Karlsruher Zeitung. Ne. 99. Mittwoch, Freie Stadt Frankfurt. Frankfurt, 5. April. Seit gestern Morgen bis heute Mittag sind von den, bei den Unruhen am vorgestrigen Abmd Verwundeten abermals vier gestorben, worunter 2 ßoldatenvo» unsecm Limemnilitär, einer von den Ruhe, siilem und einer der, wegen der hiesigen Herbstunruhen von 1831 gefangen gesessenen hiesigen Bürgcrssöhne, welchem im Gedränge die, die Gefangenen zu befreien Suchenden aus Unachtsamkeit eine Lcibwunde beigebracht hatten. Somit zahlt man bis heute Mittag, als Folge dieser bedauerlichen Vorfälle, acht Todte, und Mehrere liegen noch hoffnungslos darnieder. Der in Gefangenschaft gerathene Student Rupncr aus Wunsiedcl namentlich ver- thcigte sich verzweifelt, obgleich man ihm Pardon anbot, bit er endlich durch die ihm beigebrachten Bajonett- und Degenstiche zusammenstürzen mußte. Er ist bis heute noch am Leben. Ein anscheinend gedienter ansehnlicher Mann führte mit starker Stimme ein regelmäßiges Kommando in französischer Sprache. (S. M.) Großherzogt hum Hessen Mainz, 30. März. Die unlängst in den Niederlanden stattgefundcnen Kaffcversteigerungen der Handelsgesellschaft sind in Folge der Blokade und der verminderten Lorräthe günstiger, als sich erwarten ließ, ausgefallen, was auch am Oberrheine die Meinung für diesen Artikel etivaS gebcffert hat. In Holland liegt indessen der Hanke! gänzlich danieder. In Ermangelung des Waarenhan- dcli wird nun in den Niederlanden aufdie in Deutschland so rege gewordene Auswanderung nach Nordamerika spe- kulirt. Holländische Schiffsrhedcr und Agenten bereisen unsere Gegend, und erbieten sich, die Auswanderer für 100 fl. die Person, die Kost nicht einbegriffen, von Heilbronn oder Mannheim bis nach Baltimore zu liefen Mit Inbegriff der Kost ist der Preis 130 fl., und für Kinder unter 14 Jahren die Hälfte. Von Bremen aus bezahlt man nach Neuorlcans , Alles inbegriffen, nur 85 fl. Was diese Preisermäßigung möglich macht, ist der Umstand , daß die von Bremen abfahrenden Schiffe größtenteils fast ganz leer hätten abfahren müssen, um in Neu- orlcans Tabak einzuladcn, der für Bremen ein Stapel- arttkel ist. Der Vvrthril des niedrigeren Preises dürfte >ekoch durch das äuffcrst ungesunde Klima in Neuorleans und durch den Nachtheil der länger» Fahrt mehr als ausgewogen werden. (A. Z.) Darmstadt, 7. April. Drei der hier verhafteten Etudenten, von denen ich Ihnen schrieb, — der vierte hegt an seinen Wunden noch krank im. hiesigen HospilalL — den 10. April 1833. sind gestern, jeder in einem besondern Wagen und von Gendarmen eskortirt, immer einer eine halbe Stunde nach dem andern, nach Frankfurt abgeführk, und so ohne Zweifel besser der dortigen Behörde überliefert worden, als I). Neuhof. Dieser war, wie man nun vernimmt, ganz beschmutzt zu Fuß in Langen angekommen, nahm hier Extrapost, und traf so im hiesigen Gasthofe zur Traube ein, wo er alsbald verhaftet wurde. Er suchte sich als den 1). Neuhofaus Frankfurt auszuweisen, wurde aber nicht entlassen, sondern als der Theilnahme an dem. Aufruhr verdächtig, dorthin zurückgeschickt. In Frankfurt angelangt, wußte er den Polizeibeamten, der ihn geleitete, zu bewegen, ihn erst in seine Wohnung zu führen, um sich umzukleiden. Hier aber schloß er seinen Führer plötzlich ein, und entkam. Wie sehr der unglückliche Polizeibeamte seine Ehre verletzt glaubte, sich von dem schlauen Advokaten so arg haben anführen zu lassen, beweist der schreckliche Schritt, den er hierauf that- — Die 4 Studenten kamen am 4. d. Abends spät in einem Wagen von der Seite von Aschaffenburg her, und wollten am Iägerthore um die Stadt herum fahren nach der Bergstraße hin. Die aufmerksame Wache hielt aber den Wagen an, und sie wurden alsbald verhaftet Der Selbstmordversuch des einen spricht wohl, wie die Flucht des 11. Neuhof, sehr für Mitschuld an dem gräßlichen Verbrechen. (Fr. O. P. A. Ztg) Hanno v- e r. Hannover, 3. April. Die hiesige Zeitung enthält folgende Verordnung:. Wir vr i Gottes Gnaden Wilhelm der Vierte, König des vereinigten Reichs Großbritannien! und Irland rc., auch König von Hannover, Herzog zu. Braunschweig und Lüneburg re. rc., und Wir von Gottes- Gnaden Wilhelm, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg rc. rc. fügen hiermit zu wissen: Aufgefordert durch die Uns obliegende Fürsorge für das Beste Unseres fürstliche»! Gesammthausts haben Wir, einer zwar höchst beklagens-- werthen, jedoch unvermeidlichen Nothwendigkeit nachgebend, nicht länger Anstand nehmen dürfen, darüber iw nähere Berathmig zu treten, welche Anordnungen das eigene wahre Wohl des Herzogs Karl von Braunschweig: Durch!., die Erhaltung des in seinen Händen befindOchew Vermögens, die Gefährlichkeit und Rechtswidrigkeit der.