K a r l s r u h e r Z eitu n g. Nr. 145. Sonntag, den 26. Mai 1833. Baden. DaSgroßhcrzogliche Staats- und Regierungsblatt vom 23. Mai, Nr. 20, enthält: 1) Folgende Verordnung: Da der Durchschnittspreis des Kerncns unter 10 fl. für das Malter herabgesunken ist, so sind nunmehr, dem Gesetz vom 21. Juni >827 gemäß, folgende Zölle von Getreide und Mehl zu erheben: Eingangs- Ausgangs- zoll. zoll. Dom Malter Kernen und Weizen 50 kr. j , - Roggen 32 kr. / 1 kr.. - - Gerste 28 kr. > - - Spelz 20 kr. » Zentner Mehl 32 kr. ) Gegenwärtige Verordnung tritt sogleich in Kraft, wenn sie durch das Verordnungsblatt der Steuerdireklion zur Kenntniß der Zollstellcn gelangt ist. Karlsruhe, den >4. Mai 1>33. Ministerium der Finanzen, v. Böckh. väl. Platz. 2) Folgende Bekanntmachung: , In Gemäßheit höchster Entschließung aus großherzogl- Staateministerium vom 1. d. M. Nr. 1062 haben Seine königliche Hoheit der Großherzog gnädigst genehmigt: daß die seither zur Obcreinnehmerei Buchen gehörigen Orte des Amtsbezirks Adelsheim für die Zukunft der Obereinnehmerei Boxberg einverleibt worden. Karlsruhe, den 14. Mai 1833. Finanzministerium, v. Böckh. vN. Platz. 3) Die Uebersicht der Studirenden im Winter 183P33 zu Heidelberg und Freiburg. 4) Die Staatsgenehmigung von acht milden Stiftungen. Lsnvtsgsverhanvlungen. * Karlsruhe, 25. Mai. 4te öffentliche Sitzung der ersten Kammer. Freiherr v. Ändlaw begründet in einer kurzen Rede sci- rikvgestern angekündigte Motion. Sie wird von sämmili- chMMitgliedern unterstützt, und die Kammer beschließt,. sie vorberathcnd in Erwägung zu ziehen und sodann an eine? eigene Kommission zu verweisen. * Karlsruhe, 25. Mai. 4teSitzung der zweiten? Kammer vom 25. Mai. Der Alterspräsident v. Tscheppe tritt den Präsidentenstuhl an den definitiven Präsidenten Mittermaicr ab. Beide- hielten interessante Reden, worauf wir übermorgen zurück- kommcn werden. Die Kammer stattete ihrem Alterspräsidenten einstimmigen Dank für seine Bemühungen ab. Hierauf wird der neugewählte Abg. Blankenhorn beeidigt. v. Jtzstcin bittet sodann, um das Wort, und bemerkt, daß er nach dem Schluffe des letzten Landtags nebst den, übrigen Abtheilungspräsidenten einen silbernen Pokal erhalten habe. Die Stadt Lahr habe hierdurch zuverlässig nur die ganze Kammer ehren wollen., B'os aus diesem? Gesichtspunkte habe er dieses Geschenk, als dessen Depositär er sich betrachte, angenommen und statte nun bei dieser Gelegenheit der Stadt Lahr öffentlich seinen Dank sur ihre- Gesinnungen ab., Sämmtlichc Abtheilungspräsidenten von 1831 schließen sich der Erklärung des Abg. v. Jtzstein an. Es wird hierauf zur Wahl der Vizepräsidenten geschritten. Duttlinger wird mit 35 Stimmen zum erstui unv- Merk mit 27 Stimmen, zum zweiten Vizepräsidenten ernannt.. Duttlinger bemerkt nach dem Akt, daß er dieser Auszeichnung nicht würdig seyn würde, wenn sich sein wärmster Dank nur auf Worte beschränkte. Er gelobe der Kammer, ihn durch die eifrigste und thätigste Toeilnahme an ihren Arbeiten auszusprechen , wobei das Recht, unerschütterliche Verfassungstreue und Vaterlandsliebe das unabänderliche Richtmaas seines Wirkens und. Handelns seyn. werden., Merk danktdcrKammerwbenfalls für die ihm gewordene- Ausieichnung, und schließt mit den Worten:. Lassen Sie unö in Einheit- der. Gesinnungen mit gegenseitiger Nachsicht auf der Bahn des konstitutionellen Lebens zwar mit Besonnenheit und Mäßigung,, aber auch mit Entschiedenheit? und festem Muthe. fortwandeln und das begonnene Werk dieses Landtags, in zu, hoffender Einigung mit? der. Regierung vollenden: Hierauf wird zur Wahl der Sekretäre geschritten. Er-' ster Sekretär wird Rutschmann mit 48, zweiwr Mördes- mit 32, dritter Schinzinger mit 28 Stimmen. Sämmtchi- che Sekretäre dankten der. Kammer für. ihr. Zutrauen;, flL 1228 würden sich bestreben, durch ihre Leistungen demselben zu entsprechen. Zu Mitgliedern der Deputation für Überreichung der Dankadresse, die nächsten Dienstag um halb l Uhr statt finden soll, werden durch das Loos Blankenhorn und Martin ernannt. Der Kriegsminister und geh. Rath v. Weiler legen der Kammer provisorische Gesetze zur Zustimmung vor; erste- rer zwei, die Funklionsgehalte dcrMilitärpersonen und die Herabsetzung des Maaßes bei der Konscription betreffend; und letzterer eines, die Erläuterung der Bestimmungen der Grundsteuerordnung über die Erhcbungswcise der Steuer betreffend. Nachdem noch mehrere neue Eingaben bekannt gemacht worden, wird endlich zur Diskussion über die Wahl des Abg. Sander geschritten. Wir werden übermorgen das Nähere davon geben, und beschränken uns vier auf das Resultat, welches in dem Beschlüsse besteht, daß 1) die Wahl gültig sey, und dem Eintritt Sanders kein Hinderniß im Wege stehe, und 2) daß der Abg. Sander noch 14 Tage lang vom Eintritt in die Kammer dispensier werden solle. Baierm Aus Rheinb aiern, 2l. Mai. Heute ist ein Ba- taillion dcS 15. Linieninfantericregiments, von Eichstädt kommend, zu Germersheim eingelroffen. — G. Lcmbert, 21 Jahrcalt, ohne Gcwcrb, und P. Knöckel, Papierfabri- kant, 22 Jahre alt, beide bisher zu Neustadt wohnhaft, werden durch Steckbriefe verfolgt, als