Beilage zur Karlsruher Zeitung. Nr. 144/ *K n r h e s s e n. Kassel, 17. Mai. Durch höchste Verordnung ist eine allgemeine Herabsetzung des Chauffccgcldes vom Frachtfuhrwerke und von steuerbaren Gegenständen auf allen Landstraßen Kurhcssens verfügt worden. Zugleich wurden die besovde^rL^ebungcn von Pflastcrgcldern und ThorsperrgMW^^Mlc b isher noch bestanden, überall fastenden dergestalt die Chausscegeld- ist. Die- Erhebung von Pflastergeldcrn znstaW^werden dagegen auch von der Last der Erneuerung und Unterhaltung der gedachten Pflaster- (nunmehr Chaussee-) Strecken befreit, unbeschadet jedoch der Forterbebung des gcmcknhcitlichcn Pflastergcl- dcs auf solchen Pflasterstrecken, über welche keine durchgehenden Landstraßenznge führen. Die besonder» Erhebungen des Brückengeldes sollen, so weit cs irgend angeht, mit den Cbausseegclderlstbnngen, zur bessern Bequemlichkeit der Reisenden, verbunden werden. Endlich ist auch durch eine Verordnung bestimmt worden, daß Lastfuhrwerke künftig nicht breiter als höchstens zehn Fuß geladen werden sollen- — Die, sowohl bei der hiesigen Staatsregkcrung als bei der Bundesversammlung in Frankfurt a. M- von Seiten Hannovers wiederholt vorgebrachten Beschwerden gegen die, seit der Anschließung Kurhessens an den preußischen Zollverband auf den kurhessischen Landstraßen Statt gehabte Erhöhung der Transitogcbührcn, haben von hier ans Unterhandlungen in Berlin veranlaßt, welche das Resultat hatten, daß die k. preußische Regierung endlich ihre Einwilligung gegeben, daß Kur- Hessen die Transktozöllc auf seinem Gebiet in so weit herabsetze, als frühere Staatsvertrage mit andern deutschen Staaten, und namentlich mit Hannover, die Verbindlichkeit dazu auferlegten. Eine amtliche Erklärung in dieser Beziehung ist von hier nach Hannover abgegangen, und wie man vernimmt, wird die k. hannöverkschc Regierung nunmehr, nachdem der Hauptzweck ihrer Reklamationen erreicht ist, picht weiter auf die Entscheidung eines Austrä- galgerichts (wozu bekanntlich der kaiserliche Gerichtshof in Wien auserschcn war) dringen. — In Betreff der,, in Berlin von den gegenseitigen Bevollmackten Unterzeichneten, aber noch nicht von den resp. Negierungen ratt'fi- zirten, Handels- und Zollverträge zwischen Preußen und den beiden Hessen einerseits, und den Königreichen Bak- rrn, Würtelnberg und Sachsen andererseits, sind, nach Versicherung der hiesigen Behörden, seit einigen Tagen etwas günstigere Nachrichten eingclanfen, wornach man noch nicht die Hoffnung aufgibt, die einer Vereinigung vu Wege stehenden Hindernisse zu beseitigen. (N. C.) Redkgirt unter Verantwortlichkeit von PH. Mackbo-t. Nachricht über Schiffe nach Nordamerika. Karl Traiid, von der Regierung seit vielen Jahren Angestellter «.beeidigterSchiffsmakler in Bremen (Langenstraße Nr. 52 ), welcher fortwährend solche feste, sichere und schnellsegelnde Schiffe nach Baltimore, Neuy ork w. eroedirt, welche, mit hoben geräumigen Zwischendecken und eleganten Kajüten versehen, zur Aufnahme von Passagieren besonders geeignet sind, und zur Ueberfahrt alle erforderliche Bequemlichkeit gewähren, gibt darüber, auf portofreie Anfragen, gern alle erforderliche Auskunft. Anmeldungen znrUeberfahrt geschehen schriftlich oder persönlich bei ibm und bei dessen Agent Herrn I. W. F. De Nesle am Zenghaus- platze ui Mannheim, bei dem ans eine obrigkeitliche Verordnung