Beilage zur Karlsruher Zeitung. Rr. 141 . Einschiffung nach Amerika. Tie Herren Blesbois, Bleyfus und Comp., ZMfleute im Havre, Königsstraße Nr. 2 und 23, bieten bannt den Auswanderern ihre Dienste an, als Schiffs» kfrachter und Lebensmittellieferanten, zu den billigsten l Preisen. Personen und Gepäck werden, auf Verlangen ter Auswanderer, in der kürzesten Zeitfrist von Straß- krg nach Havre transportirt. Den Auswanderern selbst betet das Haus Blesbois Einquartierung an, bis zur Einschiffung nach den verschiedenen Staaten von Amerika, irelche vier Tage spätestens nach Ankunft statt hat. Wegen Kindern werden, was Einschiffungsgebühr und Pro- «ienit betrifft, im Havre selbst Berücksichtigungen genommen werden. Die Auswanderer haben, um auf die Muugste Bedienung zäblen zu können, sich bei dem Mar Stöber, Münstergasse Nr. 19, einschreiben zu lassen, und daselbst das Haftgeld zu entrichten, das ihnen gegen Empfangschein im Havre wieder vergütet wird, hr. A. Bleyfus, Straßburger und Affoqie obigen Hauses, wird alles aufbieten, den Auswanderern den besten ' Empfang und die freundschaftlichste Besorgung in jeder Hinsicht zuzusichern. Wegen Konkurrenz glaubt das Haus Blesbois nichts zu befürchten zu haben, rücksichtlich der guten Schiffe u. Nahrungsmittel, der billigsten Preise und der anerkann- iln Redlichkeit seiner Operationen, bestätigt durch die Mautoritäten und die ersten Handlungshäuser aus dem , Havre, deren schmeichelhafteste Attestate den Auswandc- ! mn ebenfalls mitgechcilt werden können. Der Haupt- ^ sM obigen Hauses in Straßbrrrg ist I. Bleyfus, ! Wmhändler, Brandgasse Nr. 3 und 4. Bei ihm, so- ! M als in obigem Notariat, werden die näheren vor- ' Masten Bedingungen mitgetheilt. In Paris ist Agent Herr Merck, Larriöre Darwin M > et rue tranesise Nr. »q. s 'G. Stöber, I. Bleyfus. Das Soolbad auf der Saline Rappenau. Die Eröffnung dieser Badanstalt ist auf den 1. Juni l> I. festgesetzt. Die mit jedem Jahre zunehmende Zahl von Badgä- sik» hat eine Erweiterung der Anstalt nölbig gemacht, kckci durch Erbauung eines Gesellschaftszimmers und miger Kabinette unmittelbar neben dem Badhaus, und mit diesem durch einen bedeckten Gang' in Verbindung ge- M für größere Bequemlichkeit der Badenden gesorgt NMdc. Da die hiesige Anstalt, so wie die Soolbädcr über- kupt noch nicht so allgemein bekannt sind, als sie es Eenen, so fügen wir einige Bemerkungen über die ^ Lchndtheile und Wirkungen der Nappenaucr Soole bei. , Nach einer Analyse des Herrn Medizinalrath Doctor Kölreu ter in Karlsruhe enthält dieselbe in 1 Pf. zu 32 Lorh. Loth. Quint. Gran.. 1) KrystaÜisirtes salzsaures Natron 8 1 — 2) Schwefelsaurcs Natron ... — — 15 3) „ " Bittererde . . — — z 4) „ „ Kalkerde . . — — 10 5) Salzsaure Bittercrde ... — — i 6) ,, » Thonerde ... — — ^ 7) Kohlensäure Kalkerde ... — — ^ 8) „ „ Bittcrerde ... — — >'/, 9) „ » Eisen oridul ) . . 