beschuldigt und im höchsten Grave verdächtig, in der Nacht vom 5. auf den 8. d. M. einen Gendarmen und einen Sicherheitsgarden im Dienste verwundet zu haben. —> Ein Reskript der Krcis- regicrung vom9. d. besagt: „Nachdem der Buchdrucker Rost in einer Vorstellung an Se. M. den König durch Vorlage eines gerichtlichen Urtdeilö vom I. April l. I. dargctban hat, daß feiner Person direkt jene verfassungswidrige Umgehung der Zensur nicht imputirt werden könne, welche in dem diesseitigen Beschlüsse vom 11. März l. I. die Unterdrückung der Zweibrücker Zeitung zur Folge halte, so wird auf allerhöchsten Befehl vom 2. Mai l.J. dem Buchdrucker Rost die Herausgabe der Zweibrücker Zeitung hiemit wieder gestattet." (Sp. Z.) Freie Stadt Frankfurt. Frankfurt, 23. Mai. So eben ist uns die Nachricht zugegangen, daß der Bischof von Mainz mit Tod ab- gcgangcn. Großherzogt hum Hessen Gießen, 22. Mai. Das gestern dahier cingerückte Truppendetaschement bat alsbald nach seiner Ankunft die Bewachung der Gefängnisse, worin die arretirten Studenten inhaftirt sind, übernommen. Dasselbe wird, nach den gestern getroffenen Anstalten zu urthcilen, höchstwahrscheinlich einige Zeit hier verweilen. Im Publikum gewinnt das Gerücht nach und nach Glauben, daß die Jnbaftirung der Studenten, sowie die Detaschirung des Militärs hierher, durch politisches Treiben veranlaßt worden sey. lieber die gegen die Jnhaftirtcn cingelcitete Untersuchung verlautet nicht das Geringste; nur so viel weiß man, daß dieselbe mit der größten Thätigkeit betrieben wird. Preussen. Berlin, 14. Mai. Es ist gewiß daß der Obrist Campbell den Auftrag hat, im Namen der englischen Regierung Mehemcd Ali anzuratben, daß er mit seinen Forderungen sich mäßigen und die Verlegenheiten der Pforte berücksichtigen solle, weil die englische Nation sich des Sultans an- ^ nehmen müsse, sobald das europäische Gleichgewicht Gefahr liefe, durch die Zersplitterung des türkischen Reichs gestört zu werden. Sollte der Vizckönig auf die Vorstellungen des Hrn. Campbell keine Rücksicht nehmen, so hat er den Befehl ihm zu erklären, daß eine englische Eskadre ihn seinendiplomatischen Funktionen unterstützen, und nach Umständen die ägyptischen Häfen sperren würde. Einstweilen haben mehrere Kriegsschiffe die englischen Häfen verlassen, um die englische Station im Mittelmeere zu verstärken. Man muß nun abwarten, ob der Vizckönig auf seinen Erobcrungsplanen beharrt, und gegendenWillcnEnglands die Feindseligkeiten fortzusetzcn gedenkt. — Die wegen Belgien hier eröffneicn Unterhandlungen werden sehr regsam betrieben. Man erwartet dazu einen russischen und einen österreichischen ausserordentlichen Bevollmächtigten. Es könnte leicht ein förmlicher Kongreß daraus werden, um endlich einen Streit zu beseitigen, der jeden Augenblickden s Frieden Europa's kompromittiren kann. Ob dabei Repräsentanten Englands und Frankreichs erscheinen werden, ist uns noch unbekannt. —Im Königreiche Polen scheint man für die Erhaltung der Ruhe neuerdings besorgt und trifft ungewöhnliche Dorsichtsmaaßregeln. Die russische Regierung soll von Paris aus gewarnt worden scyn, daß eine Verschwörung im Werke sey, um einen neuen Revolutionsversuch zu machen. Es sollen sogar Briefe aufgefangen worden seyn, worin sich Spuren von einem Anschläge gegen das Leben des russischen Kaisers finden. Dieses letztere scheint jedoch noch sehr unverbürgt. Indessen dürfte auf keinen Fall der Kaiser Nikolaus jetzt die Reise ins Ausland antreten, von welcher früher die Rede war, da die orientalischen Angelegenheiten seine Gegenwart in Petersburg dringend nöthig machen. (Allg. Ztg.) Berlin, 17. Mai. Die drei Millionen Thaler baa- rer Vorschüsse, welche Hr. v. Rothschild im Jahre 1831 der Regierung in Wechseln übermachte, sind sammt 5 pCt- r Zinsen nun ganz zurückgezahlt, die Reduktionen im Budget des Kricgsministcriums, hinsichtlich deren nur zu wünschen wäre, daß sie früher hätten einkreten können, werden einen beträchtlichen Theil der anderweitigen Bedürfnisse decken. (S. M.) Aus Rhcinpreussen, 17. Mai. In unserer Provinz wird jetzt die Paßpolizei mit bisher ungewohnter Strenge gehandhabt. So wurde kürtzlich zu Bonn ein Handlungsreisender, der für ein angesehene rheinische Fabrik Geschäfte machte, und mit einem Gewerbscheine versehen war, zuerst vor die Polizeistelle gefordert, und hierauf in daS 1229 Arresthaus gebracht, weil er versäumt hatte, sich auch noch mit einem besondern Reisepaß zu versehen. Bisher hatte der Gewerbschein, der bereits das Signalement der Person enthält, den Paß überflüßig gemacht. Erst nach etwa 14 tägiger Halt wurde jener Reisende lein geborner Baier) auf die Verwendung sehr ehrenwerther Personen wieder in Freiheit gesetzt. — Auch zu Köln haben vor Kurzem einige Verhaftungen statt gehabt, deren Veranlassung, wie es beißt, dem Gebiete der Politik angehört. Unter den Personen, welche dies Schicksal betraf, wird ein ehemaliger Rittmeister genannt. (N. K.) Oesterreich. Wien, 16. Mai. Derk.k.Geheimerath Frhr. ».Binder ist diesen Morgen nach Berlin abgcreist, um an den Unterhandlungen Theil zu nehmen, welche dort unter Vermittlung des preusstschen Kabinets