und auf eine Vereinbarung fast aller hiesigen Schiffseigner gegründeten, billigen Bedingungen in gedruckten Eremplaren unentgeldlich zu haben sind; unter deren Befolgung das Interesse der Auswanderer gewissenhaft beherzigt wird. Demnach haben diese dem besagten Agent und dem genannten Schiffsmakler, dessen amtlicher Stellung wegen, nichts mehr als das- den Schiffseignern für die engagirten Plätze zur Ueberfahrt gebührende Passagegeld zu bezahlen. Literarische Anzeigen So eben ist erschienen: der letzte Band vom ErbauungsbuH für Gefangene in Strafanstalten; von vr. I. N. M ü t c e r ^ Dompräbcndar in Fceiburg. Zwei Thcile- Groß 8., 32 Bogen. Preis 2 fl. 42 kr. In neuerer Zeit betrachtete man die Idee der Strass? bei Sträflingen nicht llos aus dem Gesichtspunkte der Wirs- 1224 bervcrgeltung für begangenes Unrecht und Genugthunng dem verletzten Nechtsprlncipc, sondern man erkannte die Noth- Wendigkeit und den Nutzen, die Strafanstalten zugleich zn Besserungsanstalten zn erheben, und es entstanden daher die Vereine für Besserung der Strafgefangene». Das vorzüglichste Mittel, die. Sträflinge für Gott, Tugend und Sittlichkeit wieder zu gewinnen, ist aber immer religiöse Belehrung, wozu gute Erbanungsbücher wesentlich beitragen. Oie Unterzeichnete Buchhandlung stellte an den allgemein geschätzten Verfasser obiger Schrift das Ansuchen, ein religiöses Erbauungsbnch für Gefangene zu bearbeiten, welchem derselbe durch diese entsprach. Es besteht dieselbe aus zwei Theilen: der erste enthält merkwürdige Erzählungen ans dem Leben von Verbrechern, welche auf eine ganz vorzügliche, systematische Weise bearbeitet sind, um durch sie auf Historischem Wege den Herzen der Verirrten beizukommcn, dieselbe für höhere sittliche Wahrheiten empfänglich zu machen, und zur Besserung vorzubercitcn. Der zweite Theil enthält allgemeine und besondere Betrachtungen für Sträflinge, gemeinschaftliche Gebete so wie für die individuellen Verhältnisse derselben, und bei den vorzüglichsten Festen und Veranlassungen zum Gebete durch das ganze Jahr, wobei das für Katholiken Bestimmte besonders bezeichnet, das für Evangelische aber von einem vorzüglichen evangelischen Dekan bearbeitet ist. Wenn je ein Buch dringendes Bedürfniß war, so ist es dieses, und wir dürfen dasselbe, da es das erste in diesem noch wenig bearbeiteten Felde ist, welches so psychologisch und zugleich rein biblisch, in gemcinfaßlicher Sprache abgefaßt, so vollständig für Strafanstalten bearbeitet und daher gewiß sehr wohlthätig ist, allen Vereinen für Besserung der Strafgefangenen, Untersuchungsrichtern, Seelsorgern und Vorstehern in Strafanstalten, und allen um die Besserung unglücklicher Menschen väterlich besorgten Negierungen empfehlen. Oer zweite Band wird in einigen Wochen Nachfolgen. Bei Abnahme von 12 Exempl. wird das iZte gratis gegeben. Freiburg, im Mai 18 ZZ. Herder'sche Kunst - und Behandlung. Stuttgart. In Unterzeichnetem Verlage ist so eben erschienen und durch alle Buchhandlungen des In - und Auslandes zu-beziehen , in Karlsruhe durch die Brau n'sche Hofbuchhandlung. de In ^rnttiinnire fnan^nise fiar demnndes 6t fmr urPoimeZ, mm 1e ^dnii dein vin-ft-deuxieme edilion de In Issrammnire de kloel et Olrnsisnl6ei nrcl, ki-olesseui- a l'Lenle wdiinire de 8. Ass. Ie Issoi de Wurtemdei-A. (Auszug aus der französischen Sprachlehre in Fragen und Antworten, nach der 