10) » „ Mangan ) . . — — 11) Spuren v. hydrobromsaur. Salze — — — 8 1 29 Aus dieser Analise ergiebt sich, daß die Soole dem Wasser der Ostsee bei Dö^ran, der Soole zu Elmen, Salzhausen und Hall sich anreibe, alle aber an Kochsalzgehalt übcrtrcffe, — was den Vortheil gewährt, die Bäder beliebig verstärken zu können, — und sich noch durch das Vorhandcuseyn hydrobromsaurer Salze, deren Gegenwart dnrch wiederholte Versuche sich bestätiget hat, anszeichnen. Die Soolbäder äußern eine ausgezeichnete Wirkung auf das Hautorgan, Drüßen und 'Lymphsystem, auf die peripherische Mündungen des Gefäß- und Nervensystems. Die erste Einwirkung besteht darin, daß die krankhaft erhöhte Tätigkeit der äusseren Haut herabgestimmt wird. Dieß beweißt das Absterben verschiedener Wucherungen und Ausschläge auf der Haut, die Tilgung erhöhter rheumatischer und gichtischer Empfindlichkeit derselben und das Gefühl des Wohlbehagens, selbst bei rauherer und kälterer Atmosphäre. Die 'Herabstimmung bezieht sich aber nur auf eine Richtung der Hautthätigkeit, denn die Einsaugung wird ungemein erhöht, wie dieß die frequenten Nieren und Darmausleerungen beweisen, während habituelle krankhafte Transpirationen dadurch beseitiget werden. Daher erzeugen diese Bader keine Abgeschlagenhcit des Gemeingefühls, keine Congestionen; es ergab sich vielmehr, daß zarte und empfindliche Individuen nach denselben eine behagliche Kraftzunahme, Heiterkeit des Geistes, überhaupt vermehrtes Leben in allen Funktionen pricßen. Auf diese Einwirkung der Soole auf das äussere der- matische System folgt dann die antagonistische Erhöhung aller Se- und Ercretiouen durch die ganze Späbre der Reproduktion mit den der Soole eigeuthümkichen Wirkungen. Dadurch werden Krankheiten des lymphatischen Systems, Drüsengeschwülste, Anschoppungen in den Organen des Unterleibs gehoben, und die Secretioncn der Leber, Nieren und der übrigen Unterleiborganen Hinge- stimmt. 1196 Bedenkt man endlich die große Sphäre der in der Haur verbreiteten Nerven, so ist leicht zu erklären, wie die Soole auch in Nervenleiden vortheilhaft wirken könne. Nach den Erfahrungen, die in einer Reihe von Jahren hier gesammelt worden, kann aber insbesondere in folgenden Krankheiten der Gebrauch der Soolbäder empfohlen'werden. 1) In Krankheiten des Lymph- und Drüsensystems — in Scropheln und Rhachitis. Die ausgebreitesten und hartnäckigsten scrophulösen Leiden, Verhärtungen, Geschwüre und Augenkrankheiten, haben hier Erleichterung oder Heilung gefunden — durch mehrjährigen Gebrauch selbst in Fällen, wo man an der Möglichkeit einer Heilung zweifeln mußte, — lheils durch die Hebung des örtlichen Leidens insbesondere aber, durch auffallende Verbesserung der Constitution. 2) Bei chronischem Rheumatismus und Gicht, besonders wenn der letzteren Unterleibsleiden zum Grunde liegen. Hier ist besonders die hohe Lörhigkeit der hiesigen Soole sehr zu berücksichtigen«, indem neuere Versuche mit sehr saturirten Bädern, gegen veraltete Gicht und Rheumatismen auffallende Resultate geliefert haben. 3) Bei Hautausschlägen — Herpes, Kraze, Pemphigus , habitueller Roofe. 4) Bei Hämorrhoidal - und Menstrualbeschwerden, indem theils die Anlage zu Hämorrhoiden verbessert, theils blinde Hämorrhoiden fließend werden. Frauenzimmer mit gestörten Utrinelfunktionen und schwachem Nervensysteme haben die Soolbäder sehr wohlthätig gefunden. 