Fr. 65 Ct. Frankfurt, den 24. Jan. Großherzogl. badische 50 fl. Lotterieloose von S. Haber sen. und Goll u. Söhne 1820 8264 fi. — 4prvz. Metalliques76V»; Bankaktien 1405 (Geld). Redkgirt unter Verantwortlichkeit von PH. Macklot. Errichtung einer Sterbekaffe für die ev. pro- . teftantischen Geistlichen des Landes. Die Zahl der Sterbckaffen und ähnlichen Anstalten vermehrt sich zusehens; ein Beweis, daß sie einem vielfach gefühlten Bedürfnisse abhelfen. Ihr Zweck ist inrmer der: Sogleich nach dem Tode eines Familienvaters der Wittwe oder den nächsten Relikten desselben eine bestimmte Summe Geldes zur Verfügung einzuhändigen, damit sie die Kosten für Arzt, Apotheke, Beerdigung rc. decken können, und wohl auch noch für die nächsten Tage freie Hand haben- Das Wohlthätige solcher Anstalten liegt am Tage. Die Geistlichen aber, besonders auf dem Lande, können wegen ihrer öfteren Ortsveränderung nicht leicht Mitglieder solcher Lokalanstalten werden; darum möchte der Unterzeichnete die Errichtung einer besondern Stcrbekaffe für dieselben anregen. Die Sache scheint auf einfachem Wege 214 ohne Administrationskosten und viele Rechnereien verwirklicht werden zu können. Findet der Gedanke Eingang, so mag dieses Blatt zur Aeufserung dienen, und das Weitere sich dann von selbst ergeben. Rein, Pfarrer zu Gondelsheim. Karlrru h'e. (Aufforderung.) Man ersucht alle diejenigen Personen, welche von dem großherzogl. Hoftheatcr geliehene Musikalien in Händen haben, solche unfehlbar bis zuni r. Febr. d I. dem Mufikalkenregistrator, Calcanten Schucker, gegen Schein zurückzugeben. Karlsruhe, den 24. Jan. , 833 . Großh. Hofmusik- und Theaterintenbanj. Ueberficht derjenigen seltenen exotischen Pflanzen, welche gegenwärtig im großh. botanisch«! Garten in der Dlüthe stehen. Vaterland. Lesers salosta, sichelförmige Acacie, Neuholland, tlloo svinauikorlnis, säbelförmige Aloe, Vvrgcbirg der guten Hoffnung. kuinilia, niedrige do. do. ^rdutus ^rnärselrnv, kanadische Sandbeere, Canada. Lsmelia jspoinc» 6iv. L^eoies, verschiedene Sorten Ca- melien, Japan. Osssusrinu doruloss, gedrehter Strcitkolbcnbaum, NeuhoÜand» - seriees, silberweiße do. do. (üx^ripoflluin venustum, schöner Frauenschuh, Nepal. Lpscris Lranärilora, großblühendcr Fclsbusch, Ncuholland. 6rexviI1es rosmsrinikolis, rosmarinblattrige Grewillie, Australien. 8treUlri» IlvArase, prächtige Strelihie, Borg. d.g.H. ll'illsntlsia srnoens, schöne Tillandsia, Brasilien. Karlsruhe, den 25. Jan. tö)3. Auszug auS den Karlsruher Witterung»- beobachtungen. 25. Jan. Barometer Therm. Hygr. Wind M. 67- 28Z. 1,2 — 9,0 G. 73 G. NO. M. 17, 28 Z. 0 9^. — 1,5G. 67 G. NO. N. 7 28 3 . 0,6 ö. — 5,9 G. 72 G NS. Ziemlich klar — heiter. Psychrometrische Differenzen: 0.7 Gr. - l.6Gr. - 0.6 Gr. Theateranzeige. Dienstag, den 29. Jan.: FraDiavolo, Oper in 3 Aufzügen, von Auber. Donnerstag, den 31.Jan. (zumErstenmale): Der Müller und sein Kind, Volksdrama in 5 Aufzügen, von Raupach. Einladung. Zur Ausschußversammlung diesseitiger Abtheilung dst landwirthschaftlichen Vereins im Unterrheinkreis am 29. d., Morgens 9 Uhr, im Vercingebaude in Heidelberg, sinS sämmtliche Vereinsmitglieder cingeladen. Weinheim, den 22. Jan. 1833. Der Vorstand. Kappel Winbeck. sWeinversteigeru ng.i UM Beziehung auf die durch die