- von demselben verfolgten Unternehmungen , und endlich die Rücksicht auf die- Ehre und Würde Unseres fürstlichen! Hauses erheischen könnten. NachAnhörung dcS Gutachtens- einer zu diesem Zwecke von Uns medergrsetzken Komims- sion, so wie nach Lmaucrer. Prüfung der ssrliegeudM 8Z6 Thatsachen und Rechtsverhältnisse, und in Erwägung, daß nach Auflösung des deutschen Reichs die vormals dem Reichsoberhaupte zustehenden obervormundschaftlichcn Befugnisse über die Ncichsangehörigen auf die jetzt souveränen Landesherren übergegangen sind, haben Wir sowohl nach den Bestimmungen der Gesetze und des Herkommens, als auf den Grund der Uns als souveränen Chefs der beiden Linien des durchlauchtigsten Gesammtbauses zustehenden Autonomie Folgendes beschlossen und verordnet: Art. 1. Aus den Uns vorliegenden notorischen oder zureichend nachgewiesenen Thatsachen haben Wir die Ueberzeugung erlangt , daß des Herzogs Karl von Braunschweig Durchl. im Begriff steht, durch eben so rechtlich unmögliche, als für ihn und Andere gefährliche Unternehmungen Sein Vermögen zu erschöpfen, so wie die rücksichtlich desselben erhobenen oder mit rechtlichem Grunde annvch zu erhebenden wohlbegründeten Ansprüche zu vereiteln, und daß, wenn dieser hauptsächlich für des Herzogs Karl Durchl. Selbst höchst nachtheiligen gänzlichen Verschleuderung Seines Vermögens vorgebeugt werden soll, kein anderes Mittel als die Anordnung einer Kuratel übrig bleibt. Art. 2. Von dieser Ueberzeugung ausgehend und zur Erhaltung des Wohls und der Würde Unseres Hauses verordnen Wir daher, daß dem Herzoge Karl von Braunschweig die eigene Administration, so wie die Disposition über Sein Vermögen entzogen, über dasselbe eine Kuratel angevrdnetund einem der allerhöchsten und höchsten Agnaten Unseres Ge- sammthauses übertragen werde, und wollen diese Anordnung in Betracht der vorwaltenden auffordcntlichen Umstände hierdurch gemeinschaftlich treffen, wenn gleich das Recht, eine solche Kuratel zu bestellen, dem rechtmäßigen Souverän des Herzogthums Braunschweig allein schon zustehen würde. Art. 3. Nachdem des Herzogs von Cambridge, Vizekönigs von Hannover k. H. undLicbden, Sich bereit erklärt haben, diese Vormundschaft zu übernehmen, so wollen Wir solche Sr. kön. Hvh. und Liebden hierdurch übertragen, und werden Se. k. H. Sich diese Verordnung statt des Kuratoriums dienen lassen. Art. 4. Da es der Natur der Verhältnisse nach unthunlich ist, daß der bestellte fürstl. Kurator Selbst die vermundschafllichen Geschäfte führe, so wollen Wir zugleich bestimmen, daß derselbe nur als Obervormund cintrcte, und ihn hierdurch ermächtigen, nach Seinem Ermessen einen oder mehrere in beson- derm Ansehen stehende und befähigte Personen Sich als eigentliche administrirende Untcrvormünder zu erwählen, solche in Eid und Pflicht zu nehmen, von ihnen im eigenen Namen und unter eigener Verantwortlichkeit alles dasjenige, was Behuf Inventarisirung, Sicherung und Verwaltung des unter Kuratel gestellten Vermögens erforderlich ist, thun und verhandeln zu lassen, auch denselben eine ihren Funktionen entsprechende Remuneration auszusetzen. Art. 5. Die bestellten administrirendcn Untervormünder sollen alljährlich dem fürstlichen Oberoormunde über ihre Verwaltung Rechnung ablegen und dieser ersucht werden, Uns die eingegangenen Rechnungen zur Abnahme einreichen zu lassen, auch in den Fallen, wo nach den gesetzlichen Bestimmungen die Zustimmung der obervormundschaftlichen Behörde erforderlich ist, Unsere Genehmig cinzuholen. Art. 6. Diese Kuratel ist als zu Braunschwcig bestellt rechtlich anzusehen, und soll daher in Beziehung auf Rechtsoerfolgung daselbst ihren Sitz haben. Art. ?. Diese Verordnung soll durch die Gesetzsammlungen dcS Königreichs Hannover und des Herzogthums Braunschweiz ^ auf die übliche Weise publizirt werden, und Alle, die cs angeht, haben sich darnach zu achten. Gegeben St. James, den 6- Febr. 1833, undBraun- schweig, den >4. März 1833. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedru-ckten Jnflegels. William R. Wilhelm. L. v. Ompteda. ».Schleinitz. In der Untersuchung wegen der Osteroder Vorfälle ist eine Entscheidung der kön. Justizkanzlei zu Celle nunmehr erfolgt, und die Doktoren König und Freitag sind zu mehljähriger Haft verurtheilt. Da jedoch den Beklagten des Rechtsmittel einer weitern Dertheidigung zusteht, stisi zu erwarte«, daß sie davon Gebrauch machen werden. (Hann.Ztg.) i Sachsen-Weimar. ! Weimar, 3. April. In der heutigen WeimarW - Ztg. liest man Folgendes: »Wir können folgende Nachrch verbürgen: Nachdem am 22. v. M. zu Berlin zi»W Baiern und Würtemberg auf einer Seite, Preuffcn, M Hessen und Heffen-Darmstadt auf der andern ein Zolim» abgeschlossen worden war, folgte am 30. v. M. dieW ziehung eines gleichen Vertrags zwischen den genanntt» Staaten und zwischen dem Königreiche Sachsen. Dies» großen Zollvereine werden sich die thüringischen Stack«, Sachsen-Weimar, Sachsen-Koburg, Sachsen-Meiniuze«, Sachsen-Altenburg, die Lande der Fürsten von Schmrj- burg und vonReuß nächstens anschließen, undsowirdm 1. Jan. 1834 an, wenn nicht schon früher, ein Zoll-und Handelsverband in das Leben treten, welcher über AM. Deutsche umfaßt, sie zum Schutze ihrer Industrie mitei- ner Zolllinie nach Aussen umgürtet, im Innern aber, neben Beseitigung mancher anderer nicht mehr zweckmäßiger Abgaben, ihnen denselben freien Verkehr verbürgt, dessen sich die Unterthänen jedes der verbundenen Staatenua- ter sich erfreuen. Mit Recht verdient dieser Verein de» Namen eines deutschen, wenn er auch noch nicht alle deutschen Staaten umfängt, und wird bei Jedem Anerkennung finden, welcher solche Verhältnisse wahrhastzu m- digen versteht." P r c u f s e n. Aus dem Preussischen, 26.Marz. Manschmei- chelt sich, daß die Sendung deS Hrn. Dcdel nach London von gutem Erfolge seyn, und eine einstweilige