5) Gegen Nervenschwäche, hysterische Beschwerden, Lähmungen. Meistens werden die Soolbäder rein gegeben, sie erhalten indessen in manchen Fällen auch Zujätze, als z. B. Eisen bei Chlorotischen, Lohe bei Nervenschwäche. Sollten sich Kranke einsinden, die Regen- Douche- oder Spritzbäder nöhig haben, so wird bemerkt, daß hierzu die Einrichtung getroffen wird, so wie, daß sowohl über ökonomische als ärztliche Verhältnisse die Soolbadverrech- nung gerne die gewünschten Aufschlüsse geben wird. Vincenzo Berri'ö vortrefflicher und von vielen Facultäten als acht erprobter Liqueur gegen Magen- und Nervenschwäche, unter dem Namen: VI (Göttertrank von Neapel) hat auch neuerdings wiederum Beweise seiner großen Wirksamkeit durch nachstehende kräftige Beispiele zu Tage gefördert und mit allem Recht verdient er als erstes und einziges Produkt der Art genannt zu werden, da er seit seinem Erscheinen aus Italiens Fluren in Deutschland sich mit stets gleichem glücklichen Erfolge bekundet hat. Die Unterzeichnete Hauptniederlage hält es daher uni so mehr für ihre Pflicht, diesen, mit allem Rechte dm Namen Ncctar verdienenden Liqueur, dem Gemeinwohl zur allgemeinen Publicität zu bringen. Preis per Original-Flasche 1 Dukaten. Die Hauptm'ederlage für den gcnlzcil Norden von Europa bei Gaudelius Zehner u. Comp, früher Carl Gaudelius - Razen. Danksagung. Mit wahrem Vergnügen habe ich vielseitige öffentliche Danksagungen der Frau von Serriers in Mannheim, so wie der Frau Regierungsräthin von Gehren in Büdingen, vernommen, und füge frohen Muthes auch meine Gefühle inniger Dankbarkeit denenselbeu bei, indem auch ich durch Anwendung des vortrefflichen und vom Herrn C. Gaudelius-Razen in Frankfurt am Main zu beziehenden, rühmlichst bekannten Nottsro cki Napoli nmnnck gänzlich von meinen schrecklichen, seit vielen Jahren mich beunruhigenden Magenbeschwerben, welche der Art waren, daß ich seit langer Zeit keinen Bissen Speise zu mir nehmen konnte, mich befreit fühle; möchten daher alle Diejenigen, welche in gleicher Beziehung leiden, sich dieses vortrefflichen Mittels bedienen, wodurch sie bald dem Ente ihrer Leiden entgegen sehen können. Frankfurt a. M., im Januar 18ZZ. Heinrich Balthasar Bourguignon, Kunstgärtner, wohnhaft an der Wallstraße an der Steeg. Daß der Kunstgärtner Heinrich Balthasar Bourginz- non das Vorstehende unter Anerkennung des ganzes Inhalts eigenhändig unterschrieben habe, wird hiermit sab flcko notarisli attestirt. Frankfurt, den 17. Januar 18ZZ. Joh. Georg Giar, Notar der freien Stadt Frankfurt. Herrn C. Gaudelius-Razen in Frankfurt a. M. Ich kann Ihnen hiermit das frohe Ereigniß mittheileu, daß der von Ihnen empfangene Nottaro cki Napoli die herrlichste Wirkung gegen meine langwierigen Magen- uuk Nervenleiden hervorgebracht hat, und ich mich wi'edc« gänzlich hergestellt fühle. Sie für diese Ihre Wohlthat zu lohnen, vermag ich nicht, wenn aber das Bewußtseyn, ein edles Werk getbau zu haben, einigen ÜLerth für Sie hat, so mögen Sie scheu hierin diesseits Ihren Lohn finden, und indem ich Sie bitte, diese meine dankbaren Empfindungen in den gelesensten Blättern Deutschlands bekannt zu machen, zeichne ich mit