Karlsruher Zeitung und das An- zei'geblatt verkündete Versteigerung des zur Gantmosse deS vg- storbenen Heirn Sbristlieutenants Frhrn. von Pr een gchörist Guts RitterSbach, bringt man nachträglich zur öffentliche» Kenntniß, daß an der auf den 8. Februar d. I. angeordn« SteigerungStagfahrt, zugleich ohngefähr 2 neue Fuder Wan 1832er Gewächs bester Qualität, worunter sich etwas rocher be- findet, gegen gleich baare Bezahlung mitversteigert werden. Kappel Windeck, am 22. Jänner -ÜZZ. DaS Bürgermeisteramt. Rapp. Krautheim. sM üh kev e rp a ch tu ng.) Da die unterm 27. Dezember v. I. abgehaltene Verpachtung der West- mühle dahier nicht genehmigt wurde, so wird diese Mühle nachmals einer gjährigen öffentlichen Verpachtung auSgeseht, und bei dieser Verpachtung zugleich ein öffentlicher Verkauftveisttch vorgenommen, «S wird sofort Lagfahrt hiezu auf Donnerstag, den 14, Februar d. I. Nachmittags 3 Uhr im Gasthause zum Hirsch dahier, anberaumt. Diese Mühle hat 3 Mahlgänge und einen Gcrbgang, iß ganz neu und fehlerfrei eingerichtet, und cs gehören hiezu miß den befindlichen Gemüß - und Baumgärten am Haus noch 6 Morgen 2 Viertel Ackerfeld 2 Viertel Wiesen und Neumaaß 26 Ruthen Krautgarten Hiebei wird bemerkt, daß die Mühle nie Mangel an Wch leidet und mit all ihren Gängen, wie z. B. dieses Jahr, m« beinahe alle andere Mühlen in der Umgegend stille stehen, Mi mahlen kann, vom großen Wasser aber fast nicht inkomnMni wird. Die dabei befindliche Wohnung nebst Oekonomiegcbäudt ß wie die Güter sind alle in gutem Stande, und hat sich ii, Mühle stets einer sehr starken Frequenz zu erfreuen. Zu dieser Verpachtung werden die Liebhaber mit dem V«> ken eingeladen, daß diese zu verpachtenden Realitäten so mei« VerpachtungSbedingnisse alltäglich cingesehen werden können. Krautheim, den 20. Januar , 833 . Fürstlich SalmischeS Rentamt. Sickenberg er. Bruchsal. fBa u l i chk eiten »erste igerung »«> den Abbruch.) Die gräflich v. L r ait te ur'sche Fan» läßt Donnerstag, den 7. Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, in ihrem Hofraum zu Bruchsal, imsm Salinengebäude, und darunter besonders r) Die sogenannte Auslaugerei. 21Z -) Die vordere und Hintere Trockenkammer und die Magazine. Zj Da- Mutterlauge-Reservoir. 4) Das große neue, im Jahr ,8üS erbaute Sudhaus. S> Die ehemalige BerwaltcrSwohnung nebst Stall. K) Lin große- Magazin , und 71 Da- Haus an der Bai-Hofallee, Mer annehmlichen Bedingungen aus den Abbruch versteigern. Bruchsal, den si. Jan. » 833 . Der von rer hehr» ÄrciSreglerung zur gräflich von Lrattteu r'schen DerkaffenschaftSauSscheldung ernannte Kommissär, G a n t n e r. Karlsruhe. ^Versteigerung.^ Mittwoch, den , 3 . Februar dieses Jahrs, Vormittags g Uhr und Nachmittags 2 Uhr werden in dem großhcrzoglichcn Marstall dahier eine beträchtliche Anzahl reich mit Gold und Silber gestickte, mit göltest» und silbernen Borden besetzte Chaberaquen und Waldrap- «1», -6 Trensen, theilS von goldenen und silbernen Borden, Ihals von Seide mit Gold und Silber durchwirkt, so wie 2 rochiuchene englische ColletS mit silbernen Borden, gegen baare Bezahlung versteigert, wozu die Liebhaber mit dem Bemerken hierdurch eingeladen werden, daß die zur Versteigerung kommenden Gegenstände Montags den 11. und Dienstag» den 12. Februar, Vor- und