über die belgisch - holländischen Streitigkeiten betrieben werden, und wozu der Graf Matuschewitscb bei seiner Durchreise von London nach Petersburg den Vorschlag gemacht haben soll. Dem Verneh- ncm nach wird auch ein ausserordentlicher Bevollmächtigter des Königs von Holland zu dem Ende in Berlin erscheinen. Also wäre wieder etwas mehr Hoffnung zu einer Ausgleichung zwischen Belgien und Holland vorhanden; denn das Londoner Kabinet soll nicht ganz abgeneigt seyn, von dem zcither eingehaltenen Gange zurückzukommen und sich den drei nordischen Höfen anzuschließen. Das französische Ka- binct findet es vielleicht auch angemessen, diese Gelegenheit zu benutzen, um die bisher trotz aller Zwangsmaaßregcln nicht vorrückende Ausgleichung auf gütlichem Wege hcrbei- führen zu helfen. — Bis morgen oder übermorgen erwartet man hier mit Zuversicht neue Nachrichten aus Konstantinopel, welche über Ibrahim Pascba's Entschluß wegen Adana Aufklärung geben müssen. Man hält hier fast allgemein den Frieden für überwiegend wahrscheinlich. (Allg. Ztg.) Wien, 18. Mai. Aus der Türkei hat man keine neuen Nachrichten. Auffallend ist es, daß man hier über den Marsch des russischen Armeekorps, welches zu Lande nach Konstantinopel kommen soll, durchaus nichts Zuverlässiges erfahren kann. Man hat Grund zu vermuthen, daß dasselbe die Donau noch nicht überschritten hat, sondern daß alle weitern nach der türkischen Hauptstadt bestimmten russischen Truppen von Gallacz aus zur See dahin gebracht werden sollen, weil ein Marsch überden-Balkan und Adrianopel nicht nur mit großen Mühseligkeiten verbunden ist, sondern auch daß Erscheinen der Russen die Stimmung der Muselmänner in Bulgarien und Rumelien noch mehr gegen den Sultan aufreizen würde, während die nun schon einmal in Bereitschaft gesetzten Transportschiffe ihre Hin- und Herfahrt nur noch einigemal wiederholen dürfen, um mit Vermeidung dieser und anderer Uebclstände das ganze Hülfskorps bald bei Konstantinopel zu konzentriren. — AuS Odessa wird geschrieben, daß der Generaladjutant des Kaisers von Rußland, Graf Alexis Orloff, daselbst ange- kommcn, und am 4. d. nach Konstan'inopel abgeseqelt sey. (Allg. Ztg.) F r a n k r e i chil ^ Paris, 22. Mai. Die Kammern beeilen sich, der Sitzung ein Ende zu machen; von einer starken Opposition wird daher keine Rede seyn, denn in der Nachsitzung, wie man die Sommersitzung zu nennen pflögt, ist es nicht möglich, einen vollständigen Angriff zu machen , besonders in einer Zeit, wo die ausscrparlamentarische Welt so wenig Antheil an den Verhandlungen nimmt. — Berichte aus den Provinzen melden, daß Alles Paris nachahmt, und überall die vollkommenste Ruhe herrscht, die Orte ausgenommen, wo die Polen durch ihre Anmaßung Uneinigkeit zwischen den Einwohnern und den Behörden gestiftet haben. Auch,in Lyon ist cs wieder ruhig "geworden. Hr. Gsinier Pageö hat bei dieser Gelegenheit viele MäßigungHezeigt. Ucberhaupt ist man verwundert, diesen jungen talentvollen Mann, welcher noch überdies ein zartes Aeufferes hat, so sonderbare Grundsätze aufdcr Rednerbühnc hersagen zu hören. — Wie zu vermuthen war, fieht sich der Finanzministcr gcnöthigt, seinen Vorschlag hinsichtlich des Tilgungsfonds zurückzuzieben, da die 20 Millionen, welche dadurch verloren gegangen wären, nicht durch die Tranksteuer ersetzt werden konnten. Die Spekulanten find sehr zufrieden damit, und können jetzt operiren. Die Annahme des griechischen Anlehens, welche von Niemanden ernstlich bezweifelt wurde, hat ebenfalls einen guten Eindruck hervorgebracht Auchgieng man gleich anfangs der Börse in die Höhe. Prämien stehen über die Maßen hoch; die 3proz. werden allem Anschein nach noch in dieser Woche zu 80 gekauft werden. — Die türkischen Angelegenheiten erregen keine Unruhe mehr; die Beilegung der holländischen haben nun vollen Glauben gesunden. — Gestern brachte Hr. Cousin in der Pcurskam- mer seinen Bericht über den Elementarunterricht vor. Wir können ihn nicht ins Einzelne durchgehen, doch im Allgemeinen müssen wir bemerken, daß Hr. Cousin und sein Freund, der Minister Guizot, wenn sie von der Geistlichkeit und ihrem Schuleinfluß reden, stets die deutschen und meistentheilS die protestantischen Priester vor Augen haben. Wer aber die französischen Seminarien oder geistlichen Schulen kennt, und weiß, wie jämmerlich es darin aus- stebt, der muß wahrlich mit dem Journal des Debats aus- rufen: '-Unglückliches Frankreich!" So muß denn noch einmal ein Voltaire kommen und daS Kind mit dem Bade ausschütten, religiösen Glauben aus der Wurzel reissen, weil unwürdige Diener das schöne himmlische Gefühl verdorben. Leider sind die Franzosen zu oberflächlich und un- gelehrt, um den Abgrund vorauszusehen, an den man sie stellte. Der einzige Constitutionnel und sein Schutzherr Dupin verstehen die Sache, und fassen sie in, wahren Gesichtspunkt; aber weder das Blatt noch sein Patron haben einen so bedeutenden Einfluß, um die Pairs- und Depulir- tenkammer zu bestimmen. Paris, 22. Mai. Belgien nähert sich einer Entscheidung, die Konferenz wird sich auf's Neue versammeln, wenn das Enibargo aufgehoben ist. . Freilich wird auch dieser