Hochachtung Elisa Franziska Rudolph, MO, . Lir. v. Nro. ioz. 1197 Daß die verwi'tti'bte Frau Elisa Franziska Rudolph datier sich vor mir Notar, sowohl zu vorstehendem Inhalt «!S der Richtigkeit ihrer darunter befindlichen Unterschrift lklaimt habe, wird hiermit oub liste nolsrisli attestirt. Frankfurt, den 16. Januar igZZ. Joh. Georg Giar, Notar der freien Stadt Frankfurt. Herrn E. Gaudelius - Razen kn Frankfurt a. M. Karlsruhe, den io. April I8ZZ. Ich kann Ihnen hiermit die erfreuliche Anzeige machen, Wich gestern von Herrn Kirchenrath Katz, welcher bei m war, von demselben erfahren habe, daß dessen Gattin «! drei Flaschen Noltnro sti Rspoli, die er von Ihnen übe kommen lassen, von ihren Magen- und Nervenleiden z,nz hergestcllt sey. Indem ich mich sonach hierdurch ei- m angenehmen Pflicht entledige, zeichnet rc. Carl Benjamin Gehres, Haupt-Deposit«, re für bas Großherzogthum Baden. Meersburg am Bodensee. sSchloßverkauf.) Dem hohen kchrage der großherzogl. bad. Hofdomanenkammer in Karlsruhe »8. Februar l. I. Nr. 2578 gemäß, soll das neue Schloß zu Nursburg nebst Zugehörde an Garten und Nebengebäuden dem Muse ausgesetzl werden. ' Das in schönem Style massiv von Stein erbaute, mit einem jmz soliden Dachstuhle versehene neue Schloß liegt auf der Auch! der Stadt, die herrlichste Aussicht auf die Schweizer und Wer Alpen darbietend, indem sichidie Hauptfatzade nebst Gar- ! «i westlich gegen den Bodensee wendet, die Rückseite aber auf te»Aazu gehörigen Schloßplatz stoßt. Das Schloßgebäude selbst enthält: ! « unter dem Stiegenhaus befindlichen gewölbten Keller mit »Nebenkellern, ferner unter dem rechten Flügel einen großen Mdim Keller, in welchen 90 Fuder Wein gelegt werden können. lluf dem linken Flügel befindet sich die reich verzierte Schloß- lich, welche durch zwei Etagen geht, und deren Reutherthürm- ü« mit zwei Glocken versehen ist. Dir untere Etage des Hauptgebäudes besteht aus dem doppel- N« Treppenhaus und durchlaufendem Vorplatz, dessen Gewölbe :««acht Säulen getragen werden, aus zwei durchlaufenden ge- »ildten Gängen, welche in zehn, theils größer», theils kleinern Zimir, wovon vier heitzbar sind, und in die dabei befindliche M nebst Speisekammer führen. Ä der zweiten Etage befindet sich das durch drei Stockwerke Bade doppelte Treppenhaus nebst geräumiger Vorhalle und Gän- s »«, welche zu zwei heitzbaren Sälen , und zehn, theils größe- ! m, theils kleineren Zimmern, wovon sechs ebenfalls mittelst Por- Minilen heitzbar, den Zugang gestatten. Die Böden sämmtlicher Zimier sind von weichem und hartem Holz eingelegt. Ä der dritten Etage befindet sich ebenfalls eine geräumige kochalle, weiche in den heitzbaren Hauptsaal von zwei Etagen W führt, von wo aus der Zugang in vierzehn, in einander Wade, tteils größere, theils kleinere Piecen, wovon jede einen bsmdern Ausgang auf die beiden Kommunikationsgänge hat, int findet, und deren zehn mit Porzellainösen versehen sind. Nninitliche Böden dieser Etage bestehen aus eingelegten harthöl- M Pnrquets; ebenso sind die Flügeltbüren und Lamberien aus hutdolz gesertiget. Ä dem Fronton über' dem Portal gegen den Schloßplatz drückt sich