Nachmittags, in demMarsiallgebäude in Augenschein genommen werden können. Karlsruhe, den 24. Jan. , 833 . Großherzogliche Stallverwaltung. Koch. Durlach. sHolzversieigerung.) Donnerstag, den ;>. d. M., Nachmittags » Uhr, werden auf der Schweinwaide bei Durlach und Aue 54 Stämme Pappeln und 5 Stämme eichen Nutzholz, gegen gleich baare Bezahlung, öffentlich versteigert; wozu die Üebhaber hiermit ^eingeladcn werden, mit dem.Bemerken, daß die Zusammenkunft bei der Gänsbrücke zunächst dem Amalien- bad statt findet. Durlach, den 21. Jan. » 833 . Bürgermeisteramt. Karlsruhe. (Hausversteigerung.) Zur dritten und letzten Versteigerung des in der Verlassenschaftsmasse der Frau Wittwe des gewesenen Hrn. Haushofmeisters Haas vorhandene Hauses Nr. 57 auf dem Ludwigsplatz, einerseits neben Hchreincrmcister H im m e lh eb er und anderseits neben Konditor Kaufmann gelegen, wird Dienstag, den 2g d. M., Nachmittags 2 Uhr, anberaumr, und werden die Liebhaber mit dm Bemerken dazu eingeladen, daß die Versteigerung im Hause selbst vor sich gehen wird. Karlsruhe, den 24. Jan. » 833 . Großherzoglichcs Stadtamtsrevisorat. Kerle r. Gondeklshtlm. (Kartoffelverstei gerung.) Mon- lag, den 4. Febr. d. I., Morgens ,0 Uhr, werden auf der diesseitigen Schreibstube 7900 Sester Kartoffeln, neubadische» Mas», in Abtheilungen, wie solche den Kauflustigen -»sagen, öffentlich versteigert. Gondel-Heim, den »7. Jan. » 833 . Gräflich v. langensteinsches Rentamt. Becker. Emmendingen. (W einversteigcrung.) Mon tag, den 4. Februar d. I., werden .in den herrschaftlichen Fi liallellern zu Bahlingen, Vormittags »o Uhr, 78 Ohm » 832 k Gefällwein und zu Eichstetten, Nachmittags 2 Uhr,s Gefällwein 178 Ohm gegen baare Zahlung öffentlich versteigert. > Emmendingen, den 18. Jan. » 833 . Großherzogliche Domainenverwaltung. H 0 y e r. Ettlingen. (Bekanntmachung.) In Untersuchungssachen gegen Joseph Barth und Konsorten von Malsch, wegen Marktdiebstahls, wurden dem Unterzeichneten Amte folgende Gegenstände, welche aus dem letzten Markte in Baden entwendet wurden, eingeliefert: s) 21 Ellen roth und schwarz kleinkaroirten Vaumwollenzeug. d) 12 « graues ordinäres Tuch, welche aber zu einem Mantel und zwei Westen bereits verarbeitet sind. 0) 21 - grauen Multun, welcher zum Theil auch schon zu Kleidungsstücken verarbeitet ist. ä) Ein Regenschirm vvn braunem Vaumwollenzeug, testen Handgriff einen Roßkopf bildet. Sämmtliche Behörden werden ersucht, über die Eigenthümer dieser Gegenstände baldgefälligst Nachricht hierher gelangen zu lassen. Ettlingen, den 21. Jan. 1833. Großherzogliche» Bezirksamt. Keller. vät. Iegel. Heidelberg. (Aufforderung.) Bei der am 7. d. M. dadier vorgenommenen Rekrutenaushebung sind nachstehende zum Aktivdienst nach ihren Lvosnummern berufene Milizpflichtigen ohne Entschuldigung ausgeblieden: Loosnummer go. Johann Ripperger von Eppelheim, - , 25 . Johann Philipp Hofstätter von Heidelberg; ebenso ist der für den Nothfall als erster Ersatzmann vorgemerkte Johann Adam Becker vvn Kirchheim, . , , , Loosnummer > 83 , nicht erschienen. Dieselben werden daher aufgefordert, sich um so gewisser binnen 6 Wochen, von heute an, dahier zu stellen, als sonst die beiden Erste-n als Refraktärs betrachtet und nach den Gesetzen bestraft werten sollen; der Letztere aber, wenn der Abgang eines Vvrmanns ihn zum Ersatz berufen würde, die gleiche Strafe zu gewärtigen bat. Heidelberg, den 1». Jan. » 633 . Großherzogliche» Oberamt. Eichrodt. vclt. Gruber. Weinheim. sPräklusivbescheib.