Zustand nur provisorisch seyn, aber wenlgerverderb- lich, weil die Schelde unter gewissen Bedingungen offen 1230 «wird. Die Mißhandlungen der orangistischen Zeitungsschreiber haben zum Zweck, die Orangisten bei den nächsten Wahlen einzuschüchtcrn. (Gaz.) — Der Tcmps bemerkt gegen die Debats, daß in den Anträgen deS Königs Wilhelm nichts von der Schifffahrt auf der Maas enthalten sey. G ro ßb r > tan n ie n> London, 20. Mai. Der Albion, eine Autorität, welche Glauben verdient, zeigt für bestimmt an, daß ein Uebercinkommen mit dem Könige von Holland geschloffen worden, -und blos seine Ratifikation erwartet wird, um das Embargo aufzuheben, die Scheldcschifffahrt zu eröffnen und die holländischen Gefangenen in ihre Heimath zu entlassen. ^ — Die Korrespondenz zwischen der'englischen und französischen Negierung in Betreff Algiers ist gedruckt. Sie umfaßt die Depeschen der englischen und französischen Botschafter vom 5. März biö 1». Juli 1830, also bis lOTage vor der Vertreibung der Bourbonen aus Frankreich. Aber nichts enthält sic von jener berühmten Depesche des Lords Stuart, welche dessen Bericht über die Uebereinkunft mit Ludwig Philipp gibt, der nach seiner Thronbesteigung auch die Verpflichtungen, welche seine Vorgänger eingegangen, übernommen haben soll. London, 20. Mai. Der Courier sagt, der provisorische Vertrag mit Holland liege zur Unterzeichnung bereit, man wolle aber vorerst noch die Gewißheit haben, daß der König Wilhelm ihn auch in seiner Eigenschaft als Großhcrzog von Luxemburg annchme, woran man jedoch gar nicht zweifelt. — Die große Heerschau über die verschiedenen Gardere- gimentcr in Hyde-Park fand am t7. Morgens statt. II. MM. langten in Begleitung der Herzoge von Orleans, Braunschwcig und Wellington, dem Prinzen Georg von Cumberland und einem großen militärischen Gefolge um 11 Uhr auf dem Platze an. Als der Herzog von Wellington nach Hause zurückkehrte, wurde er von dem Volke mit großem Enthusiasmus begrüßt, und der laute Ruf ertönte: -/Lang lebe der Herzog von Wellington!-- (Courier.) H v l l a n d. Haag, 21. Mai. Ein mit dem VaSco di Gama nach Europa gebrachtes Privalschrciben vom 15. Noo. v. I. ausdem Fort Vandcrcapelle, aufSumatra, enlhältNach- richtcn bis zu den ersten Tagen deß Monats November über den Feldzug der Holländer gegen die Padrics. Es erhellt daraus, daß die Holland. Waffen siegreich gegen die Eingebornen geblieben, daß man sich namentlich am 22. Okt. mit vieler Erbitterung geschlagen und daß die Holländer bei dieser Affairc !0 Tobte, worunter der Unterlicute- nant Vandcrwydcn und 58 Schwerverwundete hatten, wovon mehrere in Folge ihrer Wunden gestorben waren und 5 ampunrt werden mußten. , Belgien. Brüssel, 20. Mai. General Evain ist in verfiosse- mcr Pracht nach Paris abgereist. — Gestern begaben sich 2 Offiziere unserer Garnison in daS Bureau des Journals le Knout, wo siedenEigen- thümer dieses Blattes in seinem eigenen Zimmer schrecklich mißhandelten. Auch im Bureau des Papiliote hatte ein sehr lebhafter Wortwechsel zwischen 2 Offizieren und dem Direktor dieses Blattes statt, der nur durch seine Kaltblütigkeit und Geistesgegenwart einer persönlichen Mißhandlung entgieng. Ein Zweikampf hatte heute in Folge dieser, zweiten Expedition zwischen Hrn. de Belhune, Hauptrc- dakteur der Papiliote und Hrn. Lahure, Guidenkapitän, in, Gehölze von Cambre statt. Der Letztere erhielt eine Wunde in die Schulter. Mehrere Patrioten, die nicht wollen, daß die Freiheit der Presse in die Willküyrder rohen Gewalt verbleiben soll, und die, so sehr sie auch den Geist der orangistischen Journale mißbilligen, dennoch dieselbe für Jedermann aufrecht erhalten wollen, haben beschlossen, eine Liste zu unterzeichnen und in Brüssel zirkuliren zu lassen, durch welche die Unterzeichner sich verbindlich machen, auf alle nur mögliche Weise die unabhängigen Schriftsteller gegen jaden ungesetzlichen Angriff zu beschützen, welcher Meinung dieselben auch angehörcn mögen. (Courrier belge.) Gent, 17. Mai. Gestern Abend durchzogen von neuem mehrere Banden unter Geschrei die Stadt. Sie hatten sich der Gesellschaft Konkordia, die sie zu bedrohen schienen, gegenüber versammelt. Ernstliche Unordnungen halten nicht statt; indessen bearbeiten die Aufwiegler bas gemeine Volk und bereiten Unordnungen vor. Vom l 8. Mai. Ernsthafte Unordnungen hatte gestern Abends hier statt. Die Aufreizungen des Jedependant- Lcbeau tragen ihre Früchte. Alle Zivilgewalten sind hier stumm und unthätig. Unter diesem Zustande von Anarchie würde cs unklug seyn, Details und Betrachtungen bekannt zu machen, mit welcher Bosheit und Leidenschaft sich bewaffnen könnten, die Gemüther zu erbittern und noch be- klagcnswerthere Unordnungen zu erregen, als jene, denen wir preisgcgcben sind. (Mess.) Schweiz. Basel, 18. Mai. In der heutigen Baseler Ztg. liest man Folgendes: -/Vergeblich läugnen der Schweizerbote und Gedülfen frischweg alles, waS wir aus den zuverlässigsten Quellen über die fortschreitende Verwilderung der Landschaft Basel mittheilen; die Zügellosigkeit der radikalen Schühlinae liefert täglich neuen Stoff; eine Schandthat folgt ra 7) auf die andere, und