Uebcrein- kunfl zwischen den Höfen von Haag, London und Paris zu Stande kommen wird, worauf ein definitiver Vertrag mit den übrigen großen Mächten zu schließen wäre, Herden holländisch-belgischen Differenzen ein Ende machte. Sollte man sich jedoch in diesen Hoffnungen getauscht sehen, und Hr. Dedel nicht glücklicher seyn als Hr. van Zuylen, st sind hen die dau von stell erkl schr Am sich Hm ßcn run die den wir Pa sich ma ka, diti ne das bill ne lick W gü rio cs mi da B, fü, sie Fr fti gci S ch, lei re> ge Ke A> de vo P O S jei so ae I du find schlimme Folgen zu besorgen, und es ist nicht abzuse- ^ hen, wie man sich zu verständigen vermöge, um einen für die Ruhe und den Frieden von Europa schon zu lange ! dauernden Streit zu beseitigen. Man versichert, es seyen von Seite der drei nordischen Mächte sehr energische Vorstellungen an die litigirenden Parteien gemacht, und ihnen erklärt worden, daß das allgemeine Interesse Europa's die schnellste Lösung der streitigen Fragen, wenn gleich ohne Anwendung von Zwangsmaaßregeln, verlange. Manver- stchm zugleich, die Regierung im Haag sey bereit, die Hand zur Ausgleichung zu bieten, wenn nur einigermaa- ßen Laß Interesse Hollands berücksichtigt, und von Forderungen abgestanden würde, welche nach dortigen Ansichten die Ehre und die Rechte Niederlands verletzten, und sie den willkürlichsten Mißhandlungen preisgäben. Hoffentlich wird man hierdurch in London von der bisher gezeigten Parteilichkeit für Belgien zurückkommen, und ohne Krieg sich verständigen. Ich sage geflissentlich Krieg, denn es ! mag dem Anscheine nach noch so friedfertig aussehcn, man I kann in London und in Paris seit der Antwerpener Expedition sich überreden, daß man das Aeufferste wagen könne, ohne deshalb in neue Verwicklungen zu gerathen, und daß man nichts Anderes zu befürchten habe, als eine Mißbilligung der nordischen Mächte, so ist dies doch vielleicht cl- ncTauschung. Gut unterrichtete Personen behauptennäm- " sich, die Mächte seyen nunmehr fest entschlossen, keine Willkürlichkeit mehr, von wo sie auch kommen möge, gleichgültig mit anzuschen, und sich auf unwirksame Reklamationen zu beschränken; sie fiengen jetzt an einzusehen, daß cs mit bloßen Verwahrungen gegen diesen oder jenen Akt, mit mißbilligenden Aeufferungen, nicht gethan sey, und daß die gemäßigten Gesinnungen der für die Erhaltung des Bestehenden gestimmten Partei, leicht von den Gegnern für Schwäche angesehen würden, wovon man die neuesten Ereignisse in Konstantinopel als Beweis anführt. Frankreichs Gegner behaupten nämlich, Admiral Rousstn sey auf ächt Napoleonische Weise in Konstantinopel ausgetreten, indem er gegen Maaßregeln protestirte, die zur Sicherheit der Pforte, und in Folge ihres eigenen Ansuchens ungeordnet worden waren. Man äussert sich an vielen Orten sehr mißbilligend gegen ein solches Verfahren, und so viel man erfährt, werden in Paris Schritte gemacht werden, um die Intentionen des französischen Kabinets in diesem Falle genauer kennen zu lernen. (Mg. Ztg.) Berlin, 1. April. Ueber die den Offizieren in der Armee bevorstehenden Reduktionen erfährt man jetzt folgendes Nähere: Die inaktiven Offiziere, welche bisher mit vollem Gehalt zur Disposition des Königs standen, sollen Pension erhalten, eben so eine große Anzahl der ältern Oberoffizicre, die aus dem Heere scheiden, ohne daß ihre Stellen ersetzt werden, und endlich ein Theil der Offiziere jedes Regiments, der nach englischer Art Urlaub und Halb- sold erhält, bis er zum Dienste einberufen wird. Auch in andern Ministerien sollen Ersparungen eintreten. — Der Iusiizminister Wähler hat den Referendarien ein Belobungsschreiben für die schnelle und pünktliche Ausführung der ihnen übertragenen Arbeiten zugesandt. — Die homöopathische Heilmethode hat durch einige sehr unglückliche Kuren einen Stoß erlitten. Man glaubt, daß sie im ganzen preusstschen Staate verboten werden dürfte, falls die über die Kuren angestelltc Prüfung ein für sie ungünstiges Resultat ergeben sollte. — Der hiesige Kunsthändler Müller wird seine in einem frühem Schreiben erwähnte Schuldforderung gegen Karl X. bei den österr. Staaten anhängig machen. (N. K.) Oesterreich. Die schlesische Zeitung berichtet aus Wien, man trage sich dort mit dem Gerüchte, I. M. die Kaiserin werde sich^ dieses Jahr als Königin von Böhmen krönen lassen. Ob aber diese Sage weiter gegründet sey, als in dem Entschlüsse I). MM. des Kaisers und der Kaiserin, Böhmens Hauptstadt im Laufe dieses IahreS (vermuthlich erst im September) zu besuchen, wisse man noch nicht bestimmt. Frankreich. Paris, 6 April. Nach einer Uebersicht der Poli'zci- verwaltung von Paris für das Jahr 1832, die eben bekannt gemacht wurde, hat die Polizei 77,543 Personen verhaftet, worunter 26,653 Weiber. Es wurden 25,762 Betrunkene cingezogen, darunter 10,29 l Weiber; die Obrigkeit hat 23,438 Weiber vcrurtheilt, und 3656 den Gerichten überliefert. Ueberhaupt sind 4719 Menschen im Jahr 1832 mehr verhaftet worden als im Jahr 183l. — Zu Salins zeigte sich eine Aufregung unter den polnischen Flüchtlingen und es wurde deshalb bei dem Militärchef, der im Departement kommandirt, geklagt. Dieser löste sogleich das polnische Konnte auf, und verbot jede berathende Versammlung, welche dem Kriegsreglement entgegen ist, bei