^s Alle diejenigen, welche ihre Forderungen an die Gantmasse de- Adolph W ticke l von Lautenbach bei der heutigen LiguidationStagfahrt Nicht angemeldet haben, werde» von der gegenwärtig vorhandenen Gantmasse ausgeschlossen. Weinheim, den ,6. Jan. » 833 . Großherzogliches Bezirksamt. Beck. Bühl. sSchulbenliquidation.^I Ueber bas Vermögen des Bürgers und Rebmanns Hilar Graf und den Nachlaß seiner verstorbenen Ehefrau Creszentia Bäßelpvon Müllen- bach wird Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richtigstellungsund VvrzugsverfahreN auf Freitag, den 22. Febr. d. I., Morgens 8 Uhr, anberaumt. » Alle diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, haben solche in der angesetzten Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Ganr, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die ciwaigcn Vorzugsoder Unterpfandsrcchte zu bezeichnen, die der Anmeldende geltend machen will, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. Damit wird noch die Anzeige verbunden, daß in der Tag. fahr Massepssegcr und Gläubigerausschuß ernannt, und Borg- u. Nachlaßvergleiche versucht werden sollen, mit dem Beisatze, baß in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Massepflegers und GläubigerausschuffeS die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden sollen. Bühl, den iS. Jan. ,833. Großherzogliches Bezirksamt. Häfelin. Heidelberg. (S ch u ld e nli qu I d ati o n.) Wird zur Schuldenliquidation des in Gant erkannten und nach Amerika auswandernden Bürgers und Jimmermcisiers Joseph Ottivkll jun. dahier Lagfahrt auf Donnerstag, den 7 . k. M. Febr., Vormittags 8 Uhr, festgesetzt. Es werden daher alle diejenigrn, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gantmaffe machen wollen, chiermit aufgefordcrt, solche in der angefttzlen Lagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses pon der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Psandsrcchte, dm geltend gemacht werden wollen, zu bezeichnen, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. Zugleich wird bemerkt, daß in der Liquidationstagfahrt ein Massepfleger und ein Glaubigerausschuß ernannt, Borg- oder Nachlaßvergleiche versucht und desialls die Nichterscheincnden older Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden sollen. Heidelberg, den -5- Jan, ,633. Großherzogliches Oberamt. Eichrodt. vät. Gruber. Schopfheim. (Schulden liquidation.j Gegen den Schuster Christoph Goppelsröder zu Wiechs wird hiermit Gant erkannt und Lagfahrt zum Richtigsiellungs- und Vor» zugsvcifahren auf Dienstag, den- 6 . k. M., Morgens 6 Uhr, in diesseitiger Awtskanzlei anberaumt. Alle diejenigen, welche an denselben etwas zu fordern haben, werden hiemit unter dem Präjudiz, von der vorhandenen Masse ausgeschlossen zu werden, zur Liquidirung ihrer Forderungen, und Abgabe ihrer Erklärung wegen Aufstellung eines Maffcku- rators, Güterverkaufs, Stundungs- oder Nacklaßvertrag, entweder selbst, oder mittelst eines gehörig Bevollmächtigten zu erscheinen, mit dem Anfügen vorgcladcn, daß die Nichtersckkincn- den