der Zeugen oder Mitwisser sind gewöhnlich zu viele, um die Wahrheit unterdrückcnzu können. Wer sich aber dennoch, wie Zschokke u. a. ein Geschäft daraus macht, die schwarzen Thatcn einer verworfenen Partei öffentlich weiß waschen zu wollen, stempelt sich selbst zum Mitschuldigen. Unlängst verlor die Gemeinde Frenkendorf einen Gränzschcideprozeß, und die Behörden Liesta's nahmen an den Marktsteinen mehrere Veränderungen vor, welche den Frankendörfern mißfällig waren, Um letztere darüber zu necken, begaben sich ver- 1231 wichcncn Montag ungewöhnlich viel Liestaler, mit dicken Stöcken versehen, ins Wirthshaus zum Löwen, wo sich ba'o mit den anwesenden Frankendörfern Streit entspann. Die Liestaler fielen mit wahrer Mordlust über ihre Gegner her unv über alle, welche in die Nähe kamen; man sah sie, in Schaaren von acht biS zehn solcher Unmenschen, über einzelne wehrlose Greise Herstürzen und so lang auf sie loSschlagcn, bis sie sich nicht mehr bewegten! Landrath Christen wurde in Gegenwart des Liestaler Regierungsraths Plaltner, der höhnisch dazu lächelte, niedergeschlagen, in einer Pfütze herumgeschleift und barbarisch mißhandelt. Die bedrängten Frenkendörfer läuteten Sturm, was nur noch mehr Liestaler herbeiführte, welche vom nahen Holzstoß Sparren und armsdicke Bengel rissen, um ihre Gegner desto gefährlicher zu treffen. Erst nach andcrthalb- siündigem Kampf, wobei es viele Schwcrvcrwundeic gab, gelang es etlichen andern herbeigeeilten Gliedern der provisorischen Regierung, die Ruhe wieder herzustcllen, weil die betrunkenen Liestaler lange den Vorstellungen ihrer Führer kein Gehör geben wollten. Wie wäre es auch möglich, den Ausbrüchen der wildesten Zügellosigkeit in einem Lande Einhallzu thun, wo nicht nur die ersten Magistratspersonen und Offiziere, sondern selbst die neu eingesetzten Geistlichen mit den schändlichsten Beispielen vorangehend Nie werden wir persönliche Anschuldigungen in unser Blatt aufnehmen, ohne dafür Beweise in Händen zu haben; deswegen sprachen wir nicht früher von bedenklichen Gerüchten, welche seit geraumer Zeit überden neuen Pfarrer von Muttenz (Fehr, von St. Gallen) in Umlauf gekommen waren. Allein seine Arrcstation bestätigt dieses Gerücht. Es ist dieses der nämliche Pfarrer Fehr, welcher an der Spitze seiner Muttenzcr Terroristen bewaffnet gegen die Gemeinde Arlesheim auszog." Tessin. Das neue Tessinische Blatt Independente berichtet, daß unter andern interessanten Details über die Polen, welche dem großen Rache am 2. Mai vorgclegt wurden, ein Schreiben des eidgen. Geschäftsträgers in Wien an den Vorort sich befand, wonach in Oesterreich ein Emissär der Pariser Propaganda verhaftet worden ist, bei welchem man eine Menge Papiere, Proklamationen, Pläne und die Korrespondenz der Polen, um Frankfurt, Baden, Deutschland, Italien in Aufruhrstanv zu versetzen, gefunden bat, mit einem Wort, den Plan einer allgemeinen Revolution. Die Propaganda liefere die zu ihrem Zwecke nöthigen Gelder, und habe in allen Schwcizerkantonen untergeordnete Komitü's. Spanien. Madrid, 13. Mai. Ein neues Dekret des Königs verleiht den Erzbischöfen von Sevilla u. von Grenada und einer großen Anzahl von Bisedöfen des Königreichs Vas Recht, der Feierlichkeit der Eidesleistuna, welche den 29. Juni statt finden wird, beizuwohnen. Mehrere Personen von hohem Stande staben diese Gunst erhalten; cs sind der Marquis von PatacioS, Marquis von Zambrano, Graf von Salazar, Graf San Juan, Graf Casa Sarria, Graf Monrealegre von Riveira, Marquis Lampo Sagrado, Marquis Torrcmejia, Marquis Castelbravo, Graf Casa Valencia und noch mehr als 30 andere. — Eine Verordnung hebietetden Zeitungsschreibern, Betrachtungen über politische Gegenstände zu machen. Darunter werden auch solche Nachrichten verstanden, welche die Leser selbst zu Betrachtungen führen könnten. Die angefangenen öffentlichen Verhandlungen müssen daher unterbrochen werden. Die Madrider Zeitung allein hat das Recht, darüber ein Urtheil abzugeben. Die Uebertreter dieser Verordnung werden auf's schärfste bestraft. — Es sollen 5 Generalkapitäne einen tüchtigen Verweis erhalten haben, weil sie sich bei Entlassung der Freiwilligen unsanfter Mittel erlaubt hatten. — Ein Eilbote hat die Nachricht überbracht, daß Don Sebastian, welcher ander Gränze angekommen, plötzlich erkrankt ist. — Von Don Carlos spricht man weiter nichts. — Der Justizminister hat die Absicht, ein bürgerliches Gesetzbuch abfaffen zu lassen; der berühmte Rcchtsgelchrte Crambroncro ist mit dem Berichte darüber beauftragt. Das peinliche Gesetzbuch ist seit langer Zeit zur Bekanntmachung bereit; allein bis jetzt ist sie noch unterblieben. Türkei. Belgrad, 13. Mai. Die Angelegenheiten in Bosnien haben gleich mit Eintritt der bessern Jahreszeit, wie man wohl vermuthct hatte, da der unwegsame Boden den Winter über die Kommunikationen hemmte, wieder eine ernstlichere Wendung genommen. Die Insurgenten, fortwährend Meister des offenen Landes, haben nun auch glückliche Unternehmungen gegen befestigte und mit Garnisonen versehene Plätze gemacht, und sich dadurch ausserordentliches Ansehen verschafft; Jung und Alt, was nur