Strafe, die Widerspenstigen in das Fort St. Andre einzuspcrren. (Iourn. del'Ain.) — Diesen Morgen sollen telegraphische Depeschen nach Brest, Cherbourg und Toulon abgegangen seyn, um die Seerüstungen zu beschleunigen. Der Admiral Ducrest de Villeneuve wird unser Geschwader in dep Levante befehligen. Er ist gegenwärtig hier, wird aber nächstens nach Toulon abgehen, um sich nach den Dardanellen zu begeben. Ancona soll geräumt worden und unsere Besatzung von dort nach der Levante absegeln. In einigen Zirkeln will inan sogar wissen, der Admiral Rousstn sey von Kvnstantinopel in Toulon angekommcn- (Mess.) — Man spricht von 3 Lagern, welche auf der Gränze gegen Belgien zu Sk. Omer, Arrasund Maubeuge erreichtet werden sollen. (Tribüne.) — Dem verstorbenen Ternaux will man ein Denkmal errichten, wozu die Blätter bereits Subscriptionen ankün- digcn. — Briefe aus London versichern, daß man das Dampf- bovt>,Lord of Ihe isles", daß bisher zu Don Pcdro's Diensten gebraucht wurde, auf Rechnung Don Miguels kaufen will. (Gazette.) 838 Großbritannien. London, S. April. Im Oberhause wurden gestern «ach einiger Opposition alle vom Unterhause genehmigten verbefferungsanträge in Betreff der irländischen Insurrek- tionßbill angenommen. — Im Unterhause war gestern die Berathung über die irländische Kirchenreformbill an der Tagesordnung. Der in dieser Beziehung von Lord Althvrp in Antrag gebrachte erste Punkt, „daß nämlich vom Lord-Lieutenant kirchliche Kommissionen ernannt werden sollen, welche die Bestimmungen in Ausführung zu bringen haben, wodurch dem Kumul der geistlichen Benefizien ein Ende gemacht werden würde" wurde angenommen. — Daß hiesige Journal der Sun hat 11,000 Pfd. St. Schulden, so daß )/. des Eigenthums an diesem Blatte öffentlich versteigert werden muffen. London, 3. April. Graf Matuschewicz hat gestern London verlassen. Er geht nach Berlin mit einer sehr wichtigen Mittheilunq an den König. Vorher hatte er mit Lwven, Bülow, Neumann und Dedel eine Konferenz. T > 'er letzte soll auf einem viel besserem Grunde stehen aiö sein Vorgänger, obgleich die Unterhandlungen noch kein Resultat geliefert haben. (Globe.) — Dasselbe Blatt hebt das Benehmen Frankreichs in Stambul gegen Rußland heraus. Die Deöats nehmen diesen Artikel auf, und erklären das Lob, welches der Glo- be Frankreich widmet, für wohlverdient. — Das Toryblatt Albion sagt, die Russen fahren von Bujukdere nicht ab, wenn auch der Wind günstig ist. London, 4. April. Lord Althorp ist unwohl, und hat seit 2 Tagen das Zimmer nicht verlassen dürfen. (Albion.) — Man sagt, die Regierung gehe damit um, derBank die jährliche Rente von 200,000 Pf. zu entziehen, welche die Bank erhielt für ihre Handhabung der Staatsschuld. Für diesen Preis, nämlich für die Verzichlleistunz aufjene 200,000 Pfd., will die Bank die Fortsetzung ihres Privilegiums erkaufen. Daher sind die Bankaktien, obwohl ohne Noth, um 6 Proz. gefallen. (Standard.) Italien. Ancona, 27. Marz. Am 18. d. fällte das besonders hiezu angeordnete peinliche Tribunal das Urtheil über die Individuen, welche während der politischen Unruhen begangenen Verbrechen anzeklagt waren. Am 25. wurde es bekannt gemacht. Gegen Mariano Bevilacqua, genannt Pappone voy Ancona, und Lorenzo Tonelli von Fano, beschuldigt, den Gonfaloniere Bosvari am 23. Mai 1832 er? mordet zu haben, war der Tod erkannt, und sie wurden gestern Morgen um 8 Uhr dem Uctheile gemäß von hinten erschossen; chie starben, der erste mit christlicher Ergebung, der zwei.-e mit philosophischer Ruhe. Camillo Meloni wurde als Haupt der mobilen Kolonne und der Sekte der Lar- bsnari, so wie noch wegen andrer Vergehen, zu lebenslänglicher Galeere unter strenger Aufsicht; 16 andre wegen verschiedener Verbrechen zu verschiedenen Strafen verur- theüt. Sie wurden bereits nach Livita castellana abgeführt, wo sie die Strafe überstehen sollen. Schrecklich war der gestrige Tag, denn die Bekanntwerdung des Ur- theils und der Tod Bevilacqua's und Tonelli'S erfüllte die Stadt mit Schauder. Gegen unsre Gäste herrscht eine üble Stimmung, da man sie als die Hauplursache des Unglücks betrachtet, das die Stadt betraf. (Allg. Ztg) Portugal. Oporto, 25. März. (Durch das brittische Dampfschiff Confiance.) Am 24. hatte ein abermaliger Angriff der Mignelisten statt, der wie gewöhnlich damit endele, daß sie zurückgcworfen wurden Derselbe geschah hauptsächlich auf eine neu errichtete Redoute auf dem Hügel von Antao, dessen sich die Miguclisien auf kurze Zeit bemächtigten. Bald wurden sie jedoch durch einen kühnen Angriff, an welchem das I. und 2. englische Bataillon M- züglichen Antheil nahmen, aus dieser Stellung verjag!. Zur selben Zeit wurde ein miguelistischcr Angriff auf die Linien der rechten Flanke Don Pevro's ebenfalls zurück gxschlagen. Der Verlust der Miguelistcn wird auf ö - 800 Mann angeschlagen, während der der Befreiung^- mec unbedeutend ist. (Der Courier hält diese Angaben sin übertrieben.) Es scheint, daß die Flotte des Adm. Sartorius sich selbst als imZustande offener Meuterei, inM- gc des ausgebliebenen Soldes und der Entlassung des M mirals vom Oberbefehl, erklärt habe. Sir I. Doyle, welcher an Bord der Fregatte Rainha rc. mit Kap. Croi- bie abgcordnet wurde, um den Adm. Sartorius zu arreii- ren, wurde von diesem selbst