eine Uhre, zu deren Stunden und Viertel — Schlager! zwei besondere Glocken gehören. Durch einen vom Schloß ausgehenden Kommunikativnsgang ist das besonders stehende Kächengebäude mit dem Schloß verbunden, und enthält: Die große Küche, Speisekammer, Kohlenbehältniß, zwei Küchenzimmer nebst darüber befindlicher Wohnung in vier Piecen bestehend. Im Garten, welcher sich in die obere und untere Terrasse theilt, befindet sich ein die herrlichste Aussicht gewährender Gar- tensalon. Vom Schloßgebäude getrennt, jedoch in geringer Entfernung steht die Reitschule, ihr gegenüber liegen die Kutschenremisen mit drei Einfahrtsthoren versehen, worauf die Stallungen folgen, welche in vier Abrheilungen Raum für 53 Pferde, nebst Wohnungen für die Stallbedienten enthalten. Die Verkaufsverhandlungen dieser sämmtlichcn hier beschriebenen Gebäulichkeiten findet am Montag, den 2. September d. I. Nachmittags 3 Uhr im neuen Schlosse selbst statt, wozu die Herren Liebhaber mit der Bemerkung eingeladen werden, daß Auswärtige sich mit Vermvgenszeugnissen auszuweisen haben, und daß die Kaufsbedingungen bei der Unterzeichneten Stelle täglich einzusehen sind, oder auf Verlangen schriftlich mitgetheil werden. Meersburg, den 7. Mai 1833. Großherzogliche bad. Domänenverwaltung. Pech er. Konstanz. fLandgut-Verkauf.) Die Erben des in Konstanz verstorbenen Domkapitularen Grafen von Lhurn Valso sin a sind gesonnen, das ihnen angefallene Landgut des Verblichenen einer öffentlichen Versteigerung auszusetzen: Das Landgut im Ganzen eine große englische Anlage bietend, liegt an dem reitzendsten Ufer des Bodensee, eine halbe Stunde von Konstanz im Großberzogthum Baden; hier findet das Auge einen Vollgcnuß, der sich nirgends bald schöner produzirt, der herrliche Bvdensee dominirt majestätisch den Vordergrund, die üppigen Ufer des Canton Thurgau und St. Gallen mit ihren vielen schönen und großen Dörfern und Landhäusern, und hinter diesen die kollosalischen Schweizergebürge, worunter der hohe Säntis, die 7 Kurfürsten, und die übrigen Alpen zu allen Zeiten dem Auge, den reitzendsten Anblick gewähren, gegen Abend die Stadt Konstanz, und hinter ihr der schöne Unterste mit der herrlichen Insel Reichenau, dann dem prachtvollen Hägau geben dem Ganzen einen Anblick, welcher nur gesehen, und gefühlt, nicht aber beschrieben werden kann. Bedenkt man noch überdieß, wie der für Kunst und hohen Sinn so sehr bekannte sei. Besitzer hier mit größtem Kostenaufwand, und enischiedenem Geschmack der Natur noch durch Verschönerungen aller Art reichlich die Hand both, so kann man sich den richtigen Begriff macken hier im Ganzen anzutreffen, was in vielen andern Gegenden selbst mit allen Kosten- und Kunstaufwand nie möglich werden könnte. Das Gut bildet einen geschlossenen Einfang, gränzt gegen Morgen an Partikulargütec, gegen Mittag an den Bvdensee', gegen Mitternackt an das Lorettowäldchen und gegen Abend an den Fahrweg zum Gasthaus zum Käntle, und enthaltet: An Gebäulichkeiten. 