Waffen tragen kann, strömt zu ihren Fahnen, so daß in kurtzer Zeit wieder ganz Bosnien in ihrer Gewalt seyn dürfte. Schwerlich werden sie sich dann aber, wie früher, auf die Defensive beschränken, sondern vcrmuthlich in Albanien einfallen, che die Pforte Mittel findet, ihnen die Spitze zu bieten, und si'e zu verhindern auch dort die Fahne des Aufruhrsaufzupflanzen. Geschieht dies, so werden sie, wie nickt zu zweifeln, durch zahllose Anhänger verstärkt, und dann die Existenz der Pforte, welche noch die mächtige Armee des unersättlichen MehemedAli's sich gegen über sicht, von der entgegengesetzten Seite bedroht. Es frägt sich nun, welcheMaaßregeln werden dann die europäischen Regierungen, denen nach ihren Erklärungen so viel ander ungeschmälerten Erhaltung des türkischen Reiches gelegen ist, ergreifen? Würde sich dann nicht möglicherweise der Nachbarstaat Oesterreich zu derselben Rolle gegen die bosnischen Insurgenten genöthigtsehen, welcheRußlandgegenwärtig gegen die die Hauptstadt bedrohenden Aegypticr übernommen hat? , (A. Z.) Griechenland. München, 19. Mai. In dem Briefe eines hochgestellten Mannes und unbefangenen Beobachters heizt es: »Wir fanden eine völlige Auflösung aller geselligen und moralischen Bande, wie man cs in dieser Art, wenn man 1232 nickt Augenzeuge gewesen , sich gar nicht verstellen kann. Die Gerichte durch einen Regicrungsbeschluß vom/. Okt. 1832 geschlossen! Das vollständigste Faustrcchk im Gange! Der Admiral Niccord Anfang Dezembers 1832, also nachdem der König und die Regentschaft schon von München abgereist waren, durch einen Beschluß des Senats zum Präsidenten von Griechenland ernannt, und bei dem Bestreben um diese Würde ein jüngerer Fürst Wrede sein Nebenbuhler. Ein Theil des Senats nach Spezzia geflohen, die Bereinigung einiger Tausend Palikaren unter Koloko- troni, ChrysiotiS, Zavellas, Kalcrgisu. A. in Argos, um mit bewaffneter Hand der ankommendcn.Regentschaft Gesetze vörzuschreiben, und in Folge davon der Zusammenstoß der Franzosen mit denselben am 10. und 17. Januar kurtz ein wahres CbaoS sogar in den Ideen der Menschen. Dazu waren die Gegner der neuen Ordnung der Dinge nicht müde geworden, die Gcmüther der Menschen auch mit Furcht vor der Zukunft zu erfüllen. Die lange Verzögerung der Ankunft-, die Reife des Königs und derRegent- schaft über Rom und Neapel, die Verkündigung der Unglückspropheten, daß Griechenland absolut und im Capo- distrianischcn Sinne regiert werden, daßden Ankommendcn eine ganze Schaar, von katholischen Priestern folgen würde. die Bekehrung anzufangcn, unvorsichtigeAeufferungen der lateinischen Einwohner von Syra und Tinos, welche den König vorzugsweise als den ihrigen ansahen, —- Alles wirkte zusammen, die Gemülher in Spannung und Sorge zu halten. Es lag.Absicht, wie inden bewaffneten Bewegungen, so in dew Bestreben, die kirchlichen und politischen Sckreckbilder hervorzurufen: aber sie verschwanden, wie die Schatten der Nacht beim Aufgange der Sonne, sobald statt der erwarteten Legion katholischer Priester der König erschien, feinen Einzug nach der griechischen Kirche richtete, dort das Evangelium küßle, dem griechischen Gottesdienste beiwohnte, und hierauf die Proklamation derRe- gentschaft dem Volke von der Gründung der Ruhe, den Gesetzen, seinen Gerechtsamen und seiner Wohlfahrt sprach." (Allg. Ztg.) Erledigte Stellen. Durch die Versetzung des Physikus 1),-. Bleicherinden Hensionsstand ist das Physikat Bonndorf in Erledigung gekommen. Die Kompetenten um diese Stelle, mit welcher der normalmäßige Gehalt von 400 fl. Geld und 120 fl. für Pferdsfourage verbunden ist, haben sich binnen 6 Wochen vorschriftsmäßig bei der großherzogl. Sanitätskommission zu melden. StaatSpapiere. Pariser Börse vom 22. Mai. 5prozent. konsol. 103 Fr. 45 Ct. 3proz. konsol. 70 Fr. 15 Ct. TourS der StaatSpapiere in Frankfurt. Den 24. Mai. Schluß 1 Uhr. IpLtlPaprcilGeld? j Partial. b.Rothsch.Compt. 4 137'/. ist. lOO Loose' Comp. — 190'/, ^Metalliq. Oblig. Lomp. 2'X — 50/, ) ditto ditto Lomp. 1 22'/ Oesterreich äObkig. bei Bcthmann 4 85'/, 89'/. — 1 ditto ditto 4^2 _ / Stadtbanko-Obligationen 2'/ 53 f Domestikaloblizationcn - / 2 — /Staatsschuldscheine 4 — 987, Preuffen Oblg.b. Rothschild in Frft. jdo.do. b.Lst. ä 12 /. fl. 5 4 98 92'/. /Prämienscheine — 547, Baiern 1 Obligationen i Lotterieanlchen ä500 fl.L LI 4 — 997» 4 109 Baden j fl. Rentenscheine 4 — 102'/. '50Loose bei Voll u.S. — 837. Darmstadt l Obligationen ist. 50 Loose 4 99/. 627, Nassau Obligationen bei Rothschild 4 100 Holland ! Integrale 'Neue in Ccrtifikate 2/, 5 477, 877« Neapel Certifikate bei Falconet 5 — 85/. Spanien tRte. perpet. bei Will, t. ditto 5 3 — 687, 44/, Parma Certifikate bei Rothschild 5 8674 Polen Lottcrieloose Rthlr. 587. Rußland Lert. bei Grunelius et Comp. 6 — 65/. Frankfurt Obligationen 4 — >02',. Nach dem Schluffe der Börse (!'/ Uhr) 5proz. Metalliq. 04"/,s; 4proz. Met. 65/.»; Bankaktien 1400; Integrale 477» Geld. Nedigirt unter Verantwortlichkeit von PH. Macklot. Auszug aus den Karlsruher Witterungsbeobachtungen. 24 Mai Barometer Therm. Hygr. M, 0',. 