22tcn Ausgabe der Sprachlehre von Noöl und Chapsal bearbeitet von Gerard, Professor an der K. Offiziers- bildungöanstalt zu Ludwigsburg) 14 Bogen in 8. Preis in Umschlag geheftet 48 kr. Diese Sprachlehre ist ganz diejenige von Noül und Chap, sal mit unbedeutenden Abänderungen, je nachdem die Oert» lichkeit und die Umstände sie erforderten. Wir glauben um so weniger Anstand nehmen zu dürfen, das Studium dersel» ben der Jugend und denjenigen, welchen ihre Leitung an» vertrant ist, zn empfehlen und zwanzig, ste Auflage, welche das Jahren erleb, te, wohl der beste deS Publikums ist, »nd eine weitere aspiranten und zu Ludwigsburg aufgenommcniWVWbollcn, ausschließlich zu Grunde gelegt wurde. E. Schweizerbarth's Verlagshandlung. Aufruf an die Deutsch - Amerikaner. Bei G. Braun in Karlsruhe ist so eben in Mehrzahl eingetroffen: Sichere Anleitung für Auswanderer und Reisende nach den vereinigten Staaten von Nordamerika. Mit einer umfassenden geographisch-politischen Beschreibung dieser Länder; nach dem neuesten Standpunkte be« >» arbeitet von S. H. LollinS, und mit besonderer Beziehung auf Deutschland, durch fortlaufende Anmerkungen erläutert. Nebst einem Anhänge von Briefen ans Amerika an Freunde in Europa, und 1 illliininirkcn Landkarte. 8. (Hcilbronn bei Claß) geheftet. Preis 1 si. 18 kr. Betrag franco. Dieses so Bogen starke Werk ist mit ganz besonderer Rücksicht auf Deutschland bearbeitet, nnd kann nicht nur Auswanderer» aller,Art, sondern auch gebildeten Reisenden empfohlen werden. Sehr anziehend sind such die Briefe, woraus hcrvorgeht, wie abgeschmackt der Gedanke ist, in Amerika ein Neudeutschland oder ähnliche abgesonderte Staaten bilden zu wollen, womit gewisse Gaukler sich gegenwärtig Anhang zu verschaffen suchen. — Auch trifft man in dieser Schrift wie in keiner andern genaue und praktische Nachmessungen über dis geographischen Verhältnisse, über Klima, Boden, Produkte, Verfassung, Gesetze, Sitten, Charakter, Religion, über Landbau, Gewerbe, Handel, Schifffahrt, so wie Belehrung über die beste Art dahin zu reisen an; ebenso über die Lebensmittel und über ihren Preis, über Lohn der Handwerker und Arbeiter, den Werth der angebauten und miau« gebauten Ländereien, die verschiedenen Gesellschaften, welche 1225 Stände und Gewerbe daselbst ihr Unterkommen am besten finden können, die landesüblichen Zinsen, die Vorzüge und Nachtheile eines Staates gegen den andern in Bezug auf Lebensart, Einwohner, gesunde Lage, Durstigkeit der Bevölkerung u. s. w.; auch findet man ins Einzeln gehende Angaben über Verhalten bei und vor der Ueberfahrt, welche Mnnzsorten, welche Geräthschaften rc. man mitnehmcn könnte und wie sic zu verpacken sind, auch wie man sich bei der Ankunft in AnwMSMkverhalten habe^um nicht in Nach- thcil zu vergessen ist, und es kann dicß die beste Schrift der Art erschienen sind. e n zu einem voltheil bedeutenden Mate- Die Malcrialwaarenh«wMtng, sowohl eu gros als vir cko- tail, welche sich, von de» Herren H. Maps und F. Wüst en seid geführt, unter der Firma von H. M a y S et Comp, in hiesiger Stadt, während einer Reihe von Jahren rühmlichst bekannt gemawt hat, und nach dem, frühen Tode des Erster» im vorigen Jahre in die alleinigen Hände des Letzter» übcrgcgangcn war, soll, nachdem auch dieser thätige Geschäftsmann in der Blüthe seiner Jahre dahingegangen ist, und allein unmündige Kinder