gefangen gesetzt. Lctzlmi, der sich an Bord begeben, um Sartorius abzusetzen, wurde mit einem Kriegsgericht bedroht. Die Flotte ist nach Oporto gesegelt, und hat die Absicht, diesen Hafen ss lange zu blokicen, bis die Forderungen des Admirals unv seines Schiffsvolks befriedigt sind. Sartorius richtete am 10. März ein Schreiben an Don Pedro, worin er alle seine bisher geleisteten Dienste auseinandersetzt, und die Erfüllung aller gegen ihn, seine Offiziere und Mannschaft cin- gegangenen Verpflichtungen verlangt, woraufer willig dm ihm anoerlrauten Oberbefehl niederzulegen verspricht. — (Die Times glauben mit Grund versichern zu können, daß der Bruch zwischen der konstitutionellen Regierung zu Oporto unv Sartoriuö wieder beigelegt sey.) Türkei. Konstantinopel, 11. März. Die Regierung wir das diplomatische Korps sind mystifizirl worden; die Ae- gypticr haben Smyrna nie besetzt. Indessen hat das darüber verbreitete Gerücht den Maaßstab zur Beurtheilung gegeben, welchen Einfluß dieses Ereigniß, wäre es gegründet gewesen, auf die Unterhandlungen gehabt batte. Ibrahim Pascha hat seine Kanlonnirungen bei Kiutahia nicht verlassen; er scheint seinen moralischen Einfluß auf die Bevölkerung Kleinastens allein wirken lassen zu wollen, und den Gebrauch der Waffen auf andre Zeiten zu sparen. Uebrigcns möchte dies der Pforte eben so tiefe Wunden schlagen, als der Verlust einer Schlacht, da ihre Unmacht jetzt offenkundig geworden ist. Auch dürfte es zuletzt gleich- ' 839 gültig seyn, ob die Aegyplier in Smyrna waren, oder nicht, sobald bei der Nachricht von ihrer Annäherung die Autorität der Pforte nicht mehr geachtet, und die Verwaltung ohne die geringste Widersetzlichkeit, in einedem Feinde ergebene Hand gelegt wurde. Das Gerücht von der Besetzung Smyrna's durch die Aegypticr hatte durch den Umstand Kredit erhalten, daß ein von Ibrahim Pascha an Emin Effendi erlassenes Schreiben, worin er diesen zum Gouverneur der Stadt ernannte, vorgezcigt und gebraucht wurde, um die nahe Ankunft einer ägyptischen Truppenabtheilungen glauben zu machen, und die Einwohner in Furcht zu setzen, falls diese Ernennung nicht rc- spcktirt, und die ottomanischen Beamten entfernt würden. Ibrahim läugnct zwar jetzt, daß er hrezu die Hand geboten, und will den Vorfällen in Smyrna völlig fremd geblieben seyn; man ist jedoch vom Gegentheil überzeugt, und weiß, daß er den Wunsch zu erkennen gab, durch eine Deputation der Einwohner eingcladen zu werden, sich selbst nach Smyrna zu verfügen. Diese Deputation würbe ohne die Erklärung der fremden Konsuln, daß sie, sobald ein solcher Schritt geschähe, ihre Funktionen suspcn- diren würden, nach Ibrahims Hauptquartier abgegangen, und Emin Effendi würde noch in diesem Augrnblicke Gouverneur seyn, wäre nicht unvermuthet der französische jtontreadmiral Hugon aus dem griechischen Archipel in Smyrna eingetroffen, der die Wiedereinsetzung der von der Pforte aufgestellten Behörden energisch verlangte, und auch bewirkte. Dieser Admiral soll auf Verlangen des fraiizisischen Botschafters Roufsin mit zwei Kriegsschiffen in Smyrna bleiben, da solches für die Ruhe dieser Stadt, und die Sicherheit der fremden Kaufleute nothwendig erscheint. Es heißt, man erwarte auch englische Kriegsschiffe daselbst. Zugleich hat sich das noch der Bestätigung bedürfende Gerücht von der bevorstehenden Ankunft einer vereinten englischen und französischen Eskadre beiden Dardanellen hier verbreitet, welche bis zur gänzlichen Ausgleichung des Sultans mit Mehemed Ali, und der Erklärung der Pforte, daß sie keines fremden Beistandes mehr bedürfe, daselbst zu verweilen hätte. Die russische Flotte, welche kürzlich einige Verstärkungen erhalten hat, liegt noch bei Bujukdere vor Anker. Der Sultan hat selbst neuerdings den Wunsch ausgesprochen, daß Hr. v. Bute- nieff sie zurückhaltcn möchte. Den englischen Geschäftsträger hat er neuerdings ersucht, einen Expressen in Ibrahims Hauptquartier zu schicken, um ihm anzudeuten, daß er, bis eine Antwort auf dieFriedenßvorschläge des Admirals Roussin von Alexandrien eingegangen sey, seine Bewegungen einzustellen habe. Diesem Wunsche hat der englische Geschäftsträger entsprochen; Ibrahims Antwort ist noch nicht bekannt. Man erwartet hier unverzüglich den Lord Ponsonby als königl. großbritannischen Botschafter. (Allg. Ztg.) Konstantinopel, 19. März. Es hat sich wenig im Stande der Dinge geändert; die russische Flotte liegt noch immer bei Bujukdere und scheint die Rückantwort Mche- med Alt's auf die Propositioncn des französischen Botschafters abzuwartcn, bevor sie unter Segel gehen wird. Dann dürfte sie aber nur bis Sizeboli segeln, wo bereits 6000 Mann russischer Landtruppen gelandet sind, welche gleichfalls den Lauf der Ereignisse abwarten. So wünschte es wenigstens der Sultan; auch ist ihm Hr. von Butenieff darin zuvorgekommen, indem er unterm 16. d. demReis- effendi in einer Note angezeigt hat, daß die von der Pforte herbeigerufene russische Eskadre nur so lange im Bosporus bleiben werde, bis man genau über die Absichten Mehemed Ali's unterrichtet sey, daß sie aber dann nachdem Hafen von Sizeboli segeln werde. Es sind von Seite der Pforte bereits Befehle erlassen, damit die russischen Truppen dort mit allem Röthigen versehen, und ihr Aufenthalt ihnen so angenehm