28Z" 0.1 L. 13 IG. 40 G. M 2 27Z 1I.7L- 20 5 G. 44 G. N. 8'/ 27 Z 11.0 L 17.5 G. 45 G. Meist heiter mit etwas leichtem Gewölk. Psychrometrische Differenzen: 3.7 Gr. - 7.2 Gr. - 4-9 Gr^ Gerberei zu verkaufen in Rüppurr bei Karlsruhe. Die in Nr. roo, 104 und rnü d. I. beschriebene Gerberei., nebst Garte» und Wiesen, wird aus der Hand zum Verkauf angeboren von C. H 0 per ct Comp. Karlsruhe, fAn zeige.) Eine Auswahl 1233 neuester Sommerhosenzeuge ist mir so eben zugekommen, womit ich mich bestens empfehle. Eduard Möhler. Gcsundheitssohlen, ein untrüglicheö Mittel gegen rheumatische Leiden, Gicht und Podagra, zu haben bei Gg. Friedr. Fanlmüller in Augsburg und dessen Kommissionär Hrn. Karl Leopold Döring in Karlsruhe. Das Paar 1 fl. 12 kr. gegen portofreie Einsendung des Betrags. Von den vielen Zeugnisse» dieses bewährten Heilmittels möge nur folgendes dienen: Z - u g n i ß. Dem Kaufmann Gg. F. Faulmsiller dahier bezeuge ich hiermit, daß meine Frau, welche seit Fahren an chronisch, rheumatisch, gichtischen Schmerzen litt, so daß sic sich öfters weder wenden, stehen, noch gehen konnte, durch Gebrauch seiner Gesundheitssohlen vollkommen geheilt wurde, ohne daß sich je wieder die so schmerzhaften Leiden eingestellt hatten. Augsburg, den 12. Dez. 1L33. Zoh. Gg. Maper, Lakirer. Waaren - Emfehlung. TI» Wir machen hiermit die höfliche Anzeige, haß wir für gegenwärtige Mess- ein ausgesucht schönes Assortiment in Holj- und Porzelainpscifenköpfen aller Art, Pfeifenrohre und -Zuasien, so wie auch Rassicr-, Feder-, Tafelmeffer und Gabeln, Schee, ren, Dosen, Brillen, Spiegel, Kämme, Hosenträger, Patentstahlfedern, Metall-, Horn-und Patentrock- und Westcnkno- pfe aller Art, Näh und Strickgarne, und andere in dies Fach einschlagende Artikel, bestens unterhalten, und empfehlen, uns, unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung, zu äußerst billigen Preisen. Auch haben wir eine Parthic ll?sxior inselrov Dosen, Papierspiegcl und baumwollene Handschuhe, die wir zu sehr billigen Preisen abgeben können. Gebrüder Ettlinger, am Eck der Langen- u. Kroncnstraße Nr. 26. Karlsruhe. sGesuch.^ Ein mit guten Zeugnissen «ersehener Handlungs-Kommis wünscht irgend einen Platz in einer Spezerei-, Ellen- oder Eisenwaarenhandlung zu erhallen. Nähere Auskunft ertheilt das Jeitungskomptoir. Bekanntmachung. Mit.Anfang des nächsten Monats wird der Schwimmunterricht an der hiesigen Schwimmschule beginnen. Diejenigen jungen Leute, welche unter den bereits bekannte» Bedingungen hieran Theii zu nehme» wünschen, haben sich auf dem Platzbureau dahier zu melden, wo sie die erforderlichen Einlaßkarten erhalten werden. Karlsruhe, den 24. Mai rstZZ. Der Oberst und Stadtkommandant, v. Seuttcr. Bruchsal. LFc u erspritz e zu v crk aufen.s Inder gräflich v. Traittc» k'sLcn Behausung dahier ist eine sehr Lutgehaltene große Feuerspiitze, die sich für eine Gemeinde, oder ftir eine öffentliche Anstalt eignet, um billigen Preis zu «erkaufen, und kan» täglich beaugenscheiniget weiden. Bruchsal, den 22. Mai i 835 . Gräflich v. Traittcur'schc Verwaltung. . Siamstci n. Karlsruhe. fBicrwirthshausv erstcig er » 11 g. j Das zur Vcrlaffenschaslsmasse des verlebten Bierbraucis Heinrich Weiß von hier gehörende dreistöckigte ganz neu von Sle>n erbaute Haus sammt Nicrßraucrcieinrichtung, 2 gewölbten Keilern und Zog Ohm Bierfässern an der Langen - und Hauptstraße und mitten in der Stadt liegend, wird Montag, den 10. Jun. d. I-, Nachmittags 2 Uhr, im Haufe selbst, der Erbtheilung wegen einer'öffenllichcn Versteigerung ausgcscht werden. Karlsruhe, den - 5 . Mai , 833 . EroßhcrzoglicheS Stadirevisorat. Ä e r l e r. Karlsruhe. sF a hr n i ß ver st e ig e r u n g.si Aus der VerlaffenschaftSmasse der Frau Registrator Göhring Wittwe werden nächsten Dvnnetstag, den Zo., und Freitag, den 3 >. d. M., Vor - und Nachmittags, in deren bisherigen Wohnung, Langenstraße Nr. 65 Frauenkleider. Bettwcrk u. Leinwand, Schrcin- wcrk, Küchengcsauir und sonstiger Hausrath, gegen baarc Be- zahlung, öffentlich versteigert werden. Karlsruhe. den 2Z. Mai , 633 . Grcßherzogliches SladtamiSlcvisorat. K e r l e r. Pfaffenroth (Bez. Amts Ettlingen). sHolländer- h 0 I z v erste i g er u ng. 1 Auf Freitag, den Zi. Mai, Vormittags g Uhr, werden in dem Pfaffenrothcr Gemeineswald ejo eichene Holländcrklötzc versteigert. Die Liebhaber werden Ungeladen, am gedachte» Tage und Stunde sich in der Wohnung des Bürgermeisters dahier einzufinden, von da aus sie in den Wald geführt werden. Pfaffenroth, den 22. Mai 16ZZ. Bürgermeisteramt. Weingarten. sGasthauSvcrkauf,s Die Kiefer Jakob Friedrich E h re n fe u ch t c r's Wittwe von Pforzheim, dermalen zu Weingarten, ist gesonnen, ihr zu Weingarten erkauftes, mit der Scheldaercchtigkcit zum schwarzen Adler besitzendes Gasthaus, und den hiezu gehörigen Stallungen, Sebeucr und Garten, nebst den damit von ihr neu errichteten Nnrbrauc. rei, Essigsiedcrei und einer Vrandwcinbreiincrci, täglich aus freier Hand zu verkaufen. Die hiezu Kauslusttragcndcn können jeden Tag hievon gefälligste Einsicht nehmen, und zugleich von ihr die'Bedingungen des Kaufschillings vernehmen. Weingarten, den 24. Mai , 833 . Als Bevollmächtigter und aus Auftrag der