zurückgelasscn hat, unter sehr annehmbaren Bedingungen verkauft werden. Der Käufer der Handlung kann nach Gefallen auch dar HauS, in dem das Geschäft geführt wird, und welches, ausser dem Platze für das Waarrnlager, Raum für zwei große Familien hat, käuflich an sich bringen. Eine eben so seltene als günstige Gelegenheit IN den Besitz eines blühenden, wohlbegründcten Geschäfts von bedeutendem Umfange zu kommen, bietet sich dadurch für denjenigen dar, der mit der nöihigcn Geschäftskennlniß und den erforderlichen Fonds unterstützt, ein gleich angenehmes als lukratives Etablissement suchen sollte. Lusttragende werden eingeladen, sich mit etwaigen Anfragen an den Unterzeichneten zu wenden, und jede gewünschte Auskunft wird ihnen augenblicklich gegeben werden. Heidelberg, den n. Mai , 833 - Joh. Wilh. Bassermann, als Vormund der Wüsienscld'schen Kinder. Heidelberg. (Versteigerung u. Aufforderung.) Den Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden dahier im Leihhaus mehrere Oelgcmäkde und Kupferstiche (in Rahmen, letztere auch unter Glas), aus der Dcrlassenschaft des Postmeisters Hilpert, versteigert. Verzeichnisse sind in der Oßwald'- schen Buchhandlung dahier zu haben- Auch werden verschiedene Bücher versteigert. Zugleich werden diejenigen, welche Ansprüche a» diese Masse zu machen haben, aufgcfordcrt, solche innerhalb 6 Wochen dahier geltend zu machen, wenn sie bei der Erbthcilung berücksichtiget scyn wollen. Heidelberg, den g. Maii 833 . Großherzoglickes StabtamtSrevisorat. Bei Verhinderung des Amtsrevisor-, Knaus sen. Schwetzingen. (WirthschaftSverkauf oder V e r- «iethung.) DaS Gasthaus zum goldenen Adler in Schwetzingen soll aus freier Hand entweder verkauft, oder in Keitbesiand begeben werden, wozu man die Liebhaber einladek, sich in frankirtcn Briefen oder persönlich an Len Unterzogene» dahier zu wenden. Dieses Gasthaus, welches in einer der besten Lagen, naht am großhcrzogUchc» Schlosse liegt, gehört zu den frequentesten in der Siast, und bestehet: a) Aus dem Gasthaus- selbst, in welchem, nebst einem großen gewölbten Keller, im untern Stockwerke: 5 Zimmer, eine große Küche, eure Speisekammer und Waschhaus, nebst einer gedeckten Einfahrt befindlich, welche zu Wagenrcmisen benutzt werden kan». Im ober» Stockwerke, aus einem Saale, 8 Zimmern und einer geräumigen Küche, und sodann einen große» doppelten Speicher. k) Einem Nebengebäude-^»» das Gasthaus anstoßend; dieses enthält: im untern Stockwerke eene doppelte Stallung für 20 Pferde; im obern Stockwerke, 4 Zimmer und einen geräumigen Hcuspeicher. u) Einen großen Hof mit einem Brunnen. Die Liebhaber können den Kauf oder Pacht mit oder ohn» Mcublen, Silber, Weißzeug rc. abschließcn. Schwetzingen, den 6. Mai - 633 . Franz Hübinger, Gastgeber zum goldenen Adler. Neckar ge münd- (F a h r n i ß v e r ik e i g e r u n g.) Arider Derlassenschaft des Kaufmanns Peter Maria Galletti von hier werden folgende Gegenstände um baaie Bezahlung öffentlich versteigert, und zwar: vom Dienstag, den 28., bis Donnerstag, den So. Mai, circa ,3 Ctr. Tabak verschiedener Qualitäten; - 26 - Melis; » 100 - Ca»dis; - roo » Kaffee; - i 5 - Reis; - 4 » Stärke; — alle Gattungen giobgeschmiebctcs Eisen, Klein - und Zaineisen, zusammen ohngcfähr ,So Ltr. und 2,1 Ctr. Gußeisen; Sensen, Sichel», Schaufeln, Spaten, Sirohmesser, Hand-, Wald - und andere Sägen; circa 5 Ctr. Messing - und Eisendraht; roher Stahl, Sturz- und Tafelblech, Rollmessing, Kaffeemühlen, Feilen und sonstige Stahl - und Eisenwaaren. Montag, den 3 -, bis Mittwoch, den 5 . Juni, allerlei Tücher, Baumwollen-, Sommer-, Seiden - undHakb- seidcnzeug, Leinwand, Faden, Baumwolle, Türkischgarn, Spinal, Seide und kurze Maaren allerlei Gattungen. Montag, den 10., und Dienstag, den ri. Juni, ,3 Ohm Wein i8>gr Diucsselder, 7 - - 1826k PfcdcrSheimer, 26 » - iLZ-r do. 2 - - 1626k rother, 41)2 - Branntwein, i 1)2 - Weinessig, 5 i Ctr. Rüböl, 1 Z2 - Baumöl, g - Magsaamenöl, 3 » Leinöl, alle diese Fettwaaren schon mehrere Jahre alt und gut gehalten ; 3 Ctr. Hellthran. Hiebei wird bemerkt, daß die Versteigerung jeden Tag Morgens von 6 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr abgehalten und die Vcrstcigcrungsgcgenstände in schicklichen Par- thien zum Verkauf kommen werden. Ncckargemünd, den 14. Mai , 633 . GroßherzoglicheS Amisrevisorat. Herbster. ,elt. Lahies, Lheilungskommiffär. 1226 Sinsheim. sDiebstahl.j 2» der Nacht vom 18. auf den 19. d. M. wurden dem dahiesigen Bürger und Zwingemüller Geor,, Laubinger, mittelst Einbruchs und Einsteigens in seine Behausung folgende Effekten entwendet: Berzeichniß der entwendeten Gegenstände: 1) 2V Paar neue baumwollene Weiberstrümpfe, auf der einen Seite mit 6. II. auf der andern mit 1818 gezeichnet (hin- eingestrickt) tarirt zu 2V fl. Auf den Meisten solle» sich übrigens nur die Buchstaben I/. H. und die Jahreszahl von 1816, 18 und 1819 befinden. 2) Zwei Paar goldene Reifohrenringe, in welchen, und zwar in dem größeren eine Paar Lillasteinchen seyn sollen, tax. zu 16 fl. 3) Ein goldener Siegelring ü 10 fl. 4) Etwa 1500 Granaten, die an einem seidenen Schnürchen sich befanden s 18 fl. 5) Oyngefähr 48, zum Theil ganz neue hänfene und mit den Buchstaben 6. I,. roth bezeichnet, zum Theil ganz feine 6 kauftuchene Mannshemdcn ä 80 fl. 6) 8 ganz neue hänfene mit 6-. L. roth bezeichnet, und mit 1 — 6 roth nummerirte Leintücher ä 16 fl. 7) 20 ordinäre gestreifte neue Tischtücher mit 6.1.. roth gezeichnet und nummerirt ü 30 fl. 8) Acht Paar halb werkene Handtücher ohne Zeichen ü 4 fl. 9) Neun gebildete neue leinene Handtücher I-, H. roth gezeichnet und nummerirt ü 5 fl. 24 kr. 10) 17 neue leinene gebildete Servietten mit 12 11 bezeichnet und nummerirt ü 8 fl. 30 kr. 11) Ein ganz neues gebleichtes leinenes Stück Tuch, 25 Ellen groß L 8 fl. 20 kr. 12) Ein weiteres Stück Tuch von der nemlichen Quantität und Qualität ü 8 fl. 20 kr. 13) Ein rother gewürfelter Bettüberzug, bezeichnet mit <9. L. ü 1 fl. 30 kr. 14) Ein Paar alte silberne Weiberschnallen L 4 fl. 15) Ein dunkelgrautüchener Mantel a 15 fl. 16) Ein brauner neuer Mannsüberrock L 16 fl. 17) Ein noch fast neuer schwarzer Frackrock s 12 fl. 18) zwei ganz neue Modegillet von brauner u. Lillafarbc ü 4 fl. 19) Ein schwarz seidenes und schwarz tuchenes Gillet ü 3 fl. 20) Ein Paar schwarze halbtuchene Hosen L 3 fl. 21) Ein blau seidenes Halstuch a 1 fl. 22) Ein weißer wollener Weibsunterrock ä 1 fl. Dem Entdecker des Diebs werden 25 fl. Belohnung zugesichert. Dies bringen wir behufs der Fahndung hiemit zur öffentlichen Kemitniß. Sinsheim,, den 19. Mai 1833. Großherzogliches Bezirksamt. Reumann. Stockach.. sS ch uld en li q uid ati o n.s Gegen den gvoßkp Dberzollinspektors L.. Hummel dahier, wurde Gant erkannte und Tagfahrt