als möglich gemacht werde. Ich glaube bemerken zu müssen, daß die Russen alle ihre Bedürfnisse baar bezahlen. Daß Mehemed Ali so lange auf eine Antwort warten läßt, ist Vielen verdächtig; besonders scheint eS den Admiral Roussin zu beunruhigen, der die Konvention vom 22. v. M. gern schon auSgeführt, undsich der darin übernommenen Verantwortlichkeit überhoben sehen möchte. Es ist indessen sehr zweifelhaft, ob Mehemed Ali sich zur Erfüllung der in dieser Konvention aufgestellten Bedingungen verstehen wird. Er soll früher ganz andre Zugeständnisse von der französischen Regierung erhalten haben, und wird jetzt nicht sehr über die geringern'Vor- theile erfreut seyn, die man ihm nach seinem sieggckrön- ten Feldzuge einzuräumen gedenkt. Unbedingt unterschreibt der Vizekönig die Vorschläge des Admirals Roussin höchst vermuthlich nicht. Er würde auch dadurch einen Fehler begehen, da er vielleicht unter russisch-englischem Einflüsse besser bedacht worden wäre, und Frankreich es schwerlich übernehmen wird, ihn zur Annahme einer Konvention zu zwingen, die zu entwerfen er Niemanden autorisirt hatte. — Der englische Geschäftsträger hat Depeschen aus Ibrahims Hauptquartier erhalten; sie sollen äusserst friedlich und gemäßigt abgefaßt seyn. Hr. von Mandeville hatte wie bekannt auf Verlangen der Pforte an Ibrahim geschrieben, um ihn zu veranlassen, bis zum definitiven Friedensschlüsse bei Koma stehen zu bleiben. Hierauf antwortet Ibrahim , daß er cs thun, und nichts unternehmen werde, was der englischen Regierung unangenehm seyn könne. Man sicht, der listige Araber sucht Jedem zu gefallen, handelt aber nur nach seinem Sinne. Hr. v. Mandeville hat es jedoch der Sache angemessen erachtet, einen Kou- ricr nach London zu schicken, nachdem er eine lange Konferenz mildem Rciseffendi und später mit Admiral Roussin gehabt hat. Aus Smyrna weiß man nichts Bestimmtes; dem Vernehmen nach ist die Stadt rnhig und die alte Ordnung hergestellt. (Allg. Ztg.) Erledigte Stellen. Durch die Uebertragung des Landchirurgats Schwezin- gen an den Landchirurgen Kiefer ist daßLandchirurgat Boxberg mit der tarifmäßigen Besoldung von 130 fl. 30 kr. Geld und 120 fl. für Pferfourage in Erledigung gekommen. Die Bewerber um diese Stelle haben sich binnen 6 Wochen vorschriftsmäßig bei der großherzogl. Sanitatskom- mission zu melden. Staatspap iere. Pariser Börse vom6. April. 5prozent. konsol. 160 Fr. 75 Ct. 3proz. konsol. 77 Fr. Redkgirt unter Verantwortlichkeit von PH. Macklot. Auözug auö den Kar lSruher Witterungsbeobachtungen. 7. April Barometer Tbemi. Hvgr. M. 8 27 3. 9.4 6.6 G. 59 G. M. 2 27 A. 8.3S. 12.0 G. 49 G. N. 87 - 27 3- 7.7 e. 8.2 G. 53 G Wind. Windistlle W. W. Fast vollkommen heiter. Psychrometrische Disserenzen: 3.6 Gr. - 5.0 Gr. - 3.0 Tr. 8. April M. 7/2 M. 1 V 4 N. 77- Barometer 27 K. 8,3-.'. 27 Z. 8,5 L. 273« 8,9 L. Therm. „Hygr.^ 4,7^7° 55 G. 11,7 G. 48 G. 8,8 G. 48 G. Wind. Windstille Windstille Windstille Fast vollkommen heiter. Pschyrometrische Diserenzen: 2.4 Gr. - 5.2 Gr. - 4.2 Gr. T h e a t e r a n z e i g e. Donnerstag, den 11.April: Don Gutierre, der Arzt seiner Ehre, Trauerspiel in 5 Aufzügen, von Calderon; übersetzt von West. Sonntag, den 14. April: Oberon, König der Elfen, romantische Oper in 3 Aufzügen, von K. M. v. Weber. Todesanzeige. Der großherzogl. bad. Kammerherr und Hofgerichtsrath Karl Ludwig von Stetten zu Rastalt ist gestern, Montag, Nachmittags gegen 3 Uhr, im 50sten Lebensjahre, nach langwieriger Krankheit und großen Leiden gestorben. Er hinterließ eine Wittwe und 9 minderjährige Kinder. Indem wir diesen für uns so schmerzhaften Todesfall unfern Verwandten und Freunden anzeigen, bitten wir um stille Theilnahme. Karlsruhe, den 9. April 1833. Im Namen der Hinterbliebenen, v. Stetten, Kammerhcrr und Forstmeister. Rh e i n i s ch e Dampfschifffahrt Zwischen Köln und Mainz fahren die Dampfschiffe wie bisher täglich, nämlich; Morgens um 6 Uhr vonM nach Koblenz, von Koblenz nach Mainz und von Mainz nach Köln. Die Frachten für Passagiere und Maaren sind umrändert geblieben: Zwischen Mainz und Mannheim wird vom 24. März d. I. an das Dampfschiff die Stadt Mainz täglich hinM her fahren, nämlich; Morgens um 5 Uhr von Mainz nach Mannheim und Nachmittags um 3 Uhr von Manchiai nach Mainz. Die Frachten von Passagieren, Wagen und Pfndni bleiben aufwärts wie in dem verflossenen Jahre; «HM tritt jedoch eine Verminderung ein, indem gleiche Frachten, wie aufwärts berechnet werden. Die Frachten von Maaren bleiben unverändert wie« vorigen Jahre. Aus den in dem Geschäftzimmer der Agenten anzchf- teten Äffischen ist das Nähere zu ersehen. Karlsruhe. ^Töchterschule.^ Montag, dra 15. April, fängt der Unterricht in der hiesigen höhernAchterschule wieder an. Bis dahin können neue Schülern« bei Unterzeichnetem angemeldet werden. Auch solcheAch- ter, die noch nicht das schulfähige Alter haben, finvcn in der Anstalt die diesem Alter angemessene Fürsorge. Kärchcr. Rekruten-Unterftützmigs-Vereiil. Der Unterzeichnete hat die Ehre in Bezug auf die Statuten vom Monat März vorigen Jahrs das Resultat trs Jahresoereins 1832 — hiermit zur öffentlichen Kemitniß zu bringen. In diesem letztjährigen Verein wurden ausgenommen 243 Mitglieder; hievon wurden zum Militärdienst einge- theilt.103 vor der Eintheilung starb.1 und es spielten sich frei . .1Z9 ergeben sich wieder obige.243 Die hierauf gegründete Abrechnung unter Zuschlag der Zinsen und abzüglich aller Unkosten thcilt jedem zum N- tiodienst bestimmten Mitglied zu s) als Rückzahlung seiner Einlage 120 fl. — kr. K) als Gewinnantheil . . . . 