1) Ei» ganz neu erbautes Sommerhaus, welches Parterre, einen schönen geräumigen Saal, Küche, Speisegewölbe und unten einen Keller hat; im obern Stock befinden sich 6 schöne Zimmer, welche wie der Saal nicht nur nach neuestem Geschmack tapeziert, sondern auch mit sehr schönen Möbels versehen sind, welche ebenfalls mit in den Kauf gegeben werden. — Z >r Sicherheit ist auf diesem Gebäude ein Wetterableiter mit 3 Stangen angebracht. Dieses Gebäude steht auf einer Insel, und kömmt man mittelst eines Jugschiffes auf dasselbe, und ist mit Rosen und andern Iiergesträuchen ganz umgeben, so daß es im Sommer den herrlichsten Anblick gewährt. 11S8 2) Eine neuerbaute Rebmannswohnung, in welcher der obere Stock mit 5 geräumigen Piecen für eine Winterwohnung des Besitzers ganz leicht hergestellt werden könnte. 3) Eine neuerhaute Scheuer mit Stallung für 4 Pferde und 6 Stück Rindvieh, Futterboden nebst 2 Remiesen. 4) Eine Eremitage mit gepolsterten Bänken, Spiegel, Luster rc. 5 ) Ein ganz von Stein erbauter Tempel mit 8 Säulen, gemaltem Plafond, und einer kupfernen Kuppel. 6) Ein Pavillon, und unter diesem ein gewölbter Gang, und Grotte von Duffstein, wodurch man zu dem großen schönen Bassin kommt, welches mit Quellwaffer einen Springbrunnen von 12 Fuß Höhe hat. L. Am Gründe n. 1) Hofraithe, Wasser und Wege, zusammen 1 I. — V. — R. 2) Reben 2 - 1 - 36 - 3) Baumaarten und Wiesfeld 6 - 1 - 14 - 4) Das Lustschlößchen, Platz (Insel) — - 1"- 8 - 5) Ein Wasserteich ausser dem Einfang sammt einem Streifen mit Gebüsch überwachsen, Land — - 2 - 56 - 6) An Wegen und verzierten Gruppen — - 2 - 84 - Zusammen 11 - — -.;H8 - Neu badisches Maaß sä 40,000 pr. Zauchert. Zur Versteigerung dieses Landguts wird Tagfahrt aus Samstag, den 1. Juni d. I. Vormittags 10 Uhr — bei günstiger Witterung auf dem Gut selbst, bei ungünstiger aber in der Kommissionswohnung Nr. 859 festgesetzt, das Gut kann inzwischen täglich in Augenschein genommen werden, so wie die ganz billigen Verkaufsbedingniffe bei der dieöfäl- ligen Commission in Constanz auf dem Münsterplatz H.Nro. 859 ebenfalls eingesehen werden können. Fremde Steigerer haben sich mit legalen Vermögenszeugniffen auszuweisen. Konstanz, den 1. April 1833. Die Verkaufs-Commission. Durlach. sSchlößchenversteigerung.s Das zur Kant, maffe des Knopffabrikanten Ernst Geh res gehörige Schlößchen Augustenburg, 1)4 Stunde von Durlach bei Grötzingen, an der Hauptstraße nach Pforzheim gelegen, wird Montag, den 3. Juni d. I. Nachmittags 2 Uhr, im Schlößchen selbst zum letztenmal mit dem Bemerken öffentlich versteigert, daß der endliche Zuschlag um das sich ergebende höchste Gebot sogleich bei der Steigerung ohne weitern Ratifika- lionsvorbehalt erfolge. Das Ganze besteht: 1) In einem aus drei Flügeln bestehenden massiv gebauten großen zweistöckigen Wohngebäude, in dessen Mitte sich ein schöner Garten mit mehreren edlen Obstbäumen befindet, und von welchem der vordere Flügel auf die Hauptstraße der mittlere auf den Garten, und der dritte auf den Ort Grötzingen stößt; in Stallungen und einem großen gewölbten Keller zu mehreren IM Fuder Faß. 2) In einem 120 Fuß langen zu einer Bierbrauerei sehr zweckmäßig eingerichteten in einem ordentlichen Zustande sich befindlichen Gebäude, nebst einem gutes Wasser liefernden Brunnen. 