zum Richtigstellung- und Vorzugsverfahren auf Montag, den 10. Juni Vormittags 8 Uhr angeordnet. Alle Gläubiger desselben werden daher aufgefordert, ihre Ansprüche in dieser Tagfahrt bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte dahier anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugsrechte mit Antretung des Beweises zu bezeichnen. In der Tagfahrt sollen auch ein Masscpfleger und ein Gläu- bigerausschuß ernannt, und Borgvergleiche versucht werden, in Bezug auf welche die Nichterscheinende» als der Mehrheit der Erschienenen beistimmcnd angesehen werden sollen. Stockach, den 13. Mai 1833. Großherzogliches Bezirksamt. Meßmer. Krasse Akt. Hornberg. fSch Ulbenlrguidation.s Gegen Ulrich Traurwein, Schiffer und Chirurg in Schittach, ist das Gantverfahre» für eröffnet erklärt worden, weßwege» sämmtliche Gläubiger desselben hicmit aufgcfordert werden, bei der am Freitag, den 14. Juni Morgens 8 Uhr auf dem Rathhaus in Schiltach abzuhaltenden Schuldcnliquidation ihre Ansprüche bei Vermeidung des Ausschlusses gehörig anzumelden, ihre allenfallsigcn Vorzugs- und Unterpfandsrechte zu bezeichnen und Bcweisurkunden vorzulegen, oder ihre sonstigen Beweismittel Zugleich wird ein erwählt ein Borg - oder Hinsicht die ausbleibendcn beitretend angesehen Hornberg, de» 16-s Groß» Staufen. Johann Bösch d. ä. von^!W und zur Liquidation feiner Schuld i.j Gegen Altvogt wir die Gant erkannt, fahr-t auf Vormittags anberaumt. Dessen sämmtliche Kreditoren werden daher aufgesordert, an besagtem Tage Vormittags 8 Uhr auf der diesseitigen Amtskanzlei zu erscheinen, und ihre Ansprüche an die Gantmasse so wie die etwaigen Vorzugs- und Untcrpfandsrechte mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurlunden oder Antretung des Beweises durch andrer Beweismittel, zu begründen, widrigenfalls sie den Ausschuß von der Gantmasse zu gewärtigen haben, und in Bezug auf die Ernennung des Massepflegers und Gläubigerausschusses als der Mehrheit der Erschienenen beitretcnd angesehen werden. Staufen, am 3. Mai 1833. ^ Großherzogliches Bezirksamt. ^ Leo. Rastatt. ( Ed ikt allad u n g. ) Gotthard Eheleiter von Gaggenau ist schon seit 6 Jahren von Hause abwesend, und hat während dieser Zeit nichts von sich hören lassen. Derselbe wird daher auf den Antrag seiner Verwandten hierdurch aufgcfordert sich binnen Jahresfrist vor Unterzeichneter Stelle zu sisiiren, oder über seinen jetzigen Aufenthaltsort Nachricht zu gebe», widrigenfalls sein in io, fl. i kr. bestehendes Vermögen seinen nächsten Verwandten, gegen Kautionsleistung, in fürsorglichen Besitz gegeben werden wird. Rastatt, den 7. Mai i835. Großheizogliches Obcramt. Bausch. vät. Piuma. Rastatt. sEdiktalladung.^I Chrisosiomus Schäfer. vcn Iffezheim zog im Jahr i6i5 mit dem großh. badischen Infanterieregiment Nr. 2 unter dem Kommando des Obrisien v. Neubron» nach Leipzig, soll dort gefangen und nach der russisch- polnischen Gränzc transponirt worden seyn. Derselbe ließ seither nichts von sich hören, und wird dahrr aufgesordert, sich binnen Jahresfrist vor Unterzeichneter Stelle zu sisiiren. oder über seinen jetzigen Aufenthalt Nachricht zu geben, widrigenfalls sein in st5o fl. bestehendes Vermögen seinen nächsten Verwandten, gegen Kau- tionslcistung, in fürsorgliche» Besitz gegeben werde» wird. Rastatt, den 7. Mai r6L5. GroZherzoglichcS Obcramt. Bausch. vLt. Piuma, Aktuar.