151 fl. 43 kr. zusammen also die Summe von 27 t fl. 48 kr. Ueber diese Beträge von 120 fl. und t5I fl. 48 kr. kau» nun sofort nach den Bestimmungen des §. 9. der Statule» 841 bei dem Unterzeichneten verfügt werden, da die von diesseits voriges Jahr bewirkte baare Zusendungen vielen Mit- ^ gliedern unangenehm waren. Die Statuten bleiben unverändert, und die Aufnahme I von Mitgliedern zu den folgenden Iahresvereinen kann täglich statt finden. Karlsruhe, im Monat Marz 1833. Gustav Schmieden Lager ostindischer Taschentücher. Bu Unterzeichnetem sind Taschentücher von acht osii'nbischcr beide und acht ostindischem Druck der Pack von 7 Stück ä fl. 8ü- u. g, vorzüglich für Militärpersonen geeignet, sodann - fl. rZ ii. 14, ertrafein und 7/4 groß ü fl. ,5 u. 17 (bei Abnahme von 5 Packen mit 5 pCr. Disconlo) in großer Auswahl zu haben. Ferner sind ächte vstindische leinene Taschentücher (braun mit weiß) in Päcken s 6 Stück, und weiße leinene Taster für Kinder, Damen und Herren eingetroffen bei Heinrich Hofmann. Karlsruhe. fBleichanzeige.Z Für die bekannte Bleiche in Urach besorge ich wieder das Einsammeln der Leinwand, unter Zusicherung bester Bedienung. Karl Benjamin Geh res, lange Straße Nr. 201. Karlsruhe. (Anzeige.) Unterzeichnete macht hicmit ! ii« Anzeige, daß sie eine Niederlage von Schwarzwälder Strohhalm, sowohl für Damen, als Mädchen und Kinder, und genahte Hüte, von Fidel Bernauer vom Tvdinauerbcrg hält. Lu üualiiät wie der billige Preis wird nichts zu wünschen adrig lassen. Karlsruhe, 3 i. März i 833 . Luise Evth, Akademrestraße Nr. 35 . BadLangcnbrücken. (Gesuch.) Ein gewandter mit genügenden Zeugnissen versehener Kellner kann für die be- «eiflehende Badesaison Anstellung bei mir finden, eben so i und r ivohlzesittete junge Leuie mir de» nöthigen DorkcnNtNlssen, «Me sich der Wirthschaft widmen wollen oder darin zu ver- «Mommnen suchen. Auf desfallsige Anmeldungen werde ich sogleich das Nähere erwiedern. Bad LanMbrücken, 3 o. März , 833 . Sigel, Eigenthümer der Kur- und Badansiatt. Karlsruhe. sLehrlingsgesuch.j In ein solides, gangbares, nicht übersetztes Geschäft hiesiger Residenz, wird ein Lehrling gesucht, der nicht in der Siadt einheimisch ist. Auf portofreie Briese erhält man im Zeit.Komplvir nähere Auskunft. Karlsruhe. (Logis.) In der Mitle der Stadt in einer angenehmen Lage sind in der Bcllc-Etagcö ineinandergehende möblirie Zimmer mit Küche, Keller und Bedientenzimmer zu aermierhen- — Ferner werde» im driucn Stock 7 — 8 auch möblirie Zimmer entweder im Ganzen oder rheilweise für die Tauer des nächsten Landtags vcrmiethet, wo sich auch Jemand zur Bedienung der Herren finden wird. Das Nähere ist im ZeittingSkomplvir zu erfragen. Karlsruhe. ( K api t a l g e su tb.) Eine Stadtgcmein- tc im Großherzogthum Baden wünscht, gegen hinlängliche Sicherheit, ein Kapital von So,000 fl. zu drei und ei» halb Prozent aiifjunehmen. Diejenigen Herren Kapitalisten, welche diese Darleihe zu übernehmen geneigt wären, werben ersucht, sich deshalb an dasZci- tungSkomptvir zu tuenden. Karlsruhe. sKapital auszuleihcn.j Ein Kapital von 3 oon fl. liegt gegen hinlängliche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Wo, sagt das Acitungskomptoir. Menzingen. sProvisvrats-Erledigung.) In die evangel. Schule zu Menzingen, bei Bruchsal, kann aus nächste Georgii ein tüchtiger Provisor eintreten- Näheres auf portofreie Briefe bei Schulmeister Gubler. Ettlingen. fDiebstahl.H In der Nacht vom 3 n. auf den 3 r. v. M. sind dem Wagnermeistcr Andreas Diebold von Bruchhausen ungefähr 280 fl. baaren Geldes, ferner im Werth fl. - kr. 2 hänfene Tischtücher ohne Zeichen, ä 1 fl. 2 - — , Leintuch von Wcrrig do. do. 1 - — 3 Mannshemdcr von hänfenem Tuch, mit v. bezeichnet, 4 - ,2 , Simri dürre Schnitz 1 - — , Simri do. Zweschgen 1 - 3 o 1 Stück Dürrfleisch von 3 Pfd. ungefähr — - 3 o in seiner Behausung entwendet worden, ohne baß bis jetzt der Dieb ausfindig gemacht werden konnte. Das baare Geld bestand meistens in ganzen und halben Kre- nenthalern. Es befanden sich dabei 5 grcßh. bad. Hundertkreuzerstücke, 7 großh. bad. Zweiguldenstücke, und einige Gulden an kleiner Münze. Dieses wird zum Behufe der Fahndung öffentlich bekannt gemacht. Ettlingen, den r- April , 833 . Großhcrzogliches Bezirksamt. Keller. vclt. I n g e l. Karlsruhe. (Pferdversteigcrung.) Nächsten Donnerstag, den d. M., Vormittags g Uhr, wild ein ausran- girtes Pferd vom Dragvnerregfmcnt Großherzvg gegen baare Bezahlung öffentlich versteigert werden, wozu sich die Liebhaber auf dem Platze bei den Kavalleriesiallungen einfinden wollen. Karlsruhe, den 6. März , 833 . Das Regimentsquarn'ermeisteramt des Dragvncr- regimcnis Großherzvg. Hammes, Rittmeister. Baden- sHolzversteigerung.fi 1) Am g. April d. I. wird im Walddistrikt kleinen Staufenberg, städtisch Beuerner Forsts, vhngcfähr iSo Tanneniagklötze nebst 1 ij- Klafter Eichcnglaftcrholj im alten und neuen Holzschlag öffentlich versteigert. Die Zusammenkunft ist im Walde selbst im neuen Holzschlag Morgens g Uhr. 2) Ebenso den 10. April d. I. im Distrikt Schürft!, Sauersberg, Frömeisberg und alten Galgenrück: iS Eichenklötz, zum Theil Hollänberholz, 2 Klafter Eichenküftrholz. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Schürft! Morgens um g Uhr- s 3) Desgleichen am 11. April d.J. im Distrikt großer Staufenberg : Tannen Abbruch - und Windfallholz. Die Zusammenkunft ist an der Hundsmatt Hinteren Hcßllch. 4) Ebenso am 12. April d. I. Versteigerung von Tannen Windfallhvlz im Distrikt Walieneck und Ibers! nebst 10 Tannenklötz. Die Ausamwenkunft ist im obern Selighof Morgen» g Uhr. 5) Sodann am i3. April und folgende Tage Versteigerung von Windfallholz i» dem städtisch Malschbacher und Beuerner Forst, Distrikt Mandelsgrund, Langer» rc. Die Zusammenkunft ist am Aimmerplatz bei Malschbach, Morgens g Uhr. Wobei zu sammtlichen Steigerungen an den bestimmten Ta- gen und Zeilen die Liebhaber eingeladen werden. Baden, den 3- April >833. Bürgermeisteramt. Jörg er. Odenheim. fStammholz. und Hopfenstangen. Versteigerung.) Donnerstag und Freitag, den n. u. 12. April d. I., werden in verschiedenen Drfirikten der herrschaftlichen Waldungen »es Kirrlacher Reviers nachstehende Hölzer,' in kleinen Loosen-liegend, öffentlich versteigert, als: ,6 Eichen, 3 Buchen, 2 Erlen, ' 4 Ruschen, 2 Lindenstämme und gi5o Stück buchene Hopfenstangen. Die Zusammenkunft ist am ersten Lag beim Waghäuselcr Schloß, und am zweiten beim Forsthaus in Kirrlach, je Morgens 8 Uhr. Odenheim, den 3o. März i83Z. Großherzvgliche Forstlnspektion. Wahl. Bühl. fHo Iz v e rsteig eru n g .1 Mittwoch, den r?. d. M. werden in dem hiesigen Gemeindswalde . 48 Stück Eichstämme, welche zu Holländer-, Bau- und Nutzholz tauglich, versteigert. Die Zusammenkunft ist in dem WolfwirthrhauS zu Bühler- thal, Morgens 6 Uhr. Bühl, den 2. April 18ZZ. Bürgermeisteramt. F i I ch e r. vät. Berger. Zwingenberg. sHolz Versteigerung.) In verschiedenen Herrschastswalddrstrikten der Reviere Zwingenberg, Katzenbach und Strümpfelbronn werden vom Wirthschastsjahr 1832)33. Donnerstag, den 11. und Freitag, den 12. April 272 Klafter buchen Scheiter-, 771)4— — Prügel-,' 236 2)4 — eichen Scheiter-, 1021)4 - - Prügel-, 1143)4 — birken gemischtes-, 163)4 — aspen — 38 — forlen — und 1903)4 — Kohlholz', auf dem Platze nummernweise öffentlich versteigert, und ist die Zusammenkunft mit den Steigliebhabern am ersten Tag Morgens 8 Uhr bei der, Forstbaumschule, Awingenberger Forsts, ferner Wittags 1 Uhr im Rothensohlwald Katzenbacher Forsts; sodann am zweiten Tage Morgens 9 Uhr im Geiersberq, letztgenannten Forsts. Zwingenberg, am Neckar^ den 30. März 1833. Großh. Markgräfl. bad. Forstamr. Wetzet. ktnteröwi Sheim. sFr u ch t v e r st eig eru n g-) Montag, den iS. April d. I., Vormittags 10 Uhr, werden zu Odenheim von dem herrschofelichen Speicher 70 Malter Korn, 12S - Dinkel und 8a - Haber, i83rr Gewächs, einer öffentlichen Versteigerung au-gesftt. Unteröwisheim. den 28. März ,833. Großherzvgliche Domainenverwaltung. S t ei n w a rz. Achern. sWiederh 0 lte Eickenversteigerunz.) Da nach einem Beschluß, großh. Direktion der Forste u. Bnz, werke vom 2g. v. M. Nr. 3785 die unterm 20. März d. I. m Rencher Herrschaftswald vorgenommene Versteigerung von 11 Stück Eichen nicht genehmigt worden, so haben wir hierzu nochmalige fahrt auf Mittwoch, den 17. d. M., Vormittags g Uhr, auf diesseitigem Foistamlsbureau, »W Zugrundlegung des letzten NachgebotS anberaumt, war anlmis bekannt gemacht wird. Achern, den 4. April i833. Großherzoglichcs Forstamt. S chr i cke l. Rastatt. fSchuldcnliquidation.fi Nikestmt Köllmel von Steinmauern hat die Erlaubniß zur SIuSim- derung nach Nordamerika erhalten, war man zur öffniMu Kenntniß bringt, unter dem Anfügen, daß Tagfahn zurSLnl- denliquidation auf Mittwoch, den 17. April d. I., . Vormittags 9 Uhr , auf der Oberamtskanzlei festgesetzt ist, wobei die Gläubiger sti gedachten Nikodemus Köllmel ihre Forderungen geltende machen haben, um so gewisser, als später für deren Defmli- gung nicht mehr gesorgt werden kann. - Rastatt, den 1. April i633. Großherzogliche» Oberamt. S ch a a ff. vät. Piuma, AK. 'Heidelberg. sS ch u l d e n liq u i d a e io n. 1 Der bustje Bürger und Schrcinermcister Nikolaus Bühler ist geseiuie», mil seiner Ehefrau nebst Kindern nach Nordamerika auszuM«, dcrn; cs weiden daher alle diejenigen, welche aus irgendein Grunde eine Forderung machen zu können glauben, Hiemil«»!- gelordert, sich damit bei dem Unterzeichneten Oberamie Mittwoch, den 17. April d. I-, Morgens 6 Uhr, um so gewisser zu melden, als sie ansonsten sich selbst zuzu- schreiben haben,, wenn das vorhandene Vermögen ohne nuittu Rücksicht auf ihre Forderungen dem Auswandernden zum fmin Bezug lediglich überlassen wird. Heidelberg, den 28. März i833. Großherzogliches Oberamt. Eichrodt. vät. Gruben Offenburg. sSchuldenliquidatron.) Der ledige Georg Reuter von Altenheim, will nach Nordamerika auswandern. Wer an denselben Ansprüche zu machen hat, soll solche am Samstag, den 13. April d. I. früh 8 Uhr auf hiesiger Oberamtskanzlei anmelden, ansonst ohne Rücksicht darauf dem Auswanderer ker Wegzug mit seinem Vermögen gestattet werden wird. Offenburg, den 28 Marz 1833. Großherzogliches Oberamt. Kern. Verleger und Trucker r PH. Mircklor