3) In einem besondern Wohnhause mit 5 Zimmer, Kammer, Küche, Keller, Stall und Heuboden» 4) In einem neu gegrabenen Felsenkeller, im Hofe befindlich, einem schönen Gemüßgarten am hintern Flügel des Hauptgebäudes; in zwei Gärtchen in und vor dem Hofe, und einem geschlossenen sehr geräumigem Hose. Die Liebhaber hiezu werden mit dem Bemerken eiogewii, daß die Verkaufsbedingungen bei der Steigerung selbst bekannl ge, macht werden. Durlach, den 10. Mai 1833. Großherzogliches Oberamt» B a u m ü l l e r. vät. Hengst, Commissür. Hornberg. sSchuldenliquidation.s Gegen Ulrich Trautwein, Schiffer und Chirurg in Schillach, ist das Gant- verfahren für eröffnet erklärt worden, weßwegen sämmtliche Glm- brger desselben hiemit aufgesordert werden, bei der am Freitag, den 14. Juni Morgens 8 Uhr auf dem Rathhaus in Schiltach abzuhaltM Schuldenliquidation ihre Ansprüche bei Vermeidung des LusWs- ses gehörig anzumelden, ihre allensallsigen Verzugs- und UiM- pfandsrechte zu bezeichnen und Beweisurkunden vorzulegen, ckr ihre sonstigen Beweismittel vorzutragen. Zugleich wird ein Massepfleger und Gläubigerausschuß ewahli, ein Borg- oder Nachlaßvergleich versucht und in dieser Wchi die ausbleibenden Creditoren als der Mehrheit der Erschien«,» beitretend angesehen werden. Hornberg, den 16. Mai 1833. Großherzogliches Bezirksamt. Böhme. Staufen. sS chu ldenliquid atio n.s Gegen Mczt Johann Bösch d. ä. von Biengen, habe» wir die Gaul eck«, und zur Liquidation seiner Schulden Tagfahrt auf Montag, den 17. Juni Vormittags anberaumt. Dessen sämmtliche Kreditoren, werden daher aufgesordert, »a besagtem Lage Vormittags 8 Uhr auf der diesseitigen Lmtskwila zu erscheinen, und ihre Ansprüche an die Gantmaffe so irie die etwaigen Vorzugs- und Unterpfandsrechte mit gleichzeitiger Laugung der Beweisurlunden oder Antretung des Beweises durch andrer Beweismittel, zu begründen, widrigenfalls sie den MW von der Gantmasse zu gewärtigen haben , und in Bezug auf de Ernennung des Massepflegers und Gläubigerausschusses alt der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden, Staufen, am 3. Mai 1833. Großherzogliches Bezirksamt. Leo. Rastatt. (Edikt alladu »g.) Gotthard Ehestst" von Gaggcnau ist schon seit 6 Jahren von Hause abwesend, uni har während dieser Zeit nichts von sich hören taffen. Derselbe wird daher auf den Antrag seiner Verwandten hüi- durch aufgefordert sich binnen Jahresfrist vor Unterzeichneter Stelle zu ststireN, oder über seinen MM Aufenthaltsort Nachricht zu geben, widrigenfalls sinn >n null, r kr. bestehendes Vermögen seinen nächsten Verwand,,,,, g'»n> , Kautionslcistung, in fürsorglichen Besitz gegeben werden iriid. Rastatt, den 7 . Mai i85Z. Großherzogliches Obcramt. Bausch. j r-elt, Pi um», < Eppingsn. (Verschollenheitserklärung,) La tu s Georg David Gu gg olz'sche Eheleute von Sulzfeld oder dem etwaige LeibeSerben aus die amtliche Vorladung vom 26. Lkteder 1831 nicht erschienen sind, so werden dieselben nunmehr für »n- fchollen erklärr, und deren Vermögen ihren sich darum gemldel habenden nächsten Anverwandten gegen Caution ansgefolgt. Eppinaen, den 29. April 1833. Großherzogliches Bezirksamt. Ortall 0 ,