als der Mehrheit der Anwesenden beistimmend angesehen werden. Schopfheim, den 16 . Jan- ,833. Großherzogl. Bezirksamt. Rettig. Achern.. sSck u ld en liq u i d a ti 0 n-1 Gegen den hiet sigen Seifensieder und Krämer Franz Joseph Huber ist Gan erkannt und Lagfahrt zum Richtigsiellungs- und Vorzug-verfahren auf 'Samstag, den , 6 . k. M. Februar, Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei angeorbnet, wobei alle jene, weit! aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Eim,- masse machen wollen, solche in der angesetzten Tagfahrt, da Vermeidung des Ausschlusses von der Ga»t, persönlich et«r durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzunick den und. zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Untervsandsrulm zu bezeichnen, auch die betreffenden Bcweisurkunden vorzulW haben. In der Lagfahrt wird ein Massepflcger ernannt, und »ich dem bereits gestellten Antrag des Kridars ein Borg - und Nach- laßvergleich versucht werden, und sollen in Bezug auf die Mi ersten Handlungen die Nichterscheinens» als der Mehrheit der Er- schienenen beitretend angesehen werden. Achern, den ,5. Jan. ,853. Großherzogliches Bezirksamt. Kern. väk. Desaga. Karlsruhe. (Ed iktalladung.) Seit vbngefähr 1 , Jahren befindet sich in dem herrschaftlichen Lagerhause zu SäM ein Faß, 8 bis g Stützen Branntwein enthaltend, dessen E>- genthümer oder Versender bis jetzt nicht ausgcmiuelt werden keimte. Dasselbe ist von Eichenholz, in Eisen gebunden, auffeldeiii noch mit 6 Holzreifen versehen und mit k, L oder R bezeichnet, auch ist noch eine 0 darauf sichtbar, die vorstehende Ziffer aber unkenntlich. In Gemäsheit des von großherz. Amiskasse dahier gestellt!» Antrages werden diejenigen, welche aus irgend einem Grund! Ansprüche darauf zu haben glauben, andurch aufgefordert, dich Ansprüche innerhalb zwei Monaten unter Vorlage ihrer Beweise bei Unterzeichneter Stelle gellend zu machen, widrigenfalls die angegebene Quantität Branntwein nebst dem Fasse als herrenloses Gut öffentlich verkauft, und dn Erlös großh. Amtskasse zugeschieden werden wird. Karlsruhe, den Jan. ,633. Großherzogliches Landamt. v. Fischer. Vär. Gülte. Gengenbach. (Der sch 0 l l e nh ei t ser kla rung.) Andreas Burbach von Bibrach, welcher sich auf die Aufforderung vom in. Okt. ,83, nicht anmcldete, wird aus Antrag vn- sLoücn erklärt, und dessen erbberechtigte Verwandte in den fürsorglichen Besitz des Vermögens von öoo fl. 27 kr. eilige» wiesen. Gengenbach, den 7 Jan. ,833. Großherzogliches Bezirksamt. Bossi. V illingen. (Verschollenheitserklärung) Nachdem Jakob Merz von Biesingen auf die an ihn ergangm Ediktalladung nicht erschienen auch sonst sich nicht gemeldet Hai, so wird derselbe für verschollen erklärt und dessen AnverwaM in de» fürsorglichen Besitz seines Vermögens, gc."n Kauften, gesetzt werden. Dilllngen, den , 4 . Jan. ,633- Großherzogliches Bezirksamt. Teuft. Karlsruhe. sKapitalgesuch.) Ein begüterterLand- wirth aus dem Oberamt Offenburg sucht, zur Bezahlung ri- nes Gülerkaufschilliiigrestes, ein Kapital von 2400 ff. lehnungs- weise, gegen doppelte, ganz in Grundvermögen bestehende Vcrii- chcrung, zu 4 oder 4 ,tr vCt. verzinslich, auftunehmen. Aii»> kunst Hierüber gibt das Zeitungskomptoir. Verleg» und Trucker: PH. Macklot.