E h r e n fc u ch tc r's Wittwe, »Friedr. Kirchhoffcr. Lahr. (Wcinversteigerung.) Von der Unterzeichneten Stelle wird Montag, den 3 . Juni d. I., Vormittag- 10 Uhr, im Prinzenwirthshauft zu Schlittern der Rest des dort gelagerten herrschaftlichen ,8Z2r Zehntweins mit ca. 110 Ohm öffentliche versteigert, wozu die Liebhaber eingeladen werden. Lahr, de» ,4. Mai , 635 . Großherzogliche Domänenverwaltung. Staib. Karlsruhe. (Pferdeoersicigerung.) Montag, 1234 den Z. Juni d. I., Vormittag» g Uhr, werben in dem groß- herzoglichen Marstall mehrere brauchbare Pferde gegen baare Bezahlung versteigert, wozu die Liebhaber andurch eingeladen werden. Karlsruhe, den ig. Mai 18ZZ. Großherzogliche Stallverwaltung. K o ch. Durlach. (Wein- und Hefeversteigerung.) Bei der Unterzeichneten Stelle werden am Mittwoch, den 5 . Juni d. I-, Vormittags o Uhr, etwa 12 Fuder Wein, iLZ-r GewaLs, in kleinen Abheilungen öffentlich versteigert; auch werben zugleich etwa 28 Ohm Weinheft der Steigerung ausgesetzt; wozu die Liebhaber hiermit eingeladen werden. Durlach, den , 5 . Mai i 6 Z 3 . Großherzogliche Domänenvcrwaltung. Banz. Karlsruhe. fFo u ra geli eferun g.) Die Lieferung des Bedarfs an Fourage für den Kronkcnstall derVeierinärschulc dahier, bis zum 1, Juni >854 im ungefähren Betrag von 100 Zentner Heu, 24 Malter Haber und Zoo Bund Stroh, wird Montag, den 10. Juni d. M., Vormittags ,0 Uhr, auf dem Bureau der diesseitigen Stelle an den Wenigstnehmenden vergeben werden, wozu man die Lieferanten mit dem Bemerken cinlarct, daß die nähern Bedingungen sowohl bei dem diesseitigen Sekretariat als bei dem Lehrer der Veterinärschule Schussele vorher cingeschen werden können. Karlsruhe, den 20. Mal 18ZZ. Großherzogliche Sonitätskommission. Maler. vstt. W 0 l ff. Rastatt. fDorladung und Fahndung.H Urban Klein von Waldprechtsweier, der als Soldat bei dem hier gar- nisonirenden Linieninfantcriercgiment Markgraf Wilhelm Nr. Z gestanden und am 10. d. M. dcsertirt ist, wird hiermit aufgc- fvrdert, sich binnen 4 Wochen zu stellen, und sich wegen seines Austritts zu verantworten, widrigenfalls gegen ihn »ach den Landesgcsctzen verfahren werden wird. Zugleich werden die Behörden ersucht, oufden unten signali- sirlen Urban Klein zu sahnden, und ihn im VetretungSfalle an die unterfertigte Stelle oder a» das großherzvgl. RcgimeiuS- kvmmando dahier abzulicfern- Rastatt, den 17. Mai >8zz. Großherzogliches Obkramt. B a u s ch. . Signalement. Alter, 2Z Jahre. . 5 6" Zgroß. Körperbau, stark. Gesichtsfarbe, roth. Augen, braun. Haare, dcllo. Nase, klein. Ettlingen. (Fahndungszurücknahme. ) Die dem Wolf Dreifuß in Malsch entwendete Kuh ist zu Au. am Rhein angetroffen und ihrem Eigenthümer wieder zurückge- stellt worden. Ettlingen, den 21. Mai i8ZZ. Großherzogliches Bezirksamt. K elIer. Bekanntmachung. Aus der Bär O d e n h ei m ischen Stiftung in Walldorf ,st der stifttlngsgemäß bestimmte Aussieuerbeirag von ZZofl, für em armes Mädchen aus der Dciivandtschaft des Stifters zu vergeben. Die hiernach geeigneten Bewerberinnen werden daher aufge- fordert,, sich mit ihren desfallsigen Gesuchen, unter Anfügung obrigkeitlicher Zeugnisse über ihre Vermögcnsumstände, ihr Alter, sittliches Betragen und Verwandtschaft mit dem Stifter, an die Lezirksspnagoge Heidelberg btitnen 6 Wochen zu melden. Karlsruhe, den 12. Mai 16ZZ. Großh. bad. Oberraih der Israeliten. Der Ministertalkommiffär. Bek k. Lahr. (Dienstantrag.) Bei der unterzcichsieten Verrechnung kann ein im Obercinnehmer.i - und Amtskassewesen geübter Scrlbent gegen einen fipcn Gehalt von 400 st. gleich oder nach Z Monaten eiiitrctcn. Lahr, de» ig. Mai i8ZZ. Hbeieinnehmerei. - Schäffer. Engen. fSchuldenliquidation.s Alle diejenigen, welche an den in Gant erkannten Adl-iwirtb Joseph e »1 m l - r zu Wetschingen Forderungen oder sonstige Ansprüche zu mach/n haben, werden ausgc,ordert, solche l» der auf Samstag, den 22. Juni v. I., Voimiltags 6 Uhr, ongeordnctcn Liquidatioiisla.fahrt auf hiesiger Amlskanzlei, bet Vermeidung des Ausschlusses von gegenwärtiger Ganltnaffe, cnttvcder persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schnfiiich oder mündlich richtig zu stellen, und zugleich ihre etwaigen Vorzugs - oder Unlerpsantsrechle, unter Aiurelung tcS eiforceriichen Beweises, anzumclden. . In dieser Tagfahrt werde» auch ein Maffepflegcr und Gläu- bigerausschuß gewählt, so wie Borg- und Nachlaßvergleichs versucht,.und i» Bezug auf die Dorgnergleiche, so >oie die E>- neniuing des MaffepflegerS und Gläubigcrausschusics die Nicht-, erscheinende» als der Mehrheit der Erschienenen beistimmend angenommen werden, Engen, den 6, Mai igZZ. Gtvßh. bad. f. f. Bezirksamt. Eckhard. vät Jtta, Akt. Sinsheim. (S ch u ld e n l i q u i b a t i 0 n. ) Die Gläubiger des Adam Wagner in Kirchardt, welcher mit ferner Familie »ach Russisch.Polen auSrvandert, werden hiermit aufge- svtderl, ihre Forderungen am Freitag, den Z>. d. M., Morgens ü Uhr, dahier vor Amt zu liquidircn, widrigenfalls ihnen nicht mehr zur Befriedigung verhelfen werden kann. Sinsheim, den >8. Mai ,8ZZ. Großherzogliches Bezirksamt. Sigel. vätr Sommer. Verleger und Druckers PH. Macklor